01/04/2024
In vielen Kulturen symbolisiert Licht Hoffnung, Wärme und Spiritualität. Im Judentum nimmt das Entzünden von Kerzen eine besonders tiefe und bedeutungsvolle Rolle ein, die weit über das bloße Erhellen eines Raumes hinausgeht. Es ist ein heiliges Ritual, das Generationen verbindet und den Übergang von der alltäglichen Welt in eine Zeit der Ruhe und Besinnung markiert: den Schabbat. Dieses wöchentliche Ritual, das in jedem jüdischen Haushalt zelebriert wird, ist nicht nur eine Tradition, sondern eine spirituelle Praxis, die Frieden und Heiligkeit in das Zuhause bringt und den Beginn eines besonderen Tages ankündigt, der dem Gebet, der Familie und der inneren Einkehr gewidmet ist.

- Das Anzünden der Schabbatkerzen: Ein Schritt-für-Schritt-Leitfaden
- Wann leuchten die Schabbatkerzen? Der exakte Zeitpunkt der Heiligung
- Warum Kerzen am Schabbat? Die tiefe Symbolik des Lichts
- Schamor und Sachor: Die doppelte Bedeutung der Flammen
- Wer zündet die Kerzen an? Eine Frage der Tradition und Gleichberechtigung
- Der Segensspruch: Worte der Heiligung
- Der Übergang in den Schabbat: Eine Tür zur Heiligkeit
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Schabbatkerzenzünden
- Was passiert, wenn ich vergessen habe, die Kerzen rechtzeitig anzuzünden?
- Wie viele Kerzen müssen gezündet werden?
- Können elektrische Kerzen verwendet werden, wenn echte Flammen nicht möglich sind?
- Was geschieht mit den Kerzen nach dem Schabbat?
- Muss ich für das Kerzenzünden eine bestimmte Art von Kerzen verwenden?
Das Anzünden der Schabbatkerzen: Ein Schritt-für-Schritt-Leitfaden
Das Kerzenzünden ist ein Moment der Konzentration und Hingabe. Obwohl die genauen Bräuche leicht variieren können, folgt der Prozess einer festen Abfolge, die die spirituelle Dimension des Rituals unterstreicht. Es ist ein Moment, in dem die Hektik des Alltags weicht und Raum für Ruhe und Besinnung geschaffen wird. Die Vorbereitung ist einfach, aber die Ausführung ist gefüllt mit tiefer Bedeutung:
- 1. Zünden Sie die Kerzen an: Traditionell werden mindestens zwei Kerzen verwendet, die oft in speziellen Kerzenhaltern platziert werden. Diese Anzahl symbolisiert die beiden Gebote des Schabbats: 'Gedenke' und 'Halte'. Es ist wichtig, die Kerzen vor Sonnenuntergang anzuzünden, da das Entzünden von Feuer am Schabbat selbst nicht erlaubt ist.
- 2. Führen Sie die Hände drei Mal um die Kerzen herum und zum Gesicht: Diese Geste, oft als 'Einziehen des Lichts' oder 'Empfangen des Schabbat-Lichts' interpretiert, symbolisiert das Aufnehmen der Heiligkeit des Schabbats und das Schützen des heiligen Moments. Es ist eine physische Handlung, die die spirituelle Bedeutung des Rituals verstärkt und hilft, sich von der weltlichen Sphäre zu lösen.
- 3. Bedecken Sie die Augen mit den Händen, und sprechen Sie den angemessenen Segen: Das Bedecken der Augen ermöglicht es, sich voll und ganz auf die Worte des Segens zu konzentrieren und die äußere Welt für einen Moment auszublenden, um die volle Wirkung der Gebete zu empfangen. Es ist ein intimer Moment zwischen der Person und dem Göttlichen.
Der Segensspruch, der in diesem Moment gesprochen wird, ist von zentraler Bedeutung und lautet auf Deutsch:
„Gesegnet seist Du, G-TT, unser G-tt, König des Universums, der uns durch Seine Gebote geheiligt und uns befohlen hat, das heilige Schabbat-Licht anzuzünden.“
Nachdem der Segen gesprochen wurde, ist es üblich, die Hände von den Augen zu nehmen und einen Moment lang in das flackernde Licht der Kerzen zu schauen. Viele nutzen diesen Moment für ein persönliches Gebet oder um still über die bevorstehende Schabbat-Zeit nachzudenken, bevor sie allen Anwesenden einen „Schabbat Schalom“ wünschen, was „Friedlicher Schabbat“ bedeutet.
Wann leuchten die Schabbatkerzen? Der exakte Zeitpunkt der Heiligung
Der Zeitpunkt des Kerzenzündens ist von entscheidender Bedeutung und streng festgelegt, da er den Übergang vom Wochentag zum heiligen Schabbat markiert. Im Judentum beginnt ein neuer Tag traditionell mit Sonnenuntergang am Vorabend. Daher werden die Kerzen für den Schabbat stets am Freitagabend entzündet, bevor die Sonne vollständig untergegangen ist.
Traditionell geschieht dies 18 Minuten bzw. ungefähr eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang bzw. Schabbatbeginn. Diese Zeitspanne, oft als 'Zman Hadlakat Nerot' bezeichnet, ist eine wichtige Vorsichtsmaßnahme, um sicherzustellen, dass die Kerzen definitiv vor dem Beginn des Schabbats brennen. Denn an Schabbat selbst ist das Anzünden von Feuer sowie viele andere Formen von 'Arbeit' (Melacha) verboten, da der Schabbat ein Tag der Ruhe und der Abwesenheit von schöpferischer Tätigkeit ist. Diese Regelung basiert auf biblischen Schriften der Tora und wird in späteren rabbinischen Texten wie Mischna und Talmud detailliert erläutert und begründet. Die genaue Uhrzeit für den Schabbatbeginn variiert je nach geografischem Standort und Jahreszeit, weshalb jüdische Kalender und Apps oft spezifische Zeiten für das Kerzenzünden angeben.
Warum Kerzen am Schabbat? Die tiefe Symbolik des Lichts
Die Frage, warum gerade Kerzen eine so zentrale Rolle spielen, führt uns tief in die jüdische Philosophie und Tradition. Licht ist in vielen Kulturen ein Symbol für Leben, Wissen und Göttlichkeit. Im Kontext des Schabbats symbolisiert das Licht der Kerzen nicht nur die physische Helligkeit, sondern auch die spirituelle Erleuchtung und den Frieden, der mit diesem heiligen Tag einhergeht.
Eine der Hauptideen hinter dem Kerzenzünden ist die Schaffung von 'Schalom Bajit' – Frieden im Haushalt. Die Kerzen spenden nicht nur Licht, das die Dunkelheit vertreibt, sondern schaffen auch eine warme, einladende Atmosphäre, die zur Ruhe und Eintracht beiträgt. In einer Zeit ohne elektrisches Licht war dies auch eine praktische Notwendigkeit, um die Schabbatmahlzeit im Hellen genießen zu können. Doch die Bedeutung geht weit darüber hinaus. Es geht darum, den Schabbat zu ehren und ihn als besonderen, von den Wochentagen unterschiedenen Tag hervorzuheben. Das Licht der Kerzen unterscheidet den 'normalen', profanen Wochentag vom heiligen Tag Schabbat und markiert somit eine klare Trennung. Für viele Jüdinnen und Juden ist der Moment des Kerzenzündens somit wie eine Tür, durch die man in den Schabbat eintritt – ein Übergang von der weltlichen Sphäre in die spirituelle. Es ist ein Moment, der das Zuhause mit Heiligkeit erfüllt und eine spirituelle Brücke zum Göttlichen schlägt.
Schamor und Sachor: Die doppelte Bedeutung der Flammen
An Schabbat werden traditionell zwei Kerzen gezündet. Jede dieser Kerzen trägt eine eigene, tiefe Bedeutung, die sich aus den Zehn Geboten ableitet, wie sie in der Tora überliefert sind. Diese beiden Worte – 'Schamor' und 'Sachor' – repräsentieren die doppelten Aspekte der Schabbatobservanz und spiegeln die verschiedenen Facetten der Einhaltung dieses heiligen Tages wider:
| Hebräischer Begriff | Deutsche Bedeutung | Bezug zum Gebot (Tora) | Aspekt der Schabbat-Observanz |
|---|---|---|---|
| Schamor (שמור) | Bewahren / Halten | 'Halte den Schabbattag heilig' (5. Mose 5:12) | Fokus auf die Einhaltung der Schabbatgesetze, das Unterlassen von Arbeit (Melacha) und das Bewahren der Heiligkeit des Tages durch Abstinenz. |
| Sachor (זכור) | Erinnern / Gedenken | 'Gedenke des Schabbattages, dass du ihn heiligest' (2. Mose 20:8) | Fokus auf das positive Gedenken an den Schabbat als Tag der Schöpfung und der Befreiung, durch Gebet, Studium und das Genießen der Schabbat-Mahlzeiten. |
Die Kerze für 'Schamor' erinnert uns an die Notwendigkeit, die Schabbatgesetze zu halten, insbesondere das Verbot, an diesem Tag zu arbeiten. Es geht darum, den Schabbat durch das Unterlassen bestimmter Handlungen zu schützen und seine Heiligkeit zu bewahren. Dies ist der passive, aber ebenso wichtige Aspekt des Schabbats.
Die Kerze für 'Sachor' hingegen mahnt uns, uns an den Schabbat zu erinnern und seine spirituelle Bedeutung zu würdigen. Es geht um das positive Gedenken an Gottes Schöpfung und an die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten – die beiden Hauptgründe für den Schabbat, wie sie in der Tora genannt werden. Dieser Aspekt beinhaltet das bewusste Erleben des Schabbats durch Gebet, Studium und das Beisammensein mit der Familie.
Diese beiden Aspekte – das Bewahren durch Handlungen und das Erinnern durch Gedanken und Gebet – sind untrennbar miteinander verbunden und bilden das Fundament der Schabbatobservanz. Sie zeigen, dass der Schabbat sowohl ein Tag der Ruhe von der Arbeit als auch ein Tag der aktiven spirituellen Erneuerung ist.
Wer zündet die Kerzen an? Eine Frage der Tradition und Gleichberechtigung
Traditionell ist das Kerzenzünden eine Aufgabe, die von der Frau des Hauses wahrgenommen wird. Dies spiegelt die zentrale Rolle der Frau in der Gestaltung des jüdischen Heims und als Hüterin der Tradition wider. Ihre Fähigkeit, Leben zu schenken und zu nähren, wird symbolisch mit dem Anzünden des Lichts in Verbindung gebracht, das Wärme und Heiligkeit in das Zuhause bringt. Es ist ein Moment, der oft als besonders weiblich empfunden wird und die spirituelle Stärke der Frau unterstreicht, da sie als 'Akeret HaBayit' (Säule des Hauses) gilt.
Männer dürfen diese Tätigkeit aber ebenfalls übernehmen, insbesondere wenn keine Frau im Haushalt anwesend ist oder wenn es die Familiensituation erfordert. In vielen modernen jüdischen Gemeinden ist es auch üblich, dass Kinder, insbesondere Töchter, an diesem Ritual teilnehmen oder es sogar selbst ausführen, um die Tradition von Generation zu Generation weiterzugeben und sie frühzeitig in die spirituellen Praktiken einzuführen. Die Teilnahme der Kinder stärkt ihre Verbindung zum Judentum und fördert ein Gefühl der Zugehörigkeit. Wichtig ist nicht das Geschlecht der Person, die die Kerzen anzündet, sondern die Intention und die Ehrfurcht, mit der das Ritual ausgeführt wird, und die Heiligkeit des Moments, der für die ganze Familie geschaffen wird.

Der Segensspruch: Worte der Heiligung
Der Segen, der nach dem Anzünden der Kerzen gesprochen wird, ist nicht nur eine Formel, sondern eine tiefgründige Erklärung des Glaubens und der Anerkennung Gottes als Quelle aller Gebote. Der Segensspruch lautet: „Gesegnet seist Du, Adonai, unser Gott, König der Welt, der uns durch seine Gebote geheiligt hat und uns geboten hat, die Schabbatkerzen zu zünden.“ (Hebräisch: Baruch Ata Adonai Eloheinu Melech HaOlam, Asher Kideshanu B'Mitzvotav V'Tzivanu L'Hadlik Ner Shel Shabbat).
Jedes Wort in diesem Segen ist bedeutungsvoll. 'Gesegnet seist Du, Adonai' drückt die Ehrfurcht vor Gott aus, während 'König der Welt' Seine universelle Herrschaft und Souveränität anerkennt. Der Kern des Segens liegt jedoch in der Phrase 'der uns durch seine Gebote geheiligt hat und uns geboten hat, die Schabbatkerzen zu zünden'. Dies betont, dass das Anzünden der Kerzen nicht nur eine menschliche Tradition ist, sondern ein göttliches Gebot (Mitzvah), das uns hilft, uns selbst zu heiligen und eine besondere Verbindung zum Göttlichen herzustellen. Es ist eine Anerkennung, dass die Heiligkeit des Schabbats von Gott kommt und wir durch die Einhaltung Seiner Gebote Teil dieser Heiligkeit werden können. Das Bedecken der Augen während des Sprechens des Segens ist eine alte Praxis, die dazu dient, die äußeren Ablenkungen auszublenden und sich voll und ganz auf die spirituelle Bedeutung der Worte zu konzentrieren, bevor man das Licht des Schabbats in sich aufnimmt und seine transformative Kraft spürt.
Der Übergang in den Schabbat: Eine Tür zur Heiligkeit
Der Moment des Kerzenzündens ist, wie bereits erwähnt, ein Schwellenmoment. Er markiert den Übergang von der Hektik des Alltags zur Ruhe und Heiligkeit des Schabbats. Es ist eine bewusste Entscheidung, die weltlichen Sorgen beiseitezulegen und sich auf das Spirituelle zu konzentrieren. Die flackernden Flammen der Kerzen werden zu einem sichtbaren Zeichen dieser Transformation, einer physischen Manifestation des Beginns einer heiligen Zeit. Die Atmosphäre im Raum verändert sich spürbar, wenn die Lichter des Schabbats entzündet werden.
Nach dem Segen und dem kurzen Verweilen im Licht der Kerzen ist es üblich, allen Anwesenden 'Schabbat Schalom' zu wünschen. Dies bedeutet 'Friedlicher Schabbat' und ist nicht nur ein einfacher Gruß, sondern ein Wunsch für Frieden, Ruhe und Wohlbefinden für die kommenden 25 Stunden des Schabbats. Es ist eine Erinnerung daran, dass der Schabbat eine Zeit des Friedens ist – Frieden mit sich selbst, Frieden mit anderen und Frieden mit Gott. Dieses Ritual kann sowohl in der eigenen Wohnung als auch in der Synagoge stattfinden, wobei der Fokus immer auf der Schaffung einer Atmosphäre der Heiligkeit und des Friedens liegt. Es ist ein Moment, der die Familie zusammenbringt und eine tiefe Verbundenheit mit der jüdischen Tradition schafft.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Schabbatkerzenzünden
Was passiert, wenn ich vergessen habe, die Kerzen rechtzeitig anzuzünden?
Wenn der Schabbat bereits begonnen hat (d.h., die Sonne untergegangen ist und die festgelegte Zeit für das Kerzenzünden verstrichen ist), ist es nicht erlaubt, die Kerzen anzuzünden, da das Anzünden von Feuer eine der verbotenen Tätigkeiten am Schabbat ist. Es ist dann wichtig, sich daran zu erinnern, dies in der folgenden Woche rechtzeitig zu tun und gegebenenfalls Vorkehrungen zu treffen, um dies nicht erneut zu vergessen.
Wie viele Kerzen müssen gezündet werden?
Traditionell werden mindestens zwei Kerzen gezündet, die die beiden Gebote 'Schamor' (bewahren) und 'Sachor' (erinnern) symbolisieren. Viele Familien zünden jedoch zusätzliche Kerzen an, zum Beispiel eine Kerze für jedes Familienmitglied, um die Heiligkeit des Schabbats und den Frieden im Haushalt für jeden Einzelnen zu symbolisieren. Die Mindestanforderung sind jedoch zwei Kerzen.
Können elektrische Kerzen verwendet werden, wenn echte Flammen nicht möglich sind?
Nein, nach der halachischen Tradition (jüdischem Gesetz) müssen es echte Flammen sein, die von Docht und Öl oder Wachs genährt werden. Elektrische Kerzen erfüllen die Mitzvah (Gebot) des Schabbat-Kerzenzündens nicht, da sie keine echte Flamme erzeugen, die Licht durch Verbrennung spendet. Sie können jedoch in Notfällen, in denen echte Flammen eine Gefahr darstellen würden (z.B. in Krankenhäusern), als symbolischer Ersatz dienen, aber sie ersetzen nicht die tatsächliche Mizwa.
Was geschieht mit den Kerzen nach dem Schabbat?
Die Schabbatkerzen werden traditionell nicht manuell gelöscht, sondern lässt man sie nach dem Anzünden von selbst herunterbrennen. Da das Löschen von Feuer ebenfalls eine am Schabbat verbotene Arbeit ist, bleiben die Kerzen brennen, bis sie von selbst erlöschen oder bis nach dem Ende des Schabbats (Havdala).
Muss ich für das Kerzenzünden eine bestimmte Art von Kerzen verwenden?
Es gibt keine spezifische Anforderung an die Art des Materials (Wachs, Öl) oder die Farbe der Kerzen. Wichtig ist, dass die Kerzen groß genug sind, um für die Dauer der Schabbatmahlzeit oder idealerweise bis zum Ende des Schabbats zu brennen. Sie sollten ein klares, beständiges Licht spenden. Viele bevorzugen weiße Kerzen, aber auch farbige Kerzen sind akzeptabel, solange sie den Zweck erfüllen.
Das Anzünden der Schabbatkerzen ist somit weit mehr als nur ein Brauch; es ist ein tief verwurzeltes Ritual, das die Essenz des Judentums in sich trägt. Es ist ein Moment der Konzentration, des Gebets und der Dankbarkeit, der jedes Haus in einen Ort der Heiligkeit verwandelt und den Weg für einen Tag der Ruhe und spirituellen Erneuerung ebnet. Es ist ein lebendiges Zeugnis der jüdischen Tradition, die über Jahrtausende hinweg bewahrt und weitergegeben wurde, um auch heute noch Licht und Frieden in die Welt zu bringen.
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