Was ist das Gebet des älter werdenden Menschen?

Das Höchste Ziel des Wahren Gebetes

08/10/2024

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Das Gebet ist weit mehr als nur eine Bitte an eine höhere Macht; es ist ein facettenreiches Phänomen, das die Menschheit seit Anbeginn der Zeit in ihrer Suche nach Sinn, Trost und Transzendenz begleitet. Es ist eine Brücke zwischen dem Endlichen und dem Unendlichen, ein Ausdruck der Sehnsucht der Seele nach dem Göttlichen. Doch was ist das höchste Ziel des wahren Gebetes? Ist es die Erfüllung unserer Wünsche, die Überwindung von Ängsten oder etwas Tiefgreifenderes, das unser gesamtes Wesen transformiert? In diesem Artikel tauchen wir in die Weisheit verschiedener Mystiker und Denker ein, um die vielschichtigen Dimensionen des Gebetes zu erkunden und sein ultimatives Ziel zu ergründen.

Was ist das höchste Ziel des wahren Gebetes?
Das höchste Ziel des wahren Gebetes ist vollkommen zu werden und schöpferisch zu wirken wie Gott selbst. Der allein kann dieses hohe Ziel erreichen, der Gott am ähnlichsten geworden ist, d.h. dass er sich die Eigenschaften Gottes angeeignet hat und sie am besten und schönsten zum Ausdruck bringt.
Inhaltsverzeichnis

Das höchste Ziel: Vollkommenheit und Schöpfertum wie Gott selbst

H.K. Iranschähr formuliert in seinem Werk „Mein Ziel“ eine zutiefst inspirierende Vision des Gebetes. Er sieht das höchste Ziel des wahren Gebetes nicht in der Erlangung äußerer Güter oder persönlicher Vorteile, sondern in der inneren Transformation des Menschen. Es geht darum, vollkommen zu werden und schöpferisch zu wirken wie Gott selbst. Diese Vorstellung impliziert eine radikale Annäherung an die göttlichen Eigenschaften: Güte, Reinheit, Liebe und Weisheit. Nur wer Gott am ähnlichsten geworden ist, wer diese göttlichen Attribute in sich kultiviert und zum Ausdruck bringt, kann dieses erhabene Ziel erreichen.

Iranschähr betont, dass der menschliche Geist, der ein Licht aus Gottes Licht ist, seine schlummernden göttlichen Kräfte entfalten soll, um schöpferisch zu wirken und vollkommen zu werden. Dies bedeutet, dass wir dazu bestimmt sind, als Ebenbilder Gottes „Schöpfer im Kleinen“ zu werden. Dieser Prozess erfordert jedoch völligen Gehorsam und eine bewusste Unterwerfung unter den Willen Gottes. Nur wer den Willen Gottes erkennt und sich ihm freiwillig hingibt, kann zu einem würdigen Werkzeug in Seiner Hand werden, durch das der göttliche Plan ausgeführt wird.

Alle anderen Ziele – sei es Macht, Herrlichkeit, Seligkeit, seelische Fähigkeiten oder geistige Errungenschaften – sind laut Iranschähr lediglich Zwischenstationen auf dem Weg zum ultimativen Ziel. Sie sind Sprossen auf einer Leiter, die wir erklimmen und hinter uns lassen müssen. Selbst Vollkommenheiten wie Heiligkeit, Erlösung oder Erleuchtung sind nur „Rüstungen“, die uns befähigen, den „Sieg aller Siege“ zu erringen: die Selbstüberwindung und Reinheit. Es ist entscheidend, diese Mittel nicht mit dem Ziel selbst zu verwechseln, da sie sonst zu Schleiern werden können, die uns von unserer wahren Bestimmung, der Einheit mit Gott, fernhalten.

Die Suche nach innerem Frieden und Dankbarkeit

Ein zentrales Motiv in vielen Gebeten ist die Sehnsucht nach Frieden. H.I. Khan bittet in seinem „Friedens-Gebet“ wiederholt: „Sende uns Deinen Frieden, o HERR.“ Dieser Frieden ist nicht nur ein Zustand äußerer Ruhe, sondern eine tiefgreifende innere Harmonie, die sich auf unser Denken, Reden und Handeln auswirkt. Er ist die Grundlage für Zufriedenheit und Dankbarkeit für die „reichen Gaben“ des Lebens, selbst inmitten des „Lebenskampfes“. Khans Gebet ist eine Bitte um göttliche Gnade und Barmherzigkeit, die es uns ermöglicht, alles zu ertragen und anzunehmen, und darum, dass unser Leben der göttlichen Vision entspricht, sodass in Gottes Licht alle Dunkelheit vergeht. Die Vorstellung, dass wir als Gottes Kinder auf Erden uns alle in einer einzigen Familie vereinigen sollen, unterstreicht die universelle, verbindende Kraft dieses Friedens.

Johann Wolfgang von Goethes „Wandrers Nachtlied“ drückt eine ähnliche tiefe Sehnsucht aus: „Ach, ich bin des Treibens müde! Was soll all der Schmerz und Lust? Süßer Friede, Komm, ach komm in meine Brust!“ Hier wird der Frieden als eine erlösende Kraft angerufen, die Leid und Schmerzen stillt und den „doppelt elenden“ mit Erquickung erfüllt. Es ist die Bitte um eine Ruhe, die über die Wirren des Lebens hinausgeht und dem Herzen wahre Erleichterung schenkt.

Gebet als Weg zur Selbsttransformation und göttlichen Verbindung

H.K. Iranschährs „Mein Wunsch“ und „Ich danke Dir“ offenbaren das Gebet als einen Weg der persönlichen Läuterung und der ständigen Verbindung mit dem Göttlichen. Der Wunsch, „rein und frei von allen Lastern zu werden“ und eine „selbstlose“ Liebe zu entwickeln, zeigt das Streben nach moralischer und spiritueller Integrität. Die Bitte um göttliche Belehrung und Führung, das Verlangen, Weisheit nicht nur aus Büchern, sondern direkt aus der „Tiefe meiner Seele“ zu schöpfen, deutet auf die Erkenntnis hin, dass wahre Weisheit in uns verborgen liegt und durch göttliche Gnade zugänglich wird. Der Wunsch, „unmittelbar und ständig mit Dir in Verbindung zu stehen“, unterstreicht die Bedeutung einer lebendigen, dynamischen Beziehung zum Göttlichen, die den Glauben mit dem Verstand harmonisiert und Liebe und Weisheit in uns vereint.

Die Danksagung in „Ich danke Dir“ ist eine Anerkennung der täglichen Geschenke Gottes: Erkenntnis, Frieden, Freude, Kraft zum Dienen, Gnade, Belehrung, Führung, Erziehung, Liebe, Sorge und Geduld. Die Erkenntnis göttlicher Weisheit wird als „höchste Glückseligkeit“ bezeichnet. Dies zeigt, dass Gebet nicht nur Bitten, sondern auch tiefste Dankbarkeit für die unaufhörliche Präsenz und Fürsorge Gottes in unserem Leben ist.

Die Überwindung der Angst durch die Hinwendung zu Gott

Swami Sivananda bietet eine praktische Anleitung zur Überwindung von Angst durch die Konzentration auf Gott. Er rät, die Gewohnheit zu entwickeln, täglich oft an Gott zu denken, ruhig zu sitzen und langsam zu atmen. Das Ergebnis ist eine spürbare göttliche Ruhe, die in uns einströmt. Je mehr Raum wir dem Göttlichen in uns geben, desto ferner rückt die Welt und die damit verbundene Angst. Sivananda beschreibt einen Zustand, in dem Gott selbst in uns zu wirken beginnt, uns von der Torheit weltlicher Fixierungen befreit und uns zur Wahrnehmung Gottes in uns selbst führt.

Diese Hingabe an Gott kann sich je nach Wesensart unterschiedlich äußern: entweder als völlige Hingabe aus Liebe oder als unermüdliches Arbeiten im Geiste der Liebe für Gottes Willen. In beiden Fällen führt dies dazu, dass die Welt ihre Macht über uns verliert. Rückschläge werden zu Wegweisern, die uns immer wieder zu Gott zurückführen, bis wir „ganz und gar in Gott leben“. Dieser Zustand manifestiert sich in körperlicher Gesundheit, einem ewig heiteren und freudigen Geist sowie Leichtigkeit und Erfolg in der Arbeit. Es ist eine klare Botschaft: Wahre Sicherheit und Freiheit von Angst finden sich nicht im Weltlichen, sondern in der tiefen Verbundenheit mit dem Göttlichen.

Die Entfaltung der Seele und innerer Reichtum

Oscar Wildes Erkenntnis „Das Wesen des Menschen ist etwas Wundervolles! Entfalt’ es, sei du selbst!“ lenkt den Blick auf den inneren Reichtum. Er lehrt, dass wahre Vollendung nicht durch den Besitz oder das Anhäufen äußerer Güter erreicht wird, sondern in uns selbst liegt. Äußerlicher Reichtum kann verloren gehen, aber der wirkliche Reichtum, die „wertvollen Schätze und Kostbarkeiten in den Schatzkammern unserer Seele“, kann uns niemand rauben. Wilde ermutigt dazu, sich von gemeiner Voreingenommenheit und äußeren Belastungen zu befreien, da „Eigentum die Persönlichkeit auf Schritt und Tritt behindert!“ Ein Leben, das sich am Erlöser orientiert, ist demnach ein Leben, in dem man „ganz und gar er selbst bleibt“ und alle Möglichkeiten der Seele zur Entfaltung bringt.

Dies korrespondiert mit Carl Gustav Jungs Auffassung, dass die Seele eine „religiöse Funktion“ besitzt und „naturaliter religiosa“ ist. Für Jung birgt die Seele erfahrungsgemäß „höchste Werte“ und ist die „Entsprechung aller Dinge“. Sie ist das „Auge, dem es bestimmt ist, das Licht zu schauen“, und besitzt „unermesslichen Umfang und unauslotbare Tiefe“. Wenn ihm vorgeworfen wurde, er vergötte die Seele, antwortete er: „Nicht ich – Gott selbst hat sie vergottet!“ Jung sah seine Aufgabe darin, die Tatsachen vorzulegen, die beweisen, dass die Seele aus sich heraus eine religiöse Funktion produziert, unabhängig von Meinungen oder Suggestionen. Dies unterstreicht die Vorstellung, dass die Spiritualität und die Suche nach dem Göttlichen tief im menschlichen Wesen verankert sind.

Gebet im Alltag: Wahrheit, Liebe und Dienst

Mahatma Gandhis „Das tägliche Gebet“ ist ein Manifest der moralischen und spirituellen Prinzipien, die sein Leben leiteten: „Ich will bei der Wahrheit bleiben. Ich will mich keiner Ungerechtigkeit beugen. Ich will frei sein von Furcht. Ich will keine Gewalt anwenden. Ich will guten Willens sein gegen jedermann.“ Dies ist Gebet in Aktion, eine tägliche Selbstverpflichtung zu ethischen Werten, die das Leben transformieren und zu einem Dienst an der Menschheit machen. Es ist eine innere Haltung, die sich in jedem Gedanken, Wort und jeder Tat manifestiert.

Prinz Eugens „Tägliches Gebet“ erweitert diese Perspektive um eine tiefere theologische Dimension. Es beginnt mit einer Festigung des Glaubens und der Liebe und einer Reue über Sünden. Er opfert seine Gedanken, Worte, Werke, sein Kreuz, seine Arbeit und sein Leiden. Der Wunsch, Gott allzeit im Herzen zu haben, um alle Werke in Seinem Namen zu tun und Unglück mit Geduld zu ertragen, zeugt von einer vollständigen Hingabe an den göttlichen Willen. Die Bitte um Gnade für Achtsamkeit im Gebet, Mäßigung im Leben, Wachsamkeit im Handeln und Unerschütterlichkeit in guten Vorhaben zeigt den praktischen Wunsch nach einem tugendhaften Leben. Prinz Eugen bittet um die Fähigkeit, wahrhaftig, bescheiden, wohltätig zu sein und ein gutes Beispiel zu geben. Er strebt danach, Begierde durch Kreuzigung des Fleisches, Geiz durch Freigebigkeit, Zorn durch Liebe und Kälte durch Eifer zu überwinden, um in allen Lebenslagen klug, tapfer, geduldig und demütig zu sein. Dies ist das Gebet eines Menschen, der sein ganzes Sein in den Dienst Gottes stellen möchte, um dadurch ein besseres, gottgefälligeres Leben zu führen.

Das Mysterium der Einheit: Liebe, Entrückung und Glückseligkeit

Erasmus von Rotterdam beschreibt in „Was Gott denen bereitet hat…“ die vollkommene Liebe als Ursache tiefer Entrückung und Glückseligkeit. Er spricht von einem Zustand, in dem der Geist den Körper überwindet und schließlich vom „unendlichen Geiste“ aufgenommen wird. Der ganze Mensch wird „außer sich sein“ und seine Glückseligkeit wird in einem „Unaussprechlichen“ bestehen, das ihm in dem höchsten Gut zuteilwird, das alles an sich und in sich zieht. Dies ist eine Anspielung auf die biblische Verheißung, dass „Kein Auge es gesehen, kein Ohr es gehört, in keines Menschen Herz ist es gedrungen, was Gott denen bereitet hat, die IHN lieben.“ Es ist die Vision einer vollständigen Vereinigung mit dem Göttlichen, jenseits menschlicher Vorstellungskraft.

Jeanne Francoise de Chantal, eine französische Mystikerin des 17. Jahrhunderts, definiert das Gebet prägnant als „ein wortloses Atmen der Liebe in der unmittelbaren Gegenwart Gottes.“ Dies deutet auf eine Form des Gebetes hin, die über Worte hinausgeht und in einem Zustand stiller Hingabe und Präsenz mündet. Das Schweigen, das sie anstrebt, ist nicht leer, sondern erfüllt von der Bereitschaft, Gottes Welt zu verstehen, den Geschöpfen nahe zu sein, Gottes Stimme unter vielen zu erkennen und darüber zu staunen, dass Gott ein Wort für sie hat. Die Demut, „Ich bin nicht wert, dass du zu mir kommst, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund“, offenbart die tiefe Abhängigkeit von Gottes Gnade für die Heilung der Seele.

Weisheit, Glaube und die göttliche Flamme

Leonardo da Vincis Gleichnis vom Stein und Feuerstrahl in „Alles ist Gleichnis“ bietet eine tiefgründige Metapher für die Entstehung der „heiligen Flamme“ in uns durch Schicksalsschläge. Der Stein, der sich wehrt, aber geduldig die Schläge erträgt, erkennt, wie aus ihm das wunderbare Feuer entspringt. Dies symbolisiert, wie Prüfungen und Leid uns reinigen und die verborgenen göttlichen Kräfte in uns entzünden können. Seine Überzeugung, dass „Alle Seelen stammen von der Sonne“ und der Herr als „Licht aller Dinge“ ihn, den Erforscher des Lichtes, erleuchten wird, unterstreicht die Idee einer inneren göhle und der göttlichen Quelle aller Erkenntnis.

Wernher von Brauns „Meine Überzeugung“ fasst die Essenz des Gebetes in der modernen Zeit zusammen: „Meine persönlich Auffassung und Überzeugung gipfelt in der Erkenntnis, dass die Menschheit der Kraft des Gebetes heute mehr bedarf als jemals zuvor in der Geschichte.“ Dies ist ein Aufruf, die universelle und zeitlose Bedeutung des Gebetes in einer komplexen Welt neu zu erkennen.

Häufig gestellte Fragen zum wahren Gebet

Was ist der Unterschied zwischen einem gewöhnlichen und dem höchsten Ziel des Gebetes?

Ein gewöhnliches Gebet kann auf die Erfüllung spezifischer Wünsche abzielen oder Trost in schwierigen Zeiten spenden. Das höchste Ziel des Gebetes, wie von H.K. Iranschähr beschrieben, geht darüber hinaus: Es ist die vollständige innere Transformation des Menschen, um vollkommen zu werden und schöpferisch wie Gott selbst zu wirken, also die Angleichung an göttliche Eigenschaften und das Dienen als bewusstes Werkzeug Gottes.

Wie kann Gebet helfen, Angst zu überwinden?

Laut Swami Sivananda hilft das regelmäßige, bewusste Denken an Gott und das Schaffen von Raum für das Göttliche in uns, die Welt und ihre Ängste in den Hintergrund treten zu lassen. Je stärker die Hingabe an Gott, desto weniger bedeutsam wird das Weltliche, und Rückschläge führen uns wieder zu dieser göte göttlichen Quelle zurück, bis die Angst verschwindet und ein Zustand ewiger Heiterkeit und Freude erreicht wird.

Was bedeutet es, „schöpferisch wie Gott“ zu wirken?

Dies bedeutet, als Ebenbild Gottes ein „Schöpfer im Kleinen“ zu werden, indem man die schlummernden göttlichen Kräfte in sich entfaltet. Es geht darum, Güte, Reinheit, Liebe und Weisheit in allen Lebensbereichen zum Ausdruck zu bringen und zu einem bewussten Werkzeug in Gottes Hand zu werden, durch das der göttliche Wille geschieht.

Ist innerer Reichtum wichtiger als äußerer Besitz?

Ja, Oscar Wilde und Carl Gustav Jung betonen, dass wahrer Reichtum in der Entfaltung des eigenen Wesens und der Seele liegt. Äußerlicher Besitz ist vergänglich und kann die Persönlichkeit behindern, während die „Schatzkammern unserer Seele“ unvergängliche Werte und Kostbarkeiten enthalten, die uns niemand rauben kann. Die Seele besitzt eine natürliche religiöse Funktion und ist die Quelle unseres tiefsten Wertes.

Welche Rolle spielt Dankbarkeit im Gebet?

Dankbarkeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Gebetes, wie H.K. Iranschähr in „Ich danke Dir“ zeigt. Es ist die Anerkennung der täglichen Gaben Gottes – Erkenntnis, Frieden, Freude, Kraft und Liebe. Dankbarkeit vertieft die Verbindung zum Göttlichen und führt zu einer Haltung der Zufriedenheit und Glückseligkeit, die über bloße Bitten hinausgeht.

Vergleich der Gebetsansätze

Mystiker/DenkerSchwerpunkt des GebetesZiel/Ergebnis
H.K. IranschährVollkommener Gehorsam zum göttlichen WillenVollkommenheit, schöpferisches Wirken wie Gott, Einheit mit Gott
H.I. KhanBitte um göttlichen FriedenInnere Harmonie, Dankbarkeit, Einklang von Denken, Reden, Handeln
Swami SivanandaStändiges Denken an Gott, HingabeÜberwindung von Angst, innere Ruhe, Gesundheit, Freude, Erfolg
Oscar WildeEntfaltung des Selbst, StilleInnerer Reichtum, wahre Vollendung unabhängig von Äußerlichkeiten
Mahatma GandhiTägliche Verpflichtung zu moralischen PrinzipienWahrheit, Gerechtigkeit, Gewaltlosigkeit, Dienst an den Mitmenschen
Jeanne Francoise de ChantalWortloses Atmen der Liebe, SchweigenUnmittelbare Gegenwart Gottes, Heilung der Seele durch Gottes Wort

Fazit: Die Reise zur Einheit

Die verschiedenen Perspektiven auf das Gebet, von der tiefen Sehnsucht nach Frieden über die Überwindung von Angst bis hin zur Entfaltung der Seele, offenbaren die immense Bandbreite und Tiefe dieser spirituellen Praxis. Doch alle Wege scheinen zu einem gemeinsamen Gipfel zu führen: der Transformation des menschlichen Wesens hin zu einer immer größeren Ähnlichkeit mit dem Göttlichen. Das höchste Ziel ist nicht nur die Kommunikation mit Gott, sondern die tatsächliche Vereinigung mit Ihm, das Verschmelzen des eigenen Willens mit dem göttlichen Willen, um ein reiner Spiegel Seiner Liebe, Weisheit und Gerechtigkeit zu werden. Es ist eine Reise der Selbstüberwindung und Reinigung, die uns befähigt, in Seinem Namen der Menschheit zu dienen und die Herrlichkeit dieses erhabenen Ziels stets vor Augen zu halten. Möge jeder von uns diesen Weg beschreiten und die Segnungen des wahren Gebetes erfahren.

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