23/05/2025
In einer Welt, die oft von Leid, Unsicherheit und Verzweiflung geprägt ist, offenbart sich eine Botschaft von unendlicher Hoffnung und grenzenloser Liebe: die Göttliche Barmherzigkeit. Diese tiefgreifende Offenbarung wurde der Heiligen Schwester Faustina Kowalska von Jesus Christus selbst anvertraut, einer polnischen Ordensfrau, die im frühen 20. Jahrhundert lebte. Ihre Mission war es, die Menschheit an die unermessliche Barmherzigkeit Gottes zu erinnern und einen Weg aufzuzeigen, wie jede Seele, ungeachtet ihrer Sünden, Zuflucht und Heil finden kann. Jesus wünschte sich, dass seine Barmherzigkeit in der ganzen Welt bekannt gemacht und gefeiert wird, als letzte Rettung für die Menschheit vor dem Tag der Gerechtigkeit.

- Die Botschaft der Göttlichen Barmherzigkeit und ihre Ursprünge
- Der Barmherzigkeitssonntag: Ein Fest der unendlichen Gnade
- Der Barmherzigkeitsrosenkranz: Ein Gebet von unschätzbarem Wert
- Die Stunde der Barmherzigkeit (15:00 Uhr)
- Die Novene zur Göttlichen Barmherzigkeit: Eine neun-tägige Vorbereitung
- Wichtige Verheißungen Jesu an die Heilige Schwester Faustina
- Die Heilige Beichte: Die Quelle der Barmherzigkeit
- Leben und Sendung der Heiligen Schwester Faustina
- Zeichen der Endzeit und die Zweite Wiederkunft Christi
- Gebete der Hingabe und Reue
- Das Tagebuch der Heiligen Schwester Faustina: Ein spiritueller Schatz
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Schlussgedanken und Aufruf
Die Botschaft der Göttlichen Barmherzigkeit und ihre Ursprünge
Die Heilige Schwester Faustina, geboren als Helena Kowalska im Jahre 1905, war eine einfache, ungebildete Ordensfrau, die von Gott auserwählt wurde, um seine Botschaft der Barmherzigkeit in die Welt zu tragen. Ihre mystischen Erfahrungen und Visionen, die sie in ihrem Tagebuch „Die Barmherzigkeit Gottes in meiner Seele“ festhielt, bilden das Fundament dieser Andacht. Das Herzstück der Botschaft ist die unerschöpfliche Liebe Gottes zu jedem Menschen, besonders zum Sünder.
Jesus lehrte Schwester Faustina das erste Gebet, das später zu einem zentralen Element der Andacht wurde: „O Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt, Jesus, ich vertraue auf Dich!“ Dieses Gebet fasst die Essenz der Göttlichen Barmherzigkeit zusammen: das Vertrauen auf Jesus, der sein Blut und Wasser für die Erlösung der Menschheit vergossen hat. Die zwei Strahlen auf dem Bild der Göttlichen Barmherzigkeit – ein blasser Strahl und ein roter Strahl – symbolisieren genau dies: Der blasse Strahl steht für das Wasser, das die Seelen rechtfertigt, und der rote Strahl für das Blut, das das Leben der Seelen ist. Beide strömten aus dem geöffneten Herzen Jesu am Kreuz.
Jesus bat Schwester Faustina, ein Bild von ihm zu malen, genau so, wie sie ihn sah, mit der Unterschrift „Jesus, ich vertraue auf Dich“. Dieses Bild sollte eine Quelle der Gnaden sein und die Menschheit unaufhörlich an die unendliche Barmherzigkeit Gottes erinnern. Er versprach, dass jede Seele, die dieses Bild verehrt, nicht verloren gehen wird und schon auf Erden den Sieg über die Feinde erlangen wird, besonders in der Stunde des Todes.
Der Barmherzigkeitssonntag: Ein Fest der unendlichen Gnade
Ein zentrales Element der Botschaft Jesu an Schwester Faustina ist der Wunsch nach der Einführung eines Festes der Göttlichen Barmherzigkeit. Jesus sagte: „Ich wünsche, dass Meine Barmherzigkeit festlich am ersten Sonntag nach Ostern gefeiert werde. An diesem Tag werden die äußersten Tiefen Meiner Barmherzigkeit als Zuflucht für alle geöffnet sein.“ Dies ist eine außergewöhnliche Verheißung, denn an diesem Tag erhalten Gläubige, die gebeichtet und die heilige Kommunion empfangen haben, nicht nur die Vergebung ihrer Sünden, sondern auch den Nachlass der dafür verdienten Strafen. Es ist ein „vollständiger Ablass“ – eine Gnade, die in ihrer Fülle kaum zu ermessen ist.
Diese göttliche Bitte wurde im Jubeljahr 2000 von Papst Johannes Paul II. erfüllt, der den ersten Sonntag nach Ostern offiziell zum „Barmherzigkeitssonntag“ erklärte und Schwester Faustina heilig sprach. Der Papst selbst, ein großer Verehrer der Göttlichen Barmherzigkeit, starb am Vorabend dieses Festes, was von vielen als ein weiteres Zeichen Gottes interpretiert wurde. Auch himmlische Zeichen, wie die Kometen Hale-Bopp und Hyakutake mit ihren Farben, die an das Bild der Barmherzigkeit erinnerten, wurden als Hinweise auf die Bedeutung dieser Zeit und die Notwendigkeit der Umkehr gesehen. Die Wahl des Tages und die Kometen, die am Tag des Heiligen Dismas ihre größte Helligkeit hatten – dem Schächer, der als Erster von Jesus am Kreuz heiliggesprochen wurde, nachdem er seine Sünden bekannte – unterstreichen die Notwendigkeit der Beichte und Gottes grenzenlose Bereitschaft zur Vergebung.
Der Barmherzigkeitsrosenkranz: Ein Gebet von unschätzbarem Wert
Im Jahr 1935 diktierte Jesus Schwester Faustina den Rosenkranz der Göttlichen Barmherzigkeit und verband ihn mit außerordentlichen Verheißungen. Dieses Gebet ist eine mächtige Waffe im Kampf gegen das Böse und ein sicheres Mittel, um Gnaden zu erlangen. Jesus versprach: „Jeder, der ihn betet, wird Meine Barmherzigkeit im Leben und besonders in der Todesstunde erfahren.“ Er fügte hinzu, dass selbst der verstockteste Sünder, der diesen Rosenkranz auch nur einmal betet, die Gnade seiner unendlichen Barmherzigkeit erfahren wird. Wenn der Rosenkranz für einen Sterbenden gebetet wird, besänftigt sich der Zorn Gottes, und unermessliche Barmherzigkeit umfängt die Seele.
Anleitung zum Barmherzigkeitsrosenkranz
Der Barmherzigkeitsrosenkranz wird auf einer gewöhnlichen Rosenkranzkette gebetet:
- Beginn: Kreuzzeichen und das Gebet: „O Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt, Jesus, ich vertraue auf Dich!“
- Danach: „Barmherziger Jesus, in dem Augenblick Deines Kreuzestodes für uns bete ich Dich an, lobpreise Dich und bitte Dich, umfasse mit Deiner unerschöpflichen Barmherzigkeit die ganze Menschheit, besonders die armen Sünder und die Sterbenden. Amen.“
- Auf den ersten drei Perlen: Vater unser, Ave Maria, Apostolisches Glaubensbekenntnis.
- Auf den großen Perlen (vor jedem Jahrzehnt): „Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, zur Sühne für unsere Sünden und für die Sünden der ganzen Welt.“
- Auf den kleinen Perlen (10 Mal pro Jahrzehnt): „Durch sein schmerzhaftes Leiden hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.“
- Am Ende (3 Mal): „Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott, hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.“
- Abschluss: Wiederholung des Gebetes „O Blut und Wasser...“ und „Barmherziger Jesus...“
Jesus selbst versprach, dass man mit diesem Rosenkranz „alles Unheil aufhalten“ kann, sogar Gewitter und Unwetter würden sich verziehen. Dies ist ein tiefes Zeugnis für die Macht des Gebetes, das aus einem zerknirschten Herzen und mit tiefem Vertrauen gesprochen wird.
Die Stunde der Barmherzigkeit (15:00 Uhr)
Jesus bat Schwester Faustina, seine Sterbestunde, 15:00 Uhr, besonders zu verehren: „Um 15 Uhr flehe Meine Barmherzigkeit an, besonders für die Sünder. Vertiefe dich wenigstens kurz in Mein Leiden, vor allem in Meine Verlassenheit während des Sterbens. Das ist die Stunde der großen Barmherzigkeit für die Welt. Ich erlaube dir, in Meine Todestrauer einzudringen. In dieser Stunde versage Ich nichts der Seele, die Mich durch Mein Leiden bittet.“ In dieser Stunde kann man alles für sich selbst und für andere erbitten, denn hier „besiegte Barmherzigkeit die Gerechtigkeit.“
Die Novene zur Göttlichen Barmherzigkeit: Eine neun-tägige Vorbereitung
Zur Vorbereitung auf das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit wünschte Jesus eine Novene, die am Karfreitag beginnt. Er sagte: „Ich wünsche, dass du während dieser neun Tage Seelen an die Quelle Meiner Barmherzigkeit führst, damit sie dort Kraft, Mut und Gnade für dieses Leben und besonders für die Todesstunde finden. Im Verlauf dieser Andacht vergebe Ich Gnaden aller Art.“ Für jeden der neun Tage gibt es eine besondere Gebetsintention:
| Tag | Gebetsintention |
|---|---|
| 1. Tag | Die ganze Menschheit, besonders alle Sünder |
| 2. Tag | Priester und gottgeweihte Seelen |
| 3. Tag | Alle treuen und frommen Seelen |
| 4. Tag | Die Heiden und diejenigen, die Jesus noch nicht kennen |
| 5. Tag | Ketzer und Abtrünnige (im Glauben Irrende) |
| 6. Tag | Sanftmütige und demütige Seelen sowie kleine Kinder |
| 7. Tag | Diejenigen Seelen, welche die Barmherzigkeit besonders verehren und verherrlichen |
| 8. Tag | Die Seelen im Fegefeuer |
| 9. Tag | Die lauen Seelen |
Für jede dieser Intentionen wird der Barmherzigkeitsrosenkranz gebetet, was die Novene zu einem äußerst wirkungsvollen Gebet macht, um Gnaden für sich und andere zu erbitten.
Wichtige Verheißungen Jesu an die Heilige Schwester Faustina
Die Botschaften Jesu an Schwester Faustina sind reich an Verheißungen für jene, die seiner Barmherzigkeit Vertrauen schenken und sie verbreiten. Hier sind einige der wichtigsten:
- Vergebung und Ablass: Am Barmherzigkeitssonntag erhalten jene, die beichten und kommunizieren, den vollständigen Nachlass aller Sünden und Strafen.
- Schutz vor dem Verlorengehen: „Ich verspreche, dass die Seele, die dieses Bild verehrt, nicht zugrunde gehen wird.“
- Sieg über Feinde: „Ich verspreche ihr schon hier auf Erden den Sieg über die Feinde, vor allem aber in der Todesstunde.“ Jesus wird sie beschützen „wie Meine Ehre.“
- Trost für Sünder: „Niemand soll Angst haben, zu mir zu kommen, wenn auch seine Sünden die verwerflichsten wären.“ Die größten Sünder können die größten Heiligen werden, wenn sie sich seiner Barmherzigkeit anvertrauen.
- Kraft für Priester: Priestern, die seine Barmherzigkeit verkünden, verleiht Jesus „eine unwiderstehliche Kraft und Überzeugung“ und rührt die Herzen derer, die sie ansprechen.
- Schutz für Verbreiter der Andacht: „Die Seelen, die die Verehrung meiner Barmherzigkeit verbreiten, beschütze ich ihr ganzes Leben wie die Mutter ihr Kind, und in der Todesstunde werde ich für sie nicht Richter, sondern Erlöser sein.“
- Erhörung des Rosenkranzgebetes: „Mir gefällt es, ihnen durch dieses Gebet alles zu schenken, worum sie mich bitten.“
- Frieden für verstockte Sünder: „Die Seelen verstockter Sünder werde ich mit Frieden erfüllen, wenn sie dieses Gebet beten werden, und die Stunde ihres Todes wird glücklich sein.“
- Keine Enttäuschung: „Keine einzige Seele, die meine Barmherzigkeit anrief, ist enttäuscht oder beschämt worden.“
- Besondere Gnade in der Todesstunde: „Wenn dieses Rosenkranzgebet zur Barmherzigkeit bei Sterbenden gebetet wird, werde ich zwischen meinem Vater und dem Sterbenden nicht als gerechter Richter stehen, sondern als barmherziger Erlöser.“
Diese Verheißungen unterstreichen die unermessliche Güte Gottes und seine Sehnsucht nach dem Heil aller Seelen. Das einzige, was er von uns verlangt, ist unser Vertrauen.
Die Heilige Beichte: Die Quelle der Barmherzigkeit
Ein wiederkehrendes Thema in den Botschaften Jesu an Schwester Faustina ist die überragende Bedeutung des Sakraments der Beichte. Jesus offenbarte ihr: „Wenn du zur Beichte kommst, zur Quelle Meiner Barmherzigkeit, fließt stets auf deine Seele Mein aus dem Herzen quellendes Blut und Wasser und veredelt deine Seele.“ Er betonte, dass er selbst im Beichtstuhl wartet, verhüllt im Priester, um persönlich zu wirken. „Hier begegnet das Elend der Seele dem Gott der Barmherzigkeit. Sage den Seelen, dass sie aus dieser Quelle der Barmherzigkeit nur mit dem Gefäß des Vertrauens schöpfen können.“ Je größer das Vertrauen, desto grenzenloser die Freigebigkeit Jesu. Stolze Seelen bleiben in Armut, während demütige Seelen von Gnaden überflutet werden. Die Beichte ist somit der entscheidende Schritt, um die Fülle der Göttlichen Barmherzigkeit zu empfangen und sich mit Gott zu versöhnen.
Leben und Sendung der Heiligen Schwester Faustina
Helena Kowalska, die spätere Schwester Maria Faustina, wurde am 25. August 1905 in ärmlichen Verhältnissen in Polen geboren. Schon früh zeigte sie eine tiefe Frömmigkeit. Mit 20 Jahren trat sie in die Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit ein, wo sie ihren Ordensnamen erhielt. Ihr Leben im Kloster war geprägt von harter Arbeit als Köchin, Gärtnerin oder Pförtnerin und von langen, qualvollen Krankheiten, darunter Tuberkulose. Doch gerade in ihrem Leiden erkannte sie eine besondere Form der Sühne. Jesus lehrte sie, dass es nur einen Preis gibt, mit dem man Seelen erlöst: das Leiden, das mit seinem Leiden am Kreuz vereinigt wird. Sie war bereit, ihre Schmerzen für die Rettung der Seelen, besonders der Sterbenden, aufzuopfern.
Faustina verstand die Eucharistie als den „feierlichsten Augenblick ihres Lebens“, in dem sie Jesus auf einzigartige Weise begegnen konnte. Sie empfand tiefes Mitgefühl für die Leiden Jesu und für die Sünden der Menschheit. Ihre Mission als „Sekretärin Meiner Barmherzigkeit“ war es, alles niederzuschreiben, was Jesus ihr von seiner Barmherzigkeit erkennen ließ, um Trost zu spenden und den Weg zu ihm zu erleichtern. Sie starb am 5. Oktober 1938 im Alter von 33 Jahren und wurde 2000 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Ihr Grab in Krakau ist heute eine wichtige Pilgerstätte für Verehrer der Göttlichen Barmherzigkeit.

Zeichen der Endzeit und die Zweite Wiederkunft Christi
Jesus offenbarte Schwester Faustina auch Botschaften, die sich auf die Endzeit und seine Zweite Wiederkunft beziehen. Er sagte: „Ehe Ich als gerechter Richter erscheine, komme Ich noch zuvor als ‚König der Barmherzigkeit‘. Ehe der Tag des Gerichtes anbricht, wird am Himmel und auf der Erde ein Zeichen sein. Dann wird vom Himmel her das Zeichen des Kreuzes erscheinen: aus jeder Wunde Meiner Hände und Füße werden Lichtstrahlen hervorbrechen, die für kurze Zeit die Erde erhellen. Dies wird geschehen kurze Zeit vor dem Jüngsten Tag!“
Diese Worte sind eine ernste Warnung und zugleich eine letzte Einladung zur Umkehr. Jesus sendet die Botschaft der Barmherzigkeit als eine letzte Heilsplanke, da er nicht will, dass Seelen trotz seines bitteren Leidens zugrunde gehen. Die Menschheit wird keinen Frieden finden, solange sie sich nicht mit Vertrauen an seine Barmherzigkeit wendet. Die Zeichen am Himmel, wie die Kometen, wurden von vielen als sanfte Hinweise Gottes verstanden, um die Menschen zur Umkehr zu bewegen, denn sein zweites Kommen ist nahe. Es geht nicht um Panikmache, sondern um die dringende Aufforderung zur Bekehrung, zur Beichte und zur Sühne für die Sünden der Welt. Wer nicht durch die Tore der Barmherzigkeit treten will, muss durch die Tore der Gerechtigkeit gehen.
Gebete der Hingabe und Reue
Um die Göttliche Barmherzigkeit in unserem Leben zu verankern, können wir uns ihr durch Gebet und Hingabe weihen. Ein Weiheakt an das Barmherzigste Herz Jesu hilft uns, uns ganz in seine Liebe einzutauchen und seine Barmherzigkeit durch unsere Werke weiterzugeben:
„Barmherzigstes Herz Jesu, Deine Güte ist unendlich, und die Schätze Deiner Gnaden sind unerschöpflich. Ich vertraue grenzenlos auf Deine Barmherzigkeit, die alle Deine Werke übertrifft. Ich weihe mich Dir gänzlich, um in den Strahlen Deiner Gnade und Liebe zu leben, die aus Deinem Herzen am Kreuze hervorgegangen sind. Ich will Deine Barmherzigkeit verbreiten durch die geistigen und leiblichen Werke der Barmherzigkeit, besonders die Sünder bekehren, die Armen, Betrübten und Kranken trösten und ihnen helfen, und für die Sterbenden und die Armen Seelen im Fegefeuer beten. Du aber wirst mich beschützen wie Dein Eigentum und Deine Ehre, denn ich befürchte alles von meiner Schwäche und erhoffe alles von Deiner Barmherzigkeit. Die ganze Menschheit möge die unbegreifliche Tiefe Deiner Barmherzigkeit erkennen, auf sie all ihre Hoffnung setzen und sie in Ewigkeit lobpreisen. Amen.“
Ein weiteres tiefgehendes Gebet ist das Reuegebet und Lied zum gekreuzigten Heiland, das die persönliche Schuld und das Leiden Christi verbindet:
Warum schmerzen Dich die Dornen? Heiland, ich bin schuld daran. Meine sündigen Gedanken haben Dir das angetan.
Warum ist Dein Blick so traurig? Heiland, ich bin schuld daran. Meine vielen bösen Blicke haben Dir das angetan.
Warum quält der Durst die Lippen? Heiland, ich bin schuld daran. Meine vielen bösen Worte haben Dir das angetan.
Und die Nägel an den Händen! Heiland, ich bin schuld daran. Meine vielen bösen Werke haben Dir das angetan.
Liebster Heiland! ... Meine Sünden tun mir recht von Herzen leid. Nimmer will ich Dich betrüben, fliehen von der Sünde weit.
Das Tagebuch der Heiligen Schwester Faustina: Ein spiritueller Schatz
Das Tagebuch der Heiligen Schwester Maria Faustina Kowalska, bekannt als „Die Barmherzigkeit Gottes in meiner Seele“, ist ein unverzichtbares Werk für alle, die tiefer in das Geheimnis der Göttlichen Barmherzigkeit eintauchen möchten. Bischof Josef Stimpfle bezeichnete es in seinem Vorwort zur deutschen Ausgabe als ein „kostbares Kleinod geistiger Literatur“. Es offenbart die Schönheit des inneren Lebens mit Gott und zeigt einen rettenden Ausweg aus der Verweltlichung, die oft in die Seelen eindringt.
Das Tagebuch lehrt, dass wahre Innerlichkeit in froher Liebe zu Gott und seinem heiligen Willen besteht. Es demaskiert die Vorstellung, dass Gottes Gebote die menschliche Freiheit einschränken, indem es betont: „Die Liebe zu Gott macht die Seele frei! Sie ist wie eine Königin, die den Zwang von Sklaverei nicht kennt.“ Schwester Faustina zeigt, dass die Größe der Seele nicht in großartigen Taten liegt, sondern allein in der großen Liebe. Selbst kleine, alltägliche Taten werden durch Liebe groß und gewaltig vor Gott.
Das Tagebuch unterstreicht auch die Bedeutung der Heiligen Kommunion und des Leidens. Schwester Faustina sah den Empfang der Kommunion als den „feierlichsten Augenblick“ ihres Lebens und verstand das Leiden als eine Möglichkeit, mit Jesus für die Rettung der Seelen mitzuwirken. Ihr Leben war eine ständige Darbringung als Sühneopfer, ein Beispiel für die tiefe Verbindung von Liebe, Gebet und Sühne, die auch im Leben der seligen Anna Schäffer sichtbar war.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist die Göttliche Barmherzigkeit?
Die Göttliche Barmherzigkeit ist die unendliche Liebe und das Erbarmen Gottes, das er der Menschheit, insbesondere den Sündern, offenbart. Es ist eine Botschaft der Hoffnung und Vergebung, die durch Jesus Christus an die Heilige Schwester Faustina Kowalska übermittelt wurde.
Wer war die Heilige Schwester Faustina?
Helena Kowalska, später bekannt als Schwester Maria Faustina, war eine polnische Ordensfrau und Mystikerin (1905-1938). Sie wurde von Jesus Christus auserwählt, um seine Botschaft der Göttlichen Barmherzigkeit in die Welt zu tragen und in ihrem Tagebuch festzuhalten.
Wann wird der Barmherzigkeitssonntag gefeiert?
Der Barmherzigkeitssonntag wird am ersten Sonntag nach Ostern gefeiert. Er wurde im Jahr 2000 von Papst Johannes Paul II. offiziell eingeführt, basierend auf dem Wunsch Jesu an Schwester Faustina.
Was sind die Verheißungen des Barmherzigkeitsrosenkranzes?
Jesus versprach, dass jeder, der den Barmherzigkeitsrosenkranz betet, seine Barmherzigkeit im Leben und besonders in der Todesstunde erfahren wird. Selbst verstockte Sünder erhalten Gnade, und das Gebet kann Unheil abwenden und Frieden bringen.
Warum ist Vertrauen so wichtig in der Göttlichen Barmherzigkeit?
Vertrauen ist das Gefäß, mit dem man aus der Quelle der Göttlichen Barmherzigkeit schöpft. Jesus betonte immer wieder, dass das Misstrauen das Herz am schmerzlichsten verletzt. Je größer das Vertrauen, desto grenzenloser die Gnaden, die Gott schenkt.
Schlussgedanken und Aufruf
Die Botschaft der Göttlichen Barmherzigkeit ist eine dringende Einladung an jeden Einzelnen, sich der unendlichen Liebe und Vergebung Gottes zu öffnen. Sie ist ein Anker der Hoffnung in stürmischen Zeiten und ein Wegweiser zum ewigen Heil. Die Heilige Schwester Faustina ist eine mächtige Fürsprecherin und Helferin, die uns auf diesem Weg begleiten kann. Ihr Leben und ihre Botschaften erinnern uns daran, dass Gottes Barmherzigkeit größer ist als jede Sünde und jedes Leid.
Nehmen wir die „Zeichen der Zeit“ ernst, kehren wir um, nutzen wir das Sakrament der Beichte, bereuen wir unsere Sünden und leisten wir Sühne. Vertrauen wir auf die unerschöpfliche Barmherzigkeit Jesu und verbreiten wir diese Botschaft der Liebe in der Welt, damit alle Seelen die Chance erhalten, sich an diese Quelle des Heils zu wenden, bevor der Tag der Gerechtigkeit anbricht. Möge die gesamte Menschheit die unbegreifliche Tiefe der Barmherzigkeit Gottes erkennen, auf sie all ihre Hoffnung setzen und sie in Ewigkeit lobpreisen. Jesus, ich vertraue auf Dich!
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