24/09/2025
Die Frage, wann die Weihnachtszeit in Aachen beginnt, ist faszinierender, als man auf den ersten Blick meinen könnte. Es gibt nicht die eine einzige Antwort, sondern vielmehr ein Zusammenspiel aus alten Traditionen, kirchlichen Kalendern und einem der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands, der die Stadt in ein wahrhaft zauberhaftes Winterwunderland verwandelt. Für viele Aachener und Besucher markiert der Beginn der festlichen Aktivitäten den inoffiziellen Startschuss für eine Zeit der Vorfreude und Besinnlichkeit.

Im Grunde lässt sich der Beginn der Weihnachtszeit in Aachen auf zwei wesentliche Zeitpunkte zurückführen: den liturgischen Start, der tief in der christlichen Tradition verwurzelt ist, und den gefühlten, öffentlichen Beginn, der untrennbar mit der Eröffnung des weltberühmten Aachener Weihnachtsmarktes verbunden ist. Beide Aspekte tragen auf ihre Weise dazu bei, die Stadt in eine festliche Stimmung zu hüllen und die Herzen der Menschen auf das Weihnachtsfest einzustimmen.
- Der offizielle Beginn: Der erste Advent
- Der gefühlte Beginn: Der Aachener Weihnachtsmarkt
- Ein Blick auf den Aachener Weihnachtsmarkt: Daten, Fakten und Traditionen
- Weihnachtliche Bräuche und Traditionen in Aachen und Umgebung
- Der Unterschied zwischen liturgischer und kommerzieller Weihnachtszeit
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der offizielle Beginn: Der erste Advent
Traditionell und kirchlich beginnt die Weihnachtszeit, genauer gesagt die Adventszeit, mit dem ersten Advent. Dieser fällt immer auf den vierten Sonntag vor dem 25. Dezember. Das genaue Datum variiert daher von Jahr zu Jahr, liegt aber stets zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember. Der Advent ist eine Zeit der Erwartung und Vorbereitung auf die Geburt Jesu Christi. In vielen Haushalten wird an diesem Tag der erste Kranz angezündet, und in den Kirchen beginnen die speziellen Gottesdienste, die auf das Weihnachtsfest hinführen.
Für gläubige Menschen ist der erste Advent ein wichtiger Meilenstein. Er markiert nicht nur den Beginn einer besinnlichen Zeit, sondern auch den Start eines neuen Kirchenjahres. Es ist eine Phase des Innehaltens, des Gebets und der Nächstenliebe. Die Kirchen in Aachen schmücken sich festlich, und die Gläubigen bereiten sich auf die Ankunft des Herrn vor. Diese ruhigere, spirituelle Dimension der Weihnachtszeit steht oft im Kontrast zum geschäftigen Treiben der Vorweihnachtszeit, die durch den Handel und öffentliche Veranstaltungen geprägt ist.
Der gefühlte Beginn: Der Aachener Weihnachtsmarkt
Für die meisten Einwohner und Touristen beginnt die Weihnachtszeit in Aachen jedoch mit einem ganz bestimmten, sehnsüchtig erwarteten Ereignis: der Eröffnung des Aachener Weihnachtsmarktes. Dieser Markt, der sich malerisch rund um den Aachener Dom und das historische Rathaus erstreckt, ist weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt und zieht jährlich über 1,5 Millionen Besucher an. Seine Eröffnung ist der unbestreitbare Startschuss für die festliche Saison in der Kaiserstadt.
Die genauen Termine für die Eröffnung des Weihnachtsmarktes werden jedes Jahr neu festgelegt, liegen aber traditionell in der letzten Novemberwoche, meist am Freitag vor dem ersten Advent oder kurz danach. Von diesem Moment an verwandelt sich die gesamte Innenstadt in ein einziges Lichtermeer, erfüllt vom Duft von Glühwein, Lebkuchen und natürlich den berühmten Aachener Printen. Die Holzhütten, liebevoll dekoriert, bieten Kunsthandwerk, regionale Spezialitäten und unzählige Geschenkideen. Der Markt ist nicht nur ein Ort des Konsums, sondern vielmehr ein Treffpunkt, an dem Freunde und Familien zusammenkommen, die festliche Atmosphäre genießen und sich auf die kommenden Feiertage einstimmen.
Ein Blick auf den Aachener Weihnachtsmarkt: Daten, Fakten und Traditionen
Der Aachener Weihnachtsmarkt ist ein Erlebnis für alle Sinne. Die Kulisse des UNESCO-Weltkulturerbes, des Aachener Doms, und des historischen Rathauses verleiht ihm eine einzigartige, fast märchenhafte Atmosphäre. Die Gassen und Plätze sind erfüllt von den Klängen weihnachtlicher Musik, dem Lachen der Menschen und dem Geruch gebrannter Mandeln, würzigen Glühweins und der unverwechselbaren Aachener Printen.
Historisch gesehen haben Weihnachtsmärkte in Deutschland eine lange Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Sie entstanden aus den Spätjahrsmärkten, auf denen sich die Menschen mit Vorräten für den Winter eindeckten. Im Laufe der Zeit entwickelten sie sich zu festlichen Märkten, die auf Weihnachten einstimmten und handwerkliche Produkte sowie winterliche Speisen anboten. Der Aachener Weihnachtsmarkt greift diese Tradition auf und verbindet sie mit dem besonderen Charme der Stadt. Er dauert in der Regel bis zum 23. Dezember, sodass man fast einen ganzen Monat lang in die weihnachtliche Stimmung eintauchen kann.
Die Besucher können an hunderten Ständen stöbern, von handgefertigtem Schmuck und Holzschnitzereien über Kerzen und Weihnachtsdekoration bis hin zu wärmender Kleidung. Kulinarisch bietet der Markt eine enorme Vielfalt: Neben den obligatorischen Printen gibt es Reibekuchen, belgische Waffeln, Maronen, verschiedene Wurstspezialitäten und natürlich eine breite Auswahl an Glühwein – vom klassischen Rotwein-Glühwein bis hin zu exotischeren Varianten mit Früchten oder Gewürzen. Für Kinder gibt es Karussells und oft auch Märchenerzähler, die die Wartezeit auf den Weihnachtsmann verkürzen.
Weihnachtliche Bräuche und Traditionen in Aachen und Umgebung
Neben dem Advent und dem Weihnachtsmarkt gibt es weitere Traditionen, die die Weihnachtszeit in Aachen prägen. Der Nikolaustag am 6. Dezember ist ein fester Bestandteil, insbesondere für Kinder. Der Nikolaus, oft in Bischofskleidung, bringt kleine Geschenke und Süßigkeiten, nachdem die Kinder ihre Stiefel geputzt und vor die Tür gestellt haben. Diese Tradition ist besonders lebendig und bereitet vielen Familien Freude.
Auch das Backen von Weihnachtsplätzchen, das Singen von Weihnachtsliedern und das gemeinsame Schmücken des Weihnachtsbaumes gehören fest zur Vorweihnachtszeit in Aachen. Viele Vereine und Gemeinden organisieren eigene kleine Feiern oder Konzerte, die die Gemeinschaft stärken und auf das Fest einstimmen. Die Stadt selbst wird mit unzähligen Lichtern und Dekorationen geschmückt, die die Straßen und Plätze in einem festlichen Glanz erstrahlen lassen und die Besinnlichkeit der Jahreszeit unterstreichen.
Der Unterschied zwischen liturgischer und kommerzieller Weihnachtszeit
Es ist wichtig, zwischen dem liturgischen Beginn der Weihnachtszeit (dem ersten Advent) und dem kommerziellen beziehungsweise öffentlichen Beginn (der Eröffnung des Weihnachtsmarktes) zu unterscheiden. Während der erste Advent eine Zeit der inneren Einkehr und Vorbereitung ist, die von der Kirche vorgegeben wird, ist der Weihnachtsmarkt ein Ausdruck der öffentlichen Festlichkeit und des vorweihnachtlichen Konsums. Beide Aspekte haben ihre Berechtigung und tragen auf unterschiedliche Weise zur Magie der Weihnachtszeit bei.
Der Weihnachtsmarkt schafft eine Atmosphäre der Freude und des Miteinanders, die oft schon weit vor dem ersten Advent beginnt und es den Menschen ermöglicht, sich über Wochen hinweg auf das Fest einzustimmen. Er ist ein Motor für den lokalen Handel und Tourismus und trägt maßgeblich zum Bild Aachens als weihnachtliche Kaiserstadt bei. Der Advent hingegen ist eine ruhigere, tiefere Zeit, die zum Nachdenken und zur Besinnung einlädt und den eigentlichen Ursprung des Weihnachtsfestes in den Vordergrund rückt.
Vergleich: Beginn der Weihnachtszeit in Aachen
| Aspekt des Beginns | Zeitpunkt | Bedeutung und Merkmale |
|---|---|---|
| Liturgischer/Kirchlicher Beginn | Erster Advent (vierter Sonntag vor dem 25. Dezember) | Start des Kirchenjahres, Zeit der Besinnung und spirituellen Vorbereitung auf die Geburt Christi. Anzünden der ersten Adventskranzkerze. |
| Öffentlicher/Kommerzieller Beginn | Eröffnung des Aachener Weihnachtsmarktes (meist letzte Novemberwoche) | Beginn der festlichen Aktivitäten in der Stadt, Lichterglanz, Düfte, Treffpunkt für soziale Interaktion, Verkauf von Weihnachtsartikeln und Speisen. |
| Traditioneller Kinderbrauch | Nikolaustag (6. Dezember) | Der Tag, an dem der Nikolaus die Stiefel füllt, ein Vorbote des Weihnachtsfestes, besonders für Kinder von großer Bedeutung. |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann öffnet der Aachener Weihnachtsmarkt genau?
Die genauen Öffnungsdaten des Aachener Weihnachtsmarktes werden jedes Jahr neu bekannt gegeben, da sie vom jeweiligen Datum des ersten Advents abhängen. In der Regel beginnt der Markt jedoch am Freitag vor dem ersten Advent oder in der letzten Novemberwoche. Es ist ratsam, die offiziellen Ankündigungen der Stadt Aachen oder des Veranstalters zu prüfen, um die exakten Daten für das jeweilige Jahr zu erfahren.
Wie lange dauert der Aachener Weihnachtsmarkt?
Der Aachener Weihnachtsmarkt dauert von seiner Eröffnung in der Regel bis zum 23. Dezember. Er schließt also einen Tag vor Heiligabend, sodass die Besucher bis kurz vor dem Fest die Möglichkeit haben, die weihnachtliche Atmosphäre zu genießen und letzte Einkäufe zu erledigen.
Was sind Aachener Printen?
Aachener Printen sind ein traditionelles Gebäck, das eng mit der Stadt Aachen verbunden ist und dem Lebkuchen ähnelt, aber eine festere Konsistenz hat. Sie werden aus einem Teig mit Honig, Kandiszucker und einer speziellen Gewürzmischung (Anis, Koriander, Nelken, Kardamom, Zimt) hergestellt. Es gibt verschiedene Varianten, darunter Kräuterprinten, Schokoladenprinten und Mandelprinten. Sie sind ein Muss für jeden Besucher des Aachener Weihnachtsmarktes und ein beliebtes Souvenir.
Gibt es verkaufsoffene Sonntage in der Adventszeit in Aachen?
Ja, in der Adventszeit gibt es in Aachen in der Regel einen oder zwei verkaufsoffene Sonntage, die den Besuchern zusätzliche Gelegenheiten zum Weihnachtseinkauf bieten. Diese Termine werden ebenfalls jährlich bekannt gegeben und sind eine gute Gelegenheit, die Geschäfte in der Innenstadt in festlicher Atmosphäre zu erleben.
Welche weiteren Aktivitäten gibt es in Aachen zur Weihnachtszeit?
Neben dem Weihnachtsmarkt bietet Aachen in der Weihnachtszeit eine Vielzahl weiterer Aktivitäten. Dazu gehören festliche Konzerte in Kirchen und anderen Veranstaltungsorten, Krippenausstellungen, spezielle Stadtführungen zum Thema Weihnachten und oft auch Eisbahnen. Viele Restaurants und Cafés bieten zudem spezielle Weihnachtsmenüs an. Der Dom und das Rathaus sind auch außerhalb des Marktes einen Besuch wert und erstrahlen in besonderem Glanz.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Weihnachtszeit in Aachen eine wunderbare Mischung aus tief verwurzelten Traditionen und lebhaften Feierlichkeiten ist. Ob man den Beginn am ersten Advent feiert oder sich vom Zauber des Weihnachtsmarktes verführen lässt – die Stadt bietet eine einzigartige Kulisse, um die schönste Zeit des Jahres in vollen Zügen zu genießen. Es ist eine Zeit, in der die Gemeinschaft zusammenkommt, Lichter die Dunkelheit erhellen und die Herzen sich auf das Fest der Liebe vorbereiten. Die Vorfreude auf diese besondere Zeit ist in Aachen spürbar, lange bevor die ersten Kerzen brennen oder die ersten Buden öffnen.
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