Wie viele weiße evangelikalen gibt es in Texas?

Evangelikale in den USA: Einfluss einer Minderheit

27/07/2025

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In den Vereinigten Staaten bezeichnen sich etwa 25 Prozent der Bevölkerung als Evangelikale. Diese Zahl, obwohl beträchtlich, repräsentiert keineswegs eine Mehrheit. Und doch dominieren die Anliegen dieser religiösen Gruppe die politische Agenda des Landes in einem Ausmaß, das für Europäer oft schwer nachvollziehbar ist. Der jüngste Erfolg, der ihnen zu verdanken ist, ist der Fall von „Roe v. Wade“, dem wegweisenden Urteil zum Abtreibungsrecht, im Juni. Dies wurde durch die Ernennung konservativer Richter am Supreme Court unter der Präsidentschaft Donald Trumps ermöglicht und zeigt beispielhaft, wie eine scheinbare Minderheit einen derart großen politischen Einfluss entfalten konnte. Doch wie kam es dazu, dass die Evangelikalen zu einer solch mächtigen Kraft in der amerikanischen Politik wurden?

Inhaltsverzeichnis

Die religiösen Wurzeln Amerikas: Ein Nährboden für Einfluss

Um den Einfluss der Evangelikalen zu verstehen, muss man zunächst die tiefgreifende religiöse Prägung der USA begreifen. Im Gegensatz zu vielen europäischen Ländern, wo die Religiosität tendenziell abnimmt, bleiben die Vereinigten Staaten ein zutiefst gläubiges Land. Dies hat historische Ursachen, die bis zur Gründungszeit zurückreichen. Die calvinistischen Pilgerväter, die vor Verfolgung durch die englische Krone in die Neue Welt flohen, etablierten dort eine Gesellschaft, die stark von religiösen Werten geprägt war. Ihnen folgten Angehörige anderer christlicher Minderheiten wie Quäker, Amische oder Mennoniten, die ebenfalls ihre Glaubensvorstellungen mitbrachten und in das gesellschaftliche Gefüge der jungen Nation einbrachten.

Wie viele Evangelikalen gibt es in den USA?
Evangelikale in den USA: Woher rührt ihr grosser Einfluss? Ungefähr 25 Prozent der amerikanischen Bevölkerung gehören zu den Evangelikalen – eine stattliche Zahl, aber bei weitem keine Mehrheit. Ihre Anliegen jedoch dominieren die politische Agenda: Wie konnte die religiöse Gruppe einen derart grossen Einfluss entfalten?

Dieser historische Nährboden prägt die amerikanische Politik bis heute. Aktuelle Umfragen zeigen, dass sich rund 70 Prozent der Amerikaner als religiös bezeichnen und über 40 Prozent mindestens einmal im Monat einen Gottesdienst besuchen. Auch wenn diese Zahlen leicht rückläufig sind, ist der Grad der Religiosität im Vergleich zu Europa weiterhin bemerkenswert hoch. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts stellte der Protestantismus einen Schlüsselfaktor im gesellschaftlichen Leben der USA dar. Religiöse Gemeinschaften wie die Methodisten, Lutheraner, Presbyterianer oder Baptisten, die als „mainline Protestants“ bezeichnet wurden, versammelten gegen 40 Prozent der amerikanischen Bevölkerung unter ihrem Dach.

Der Aufstieg der Evangelikalen: Wandel und Krise

Innerhalb dieses protestantischen Spektrums gab es jedoch stets Gruppen, die eine gewisse Opposition zu den liberaleren und progressiveren „mainline“-Kirchen bildeten. Diese Strömungen zeichneten sich durch eine wörtliche Lesart der Bibel, die Überzeugung, dass Erlösung nur durch eine individuelle innere Umkehr – daher der Begriff „born again Christian“ – möglich ist, und den starken Wunsch, das Wort Gottes zu verbreiten, aus. Diese Gruppen wurden als Evangelikale bezeichnet. Lange Zeit spielten sie angesichts der institutionellen Macht der „mainline Protestants“ nur eine marginale Rolle.

Doch um das Jahr 1970 erlebte das protestantische Establishment einen dramatischen Kollaps. Innerhalb weniger Jahre verlor es mehr als die Hälfte seiner Mitglieder. Der etablierte Protestantismus war im Sog der studentischen Protestbewegung in eine doktrinäre Krise geraten und verwickelte sich in interne Flügelkämpfe über Themen wie Feminismus, Homosexualität, Abtreibung, Umweltschutz oder Entwicklungshilfe. Ein Teil der Mitglieder empfand die Anpassung der Kirchenoberen an diese neuen Themen als zu zögerlich, während ein anderer Teil sie als zu weitgehend empfand. Beide Flügel begannen, den „mainline“-Gemeinschaften den Rücken zu kehren.

Während einige die organisierte Religion ganz verließen, bot sich für andere ein neues Potenzial, das der Fernsehprediger Jerry Falwell rasch erkannte und nutzte. Falwell, selbst ein „born again Christian“, erkannte früh das Potenzial der elektronischen Medien für seine missionarischen Bestrebungen. Er entwickelte das Konzept von Megakirchen mit Zehntausenden von Gläubigen, deren Gottesdienste im Fernsehen übertragen wurden. Hier verbreitete er eine konservative, teils reaktionäre Botschaft: Abtreibung sei Sünde, außerehelicher Sex schlecht, Feminismus ein Verstoß gegen biblische Gebote, Umweltschutz eine gottlose kommunistische Erfindung. Mit solchen klaren und einfachen Aussagen bot er seinen Anhängern Halt in einer Zeit, die von tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt war.

Vom Gebetssaal zur Politik: Die „Moral Majority“

Falwells Überzeugungen entsprachen in ihren biblischen Aspekten weitgehend denen, welche die Evangelikalen seit jeher vertreten hatten. In einem entscheidenden Punkt wich er jedoch ab: Während die Evangelikalen traditionell eine Einmischung in die Politik als unerwünscht betrachteten, wollte Falwell eine aktive politische Rolle spielen, um den moralischen Niedergang der USA zu stoppen. Er vertrat die Ansicht, die Idee einer Trennung von Kirche und Staat sei „vom Teufel erfunden worden, um die Christen davon abzuhalten, ihr eigenes Land zu regieren“.

1976 organisierte Falwell die erste „I love America“-Tour durch die USA, und 1979 gründete er die Organisation „Moral Majority“. Diese wurde zum entscheidenden Katalysator für den Aufstieg der Evangelikalen in der amerikanischen Politik. Ronald Reagan erkannte dieses Stimmenpotenzial und setzte als Erster den Kampf gegen die Abtreibung in ein republikanisches Parteiprogramm, obwohl er persönlich keine starke Haltung dazu hatte. Die Evangelikalen trugen maßgeblich zu Reagans Sieg bei und erwiesen sich erstmals als entscheidende Wählergruppe.

Ein weiterer wichtiger Akteur war der TV-Prediger Pat Robertson, der 1988 selbst versuchte, Präsident zu werden. Obwohl seine Kampagne nicht erfolgreich war, verfügte er dank enormer Spenden aus evangelikalen Kreisen über tiefe Taschen. Er gründete die „Christian Coalition“, eine Organisation, die ausschließlich politische Zielsetzungen verfolgte: die Förderung der Wahl von konservativen, christlichen Kandidaten. Als Geschäftsführer setzte er Ralph Reed ein, der sich als brillanter Organisator und Meisterstratege erwies. Ohne Reeds Einfluss wäre „Roe v. Wade“ möglicherweise nicht gekippt worden.

Reed definierte Themen, mit denen sich die Wählerschaft polarisieren ließ. Der politische Kampf sollte nicht mehr um Sachfragen wie Autobahnprogramme, sondern um Werte geführt werden: christliche Werte gegen atheistische Werte, linke Werte gegen konservative Werte. Es ging um Patriotismus, Schulgebete und vor allem um Abtreibung. Die Evangelikalen, unter Führung von Persönlichkeiten wie Jerry Falwell, Pat Robertson oder Ralph Reed, usurpierten damit ein bisher eher katholisch besetztes Anliegen und begannen es systematisch zu bearbeiten, insbesondere in den Gliedstaaten des „Bible Belt“ im Süden der USA.

Strategische Überlegenheit: Der Weg über die Gerichte

Reed konnte sich dabei auf das enorme Netzwerk der Evangelikalen stützen: eine aktive, engagierte, spendenbereite und in apokalyptischen Kategorien denkende Gruppe von Menschen, die den moralischen Niedergang des Landes aufhalten wollte. Er realisierte früh, dass es einfacher sein würde, über die Gerichte als über die elektorale Politik ans Ziel zu kommen. Gelang es, den Supreme Court entsprechend zu besetzen, dann ließ sich der konservative Umbau der USA viel einfacher bewerkstelligen, als wenn man an der Urne Mehrheiten erreichen müsste. Dieser strategische Weitblick führte letztlich zur Aufhebung von „Roe v. Wade“.

Christlicher Nationalismus und Weiße Evangelikale

Obwohl Evangelikale etwa 25 Prozent der amerikanischen Bevölkerung ausmachen, ist die eigentliche Mehrheitsfähigkeit in einem Konzept zu finden, das der Soziologe Philip Gorski als „christlichen Nationalismus“ bezeichnet hat. Damit sind Wähler gemeint, die nicht unbedingt täglich beten oder sexuelle Transgressionen als Todsünde sehen, aber die Bibel als Fundament erachten, auf dem Amerika gebaut ist. Konservative Werte wie Patriotismus, Schutz der Familie, freie Wirtschaft oder Ablehnung des Staates verkörpern für sie die Essenz des American Way of Life. Das Christentum ist für sie ein zentraler Teil der kulturellen und gesellschaftlichen Identität der USA.

Was ist das Wesen des Evangeliums?

Das Umfrageinstitut Pew hat erhoben, dass sich während der Amtszeit von Donald Trump dessen Unterstützer in wachsender Zahl als Anhänger der Evangelikalen bezeichneten, ungeachtet dessen, ob sie Gottesdienste besuchten oder nicht. Dieses Amerika, das hier beschrieben wird, ist unschwer als ein weißes Amerika zu erkennen, das sich durch die demografische Entwicklung zunehmend infrage gestellt sieht. Hierin liegt auch der latente Rassismus im Denken und Handeln vieler Evangelikaler begründet. Die weitgehende Übereinstimmung dieses christlichen Nationalismus mit dem heutigen Programm der Republikanischen Partei, deren Mitglieder fast ausschließlich Weiße sind, ist ebenfalls offensichtlich.

Der Erfolg der Evangelikalen hängt weniger mit ihrer Bibelfestigkeit zusammen als mit der Tatsache, dass es ihnen gelungen ist, die Grand Old Party zu einem Echoraum für ihre Ideen zu machen. Die Republikanische Partei ist heute zwingend auf die Mobilisationskraft dieser Gruppierung angewiesen, um in Wahlen erfolgreich zu sein. Donald Trump, der vielleicht gottloseste aller Präsidenten in jüngerer Zeit, begriff dies rasch und versprach diesen fundamentalistischen Christen die Erfüllung all ihrer Wünsche – nicht weil er eine religiöse Erweckung erlebt hätte, sondern weil er die Zugkraft dieses christlichen Nationalismus erkannte.

Weiße Evangelikale: Zahlen und politischer Einfluss

Nach Angaben des Public Religion Research Institute (PRRI) machen weiße Evangelikale etwa 14 Prozent der US-Bevölkerung aus. Ihr politischer Einfluss ist jedoch überproportional groß. Besonders der frühere Präsident Donald Trump konnte auf ihre Unterstützung zählen: 2016 wählten ihn rund 77 Prozent der weißen Evangelikalen, 2020 waren es sogar etwa 84 Prozent. Unter nicht-weißen Evangelikalen, beispielsweise Afroamerikanern, waren Trumps Zustimmungswerte deutlich geringer. Schwarze Evangelikale wählten mehrheitlich für US-Präsident Joe Biden. Nicht-weiße Evangelikale sind jedoch deutlich in der Minderheit in den USA; sie machen nur 24 Prozent aller Evangelikalen aus.

Trump lieferte in seiner Amtszeit das, was die weißen Evangelikalen von ihm erwartet hatten. Er nominierte drei streng konservative Richter für den Supreme Court und sicherte dort somit eine Mehrheit der Konservativen für Jahre. Dies führte zu wegweisenden Entscheidungen:

  • Die Aufhebung von „Roe v. Wade“, wodurch Bundesstaaten Schwangerschaftsabbrüche stark einschränken oder ganz verbieten können.
  • Die Erlaubnis für Lehrpersonal an öffentlichen Schulen, wieder laut vor Schülern zu beten.
  • Das Verbot für die Umweltbehörde EPA, den CO2-Ausstoß von Kohlekraftwerken festzulegen.

Die weißen Evangelikalen wollen, dass die USA ihrer Interpretation eines biblisch-christlichen Staates so nahe wie möglich kommen. Dies erklärt auch ihre Haltung zum Klimawandel; nur etwa ein Drittel aller evangelikalen Christen in den USA hält den Klimawandel für menschengemacht. Organisationen wie die Cornwall Alliance, von Evangelikalen gegründet, lobbyieren aktiv gegen Umwelt- und Klimaschutz.

Auch gegen die Rechte von queeren Menschen agieren die weißen Evangelikalen. Sie sehen die Welt auf der Basis einer strikten Binarität der Geschlechter und teilen ihr biologistisches Weltbild mit rechtsextremen Gruppen. Die Untersuchung der American Civil Liberties Union zeigt, dass im laufenden Jahr bereits mehr als 491 anti-LGBTIQ-Gesetze in einzelnen Staaten eingebracht wurden, wie das „Don't say gay bill“ in Florida.

Die Macht des Netzwerks und der Narrative

Ein wesentlicher Grund für den Einfluss der weißen Evangelikalen ist ihr großes Netzwerk. Die Salem Media Group, ein Medienunternehmen, besitzt über 100 Radiosender und zahlreiche Websites, die Millionen von Zuhörern und Nutzern erreichen. Mitbegründer Stuart Epperson wurde vom „Time Magazine“ als einer der 25 einflussreichsten Evangelikalen in den USA bezeichnet. Zudem sind die weißen Evangelikalen mit anderen rechtspopulistischen oder verschwörungsideologischen Bewegungen vernetzt, wie beispielsweise Turning Point USA, die finanzielle Unterstützung leistet, um „biblische Werte wiederherzustellen“. Auch auf Veranstaltungen wie der „ReAwaken America Tour“ treten religiöse Rechte neben Trump-Anhängern und Corona-Leugnern auf, was die Überschneidungen dieser Strömungen verdeutlicht.

Bei der Gewinnung neuer Anhänger gehen die weißen Evangelikalen strategisch vor, indem sie ihre extremen Positionen nicht direkt ansprechen, sondern in allgemeine Sorgen einbetten. Sie geben sich zum Beispiel als „Kämpfer gegen den Sozialismus“, indem sie Sozialismus als Faulheit und Kapitalismus als Belohnung für harte Arbeit darstellen, um Steuererleichterungen zu rechtfertigen. Auch bei Debatten um „Cancel Culture“ und „Wokeism“ versuchen sie, Menschen für ihre Ansichten zu gewinnen, indem sie den Fokus auf den „Schutz der Kinder“ legen, anstatt direkt ihre Ablehnung gleichgeschlechtlicher Ehe oder Sexualität zu äußern.

Die weißen Evangelikalen haben es geschafft, die Republikanische Partei gewissermaßen als Geisel zu halten und sich als Machtbasis zu etablieren. Sie haben Hochburgen in Bundesstaaten mit einer hohen Anzahl an Wahlmännern und sind somit politisch bedeutsam. So werden politische Entscheidungen getroffen, die eigentlich keine Mehrheit in der Bevölkerung besitzen. Umfragen zufolge sind 60 Prozent der US-Amerikanerinnen und US-Amerikaner für die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in allen oder den meisten Fällen, und 80 Prozent unterstützen Gesetze zum Schutz der LGBTIQ-Gemeinschaft. Im Kongress sind die Mitglieder jedoch deutlich religiöser als die US-amerikanische Bevölkerung, was zu einer Diskrepanz zwischen gewählten Vertretern und der Öffentlichkeit führt, wie im Fall von Texas, wo Abtreibungen verboten sind, obwohl sich nur 15 Prozent der Einwohner als weiße Evangelikale bezeichnen.

Vergleich: Unterstützung für Abtreibungsrechte (USA, 2022)
GruppeProzent der BevölkerungZustimmung zu legaler Abtreibung (alle/meiste Fälle)
Gesamte US-Bevölkerung100%60%
Weiße Evangelikaleca. 14%Deutlich geringer (starke Ablehnung)
Nicht-weiße Evangelikaleca. 4%Höher als weiße Evangelikale, aber geringer als Durchschnitt
KongressmitgliederN/ADeutlich konservativer als Durchschnitt

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was sind Evangelikale in den USA?
Evangelikale sind eine Strömung des Protestantismus in den USA, die sich durch eine wörtliche Auslegung der Bibel, die Bedeutung der persönlichen Bekehrung (born again) und den Missionsbefehl auszeichnet. Sie legen großen Wert auf konservative moralische und soziale Werte.
Wie viele Evangelikale gibt es in den USA?
Etwa 25 Prozent der amerikanischen Bevölkerung identifizieren sich als Evangelikale. Die Untergruppe der weißen Evangelikalen macht etwa 14 Prozent der Gesamtbevölkerung aus und hat einen besonders großen politischen Einfluss.
Wie haben die Evangelikalen ihren politischen Einfluss gewonnen?
Ihr Einfluss wuchs durch die Krise des „mainline Protestantismus“ in den 1970er Jahren und die strategische Nutzung elektronischer Medien durch Prediger wie Jerry Falwell. Organisationen wie die „Moral Majority“ und die „Christian Coalition“ mobilisierten ihre Anhänger und konzentrierten sich auf die Beeinflussung der Republikanischen Partei und die Besetzung von Gerichten mit konservativen Richtern.
Welche politischen Ziele verfolgen Evangelikale?
Hauptziele sind der Schutz „christlicher Werte“, insbesondere das Verbot von Abtreibung, die Einschränkung von LGBTQ+-Rechten, die Förderung von Schulgebeten und die Ablehnung von sozialistischen oder umweltpolitischen Maßnahmen, die als gottlos oder kommunistisch angesehen werden.
Welche Rolle spielte Donald Trump für die Evangelikalen?
Donald Trump sicherte sich die Unterstützung der weißen Evangelikalen, indem er ihre politischen Forderungen, insbesondere die Ernennung konservativer Richter am Supreme Court, erfüllte. Dies führte zur Aufhebung von „Roe v. Wade“ und weiteren Entscheidungen im Sinne der Evangelikalen.

Fazit: Eine Macht, die bleibt

Der Einfluss der Evangelikalen in den USA ist ein komplexes Phänomen, das tief in der amerikanischen Geschichte und Gesellschaft verwurzelt ist. Von einer einst marginalen Gruppe haben sie sich zu einer der mächtigsten politischen Kräfte entwickelt, die in der Lage ist, die nationale Agenda maßgeblich zu beeinflussen. Ihr Erfolg beruht auf einer Kombination aus demografischer Präsenz, strategischer politischer Mobilisierung, der geschickten Nutzung von Medien und einem unerschütterlichen Engagement für ihre Werte. Angesichts der bevorstehenden Präsidentenwahl 2024, bei der Persönlichkeiten wie Donald Trump und Mike Pence um die Stimmen der Evangelikalen kämpfen werden, bleibt ihr Einfluss ein entscheidender Faktor für die Zukunft der amerikanischen Politik.

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