Berat Kandili: Nacht der Vergebung und Reflexion

11/02/2024

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Die Berat-Nacht, im Türkischen als Berat Kandili bekannt und im Arabischen als Laylat al-Bara'a (ليلة البراءة) bezeichnet, ist eine der besonderen Nächte im islamischen Kalender. Sie fällt auf die Nacht vom 14. auf den 15. des islamischen Monats Schaban und wird von vielen Muslimen weltweit mit tiefer spiritueller Hingabe begangen. Der arabische Begriff „Bara'a“ bedeutet so viel wie „sich von Schuld oder Verpflichtung befreien“ oder „rein sein“. Dieser Name deutet bereits auf die zentrale Botschaft dieser Nacht hin: die Hoffnung auf Befreiung von Sünden und die Loslösung von ihren Zwängen. Es ist eine Zeit, in der Gläubige inständig hoffen, dass Allah (der Allmächtige) ihre Gebete annimmt und ihre Sünden vergibt.

In welchen Ländern wird Berat Kandil gefeiert?
Die Berat-Nacht wird überwiegend in Ländern wie Afghanistan, Aserbaidschan, Bangladesch, Indien, Iran, Kasachstan, Kirgistan, Libanon, Pakistan, Sri Lanka, Tadschikistan, Türkei, Turkmenistan und Usbekistan begangen. Die meisten Araber*innen feiern diese Nacht nicht.

Die Berat-Nacht trägt auch andere ehrenvolle Bezeichnungen, die ihre vielschichtige Bedeutung unterstreichen. Sie wird oft als „Mitte des Schaban“, „Segensreiche Nacht“, „Nacht der Barmherzigkeit“, „Nacht der Vergebung“ und „Nacht der Bescheinigung“ bezeichnet. Diese Vielfalt an Namen spiegelt die unterschiedlichen Facetten wider, die dieser Nacht zugeschrieben werden. Seit Jahrhunderten hat sich die Tradition etabliert, diese Nacht mit intensiveren gottesdienstlichen Handlungen (Ibadat) zu verbringen als gewöhnlich, um die spirituellen Segnungen dieser besonderen Zeit voll auszuschöpfen.

Inhaltsverzeichnis

Die spirituelle Essenz der Berat-Nacht

Im Herzen der Berat-Nacht liegt das Streben nach Vergebung. Viele Muslime glauben fest daran, dass Allah in dieser Nacht Seine Barmherzigkeit in besonderem Maße offenbart und die Möglichkeit zur Sündenvergebung bietet. Dies macht sie zu einem wichtigen Zeitpunkt für Selbstreflexion, Reue und intensive Bittgebete (Du'a). Es ist eine Gelegenheit, die eigenen Taten zu überdenken, Fehler zu erkennen und sich mit aufrichtiger Absicht Allah zuzuwenden, um Seine Gnade zu erflehen.

Die Vorstellung, dass in dieser Nacht alle Sünden vergeben werden können, verleiht der Berat-Nacht eine enorme Bedeutung. Sie wird in eine Reihe mit anderen heiligen Nächten im Islam gestellt, wie der Mirac Kandili und der Kadir Gecesi, die ebenfalls als Nächte der besonderen spirituellen Erhebung gelten. Wer in dieser Nacht fastet, in sich kehrt, seine Sünden vor Augen führt, sich selbst verzeiht und Allah um Vergebung bittet, hat die Chance, die Gnade des Allbarmherzigen zu erlangen. Es wird jedoch überliefert, dass bestimmte Sünden, wie die von Zauberern, Alkoholikern, Ehebrechern und Götzenanbetern, von dieser Vergebung ausgenommen sein könnten, was die Wichtigkeit der Abkehr von solch schwerwiegenden Vergehen unterstreicht.

Historische Wurzeln und Hadith-Überlieferungen

Die Besonderheit der Berat-Nacht wird durch verschiedene Überlieferungen untermauert, auch wenn einige von ihnen von Gelehrten als schwach eingestuft werden. Eine bekannte Überlieferung stammt von Aisha (ra), der Frau des Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm):

„Ich konnte den Gesandten Allahs eines Nachts nicht finden. Also ging ich und fand ihn in Al-Baqi. Er sprach: ‚Hattest du Angst, dass dir Allah und Sein Gesandter Unrecht getan hätten?‘ Ich sagte: ‚O Gesandter Allahs. Ich dachte, du wärst zu einer deiner Frauen gegangen.‘ Da sprach er: ‚Wahrlich, Allah, mächtig und erhaben ER ist, steigt in der Nacht in der Mitte von Schaban in den untersten Himmel hinab, um mehr als die Anzahl der Haare auf den Schafen der (Banu) Kalb zu verzeihen.‘“ (Dschami at-Tirmidhi 739, Buch 8, Hadith 58)

Dieser Hadith wird weitestgehend als „daif“ (schwach) eingestuft, was bedeutet, dass seine Überlieferungskette gewisse Mängel aufweist, die seine Authentizität beeinträchtigen. Eine weitere Überlieferung stammt von Ali bin Abu Talib (ra):

„Der Gesandte Allahs sagte: ‚Wenn es die Nacht in der Mitte von Schaban ist, verbringt die Nacht im Gebet und fastet an diesem Tag. Denn Allah steigt bei Sonnenuntergang in jener Nacht in den untersten Himmel hinab und spricht: „Ist niemand da, der MICH um Vergebung bittet, damit ICH ihm vergebe? Gibt es niemanden, der MICH um eine Versorgung bittet, damit ICH für ihn sorgen kann? Gibt es niemanden, der von Schwierigkeiten geplagt ist, damit ich ihn entlasten kann?“ Und so weiter, bis die Morgendämmerung anbricht.‘“ (Ibn Madschah, Iqama, 191; Buch 5, Hadith 1451)

Dieser Hadith wird sogar als „mawdu“ (wertlos oder erfunden) eingestuft. Die Gelehrten Ibn Madschah und Tirmidhi selbst haben auf die schwachen Überlieferketten dieser Berichte hingewiesen. Trotz dieser kritischen Einschätzungen hat die Berat-Nacht eine besondere Bedeutung erlangt, auch basierend auf anderen Interpretationen. Einige Gelehrte vertreten die Ansicht, dass der Wechsel der Qibla von Jerusalem zur Kaaba in Mekka in der Nacht zur Mitte des Schaban erfolgte, was dieser Nacht eine historische und religiöse Bedeutung verleiht.

Gelehrtenmeinungen und Kontroversen

Die Meinungen der islamischen Gelehrten zur Berat-Nacht sind vielfältig. Die Mehrheit ist heute überzeugt, dass das Verbringen dieser Nacht mit Gebeten, der Rezitation des Korans und Bittgebeten grundsätzlich zulässig und eine Möglichkeit ist, das Wohlgefallen Allahs zu erlangen. Es wird jedoch betont, dass es keine spezifischen Formen von Feiern oder Gebeten gibt, die einzig auf diese Nacht beschränkt und damit obligatorisch wären. Dies ist eine wichtige Einschränkung, da im Islam die Einführung von „Neuerungen“ (Bid'a) in religiösen Angelegenheiten strikt abgelehnt wird, wenn sie keine Grundlage in den authentischen Quellen haben.

Ein Beispiel hierfür ist eine besondere Form des muslimischen Gebetes, wie sie der Gelehrte Al-Ghazali in seinem Werk „Ihya al ulum addin“ beschreibt. Diese spezifische Gebetsform wird von der Mehrheit der Gelehrten, darunter auch Imam Nawawi, als Bid'a abgelehnt. Dies zeigt die Vorsicht, mit der Neuerungen in der Glaubenspraxis betrachtet werden.

Trotz dieser Kritik gibt es auch unterschiedliche Auffassungen zur Bedeutung dieser Nacht, die auf die Exegese des Koran-Verses 3 der Sure 44 (Ad-Duhan) zurückgehen. Dort heißt es in ungefährer Übersetzung: „Wahrlich, WIR haben es (den Koran) hinab gesandt in einer gesegneten Nacht…“ Während die Mehrheit der Gelehrten annimmt, dass mit dieser „gesegneten Nacht“ die Lailat al-Qadr (Nacht der Bestimmung) gemeint ist, sind einige Gelehrte überzeugt, dass hier die Berat-Nacht gemeint sein könnte. Diese unterschiedlichen Interpretationen tragen zur Vielfalt der Ansichten und Praktiken bei.

Warum ist die Nacht des Kandils so wichtig?
Um diesem Abend eine besondere Bedeutung zu verleihen, werden in der Türkei alle Minarette der Moscheen hell erleuchtet, weshalb von der Nacht des Kandils die Rede ist. Das Wort „kandil“ wurde einst aus dem Lateinischen „candela“ für Kerze abgeleitet. „Berat“ bedeutet rein sein oder sich freisprechen.

Wo wird die Berat-Nacht gefeiert? Eine globale Perspektive

Die Frage, in welchen Ländern und von welchen Gemeinschaften die Berat-Nacht gefeiert wird, offenbart ein faszinierendes Bild der globalen islamischen Kultur. Die Feierlichkeiten sind nicht universell und variieren stark je nach Region und theologischer Ausrichtung.

Verbreitung der Berat-Nacht weltweit

Die Berat-Nacht wird überwiegend in Ländern begangen, die historisch und kulturell stark von der osmanischen Tradition beeinflusst wurden oder in denen sufistische Strömungen eine wichtige Rolle spielen. Zu diesen Ländern gehören:

  • Afghanistan
  • Aserbaidschan
  • Bangladesch
  • Indien
  • Iran
  • Kasachstan
  • Kirgisistan
  • Libanon
  • Pakistan
  • Sri Lanka
  • Tadschikistan
  • Türkei
  • Turkmenistan
  • Usbekistan

In diesen Regionen ist die Berat-Nacht tief in den religiösen und sozialen Traditionen verankert. Moscheen und Familien organisieren spezielle Programme, Gebete und Zusammenkünfte, um die Nacht zu ehren.

Unterschiede in der arabischen Welt

Interessanterweise feiern die meisten Araberinnen und Araber diese Nacht nicht in dem Maße, wie es in den oben genannten Ländern der Fall ist. In der arabischen Welt wird die Berat-Nacht hauptsächlich von Arabern mit einem sufistischen Erbe begangen. Sufismus ist eine mystische Strömung innerhalb des Islam, die oft besondere Rituale und Feiern pflegt, die über die reinen Pflichten hinausgehen.

Bewegungen, die zur Salafiyya gehören – eine konservative Strömung, die eine Rückkehr zu den Praktiken der frühen Muslime anstrebt und Innovationen streng ablehnt – lehnen die Feier dieser Nacht weitestgehend ab. Prominente Gelehrte dieser Richtung, wie Ibn Baz, haben sich gegen die besondere Hervorhebung der Berat-Nacht ausgesprochen, da sie keine ausreichende Grundlage in den authentischen Hadith sehen.

Die schiitische Perspektive

Ein großer Teil der schiitischen Muslime feiert die Nacht des 15. Schaban ebenfalls, allerdings aus einem anderen Anlass. Für sie ist diese Nacht von besonderer Bedeutung, da angenommen wird, dass Muhammad al-Mahdi, der zwölfte Imam der Itna-Aschariyya (Zwölfer-Schiiten) Bewegung, in dieser Nacht (15. Schaban 255 nach der Hidschra, entsprechend 869 n. Chr.) geboren wurde. Diese Geburt ist für die Schia von zentraler Bedeutung, da Muhammad al-Mahdi der erwartete Retter ist, der am Ende der Zeiten erscheinen und Gerechtigkeit auf Erden bringen wird. Daher ist die Feier der Berat-Nacht für Schiiten primär ein Fest der Freude und des Gedenkens an die Geburt des Imams.

Die Berat-Nacht in Deutschland

In Deutschland wird die Berat-Nacht überwiegend in Moscheen mit einer breiten türkischstämmigen Gemeinde gefeiert. Diese Gemeinden bringen ihre religiösen Traditionen aus der Türkei mit und pflegen sie in ihrer neuen Heimat. Die Moscheen laden zu besonderen Vorträgen, gemeinsamen Gebeten, Koran-Rezitationen und gemeinsamen Andachten (Dhikr) ein. Diese Programme bieten den Gläubigen eine Plattform, um gemeinsam zu beten, sich spirituell zu stärken und die Bedeutung der Nacht zu reflektieren.

Es ist auch üblich, dass nach den Programmen in den Moscheen Süßigkeiten verteilt werden, ein Brauch, der Freude und Gemeinschaft symbolisiert. Die Berat-Nacht wird oft als eine wichtige Vorbereitung auf den bevorstehenden Fastenmonat Ramadan angesehen. Entsprechend werden thematisch auch Vorträge zum Ramadan gehalten, die die Gläubigen auf die Zeit der intensiven Anbetung und des Fastens einstimmen sollen. Darüber hinaus dienen die Programme in den Moscheen der Zusammenkunft der Menschen innerhalb der Gemeinde, bieten sie doch einen willkommenen Anlass, um sich zu sehen, auszutauschen und die Gemeinschaft zu stärken.

In den letzten Jahren haben viele größere Moscheen in Deutschland auf die Herausforderungen der Pandemie reagiert und zu solchen Anlässen das Geschehen aus den Gebetsräumen live in sozialen Netzwerken oder über spezialisierte Nischen-Fernsehkanäle übertragen. Dies ermöglichte es auch Gläubigen, die nicht persönlich anwesend sein konnten, an den Feierlichkeiten teilzuhaben und die spirituelle Atmosphäre zu Hause zu erleben.

In welchen Ländern wird Berat Kandil gefeiert?
Die Berat-Nacht wird überwiegend in Ländern wie Afghanistan, Aserbaidschan, Bangladesch, Indien, Iran, Kasachstan, Kirgistan, Libanon, Pakistan, Sri Lanka, Tadschikistan, Türkei, Turkmenistan und Usbekistan begangen. Die meisten Araber*innen feiern diese Nacht nicht.

Praktiken und Rituale der Berat-Nacht

Die Feier der Berat-Nacht ist von verschiedenen Praktiken und Ritualen geprägt, die Gläubigen helfen sollen, die spirituellen Segnungen dieser Zeit zu maximieren:

  • Fasten: Viele Muslime nutzen den Tag vor oder nach der Berat-Nacht für ein freiwilliges Fasten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Dies gilt als eine besonders verdienstvolle Handlung, die zur Vergebung von Sünden beitragen kann.
  • Gebet und Bittgebete: Die Nacht wird mit intensiven Gebeten (Salat) und Bittgebeten (Du'a) verbracht. Gläubige bitten Allah um Vergebung, Gnade, Gesundheit und Wohlergehen für sich selbst, ihre Familien und die gesamte Menschheit.
  • Koran-Rezitation: Das Rezitieren des Heiligen Korans ist eine zentrale Praxis. Viele Gläubige lesen bestimmte Suren oder versuchen, so viel wie möglich aus dem Koran zu rezitieren, um spirituelle Belohnung zu erhalten.
  • Dhikr (Gedenken an Allah): Das gemeinsame oder individuelle Gedenken an Allah durch das Wiederholen Seiner Namen und Lobpreisungen ist ebenfalls weit verbreitet.
  • Besuch von Friedhöfen: Es ist Tradition, dass verstorbene Familienmitglieder auf den Friedhöfen besucht werden. Dort werden Gebete für die Verstorbenen gesprochen und um Vergebung für ihre Sünden gebeten.
  • Spenden an Bedürftige: Die Nacht der Vergebung ist auch eine Zeit der Barmherzigkeit und des Teilens. Es ist üblich, dass Bedürftige Spenden (Sadaqa) erhalten, um die soziale Gerechtigkeit zu fördern und die Gnade Allahs zu erlangen.

Die innere Reinigung steht im Mittelpunkt dieser Nacht. Wenn die Seele rein ist, so der Glaube, können Wünsche und Gebete erhört werden. Mit diesen tugendsamen Gedanken und Gefühlen wünschen die Gläubigen ein gesegnetes Leben, Gesundheit und Wohlbefinden für alle Menschen auf der Erde.

Häufig gestellte Fragen zur Berat-Nacht

Was bedeutet „Kandil“ in Berat Kandili?

Das Wort „Kandil“ wurde einst aus dem Lateinischen „candela“ abgeleitet, was „Kerze“ bedeutet. In der Türkei werden zu diesen besonderen Nächten die Minarette der Moscheen hell erleuchtet, weshalb man von der „Nacht des Kandils“ spricht. Es symbolisiert Licht und Erleuchtung, passend zur Bedeutung von „Berat“ als Reinheit.

Ist das Fasten in der Berat-Nacht verpflichtend?

Nein, das Fasten am Tag vor oder nach der Berat-Nacht ist nicht verpflichtend (fard), sondern eine freiwillige, aber sehr empfohlene Handlung (Sunna oder Mustahab). Es wird als eine Möglichkeit gesehen, zusätzliche Belohnung zu verdienen und die spirituelle Reinigung zu vertiefen.

Was ist der Unterschied zwischen Berat-Nacht und Lailat al-Qadr?

Beide sind gesegnete Nächte im Islam, aber sie haben unterschiedliche Bedeutungen und Zeitpunkte. Die Berat-Nacht findet in der Mitte des Monats Schaban statt und wird primär mit Vergebung und dem Blick auf das kommende Jahr in Verbindung gebracht. Lailat al-Qadr hingegen findet in den letzten zehn Nächten des Ramadan statt und ist die Nacht, in der der Koran erstmals offenbart wurde. Sie gilt als die heiligste Nacht des Jahres, in der die Belohnung für gute Taten tausend Monate übersteigt.

Können alle Sünden in der Berat-Nacht vergeben werden?

Die Überlieferungen sprechen von der großen Barmherzigkeit Allahs in dieser Nacht und der Vergebung vieler Sünden. Allerdings wird betont, dass die Vergebung von Allah abhängt und nicht pauschal für alle Arten von Sünden und Personen gilt, insbesondere wenn keine aufrichtige Reue (Tawbah) vorhanden ist oder schwere Sünden wie Polytheismus (Schirk), Magie, Ehebruch oder Alkoholismus ohne aufrichtige Umkehr begangen werden. Die Vergebung ist eine Gnade, die durch aufrichtige Reue und gute Taten erlangt wird.

Warum wird die Berat-Nacht als Vorbereitung auf den Ramadan angesehen?

Die Berat-Nacht fällt etwa zwei Wochen vor dem Beginn des Ramadans. Viele Muslime nutzen diese Zeit, um sich mental und spirituell auf den Fastenmonat vorzubereiten. Es ist eine Phase der Besinnung, in der man über seine Fehler und sein Fehlverhalten nachdenkt, um mit einer gereinigten Seele und gestärktem Glauben in den Ramadan zu starten. Vorträge und Rituale in den Moscheen sind oft thematisch auf den Ramadan ausgerichtet.

Fazit

Die Berat-Nacht ist für viele Muslime weltweit eine Zeit der tiefen spirituellen Einkehr und der Hoffnung auf göttliche Barmherzigkeit. Obwohl die Quellenlage zu ihrer besonderen Stellung unterschiedlich bewertet wird, hat sich die Tradition, diese Nacht mit erhöhter Anbetung und dem Streben nach Vergebung zu verbringen, in vielen Kulturen fest etabliert. Sie dient als eine wertvolle Gelegenheit zur Selbstreflexion, zur Reinigung der Seele und als eine wichtige Vorbereitung auf den gesegneten Monat Ramadan. Unabhängig von regionalen Unterschieden in der Feierpraxis bleibt die Kernbotschaft der Berat-Nacht die Einladung zur Reue, zur Bitte um Vergebung und zur Stärkung der Verbindung zum Schöpfer.

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