Was machte Rudolf Bultmann in der Zeit des Nationalsozialismus?

Rudolf Bultmann: Theologie im Zeitgeschehen

26/05/2022

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Rudolf Bultmann (1884–1976) zählt zu den prägendsten Gestalten der evangelischen Theologie des 20. Jahrhunderts. Als Professor für Neues Testament an der Universität Marburg hinterließ er ein umfangreiches Werk, das bis heute intensiv diskutiert wird. Sein Name ist untrennbar mit dem Programm der Entmythologisierung des Neuen Testaments verbunden, einem Ansatz, der die Verkündigung der Bibel für den modernen Menschen verständlich machen sollte. Doch Bultmanns Leben war nicht nur von akademischer Arbeit geprägt; er lebte und wirkte in einer der dunkelsten Epochen der deutschen Geschichte, der Zeit des Nationalsozialismus. Seine Haltung und sein Handeln in diesen Jahren geben Aufschluss über das Spannungsfeld zwischen theologischem Auftrag und politischer Realität.

Was gibt es in Bultmanns Nachlass zu sehen?
[9] Neben seinen theologischen Schriften finden sich in Bultmanns umfangreichem Nachlass, der unter der Signatur Mn 2 in der Universitätsbibliothek Tübingen aufbewahrt wird, auch Gedichte und Märchen. So ist seine erste gedruckte Veröffentlichung ein unter dem Titel Inselkirchhof in den Oldenburger Nachrichten für Stadt und Land am 11.
Inhaltsverzeichnis

Rudolf Bultmanns Leben und intellektuelle Entwicklung

Rudolf Karl Bultmann wurde am 20. August 1884 in Wiefelstede als Sohn eines evangelischen Pfarrers geboren. Seine frühe Prägung war vielschichtig: Während sein Vater der liberalen Theologie zugeneigt war, behielt seine Mutter eine tief verwurzelte pietistische Einstellung bei. Diese Dualität mag bereits den Keim für Bultmanns späteres Ringen um die Vermittlung des Glaubens in einer sich wandelnden Welt gelegt haben.

Nach dem Abitur in Oldenburg studierte Bultmann Evangelische Theologie und Philosophie in Tübingen, Berlin und schließlich in Marburg. Schon früh konzentrierte er sich auf das Neue Testament, beeinflusst von Lehrern wie Adolf Jülicher, Johannes Weiß und Wilhelm Herrmann. Seine akademische Laufbahn begann mit der Promotion 1910 über den Stil der paulinischen Predigt und der Habilitation 1912 über die Exegese des Theodor von Mopsuestia. Nach Zwischenstationen in Breslau und Gießen kehrte Bultmann 1921 als Professor nach Marburg zurück, wo er bis zu seiner Emeritierung 1951 lehrte.

Eine besonders prägende Begegnung in Marburg war die mit dem Philosophen Martin Heidegger, der von 1923 bis 1928 dort eine außerordentliche Professur innehatte. Heideggers existentielle Philosophie, insbesondere sein Hauptwerk „Sein und Zeit“, bot Bultmann einen philosophischen Rahmen, um seine theologische Deutung des menschlichen Daseins und der christlichen Verkündigung zu untermauern. Diese Auseinandersetzung sollte später eine zentrale Rolle in seinem Entmythologisierungsprogramm spielen.

Bultmanns Haltung im Nationalsozialismus

Die Frage nach Bultmanns Handeln in der Zeit des Nationalsozialismus ist von besonderem Interesse. Entgegen der Annahme, er habe sich gänzlich passiv verhalten, zeigen die Fakten ein differenziertes Bild seiner Positionierung. Bultmann schloss sich der Bekennenden Kirche und dem Pfarrernotbund an, zwei Organisationen, die sich gegen die Gleichschaltung der Kirche durch das NS-Regime und die Deutschen Christen stellten. Dies war an sich bereits ein Akt des Widerstands, da er damit Position gegen das Regime bezog und sich nicht dem herrschenden Zeitgeist beugte.

In seinen Predigten wies Bultmann deutlich auf Widersprüche zwischen der nationalsozialistischen Ideologie und dem christlichen Glauben hin. Er kritisierte die Vergöttlichung des Staates und der Rasse und betonte die Einzigartigkeit des göttlichen Anspruchs gegenüber allen menschlichen Ideologien. Es wird betont, dass er keinen offenen Widerstand im Sinne einer aktiven politischen Opposition leistete, die seine Entlassung und Verfolgung zur Folge gehabt hätte. Stattdessen nutzte er seinen Einfluss als Professor und Theologe, um eine theologische Gegenposition zu formulieren und zu lehren. Diese Haltung ermöglichte es ihm, bis zu seiner Emeritierung 1951 im Amt zu bleiben und seine Arbeit fortzusetzen, was wiederum vielen Studierenden und Gläubigen eine kritische theologische Orientierung in einer Zeit der Verwirrung bot.

Ein bemerkenswertes Detail aus dieser Zeit ist die Aufnahme der späteren Theologieprofessorin Uta Ranke-Heinemann (Tochter des späteren Bundespräsidenten Gustav Heinemann) in seinen Haushalt im Herbst 1944 bis zum Kriegsende. Dies war ein Akt der Menschlichkeit und des Schutzes in einer unsicheren Zeit. Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass Bultmanns Bruder, Peter Bultmann, ein Bibliothekar, ein aktiverer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus war und 1942 in einem französischen Internierungslager starb. Dies unterstreicht die unterschiedlichen Formen und Grade des Widerstands, die innerhalb von Familien und der Gesellschaft praktiziert wurden.

Das theologische Hauptwerk: Entmythologisierung und existentiale Interpretation

Bultmanns theologisches Werk ist monumental und hat die neutestamentliche Forschung sowie die systematische Theologie nachhaltig geprägt. Sein Programm der Entmythologisierung, das er 1941 in seinem Aufsatz „Neues Testament und Mythologie“ vorstellte, ist der zentrale Pfeiler seines Denkens.

Die Formkritik des Neuen Testaments

Schon 1921 veröffentlichte Bultmann seine „Geschichte der synoptischen Tradition“, ein bahnbrechendes Werk, das bis heute als Standardwerk der neutestamentlichen Exegese gilt. Hier legte er die Grundlagen für die Formkritik, eine Methode, die die mündlichen Überlieferungsformen hinter den schriftlichen Evangelien zu identifizieren suchte. Bultmann argumentierte, dass selbst die ältesten Quellen bereits vom Glauben der Urgemeinde geprägt waren und nicht als objektive historische Berichte im modernen Sinne verstanden werden dürfen. Ihr „Sitz im Leben“ – der konkrete Kontext, in dem sie entstanden und tradiert wurden – sei entscheidend für ihr Verständnis.

Bultmanns Sichtweise, dass Paulus (und Johannes) sich nicht für den Menschen Jesus oder sein Erdenleben interessierten, sondern nur für den geglaubten Christus, basierte auf Versen wie 2 Kor 5,16 LUT. Diese Position wurde später in der historischen Jesusforschung als überholt angesehen, da die „Neue Frage nach dem historischen Jesus“ den Graben zwischen dem historischen Jesus und dem geglaubten Christus als weniger tief ansah.

Vom Liberalismus zur Dialektischen Theologie

In den 1920er Jahren vollzog Bultmann eine deutliche Abkehr von der liberalen Theologie seiner Zeit. In seinem Aufsatz „Die liberale Theologie und die jüngste theologische Bewegung“ (1924) würdigte er zwar deren Verdienste um das historische Verständnis, kritisierte jedoch, dass sie die historischen Erkenntnisse zu Unrecht zur Grundlage des christlichen Glaubens gemacht habe. Er schloss sich der dialektischen Theologie an, die betonte, dass der Mensch Gott nicht aus eigener Kraft erkennen könne, sondern Gott sich nur in der Offenbarung aus Gnade zu erkennen gebe.

Sein Buch „Jesus“ (1926) war ein konstruktiver Gegenentwurf, der nicht Jesus als historische Figur untersuchte, sondern den Anspruch seiner Verkündigung. Der Glaube richte sich auf das durch Jesus verkörperte Kerygma (Verkündigung), nicht auf die Person Jesu selbst. Dies führte zu einer Position, die als existentiale Interpretation des Neuen Testaments bekannt wurde. Sie verstand die christliche Botschaft nicht als theoretische Belehrung, sondern als existentielle Ansprache, die dem Menschen ein neues Selbstverständnis ermögliche – ein Leben aus dem Vertrauen auf Gottes Gnade, jenseits selbstgeschaffener Sicherheiten.

Das Entmythologisierungsprogramm

Die zentrale Frage für Bultmann in den 1940er Jahren war, wie diese existentielle Interpretation einem breiten Publikum vermittelt werden kann, das in einem wissenschaftlichen Weltbild lebt. Seine Antwort war die Entmythologisierung:

„Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben. Und wer meint, es für seine Person tun zu können, muß sich klar machen, daß er, wenn er das für die Haltung des christlichen Glaubens erklärt, damit die christliche Verkündigung in der Gegenwart unverständlich und unmöglich macht.“ – Rudolf Bultmann: Neues Testament und Mythologie. 1941, 18

Bultmann argumentierte, dass das Neue Testament in einem mythologischen Weltbild verfasst wurde, das die moderne Welt nicht mehr teilt. Die Aufgabe der Theologie sei es daher, den Kern der christlichen Verkündigung herauszuarbeiten, der unabhängig von diesem überholten Weltbild ist. Er unterschied zwischen dem „Sein außerhalb des Glaubens“ (die sichtbare, vergängliche Welt, Sünde, Sorgen) und dem „Sein im Glauben“ (ein Leben aus dem Unsichtbaren, der Preisgabe selbstgeschaffener Sicherheit zugunsten der Gnade Gottes).

Was machte Rudolf Bultmann in der Zeit des Nationalsozialismus?

Bultmann sah Parallelen zu philosophischen Konzepten, insbesondere bei Heidegger, betonte aber, dass die Theologie eine Tat Gottes als notwendig erachte, um den Menschen mit seiner wahren Natur zu vereinen. Der Glaube an die Sündenvergebung und Erlösung sei nur aufgrund des Osterereignisses mehr als Wunschdenken. Die Auferstehung Jesu Christi müsse daher mehr sein als mythologische Rede. Da die historisch-kritische Forschung das leere Grab und die leibliche Auferstehung nicht als historisch gesichert erscheinen lasse, sei vielmehr die Entstehung des Osterglaube unter den Jüngern als historischer Kern zu betrachten – als Offenbarung Gottes, dass Jesu Kreuzigung als Heilsereignis zu verstehen sei.

Wie Walter Schmithals zusammenfasste: „Keineswegs will er, wie der Begriff ‘Entmythologisierung’ anzeigen könnte und wie man ihn oft mißverstanden hat, den Mythos eliminieren; der Mythos müsse vielmehr interpretiert, also verstanden, der biblische Mythos also auf die in ihm intendierten Glaubensgedanken hin verstanden werden.“

Vergleich: Bultmanns theologische Entwicklung

Um Bultmanns theologische Entwicklung besser zu verstehen, hilft ein Vergleich seiner Positionen:

MerkmalLiberale Theologie (frühe Prägung)Dialektische Theologie / Bultmanns Ansatz (später)
Grundlage des GlaubensHistorische Erkenntnisse, moralische Lehren JesuOffenbarung Gottes, existenzielle Begegnung mit dem Kerygma
Erkenntnis GottesDurch menschliche Vernunft, theologische StudienNur durch Gottes Gnade und Selbstoffenbarung
Fokus auf JesusDer historische Jesus als moralisches VorbildDas Kerygma (die Verkündigung) des Christus-Ereignisses
Umgang mit MythosRationalisierung, Entfernung von WundernInterpretation des Mythos auf seine existentielle Bedeutung hin
Menschliches DaseinAutonom, kann sich selbst verwirklichenExistenzial gefährdet, auf Gottes Gnade angewiesen

Die Bultmann-Schule und ihre Wirkung

Bultmanns Einfluss war immens und führte zur Bildung einer sogenannten „Bultmann-Schule“, einer Gruppe von Schülern und Nachfolgern, die seine Ansätze weiterentwickelten, aber auch kritisch hinterfragten. Zu den bedeutendsten gehören Ernst Käsemann, Dorothee Sölle, Ernst Fuchs, Günther Bornkamm, Gerhard Ebeling und Uta Ranke-Heinemann. Sie alle trugen dazu bei, Bultmanns Gedanken in verschiedenen theologischen Disziplinen zu verankern.

Obwohl Bultmann die Möglichkeit, Aussagen über den historischen Jesus zu machen, stark einschränkte, begannen seine ehemaligen Schüler mit der „Neuen Frage nach dem historischen Jesus“. Sie vertraten die Auffassung, dass der Graben zwischen dem historischen Jesus und den ersten Christen doch schmaler sei als von Bultmann angenommen. Dennoch hielten sie an der grundlegenden bultmannschen Einsicht fest, dass ein christlicher Glaube nicht allein auf historischen Fakten basieren könne, sondern einer existentiellen Berührung bedürfe.

Die Kontroverse mit Karl Barth ist ein weiteres wichtiges Kapitel in der Wirkungsgeschichte Bultmanns. Barth warf Bultmann vor, bei der Anthropologie anzusetzen und die Glaubenslehre vom Menschen her zu entwerfen, was Barth als „Anpassung Gottes an den Menschen“ ablehnte. Bultmann hingegen wollte das menschliche „Vorverständnis“ ernst nehmen und erforschen, wie es die christliche Aussage geprägt hat. Trotz dieser Differenzen wurden viele Anliegen Barths später von der Bultmann-Schule aufgegriffen und weiterentwickelt.

Das 2009 in Rudolf-Bultmann-Institut für Hermeneutik umbenannte Institut an der Philipps-Universität Marburg, gegründet von Bultmanns Schüler Ernst Fuchs, pflegt bis heute die Marburger Tradition theologischer Hermeneutik und zeugt von der anhaltenden Relevanz seines Denkens.

Bultmanns Nachlass und Ehrungen

Rudolf Bultmanns umfangreicher Nachlass, der unter der Signatur Mn 2 in der Universitätsbibliothek Tübingen aufbewahrt wird, bietet tiefe Einblicke in sein Leben und Werk. Er umfasst nicht nur seine theologischen Schriften, sondern auch persönlichere Dokumente wie Gedichte und Märchen. Seine erste gedruckte Veröffentlichung war ein Gedicht namens „Inselkirchhof“ im Jahr 1903. Zwischen 1916 und 1917 schrieb er für seine spätere Ehefrau Helene Feldmann vier Märchen mit autobiographischen Zügen, die er ihren Briefen beilegte. Diese Details zeigen eine weniger bekannte, aber reiche literarische Seite des großen Theologen.

Auch nach seinem Tod am 30. Juli 1976 in Marburg, wo er auf dem Hauptfriedhof neben seiner Frau Helene begraben liegt, wurde Bultmann vielfach geehrt. In Oldenburg, seiner Heimatstadt, erinnert eine Bronzebüste am Theaterwall an ihn. Sowohl in Oldenburg (Stadtteil Bloherfelde) als auch in Marburg gibt es nach ihm benannte Straßen. Das Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in seinem Geburtsort Wiefelstede trägt seit 2011 ebenfalls seinen Namen. Diese Ehrungen zeugen von der bleibenden Anerkennung seiner intellektuellen und theologischen Verdienste.

Häufig gestellte Fragen zu Rudolf Bultmann

Was ist die Entmythologisierung nach Bultmann?

Die Entmythologisierung ist Bultmanns Programm, die neutestamentliche Botschaft aus ihrer mythologischen Hülle zu befreien, um sie für den modernen Menschen mit einem wissenschaftlichen Weltbild verständlich zu machen. Es geht nicht darum, den Mythos zu eliminieren, sondern ihn zu interpretieren und seine existentielle Bedeutung für das menschliche Dasein herauszuarbeiten. Bultmann wollte zeigen, dass der Glaube nicht von einem archaischen Weltbild abhängt.

Warum war Bultmanns Theologie umstritten?

Bultmanns Theologie war aus verschiedenen Gründen umstritten. Seine Ablehnung der wörtlichen Interpretation biblischer Wunder und seiner Sicht auf die Auferstehung als Glaubensereignis anstatt eines historischen Fakts stieß auf Widerstand. Auch seine starke Betonung der existentiellen Interpretation und die Nähe zu philosophischen Denkansätzen (insbesondere Heidegger) wurde kritisiert, da dies als eine Reduktion der Theologie auf Anthropologie wahrgenommen werden konnte, wie etwa Karl Barth argumentierte. Trotzdem war der Dialog mit seinen Kritikern stets fruchtbar und trieb die theologische Diskussion voran.

Hat Bultmann den historischen Jesus geleugnet?

Nein, Bultmann hat den historischen Jesus nicht geleugnet. Er betonte jedoch, dass unser Zugang zu Jesus nicht primär über historische Fakten im modernen Sinne erfolgt, sondern über das Kerygma, die Verkündigung des Christus-Ereignisses. Für Bultmann war entscheidend, was Jesus für den Glauben bedeutet, nicht primär, wie er historisch zu rekonstruieren ist. Spätere Forschungen seiner Schüler (die „Neue Frage nach dem historischen Jesus“) suchten jedoch wieder stärker nach historischen Informationen über Jesus, ohne Bultmanns Grundanliegen des Glaubens zu verlassen.

Was bedeutet „Sitz im Leben“ in Bultmanns Formkritik?

„Sitz im Leben“ (lateinisch Sitz im Leben) ist ein Begriff aus der Formkritik, den Bultmann populär machte. Er beschreibt den spezifischen Kontext oder die Funktion, die eine biblische Überlieferung (z. B. eine Parabel, ein Wunderbericht, ein Spruch) in der Urgemeinde hatte. Für Bultmann war es entscheidend, diesen ursprünglichen Lebenszusammenhang zu verstehen, um die Bedeutung und Absicht eines Textes korrekt zu interpretieren, da diese Texte nicht primär historische Berichte, sondern Ausdruck des Glaubens der frühen Gemeinde waren.

Fazit

Rudolf Bultmann war ein Theologe, dessen Wirken weit über die akademischen Mauern hinausreichte. Seine Fähigkeit, theologische Tiefe mit einer radikalen Aufrichtigkeit gegenüber dem modernen Weltbild zu verbinden, machte ihn zu einer Schlüsselfigur. Seine Haltung während des Nationalsozialismus, geprägt durch die Zugehörigkeit zur Bekennenden Kirche und kritische Predigten, zeugt von einem theologisch motivierten Widerstand, der ihm erlaubte, seine Stimme in schwierigen Zeiten zu erheben. Sein Erbe, insbesondere das Programm der Entmythologisierung, bleibt eine bleibende Herausforderung und Inspiration für alle, die danach streben, die biblische Botschaft in einer sich ständig wandelnden Welt relevant und verständlich zu machen.

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