Was sagt das Lukas Evangelium über den Herrn Jesus?

Die Weihnachtskrippe: Ein lebendiges Evangelium

29/03/2026

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Die Vorstellung des höchsten Gottes als neugeborenes Kind in einer Krippe ist eine der vertrautesten und zartesten Ideen von Weihnachten, die Menschen weltweit teilen, unabhängig von ihrer religiösen Prägung. Dieses Motiv wird in Bildern und Liedern „alle Jahre wieder“ so stark verbreitet, dass wir oft die Intensität, Kraft und den tiefen Glaubensappell, der in diesem Bild enthalten ist, kaum noch wahrnehmen können. Doch die Weihnachtskrippe ist weit mehr als nur eine festliche Dekoration; sie ist ein „lebendiges Evangelium“, das uns das Geheimnis der Menschwerdung des Gottessohnes auf einfache und freudige Weise verkündet.

Wie heißt die Krippe von Jesus?
Beim Evangelisten Lukas heißt es einfach: Maria »gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war« (2,7). Jesus wird in eine Futterkrippe gelegt (lateinisch praesepium), die der Weihnachtskrippe den Namen gibt.

Die Krippe lädt uns ein, uns geistlich auf den Weg zu machen, uns von der Demut dessen anziehen zu lassen, der Mensch wurde, um jedem von uns zu begegnen. Sie offenbart uns, wie sehr Gott uns liebt und wie er sich mit uns vereint, damit auch wir uns mit ihm vereinen können. Diese schöne Tradition, die Krippe in unseren Häusern, am Arbeitsplatz oder an öffentlichen Orten aufzustellen, schöpft aus einer reichen Volksfrömmigkeit und ist ein Zeugnis der kreativen Hingabe, die sich in kleinen Meisterwerken aus den unterschiedlichsten Materialien manifestiert. Sie ist ein Brauch, der von Generation zu Generation weitergegeben wird und dessen Wert es ist, neu entdeckt und belebt zu werden, wo er in Vergessenheit geraten ist.

Die Ursprünge der Weihnachtskrippe: Eine Reise durch die Zeit

Der Ursprung der Krippe, wie wir sie heute kennen, reicht bis zu den in den Evangelien beschriebenen Details der Geburt Jesu in Bethlehem zurück. Der Evangelist Lukas berichtet schlicht: Maria „gebahr ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war“ (Lukas 2,7). Diese „Krippe“ (lateinisch: praesepium) war ursprünglich eine Futterkrippe für Tiere. So fand der Sohn Gottes bei seinem Kommen in diese Welt seinen ersten Platz dort, wo die Tiere ihr Futter fraßen. Das Heu wurde zur ersten Liegestatt für den, der sich später als „das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist“ (Johannes 6,41), offenbaren sollte. Schon der heilige Augustinus erkannte in dieser Symbolik eine tiefe Wahrheit, als er schrieb: „Er lag in einer Krippe und wurde zu unserer Speise.“ Die Krippe birgt somit von Anfang an mehrere Geheimnisse des Lebens Jesu und bringt sie unserem Alltag näher.

Der entscheidende Impuls für die heutige Form der Weihnachtskrippe kam jedoch aus dem Rieti-Tal, genauer gesagt aus Greccio. Im Jahr 1223, nach seiner Rückkehr aus dem Heiligen Land und der Bestätigung seiner Ordensregel in Rom, erinnerte sich der heilige Franziskus von Assisi an die Höhlen Bethlehems. Fünfzehn Tage vor Weihnachten bat Franziskus einen Einheimischen namens Johannes um Hilfe bei der Verwirklichung eines besonderen Wunsches: „Ich möchte nämlich das Gedächtnis an jenes Kind begehen, das in Betlehem geboren wurde, und ich möchte die bittere Not, die es schon als kleines Kind zu leiden hatte, wie es in eine Krippe gelegt, an der Ochs und Esel standen, und wie es auf Heu gebettet wurde, so greifbar als möglich mit leiblichen Augen schauen.“

Am Weihnachtsabend versammelten sich viele Brüder und Menschen aus den umliegenden Höfen in Greccio. Franziskus fand die Krippe mit Heu, Ochsen und Esel vorbereitet vor. Die Anwesenden stellten die Krippenszene selbst dar; es wurden keine Figuren verwendet. Ein Priester feierte über der Krippe die Eucharistie, wodurch die untrennbare Verbindung zwischen der Menschwerdung des Gottessohnes und der Eucharistie sichtbar wurde. Die Atmosphäre war erfüllt von unbeschreiblicher Freude, und der erste Biograph des heiligen Franziskus, Thomas von Celano, berichtet sogar von einer wunderbaren Vision: Einer der Anwesenden sah das Jesuskind selbst in der Krippe liegen. So entstand unsere Tradition, in der alle um die Grotte versammelt waren, erfüllt von Freude und ohne Distanz zwischen dem Geschehen und den Teilnehmern an diesem Geheimnis. Dieses Ereignis von 1223 war ein großes Werk der Evangelisierung durch die Schlichtheit eines Zeichens, das bis heute die Herzen der Christen berührt.

Die Entwicklung der Krippendarstellung im Laufe der Jahrhunderte

Während die Darstellungen der Geburt Christi im frühen Christentum noch sehr sparsam waren – oft nur das Jesuskind allein mit Stalltieren –, entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte ein breites Spektrum an Krippen. Im Mittelalter rückte Maria an die Seite des Kindes, später auch Josef. Heutige Krippen sind häufig von zahlreichen Figuren bevölkert, die das Kind in der Futterkrippe umringen: Maria und Josef, Hirten und Engel, und nicht zuletzt die Heiligen Drei Könige.

Einen nächsten wichtigen Schritt leitete im 16. Jahrhundert der Jesuitenorden ein. Sie wollten den Gläubigen die Weihnachtsgeschichte durch szenische Darstellungen näherbringen. Um 1560 errichteten die Jesuiten eine Weihnachtskrippe in einer portugiesischen Kirche, gefolgt von einer Krippe in Prag im Jahr 1562, die als Ausgangspunkt der modernen Weihnachtsdarstellungen gilt. Zur Zeit des Barock hielten Krippen in vielen Gotteshäusern Einzug, wobei der Krippenbau aus dem italienischen Neapel einen großen Einfluss auf die künstlerische Entwicklung in Europa nahm.

Im späten 18. Jahrhundert, zur Zeit der Aufklärung, waren Krippen in Kirchen teilweise verboten. Doch nach Aufhebung des Verbots war ihr Siegeszug nicht mehr aufzuhalten. Ab dem 19. Jahrhundert, als die Krippenfiguren preisgünstig in Serie hergestellt werden konnten, leisteten sich viele Privatleute eine eigene Hauskrippe. Neben der Massenproduktion hat sich der Krippenbau bis heute als begehrtes Kunsthandwerk erhalten, oft mit regionalen Besonderheiten, die das Wunder von Bethlehem optisch nach Europa verlegen, beispielsweise in Alpen- oder Mittelgebirgslandschaften. Zentren des Krippenbaus sind unter anderem Süddeutschland, Österreich, Tschechien und Südtirol.

Was ist das Christkind in der Krippe?
Das Christkind in der Krippe. Die ungeschützte Macht der Liebe Die Vorstellung des Höchsten Gottes als neugeborenes Kind in einer Krippe ist die vertrauteste und liebste, zarteste Idee von Weihnachten, die so gut wie alle christlich sozialisierten, aber auch die bloß säkular gebildeten Menschen dieser Welt miteinander teilen.

Die Symbolik der Krippe: Ein Fenster zur göttlichen Botschaft

Jedes Element der Weihnachtskrippe birgt eine tiefe symbolische Bedeutung und lädt uns ein, über unser Leben und unseren Glauben nachzudenken. Das Aufbauen der Krippe in unseren Häusern hilft uns, die Geschichte von Bethlehem neu zu erleben und uns in die Heilsgeschichte einbezogen zu fühlen.

Die Dunkelheit der Nacht und das Licht der Hoffnung

Der Hintergrund der Krippe, oft ein Sternenhimmel in der Dunkelheit und Stille der Nacht, erinnert uns daran, wie oft unser Leben von Dunkelheit umgeben ist. Doch gerade in solchen Momenten lässt Gott uns nicht allein. Er kommt zu uns, um Antworten auf die entscheidenden Fragen unserer Existenz zu geben: Wer bin ich? Woher komme ich? Warum liebe ich? Warum leide ich? Warum werde ich sterben? Gott wurde Mensch, um diese Fragen zu beantworten. Seine Nähe bringt Licht in die Finsternis und erleuchtet alle, die durch das Dunkel des Leidens gehen.

Die Ruinen und die Erneuerung

Oft sind in Krippenszenen Ruinen alter Häuser oder Paläste dargestellt, die manchmal sogar die Grotte von Bethlehem ersetzen. Diese Ruinen, deren Ursprung möglicherweise in der Legenda aurea liegt, sind ein sichtbares Zeichen für die gefallene Menschheit, für alles, was zugrunde geht, verdorben und verwelkt ist. Diese Szenerie besagt, dass Jesus die Neuheit inmitten einer alten Welt ist. Er ist gekommen, um zu heilen und wiederaufzubauen, um unser Leben und die Welt wieder in ihren ursprünglichen Glanz zu versetzen.

Die Schöpfung und die Hirten

Berge, Bäche, Schafe und Hirten in der Krippe erinnern uns daran, dass die gesamte Schöpfung am Fest des Kommens des Messias teilnimmt, wie es die Propheten verheißen hatten. Engel und der Stern sind Zeichen dafür, dass auch wir aufgerufen sind, uns auf den Weg zur Grotte zu machen und den Herrn anzubeten.

Die Hirten, die ersten Zeugen des Wunders, sind ein kraftvolles Symbol. In ihrer Einfachheit und Bescheidenheit sind sie diejenigen, die fähig sind, das Ereignis der Menschwerdung am besten aufzunehmen. Während viele Menschen mit tausend anderen Dingen beschäftigt sind, werden die Hirten zu den ersten Zeugen des Wesentlichen: des Geschenks der Erlösung. Ihre Antwort auf Gottes Zuwendung im Jesuskind ist eine Begegnung der Liebe und des dankbaren Staunens. Diese Begegnung zwischen Gott und seinen Kindern, die sich in Jesus ereignet, verleiht unserer Religion Leben und macht ihre einzigartige Schönheit aus, die in besonderer Weise in der Krippe aufleuchtet.

Die Armen und die Revolution der Zärtlichkeit

Neben den traditionellen Figuren finden sich in vielen Krippen auch Bettler und Menschen, die keinen anderen Reichtum kennen als den des Herzens. Sie stehen mit vollem Recht beim Jesuskind, denn die Krippe lehrt uns, dass die Armen diesem Geheimnis besonders nahe sind und oft am besten die Gegenwart Gottes in unserer Mitte erkennen können. Die Krippe ist eine besondere Einladung, die Armut zu „fühlen“ und zu „berühren“, die der Sohn Gottes bei seiner Menschwerdung für sich gewählt hat. Sie ist ein Appell, ihm auf dem Weg der Demut, Armut und Entäußerung zu folgen, der von der Futterkrippe in Bethlehem zum Kreuz führt. Es ist ein Aufruf, ihm in den bedürftigsten Brüdern und Schwestern zu begegnen und in Barmherzigkeit zu dienen (vgl. Matthäus 25,31-46).

Jesus, „gütig und von Herzen demütig“ (Matthäus 11,29), wurde arm geboren und führte ein einfaches Leben, um uns beizubringen, das Wesentliche zu erfassen und danach zu leben. Von der Krippe ergeht die klare Botschaft, dass wir uns nicht vom Reichtum und von flüchtigen Glücksangeboten täuschen lassen dürfen. Der Palast des Herodes steht im Hintergrund, verschlossen und taub für die frohe Kunde. Durch die Geburt in der Krippe beginnt Gott selbst die einzige wahre Revolution der Liebe, die den Enterbten und Ausgeschlossenen Hoffnung und Würde verleiht: die Revolution der Zärtlichkeit. Von der Krippe aus verkündet Jesus mit sanfter Macht den Aufruf zum Teilen mit den Geringsten als dem Weg zu einer menschlicheren und solidarischeren Welt, in der niemand ausgeschlossen und an den Rand gedrängt wird.

Was ist das Christkind?
Reinbold: Das Christkind ist eine Erfindung der Reformation. Das begann im 16. Jahrhundert. Nikolaus wurde als "Heiliger" verehrt. Das geht nach evangelischem Verständnis natürlich nicht. Danach sind vielmehr alle Christinnen und Christen "Heilige", so wie es schon in den Briefen des Paulus zu lesen ist. Was tat man also?

Alltägliche Figuren und die Heiligkeit des Lebens

Kinder und Erwachsene lieben es oft, der Krippe weitere Figuren hinzuzufügen, die scheinbar nichts mit den Evangelienberichten zu tun haben: vom Schmied bis zum Bäcker, von Musikern bis zu Wasserkrüge tragenden Frauen oder spielenden Kindern. Dieser Einfallsreichtum will zum Ausdruck bringen, dass in dieser von Jesus erneuerten Welt Platz ist für alles Menschliche und für jedes Geschöpf. All diese Figuren stehen für die Heiligkeit des Alltags, für die Freude, alltägliche Dinge auf außergewöhnliche Weise zu tun, wenn Jesus sein göttliches Leben mit uns teilt.

Die Hauptfiguren der Krippe und ihre Bedeutung

Nach und nach führt uns die Krippenlandschaft zur Grotte hin, wo wir die zentralen Figuren finden:

Maria: Die Mutter des Gottessohnes

Maria ist die Mutter, die ihr Kind betrachtet und es denen zeigt, die es besuchen kommen. Ihre Figur lässt uns an das große Geheimnis denken, in das diese junge Frau einbezogen wurde, als Gott an die Tür ihres unbefleckten Herzens klopfte. Auf die Botschaft des Engels, die Mutter Gottes zu werden, antwortete Maria in vollem und bedingungslosem Gehorsam. Ihre Worte: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast“ (Lukas 1,38), sind für uns alle ein Zeugnis dafür, wie wir uns im Glauben dem Willen Gottes überlassen können. Durch dieses „Ja“ wurde Maria zur Mutter des Sohnes Gottes. Ihre Jungfräulichkeit ging nicht verloren, sondern wurde dank des Sohnes geheiligt. In ihr sehen wir die Mutter Gottes, die ihren Sohn nicht allein für sich behält, sondern alle auffordert, seinem Wort zu folgen und es in die Tat umzusetzen (vgl. Johannes 2,5).

Josef: Der Beschützer und Erzieher

Neben Maria steht der heilige Josef, der das Kind und seine Mutter beschützt. Meist wird er mit einem Stock in der Hand dargestellt, manchmal hält er auch eine Laterne. Josef spielt eine sehr wichtige Rolle im Leben von Jesus und Maria. Er ist der Beschützer, der nie müde wird, seine Familie zu behüten. Als Gott ihn vor der Bedrohung durch Herodes warnt, zögert er nicht, aufzubrechen und nach Ägypten auszuwandern (vgl. Matthäus 2,13-15). Und als dann die Gefahr vorüber ist, bringt er die Familie nach Nazaret zurück, wo er der erste Erzieher des Kindes bzw. des heranwachsenden Jesus sein wird. Josef trug in seinem Herzen das große Geheimnis, das Jesus und Maria, seine Verlobte, umgab, und als gerechter Mann vertraute er sich immer dem Willen Gottes an und setzte ihn in die Tat um.

Das Jesuskind: Die göttliche Zärtlichkeit in menschlicher Gestalt

Wenn wir zu Weihnachten die Figur des Jesuskindes hineinlegen, beginnt gleichsam das Herz der Krippe zu schlagen. Gott zeigt sich so, in einem Kind, um sich von uns in die Arme schließen zu lassen. In der Schwachheit und Zerbrechlichkeit verbirgt er seine alles erschaffende und verwandelnde Kraft. Es scheint unmöglich, doch so ist es: In Jesus war Gott ein Kind, und in dieser Gestalt wollte er die Größe seiner Liebe offenbaren, die sich im Lächeln des Kindes zeigt und wenn es jedem seine Hände entgegenstreckt. Die Geburt eines Kindes weckt Freude und Staunen, denn sie konfrontiert mit dem großen Geheimnis des Lebens. Wenn wir sehen, wie die Augen eines jungen Ehepaars beim Anblick ihres neugeborenen Kindes leuchten, verstehen wir das Empfinden von Maria und Josef, die beim Schauen auf das Jesuskind die Gegenwart Gottes in ihrem Leben wahrnahmen. „Das Leben ist erschienen“ (1 Johannes 1,2): So fasst der Apostel Johannes das Geheimnis der Menschwerdung zusammen. Die Krippe lässt uns dieses einzigartige und außergewöhnliche Ereignis sehen und berühren, das den Lauf der Geschichte verändert hat und auch zum Ausgangspunkt für unsere Zeitrechnung der Jahre vor und nach Christi Geburt wurde.

Gottes Handlungsweise verwirrt gewissermaßen, denn es scheint unmöglich, dass er auf seine Herrlichkeit verzichtet, um ein Mensch zu werden wie wir. Welch eine Überraschung zu sehen, wie Gott unser Verhalten annimmt: Er schläft, trinkt die Milch der Mutter, weint und spielt wie alle Kinder! Gott ist wie immer verblüffend, er ist unberechenbar und übersteigt ständig unsere Kategorien. Die Krippe zeigt uns also Gott so, wie er in die Welt kam, und fordert uns damit heraus, über unser Leben nachzudenken, das hineingenommen ist in das Leben Gottes; sie lädt uns ein, seine Jünger zu werden, wenn wir zum tiefsten Sinn des Lebens vordringen wollen.

Die Heiligen Drei Könige: Die Ausbreitung des Evangeliums

Wenn sich das Fest der Erscheinung des Herrn nähert, werden die Figuren der Heiligen Drei Könige bei der Krippe aufgestellt. Als diese weisen und reichen Herren aus dem Osten den Stern aufgehen sahen, machten sie sich auf den Weg nach Bethlehem, um Jesus kennenzulernen und ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben darzubringen. Diese Geschenke haben auch eine allegorische Bedeutung:

GabeBedeutung
GoldEhrt Jesu Königtum
WeihrauchSymbolisiert seine Göttlichkeit
MyrrheVerweist auf sein heiliges Menschsein, dem Tod und Begräbnis beschieden sein sollte

Wenn wir diesen Ausschnitt der Krippe betrachten, sind wir aufgerufen, über die Verantwortung nachzudenken, die jeder Christ für die Ausbreitung des Evangeliums hat. Jeder von uns wird zum Überbringer der Guten Nachricht für alle, denen er begegnet, wenn er die Freude über seine Begegnung mit Jesus und dessen Liebe durch konkrete Taten der Barmherzigkeit bezeugt. Die Heiligen Drei Könige lehren, dass man von weither kommen kann, um zu Christus zu gelangen. Sie sind reiche Männer, weise, nach Unendlichkeit dürstende Fremde, die sich auf eine lange und gefährliche Reise begeben, die sie bis nach Bethlehem führt. Eine große Freude erfüllt sie angesichts des königlichen Kindes. Sie stoßen sich nicht an der ärmlichen Umgebung; sie zögern nicht, die Knie zu beugen und es anzubeten. So hat die Reise des Evangeliums zu den Heidenvölkern ihren Anfang genommen.

Was ist die bekannteste Stelle aus dem Evangelium nach Lukas?
Neben Weihnachtsliedern ist dann Zeit für die wohl bekannteste Stelle aus dem Evangelium nach Lukas. Bei der Christmette am 24. Dezember wird als Evangelium folgende Bibelstelle vorgelesen: Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augustus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen.

Häufig gestellte Fragen zur Weihnachtskrippe

Was ist das Christkind in der Krippe?

Das Christkind in der Krippe ist die zentrale Figur der Weihnachtsdarstellung und symbolisiert Jesus Christus als neugeborenes Kind. Es verkörpert die Menschwerdung Gottes, der aus Liebe zu den Menschen in menschlicher Gestalt auf die Welt gekommen ist. Die Darstellung des Christkindes in einer bescheidenen Futterkrippe unterstreicht Gottes Demut und seine Nähe zu den Armen und Schwachen. Es ist ein Bild der Zärtlichkeit und Verletzlichkeit, durch das Gott seine unendliche Liebe und seine Bereitschaft offenbart, alles mit uns zu teilen.

Wie heißt die Krippe von Jesus?

Die Krippe, in die Jesus nach seiner Geburt gelegt wurde, wird im Lateinischen „praesepium“ genannt, wovon sich auch der deutsche Begriff „Krippe“ ableitet. Sie war ursprünglich eine Futterkrippe für Tiere, da in der Herberge kein Platz für Maria und Josef war (Lukas 2,7). Heute ist die Weihnachtskrippe ein Sammelbegriff für die künstlerische Darstellung der Geburt Jesu und der umgebenden Szenerie, die sich zu einer tief verwurzelten Tradition in der christlichen Welt entwickelt hat.

Wann wurde die Weihnachtskrippe errichtet?

Die erste „lebendige“ Weihnachtskrippe in der heutigen Form wurde 1223 vom heiligen Franziskus von Assisi in Greccio inszeniert. Dort wurden keine Figuren verwendet, sondern die Szene mit lebenden Tieren und anwesenden Menschen nachgestellt, um das Geheimnis der Geburt Jesu greifbar zu machen. Die Tradition der bildhaften Darstellungen entwickelte sich über die Jahrhunderte. Ab dem 16. Jahrhundert förderten insbesondere die Jesuiten die Aufstellung von Krippen in Kirchen, und ab dem 19. Jahrhundert wurde es durch die Serienproduktion von Figuren auch für Privatleute üblich, eigene Hauskrippen zu errichten. In katholischen Gegenden ist es oft üblich, die Krippe zu Beginn der Adventszeit aufzustellen und an Weihnachten und Dreikönig mit den passenden Figuren zu vervollständigen, während in evangelischen Regionen die Krippe üblicherweise gleich mit einem vollständigen Ensemble ausgestattet wird.

Was sagt die Bibel über die Krippe?

Die Bibel erwähnt die Krippe in nur wenigen, aber zentralen Versen im Lukas-Evangelium. Lukas 2,7 besagt: „Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.“ Einige Verse später, als der Engel den Hirten auf den Feldern erscheint, heißt es: „Das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt“ (Lukas 2,12). Diese knappen biblischen Hinweise bilden den theologischen Hintergrund für die gesamte Tradition der Weihnachtskrippe und betonen die bescheidenen Umstände der Geburt Jesu sowie die Rolle der Krippe als Erkennungszeichen für die Hirten.

Die Krippe als bleibendes Geschenk

Vor der Krippe kehrt man im Geist gern in die Kindheit zurück, als man ungeduldig den Zeitpunkt für den Krippenaufbau erwartete. Diese Erinnerungen machen uns immer wieder neu das große Geschenk bewusst, das uns durch die Weitergabe des Glaubens zuteilwurde. Zugleich erinnern sie uns an die freudige Pflicht, unsere Kinder und Enkelkinder auch an eben dieser Erfahrung teilhaben zu lassen. Es ist nicht wichtig, wie man die Krippe aufstellt; es kann immer gleich sein oder jedes Jahr anders – was zählt, ist, dass sie zu unserem Leben spricht. Wo und in welcher Form auch immer erzählt die Krippe von der Liebe Gottes, des Gottes, der ein Kind geworden ist, um uns zu sagen, wie nahe er einem jedem Menschen ist, egal in welcher Situation er sich befindet.

Die Krippe ist ein Teil des schönen und anspruchsvollen Prozesses der Glaubensweitergabe. Von Kindheit an erzieht sie uns in jedem Alter dazu, Jesus zu betrachten, die Liebe Gottes zu uns zu spüren; zu fühlen und zu glauben, dass Gott bei uns ist und wir bei ihm und dass wir alle dank dieses Kindes, des Sohnes Gottes und der Jungfrau Maria, Kinder und Geschwister sind. Und zu spüren, dass darin das Glück liegt. In der Schule des heiligen Franziskus wollen wir unsere Herzen dieser einfachen Gnade öffnen; lassen wir zu, dass aus dem Staunen ein demütiges Gebet erwächst: unser „Danke“ an Gott, der alles mit uns teilen wollte, um uns nie allein zu lassen.

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