11/06/2022
In unserem Leben stehen wir oft vor Entscheidungen, die uns ratlos machen. Ob es sich um große Lebensfragen handelt, persönliche Nöten oder einfach nur den Wunsch nach Klarheit in einer verworrenen Situation – der Bedarf an gutem Rat ist universell. In der christlichen Tradition, insbesondere im katholischen Glauben, wird Maria, die Mutter Jesu, seit Jahrhunderten als eine unvergleichliche Quelle der Weisheit und des Beistands verehrt. Ihr Titel „Maria vom guten Rat“ ist nicht nur ein ehrenvoller Beiname, sondern eine tiefe theologische Wahrheit, die sich in unzähligen Zeugnissen und Wundern widerspiegelt. Dieser Artikel taucht ein in die Bedeutung dieses Titels, die wundersame Geschichte ihres Gnadenbildes und die unerschöpfliche Hilfe, die Maria ihren Kindern schenkt.

Die allerbeste Ratgeberin: Marias unfehlbare Weisheit
Die Kirche ehrt Maria in der Lauretanischen Litanei als die „weiseste Jungfrau“ und den „Sitz der Weisheit“. Diese Titel sind keineswegs bloße poetische Umschreibungen, sondern Ausdruck einer tiefen theologischen Erkenntnis ihrer einzigartigen Rolle. Als Maria am Pfingstfest mit den Aposteln den Heiligen Geist empfing, übertraf sie, wie der heilige Thomas von Villanova bemerkt, alle anderen in Würde und Stellung. Folglich empfing sie auch die sieben Gaben des Heiligen Geistes in einem höheren Grad, darunter die vorzügliche Gabe des Rates.
Jesus Christus, in dem alle Schätze der Weisheit und der Wissenschaft verborgen sind, wählte ihren Schoß zu seiner Wohnstatt. Der heilige Thomas von Villanova erklärt weiter, dass Christus nicht nur seine menschliche Natur mit diesen Schätzen bereicherte, sondern auch seine Mutter mit noch mehr Weisheit erfüllte, die ihr der Heilige Geist eingegossen hatte. Das Buch der Weisheit verkündet: „Bei mir ist Rat!“, und die Kirche wendet dies auf Maria an. Sie ist gleichsam die Stimme, die spricht: „Bei mir ist Rat, weil der Herr des Rates bei mir ist, der mich mit dem Licht seiner göttlichen Weisheit so erhellte, dass ich die Geheimnisse der Menschwerdung, Geburt, Lehre, des Leidens, Sterbens, der Auferstehung und Himmelfahrt besser erkannt und tiefer durchdrungen habe, als alle Menschen auf Erden und selbst alle Engel im Himmel.“
Wie klar muss sie dann unsere Wege kennen, unsere Zukunft lesen und all unsere Lagen, Bedürfnisse und Verhältnisse wie in einem offenen Buch schauen können! Der heilige Methodius hebt hervor, dass Maria zwei Lehrmeister hatte: Jesus Christus und den Heiligen Geist. Wenn es heißt, dass der Lernende wie sein Lehrmeister sein soll, welche Vollkommenheit der Wissenschaft muss man dann bei einer Schülerin wie Maria und Lehrern wie Gott Sohn und Gott Heiliger Geist annehmen?
Der heilige Thomas von Aquin formulierte drei essentielle Merkmale eines rechten Rates:
| Merkmal eines guten Rates | Beschreibung |
|---|---|
| Guter Zweck | Der Rat zielt stets auf ein heilbringendes und positives Ergebnis ab. |
| Geeignete Mittel | Die vorgeschlagenen Wege und Handlungen sind angemessen und wirksam. |
| Passende Zeit | Der Rat wird zum optimalen Zeitpunkt gegeben, um seine volle Wirkung zu entfalten. |
Wer könnte zweifeln, dass dem Rat, den die heilige Muttergottes gibt, eine dieser Eigenschaften fehle? Sie, die in der Anschauung Gottes die Zukunft so klar schaut wie die Gegenwart; sie, die durch Gottes Kraft nicht irren kann, weder im Zweck noch in den Mitteln; sie, die sowohl die Tiefen des menschlichen Herzens kennt als auch die Pläne und Absichten Gottes mit den Menschen weiß, kann als die weiseste und heiligste Jungfrau nur den weisesten und besten Rat erteilen. Ihre Heiligkeit schließt jede Täuschung aus, weshalb ihr Rat stets der beste ist. Darum ist Maria „die Mutter vom Guten Rat“.
Bereits zu Lebzeiten Christi bezeugte sie diese Wahrheit, als sie bei der Hochzeit zu Kana den Hochzeitsleuten den unvergesslichen Rat gab: „Tut alles, was er euch sagt!“ Dieser Rat war wahrhaft gut, denn er half den Betroffenen aus einer peinlichen Verlegenheit und verwandelte ihre Not in Freude und Überfluss. Auch nach dem Tod Christi leuchtete sie als geistige Feuersäule den ersten Schritten der jungen Kirche herrlich voran. Der heilige Isidor von Sevilla fügt hinzu: „Maria ist auch deshalb die Mutter vom guten Rat, weil sie eine Mutter ist, die nur wissen kann, was uns zum Heil dient. Sie ruft darum einem jeden von uns zu: ‚Komm mein Kind, nimm einen Rat von mir an und rette deine Seele!‘“
„Es ist ganz sonderbar, christliche Seele“, sagt der heilige Bonaventura, „dass du so lange im Zweifel bleibst und in deinen Gedanken hin und her schwankst wie das Schilfrohr im Wind, da du doch weißt, dass unsere himmlische Mutter Maria von Gott nicht nur den Beruf erhalten hat, uns Gnaden zu spenden, sondern auch uns Rat zu erteilen!“ Der heilige Bernhard ruft uns zu: „Das Herz, das du dir verschaffen sollst, ist das Mutterherz Marias, an das uns ihr göttlicher Sohn vom Kreuz herab mit den Worten wies: ‚Siehe, deine Mutter!‘ Und zu ihr gehe, wenn du einen Zweifel hast, an sie wende dich, wenn du eines Rates bedarfst, sie höre und ihren Rat befolge!“
Der heilige Franz von Sales schrieb seiner Schülerin, der heiligen Franziska von Chantal: „Es ist das Amt einer Mutter, sowohl zu raten als auch zu helfen, und sie tut dies umso lieber, je frömmer und besser sie ist. Wenden Sie dies auf unsere allerbeste Mutter Maria im Himmel an und Sie werden in Zukunft nicht mehr mich zu fragen für nötig finden: wohin Sie um einen guten Rat in Ihren Zweifeln und Seelen-Anliegen gehen müssen.“
Ein bewegendes Beispiel ist das des heiligen Aloysius von Gonzaga. Als Edelknabe am Hof Philipps II. in Madrid wählte er die heilige Muttergottes als seine Ratgeberin. Täglich verehrte er mit glühender Andacht das Bild der „heiligen Muttergottes vom guten Rat“ in der Jesuitenkirche. Eines Tages vernahm er mit ganz deutlichen und klaren Worten den Willen Gottes aus diesem Bild: „dass er nämlich in die Gesellschaft Jesu eintreten und darin sein Leben zubringen solle.“ Nach einem dreijährigen Kampf mit seinem Vater setzte er diesen Entschluss durch und fand das Glück seines Lebens und die Krone der Heiligen. Tausende haben ihm gleich Maria als Mutter vom guten Rat angerufen und einen guten Rat empfangen, was die Wahrheit und den Trost dieses Titels glänzend bestätigt.
Das Wunder von Genazzano: Ein Bild schwebt und lehrt
Vor etwa sechshundert Jahren, im Jahr 1467, ereignete sich in Genazzano, einem kleinen Ort unweit von Rom, ein außergewöhnliches Wunder, das die Verehrung Marias vom guten Rat maßgeblich prägte. Eine fromme und gottesfürchtige Jungfrau namens Petruzzia, die dem dritten Orden des heiligen Franziskus angehörte, erhielt in einer himmlischen Erscheinung den Auftrag, eine neue, größere und schönere Kirche zu erbauen, da die bestehende Augustiner-Kirche zu klein und baufällig war. Mit kindlichem Vertrauen auf Gott verkaufte Petruzzia all ihre Güter und begann auf eigene Kosten mit dem Bau. Sie war erfüllt von Freude über den schnellen Fortschritt und rief oft aus, in seliger Ahnung versunken: „Welch eine vornehme Frau wird in diese Kirche einziehen, und ich hoffe mit aller Zuversicht, sie vor dem Schluss des Jahres vollständig ausgebaut zu sehen!“
Noch bevor die Kirche vollendet war, offenbarte sich auf wundersame Weise die göttliche Begnadung dieses Ortes. Fast zur gleichen Zeit wurde Scutari, eine Stadt in Albanien, von den Türken erobert. Dort befand sich ein Marienbild, das mit frischen Farben an eine Mauer gemalt war und unter dem Namen „Maria vom Paradies“ große Verehrung genoss. Als die Türken christliche Kirchen entweihten und Bilder zerstörten, sollte auch dieses Marienbild ihrem Vandalismus zum Opfer fallen. Doch Maria, die glorreiche Himmelskönigin, duldete diese Schmach nicht.
Zwei Familien aus Scutari, de Sclavis und Giorgi, die sich durch ihre Glaubenstreue auszeichneten, erhielten den Auftrag, ihr Gnadenbild auf seiner Wanderung zu begleiten. Als sie sich bereit erklärten, löste sich das Marienbild selbst von der Kirchenmauer und erschien gleich einem freundlichen Regenbogen in den Wolken. Um den frommen Begleitern den Weg zu erleichtern, zeigte ihnen nachts eine Feuersäule und tagsüber eine lichte Wolkensäule den Weg, ähnlich dem, was einst im Alten Bund mit den Israeliten geschah. Mit trockenen Füßen überquerten sie das Adriatische Meer und gelangten unter dem sichtbaren Schutz Gottes nach Rom.
Dort verschwand das fliegende Bild samt den geheimnisvollen Säulen vor ihren Augen und erschien plötzlich am 25. April 1467, nachmittags zur Vesperstunde, an der noch rauen Mauer der Augustinerkirche zu Genazzano. Gleichzeitig begannen die Glocken von selbst zu läuten, als wollten sie den feierlichen Einzug der Himmelskönigin verkünden und das Volk zur Verehrung ermuntern. Scharenweise strömte die Bevölkerung herbei, erfreut über den Anblick des schönen Gnadenbildes Marias mit ihrem göttlichen Kind. Niemand konnte sich dieses geheimnisvolle Ereignis erklären, bis die Begleiter des Bildes, von Gott erleuchtet, in Genazzano eintrafen und dem staunenden Volk ihre Geschichte erzählten. Die Menschen glaubten ihnen, denn sie sahen das Wunder mit eigenen Augen.
Das Marienbild schwebt noch heute in Genazzano auf wundersame Weise ganz unverletzt und frei in der Luft, etwa einen Zoll von der Mauer entfernt. Es ist immer noch der alte, dünne, leicht zerbrechliche Überzug der Mauer, doch so mild und lieblich, dass es eher ein Werk der Engel als der Menschen zu sein scheint. Dieses Wunderbild, das früher „Maria vom Paradies“ hieß, erhielt 1587 den Namen „Maria vom guten Rat“, da die Kirche in Genazzano, wo es erschien, bereits diesen Namen trug.
Kaum war das Bild erschienen, wurde Genazzano zu einem außerordentlich besuchten Wallfahrtsort. Ganze Völkerschaften strömten herbei, um das Gnadenbild zu sehen und der allerseligsten Jungfrau Maria ihre Verehrung zu bezeigen. Unzählige Wunder geschahen dort durch die Anrufung ihrer Fürsprache bei Gott. Votivtafeln bezeugen bis heute die Fülle der Gebetserhörungen und auffallenden Wunder, die sich dort ereigneten.
Papst Paul I. sandte zwei gelehrte Bischöfe nach Genazzano, um sich vom Stand der Dinge zu überzeugen. Als deren Berichte die Wahrheit des Gerüchtes bestätigten und während ihrer wenigen Tage dort 159 wundersame Gebetserhörungen und Wunder an Blinden, Lahmen und Kranken stattfanden, zögerte der Papst nicht, die öffentliche Verehrung dieses marianischen Gnadenbildes zu erlauben. Spätere Päpste folgten seinem Beispiel: Urban VIII. besuchte das Bild anlässlich einer Pest, Papst Innocenz XI. brachte eine goldene Krone als Geschenk, und der gelehrte Papst Benedikt XIV. approbierte die „Bruderschaft zu Ehren der Muttergottes vom guten Rat in Genazzano“ und schrieb sich selbst als erstes Mitglied ein. Die Kongregation der Riten erlaubte das Offizium und die Messe dieses Festes und erhob es 1733 zum „ritus secundae classis“, ausgedehnt auf die ganze Diözese. Auch verschiedene geistliche Orden erhielten die Erlaubnis, das Fest „Maria vom guten Rat“ zu feiern.

Die Verehrung verbreitete sich rasch durch unzählige Abbildungen des Gnadenbildes. Andreas Bacci, Kanonikus bei St. Markus in Rom, bezeugte, allein 97.000 solcher Abbildungen verschenkt zu haben, die er bis nach Afrika und Brasilien sandte. Überall, wo diese Abbildungen verehrt wurden, erfolgten wunderbare Gebetserhörungen, Heilungen, die Wiederherstellung des Friedens in Familien, die Bekehrung der Jugend und die Lösung scheinbar aussichtsloser Probleme. Verlorene Wertgegenstände wurden wiedergefunden, und in geistlichen Nöten fand man innerliche Ruhe und frohe Aussicht in die Ewigkeit.
Eine ähnliche Abbildung der Gottesmutter von Genazzano ist auch in der Wallfahrtskirche zu Gstaig bei Feldkirchen im Innkreis zu sehen, wo ebenfalls viele wundersame Erhörungen des Gebets geschahen, belegt durch zahlreiche Votivtafeln. Trotz der Zerstörungswut der Aufklärung unter Kaiser Joseph II., bei der viele dieser Gedenktafeln entfernt oder verbrannt wurden, bewahrten fromme Familien einige davon. Die Fürsprache Marias vom guten Rat hörte nicht auf, und die Gläubigen begannen erneut, Votivtafeln in der Kirche aufzuhängen – nicht aus blindem Nachahmungstrieb, sondern aus kindlich liebender Verehrung und aufrichtigster Dankbarkeit für die erflehte und empfangene Hilfe.
Auch im Zisterzienserstift Stams in Tirol wurde 1757 eine getreue Abbildung des Gnadenbildes von Genazzano feierlich empfangen und in die heilige Bluts-Kapelle übertragen. Ein doppelter Regenbogen über der Kapelle beim Auszug des Zuges galt als günstige Vorbedeutung, und tatsächlich rechtfertigten viele außerordentliche Gnadenerweisungen das in Marias Fürbitte gesetzte Vertrauen. Sogar die Kaiserin Maria Theresia verehrte dorthin einen von ihr eigenhändig gestickten Ornat und ein im Krieg erbeutetes Feldzeichen. Die „Bruderschaft zu Ehren der Mutter vom guten Rat“ wurde in Stams errichtet und mit der in Genazzano vereinigt, begnadigt mit vielen Ablässen und Privilegien. Die Verehrung verbreitete sich weiter in den Seelsorgsstationen des Stiftes, im Ötztal und im Passeier. Auch im Jahr 1858 reisten Pilger aus Epirus nach Rom, um das Bild in Genazzano zu besuchen, und ließen eine Kopie für ihre Kirche in Scutari anfertigen, die Papst Pius IX. segnete.
Die himmlische Lehrmeisterin: Maria als Quelle der Bildung
Die selige Oringa (Christiana vom hl. Kreuz, + 1310) wollte im Bistum Lucca, auf göttliche Eingebung hin, ein Kloster erbauen, um Gott und Maria zu dienen. Die Eigentümer des geeigneten Platzes opferten ihn bereitwillig, doch ein angrenzendes Häuschen musste noch erworben werden, um die nötige Ausdehnung zu ermöglichen. Der Besitzer, Tridianus, weigerte sich jedoch beharrlich zu verkaufen, selbst gegen eine angemessene Entschädigung. Da sprach Oringa: „Weil denn niemand hienieden das Herz dieses Mannes rühren kann, so lasst uns einen Vermittler im Himmel suchen!“ Sie flüchtete sich in die Einsamkeit und empfahl im Gebet ihr Anliegen Christus Jesus durch Maria.
Am nächsten Morgen, schon in aller Frühe, vernahm man ein lebhaftes Klopfen an der Tür. Tridianus stand draußen und bot das noch gestern so entschieden verweigerte Häuschen an, ausrufend: „Nehmt es hin, um welchen Preis ihr es immerhin wünscht, oder auch ohne Preis! Es soll euer sein!“ Er offenbarte, dass er durch die Erscheinung der allerseligsten Jungfrau selbst, deren er in der jüngsten Nacht gewürdigt wurde, zu diesem Entschluss den guten Rat empfangen hatte. Das Kloster und die Kirche erhoben sich nach und nach an dieser Stätte und erhielten den Namen „Maria Novella“.
Nun erwiesen sich die Bewohnerinnen dieses Klosters zwar als fromme und treue Dienerinnen Jesu und Marias, aber als wenig unterrichtet; alle, auch Oringa, konnten nicht einmal lesen. Oringa erkannte, wie notwendig es war, dass sie als Vorsteherin lesen konnte, um ihre Untergebenen zu unterrichten. Auch in dieser Not wandte sie sich an Maria und flehte inbrünstig um ihren mütterlichen Rat.
Die heilige Muttergottes erschien ihr daraufhin mit einem Buch in der Hand, dessen Buchstaben im Glanz des Goldes strahlten. Sie reichte es Oringa dar und forderte sie auf, darin zu lesen. Beschämt schlug die Oberin die Augen nieder und sprach demütig: „Meine Herrin, ich kann nicht lesen!“ Maria erneuerte ihren Auftrag zum zweiten und zum dritten Mal, und zum zweiten und dritten Mal stammelte Oringa, immer noch tiefer beschämt, ihre Entschuldigung. Die göttliche Mutter gab ihr jetzt feierlich die Versicherung: dass ihr Wunsch erfüllt sei und sie ganz gewiss lesen könne. Durch die Vermittlung Marias, der himmlischen Lehrmeisterin, konnte Oringa plötzlich lesen. Ja, sie war imstande, das Psalterium, das zu jener Zeit wegen der vielen Abkürzungen nicht leicht zu verstehen war, ganz genau zu lesen und auch ihre Mitschwestern bestens im Lesen desselben zu unterrichten. So war auf dem Weg des erflehten Marien-Rates endlich erreicht, dass die Schwestern Gott und seine heilige Mutter im Chorgebet recht würdiglich zu loben und zu preisen vermochten.
Häufig gestellte Fragen zu Maria vom guten Rat
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Verehrung Marias vom guten Rat:
- Warum trägt Maria den Titel „Mutter vom guten Rat“?
Maria wird als „Mutter vom guten Rat“ verehrt, weil sie als „Sitz der Weisheit“ und „weiseste Jungfrau“ gilt. Durch ihre einzigartige Nähe zu Gott, ihre Rolle als Mutter Jesu und die Gabe des Heiligen Geistes besitzt sie eine unfehlbare Weisheit, um uns in allen Lebenslagen den besten und heilsamsten Rat zu geben. Ihre Ratschläge sind, wie die Theologie lehrt, stets auf einen guten Zweck, mit geeigneten Mitteln und zur passenden Zeit gegeben. - Woher stammt das wundersame Gnadenbild in Genazzano?
Das wundersame Gnadenbild stammt ursprünglich aus Scutari in Albanien. Es löste sich 1467 auf wundersame Weise von einer Kirchenmauer, um der Zerstörung durch die Türken zu entgehen, und schwebte unter göttlicher Führung über das Adriatische Meer nach Genazzano, wo es sich plötzlich an der Mauer der dortigen Augustinerkirche manifestierte. - Wie kann ich Marias Rat in meinem Leben suchen?
Die Fürsprache Marias vom guten Rat kann durch Gebet, Vertrauen und die Verehrung ihres Gnadenbildes oder von Abbildungen davon gesucht werden. Viele Gläubige finden Trost und Führung, indem sie ihre Anliegen im Gebet an Maria richten und um ihre mütterliche Führung bitten, oft mit dem Gebet „Maria, Mutter vom guten Rat, führe es zum rechten Ende.“ - Gibt es weitere Orte der Verehrung Marias vom guten Rat?
Ja, aufgrund der großen Beliebtheit und der wundersamen Erhörungen in Genazzano wurden zahlreiche Kopien des Gnadenbildes angefertigt und in Kirchen weltweit aufgestellt. Bekannte Orte sind unter anderem Prag, Rom, Messina, Palermo, Catana, Gstaig in Österreich und Stams in Tirol. Überall dort, wo das Bild verehrt wird, berichten Gläubige von Marias hilfreicher Fürsprache.
Fazit: Marias Führung für ein erfülltes Leben
Die Verehrung Marias vom guten Rat ist ein tief verwurzelter Ausdruck des Vertrauens der Gläubigen in ihre mütterliche Führung. Von ihrer Rolle als „Sitz der Weisheit“ bis zu den wundersamen Ereignissen in Genazzano und den persönlichen Zeugnissen der Heiligen – Maria erweist sich immer wieder als die verlässlichste Ratgeberin. In Zeiten der Unsicherheit, des Zweifels und der Not bietet sie eine himmlische Hand, die uns leitet und uns hilft, die Wege zu finden, die Gott für uns vorgesehen hat. Mögen wir alle ihr vertrauen und, wie es im Gebet so schön heißt, alle Sorgen, alle Zweifel und alle Fragen in ihre Hände legen, damit sie diese zum rechten Ende führen möge. Ihre mütterliche Fürsprache ist ein unschätzbares Geschenk auf unserem Lebensweg.
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