Was ist das Evangelium Gottes?

Jesus Christus: Herr und Gott – Das Evangelium

07/12/2024

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Unser Herr ist „Herr und Gott“. Dies offenbart uns Sein Wort in der Heiligen Schrift. Die vollkommene Erkenntnis über die Göttlichkeit unseres Herrn wird uns erst dann ganz offenbar werden, wenn wir Ihn von Angesicht zu Angesicht sehen werden. Die Bibel lehrt uns, dass unser Wissen und unser prophetisches Reden jetzt nur Stückwerk sind, unvollständig und begrenzt durch unsere menschliche Natur. Doch die Liebe hört niemals auf, und wenn das Vollkommene kommt, wird das Stückwerk aufhören. Wir sehen jetzt wie durch einen Spiegel ein dunkles Bild, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkennen wir stückweise; dann aber werden wir erkennen, wie wir erkannt sind. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen (1. Korinther 13,8-13). Diese herrliche Wahrheit, dass wir eines Tages die volle Erkenntnis erlangen werden, sollte uns ermutigen, schon jetzt nach einem tieferen Verständnis zu streben, denn die Liebe Christi übertrifft alle unsere Erkenntnis.

Was ist das Evangelium des Tages?
Evangelium des Tages Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 3,13-17. In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus: Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn. Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden,
Inhaltsverzeichnis

Die Liebe Christi übertrifft alle unsere Erkenntnis

Unser Herr liebt jeden Seiner Erlösten mit einer Liebe, die weit über unser menschliches Fassungsvermögen hinausgeht. An Seinem vollkommenen und alles umfassenden Erlösungswerk können wir „mit allen Heiligen … die Liebe Christi erkennen, die alle Erkenntnis übertrifft“ (Epheser 3,18-19). Jesus Christus, unser Herr, hat uns mit Seinem Leiden, Tod und Seiner Auferstehung alles gegeben, was wir für unser Heil benötigen. Er ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen (Offenbarung 1,5-6).

Gott der Vater hat Seinem Sohn Ehre und Gewalt für alle Ewigkeit gegeben. Ja, Ihm ist die Ehre und die Gewalt Gottes gegeben, eine Macht, die alle Reiche, Gewalten, Mächte und Herrschaften übertrifft, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen (Epheser 1,17-23). Der Herr gibt einem jeden Seiner Erlösten von Seiner Fülle – Seine Liebe, Offenbarung durch Sein Wort und den Heiligen Geist – um IHN ganz zu erkennen. In Ihm sind verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis (Kolosser 2,2-3). Durch Ihn sind wir in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung (1. Korinther 1,30). Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt, damit wir Anteil bekommen an der göttlichen Natur (2. Petrus 1,3-4). Deshalb beugen wir unsere Knie vor dem Vater, damit Er uns Kraft gebe, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, damit Christus durch den Glauben in unseren Herzen wohne und wir in der Liebe eingewurzelt und gegründet sind. So können wir mit allen Heiligen begreifen, welches die Breite, Länge, Höhe und Tiefe der Liebe Christi ist, die alle Erkenntnis übertrifft, damit wir erfüllt werden mit der ganzen Gottesfülle (Epheser 3,14-21).

„Jesus ist Herr“ dies glauben und bekennen wir

„Jesus ist Herr“, „Jesus ist Gottes Sohn“. Dies glauben, bekennen, bezeugen und wissen wir durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Niemand kann Jesus den Herrn nennen außer durch den heiligen Geist (1. Korinther 12,3). Als Simon Petrus bekannte: „Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!“, antwortete Jesus: „Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel“ (Matthäus 16,16-17). Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat. Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt. Wer nun bekennt, dass Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er in Gott. Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat (1. Johannes 4,13-16).

„Jesus ist Gott“ dies haben viele noch nicht erkannt

„Jesus ist Gott“, „Gott der Sohn“. Viele Gläubige haben dies noch nicht erkannt. Es ist ihnen noch nicht durch den Heiligen Geist offenbart worden. Ihnen fehlt die volle Erkenntnis des Evangeliums Gottes von Seinem Sohn. Dieser Artikel soll dir helfen, den Herrn auch als Gott zu erkennen, indem er die klaren biblischen Aussagen über Seine Göttlichkeit hervorhebt.

An einigen Stellen des Neuen Testamentes wird der Herr auch Gott genannt:

  • „Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt.“ (Johannes 1,18)
  • Thomas antwortete und sprach zu ihm: „Mein Herr und mein Gott!“ (Johannes 20,28) Als der Herr sich Thomas als der Auferstandene zeigte, war Thomas überwältigt. Durch des Herrn Offenbarung erkannte Thomas den Herrn auch als Gott.
  • Johannes bezeichnet den Herrn als „der wahrhaftige Gott und das ewige Leben“: „Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, dass wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.“ (1. Johannes 5,20)

Das Neue Testament offenbart den Herrn Jesus Christus als „der Erstgeborene vor aller Schöpfung“, „durch den alle Dinge sind“, der „das Leben in sich selber hat“, der „die Auferstehung und das Leben ist“, in dem „alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis sind“, der „das Ebenbild des Wesens Gottes ist“ und „dem Ehre und Anbetung gebührt“. Dies sind nur einige Offenbarungen des Neuen Testaments, die die Göttlichkeit Jesu besonders hervorheben.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Gott der Sohn Gott dem Vater untertan ist. Er unterstellt sich Seinem Vater und tut in allem den Willen des Vaters, wie es in 1. Korinther 15,27-28 heißt: „Denn »alles hat er unter seine Füße getan« (Psalm 8,7). Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott sei alles in allem.“ Diese Unterordnung ist ein Ausdruck der vollkommenen Einheit und Liebe innerhalb der Gottheit, nicht einer minderen Stellung.

Das Wort Gottes nennt uns Söhne und Töchter Gottes

Durch Jesus Christus, Gottes Sohn, sind wir Kinder Gottes geworden. Das Wort Gottes nennt uns sogar Söhne und Töchter Gottes: „… so will ich euch annehmen und euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein (s. Jesaja 43,6; Hosea 2,1), spricht der allmächtige Herr. Weil wir nun solche Verheißungen haben, meine Lieben, so lasst uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes.“ (2. Korinther 6,17-7,1). Die Bibel sagt auch: „Denn weil sie alle von einem kommen, beide, der heiligt und die geheiligt werden, darum schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu nennen.“ (Hebräer 2,11).

Sind wir aber Söhne und Töchter Gottes, sowie Brüder und Schwestern des Herrn, wie viel mehr ist der Herr, der uns dazu erhoben und berufen hat! Wir und auch die Engel sind eine Schöpfung Gottes, der Herr aber ist von Anfang an der eingeborene Sohn Gottes: „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ (Johannes 1,14). Jesus spricht selbst von der Herrlichkeit, die Er bei Gott hatte, ehe die Welt war: „Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.“ (Johannes 17,5). Der Herr hat in allem die Herrlichkeit Gottes, alles, was Er ist, ist aus Gott! Von dieser Göttlichkeit sind auch wir wie der Apostel Thomas überwältigt, und wir stimmen mit ihm ein: Mein Herr und mein Gott!

Gelange zur vollen Erkenntnis des Evangeliums durch Gottes Wort

Lese täglich in der Heiligen Schrift. Denn das Wort Gottes ist dazu bestimmt, deinen Glauben nicht nur gelegentlich damit zu ernähren, sondern an jedem einzelnen Tag. Es ist dazu bestimmt, dich täglich aufzuerbauen und zu ermutigen, damit du fähig bist, im Glauben vorwärts zu gehen, und du zur vollen Erkenntnis des Evangeliums Gottes von Seinem Sohn gelangst:

  • Jesus antwortete und sprach: „Es steht geschrieben (5. Mose 8,3): »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.«“ (Matthäus 4,4)
  • Er aber sprach: „Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.“ (Lukas 11,28)
  • Jesus antwortete und sprach zu ihm: „Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.“ (Johannes 14,23)
  • „Denn das Wort GOTTES ist lebendig und wirksam und schärfer als ein zweischneidiges Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist.“ (Hebräer 4,12)

Durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist

Gott hat dir den wichtigsten Schlüssel, den Heiligen Geist, gegeben, um in eine innige, tiefe Gemeinschaft mit IHM zu kommen. Der Heilige Geist tröstet dich, er gibt dir Mut und Kraft, er bewahrt dich, und er lehrt dich das Wort Gottes zu verstehen und hilft dir, danach zu leben:

  • „Aber der Tröster, der heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (Johannes 14,26)
  • „Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist.“ (Römer 5,5)

Der Heilige Geist gibt Zeugnis von Jesus und verherrlicht Ihn. Er wird uns in alle Wahrheit leiten, denn er wird nicht aus sich selber reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er uns verkündigen. Er wird Jesus verherrlichen, denn von dem Seinen wird er es nehmen und uns verkündigen. Alles, was der Vater hat, das ist Jesu. Darum hat Jesus gesagt: Der Geist wird es von dem Seinen nehmen und uns verkündigen (Johannes 16,13-15).

Jesus ist der „Kyrios“ der Herr und Gott

Der Titel „Herr“ (griechisch: Kyrios) wird im Alten Testament auf Gott angewandt (Psalm 90,1, Adonai) und im Neuen Testament auf den Herrn Jesus. In Johannes 20,28 des Neuen Testaments spricht Thomas Jesus direkt mit der Bezeichnung „Kyrios“ an. Die deutsche Übersetzung lautet: „Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“ Hier und an vielen anderen Stellen im Neuen Testament meint „Herr“ (griech. Kyrios) das jüdische, alttestamentliche hebr. Wort „Adonai“, welches in Zitaten für das originale „Jahwe“ steht. Dass Jesus als Herr (Kyrios) bezeichnet wird, bedeutete für die Juden, dass damit Adonai, ja schließlich Gott selbst gemeint sei.

Das Wort Kyrios hatte für die Menschen in der römisch-hellenistischen Welt auch die Bedeutungen wie „mächtiger Gebieter“, „Herrscher“, Hoheitstitel des römischen Kaisers, Thronname der römischen Kaiser. Der Begriff „Herr“ ist für die Botschaft des NT von großer Bedeutung. Das Auffälligste an dessen Gebrauch ist die Selbstverständlichkeit, mit der diese Gottesbezeichnung des AT auf Jesus übertragen wird. War der Gott, der sich im AT geoffenbart hat, so heilig, dass der Jude den Namen nicht auszusprechen wagte, so wird eben dieser Gott in seiner Knechtsgestalt, in Jesus Christus, geradezu mit Händen greifbar. Das wohl älteste christliche Bekenntnis lautet „Jesus ist Herr“ (Ixsous kyrios). Gott ist Mensch geworden. Und um die Ergebung unter diesen Herrn geht es im christlichen Glauben. Das Glaubensbekenntnis ist kein „Fürwahrhalten“, sondern es bestätigt den Schritt aus der Abhängigkeit von Sünde, Teufel und Tod hinüber zur Abhängigkeit von unserem Erlöser, der die einzige wahre Freiheit gibt. Gerade der Mensch in der römisch-hellenistischen Welt hat dies begriffen, wenn er das Wort „Herr“ hörte, denn für ihn bedeutete das Wort „mächtiger Gebieter“. „In Jesus sein“ heißt eben vor allem anderen: einem neuen Machtgefüge angehören. Ohne diesen Herrschaftswechsel gibt es kein Christsein.

Kyrios („Herr“) war in neutestamentlicher Zeit ein Hoheitstitel des römischen Kaisers als des Mannes, der die Welt beherrschte. Die Christen hatten die Stirn, ihn auf Jesus zu übertragen, was schon für sich genommen eine ungeheure Provokation des Staates darstellte und im Grunde die Verweigerung des Opfers für den Kaiser schon in sich trug. In der Septuaginta war kyrios die Übersetzung für den heiligen Gottesnamen Jahwe, was wiederum für die Juden eine Gotteslästerung darstellte. Die Verfasser des NT übertrugen die dem griech. AT entstammende Gottesprädikation Kyrios („Herr“) auf Christus. Weil Christus Gott und Herr ist, ist er auch der, der „die Erde gegründet“ hat. Als das Wort Gottes war er „am Anfang“, ehe die Welt geschaffen war (Joh. 1,1), ja Himmel und Erde sind durch ihn gemacht (Joh. 1,2f.; Joh. 1,3). Deswegen bleibt er auch von der Vergänglichkeit unberührt, die dem Erschaffenen anhaftet.

Die Rede des Petrus in Apostelgeschichte 2,36 schließt mit dem prophetischen Zeugnis an Israel, dass Gott diesen Jesus „zum Herrn und Gesalbten gemacht hat“. Dies war eine Botschaft, die die Zuhörer in die Entscheidung stellte und Konsequenzen von ihnen verlangte: „Was sollen wir tun?“ (Apostelgeschichte 2,37). Buße, Taufe und Geistempfang waren die Empfehlungen des Petrus. Lukas liebt die Bezeichnung „Herr“ (griechisch Kyrios) noch mehr als die anderen Evangelisten, vielleicht um zu unterstreichen, dass Jesus der wahre Herr ist, im Gegensatz zum römischen Kaiser. „Denn so du mit deinem Munde bekennst Jesus, dass er der Herr sei, und glaubst in deinem Herzen, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet“ (Römer 10,9). Das griechische Wort „Kyrios“, das hier steht, ist Umschreibung des Gottesnamens. So ist das Bekenntnis „Herr ist Jesus“ noch viel umfassender: Jesus ist der Herr aller Herren, er ist Gott. Wer Jesus Christus begegnet ist, der ist als ganze Person von ihm ergriffen.

Die Göttlichkeit des Messias Christus im AT und NT

Der Begriff „Messias“ (hebräisch maschiach) bedeutet wörtlich „Gesalbter“. In der altgriechischen Übersetzung des hebräischen Alten Testaments, der Septuaginta (LXX), wurde der Ausdruck mit Christos wiedergegeben, wovon der Titel „Christus“ abgeleitet wurde. Der „Gesalbte“, „der Messias“ ist für Israel der Heilbringer der Endzeit, der Gottessohn, Gottesknecht und Davidssohn in einem (vgl. Ps 2; 89; Jes 42,1ff.; Jes 49,1ff.; Jes 50,4ff.; Jes 52,13ff.; 53; 2. Sam 7,12ff.). Im Judentum vor der Zeitwende erwartete man neben einem irdisch-politischen Messias (Davids Sohn) den Menschensohn als überirdischen Heilsbringer, der das Ende der gesamten gegenwärtigen Weltordnung heraufführt.

Die Offenbarungen Gottes durch Seinen Sohn im NT zeigen jedoch, dass Jesus Christus der verheißene Messias (Davids Sohn) und der verheißene Menschensohn war und ist. Das irdische und das überirdische (himmlische, ewige) Heil der Menschen ist nur in Einem gegeben, nämlich Jesus Christus, der alles in allem erfüllt hat mit Seinem Opfertod und Auferstehung, sowie Seinem Gehorsam gegenüber Gott, Seinem Vater, gestern, heute und in alle Ewigkeit: „Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.“ (Apostelgeschichte 4,12). Das NT offenbart uns, dass in Jesus Christus die Prophetien des AT über den Messias und über den Menschensohn erfüllt wurden:

Prophetien über den Messias – Erfüllung im Alten und Neuen Testament

Prophetie im Alten TestamentErfüllung im Neuen Testament
Der Messias ist kein leiblicher Sohn Davids
Psalm 110,1-2: Der HERR sprach zu meinem Herrn: »Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße mache.«
Matthäus 22,41-45: Als nun die Pharisäer beieinander waren, fragte sie Jesus: Was denkt ihr von dem Christus? Wessen Sohn ist er? Sie antworteten: Davids. Da fragte er sie: Wie kann ihn dann David durch den Geist Herr nennen, wenn er sagt (Psalm 110,1): »Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße lege«? Wenn nun David ihn Herr nennt, wie ist er dann sein Sohn?
Johannes 18,36-37: Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt.
Christus der Menschensohn
Daniel 7,13-14: Ich sah in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn und gelangte zu dem, der uralt war, und wurde vor ihn gebracht. Der gab ihm Macht, Ehre und Reich, dass ihm alle Völker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen dienen sollten. Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende.
Matthäus 26,63-66: Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Doch sage ich euch: Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels.
Christus der verheißene Nachkomme Abrahams
1. Mose 22,18: ... und durch dein Geschlecht sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorcht hast.
Galater 3,16: Nun ist die Verheißung Abraham zugesagt und seinem Nachkommen. Es heißt nicht: und den Nachkommen, als gälte es vielen, sondern es gilt einem: »und deinem Nachkommen« (1. Mose 22,18), welcher ist Christus.
Unser Herr ist aus Juda hervorgegangen
1. Mose 49,10: Es wird das Zepter von Juda nicht weichen noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bis dass der Held komme, und ihm werden die Völker anhangen.
Hebräer 7,14: Denn es ist ja offenbar, dass unser Herr aus Juda hervorgegangen ist, zu welchem Stamm Mose nichts gesagt hat vom Priestertum.
Christus, Gottes Sohn, hat ein ewiges Königtum
2. Samuel 7,12-15: ... dem will ich sein Königtum bestätigen. Der soll meinem Namen ein Haus bauen, und ich will seinen Königsthron bestätigen ewiglich. Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein.
Jesaja 9,5-6: ... und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich.
Lukas 1,32-35: Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.
Hebräer 1,5-6: Denn zu welchem Engel hat Gott jemals gesagt (Psalm 2,7): »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt«? Und wiederum (2. Samuel 7,14): »Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein«? Und wenn er den Erstgeborenen wieder einführt in die Welt, spricht er (Psalm 97,7): »Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten.«
Christus die Hoffnung der Heiden
Jesaja 11,10: Und es wird geschehen zu der Zeit, dass das Reis aus der Wurzel Isais dasteht als Zeichen für die Völker. Nach ihm werden die Heiden fragen, und die Stätte, da er wohnt, wird herrlich sein.
Römer 15,12: Und wiederum spricht Jesaja (Jesaja 11,10): »Es wird kommen der Spross aus der Wurzel Isais und wird aufstehen, um zu herrschen über die Heiden; auf den werden die Heiden hoffen.«
Christus »Der HERR unsere Gerechtigkeit«
Jeremia 23,5-6: Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: »Der HERR unsere Gerechtigkeit«.
1. Korinther 1,30: Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung.
Die Geburt Jesu durch eine Jungfrau und Geburtsort
Jesaja 7,14: Darum wird euch der HERR selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel (d.h. »Gott mit uns!«).
Micha 5,1-4: Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.
Matthäus 1,20-23: ... das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Jesaja 7,14): »Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns.
Matthäus 2,1-6: Und sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten (Micha 5,1): »Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.«
Die göttlichen Namen des Messias
Jesaja 9,5-6: ... und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.
Lukas 1,32-33: Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.
Philipper 2,9-11: Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.
Der Messias Christus ist gesalbt mit dem siebenfachen Geist Gottes
Jesaja 11,1-3: Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.
Matthäus 12,17-18: Siehe, das ist mein Knecht, den ich erwählt habe, und mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat; ich will meinen Geist auf ihn legen.
Lukas 4,17-21: Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verkündigen das Evangelium den Armen.
Offenbarung 3,1; 4,5: Das sagt, der die sieben Geister Gottes hat... und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes.
Leid, Tod und Auferstehung des Messias
Jesaja 53,4-12: Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen... Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen.
Sacharja 9,9-11: Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel... Auch lasse ich um des Blutes deines Bundes willen deine Gefangenen frei aus der Grube.
Psalm 16,8-10: Denn du wirst mich nicht dem Tode überlassen und nicht zugeben, dass dein Heiliger die Grube sehe.
Apostelgeschichte 2,25-36: Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dessen sind wir alle Zeugen.
Römer 4,24-25: ... der unsern Herrn Jesus auferweckt hat von den Toten, welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Rechtfertigung willen auferweckt.
1. Petrus 2,21-25: Durch seine Wunden seid ihr heil geworden. Denn ihr wart wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen.
Er richtet und kämpft mit Gerechtigkeit
Jesaja 11,3-5: ... wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande...
Jesaja 63,1-4: Ich trat die Kelter allein, und niemand unter den Völkern war mit mir.
Psalm 2,7-9: Du sollst sie mit einem eisernen Zepter zerschlagen, wie Töpfe sollst du sie zerschmeißen.
2. Thessalonicher 2,8: Ihn wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er kommt.
Offenbarung 19,11-16: Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß Treu und Wahrhaftig, und er richtet und kämpft mit Gerechtigkeit... und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, dass er damit die Völker schlage; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe.
Der Messias ist eingesetzt von Ewigkeit her
Sprüche 8,22-36: Der HERR hat mich schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas schuf, von Anbeginn her. Ich bin eingesetzt von Ewigkeit her, im Anfang, ehe die Erde war.
Kolosser 1,15: Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung.
Offenbarung 3,14: Das sagt, der Amen heißt, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes.
Er ist der Sohn Gottes und Sein Thron besteht ewig
1. Chronik 17,11-14: ... ich will seinen Thron bestätigen ewiglich. Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein.
Lukas 1,32-33: Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.
Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende
Daniel 7,14: Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende.
Daniel 7,27: ... dessen Reich ewig ist, und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen.
Offenbarung 12,10: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus.
2. Petrus 1,11: ... so wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilands Jesus Christus.
Christus der Menschensohn kommt auf den Wolken des Himmels
Daniel 7,13: Ich sah in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn und gelangte zu dem, der uralt war.
Lukas 21,27: Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.
Apostelgeschichte 1,9-11: Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.
Offenbarung 14,14: Und auf der Wolke saß einer, der gleich war einem Menschensohn.
Gott und der Herr werden bei ihrem Volk wohnen
Sacharja 2,12-16: Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR.
Jesaja 65,17-19: Denn siehe, ich will Jerusalem zur Wonne machen und sein Volk zur Freude.
Psalm 102,26-28: Du aber bist derselbe, und deine Jahre werden nicht aufhören.
2. Petrus 3,13: Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.
Offenbarung 21,1-7: Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen.
Offenbarung 21,23: Denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.

Jesus Christus ist Gottes Sohn, Sohn Gottes

Der Heilige Geist bewirkte das Wunder der jungfräulichen Geburt des eingeborenen Sohnes Gottes als Mensch: „Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.“ (Lukas 1,35). Schon Nathanael erkannte: „Rabbi, du bist Gottes Sohn, du bist der König von Israel!“ (Johannes 1,49). Das Evangelium Gottes handelt von Seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn, der geboren ist aus dem Geschlecht Davids nach dem Fleisch und nach dem Geist, der heiligt, eingesetzt ist als Sohn Gottes in Kraft durch die Auferstehung von den Toten (Römer 1,1-4).

Jesus ist ein Hoherpriester geworden in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks, der ohne Vater, ohne Mutter, ohne Stammbaum, und weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens hat, und so dem Sohn Gottes gleicht (Hebräer 6,20-7,3). In Offenbarung 2,18 heißt es: „Das sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie Feuerflammen, und seine Füße sind wie Golderz.“ Gott sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündigen Fleisches, um die Sünde im Fleisch zu verdammen, damit die Gerechtigkeit in uns erfüllt würde (Römer 8,3-4). Er ist Mensch geworden, um uns zu erretten. Dies war auch das einzige Menschliche an Ihm. Aus göttlicher Liebe zu uns hat Er sich erniedrigt.

Durch Jesus Christus, Gottes Sohn, sind wir Kinder Gottes geworden. Das Wort Gottes nennt uns sogar Söhne und Töchter Gottes: „Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.“ (Matthäus 12,50). „Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.“ (Römer 8,29). Wir sind durch Gottes Gnade zu Kindern erhoben, aber der Herr ist von Anfang an der eingeborene Sohn Gottes, und durch Ihn hat Gott die Welt gemacht (Hebräer 1,1-5).

Der Herr hat in allem die Herrlichkeit Gottes, alles was Er ist, ist aus Gott!

Der Herr ist von Anfang an der eingeborene Sohn Gottes: „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ (Johannes 1,14). Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt (Philipper 2,6-7). In Johannes 1,18 wird der Herr als der Eingeborene Gottes beschrieben: „Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt.“ Nach den älteren Handschriften ist er „der eingeborene Gott“. Jesus sagte, dass Er von Gott gekommen ist und den Vater gesehen hat (Johannes 6,46). Jesus spricht selbst von der Herrlichkeit, die Er bei Gott hatte, ehe die Welt war (Johannes 17,5). Alles am Herrn ist göttlich, von göttlicher Herrlichkeit. Er ist Gott und ist im Schoß des Vaters. Für uns so unergründlich, wie es Gott der Vater ist. Der Herr hat in allem die Herrlichkeit Gottes, alles, was Er ist, ist aus Gott! Von dieser göttlichen Herrlichkeit unseres Herrn sind auch wir wie der Apostel Thomas überwältigt, und wir stimmen mit ihm ein: Mein Herr und mein Gott! (Johannes 20,28).

Jesus Christus ist wahrhaftiger Gott

„Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, dass wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.“ (1. Johannes 5,20). Wir erkennen den Wahrhaftigen. Wir können den erkennen, der die Wahrheit ist (vgl. Joh 1,9; Joh 7,28; Joh 14,6), Jesus von Nazareth, den Sohn Gottes. Er ist die Wahrheit, die Wirklichkeit. Er ist der Schöpfungsmittler, der Erlöser und Retter, der Erste der Neuschöpfung und der Vollender der Geschichte. Er ist die Wirklichkeit, und in ihm besteht die Wirklichkeit der Welt. „In ihm ist alles geschaffen, was geschaffen ist, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare …, es ist alles durch ihn und zu ihm hin geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm.“ (Kolosser 1,16f.). Wer Christus erkannt hat, hat alles erkannt. Wir sind in dem Wahrhaftigen, im Sohn Gottes, Jesus Christus. Er hat uns in seine Gemeinschaft hineingezogen, wir sind in ihm. Und damit sind wir in Gott, sind heimgekommen zum Vater und haben das volle Heil. Das alles hat Jesus Christus uns gegeben. „Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.“ Die Christen haben Jesus Christus als wahrhaftigen Gott erkennen dürfen, sie, die es, als sie noch Heiden waren, „mit Macht zu den stummen Götzen zog“ (1. Korinther 12,2). Jetzt zieht es sie in die Christusgemeinschaft. Sie sind der Finsternis entrissen, aus dem Tod in das Leben gekommen.

Jesus Christus, der Eingeborene, ist Gott

„Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt.“ (Johannes 1,18). Thomas antwortete und sprach zu ihm: „Mein Herr und mein Gott!“ (Johannes 20,28). Als der Herr sich Thomas als der Auferstandene zeigte, war Thomas überwältigt. Durch des Herrn Offenbarung erkannte Thomas den Herrn auch als Gott. Wenn Gott den Erstgeborenen wieder in die Welt einführt, spricht er: „Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten.“ (Hebräer 1,6-9). „Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.“ (2. Korinther 5,19). Diese Versöhnung ist ganz allein Gottes Tat: „Gott war in Christus“ – damit ist Jesus Christus eindeutig gekennzeichnet: Gott „in“ ihm, das heißt: In Christus handelt Gott selbst, in Christus ist Gott da, Christus ist Gott; der Vater und der Sohn sind eins.

In den Worten „Ich bin“ offenbart sich Jesus als Gott

In den Worten Jesu „Ich bin“ kommt der Absolutheitsanspruch Jesu zum Ausdruck. Diese Aussagen sind nicht nur Selbstbeschreibungen, sondern tiefgehende Offenbarungen Seiner göttlichen Natur:

  • „Ich bin das Brot des Lebens.“ (Johannes 6,35.48.51)
  • „Ich bin das Licht der Welt.“ (Johannes 8,12; 9,5)
  • „Ich bin die Tür zu den Schafen.“ (Johannes 10,7.9)
  • „Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen.“ (Johannes 10,10)
  • „Ich bin der gute Hirte.“ (Johannes 10,11)
  • „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ (Johannes 11,25)
  • „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Johannes 14,6)
  • „Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater der Weingärtner.“ (Johannes 15,1.5)

Alle „Ich bin“-Worte Jesu sind mit dem bestimmten Artikel verbunden, dies bedeutet auch: Jesus ist das Licht; die Welt hat sonst kein Licht. Jesus ist das Brot des Lebens; nur dieses Brot gibt ewiges Leben. Jesus ist der Weg; es gibt keinen anderen Weg zu Gott. Jesus ist die Wahrheit; neben ihm gibt es keine anderen Wahrheiten. Jesus ist das Leben; alle anderen Angebote verfehlen das Leben.

Darüber hinaus offenbart Jesus Seine Göttlichkeit durch direkte „Ich bin“-Aussagen, die an die Gottesoffenbarung an Mose erinnern (2. Mose 3,14):

  • „Ich bin’s, der mit dir redet.“ (Johannes 4,26)
  • „Ich bin’s; fürchtet euch nicht!“ (Johannes 6,20)
  • „... denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr sterben in euren Sünden.“ (Johannes 8,23-24)
  • „... damit ihr ... glaubt, dass ich es bin.“ (Johannes 13,19)
  • „Ich bin’s! ... Als nun Jesus zu ihnen sagte: Ich bin’s!, wichen sie zurück und fielen zu Boden.“ (Johannes 18,5-6)

In Johannes 8,58 sagt Jesus: „Ehe Abraham wurde, bin ich.“ Dieser grammatisch seltsame Satz wird klar, wenn man ihn mit jüdischen Ohren liest. „Bevor Abraham ins Dasein trat, bin ich.“ Zudem war für die Zuhörer ganz klar, was Jesus hier sagt. „Ich bin“ – also gibt er zu erkennen „ich bin der ‚Ich bin’“, also „Ich bin Jahwe“. Seine Zuhörer haben sehr wohl verstanden und haben entsprechend darauf reagiert. Aus deren Sicht war diese tatsächlich von Jesus durchgeführte Gleichsetzung Gotteslästerung. Jesus war also schon vor Abraham da (das zeigt, dass Jesus mehr sein muss als ein Mensch, der durch die Geburt durch Maria ins Dasein kam).

Es gibt weitere Anzeichen, dass Jesus Gott ist. Er hat Eigenschaften, die allein Gott zustehen. Er ist überzeitlich (Johannes 8,58; Hebräer 13,8), er hat Leben in sich selbst und gibt (ewiges) Leben (Johannes 5,26; Johannes 17,2), und er hat alle Macht (Matthäus 28,18). Außerdem finden wir in der Offenbarung eine interessante Verschmelzung. Dort ist vom Allmächtigen die Rede, allerdings mit den Attributen, die eindeutig Jesus Christus bezeichnen, nämlich derjenige, der ist, der war und der kommt. Und diesem gebührt die Ehre, die laut Bibel wirklich nur Gott zusteht: „Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.“ (Offenbarung 1,8).

Jesus ist Eins mit dem Vater

Jesus bezeugt, dass er eins mit dem Vater ist: „Ich und der Vater sind eins.“ (Johannes 10,30). „Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir.“ (Johannes 17,11). „Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind.“ (Johannes 17,21-22). Der Vater ist Gott, der Sohn ist Gott. Nicht zwei Götter, aber derselbe Gott im Wesen. Auch hier zeigt die Reaktion der Leute die Ungeheuerlichkeit dieser Aussage. Die Schriftgelehrten wussten, dass Gott nur einer ist (5. Mose 6,4; Jakobus 2,19). Wie kann dann dieser Jesus behaupten, er sei diesem Einen gleich bzw. er und der Vater sind der Eine? Das kann doch eigentlich nicht sein; daher musste das Gotteslästerung sein. Und sie hoben Steine auf, um diesen nach dem Gesetz zu steinigen: „Darum trachteten die Juden noch viel mehr danach, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat brach, sondern auch sagte, Gott sei sein Vater, und machte sich selbst Gott gleich.“ (Johannes 5,18). Auch dieser Text deutet an, dass Jesus sich selbst in einer gewissen Weise Gott, dem Vater, gleich setzt. Wenn man dieses berücksichtigt, wird klarer, was es bedeutet, wenn Jesus sagt: „Wer mich sieht, der sieht den Vater!“ (Johannes 14,9).

Paulus greift diesen Gedanken auf und erklärt: „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, und an dieser Fülle habt ihr teil in ihm, der das Haupt aller Mächte und Gewalten ist.“ (Kolosser 2,9-10). Jesus sagte: „Ich und der Vater sind eins.“ (Johannes 10,30). Einigkeit bedeutet unter anderem, von Anbeginn an einander in allem einig zu sein, eine göttliche Einigkeit, die keine Meinungsverschiedenheiten kennt. Dieses EINS sein ist in der gegenseitigen Liebe und im absolutem Vertrauen zueinander gegründet.

Es ist wichtig zu betonen, dass viele Gläubige von der Dreieinigkeit Gottes sprechen, obwohl uns die Bibel dies so nicht lehrt. Der Begriff „Dreieinigkeit“ kommt im Wort Gottes, der Bibel, nicht vor, und auch an keiner Stelle der Bibel wird von einem dreieinigen Gott, mit Gott dem Vater, Gott dem Sohn und Gott dem Heiligen Geist, geschrieben. Deshalb ist der Begriff „Dreieinigkeit“ nicht biblisch. Denn Gott der Herr sagt von sich: Er ist der einzige Gott, und außer Ihm kein anderer: „So spricht der HERR, der König Israels, und sein Erlöser, der HERR Zebaoth: Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott.“ (Jesaja 44,6). „Auf dass alle Völker auf Erden erkennen, dass der Herr Gott ist und keiner mehr.“ (1. Könige 8,60). Die Bibel gibt uns, vom Anfang bis zum Ende, die wunderbare Einigkeit von Gott dem Vater, Gott dem Sohn und Gott dem Heiligen Geist zu erkennen. Sie sind in allem EINS. In der Bibel wird allerdings der Titel „Gott der Sohn“ und „Gott der Heilige Geist“ nicht verwendet, sondern „Gottes Sohn“ oder „Sohn Gottes“, sowie „der Heilige Geist“ oder „Gottes Geist“.

Gott der Sohn ist Gott dem Vater untertan

Jesus unterstellt sich Seinem Vater und tut in allem den Willen des Vaters: „Denn »alles hat er unter seine Füße getan« (Psalm 8,7). Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott sei alles in allem.“ (1. Korinther 15,27-28). Jesus spricht zu ihnen: „Meine Speise ist die, dass ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk.“ (Johannes 4,34). „Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.“ (Johannes 6,38). Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz (Philipper 2,6-8). Diese freiwillige Unterordnung ist ein Ausdruck Seiner vollkommenen Liebe und Hingabe zum Vater und zum Erlösungswerk.

Der Heilige Geist wirkt für Jesus Christus den Herrn

Der Heilige Geist wurde von Jesus durch Gott empfangen: „Da er nun durch die rechte Hand Gottes erhöht ist und empfangen hat den verheißenen heiligen Geist vom Vater, hat er diesen ausgegossen, wie ihr hier seht und hört.“ (Apostelgeschichte 2,33). Jesus hat das Amt, den Geist zu geben (2. Korinther 3,8). Schon Johannes der Täufer wies darauf hin, dass Jesus uns mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen wird (Matthäus 3,11). Der Heilige Geist gibt Zeugnis von Jesus und verherrlicht Ihn: „Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir.“ (Johannes 15,26). Er wird uns in alle Wahrheit leiten und verkündigen, was zukünftig ist, und alles von dem nehmen, was Jesu ist, um es uns zu verkündigen (Johannes 16,13-15). Der Heilige Geist und die Braut, die Gemeinde Jesu, sprechen: „Komm, und nehme das Wasser des Lebens umsonst!“ (Offenbarung 22,17).

EIN Herr, EIN Glaube, EINE Taufe; EIN Gott

Paulus ermahnt uns in Epheser 4,1-7, der Berufung würdig zu leben, in aller Demut und Sanftmut, in Geduld, einander in Liebe zu ertragen und darauf bedacht zu sein, die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens zu wahren: EIN Leib und EIN Geist, wie ihr auch berufen seid zu EINER Hoffnung eurer Berufung; EIN Herr, EIN Glaube, EINE Taufe; EIN Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen. Einem jeden aber von uns ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe Christi. Die eine Heilswirklichkeit, zu der die Gemeinde sich bekennt, ist ihre Basis und ihr Einheitsband. Daran festzuhalten gehört zu dem „würdigen Wandel“ eines Christen.

Die ersten drei Begriffe, die zusammengehören, sind „ein Leib“, „ein Geist“ und „eine Hoffnung“ (Epheser 4,4). Diese Begriffe tauchten schon in Epheser 2,11-22 auf – einem Abschnitt, in dem die Einheit der Gemeinde behandelt wurde: Gerettete Juden und Heiden wurden in dem einen Leib zusammengefügt, haben in dem einen Geist Zugang zum Vater und haben nun die gleiche Hoffnung. Der „eine Leib“ ist der Leib Christi, d. h. die aus der Gesamtheit aller Glaubenden gebildete universale Gemeinde (Epheser 1,22-23). Es gibt nur diese Gemeinde, keine andere! – Der „eine Geist“ ist der Heilige Geist, den jedes Glied der Gemeinde empfangen hat, als es gläubig wurde (Epheser 1,13). Und jedem Glaubenden wurde dieser Geist bei seiner Berufung als Christ als ein Angeld der kommenden Herrlichkeit – und damit als Vergewisserung der christlichen Hoffnung – verliehen (Epheser 1,13-14). Das eint! Alle haben das gleiche Ziel, alle gehören zu der gleichen universalen Gemeinde, und alle haben den gleichen Geist empfangen, durch den sie (nach 1. Korinther 12,13) in den Leib Christi hineingetauft wurden, und der nun Garant ihrer Hoffnung ist.

Die nächsten drei Begriffe, die zusammengehören, sind „ein Herr“, „ein Glaube“, „eine Taufe“ (Epheser 4,5). Der eine „Herr“, den die Gemeinde kennt und dem sie gehört, ist Jesus. Er ist der Kyrios (= griech. Wort für „Herr“). Der Kyrios-Titel hatte für die apostolischen Gemeinden in doppelter Hinsicht eine besondere Bedeutung: a) In der griechischen Übersetzung des Alten Testaments wurde der Gottesname „Jahwe“ in der Regel mit „Kyrios“ übersetzt. Da die ersten Christen das griechische Alte Testament als ihre Bibel hatten, schwang für sie im Bekenntnis zu Jesus als dem Kyrios immer das Bekenntnis zu seiner Gottheit mit. b) Zugleich war ihnen bewusst, dass der Kaiser in Rom sich als „Kyrios und Gott“ bezeichnete. Für sie als Christen war es aber völlig klar, dass es nur einen Kyrios gibt: Jesus! Sie bekannten: Auch wenn es in der Welt „viele Götter und viele Herren gibt, so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, … und einen Herrn, Jesus Christus“ (1. Korinther 8,5ff.). Und: „Niemand kann Jesus als Kyrios bekennen, außer durch den Heiligen Geist“ (1. Korinther 12,3). – Dem einen „Herrn“ entspricht der eine „Glaube“ an diesen Herrn. Nach apostolischem Verständnis glaubt nicht einfach jeder, was er will. Es gibt nur das eine Evangelium, dass der Mensch durch den Glauben an den Herrn Jesus Christus gerechtfertigt wird vor Gott. Wer etwas anderes glaubt, steht unter Gottes Fluch (Galater 1,8ff. u. Galater 3,1ff.). Diesen Glauben – oder, wie man auch übersetzen könnte, dieses Vertrauen auf Jesus bzw. diese Treuebindung an ihn – wirkt der Heilige Geist (Galater 5,22) durch die Verkündigung des Wortes Gottes (Römer 10,17). – Und so, wie es nur einen „Herrn“ gibt und den einen „Glauben“ an ihn, gibt es – biblisch gesehen – auch nur „eine Taufe“. Es ist die Taufe auf den Namen des Herrn Jesus Christus bzw. den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes (Apostelgeschichte 2,38; Matthäus 28,19; vgl. 1. Korinther 1,13-16), die alle anderen Taufriten – wie etwa die der dort und damals verbreiteten Mysterienreligionen – ausschloss und selbst an die Stelle der Johannestaufe trat (vgl. Apostelgeschichte 19,1-5). Zu neutestamentlichen Zeiten finden wir folgende Praxis sicher bezeugt: Wer durch das Evangelium zum Glauben an den Herrn Jesus Christus kam, wurde auf seinen Namen getauft (Markus 16,16; Apostelgeschichte 2,37-41; Apostelgeschichte 8,35-38; Apostelgeschichte 9,17ff.; Apostelgeschichte 10,44-48; Apostelgeschichte 18,8; Apostelgeschichte 19,1-5). Glaube und Taufe gehörten zusammen.

Jesus Christus ist der Erstgeborene vor aller Schöpfung

„Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, damit er in allem der Erste sei.“ (Kolosser 1,15-18). Gott der Sohn, Jesus Christus, ist der Anfang, der Erstgeborene vor aller Schöpfung und der Erstgeborene von den Toten. Er ist in allem der Erste. Er ist das Wort Gottes, das von Anfang an bei Gott war. Alles ist durch ihn und zu ihm geschaffen. Er ist der Eingeborene (einziggeboren), der Gott ist und in des Vaters Schoß ist. Sinngemäß könnte gesagt werden: Er ist der Einziggeborene aus des Vaters Schoß. Wir Menschen und die Engel dagegen sind geschaffen von Gott und von Seinem Sohn.

„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ (Johannes 1,14). Jesus spricht selbst von der Herrlichkeit, die Er bei Gott hatte, ehe die Welt war: „Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.“ (Johannes 17,5). Gott der Sohn, Jesus Christus, hat keinen Anfang und kein Ende. Er ist, wie der Vater von Ewigkeit zu Ewigkeit. Er ist der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist. Jesus hat eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater. Jesus Christus ist das Wort Gottes (Offenbarung 19,13), und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Diese Bibelstellen sagen eindeutig aus: Jesus, der Eingeborene, ist Gott, ist das Wort Gottes, das im Anfang bei Gott war. So hat Er in Gott, Seinem Vater, keinen Anfang.

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.“ (Johannes 1,1-5). „Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ (Johannes 1,9-14).

Einen Herrn, durch den alle Dinge sind

„So haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.“ (1. Korinther 8,6). Wer Jesus begegnet ist, durfte Gott, den Vater, den einzigen und wahren Gott erkennen. „Von dem alle Dinge sind“: Er ist der Schöpfer und Erhalter aller Dinge. Ja, wir – das durften wir erkennen – „sind zu ihm“. Erst dann begreift der Mensch sich selber, wenn er sich als den sehen darf, der zu Gott hin geschaffen ist, „zu seinem Ebenbild“ (vgl. 1. Mose 1,27).

Er ist wirklich und einzig Gott, der Schöpfer des Alls, der Vater Jesu Christi. Und seine Allmacht, seine All-Gewalt ist in Jesus Christus erschienen. Auch von ihm, „Gott von Gott, Art von Art“, gilt: „… durch welchen alle Dinge sind.“ „Lasset uns Menschen machen“ (1. Mose 1,26): Die ganze Schöpfung ist Werk des einen Gottes. Jesus Christus ist der Schöpfungsmittler (vgl. Joh. 1,3-10; Kol. 1,16; Hebr. 1,3). Jesus Christus allein kann zu Recht „Herr“ (Kyrios = Herrscher) genannt werden. Viele Herren in der griechisch-römischen Kultur ließen sich mit diesem Titel der göttlichen Würde anreden. Jesus allein gebührt er. Wir Christen sind von allen anderen absolut Herrschenden befreit: „Wir sind durch ihn.“ Das Zu-Gott-hin ist uns geschenkt „durch“ Jesus Christus. Er hat uns den Weg zum Vater eröffnet, hat uns in die neue Kreatur geboren. Er hat uns gezeugt durch das Wort. Wir leben nun „durch ihn“. Inhalt der christlichen Erkenntnis ist das Bekenntnis zu Gott im Sohn Jesus Christus.

Der Herr hat das Leben „in sich selber“

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben. Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber; und er hat ihm Vollmacht gegeben, das Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. Wundert euch darüber nicht. Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.“ (Johannes 5,25-29). Der Sohn hat „Leben in sich selbst“, somit ist Er die Lebensquelle. „Leben in sich selbst“ hat nur Gott und Sein Sohn. Der Sohn hat es, weil der Vater es ihm gegeben hat. Alle Geschöpfe, auch der Mensch und die Engel, verdanken ihr Leben Gott dem Schöpfer. Ohne die Lebensquelle Gottes könnten wir nicht leben. Wer die Stimme des Sohnes Gottes hört, wird auferstehen zum Leben oder zum Gericht. Warum kann Jesu „Stimme“ eine solche Macht haben? Weil sie die Stimme des göttlichen Schöpfers ist, der das Nichtexistierende in die Existenz ruft.

Der Herr ist die Auferstehung und das Leben

„Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?“ (Johannes 11,25-26). Geistlich tot im Sinne der Bibel ist jeder, der Jesus nicht den Herrn seines Lebens sein lässt. Jesus als der Gottessohn – und nur er! – vermittelt das ewige „Leben“. Jesus ist die Auferstehung und das Leben, weil Gott ihm die Vollmacht über Leben und Tod gegeben hat. Unsere Geburt, Tod und Auferstehung liegen nicht in unseren Händen, sondern in Gottes Händen. Und diese Macht hat Gott Seinem Sohn übergeben.

Im Herrn sind alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis

„… damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.“ (Kolosser 2,2-3). Wahre Weisheit und Erkenntnis finden sich nicht in menschlichen Philosophien, sondern in der Person Jesu Christi. Er ist die vollkommene Offenbarung Gottes und die Quelle allen wahren Wissens.

Jesus ist Herr des Sabbats

„Zu der Zeit ging Jesus durch ein Kornfeld am Sabbat; und seine Jünger waren hungrig und fingen an, Ähren auszuraufen und zu essen. Als das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was am Sabbat nicht erlaubt ist. … habt ihr nicht gelesen im Gesetz, wie die Priester am Sabbat im Tempel den Sabbat brechen und sind doch ohne Schuld? Ich sage euch aber: Hier ist Größeres als der Tempel. … Der Menschensohn ist ein Herr über den Sabbat.“ (Matthäus 12,1-8). „Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin! Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin. Es war aber an dem Tag Sabbat. … Darum verfolgten die Juden Jesus, weil er dies am Sabbat getan hatte. Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke auch. Darum trachteten die Juden noch viel mehr danach, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat brach, sondern auch sagte, Gott sei sein Vater, und machte sich selbst Gott gleich.“ (Johannes 5,8-18). Die Autorität Jesu über den Sabbat, der ein zentrales Gebot im Gesetz Mose war, unterstreicht Seine göttliche Stellung und Macht, die über die des Gesetzes hinausgeht.

Die Vollmacht Jesu

„Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben, damit sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben. Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber; und er hat ihm Vollmacht gegeben, das Gericht zu halten.“ (Johannes 5,21-27). Der „Vater“ hat Jesus als dem „Sohn“ die Vollmacht erteilt, die Totenauferweckung durchzuführen und alle Menschen zu richten. Das zweimalige „wie“ stellt den Sohn auf dieselbe gottheitliche Stufe wie den Vater. Wiederum wird also die Einigkeit von Vater und Sohn unterstrichen. Dass „der Vater die Toten auferweckt“ ist im AT und Judentum eine immer deutlicher hervortretende Erkenntnis (vgl. 5. Mo 32,39; 1. Sam 2,6; Ps 16,10; Ps 49,16; Ps 73,23ff.; Jes 26,19; Hes 37; Dan 12,2; Hos 6,2; Hos 13,14). Jetzt, in seinem irdischen Wirken bis hin zu seiner Wiederkunft, ist er der Retter. Wer diesen Retter ablehnt, geht in die ewige Verdammnis. Aber am Ende der Zeiten, beim jüngsten Gericht, wird Jesus in göttlicher Vollmacht entscheiden, wer das ewige Leben erhält und wer nicht. Dass der Messias das Gericht ausüben wird, sind im AT Prophetien vorhanden: in Psalm 2, Psalm 110 und Daniel 7,13ff.

Die Herrschaft „Jesus Christus“

Jesus Christus, der „Herr“, bedeutet mehr als nur ein Ausdruck der Ehrerbietung, sondern weist auf seine eingesetzte Herrschaft hin: „Und wiederum spricht Jesaja (Jesaja 11,10): »Es wird kommen der Spross aus der Wurzel Isais und wird aufstehen, um zu herrschen über die Heiden; auf den werden die Heiden hoffen.«“ (Römer 15,12). „Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde.“ (Kolosser 1,15-18). Die Macht Gottes wirkte in Christus und erweckte ihn von den Toten und setzte ihn zu seiner Rechten im Himmel über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hat, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen (Epheser 1,19-23). Wir haben nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind, und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind (1. Korinther 8,6). Er ist der König aller Könige und Herr aller Herren, der allein Unsterblichkeit hat (1. Timotheus 6,14-16).

Die Herrschaft Jesu Christi reicht so weit, dass am Ende sich jeder ihm ergeben wird. Das gilt für die himmlischen Wesen, für alle, die auf dieser Erde leben oder gelebt haben. Dies bedeutet, dass Jesus den Herrschaftsanspruch auf alle Menschen, die je gelebt haben, erhebt. Die parallele Aussage „und jede Zunge bekenne“ gilt genauso in diesem Sinne. Dies bedeutet aber keineswegs, dass diese Stelle die Lehre von der sogenannten Allversöhnung stützt. Im Gericht wird jeder die Herrschaft Jesu anerkennen müssen, wird jeder in die Knie gehen müssen vor ihm in seiner Herrlichkeit, auch jede Zunge wird willens sein, seine Herrschaft laut und deutlich zu bekennen: „Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.“ (Philipper 2,9-11).

Jesu Herrlichkeit

Er hatte Herrlichkeit, und zwar, bevor die Welt erschaffen wurde. Er hat Herrlichkeit und widerspiegelt Gottes Wesen. Er gibt Leben, er gibt Vergebung, er gibt Gerechtigkeit. Tatsachen, die doch nur von dem einen lebendigen Gott, dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs gesagt werden kann. „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ (Johannes 1,14). „Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.“ (Johannes 17,5). Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe (Hebräer 1,1-3).

Christus Jesus wird richten die Lebenden und die Toten

„Christus Jesus, der da kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich.“ (2. Timotheus 4,1). Das Neue Testament redet deutlich von zweierlei Gericht:

  1. Vom Endgericht, in das grundsätzlich alle Menschen kommen, das keiner im Tod verschlafen kann (Offenbarung 20,11ff.). Das griechische Wort „richten“ bedeutet zugleich „scheiden“, „ausscheiden“. Wer an Jesus glaubt, kommt in diesem Sinn nicht ins Gericht; er wird nicht ausgeschieden. Denn unser Herr spricht: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.“ (Johannes 5,24). Jesus hat ja das Gericht über die, die an ihn glauben, bereits getragen, das Zorngericht Gottes, das den Menschen aus der Gemeinschaft mit Gott ausscheidet (Jesaja 53,5; Matthäus 1,21; Johannes 3,16; 1. Thessalonicher 1,10).
  2. Sodann redet das NT auch davon, dass wir „alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden müssen“, „damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse.“ (2. Korinther 5,10). Bei der Wiederkunft unseres Herrn werden wir auf jeden Fall unserem Herrn mit der Frage vorgestellt, ob und inwiefern wir ihm Frucht gebracht haben. Paulus weiß, dass auch er dem Herrn so vorgestellt werden wird (vgl. 1. Korinther 4,3-5). Der Gedanke an diesen großen Augenblick bestimmt das Leben des Apostels in hohem Maß. Seine Heilsgewissheit gründet sich allein auf das Wunder der Gnade Gottes in Jesus Christus (Römer 3,21-31; 1. Timotheus 1,12-17). Doch umso mehr möchte er seinem Herrn gefallen und für ihn Frucht tragen. Bei dieser Begegnung der Glaubenden mit dem Herrn werden entsprechend ihrer Treue auch die zukünftigen Aufgaben zugeteilt: „Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen.“ (Matthäus 25,21). Seligkeit ist nicht etwa ein ewiger Ruhestand, sondern neuer, erfüllender, beseligender Dienst durch Gottes Gnade.

Der Herr hat die Schlüssel des Todes und der Hölle

Die Auferstehung Jesu Christi ist das überwältigende Wunder des Heilshandelns Gottes: Mitten in der Geschichte, den Rahmen der Geschichte freilich weit übersteigend, hat er gehandelt und seine Neuschöpfung begonnen. Er hat den gekreuzigten Jesus aus dem Tod herausgeholt. Nur Jesus Christus kann deshalb sagen: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ (Offenbarung 1,18). Sonst ist der Tod unabänderlich. „Tod“ meint griechisch wörtlich „Untergang“, aber Jesu Tod setzt den Anfang. Was bei den Totenauferweckungen (im AT und NT) vorzeichenhaft geschah, ist in Jesu Auferstehung endgültige Wirklichkeit: Die Allmacht Gottes vernichtet die Großmacht Tod. Der Herr hat die Schlüssel des Todes und der Hölle mit dem Ziel, den Tod und sein Reich am Ende der Zeit in den feurigen Pfuhl zu werfen. Auch für die Menschen, die nicht im Buch des Lebens geschrieben sind, sowie den Teufel ist dieses Schicksal bestimmt (Offenbarung 20,10.14-15). Aber für die Erlösten ist das ewige Leben in einem unverweslichen Körper bestimmt: „Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht (Jesaja 25,8; Hosea 13,14): »Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?« Der Stachel des Todes aber ist die Sünde.“ (1. Korinther 15,54-56).

Der Herr Jesus ist Mittler zwischen Gott und Menschen

„Denn es ist EIN Gott und EIN Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung.“ (1. Timotheus 2,5-6). Als einziger sündenloser Mensch und gleichzeitig wahrer Gott konnte Jesus die Kluft zwischen Gott und Mensch überbrücken. Er ist die einzige Brücke zum Vater.

Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber

„Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.“ (2. Korinther 5,19). Diese Versöhnung ist ganz allein Gottes Tat: „Gott war in Christus“ – damit ist Jesus Christus eindeutig gekennzeichnet: Gott „in“ ihm, das heißt: In Christus handelt Gott selbst, in Christus ist Gott da, Christus ist Gott; der Vater und der Sohn sind eins. Gott selbst versöhnt in Christus. Nur Jesus Christus der Gerechte, der Heilige, der Vollkommene, die Wahrheit und das Leben, in dem keine Sünde und kein Betrug ist, konnte das Erlösungswerk Gottes vollbringen. Denn gerecht, heilig, vollkommen und ohne Sünde ist nur Gott und was von Ihm ist, Sein Sohn. Alle Menschen haben gesündigt, und keiner von ihnen ist gerecht und wären ohne das Erlösungswerk Christi für immer verloren. Der Sohn Gottes, in dem keine Sünde ist, brauchte nicht für die eigenen Sünden sterben, deshalb konnte Er die Sünden der Menschen tragen und hinwegnehmen und ihnen die Gerechtigkeit geben, die vor Gott gilt: „Denn es hat Gott wohlgefallen, dass in ihm alle Fülle wohnen sollte und er durch ihn alles mit sich versöhnte, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz.“ (Kolosser 1,19-20). Der Herr hat für uns eine vollkommene Erlösung errungen: Er nahm den Fluch Gottes und die Trennung von Gott auf sich und nahm diese von uns. Er überwand die Herrschaft der Finsternis und die Herrschaft des Todes für uns. Er trug unsere Krankheiten, Gebrechen und Schmerzen. Er trug alle Sünden, Unreinheiten, Unheiligkeit, Lügen, Bosheiten und Unvollkommenheit aller Menschen. Das Erlösungswerk Christi ist vollkommen und umfassend. Die Tiefe und Höhe, sowie die Breite und Länge Seines Erlösungswerks ist unermesslich und deshalb für uns nicht in allem ergründbar und erfassbar. Einiges davon ist uns durch Sein Wort und durch den Heiligen Geist offenbart worden. Wenn wir Ihn von Angesicht zu Angesicht sehen werden, wird uns die ganze Fülle Christi und Seines Erlösungswerk offenbar werden.

Der Herr unser Gott wird wiederkommen

„Da wird dann kommen der HERR, mein Gott, und alle Heiligen mit ihm.“ (Sacharja 14,5). „Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen und alle, die ihn durchbohrt haben, und es werden wehklagen um seinetwillen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen. Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.“ (Offenbarung 1,7-8). „Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. – Amen, ja, komm, Herr Jesus!“ (Offenbarung 22,20). Die Wiederkunft unseres Herrn ist eine feste Verheißung, die die Vollendung des Heilsplans Gottes bedeutet. Er wird kommen, um Seine Braut, die Gemeinde, zu sich zu nehmen, um Sein Volk Israel zu retten und wiederaufzurichten, und um Gericht zu halten über alle Völker.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist Jesus wirklich Gott?
Ja, die Bibel lehrt eindeutig, dass Jesus Christus wahrhaftig Gott ist. Er wird als der „eingeborene Gott“ (Johannes 1,18), der „wahrhaftige Gott und das ewige Leben“ (1. Johannes 5,20) bezeichnet. Seine „Ich bin“-Aussagen (z.B. Johannes 8,58) und die Anbetung, die er empfing (Hebräer 1,6), bestätigen Seine göttliche Natur. Er hat die Vollmacht über Leben, Tod und Gericht, die nur Gott zusteht.
Was bedeutet es, dass Jesus „Herr“ ist?
Der Titel „Herr“ (Kyrios im Griechischen) ist eine direkte Übertragung des Gottesnamens „Jahwe“ aus dem Alten Testament. Wenn Jesus als Herr bezeichnet wird, bedeutet dies, dass Ihm dieselbe göttliche Autorität, Macht und Herrschaft zukommt wie Gott dem Vater. Es ist ein Bekenntnis zu Seiner Souveränität über alle Dinge und jeden Menschen.
Gibt es eine Dreieinigkeit, oder ist Gott nur einer?
Die Bibel lehrt, dass es nur einen Gott gibt (1. Könige 8,60; Jesaja 44,6). Der Begriff „Dreieinigkeit“ selbst kommt in der Bibel nicht vor. Die Schrift offenbart jedoch eine wunderbare Einigkeit von Gott dem Vater, Gott dem Sohn (Jesus Christus) und Gott dem Heiligen Geist. Sie sind in ihrem Wesen und Handeln vollkommen EINS. Jesus ist Gottes Sohn, und der Heilige Geist ist Gottes Geist – sie sind untrennbar mit dem einen Gott verbunden, wirken aber auf unterschiedliche Weise.
Warum ist es wichtig, Jesu Göttlichkeit zu erkennen?
Die Erkenntnis der Göttlichkeit Jesu ist entscheidend für das volle Verständnis des Evangeliums. Nur weil Jesus Gott ist, konnte Er das vollkommene und sündenlose Opfer am Kreuz vollbringen, das die Sünden der ganzen Welt sühnt. Nur als Gott konnte Er den Tod überwinden und ewiges Leben schenken. Die Erkenntnis Seiner Göttlichkeit führt zu tieferer Anbetung, Vertrauen und einem festen Fundament des Glaubens.
Wie kann ich zur vollen Erkenntnis des Evangeliums gelangen?
Der Artikel betont zwei Hauptwege: Das tägliche Lesen und Bewahren des Wortes Gottes, denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes geht (Matthäus 4,4). Zweitens, durch die Führung und Offenbarung des Heiligen Geistes, der uns gegeben ist, um uns in alle Wahrheit zu leiten und uns die Dinge Gottes zu offenbaren (Johannes 14,26; 1. Korinther 2,10-13).

Abschlusswort

Da dieser Artikel nur die Kernbotschaften über die Göttlichkeit unseres Herrn Jesus Christus wiedergeben kann, empfehle ich, die ganzen Bibelabschnitte der angegeben Bibelverse in der Heiligen Schrift nachzulesen, sowie die dort angegeben Verweis- und Parallelstellen. Ich wünsche dir, dass dieser Artikel dir hilft, zur vollen Erkenntnis des Sohnes Gottes zu gelangen, damit wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen (Epheser 4,11-16). Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit (1. Korinther 2,1-13). Gott gebe euch viel Gnade und Frieden durch die Erkenntnis Gottes und Jesu, unseres Herrn! (2. Petrus 1,2).

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