Was ist der Maßstab des Christseins?

Gott im Inneren finden: Teresas Weg zum Gebet

24/05/2021

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In einer Zeit, in der viele Menschen eine Entfremdung von traditionellen religiösen Institutionen empfinden, suchen sie dennoch nach einer tiefen, persönlichen Verbindung zum Göttlichen. Besonders jene, die aufgrund ihrer Lebensumstände, wie etwa geschiedene oder wiederverheiratete Personen, mit den Lehren der Kirche hadern, suchen nach Wegen, ihren Glauben zu leben, ohne sich ausgeschlossen zu fühlen. Hier bietet die Lehre einer großen Mystikerin und Kirchenlehrerin aus dem 16. Jahrhundert, der heiligen Teresa von Ávila, einen unsagbar tröstlichen und befreienden Ansatz: Wir müssen Gott nicht in äußeren Riten oder fernen Orten suchen. Er ist in unserem eigenen Inneren zu finden, er lebt in uns!

Diese tiefgreifende Wahrheit, dass Gott in uns gegenwärtig ist und wir ihn dort erfahren können, ist das Herzstück von Teresas Lehre über das „innere Gebet“. Es ist eine Einladung an jeden, unabhängig vom äußeren Stand oder Konflikten mit kirchlichen Strukturen, einen direkten und intimen Dialog mit dem Schöpfer aufzunehmen. Teresa, eine reformatorische Kraft des Karmelordens und eine der ersten Frauen, die zur Kirchenlehrerin erhoben wurde, vermittelt uns eine Botschaft der Hoffnung und der inneren Fülle, die auch heute noch von immenser Bedeutung ist.

Was ist der Maßstab des Christseins?
Inhaltsverzeichnis

Was ist das innere Gebet?

Teresa von Ávila definiert das innere Gebet nicht als eine komplexe theologische Übung, sondern als etwas zutiefst Persönliches und Zugängliches. Sie beschreibt es als „nichts anders als ein Gespräch mit einem Freund, mit dem wir oft und gerne allein zusammen kommen, um mit ihm zu reden, weil wir sicher sind, dass er uns liebt.“ Diese einfache, doch tiefgründige Definition öffnet die Tür zu einer Spiritualität, die auf Beziehung statt auf Regeln basiert.

Für Teresa ist die Grundlage dieser inneren Begegnung im Wort Christi selbst verankert. Sie beruft sich auf Jesu hohepriesterliches Gebet, in dem er Gott Vater bittet: „...alle eins sein, wie wir eins sind: ich in ihnen und du in mir, damit sie vollendet seien zur Einheit“ (Joh 17,23). Noch deutlicher wird die Verheißung, dass die Heilige Dreifaltigkeit in denen Wohnung nehmen wird, die ihn lieben: „Wenn einer mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten. Mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und in ihm Wohnung nehmen“ (Joh 14,23). Dies ist die Essenz dessen, was Teresa lehrt: Gott ist nicht fern, sondern in uns. Diese Erkenntnis kann besonders jenen unermesslichen Trost spenden, die sich in Konflikt mit der Kirche befinden, denn sie zeigt einen direkten Weg zu Gott auf, der nicht von äußeren Umständen abhängig ist.

Um mit dem inneren Gebet zu beginnen, betont Teresa die Wichtigkeit einer großen Entschlossenheit. Es ist ein Weg, der Geduld und Mut erfordert, aber die Belohnung ist unermesslich. Sie versichert, dass Gott sich von uns finden lässt, wenn wir ihn suchen, und dass es niemals zu spät ist, diesen Weg zu beschreiten. „Gott ist so groß, dass es wohl wert ist, ihn ein Leben lang zu suchen“, ermutigt sie. Diese Perspektive nimmt den Druck des sofortigen Erfolgs und lädt zur Ausdauer ein.

Die Burg der Seele: Gottes Innewohnen

Um das Geheimnis des Innewohnens Gottes in uns zu veranschaulichen, hinterließ Teresa von Ávila eines der schönsten und tiefgründigsten Bilder der mystischen Literatur: die „innere Burg“. Sie lädt uns ein, unsere Seele als eine prächtige Burg zu betrachten, die ganz aus einem Diamant oder einem sehr klaren Kristall besteht. Diese Burg besitzt viele Gemächer, ähnlich wie es im Himmel viele Wohnungen gibt.

Im Zentrum dieser Burg, in der Mitte all dieser Wohnungen, befindet sich das allerwichtigste Gemach. Dies ist der Ort, wo die tief geheimnisvollen Dinge zwischen Gott und der Seele vor sich gehen. Es ist ein heiliger Raum, der nur für die innigste Begegnung mit dem Göttlichen bestimmt ist. Dieses Bild ist nicht nur eine Metapher; es ist eine spirituelle Landkarte, die uns zeigt, wo wir Gott wirklich finden können – nicht im Außen, sondern in der tiefsten Kammer unseres eigenen Seins. Es ist eine Verheißung eines so vertraulichen Umgangs Gottes mit uns, die zum Innehalten und Nachhallen einlädt.

Grundlagen des inneren Gebets: Demut und Gewissenserforschung

Teresa von Ávila, die selbst eine tiefe Vereinigung mit Gott erfahren hat, gibt uns detaillierte Anweisungen, wie wir das innere Gebet pflegen und darin fortschreiten können. Ein entscheidender erster Schritt ist die Regelmäßigkeit: Wir sollen täglich eine nicht zu geringe Zeit in innigster Vertrautheit mit dem Herrn verbringen.

Ein weiterer wichtiger Pfeiler ist die Gewissenserforschung. Teresa empfiehlt, jedes Gebet mit einer kurzen Gewissenserforschung zu beginnen. Dies soll uns unsere Kleinheit und Unwürdigkeit vor dem liebenden, unendlich barmherzigen Gott bewusst machen. Obwohl eine solche Haltung in der modernen Welt oft als „unmodern“ empfunden wird, sieht Teresa sie als ausschlaggebend an, um in näheren Kontakt mit dem uns innewohnenden Gott zu treten. Es ist die Haltung der Demut, die es zu vertiefen gilt – Demut Gott und den Mitmenschen gegenüber.

Teresa erklärt ihren Schwestern: „Das ganze Bauwerk christlichen Lebens hat die Demut zum Fundament, und wenn diese nicht wirklich und tatsächlich vorhanden ist, so wird der Herr – schon um euretwillen – nicht sehr weit in die Höhe bauen wollen, damit nicht alles einstürzt.“ Demut bedeutet hier nicht ein trauriges oder unterwürfiges „Duckmäusertum“, sondern ein Streben nach gesunder Selbsterkenntnis in Ehrlichkeit und gewissenhafter Klugheit. Es ist die Bereitschaft, die Geringste von allen zu sein und die Dienerin aller, und zu schauen, wie man anderen Freude bereiten und ihnen dienen kann. Das Gebet soll uns Kraft zum Dienen geben, nicht nur zum Genießen. Der Dienst an denen, die mit uns zusammenleben, ist dabei das größte Werk, da wir ihnen verpflichtet sind.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Teresa trotz ihres Akzents auf Demut eine fröhliche und humorvolle Persönlichkeit war, die eine finstere, mittelalterliche Askese ablehnte. Ihre Briefe zeugen von ihrem sprühenden, spontanen Humor, der zeigt, dass Demut und Freude Hand in Hand gehen können.

Vergleich: Äußeres Gebet und Inneres Gebet nach Teresa

MerkmalÄußeres Gebet (Traditioneller Fokus)Inneres Gebet (Teresa von Ávila)
ZielAnbetung, Bitten, Dank, RitenInnige Vereinigung mit Gott im eigenen Inneren
Ort der BegegnungKirche, Gebetsraum, PilgerorteDie Seele als „Burg“, das eigene Innere
HaltungFormell, rituell, sprachlichPersönlich, vertraut, still, dialogisch
VoraussetzungGlaube, Teilnahme an RitenDemut, Gewissenserforschung, Entschlossenheit, Offenheit
ErfahrungKann von äußeren Eindrücken abhängenTiefgreifende innere Erfahrung der Gottesnähe
FokusFormen, Worte, äußere HandlungenLiebende Beziehung, Hingabe des Willens

Ein Sich-Öffnen ist erforderlich

Nach der Gewissenserforschung und der Erweckung der Reue zu Beginn jedes Gebetes betont Teresa, dass eine Sammlung stattfindet, die zu einem Sich-Öffnen dem Wirken Gottes gegenüber führt. Sie beschreibt diesen Vorgang in einem wunderschönen Bild: „Das Gnadenhafte wird in der Ruhe geschenkt, die sich Gott öffnet wie der Kelch einer erblühenden Rose. In dieses Geöffnet-Sein kann er dann hineinwirken, kann darin „ankommen“. Dieses Bild vermittelt die Notwendigkeit, sich passiv und empfänglich zu machen, damit die göttliche Gnade in uns wirken kann.

Blick auf Leben und Leiden Jesu

Sobald sich der Mensch auf diese Weise geöffnet hat, ist es wichtig, den Blick auf das Leben und Leiden Jesu zu richten – sowie auf seine Auferstehung und Herrlichkeit. Diese Meditation ist entscheidend, denn der innere Blick kann sonst nicht zu einem Blick liebender Anbetung und innigem Vertrauen werden, wenn nicht einzelne affektive Akte gesetzt werden, um den Boden dafür zu bereiten. Die fundamentale Grundeinstellung wird dadurch eingeübt.

Was sagt die katholische Kirche über die Heiligen?
Katholische Christen betonen, daß sie die Heiligen nicht "bitten", sondern "verehren". Das mag für den Einzelnen eine Antwort sein - nicht aber zur geübtn Praxis in der katholischen Kirche. Man geht dort davon aus, daß auch der Tod das Füreinander nicht zerstören kann, daß also die Heiligen sozusagen noch "leben und bei Gott Fürbitte tun können".

Teresa macht sehr deutlich: „Wie können wir jemals zu größerer Gottesliebe entflammt werden, wenn wir nicht nachsinnen über seine Wohltaten der Schöpfung und der Erlösung?“ Sie rät eindringlich: „Richtet die Augen auf den Gekreuzigten, und alles wird euch leichter werden!“ Die Wirkung des Heiligen Geistes, die wir dann erfahren, muss als Geschenk betrachtet werden – ein Geschenk, das Gott gibt, wie und wann er will. Wir haben kein Anrecht darauf. Gott möchte die unmittelbare Erfahrung seiner Gegenwart allen schenken, doch nur wenige machen sich wirklich bereit für das Wirken des Heiligen Geistes. Die „Antenne“ dafür haben alle Getauften: Die sieben Gaben des Heiligen Geistes, die heute nicht so sehr als Einzelgaben, sondern als „Fülle der Geistwerdung“ verstanden werden.

Gefühle sind unwesentlich

Ein häufiges Missverständnis im Gebetsleben ist die Erwartung, dass der Heilige Geist immer in wonnevollen Gefühlen wirken muss. Doch Teresa warnt davor. Es kommen Zeiten, in denen man beim inneren Gebet alles für sinnlos hält und nicht die geringste Freude empfindet. Sie sieht darin eine heimtückische Versuchung, Gefühle erzwingen zu wollen oder entmutigt aufzugeben. Teresa betont eindringlich: „Liebe besteht nicht im Gefühl, sondern in der Bereitschaft, Gott zu gefallen.“

Diese Aussage ist ungeheuer tröstlich! Man darf sich freuen, wenn Gott Gefühle innerer Freude und Harmonie schenkt. Es wäre jedoch der größte Fehler, mit dem Gebet aufzuhören, wenn gute Gefühle über längere Zeit ausbleiben. Dies sind die sogenannten „Trockenheiten“, von denen viele Heilige sprechen. Teresa ermutigt uns: „Verliere nicht den Mut, wenn du versagst. Versuche weiter zu gehen!“ Wahres Gebet ist, wenn die Seele sich damit beschäftigt, wie man Gott gefallen und ihm besser dienen kann – im Gegensatz zu geistigem Behagen, das nur unserem Geschmack entspricht. „Kämen auch große Versuchungen, Trockenheiten und Trübsale über mich, so hielte ich es doch für ein gutes Gebet, wenn ich dadurch demütiger würde. Das, was Gott mehr gefällt, das ist für mich das bessere Gebet. Wie könnte man sagen, dass einer, der leidet, nicht betet? Indem er sein Leid Gott aufopfert, betet er viel besser als jener, der sich in der Einsamkeit den Kopf zermartert und glaubt, er bete, wenn er sich einige Tränen ausgepresst hat.“ Gottes Werk zeigt sich oft gerade dann, wenn wir durch Widerwärtigkeiten gehen müssen.

Der höchste Wert im christlichen Leben ist nicht der Intensitätsgrad religiöser Erfahrung, sondern stets die Agape, die Liebe, die sich im gläubigen und liebenden Gehorsam Gott gegenüber und in der tätigen Nächstenliebe erweist.

Werke der Nächstenliebe!

Damit sind wir bei einem zentralen Punkt von Teresas Spiritualität: Gebete ohne wachsende Liebe zum Nächsten sind wertlos, da Gottes- und Nächstenliebe untrennbar zusammengehören. Deshalb muss das Gebet in den Kinderschuhen stecken bleiben, wenn man sich nicht um immer größere Liebe zum Mitmenschen bemüht. Teresa lässt daran keinen Zweifel: „Ein Wachstum in der Gottesliebe ohne Wachstum in der Nächstenliebe ist nicht möglich.“

Manchmal wird es sogar als Gottes Wille angesehen werden müssen, vom Gebet Abstand zu nehmen, wenn uns ein Mitmensch braucht: „Wenn du siehst, dass du einer Kranken Linderung verschaffen kannst, so lass ohne Bedenken ab von deinem Gebet, um ihr diese Linderung zu bringen. Zeige ihr Mitgefühl, nimm Anteil an ihren Schmerzen! Und wenn du dir eine Speise, deren sie bedarf, versagen müsstest, so tue es, doch nicht so sehr um ihretwillen, sondern aus dem Bewusstsein, dass Gott es haben will. Dies ist die wahre Vereinigung mit seinem Willen!“ Hier wird deutlich, dass die tätige Nächstenliebe nicht nur eine Folge, sondern ein integraler Bestandteil des Gebets und der Vereinigung mit Gott ist.

Vereinigung mit dem Willen Gottes

Das ultimative Ziel des inneren Gebetes ist die Vereinigung des menschlichen Willens mit dem Willen Gottes. Teresa betont: „Das Streben nach liebender Gleichförmigkeit mit dem Willen des Vaters, mit dem gekreuzigten Herrn Jesus, und zwar mit allen Kräften und in möglichster Vollkommenheit, steht an erster Stelle.“ Für Teresa ist „Wille“ vor allem „Liebe“, denn Lieben wie Wollen sind gerichtete Bestrebungen. Im Spanischen, wie in anderen Sprachen, gilt noch heute das gleiche Verb für wollen und lieben („querer“). Wenn Gott eingreift, strebt der Wille nur noch zu ihm, wird von ihm geführt, bis er lernt, mit Gottes Liebe zu lieben. Dann wendet er sich auch mit ihm den Geschöpfen, den Mitmenschen und der Umwelt zu.

Der Beter erfährt immer mehr die liebende Nähe Gottes und sein eigenes Eingefügtsein in das Wirken des Heiligen Geistes. Sein Gebetsverhalten wird empfangender. Er braucht sich also nicht mehr so sehr um Sammlung und Betrachtung zu bemühen; er ist schon tiefer in die Wohnungen seiner „inneren Burg“ eingekehrt und fühlt sich Gott schon näher, wird von ihm „nach innen gezogen“. Der Wille wird gleichsam von innen her entflammt, aus dem tiefsten „Quellgrund des Heiligen Geistes“. Mehr und mehr wird der Beter vom Bewusstsein überwältigt, dass Gott unsagbar nahe ist und ihn unermesslich liebt.

Es ist wichtig zu verstehen, dass christliche kontemplative Innenschau keine Leere ist, sondern höchste Fülle. Damit unterscheidet sie sich wesentlich von nichtchristlicher Mystik. Die Versenkung ist ein tiefes Verweilen in Liebe unter dem Blick Gottes und Christi. Unsere Zeit, für die „Erfahrung“ zum großen Schlagwort wurde, neigt dazu, die Intensität und Tiefe religiöser Erfahrung als absoluten Maßstab zu setzen. In christlicher Sicht bleibt jedoch der betende Gehorsam dem Willen Gottes gegenüber der letzte, ausschlaggebende Höchstwert.

Häufig gestellte Fragen zum inneren Gebet

Ist inneres Gebet nur für außergewöhnlich begnadete Mystiker?

Nein, Teresa von Ávila betont ausdrücklich, dass das innere Gebet für jeden zugänglich ist, der sich mit Entschlossenheit darauf einlässt. Es ist eine Begegnung mit Gott, die jeder Mensch in seinem Inneren finden kann, unabhängig von besonderen Gaben oder einem bestimmten Lebensstand.

Was soll ich tun, wenn ich beim Gebet keine besonderen Gefühle oder Freuden empfinde?

Teresa lehrt, dass Gefühle unwesentlich sind. Wahre Liebe zu Gott besteht in der Bereitschaft, ihm zu gefallen, nicht im Empfinden von Trost oder Freude. Zeiten der „Trockenheit“ sind normale Phasen im Gebetsleben. Wichtig ist die Beharrlichkeit und das Festhalten am Gebet, auch wenn es sich sinnlos anfühlt. Gott gefällt unser demütiges Ausharren mehr als erzwungene Gefühle.

Soll ich mein Gebet unterbrechen, wenn ein Mitmensch meine Hilfe benötigt?

Ja, unbedingt. Teresa von Ávila lehrt, dass Gottes- und Nächstenliebe untrennbar miteinander verbunden sind. Wenn Sie einem Kranken Linderung verschaffen oder einem Mitmenschen dienen können, ist dies oft der Wille Gottes und eine Form der wahren Vereinigung mit ihm. Gebete ohne tätige Nächstenliebe bleiben in den Kinderschuhen stecken.

Wie beginne ich mit dem inneren Gebet nach Teresa von Ávila?

Beginnen Sie mit großer Entschlossenheit und dem Vertrauen, dass Gott sich finden lässt. Verbringen Sie täglich eine nicht zu geringe Zeit in Stille, beginnen Sie mit einer kurzen Gewissenserforschung und üben Sie sich in Demut. Richten Sie Ihren Blick auf das Leben und Leiden Jesu und öffnen Sie sich wie eine erblühende Rose für das Wirken Gottes in Ihnen.

Mögen diese Zeilen Ihnen Trost und Ermutigung sein, Gott nicht irgendwo fern zu suchen, sondern ihn in der Tiefe Ihres eigenen Seins zu entdecken. Ich möchte schließen mit einer Danksagung der heiligen Teresa an den geduldigen Gott, der immer da ist und darauf wartet, dass wir uns ihm und seiner Liebe öffnen, um uns reich zu beschenken:

„Unendliche Güte meines Gottes!... Wer deine Nähe nicht erträgt, den erträgst du. Was für ein treuer Freund bist du ihm doch! Du beschenkst ihn, du duldest ihn, du wartest, bis er deine Art annimmt, und erträgst mittlerweilen die seine. Du rechnest ihm die Stunden hoch an, in denen er dich liebt, und wenn er bereut, vergisst du augenblicklich alles, womit er dich gekränkt hat. Ich begreife einfach nicht, warum nicht alle Welt danach verlangt, durch diese besondere Freundschaft mit dir in Verbindung zu treten.“

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