28/09/2022
Die Geschichte der Heiligen Klara von Assisi ist eine Geschichte von außergewöhnlichem Glauben, unerschütterlicher Entschlossenheit und einer radikalen Hingabe an Gott. Geboren in eine wohlhabende Adelsfamilie im 12. Jahrhundert, schien ihr Lebensweg vorgezeichnet zu sein: eine vorteilhafte Ehe und ein Leben im Luxus. Doch Klara, deren Herz von den Predigten des Heiligen Franziskus berührt wurde, wählte einen völlig anderen Pfad. Sie verließ alles Materielle, um ein Leben in größtmöglicher Einfachheit und Armut zu führen, und gründete einen der langlebigsten und einflussreichsten Frauenorden der Kirche. Ihr Vermächtnis als spirituelle Führerin, Wundertäterin und Schutzpatronin reicht bis in unsere moderne Zeit.

- Frühes Leben und die Göttliche Berufung
- Der Weg ins Kloster und die Gründung der Armen Frauen
- Das Privileg der Armut: Ein radikales Ideal
- Klara als Äbtissin und die Sorge um ihre Schwestern
- Wunder und himmlische Fürsprache
- Die Freundschaft mit dem Heiligen Franziskus
- Ihr bleibendes Erbe: Die Klarissen bis heute
- Die Heilige Klara in der Kunst
- Gebete zur Heiligen Klara
- Vergleich: Klaras Regel und die Benediktinische Regel
- Häufig gestellte Fragen zur Heiligen Klara
Frühes Leben und die Göttliche Berufung
Am 16. Juli 1194 erblickte Chiara Offreduccio, die später als Heilige Klara bekannt werden sollte, in Assisi das Licht der Welt. Als ältestes Kind von Favorino Sciffi, dem Grafen von Sasso-Rosso, und seiner frommen Frau Ortolana, wuchs Klara in einer Welt des Privilegs und des Adels auf. Ihre Mutter, eine tiefgläubige Frau, legte den Grundstein für Klaras eigenen Glauben und unterrichtete sie und ihre jüngeren Schwestern Agnes und Beatrix in den Lehren des Christentums. Schon in jungen Jahren zeigten sich in Klara Anzeichen einer tiefen Spiritualität und eines inneren Rufes, der über die weltlichen Erwartungen ihrer Familie hinausging.
Als Klara zwölf Jahre alt war, begannen ihre Eltern, Pläne für ihre Ehe zu schmieden – eine gängige Praxis in adligen Kreisen, um familiäre Bindungen und Reichtum zu sichern. Doch Klara bat um Aufschub, bis sie 18 Jahre alt war. Dieser Aufschub sollte sich als schicksalhaft erweisen. In diesem Alter hörte sie die Predigten eines jungen Mannes aus Assisi, der ebenfalls seinen Reichtum aufgegeben hatte, um Gott zu folgen: den Heiligen Franziskus. Seine Botschaft von absoluter Armut, Hingabe an Christus und einem Leben im Dienst der Bedürftigen traf Klara tief ins Herz. Sie erkannte, dass ihr wahrer Ruf nicht in einer weltlichen Ehe lag, sondern in einer vollständigen Weihe an Gott.
Der Weg ins Kloster und die Gründung der Armen Frauen
Klaras Entscheidung war radikal und brach mit allen gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit. Am Palmsonntag, während ihre Familie die traditionelle Palmprozession besuchte, nutzte Klara die Gelegenheit, um heimlich aus dem Haus zu fliehen. Ihr Ziel war der Heilige Franziskus, der sie bereits erwartete. In einer symbolträchtigen Geste schnitt Franziskus ihr langes, edles Haar ab – ein Zeichen ihres Bruchs mit der Welt und ihrer Verpflichtung zu einem religiösen Leben. Er gab ihr die einfache braune Tunika und den schwarzen Schleier, die fortan ihre Kleidung sein sollten.
Zunächst fand Klara Zuflucht bei einer Gruppe von Benediktinerinnen, die sie vor ihrem Vater schützten, der verzweifelt versuchte, sie zu entführen und nach Hause zu bringen, um die geplante Ehe zu erzwingen. Doch Klaras Entschlossenheit war unerschütterlich. Schon bald schloss sich ihr ihre Schwester Agnes an, und gemeinsam zogen sie in die Nähe der Kirche von San Damiano, die der Heilige Franziskus eigenhändig wieder aufgebaut hatte. Hier begannen sie ein Leben, das sich durch äußerste Einfachheit und Armut auszeichnete. Sie trugen keine Schuhe, aßen kein Fleisch, schliefen auf dem bloßen Boden in einem ärmlichen Haus und verbrachten die meiste Zeit in Schweigen und Gebet. Diese radikale Lebensweise zog bald weitere Frauen an, die sich ihrem Ideal anschließen wollten. So entstand der 'Orden von San Damiano', der später als 'Orden der Heiligen Klara' oder Klarissen bekannt wurde.
Das Privileg der Armut: Ein radikales Ideal
Klaras tiefste Überzeugung und das Herzstück ihres Ordens war das sogenannte „Privileg der Armut“. Sie war davon überzeugt, dass wahre Freiheit und Nähe zu Gott nur durch den vollständigen Verzicht auf materiellen Besitz erreicht werden konnten. Während der Heilige Franziskus für seine Armut bekannt war, ging Klara als Frau noch einen Schritt weiter, indem sie sich weigerte, jeglichen Grundbesitz oder feste Einkünfte für ihr Kloster anzunehmen. Dies war eine revolutionäre Haltung, da die meisten Frauenklöster zu dieser Zeit über Ländereien oder Stiftungen verfügten, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Klara bestand darauf, dass ihre Schwestern allein von Almosen und der Güte Gottes leben sollten.
Ihre Entschlossenheit, dieses Ideal zu leben, führte zu wiederholten Auseinandersetzungen mit den kirchlichen Autoritäten. Viele Versuche wurden unternommen, ihren Orden dazu zu bewegen, nach der Regel des Heiligen Benedikt zu leben, die in Klaras Augen zu locker war und den Verzicht auf Besitz nicht so strikt forderte, wie sie es für notwendig erachtete. Klara kämpfte jahrzehntelang für die offizielle Anerkennung ihrer eigenen Regel, die die absolute Armut festschrieb. Ihr berühmtes Zitat bringt ihre Überzeugung auf den Punkt: „Sie sagen, dass wir zu arm sind, aber kann ein Herz, das den unendlichen Gott besitzt, wirklich arm genannt werden?“ Diese Frage offenbarte ihre tiefe spirituelle Einsicht: Wahre Armut im Materiellen ermöglichte einen unermesslichen Reichtum in Gott.
Klara als Äbtissin und die Sorge um ihre Schwestern
Im Jahr 1216 übernahm die Heilige Klara die Rolle der Äbtissin ihres Ordens. Dies war ein bedeutender Schritt, da es ihr erlaubte, die Gemeinschaft eigenständig zu leiten, ohne dass ein Priester als Oberhaupt eingesetzt werden musste – eine bemerkenswerte Unabhängigkeit für eine Frau in dieser Zeit. Trotz ihres Titels und ihrer Verantwortung lebte Klara die Demut und den Dienst am Nächsten vor, die sie von ihren Schwestern erwartete.
Ihr Alltag war geprägt von Gebet, harter Arbeit und hingebungsvoller Fürsorge. Sie diente ihren Schwestern persönlich bei Tisch, pflegte sie, wenn sie krank waren, und wusch und küsste sogar ihre wunden Füße, wenn sie vom Betteln zurückkamen. Klara wachte nachts auf, um nachzusehen, ob ihre Schwestern zugedeckt waren, und war jeden Morgen die Erste, die aufstand, die Kerzen anzündete und die Glocke zum Gebet läutete. Nach dem Gebet verließ sie die Kapelle mit einem strahlenden Gesicht, was die tiefe Freude und den Frieden widerspiegelte, die sie in ihrer Beziehung zu Gott fand. Ihr Beispiel inspirierte die gesamte Gemeinschaft und festigte den Geist der Geschwisterlichkeit und des Dienstes.
Wunder und himmlische Fürsprache
Klaras Leben war von mehreren wundersamen Ereignissen geprägt, die ihre tiefe Verbindung zu Gott und ihre Rolle als Beschützerin unterstrichen. Eine der bekanntesten Geschichten ereignete sich im Jahr 1244, als Kaiser Friedrich II., der sich im Krieg mit dem Papst befand, seine Truppen nach Assisi entsandte, um die Stadt anzugreifen. Eine der ersten Stationen war San Damiano, wo Klara und ihre Schwestern lebten. Obwohl Klara zu dieser Zeit sehr krank war, erhob sie sich von ihrem Krankenbett. Als die Soldaten die Klostermauern erklommen, ließ Klara sich und das Allerheiligste Sakrament, das sie in einer Monstranz trug, zum Tor tragen. Vor den Augen der Angreifer betete sie um Gottes Hilfe und Schutz für ihre Schwestern und die Stadt. Plötzlich erschraken die Soldaten und flohen eilig, wobei Klara und ihre Gemeinschaft unversehrt blieben. Aus diesem Grund wird die Heilige Klara oft mit einer Monstranz in der Hand dargestellt.
Ein weiteres bemerkenswertes Wunder, das Klara zugeschrieben wird, betrifft ihre Rolle als Schutzpatronin des Fernsehens. An einem Weihnachtsabend war Klara zu krank, um an der Messe teilzunehmen. Im Bett seufzte sie und betete: „Siehe Herr, ich bin hier allein mit Dir.“ Daraufhin erhielt sie eine wundersame Vision, in der sie die gesamte Messe in ihrem eigenen Zimmer mitverfolgen konnte, als ob sie live dabei wäre. Viele Jahre später, im Jahr 1958, ernannte Papst Pius XII. die Heilige Klara aufgrund dieser „Live-Übertragung“ von Gott zur Schutzpatronin des Fernsehens. Ihr Name, „Klara“, bedeutet „klar“ oder „hell“, was auch ihre Verbindung zur Sehkraft und damit zu den Schutzpatronaten der Augenkranken erklärt. Darüber hinaus war Klara eine begabte Stickerin und fertigte exquisite Altartücher an, was sie zur Schutzpatronin der Stickerinnen, Goldarbeiterinnen, Wäschereiarbeiterinnen und Nadelarbeiterinnen machte.
Die Freundschaft mit dem Heiligen Franziskus
Die Beziehung zwischen der Heiligen Klara und dem Heiligen Franziskus war eine tiefe spirituelle Freundschaft, die oft als Vater-Tochter-Verhältnis beschrieben wird. Franziskus war nicht nur Klaras Mentor bei der Gründung ihres Ordens, sondern auch ihr geistlicher Bruder und Vertrauter. Sie teilten das Ideal der radikalen Armut und der Hingabe an Christus und stärkten sich gegenseitig in ihrem Glauben. Klara kümmerte sich um Franziskus in seinen letzten Lebensjahren bis zu seinem Tod im Jahr 1226. Nach seinem Ableben setzte Klara Franziskus' Geist in den Franziskanerorden fort und kämpfte unermüdlich dafür, die strenge Lebensweise, die sie beide so hoch schätzten, beizubehalten, selbst gegen den Widerstand kirchlicher Autoritäten.
Ihr bleibendes Erbe: Die Klarissen bis heute
Nach jahrzehntelangem Kampf und unermüdlicher Fürsprache wurde Klaras Beharrlichkeit belohnt. Nur zwei Tage vor ihrem Tod, am 9. August 1253, erließ Papst Innozenz IV. die päpstliche Bulle „Solet annuere“, die Klaras Regel als offizielle Richtschnur für den Orden der Armen Frauen bestätigte. Dies war ein triumphaler Moment für Klara, der ihr die Gewissheit gab, dass ihr Lebenswerk und ihr Ideal der Armut fortbestehen würden. Am 11. August 1253 verstarb die Heilige Klara friedlich.
Ihr Tod war jedoch nicht das Ende, sondern der Beginn eines noch größeren Vermächtnisses. Schon kurz darauf, am 15. August 1255, wurde sie von Papst Alexander IV. heiliggesprochen. Der Bau der Basilika der Heiligen Klara in Assisi, die ihre sterblichen Überreste beherbergt, wurde 1560 abgeschlossen. Im Jahr 1263 änderte Papst Urban IV. den Namen ihres Ordens offiziell vom „Orden der Armen Frauen“ in „Orden der Heiligen Klara“, besser bekannt als die Klarissen. Heute, mehr als 800 Jahre nach ihrer Gründung, ist der Orden der Klarissen lebendiger denn je. Mit über 20.000 Klarissen in mehr als 75 Ländern weltweit setzen sie das Ideal der Einfachheit, des Gebets und der Hingabe fort, das Klara so mutig vorgelebt hat.
Die Heilige Klara in der Kunst
Die Darstellung der Heiligen Klara in der Kunst folgt meist zwei Hauptmotiven, die ihre wichtigsten Lebensereignisse und ihre spirituelle Bedeutung widerspiegeln:
- Mit Monstranz: Die häufigste Darstellung zeigt Klara im Habit der Armen Klarissen (einem Schleier und einem einfachen Gewand) mit einer Monstranz, die das Allerheiligste Sakrament enthält. Dieses Bild erinnert an das Wunder, bei dem sie ihr Kloster und ihre Schwestern vor den angreifenden Soldaten schützte, indem sie das Allerheiligste Sakrament vor sie hielt und betete.
- Mit dem Heiligen Franziskus: Eine weitere verbreitete Darstellung zeigt Klara nicht allein, sondern an der Seite des Heiligen Franziskus von Assisi. Dieses Bild symbolisiert ihre tiefe spirituelle Freundschaft, ihre gemeinsame Mission und Franziskus' Rolle als ihr Mentor und geistlicher Bruder.
Gebete zur Heiligen Klara
Die Heilige Klara ist bis heute eine mächtige Fürsprecherin. Zahlreiche Gebete wenden sich an sie, um ihren Beistand in verschiedenen Anliegen zu erbitten:
Gebet zur Heiligen Klara
O glorreiche Heilige Klara! Gott hat dir die Macht gegeben, immer wieder Wunder zu wirken, und die Gunst, die Gebete derer zu erhören, die in Unglück, Angst und Not deinen Beistand anrufen. Wir bitten dich, erhalte von Jesus durch Maria, seine gesegnete Mutter, was wir so inbrünstig und hoffnungsvoll von dir erbitten (nenne deine Bitte), wenn es zur größeren Ehre und Herrlichkeit Gottes und zum Wohl unserer Seelen ist. Amen.
Gebet der Heiligen Klara
Gott der Barmherzigkeit, Du hast die heilige Klara mit der Liebe zur Armut inspiriert. Durch die Hilfe ihrer Gebete mögen wir Christus in der Armut des Geistes folgen und zur freudigen Schau deiner Herrlichkeit im Himmelreich kommen. Darum bitten wir durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der lebt und regiert mit Dir und dem Heiligen Geist, einem Gott, in Ewigkeit. Amen.
Gebet zur Hl. Klara (insbesondere für Medienschaffende)
Liebe hl. Klara, inspiriert vom hl. Franziskus wurdest du um Jesu willen eine arme Nonne und gründetest die „Klarissen“. Es wird uns erzählt, wie sehr du Christus, der im Sakrament des Altars gegenwärtig ist, verehrt hast. Ist die Messe nicht eine Art Fernsehen des Opfers Christi am Kreuz? Hilf allen, die im Fernsehen arbeiten, die Wahrheit zu verbreiten und sich von der Lüge und dem Bösen abzuwenden. Amen.
Novene an die Heilige Klara
Liebe heilige Klara, als junges Mädchen ahmtest du die Liebe deiner Mutter zu den Armen in deiner Heimat Assisi nach. Inspiriert von den Predigten des heiligen Franziskus, der begeistert von seinem Herrn Jesus und der Armut der Frau sang, hast du mit neunzehn Jahren dein Leben Jesus übergeben, indem du dir vom heiligen Franziskus dein schönes Haar abschneiden und den franziskanischen Habit anlegen ließest. Dein ganzes Leben lang hast du dein großes Leiden für deine Schwestern, die Klarissen, und die Bekehrung der Seelen geopfert. Du hast dem heiligen Franziskus bei seinem neuen Orden sehr geholfen und seinen Geist in den Franziskanern nach seinem Tod weitergeführt. Vor allem hattest du eine tiefe Liebe zu Jesus im Allerheiligsten Sakrament, die deine Berufung zur Liebe und Sorge für die Armen befeuerte. Bitte beten Sie für mich (erwähnen Sie Ihre Bitte), dass ich versuche, Jesus als meine erste Liebe zu bewahren, wie Sie es getan haben. Hilf mir, in der Liebe zum Allerheiligsten Sakrament zu wachsen, mich um die Armen zu kümmern und mein ganzes Leben Gott zu opfern. Himmlischer Vater, wir danken Dir für das Geschenk der heiligen Klara. Bitte erhöre und erfülle auf ihre Fürsprache mein Gebet, im Namen Jesu, deines Sohnes. Amen.
Vergleich: Klaras Regel und die Benediktinische Regel
Die Heilige Klara war unerschütterlich in ihrer Forderung nach absoluter Armut für ihren Orden. Dies führte zu Spannungen mit den kirchlichen Autoritäten, die den Klarissen nahelegten, die Benediktinische Regel zu übernehmen. Klara empfand diese jedoch als zu „locker“ im Vergleich zu ihrem eigenen, radikalen Ideal. Der folgende Vergleich verdeutlicht die wesentlichen Unterschiede in ihrer Auffassung von monastischem Leben:
| Aspekt | Heilige Klara (Klarissen-Regel) | Benediktinische Regel (impliziert aus Klaras Sicht) |
|---|---|---|
| Armut | Radikale Armut und Verzicht auf jeglichen Besitz (individuell und gemeinschaftlich), Leben von Almosen, Verzicht auf Fleisch, Schlaf auf dem Boden. | Ermöglichte den Klöstern den Besitz von Ländereien und festen Einkünften zur Selbstversorgung; von Klara als zu nachsichtig empfunden. |
| Lebensweise | Sehr einfaches, karges Leben, starker Fokus auf Gebet, Schweigen und Opfer; Verzicht auf jeglichen Luxus und Komfort. | Betont ebenfalls ein geordnetes monastisches Leben mit Gebet und Arbeit, jedoch mit potenziell mehr materieller Sicherheit und Bequemlichkeit. |
| Priorität | Alleinige Priorität auf Gott und das Gebet, ermöglicht durch die Befreiung von materiellen Sorgen. | Fokus auf Gottesdienst und Gemeinschaftsleben, aber mit einer anderen Herangehensweise an den materiellen Unterhalt. |
Häufig gestellte Fragen zur Heiligen Klara
Wer war die Heilige Klara von Assisi?
Die Heilige Klara von Assisi (geboren Chiara Offreduccio) war eine italienische Adlige, die im 12. Jahrhundert lebte. Sie war eine enge Vertraute und Schülerin des Heiligen Franziskus von Assisi und gründete den Orden der Klarissen, einen weiblichen Zweig der Franziskaner, der für seine strenge Einhaltung der Armut bekannt ist.
Warum ist die Heilige Klara die Schutzpatronin des Fernsehens?
Klara ist die Schutzpatronin des Fernsehens, weil sie an einem Weihnachtsabend, als sie zu krank war, um an der Messe teilzunehmen, eine wundersame Vision hatte. Sie konnte die Messe in ihrem eigenen Zimmer „live“ miterleben. Papst Pius XII. ernannte sie 1958 aufgrund dieser „Live-Übertragung“ zur Patronin des Fernsehens.
Was ist das „Privileg der Armut“, für das Klara kämpfte?
Das „Privileg der Armut“ war Klaras Ideal der absoluten Armut, bei dem ihr Orden keinen Besitz haben durfte, weder individuell noch gemeinschaftlich. Sie bestand darauf, dass die Schwestern allein von Almosen leben sollten, um sich vollständig auf Gott zu konzentrieren. Dies war ein radikaler Bruch mit den üblichen Klosterregeln ihrer Zeit und wurde erst kurz vor ihrem Tod offiziell anerkannt.
Was sind die Klarissen und wo leben sie heute?
Die Klarissen sind der Orden, den die Heilige Klara von Assisi gegründet hat. Ursprünglich als „Orden von San Damiano“ oder „Arme Frauen“ bekannt, wurden sie später nach ihrer Gründerin benannt. Heute gibt es über 20.000 Klarissen in mehr als 75 Ländern weltweit, die weiterhin nach den Idealen der Einfachheit, des Gebets und der Armut leben, die Klara vorgelebt hat.
Wie war die Beziehung zwischen der Heiligen Klara und dem Heiligen Franziskus?
Die Heilige Klara und der Heilige Franziskus hatten eine tiefe spirituelle Freundschaft. Franziskus war Klaras Mentor und geistlicher Vater, der sie auf ihrem Weg ins Klosterleben begleitete und sie bei der Gründung ihres Ordens unterstützte. Sie teilten das Ideal der radikalen Armut und inspirierten sich gegenseitig in ihrem Glauben und ihrer Hingabe an Christus.
Wenn du andere Artikel ähnlich wie Die Heilige Klara von Assisi: Ein Leben in Armut und Gebet kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Religion besuchen.
