Wie viele Kinder hat Samuel?

Salbung im Alten Testament: Gottes verborgene Wahl

06/09/2024

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Die Salbung ist ein Ritual von tiefer symbolischer und geistlicher Bedeutung, das sich durch die Erzählungen des Alten Testaments zieht. Sie markiert einen Moment der Weihe, der Bestimmung und der göttlichen Bevollmächtigung. Es ist ein heiliger Akt, bei dem Öl über eine Person gegossen wird, um ihre Auserwählung für eine besondere Aufgabe oder Rolle zu signalisieren. Im Kern geht es bei der Salbung darum, dass ein Mensch von Gott für einen spezifischen Dienst bestimmt und mit Seinem Geist ausgerüstet wird. Es ist ein sichtbares Zeichen einer unsichtbaren, aber mächtigen göttlichen Intervention. Doch die wahre Essenz dieser göttlichen Auswahl offenbart sich oft nicht in dem, was menschliche Augen sehen, sondern in dem, was nur Gott erkennen kann: das Herz.

Welche Bedeutung hat die Salbung in der alten Kirche?
In der Alten Kirche steht die Salbung in Verbindung mit der Taufe. Die Formen sind vielfäl-tig. Die Salbung am ganzen Körper vor der Taufe zum Beispiel steht zeichenhaft für die Aus-treibung des Lebensfeindlichen, für den Schutz und die Bewahrung vor Bösem.

„Der Mensch urteilt nach dem, was er sieht, doch der Herr sieht ins Herz!“ Dieser tiefgründige Gedanke aus dem ersten Buch Samuel (1. Sam 16,7) ist der Schlüssel zum Verständnis der Salbung im Alten Testament und insbesondere der Geschichte Davids. Er fordert unsere menschliche Tendenz heraus, nach äußeren Merkmalen, Stärke oder gesellschaftlichem Status zu urteilen, und lenkt unseren Blick auf das, was im Inneren eines Menschen verborgen liegt.

Inhaltsverzeichnis

Die göttliche Wahl: Mehr als das Äußere

Die Geschichte der Salbung Davids beginnt mit einer tiefen Trauer. Der Prophet Samuel war zutiefst betrübt über das Versagen König Sauls, den Gott einst selbst für die Führung seines Volkes Israel auserwählt hatte. Sauls Ungehorsam und Missbrauch seiner Macht hatten eine tiefe Enttäuschung hinterlassen, nicht nur in Samuel, sondern auch in den Augen Gottes. Doch die göttliche Geschichte endete nicht mit Sauls Scheitern. Im Gegenteil, Gott hatte bereits einen neuen, weitreichenden Plan geschmiedet, der Samuel aus seiner Trauer rütteln sollte.

Gott forderte Samuel auf, seine Trauer zu beenden und einen neuen König zu salben. Aber wen? Samuel hatte keine Ahnung und war voller Zweifel. Wie sollte er dies tun, solange Saul noch lebte? Würde Saul ihn nicht töten, wenn er davon erfuhr? Doch Gott, der für jede Herausforderung eine Lösung bereithält, wies Samuel an, ein Opferfest in Bethlehem zu feiern – eine legitime Aufgabe für einen Priester wie Samuel. Bei dieser unauffälligen Gelegenheit sollte er einen Sohn Isais zum König salben. Trotz seiner Bedenken und der menschlichen Logik, die sich gegen diesen Plan sträubte, gehorchte Samuel. Er verließ sich auf Gottes Weisheit, die sich oft von menschlichem Verständnis unterscheidet, aber letztlich immer zum Besten führt.

In Bethlehem angekommen, traf Samuel auf Isai und seine Söhne. Das Opferfest war in vollem Gange, und die Gelegenheit, den Auserwählten zu finden, war gekommen. Samuel bat Isai, ihm seine Söhne vorzustellen, denn Gott hatte einen von ihnen für eine große Aufgabe auserwählt. Als der älteste Sohn, Eliab, vor ihn trat, war Samuel beeindruckt. Eliab war groß und stattlich, er schien alle Eigenschaften eines zukünftigen Königs zu besitzen, so wie Saul einst ausgesehen hatte. Samuel dachte: „Das muss er sein! Das ist der, den Gott erwählt hat.“

Doch Gottes Antwort war unmissverständlich und korrigierte Samuels menschliche Wahrnehmung: „Sieh nicht auf sein Aussehen und seine stattliche Gestalt, denn ich habe ihn verworfen; Gott sieht nämlich nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der Herr aber sieht das Herz.“ Einer nach dem anderen traten Isais sieben Söhne vor Samuel, jeder auf seine Weise beeindruckend, aber keiner von ihnen war der Auserwählte Gottes. Samuel war verwirrt. Hatte Isai wirklich keine weiteren Söhne? Er fragte Isai, ob dies alle seine Söhne seien.

Zögernd und fast verächtlich antwortete Isai, dass da noch der jüngste sei, David, der gerade die Schafe hütete. Ein Hirtenjunge, der für die „schwere Arbeit“ des Hofes oder gar den Kampf nicht in Frage kam. Doch in diesem Moment spürte Samuel eine tiefe Gewissheit, eine göttliche Eingebung. „Hole ihn! Wir brauchen ihn hier!“, befahl er Isai.

Als David schließlich erschien – ein junger Mann, gebräunt von der Sonne, mit wachen Augen und einer unscheinbaren Erscheinung – sprach Gott klar zu Samuel: „Ja, das ist er. Er ist in kleinen Dingen treu und verantwortungsbewusst, er sucht immer wieder meine Gegenwart und Hilfe, ihm vertraue ich nun Großes an. Salbe ihn zum neuen König Israels!“ Bewegt goss Samuel das Salböl über David. Es war ein heiliger Moment, in dem Gottes Geist David berührte und erfüllte. Mit diesem Akt wurde David nicht nur für seine künftige Rolle als König geweiht, sondern auch mit der göttlichen Kraft und Weisheit ausgestattet, die er für diese Aufgabe benötigen würde.

Was ist die Salbung im Alten Testament?
Im Alten Testament steht die Salbung immer wieder im Zusammenhang mit der Gegenwart des Heiligen Geistes in dem Gesalbten (zum Beispiel Jesaja 61,1). Im Sportunterricht dürfen zwei Schüler je eine Gruppe wählen, indem sie abwechselnd Namen nennen; einer bleibt immer bis zum Schluss übrig und ist damit der Dumme.

Die tiefere Bedeutung der Salbung im Alten Testament

Die Salbung war im Alten Testament weit mehr als nur eine zeremonielle Handlung; sie war ein tiefgreifendes Sakrament der göttlichen Bestimmung und Ermächtigung. Sie wurde für verschiedene Ämter und Zwecke angewandt:

  • Könige: Die Salbung verlieh dem König göttliche Legitimation und Autorität. Sie signalisierte, dass er nicht durch menschliche Macht, sondern durch Gottes Gnade und Wahl auf den Thron gesetzt wurde. Der Gesalbte (hebräisch: Messias, griechisch: Christus) war der von Gott Auserwählte und Bevollmächtigte.
  • Priester: Priester wurden gesalbt, um sie für ihren heiligen Dienst im Tempel zu weihen. Die Salbung reinigte sie und machte sie fähig, vor Gott zu treten und für das Volk zu vermitteln.
  • Propheten: Obwohl seltener erwähnt, wurden auch Propheten manchmal gesalbt, um ihre Berufung und die göttliche Autorität ihrer Botschaft zu unterstreichen.
  • Gegenstände: Auch bestimmte Gegenstände, wie der Altar oder die Stiftshütte, wurden gesalbt, um sie für heilige Zwecke abzusondern und zu weihen.

Ein zentraler Aspekt der Salbung war die Verbindung zur Gegenwart des Heiligen Geistes. Wie in Jesaja 61,1 beschrieben: „Der Geist des Herrn HERRN ist auf mir; denn der HERR hat mich gesalbt...“ Diese Passage, die später von Jesus Christus auf sich bezogen wurde, zeigt, dass die Salbung nicht nur eine äußerliche Handlung war, sondern eine innere Erfüllung mit göttlicher Kraft und Weisheit. Der Heilige Geist befähigte den Gesalbten, seine Aufgabe im Einklang mit Gottes Willen zu erfüllen, sei es als König, Priester oder Prophet.

David: Ein Mann nach Gottes Herzen

Warum wählte Gott gerade David, den jüngsten und unscheinbarsten Sohn Isais? Die Antwort liegt in dem, was Gott sah: Davids Herz. Die Bibel beschreibt David als einen Mann, der treu, zuverlässig, verantwortungsbewusst und lebenstauglich war. Schon in seiner Rolle als Hirte zeigte er diese Qualitäten. Er beschützte seine Schafe vor Löwen und Bären, er kümmerte sich um sie mit Hingabe. Gott vertraute ihm, weil er im Kleinen treu war. Diese Treue im Umgang mit einer Herde von Schafen war eine Vorbereitung für die weitaus größere Aufgabe, Gottes Volk Israel zu hüten und zu führen.

David war auch ein Mann, der immer wieder Gottes Gegenwart suchte. Seine Psalmen zeugen von einer tiefen, persönlichen Beziehung zu Gott. Er sah Gott als seinen König, Herrn, Schöpfer und Ratgeber. Er wusste, dass Gott größer war als er selbst und dass er Gott in jeder Lebenslage brauchte. Diese Demut und Abhängigkeit von Gott, gepaart mit seinem Mut und seiner Entschlossenheit, machten ihn zu einem „Mann nach Gottes Herzen“.

Obwohl David später zum größten König Israels aufstieg und sein Reich erheblich erweiterte, war er nicht immun gegen menschliche Schwächen und Versuchungen. Die Bibel verschweigt seine Fehler nicht, insbesondere seine Sünde mit Batseba und die daraus resultierenden Konsequenzen. Doch selbst in seinen Verfehlungen zeigte David eine bemerkenswerte Fähigkeit zur Reue und Umkehr. Er bekannte seine Sünden demütig vor Gott, und Gott vergab ihm. Diese Fähigkeit zur Buße und seine fortwährende Suche nach Gottes Barmherzigkeit sind ein weiterer Beweis für die Qualitäten seines Herzens, die Gott sah und schätzte. Davids Königtum wurde so bedeutend, dass er zum Vorbild für den erwarteten Messias wurde, der als „Sohn Davids“ bezeichnet werden sollte.

Die Salbung in der Alten Kirche: Eine Brücke zur Taufe

Die Bedeutung der Salbung reichte über das Alte Testament hinaus und fand ihre Fortsetzung in den Praktiken der Alten Kirche, insbesondere im Zusammenhang mit der Taufe. Die Formen waren vielfältig, doch die symbolische Kraft blieb bestehen. Eine Salbung am ganzen Körper vor der Taufe stand zeichenhaft für die Austreibung des Lebensfeindlichen, für den Schutz und die Bewahrung vor Bösem. Sie war ein Akt der Reinigung und Stärkung des Taufkandidaten, um ihn auf den geistlichen Kampf vorzubereiten und ihn unter göttlichen Schutz zu stellen, bevor er durch die Taufe in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen wurde. Dies zeigt eine Entwicklung und Vertiefung der Bedeutung der Salbung von der Weihe für eine spezifische Rolle zur Vorbereitung auf ein neues Leben in Christus.

Vergleich: Menschliche vs. Göttliche Auswahlkriterien

Die Geschichte Davids illustriert einen fundamentalen Unterschied in der Art, wie Menschen und Gott wählen. Diese Diskrepanz ist nicht nur historisch relevant, sondern auch für unser heutiges Verständnis von Berufung und Wert von großer Bedeutung.

Menschliche Auswahlkriterien (Samuel anfangs)Göttliche Auswahlkriterien (Gott)
Äußeres Erscheinungsbild (Größe, Statur, Schönheit)Das Herz (Charakter, innere Haltung, Motivation)
Offensichtliche Stärke und MachtTreue in kleinen Dingen
Alter und Erfahrung (ältester Sohn bevorzugt)Demut und Verantwortungsbewusstsein
Sozialer Status oder Position (Kämpfer, Hofleiter)Bereitschaft, Gottes Gegenwart zu suchen
Oberflächliche EindrückeTiefe der Beziehung zu Gott
Erwartungen und Konventionen der GesellschaftGöttlicher Plan und Zweck

Dieser Vergleich verdeutlicht, dass Gottes Blick tiefer geht als der menschliche. Er sieht das Potenzial, die Hingabe und die innere Ausrichtung eines Menschen, die oft verborgen bleiben, wenn man nur auf das Äußere achtet. Diese Perspektive ist herausfordernd, aufrüttelnd und gleichzeitig zutiefst tröstlich, denn sie bedeutet, dass jeder Mensch, unabhängig von seinem äußeren Ansehen oder seiner gesellschaftlichen Stellung, von Gott gesehen und für Großes berufen werden kann.

Was ist die Salbung im Alten Testament?
Im Alten Testament steht die Salbung immer wieder im Zusammenhang mit der Gegenwart des Heiligen Geistes in dem Gesalbten (zum Beispiel Jesaja 61,1). Im Sportunterricht dürfen zwei Schüler je eine Gruppe wählen, indem sie abwechselnd Namen nennen; einer bleibt immer bis zum Schluss übrig und ist damit der Dumme.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Salbung im Alten Testament

Was bedeutet Salbung konkret?

Die Salbung ist ein ritueller Akt, bei dem eine Person oder ein Gegenstand mit Öl übergossen oder bestrichen wird. Im Alten Testament symbolisiert sie die Weihe, die besondere Auserwählung und die Beauftragung durch Gott für eine spezifische Aufgabe, oft verbunden mit der Übertragung des Heiligen Geistes und göttlicher Autorität.

Warum wurde David gesalbt und nicht einer seiner Brüder?

David wurde gesalbt, weil Gott sein Herz sah. Während seine Brüder nach menschlichen Maßstäben beeindruckender und königlicher erschienen, erkannte Gott in David Eigenschaften wie Treue, Verantwortungsbewusstsein und eine tiefe Abhängigkeit von Ihm. David war ein Mann, der Gottes Gegenwart suchte und sich in kleinen Dingen als zuverlässig erwiesen hatte – Qualitäten, die Gott für die Führung seines Volkes als entscheidend ansah, im Gegensatz zu bloßer äußerer Erscheinung oder Stärke.

Was ist der Heilige Geist im Zusammenhang mit der Salbung?

Im Alten Testament ist die Salbung oft untrennbar mit der Gegenwart und dem Wirken des Heiligen Geistes verbunden. Der Heilige Geist befähigte den Gesalbten (König, Prophet, Priester) für seine göttliche Aufgabe. Er verlieh ihm Weisheit, Mut, Erkenntnis und die notwendige Kraft, um Gottes Willen auszuführen. Bei David heißt es explizit, dass der Geist des Herrn von diesem Tag an über ihm war, was seine göttliche Befähigung für das Königtum unterstreicht.

Wie viele Kinder hatte Isai, Davids Vater?

Isai hatte acht Söhne. In 1. Samuel 16,10-11 heißt es, dass Isai sieben seiner Söhne vor Samuel treten ließ, aber keiner von ihnen war der Auserwählte. Erst auf Samuels Nachfrage hin erwähnte Isai den jüngsten Sohn, David, der die Schafe hütete, und dieser achte Sohn war der von Gott Auserwählte.

Gibt es heute noch Salbungen im religiösen Kontext?

Ja, Salbungen gibt es auch heute noch in verschiedenen religiösen Traditionen, insbesondere im Christentum. In der katholischen Kirche gibt es beispielsweise die Krankensalbung und die Salbung bei der Taufe, Firmung und Priesterweihe. Auch in einigen evangelischen und freikirchlichen Traditionen werden Salbungen praktiziert, oft im Zusammenhang mit Gebet für Heilung oder Segnung.

Schlussfolgerung

Die Salbung im Alten Testament ist eine kraftvolle Erinnerung daran, dass Gottes Wege und Kriterien sich oft dramatisch von denen der Menschen unterscheiden. Die Geschichte Davids ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass Gott nicht nach dem Äußeren urteilt, sondern in das Herz sieht und diejenigen erwählt, die treu, demütig und bereit sind, Ihm zu dienen. Es ist eine Botschaft der Hoffnung und des Trostes, die uns daran erinnert, dass Gott jeden von uns genau kennt, unsere Begabungen sieht und uns für seine Zwecke gebrauchen möchte, unabhängig davon, wie die Welt uns beurteilt. Mögen wir alle lernen, unsere Fähigkeiten sinnvoll einzusetzen und unsere Aufgaben mit einem Herzen zu erfüllen, das wie Davids Herz nach Gottes Gegenwart und Seinem Willen strebt.

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