Jesus und die Kinder: Ein Segen für das Leben

07/05/2025

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In einer Welt, die oft von Leistung und Status geprägt ist, überrascht die biblische Erzählung von Jesus und den Kindern durch ihre radikale Einfachheit und Liebe. Sie ist eine der zartesten und zugleich kraftvollsten Geschichten des Neuen Testaments, die uns nicht nur etwas über Jesus offenbart, sondern auch über die wahren Werte des Himmels und die Rolle der Jüngsten in unserer Gesellschaft. Wie kann ein so einfacher Akt wie die Umarmung und Segnung von Kindern eine solch tiefgreifende theologische und praktische Bedeutung entfalten? Tauchen wir ein in diese bewegende Begebenheit und ihre zeitlose Botschaft.

Was hat Jesus den Kindern gegeben?
Jesus legt ihnen die Hände auf und segnet sie. Jesus offenbart sich gegen den Widerstand seiner Jünger als Freund der Kinder und spricht ihnen das Reich Gottes als Eigentum zu.

Die biblische Erzählung: Jesus offenbart seine Liebe zu den Kindern

Die Evangelien nach Matthäus (19,13–15), Markus (10,13–16) und Lukas (18,15–17) berichten übereinstimmend von einer bemerkenswerten Szene: Eltern bringen ihre Kinder zu Jesus, damit er sie berühre und segne. Ein natürliches Verlangen, den geliebten Nachwuchs dem großen Lehrer und Heiler vorzustellen. Doch die Jünger, wohl aus dem Wunsch heraus, Jesus vor Ablenkung zu schützen oder seine Zeit für „wichtigere“ Dinge zu bewahren, versuchen, die Kinder und ihre Begleiter abzuweisen. Ihre Reaktion spiegelt möglicherweise die damalige gesellschaftliche Auffassung wider, dass Kinder keine große Bedeutung hatten und eher als Eigentum oder zukünftige Arbeitskräfte angesehen wurden, nicht aber als eigenständige, wertvolle Individuen.

Doch Jesus reagiert auf diese Abweisung mit „Unwillen“, einer starken Zurechtweisung seiner Jünger. Sein berühmtes Wort hallt durch die Jahrhunderte: „Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes.“ Er geht sogar noch weiter und macht die Kinder zum Vorbild für alle, die in das Reich Gottes gelangen wollen: „Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.“

Nach dieser eindringlichen Lehre geben die Jünger ihren Widerstand auf. Jesus selbst umarmt die Kinder liebevoll, legt ihnen die Hände auf und segnet sie. Dieser Akt ist weit mehr als eine Geste der Freundlichkeit; er ist eine theologische Aussage, die die Wertschätzung der Kinder im Christentum grundlegend prägt. Jesus offenbart sich als Freund der Kinder und spricht ihnen das Reich Gottes als ihr ureigenes Eigentum zu. Dies ist eine revolutionäre Perspektive, die das Fundament für die christliche Pädagogik und den Umgang mit Kindern bis heute bildet.

Die Bedeutung der Kindersegnung im Christentum

Die Kindersegnung ist nicht nur eine rührende Geschichte, sondern hat tiefgreifende theologische und praktische Implikationen. Sie ist eine der wenigen Stellen im Neuen Testament, die sich explizit mit der Stellung von Kindern in der Gemeinde befasst und hat daher eine wichtige Rolle in der Diskussion um die Kindertaufe gespielt.

Grundsätzlich gibt es zwei theologische Positionen bezüglich der Kindertaufe, die sich auf diese Geschichte beziehen:

PositionArgumentation basierend auf der Kindersegnung
Ablehnung der KindertaufeDiese Kirchen betonen, dass Jesus das Reich Gottes über ungetauften Kindern ausspricht. Für sie ist bedeutsam, dass Jesus die Kinder nicht tauft oder ihre Taufe veranlasst, sondern ihnen „nur“ die Hände auflegt und sie segnet. Der Segen wird als eine Geste der Zuwendung verstanden, die nicht an die Taufe gebunden ist und die freie Entscheidung des Einzelnen für den Glauben nicht vorwegnimmt. Sie sehen die Kindersegnung als einen separaten, eigenständigen Ritus, der die Wertschätzung der Kinder und ihre Zugehörigkeit zu Gott ohne eine formale Taufe bekräftigt.
Praxis der KindertaufeFür Kirchen, die die Kindertaufe praktizieren, ist die Kindersegnung ein Beleg dafür, dass bereits Kinder alle Eigenschaften besitzen, um zu Jesus kommen zu dürfen und in seine Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Sie argumentieren, dass die Zuwendung und der Segen des Messias eine andere Qualität haben als der Segen der Kirche. Die Taufe der Kinder liegt für sie im umfassenden Auftrag des auferstandenen Christus begründet, alle Völker zu taufen (Mt 28,19). Sie sehen die Kindersegnung als Bestätigung, dass Kinder von Anfang an in Gottes Heilsplan eingeschlossen sind und durch die Taufe in die sichtbare Gemeinschaft der Kirche aufgenommen werden, was den Bund Gottes mit den Gläubigen und ihren Nachkommen symbolisiert.

Unabhängig von der Haltung zur Kindertaufe praktizieren nahezu alle Kirchen eine Form der Kindersegnung. Dies liegt daran, dass das Segnen von Menschen im Allgemeinen als biblisch geboten gilt. Insbesondere Kirchen, die keine Kindertaufe durchführen, haben oft einen eigenen, ausgearbeiteten Ritus der Kindersegnung etabliert, um die Aufnahme der Kinder in die Gemeinde und den göttlichen Schutz zu feiern.

Was gibt Jesus den Kindern durch seinen Segen?

Jesu Segen ist mehr als eine symbolische Geste; er ist eine Quelle der Kraft, des Schutzes und der Ermutigung. Wenn wir uns die Praxis der Kindersegnung heute ansehen, insbesondere im Übergang von einer kirchlichen Krippe in einen städtischen Kindergarten, wird deutlich, was der Segen Jesu den Kindern konkret schenkt. Solche Übergangsphasen sind für Kinder, Eltern und Fachkräfte oft einschneidend und können Verunsicherung hervorrufen. Eine achtsame Begleitung und stärkende Angebote sind in dieser Zeit von unschätzbarem Wert.

Biblische Begegnungsgeschichten, wie die der Kindersegnung, erzählen davon, wie Jesus Menschen, die abgewiesen oder ausgegrenzt werden, anspricht und zum Leben ermutigt. Die Geschichte der Kindersegnung greift die Perspektive der Kinder auf: Während Jesu Freunde versuchen, sie fernzuhalten, weist Jesus die Erwachsenen zurecht, wendet sich den Kindern liebevoll zu und segnet sie. Er stellt ihren Glauben und ihr Vertrauen auf Gott heraus und macht sie in dieser Hinsicht sogar zum Vorbild für Erwachsene. Das ist eine wichtige Botschaft: Kinder sind nicht nur Empfänger, sondern auch Lehrmeister des Glaubens.

Der Segen Jesu gibt den Kindern:

  • Schutz und Halt: Wie ein unsichtbarer Mantel umhüllt der Segen die Kinder und begleitet sie auf all ihren Wegen, auch in neue und unbekannte Situationen wie den Wechsel in den Kindergarten. Er vermittelt ihnen das Gefühl, nicht allein zu sein und in Gottes Hand geborgen zu sein.
  • Selbstvertrauen und Wertschätzung: Durch den Segen erfahren die Kinder, dass sie bedingungslos liebenswert, wichtig und wertvoll sind. Diese Zusage stärkt ihr Selbstwertgefühl und hilft ihnen, Herausforderungen mit Zuversicht zu begegnen. Es ist die Botschaft: „Wie die Kinder, die Jesus zu sich ruft und segnet, bist auch du liebenswert, wichtig und wertvoll.“
  • Mut und Kraft: Der Zuspruch und Segen Jesu stärkt die Kinder im Moment und durch die Erinnerung an die Geschichte auch in der Übergangszeit und in der neuen Situation. Er gibt ihnen die innere Stärke, die sie benötigen, um neue Schritte zu wagen und sich an neue Umgebungen anzupassen.

Die Kindersegnung in der Praxis: Eine Bewegungsgeschichte für die Kleinsten

Um die Botschaft der Kindersegnung für Kleinkinder erfahrbar zu machen, bietet sich eine interaktive Form an, wie sie in vielen kirchlichen Einrichtungen praktiziert wird. Eine „Bewegungsgeschichte“ in Reimform ist hier besonders effektiv, da sie die Kinder handelnd in die Erzählung einbindet und ihre Sinne anspricht. Die Lutherübersetzung des Markusevangeliums (10,13-16) dient dabei als Grundlage:

Die Segnung der Kinder
13 Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an.
14 Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes.
15 Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.
16 Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.

Wie können Kinder sich eine neue Geschichte aus der Bibel anhören?
Über das Telefon können Kinder sich jede Woche eine neue dreiminütige Geschichte aus der Bibel anhören. 2002 entsteht eine weitere Projektarbeit: Bibelfernkurse für Kinder. Der KEB-Mailbox-Club wird hierfür gegründet. In kürzester Zeit melden sich Tausende von Kindern aus ganz Deutschland an. 2004 weitet sich die Arbeit auf das Internet aus.

Die Umsetzung als Bewegungsgeschichte in Reimform ist besonders wirkungsvoll für Kleinkinder, da sie Reime in Kombination mit Bewegungen schnell aufnehmen und abspeichern können. Bekannte Worte und Lebenssituationen werden mit passenden Bewegungen unterstrichen, beispielsweise eine Gehbewegung zum Wort „gehen“. Bewusste Wiederholungen tragen zum schnellen Erlernen, Begreifen und Vertiefen bei. Die wichtige Aussage „Das gibt Kraft und Mut und wir spüren, das tut gut.“ wird beispielsweise dreimal in leicht abgewandelter Form eingesetzt, um ihre Bedeutung zu verankern.

Die Kindersegnungsgeschichte als Bewegungsgeschichte in Reim-Form:

Jesus geht mit seinen Freunden in eine Stadt, (Gehbewegung)
die einen großen Marktplatz hat. (einen großen Kreis mit der Hand zeigen)
Viele Menschen sieht man gehen, (Gehbewegung und Hand wie eine Schirmkappe über die Augen halten)
viele Menschen wollen Jesus sehen. (Hände zur Brille formen und vor die Augen halten)
Jesus gibt den Menschen Kraft und Mut. (die Arme in „Kraftprotzpose“ halten)
Sie spüren, das ist wichtig und tut gut. (Arme über der Brust kreuzen)
Mütter, Väter und Kinder sieht man gehen, (Gehbewegung)
auch sie wollen Jesus sehen. (Hände zur Brille formen und vor die Augen halten)
Sie hoffen, er gibt Kraft und Mut. (die Arme in „Kraftprotzpose“ halten)
Und sie spüren, das tut gut. (Arme über der Brust kreuzen)
Doch die Freunde von Jesus sind empört (Hände in die Hüften und empört gucken)
und sagen zu den Kindern laut: „Geht weg, ihr stört! (mit den Händen „Geh weg”-Bewegung)
Geht weg! Habt ihr nicht gehört?“ (mit den Händen „Geh weg”-Bewegung)
Die Kinder kriegen Angst und einen Schreck. (Arme vor der Brust kreuzen, zusammenzucken)
Sie haben Angst und wollen ganz schnell weg. (Arme vor der Brust kreuzen, zusammenzucken und schnelle Laufbewegung)
Da spricht Jesus: „Nein, bleibt hier! (mit den Armen heranwinken)
Kommt alle her zu mir! (mit den Armen heranwinken)
Ich habe alle Kinder lieb und geb euch meinen Segen, (auf alle Kinder zeigen, sich selbst in den Arm nehmen und ein Dach über dem Kopf zeigen)
der soll euch behüten auf allen euren Wegen! (weiterhin Dach über dem Kopf halten)
Das gibt Euch Kraft und Mut.“ (alle fassen sich an)
Und wir spüren, das tut richtig gut! (weiterhin anfassen)

Der Morgenkreis: Eine pädagogische Anwendung

Der Morgenkreis ist ein idealer Rahmen, um die Kindersegnungsgeschichte regelmäßig zu spielen und zu besprechen. In einer Gruppe von 15 Kindern im Alter von einem bis drei Jahren und drei Fachkräften kann der Ablauf wie folgt gestaltet werden:

Der Kreis beginnt mit dem Anzünden einer Kerze, auf der ein Kreuz abgebildet ist, gefolgt von einem Gebet wie „Wo ich gehe, wo ich stehe, bist Du, lieber Gott, bei mir…“ mit unterstützenden Bewegungen. Ein Lied wie „Gott hat alle Kinder lieb…“ stimmt auf das Thema ein.

Die Einführung zur Bewegungsgeschichte könnte lauten: „Heute möchte ich euch eine Geschichte erzählen, in der Jesus mit den Kindern spricht und genau wie in unserem Lied sagt: ‚Ich habe alle Kinder lieb!‘“

Nach einer kurzen Nacherzählung des Inhalts wird die Kerze auf die Fensterbank gestellt, und die Kinder stehen auf. Die Fachkraft spricht die erste Zeile mit den Bewegungen vor, und alle wiederholen sie. Dies wird Zeile für Zeile fortgesetzt, bis die gesamte Geschichte erzählt ist. Die Wiederholung der Geschichte stärkt das Verständnis und die Verinnerlichung der Botschaft.

Im Anschluss an die Bewegungsgeschichte versucht man, mit den Kindern ins Gespräch zu kommen. Fragen zu Situationen in der Geschichte, die die Kinder aus ihrem eigenen Leben kennen, helfen dabei, eine Brücke zu schlagen: „Die Freunde von Jesus schicken die Kinder weg. Hat dich auch schon mal jemand weggeschickt?“ oder „Wenn es ganz laut ist, habe ich Angst.“ – „Hast du auch mal Angst?“ Solche Fragen ermöglichen es den Kindern, sich in der Geschichte wiederzufinden und von eigenen Erfahrungen zu erzählen, wie etwa: „Meine Mama und mein Papa haben mich lieb.“

Die Aussage der letzten zwei Zeilen der Geschichte: „Das gibt euch Kraft und Mut und wir spüren, das tut richtig gut“ wird bewusst wiederholt. Das gemeinsame Anfassen und Bewegen beim Sprechen dieser Zeilen macht deutlich und erfahrbar, wie es sich anfühlt, kräftig und mutig zu werden, und wie gut sich dieses Gefühl anfühlt. Zum Abschluss wird die Kerze gelöscht und ein Aufräumlied gesungen.

Eindrücke aus dem wiederholten Einsatz im Morgenkreis

Die regelmäßige Durchführung der Bewegungsgeschichte über mehrere Wochen vor dem Abschied zeigt deutliche Erfolge. Die Kinder genießen die Wiederholung, werden sicherer in den Bewegungen und verinnerlichen schließlich den Text. Besonders die älteren Kinder ab dem zweiten Lebensjahr zeigen ein zunehmendes Verständnis für den Text. Die Bewegungen, wie die „Kraftprotzpose“, sprechen insbesondere die Jungen an und ermöglichen ihnen, ihre Stärke auszudrücken. Auch das empörte Verhalten der Jünger berührt viele Kinder sichtlich, und sie ahmen die Bewegungen und Mimik schnell nach.

Es zeigt sich, dass die Kinder einige Wiederholungen benötigen, um die Geschichte so zu verarbeiten, dass Raum für ein Gespräch entsteht. Erst dann können sie sich wiederfinden und von eigenen Erfahrungen erzählen. Diese Methode ermöglicht es, nicht nur die Geschichte zu vermitteln, sondern auch die emotionalen und sozialen Fähigkeiten der Kinder zu stärken, indem sie über Gefühle wie Angst oder Liebe sprechen lernen.

Zum Einsatz bei Verabschiedungen mit Eltern

Die Kindersegnungsgeschichte eignet sich hervorragend für Verabschiedungen, bei denen Kinder und ihre Familien anwesend sind. Die Reime und Bewegungen können auch von den Erwachsenen mitgemacht werden, was zu einer gemeinsamen, freudigen Erfahrung führt. Bei einer Abschiedsandacht zum Ende des Krippenjahres, insbesondere für die Kinder, die in den Kindergarten wechseln, bildet die Geschichte den Schwerpunkt. Im Gemeindehaus kann ein großer Stuhlkreis für die Erwachsenen und ein innerer Sitzkissenkreis für die Kinder geschaffen werden. Die vorbereiteten, laminierten Geschichten liegen in der Mitte bereit.

Wie feiert man das Evangelium?

Dieses Erlebnis macht deutlich, dass die Bewegungsgeschichte den Bibeltext für alle Altersgruppen verständlich machen kann. Auch Erwachsene lassen sich auf die Geschichte und die Bewegungen ein, wodurch die Botschaft des Vertrauens, des Mutes und des Segens tief verankert wird. Die Hoffnung ist, dass dieses gemeinsame Erlebnis dazu beiträgt, dass Kinder und Erwachsene die Geschichte innerlich mitnehmen und sich ermutigen lassen, neue Wege im Leben zu gehen.

Häufig gestellte Fragen zur Kindersegnung

F: Ist die Kindersegnung dasselbe wie die Kindertaufe?
A: Nein, die Kindersegnung und die Kindertaufe sind nicht dasselbe. Die Kindersegnung ist ein Akt, bei dem Kinder von einem Geistlichen gesegnet werden, oft durch Handauflegung, um Gottes Schutz und Liebe zu erbitten. Die Kindertaufe hingegen ist ein Sakrament, das Kinder in die christliche Kirche aufnimmt und symbolisiert die Reinigung von Sünden und die Zugehörigkeit zu Christus. Während viele Kirchen die Kindertaufe praktizieren, praktizieren fast alle Kirchen auch eine Form der Kindersegnung, insbesondere jene, die keine Kindertaufe kennen.

F: Warum hat Jesus die Kinder nicht getauft, sondern nur gesegnet?
A: Die biblischen Berichte über die Kindersegnung erwähnen nicht, dass Jesus die Kinder getauft hat. Er umarmte sie, legte ihnen die Hände auf und segnete sie. Dies wird von einigen Kirchen als Argument dafür genutzt, dass der Segen von Kindern nicht zwingend mit der Taufe verbunden sein muss. Es unterstreicht, dass Jesus die Kinder bedingungslos annahm und segnete, bevor sie überhaupt eine bewusste Entscheidung treffen konnten, was ihre grundsätzliche Zugehörigkeit zum Reich Gottes betont.

F: Welche Bedeutung hat Jesu Aussage „solchen gehört das Reich Gottes“?
A: Diese Aussage Jesu hebt die besondere Stellung der Kinder hervor. Sie bedeutet, dass das Reich Gottes für diejenigen zugänglich ist, die eine kindliche Haltung des Vertrauens, der Abhängigkeit, der Einfachheit und der Unvoreingenommenheit besitzen. Kinder sind in ihrer Unschuld und ihrem direkten Vertrauen ein Vorbild für Erwachsene, wie man sich Gott nähern sollte.

F: Können auch Kinder gesegnet werden, die nicht in einer kirchlichen Einrichtung sind?
A: Ja, die Segnung von Kindern ist nicht auf kirchliche Einrichtungen beschränkt. Viele Kirchen bieten Segnungsgottesdienste für alle Kinder an, unabhängig davon, ob sie eine kirchliche Krippe oder einen Kindergarten besuchen. Die Segnung ist ein Ausdruck der Liebe Gottes und steht allen offen.

F: Wie kann ich die Botschaft der Kindersegnung im Alltag meines Kindes verankern?
A: Die Botschaft der Kindersegnung lässt sich gut durch Rituale im Alltag verankern. Dazu gehören gemeinsame Gebete vor dem Schlafengehen, das Erzählen biblischer Geschichten in kindgerechter Form (wie die Bewegungsgeschichte), das Sprechen von Segensworten über das Kind in besonderen Momenten oder einfach das Bewusstsein, dass das Kind bedingungslos geliebt und wertvoll ist. Dies stärkt das kindliche Selbstvertrauen und das Urvertrauen in Gott.

Fazit

Die Geschichte der Kindersegnung durch Jesus ist eine zeitlose Erinnerung an die unendliche Liebe Gottes und die besondere Wertschätzung, die er den Kindern entgegenbringt. Sie lehrt uns, dass das Reich Gottes denjenigen gehört, die sich mit kindlichem Mut und Vertrauen hingeben. Jesu Segen gibt Schutz, Halt, Selbstvertrauen und Kraft – Gaben, die nicht nur für Kinder in Übergangsphasen, sondern für jeden Menschen von unschätzbarem Wert sind. Möge diese Botschaft uns alle ermutigen, die Kinder in unserer Mitte als das zu sehen, was sie sind: wertvolle Geschenke, die uns den Weg zum Reich Gottes weisen können.

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