Wie hoch ist die höchste Moschee in Afrika?

Das Muslimische Gebet: Rituale und Ruf

11/06/2024

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Das Gebet, oder Salat, ist eine der fünf Säulen des Islam und bildet das Fundament der individuellen und kollektiven Beziehung eines Muslims zu Allah. Es ist eine tägliche Pflicht, die Gläubige auf der ganzen Welt zu festen Zeiten verrichten. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem komplexen Ritual, dem Ruf des Muezzin und den dahinterstehenden theologischen Überzeugungen? Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Facetten des muslimischen Gebets, seine Ursprünge, seine Ausführung und seine Bedeutung, sowohl im religiösen als auch im gesellschaftlichen Kontext.

Wie hoch ist die höchste Moschee in Afrika?
-Moschee. Die 2019 vollendete Große Moschee von Algier hat das derzeit mit 265 Metern Höhe weltweit höchste Minarett, das zugleich das höchste Gebäude Afrikas ist. Wer betet vor und leitet die Gemeinde?
Inhaltsverzeichnis

Der Muezzin-Ruf: Eine Einladung zur Unterwerfung

Bevor das eigentliche Gebet beginnt, erklingt in vielen muslimischen Gemeinden der Ruf des Muezzin, der sogenannte Adhan. Dieser in arabischer Sprache gehaltene Ruf erschallt fünfmal täglich und dient als Einladung an alle Menschen, sich dem Islam, der „Unterwerfung unter Allah“, und dem Gebet anzuschließen. Der Wortlaut des Adhan ist prägnant und theologisch tiefgründig:

  • Allah ist der Allergrößte! (1x)
  • Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt! (2x)
  • Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist! (2x)
  • Kommt her zum Gebet! (2x)
  • Kommt her zum Heil! (2x)
  • Allah ist der Allergrößte! (2x)
  • Es gibt keinen Gott außer Allah! (1x)

Interessanterweise fordert von diesen acht Sätzen, die teilweise mehrfach wiederholt werden, nur der fünfte Satz explizit zum Gebet auf. Der Rest des Rufes ist ein klares Bekenntnis zur Einzigartigkeit und Größe Allahs und zur Prophetenschaft Muhammads. Für Muslime, die die fünf Gebetszeiten ohnehin kennen, mag der Ruf als Erinnerung dienen, doch seine primäre Funktion wird von manchen als ein Aufruf zur Unterwerfung und zum Kommen an den Ort der Niederwerfung (Moschee) interpretiert. Dies unterscheidet ihn fundamental vom Läuten christlicher Kirchenglocken, das keine aggressive Verkündigung oder die Abwertung anderer Glaubensbekenntnisse enthält.

Der Adhan im Kontext des Grundgesetzes

Die öffentliche Proklamation des Muezzin-Rufs in Deutschland ist seit Jahren Gegenstand von Diskussionen. Kritiker argumentieren, dass der Islam sich als eine Religion versteht, die über allen anderen steht und diese nicht anerkennt, was im Widerspruch zum deutschen Grundgesetz stehe. Sure 48:28 besagt: „Er (Allah) ist es, Der Seinen Gesandten mit der Rechtfertigung und der Religion der Wahrheit gesandt hat, um ihr die Oberhand über alle Religionen zu geben. Und Allah genügt als Zeuge.“ Zudem wird angeführt, dass der Koran zum Kampf gegen „Ungläubige“ auffordere, „bis alles an Allah glaubt“ (Sure 8:39). Staatsverträge, die einige deutsche Bundesländer mit islamischen Organisationen geschlossen haben, werden in diesem Zusammenhang von Kritikern als bedenklich eingestuft, insbesondere wenn diese Organisationen unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen.

Das Muslimische Gebet (Salat): Ein rituelles Verdienst

Das muslimische Gebet, der Salat, ist ein hochstrukturiertes und rituelles Geschehen. Im Laufe der fünf täglichen Gebetszeiten, die insgesamt 17 Rituale umfassen, wirft sich ein Muslim, sofern er alle Vorschriften einhält, 34 Mal vor Allah zu Boden. Dabei werden bestimmte Formeln und Suren rezitiert. Die häufigsten Rezitationen umfassen:

  • „Gepriesen sei mein Herr, der Höchste“ (102mal)
  • „Allah ist größer…“ (68mal)
  • „Gepriesen sei mein gewaltiger Herr“ (51mal)
  • „Allah hört den, der ihn lobt“ (17mal)
  • Die „Al-Fatiha“, die einleitende Sure des Korans, oder eine andere kurze Sure (17mal)
  • Das Glaubensbekenntnis des Islam (5mal)
  • Der Friedensgruß an alle Muslime (5mal)

Dieses rituell einwandfrei ausgeführte Gebet gilt als verdienstvoll und ist die Voraussetzung für die Hoffnung auf einen späteren Eingang ins Paradies. Es unterscheidet sich damit grundlegend vom Gebet eines Christen oder Juden, das als persönlicher Dialog mit einem liebenden „Vater im Himmel“ verstanden wird, der auf Vertrauen und Beziehung basiert, nicht primär auf ritueller Perfektion oder Verdienst.

Die Rolle der Frau im Gebet

Ein oft diskutierter Aspekt des muslimischen Gebets ist die Rolle der Frauen. Frauen sind vom Freitagsgebet der Männer ausgeschlossen und dürfen während ihrer „Tage der Unreinheit“ weder den Koran berühren noch beten. An anderen Tagen beten sie getrennt von den Männern, oft in einem Nebenraum, der manchmal nur über einen Nebeneingang der Moschee zugänglich ist. Diese Regelungen werden von Kritikern als Diskriminierung angesehen, obwohl viele islamische Frauen sie im Rahmen ihrer Glaubensüberzeugung akzeptieren, da strikter Gehorsam und Unterwerfung unter die Männer als Weg zum Paradies gelten.

Gebetswerte an Heiligen Orten und im Dschihad

Im Islam gibt es die Vorstellung, dass Gebete an bestimmten Orten einen erhöhten Wert haben. Diese Werte sind in Hadithen, Überlieferungen über die Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad, festgelegt:

OrtWert des Gebets
Mekka2000-fach
Medina (Grabstätte des Propheten)1000-fach
Jerusalem (obwohl im Koran nicht erwähnt)500-fach

Noch bemerkenswerter ist der Wert einer Nachtwache im „Heiligen Krieg“ (Dschihad), die laut Hadith von al-Bukhari und Ibn Madja den Wert von 100 Jahren Gebet haben soll. Diese Hierarchie der Werte ermöglicht es, rituelles Fehlverhalten an anderen Gelegenheiten auszugleichen. Die hohe Bewertung des Dschihad bestätigt für einige Kritiker, dass die oft verschwiegene „sechste Säule“ des Islam, der Kampf gegen „Ungläubige“, tatsächlich eine zentrale Bedeutung hat, da über 200 Suren-Verse zum Kampf aufrufen, „bis alles an Allah glaubt“ (Sure 8:39). Darüber hinaus kann ein Gebet eines Muslims ungültig werden, wenn „der Schatten eines Hundes, eines Esels oder einer Frau auf den Betenden fällt“ (nach dem Hadith von al-Bukhari), was weitere Diskussionspunkte hinsichtlich der Gleichwertigkeit schafft.

Die Ursprünge der Fünf Gebetszeiten

Die Anzahl der fünf täglichen Gebetsrunden hat eine interessante Ursprungsgeschichte, die in den islamischen Überlieferungen verankert ist. Gemäß dem Hadith nach al-Bukhari soll Muhammad auf seiner „himmlischen Reise“ (Miraj) im Jahr 621 von Mekka über Jerusalem in den siebten Himmel zu Allah gelangt sein. Dort sollen ihm ursprünglich 50 tägliche Gebetszeiten auferlegt worden sein. Bei seiner Rückkehr habe ihm jedoch sein „Bruder“ Moses geraten, noch einmal mit Allah über die hohe Anzahl der Gebete zu verhandeln. Dies war erfolgreich, und Allah erließ 45 Gebete, sodass die verbleibenden fünf Gebetsrunden den Wert von 50 Gebeten erhalten sollten, sofern sie getreu eingehalten werden. Es ist jedoch anzumerken, dass Muhammads Lieblingsfrau A'ischa (damals angeblich ein Kind von 11 Jahren) laut derselben Quelle bestätigte, dass ihr 52-jähriger Herr in jener Nacht wohl nur im Traume Jerusalem besucht und das gemeinsame Bett nicht verlassen habe. Historisch gesehen war Muhammad mit Sicherheit niemals in Jerusalem, was die narrative Verbindung zwischen Islam und dieser Stadt für einige fragwürdig macht, zumal Jerusalem in der Bibel über 800 Mal, im Koran jedoch nicht ein einziges Mal erwähnt wird.

Die Fatiha: Das Herzstück des Gebets

Die Fatiha (Sure 1, die „Öffnende“) ist die erste und wichtigste Sure des Korans, die in jedem Gebet rezitiert wird. Ihr Wortlaut lautet:

  1. Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.
  2. (Alles) Lob gehört Allah, dem Herrn der Welten,
  3. dem Allerbarmer, dem Barmherzigen,
  4. dem Herrscher am Tag des Gerichts.
  5. Dir allein dienen wir, und zu Dir allein flehen wir um Hilfe.
  6. Leite uns den geraden Weg,
  7. den Weg derjenigen, denen du Gunst erwiesen hast (= Muslime), nicht derjenigen, die Zorn erregt haben (= Juden), und nicht den Irregehenden! (= Christen).

Besonders der letzte Vers der Fatiha ist Gegenstand kontroverser Interpretationen, da er explizit zwischen denen, denen Allah Gunst erwiesen hat (Muslime), und denen, die Zorn erregt haben (Juden), sowie den Irregehenden (Christen) unterscheidet. Dies hat weitreichende theologische und interreligiöse Implikationen. Die Fatiha wurde bereits des Öfteren von muslimischen Vorbetern in Kirchen vorgetragen, oft ohne dass die Zuhörer ihren vollen Inhalt oder ihre tiefere Bedeutung verstanden haben.

Multireligiöse Gebete: Ein Blick auf den Dialog

In einigen Kirchengemeinden gibt es die Bestrebung, gemeinsame Gebetsveranstaltungen mit Muslimen zu organisieren, oft inspiriert vom Vorbild Assisis und des Papsttums. Solche Dialogveranstaltungen finden jedoch bezeichnenderweise fast ausschließlich in Kirchen statt, niemals in Moscheen. Für Muslime können solche gemeinsamen Gebetsveranstaltungen, die eine Gleichstellung der Religionen implizieren, den Lehren des Korans widersprechen. Für gläubige Christen ist das Erste Gebot („Ich bin der HERR, dein Gott… Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ – 2Mo 20,2) der Maßstab, was die Teilnahme an solchen Gebeten komplex macht.

Die katholische Kirche betrachtet seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil Muslime mit Hochachtung als Anbeter des alleinigen Gottes. Auch die evangelische Kirche hat diese Sichtweise übernommen, und führende Kirchenvertreter bezeichnen Muslime oft als „Glaubensgeschwister“. Dies steht jedoch im Gegensatz zum hoheitlichen Anspruch Jesu in Johannes 14,6: „ICH bin der WEG und die WAHRHEIT und das LEBEN; niemand kommt zum VATER denn durch MICH!“

Die Unterscheidung zwischen „Gott“ und „Allah“

Die Frage, ob „Allah“ derselbe Gott ist wie der biblische GOTT (JHWH), ist theologisch umstritten. Während arabische Christen den Namen „Allah“ oft verwenden, fügen sie in der Regel den Zusatz „der VATER unseres HERRN JESUS“ hinzu, um ihre spezifische Glaubensidentität zu verdeutlichen. Im streng islamischen Malaysia wurde 2015 höchstrichterlich entschieden, dass der Gebrauch von „Allah“ Muslimen vorbehalten sein sollte, was die theologische Trennung weiter unterstreicht.

Der Koran, das „heilige“ Buch der Muslime, beschreibt unüberbrückbare Unterschiede zwischen christlichem und islamischem Glauben. Allah verflucht dort Juden und Christen (Sure 9:29f; Sure 33:64-66+68) und kündigt ihnen viele Höllenstrafen an. Wenn sich manche Muslime dennoch an gemeinsamen Gebetsveranstaltungen beteiligen, wird dies oft auf taktische Überlegungen zurückgeführt. Der Koran erlaubt Muslimen die Heuchelei oder Verstellung (Taqiyya), wenn es der Ausbreitung des Islam dient. Diese Teilnehmer sehen in der Absicht liberaler Theologen, durch die Verbrüderung von Christentum und Islam zum Weltfrieden beizutragen, einen willkommenen Schritt zur absoluten Weltherrschaft des Islam (Sure 8:39).

Muslime verwenden das arabische Wort „Allah“ auch dann, wenn sie Deutsch oder Englisch sprechen, um sich unmissverständlich von dem biblischen Gott abzugrenzen. Für Muslime ist das Gebet eine religiöse Pflicht, ein Ritual, das korrekt nur auf Arabisch erfüllt werden kann, was dem Muezzin-Ruf in arabischer Sprache entspricht. Das Verstehen ist dabei oft zweitrangig, da ein Großteil der Muslime weltweit weder Arabisch spricht noch versteht.

Moscheen, Minarette und Muezzin-Rufe sind nicht nur religiöse Symbole, sondern stehen auch für das Streben nach weltweiter Herrschaft des Islam, indem sie den Anspruch als „Religion der Wahrheit“ über alle anderen Religionen stellen und den Islam „über jeden andern Glauben siegreich machen“ wollen (Sure 48:28; 61:9). Juden und Christen werden als „Schriftbesitzer“ neben den übrigen „Ungläubigen“ als besonders „verflucht“ angesehen (Sure 9:29f; 33:64-66+68), weil sie die Schrift verfälschten, nicht an Allah glauben und ihm einen Sohn (Jesus) beifügen.

Warum sind Minarette ein wichtiges Symbol für den Islam?
Früher wurde von dort der Gebetsruf (Adhan) ausgerufen, damit die Menschen wussten, wann es Zeit für das Gebet ist. Heute haben viele Minarette Lautsprecher, sodass der Muezzin nicht mehr hochsteigen muss. Dennoch sind Minarette ein wichtiges Symbol für den Islam. Gab es Minarette zur Zeit des Propheten? Nein.

Unterschiede zwischen Imam und Muezzin

Im islamischen Kontext gibt es verschiedene Rollen innerhalb der Moscheegemeinde, wobei der Imam und der Muezzin zwei der bekanntesten sind, aber unterschiedliche Funktionen erfüllen:

RolleHauptaufgabenAuswahlkriterien
ImamLeitet das Gebet (Vorbeten), hält Predigten (Khutba), leitet religiöse Zeremonien, ist oft religiöser Gelehrter und spiritueller Führer der Gemeinde.Gelehrsamkeit im Koran und Sunna, Frömmigkeit, gute Kenntnis der islamischen Jurisprudenz.
MuezzinRuft zum Gebet (Adhan) von einem Minarett oder innerhalb der Moschee, signalisiert den Beginn der Gebetszeiten.Besondere Charakterstärke, gute und wohlklingende Stimme, Kenntnis der Gebetszeiten.
Hinweis: In der Türkei gibt es sogar jährliche Wettbewerbe zur Ermittlung des besten Muezzins.

Der Muezzin ist also primär der „Rufer“, während der Imam der „Vorbeter“ und oft auch der religiöse Lehrer ist.

Der Muezzinruf in Deutschland: Regelungen und Kontroversen

Die Einführung des öffentlichen Muezzinrufs in deutschen Städten ist ein sensibler Punkt. Während er in einigen Gemeinden, wie in Düren seit 1984, bereits seit Langem etabliert ist, sorgte die Einführung in Großstädten wie Köln am 14. Oktober 2022 für besondere Aufmerksamkeit. Dort durfte der Ruf erstmals von der Zentralmoschee der Türkisch-Islamischen Union Ditib erklingen, zunächst für zwei Jahre.

Deutschlandweit gibt es keine einheitlichen Vorgaben für den Muezzinruf; die Regelungen variieren je nach Kommune und Bundesland. In Köln ist der Ruf freitags zwischen 12 und 15 Uhr erlaubt und darf maximal fünf Minuten dauern, mit einer Geräuschobergrenze von 60 Dezibel – etwa so laut wie ein Gespräch. In Düren ist der Ruf dreimal täglich erlaubt, in Raunheim nur freitags für vier Minuten, während des Ramadan auch täglich. In Oer-Erkenschwick, wo der Ruf freitags bis zu 15 Minuten erlaubt ist, klagte ein Anwohnerehepaar wegen der Einschränkung ihrer Religionsfreiheit, doch das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen wies die Klage 2020 ab mit der Begründung, es gebe „kein Recht darauf, von anderen Glaubensbekundungen verschont zu bleiben“.

Während des ersten Corona-Lockdowns rief der Muezzin in vielen Städten, darunter München, Hannover und Frankfurt am Main, zeitweise als Ersatz für Gottesdienste, was die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Praxis unterstreicht.

Häufig Gestellte Fragen (FAQ) zum Muslimischen Gebet

Was ist Salat?

Salat ist das rituelle Pflichtgebet im Islam, das fünfmal täglich zu festen Zeiten verrichtet wird. Es ist eine der fünf Säulen des Islam und dient der direkten Kommunikation und Unterwerfung unter Allah.

Warum beten Muslime fünfmal am Tag?

Die fünf täglichen Gebetszeiten wurden dem Propheten Muhammad der Überlieferung nach während seiner Himmelsreise (Miraj) von Allah auferlegt, ursprünglich als 50 Gebete, die dann auf fünf reduziert wurden, aber den Wert der 50 behielten.

Was bedeutet der Muezzinruf (Adhan)?

Der Adhan ist der islamische Gebetsruf, der fünfmal täglich von einem Muezzin in arabischer Sprache ausgerufen wird. Er dient dazu, Gläubige zum Gebet zu rufen und die Einheit und Größe Allahs zu verkünden.

Können Frauen in der Moschee beten?

Ja, Frauen können in der Moschee beten, jedoch getrennt von Männern, oft in einem separaten Bereich oder Raum. Sie sind zudem von bestimmten Gebeten und Zeiten ausgeschlossen, insbesondere während der Menstruation oder des Freitagsgebets der Männer.

Ist „Allah“ der gleiche Gott wie der christliche Gott?

Aus islamischer Sicht ist Allah der eine Gott, derselbe Gott, den auch Juden und Christen anbeten. Aus christlicher Sicht gibt es jedoch theologische Unterschiede, insbesondere bezüglich der Trinität und der Sohnschaft Jesu, die eine Gleichsetzung in Frage stellen. Arabische Christen verwenden „Allah“, fügen aber oft „Vater Jesu Christi“ hinzu, um ihren Glauben zu präzisieren.

Warum ist der Muezzinruf in Deutschland umstritten?

Der Muezzinruf ist in Deutschland umstritten, weil er von einigen als eine laute religiöse Verkündigung empfunden wird, die im Widerspruch zur säkularen Rechtsordnung und dem friedlichen Zusammenleben der Religionen stehen könnte, insbesondere wenn er als Aufruf zur Überlegenheit des Islam interpretiert wird. Gerichte haben jedoch entschieden, dass kein Recht auf Verschontbleiben von fremden Glaubensbekundungen besteht, solange Lärmschutzgrenzen eingehalten werden.

Fazit

Das muslimische Gebet und der Muezzinruf sind tief verwurzelte Praktiken im Islam, die weit über bloße Rituale hinausgehen. Sie spiegeln eine umfassende Theologie wider, die Fragen der Unterwerfung, der Verdienstlichkeit und der Abgrenzung zu anderen Glaubensrichtungen aufwirft. Ihre Präsenz und Interpretation im Westen, insbesondere in Deutschland, werfen wichtige Fragen des interreligiösen Dialogs, der Religionsfreiheit und der gesellschaftlichen Integration auf. Ein tieferes Verständnis dieser Praktiken ist unerlässlich, um die Komplexität des Islam und seine Rolle in der modernen Welt zu erfassen.

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