Was sagt der Bibel über die Heiden?

Jesu Wiederkunft: Sind wir bereit?

09/01/2024

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Unser menschliches Leben entfaltet sich zwischen zwei monumentalen Ereignissen der Weltgeschichte, die das Schicksal der Menschheit unwiderruflich geprägt haben und weiterhin prägen werden. Das erste dieser Ereignisse liegt rund 2000 Jahre zurück, doch seine Auswirkungen durchdringen unsere Gegenwart und formen unsere Zukunft. Es war die Inkarnation Jesu Christi, sein Kommen in menschlicher Gestalt, sein Tod am Kreuz von Golgatha, der allen Menschen ein freies und umfassendes Heil ermöglichte. Das zweite, ebenso gewaltige Ereignis, ist noch eine Zukunftshoffnung und zugleich ein Ziel, auf das die gesamte Weltgeschichte unaufhaltsam zusteuert: die Wiederkunft Jesu Christi. Diese Gewissheit, dass Jesus Christus wiederkommen wird, sollte nicht nur Theologen beschäftigen, sondern jeden Menschen zum Nachdenken anregen, insbesondere in Anbetracht der dramatischen Ereignisse, die sich in den letzten Jahrzehnten rund um den Globus ereignet haben. Die zentrale Frage, die sich aus dieser Erwartungshaltung ergibt, ist von tiefgreifender persönlicher Bedeutung: Bin ich bereit, wenn mein Leben plötzlich endet oder der Herr Jesus heute wiederkehren sollte? Diese Frage nach der persönlichen Bereitschaft ist von entscheidender Wichtigkeit.

Warum ist Abraham so wichtig?
Aller-dings geht es dabei letztlich nicht um Abrahams persönlichen Gewinn, sondern um die Aus-breitung von Gottes Segen: Abraham wird berufen, sich für Gott verfügbar zu machen und ihm als „Segenswerkzeug“ zu dienen!

Die zentrale Frage: Sind wir bereit?

Die Frage nach der persönlichen Bereitschaft für die Wiederkunft Jesu ist nicht nur eine theologische Abhandlung, sondern eine existenzielle Herausforderung für jeden Gläubigen. Heinrich Müller, der Autor des E-Books „Jesus kommt wieder – Sind wir für Jesu Wiederkommen bereit?“, stellt diese Frage an den Anfang seiner Überlegungen. Sie ist der Prüfstein des Glaubens und der Lebensführung. Es geht darum, ob unser Leben so ausgerichtet ist, dass wir dem Herrn ohne Furcht begegnen können, wann immer er erscheint. Dies schließt eine ehrliche Selbstprüfung ein: Leben wir in enger Gemeinschaft mit ihm? Haben wir unsere Sünden bekannt und die Vergebung empfangen, die er am Kreuz für uns erworben hat? Die biblische Botschaft ist klar: Während wir den genauen Zeitpunkt seines Kommens nicht kennen, sind wir doch aufgerufen, jederzeit wachsam und vorbereitet zu sein. Es ist eine Ermahnung zur Dringlichkeit, die unser tägliches Handeln und Denken beeinflussen sollte, da die Zeichen der Zeit unmissverständlich auf seine nahende Ankunft hinweisen.

Wann kommt Jesus wieder? Die biblische Perspektive

Die Frage nach dem genauen Zeitpunkt der Wiederkunft Jesu hat im Laufe der Kirchengeschichte viele Spekulationen und Fehlinterpretationen hervorgerufen. Immer wieder gab es Versuche, Jahr und Tag zu berechnen, die sich jedoch ausnahmslos als falsch erwiesen haben. Dies ist nicht verwunderlich, denn Jesus selbst hat in seiner Zukunftsrede unmissverständlich klargestellt: „Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater“ (Matthäus 24,36). Diese Aussage ist ein klarer Hinweis darauf, dass das Wissen um den genauen Zeitpunkt allein bei Gott liegt und jegliche menschliche Berechnung vergeblich ist. Der Fokus sollte daher nicht auf der Spekulation liegen, sondern auf der gebotenen Wachsamkeit und der Deutung der Zeichen, die der Wiederkunft vorausgehen werden. Jesus und seine Apostel haben uns eine Fülle solcher Zeichen gegeben, die uns helfen sollen, die Nähe seines Kommens zu erkennen und uns entsprechend vorzubereiten. Es ist eine Aufforderung, die Augen offen zu halten und die „Sprache der Zeichen der Zeit“ zu verstehen, um nicht unvorbereitet getroffen zu werden.

Zeichen der Zeit: Ein Ruf zur Wachsamkeit

Die Bibel beschreibt verschiedene Kategorien von Zeichen, die auf die nahende Wiederkunft Jesu hinweisen. Diese Zeichen sind keine zufälligen Ereignisse, sondern erfüllen biblische Prophezeiungen und dienen als Warnsignale für eine Menschheit, die oft in Gleichgültigkeit verharrt. Die Aufmerksamkeit auf diese Zeichen zu richten, ist eine Pflicht für jeden Christen, um die Dringlichkeit der Situation zu erkennen und sich bereit zu halten.

Zeichen in der Natur: Hunger, Erdbeben, Seuchen

Eines der deutlichsten Zeichenfelder ist das Reich der Natur. Jesus sprach davon: „...es werden Hungersnöte sein und Erdbeben hier und dort“ (Matthäus 24,7). Lukas ergänzt dies mit „Es werden große Erdbeben an verschiedenen Orten kommen, es wird Hungersnot geben, Seuchen werden auftreten. Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres“ (Lukas 21,11 und 21,25). In den letzten Jahren haben wir eine beispiellose Zunahme und Intensität von Naturkatastrophen erlebt. Erdbeben, Überschwemmungen, Hitzewellen und neue Seuchen wie Pandemien scheinen sich in einer Frequenz und Stärke zu ereignen, die die Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Diese Ereignisse sind mehr als nur tragische Naturphänomene; sie sind biblische Wegweiser, die uns unaufhörlich zurufen: Der Herr ist nahe! Sie sind eine Mahnung an uns alle, die Vergänglichkeit des Irdischen zu erkennen und unsere Hoffnung auf das Ewige zu setzen.

Zeichen in der Völkerwelt: Kriege und Konflikte

Parallel zu den Naturphänomenen sehen wir eine Zunahme von Unruhen in der Völkerwelt. Jesus sagte: „Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; seht zu und erschreckt nicht. Denn das muss so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da. Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden Hungersnöte sein und Erdbeben hier und dort“ (Matthäus 24,6 und 7). Die Geschichte der Menschheit ist seit jeher von Kriegen geprägt, doch die Intensität, Globalisierung und die Komplexität heutiger Konflikte, oft verbunden mit terroristischen Akten und der Destabilisierung ganzer Regionen, zeigen eine neue Dimension. Besonders die Gründung des Staates Israel und die anhaltenden Spannungen und Kriege in dieser Region sind von immenser prophetischer Bedeutung, da die Bibel Israel eine zentrale Rolle in den Endzeitereignissen zuschreibt. Diese geopolitischen Umwälzungen sind klare „Zeichen“, die uns auf die nahende Wiederkunft des Herrn aufmerksam machen sollen und uns zur geistlichen Wachsamkeit aufrufen.

Zeichen im religiösen Bereich: Abfall und falsche Propheten

Die prophetischen Schriften warnen auch vor tiefgreifenden Veränderungen im religiösen Bereich. Der Apostel Johannes schreibt: „Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind nun schon viele Antichristen gekommen; daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist“ (1. Johannes 2,18). Er mahnt zur Prüfung der Geister, denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgegangen (1. Johannes 4,1-3). Paulus warnt vor einem großen Abfall und der Offenbarung des „Menschen der Bosheit“, der sich über alles Göttliche erheben und sich selbst als Gott ausgeben wird (2. Thessalonicher 2,3-4). Jesus selbst prophezeite: „Und es werden sich viele falsche Propheten erheben und werden viele verführen. Und weil die Ungerechtigkeit Überhand nehmen wird, wird die Liebe in Vielen erkalten“ (Matthäus 24,11 und 12). Wir beobachten heute nicht nur eine Zunahme von Sekten und irreführenden Lehren, sondern auch eine wachsende Lauheit und Gleichgültigkeit innerhalb der christlichen Gemeinde. Die Liebe zu Jesus Christus und zu seiner Gemeinde scheint in vielen Herzen zu erkalten, was an die schläfrigen Jungfrauen in Matthäus 25 erinnert. Diese religiösen Verfallserscheinungen sind ernste Warnsignale, die uns ermahnen: Erhebt die Häupter himmelwärts, der Herr ist nahe! Seid bereit!

Das Evangelium als Zeugnis: Die globale Mission

Ein weiteres entscheidendes Zeichen, das oft missverstanden wird, ist die weltweite Verkündigung des Evangeliums. Jesus sagte: „Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24,14). Es ist wichtig zu verstehen, dass der Herr hier nicht die Bekehrung aller Heiden vor seinem Kommen fordert, sondern die Verkündigung des Evangeliums als ein Zeugnis für alle Völker. Dies bedeutet, dass jeder Mensch auf der Erde die Möglichkeit haben soll, von der rettenden Botschaft Jesu Christi zu hören, unabhängig davon, ob er sie annimmt oder ablehnt. Diese Prophezeiung erfüllt sich heute in bemerkenswerter Weise. Die Bibel ist in weit über 2000 Sprachen verfügbar, und Missionare erreichen selbst die entlegensten Winkel der Erde. Die gute Nachricht von Jesus Christus wird durch diverse Kanäle – von traditioneller Mission bis hin zu digitalen Medien – verbreitet, sodass immer mehr Menschen Zugang zu Gottes Wort erhalten. Wie ein Missionar bestätigte: „Zu jeder Tageszeit kann ich hier für eine überfüllte Kirche garantieren.“ Paulus bekräftigte dies bereits in seiner Zeit: „welche gepredigt ist allen Geschöpfen unter dem Himmel!“ (Kolosser 1,23). Die Fülle der Heiden, d.h. die Vollendung der Zahl der aus allen Nationen Berufenen, scheint sich zu nähern. All diese Zeichen, die der Herr Jesus selbst gegeben hat, machen deutlich, dass sein Kommen nahe ist. Auch wenn wir die genaue Stunde nicht wissen, so ist es doch unsere Aufgabe als Christen, auf diese gewaltige Sprache der Zeichen der Zeit zu achten. „Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht“ (Lukas 21,28).

Die Art und Weise Seines Kommens: Unerwartet und doch sichtbar

Die Bibel beschreibt die Wiederkunft Jesu auf zwei scheinbar unterschiedliche Weisen, die sich jedoch ergänzen und verschiedene Aspekte seines Kommens beleuchten. Beide Aspekte rufen zur Wachsamkeit auf.

Jesus kommt wieder wie ein Dieb

Diese Metapher betont die Unerwartetheit seines Kommens für diejenigen, die nicht wachsam sind. Jesus selbst sagt: „Darum wachet; denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausvater wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, so würde er ja wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint“ (Matthäus 24,42-44). Auch die Apostel Paulus und Petrus bestätigen diese Wahrheit: „Der Tag des Herrn wird kommen wie ein Dieb in der Nacht“ (1. Thessalonicher 5,2) und „Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb“ (2. Petrus 3,10). Selbst in der Offenbarung warnt Jesus: „Ich werde über dich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht wissen, zu welcher Stunde ich über dich kommen werde“ (Offenbarung 3,3). Ein Dieb kommt immer unerwartet. Dieses „Kommen wie ein Dieb“ gilt jedoch nicht allen Menschen gleichermaßen, sondern primär den Kindern Gottes, die in einer lebendigen Beziehung zu ihm stehen und auf ihn warten. Die Apostelgeschichte 1,11 berichtet, dass Jesus wiederkommen wird, „wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.“ Nur seine Jünger sahen ihn auffahren, und so wird er auch zuerst für die Seinen wiederkommen, um sie zu sich zu nehmen. Dies wird zu unterschiedlichen Zeiten geschehen: „Dann werden zwei auf einem Bett liegen; einer wird angenommen, der andere wird verlassen werden. Eine andere Gruppe wird er am Tage bei der Arbeit treffen. Zwei werden miteinander mahlen; eine wird angenommen, die andere wird verlassen werden. Zwei werden auf dem Felde sein; einer wird angenommen, der andere wird verlassen!“ (Lukas 17,34-36). Die plötzliche Trennung macht die Dringlichkeit der Bereitschaft deutlich.

Jesus kommt wieder wie ein Blitz

Neben dem Aspekt der Unerwartetheit gibt es auch die Prophezeiung seines allgemein sichtbaren Kommens. „Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein“ (Matthäus 24,27). Johannes fügt hinzu: „Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen und alle, die ihn durchbohrt haben, und es werden wehklagen um seinetwillen alle Geschlechter der Erde“ (Offenbarung 1,7). Dieses Kommen wird für alle sichtbar sein, auch für seine Feinde. Für sie wird es jedoch kein Grund zur Freude, sondern zu Gericht und Vernichtung sein. Eine große Furcht wird über diejenigen kommen, die ihn abgelehnt haben und erkennen müssen, dass sie ihre Gnadenzeit versäumt haben. Dann wird das erschütternde Wehgeschrei zu hören sein: „Ihr Berge, bedeckt uns und ihr Hügel, fallet über uns!“ (Hosea 10,8). Dies ist eine ernsthafte Mahnung an alle, die Jesus Christus als Herrn und Heiland ihres Lebens ablehnen.

Um die unterschiedlichen Aspekte seines Kommens noch deutlicher hervorzuheben, kann man das erste und das zweite Kommen Jesu vergleichen:

MerkmalErstes Kommen JesuZweites Kommen Jesu
Form des KommensIn Armut und Niedrigkeit, als hilfloses Kind in Bethlehem.In großer Kraft und Herrlichkeit, als König und Richter.
Reaktion der MenschenAblehnung, Verachtung, Ruf nach Kreuzigung.Für Gläubige: Erlösung und Freude; für Ungläubige: Furcht, Gericht und Vernichtung.
Zweck des KommensSühne für Sünden, Erwerb des Heils, Gnadenzeit.Vollendung des Heils, Gericht über die Welt, Etablierung seines Reiches.
SichtbarkeitBegrenzt auf seine Zeitgenossen und Jünger.Global sichtbar für alle Augen.
WahrnehmungUnerkannt von der breiten Masse, nur wenige erkannten ihn.Unerwartet für die Unwachenden, aber plötzlich und unübersehbar für alle.

Sein erstes Kommen geschah in Armut und Niedrigkeit. Als hilfloses Kind lag er im Stall von Bethlehem in der Krippe. Er musste erleben, dass man ihn ablehnte. Man wollte nicht, dass er auf Erden wirkte, und empfand seine Gegenwart als störend. Die Leute riefen: „Wir wollen nicht, dass dieser über uns Herr sei! Ans Kreuz mit ihm!“ So starb er, ausgestoßen von den Menschen, am Fluchholz auf Golgatha. Bei seiner Wiederkunft wird er in Majestät und Herrlichkeit erscheinen. Die Bibel sagt über dieses Kommen: „Wenn er kommen wird, dass er verherrlicht werde bei seinen Heiligen und wunderbar erscheine bei allen Gläubigen“ (2. Thessalonicher 1,10) und „Und werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit“ (Matthäus 24,30).

Was hat Jesus seinen Leuten mit auf den Weg gegeben?
Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Wenn jemand ein Testament macht, steht das fest. Dann kann man nicht im Nachhinein etwas ändern. Man spricht von dem letzten Willen des Verstorbenen. Der hat einen besonderen Wert. So hat auch Jesus seinen Leuten noch etwas mit auf den Weg gegeben, bevor er diese Welt verlassen hat.

Gericht und Erlösung: Die Bedeutung Seiner Wiederkunft

Die Wiederkunft Jesu ist untrennbar mit dem Gericht verbunden – einem Gericht, das für die einen Strafe und für die anderen ewiges Leben bedeutet. Der Bibeltext in 2. Petrus 2,9 verdeutlicht dies: „Der Herr weiß die Frommen aus der Versuchung zu erretten, die Ungerechten aber festzuhalten für den Tag des Gerichts, um sie zu strafen.“ Dies macht klar, dass Jesu Wiederkunft das endgültige Gericht über alles Böse mit sich bringt. Das Buch Hebräer (9,27-28) betont die Einzigartigkeit des menschlichen Lebens und des Gerichtes: „Wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht; so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil.“ Dieser Vers widerlegt übrigens auch klar den Gedanken der Reinkarnation: Es ist dem Menschen bestimmt, nur einmal zu leben und zu sterben, danach folgt das Gericht. Es gibt keine zweite Chance in einem anderen Leben.

Jesus selbst bekräftigt diese Dualität des Gerichts: „Es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts“ (Johannes 5,28-29). Für diejenigen, die an Jesus glauben, ist die Botschaft eine der Erlösung und des ewigen Lebens. Für sie gilt das Wort Jesu: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurch gedrungen“ (Johannes 5,24). Und weiter: „Wer an ihn [den Sohn Gottes, also Jesus] glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet; denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse“ (Johannes 3,18-19). Der Glaube an Jesus ist der entscheidende Faktor, der über Gericht oder Heil entscheidet.

Die Bedeutung des Glaubens an Jesus

Wer an Jesus glaubt, hat die tiefgreifende Bedeutung seines Opfers am Kreuz verstanden. Er hat erkannt, dass das Gerichtsurteil, das uns Menschen aufgrund unserer Sünden und unserer sündigen Natur trifft, eigentlich den Tod verdient. Doch im Glauben weiß er, dass Jesus an seiner Stelle gestorben ist, dass das Gerichtsurteil Jesus getroffen hat, um uns davon zu erlösen. Dieser Glaube ist die Annahme der Gnade Gottes, die uns vom Gericht und von der ewigen Strafe befreit, weil Jesus stellvertretend für uns gerichtet wurde. Der Christ, der durch die Taufe bewusst bekennt, dass er mit Jesus der Sünde gestorben und für ein Leben im Geist mit Jesus auferstanden ist, wird nicht gerichtet werden. Dies ist die Grundlage unserer Hoffnung und unserer Bereitschaft für seine Wiederkunft.

Häufig gestellte Fragen zur Wiederkunft Jesu

Um die wichtigsten Aspekte der Wiederkunft Jesu zu vertiefen und häufige Fragen zu beantworten, haben wir hier einige zusammengefasst:

Warum ist die Vorbereitung auf Jesu Wiederkunft so wichtig?
Die Bibel betont immer wieder die Wichtigkeit der Bereitschaft, weil Jesu Kommen unerwartet sein wird und weil es über unser ewiges Schicksal entscheidet. Wer vorbereitet ist, wird die Erlösung erleben; wer unvorbereitet ist, wird das Gericht erfahren. Es ist eine Frage der persönlichen Verantwortung und der Liebe zu Gott.

Kann man das genaue Datum oder die Stunde von Jesu Wiederkunft wissen?
Nein, Jesus selbst hat klar gesagt, dass niemand den genauen Tag oder die Stunde kennt, außer Gott allein (Matthäus 24,36). Alle Versuche, dies zu berechnen, sind fehlgeschlagen und widersprechen der biblischen Lehre. Die Konzentration sollte auf der Wachsamkeit und nicht auf der Spekulation liegen.

Was bedeutet es, dass Jesus „wie ein Dieb“ kommt?
Diese Metapher (Matthäus 24,42-44; 1. Thessalonicher 5,2; 2. Petrus 3,10; Offenbarung 3,3) bedeutet, dass sein Kommen plötzlich und unerwartet für diejenigen sein wird, die nicht wachsam sind oder nicht auf ihn warten. Für die Bereiten hingegen, die in einer lebendigen Beziehung zu ihm stehen, wird es ein Kommen sein, auf das sie sich freuen, auch wenn der Zeitpunkt unbekannt ist.

Was ist das „Zeugnis des Evangeliums“ in Matthäus 24,14?
Es bedeutet, dass die Botschaft vom Reich Gottes in der ganzen Welt verkündet werden muss, damit alle Völker die Möglichkeit haben, sie zu hören. Es ist nicht die Bedingung, dass alle Menschen bekehrt werden müssen, sondern dass jedem Menschen die Möglichkeit gegeben wird, die gute Nachricht von Jesus Christus zu erfahren. Dies erfüllt sich heute durch die globale Mission und die Verbreitung der Bibel.

Welche Rolle spielt Israel bei den Zeichen der Zeit?
Die Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 und die anhaltenden Konflikte in der Region werden von vielen Theologen als ein signifikantes biblisches Zeichen für die Endzeit betrachtet. Israel ist zentral in den biblischen Prophezeiungen und seine Existenz und die Ereignisse um es herum sind Indikatoren für die Nähe der Wiederkunft Jesu.

Wie kann man sich auf die Wiederkunft Jesu vorbereiten?
Vorbereitung bedeutet, an Jesus Christus als persönlichen Erlöser zu glauben, seine Sünden zu bekennen, in Gemeinschaft mit ihm zu leben, sein Wort zu studieren, im Gebet zu verharren und das Evangelium zu verbreiten. Es bedeutet, ein Leben zu führen, das Gott gefällt, und wachsam auf die Zeichen der Zeit zu achten.

Die Wiederkunft Jesu ist das große Ziel der Weltgeschichte, ein Ereignis von unermesslicher Bedeutung, das alle bisherigen geschichtlichen Abläufe in den Schatten stellen wird. Sie ist eine Botschaft der Hoffnung für die Gläubigen und eine ernste Warnung für diejenigen, die ihn abgelehnt haben. Die Zeichen der Zeit, die sich in Natur, Völkerwelt und Religion manifestieren, rufen uns mit Nachdruck zur Bereitschaft auf. Mögen wir alle diese Dringlichkeit verstehen und unser Leben so ausrichten, dass wir dem Herrn mit Freude entgegenblicken können, wenn er in Macht und Herrlichkeit wiederkehrt. Es ist unsere Aufgabe, auf den wiederkommenden Herrn zu warten, und zwar Tag für Tag. Es ist unsere Pflicht, auf die vom Herrn angegebenen Zeichen zu achten, damit wir, wenn er kommt, bereit sind.

Seien Sie bereit!

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