Was ist Ramadan und Wie funktioniert es?

Ramadan-Vorbereitung: Der 7-Schritte-Plan

10/11/2021

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Der Monat Schabaan ist eine kostbare Zeit, die oft unterschätzt wird. Doch er dient als entscheidendes Sprungbrett für den bevorstehenden Fastenmonat Ramadan. Während Ramadan selbst die große Prüfung und Herausforderung darstellt, ist Schabaan die Phase der intensiven Vorbereitung, in der wir uns geistig, körperlich und seelisch auf das Kommende einstimmen. Es ist ein Irrglaube, erst mit dem Beginn des Ramadans mit vermehrten Gottesdiensten und guten Taten zu starten. Vielmehr gilt: Wer gut vorbereitet ist, kann am besten von den Segnungen des Ramadans profitieren und die Vergebung ALLAHs sowie wahre Taqwa erlangen. Denn Ramadan ist nicht nur eine Zeit des Entzugs von Speis und Trank, sondern eine Schule der Disziplin, der Reinigung und der spirituellen Erneuerung.

Wie Fasten Muslime während des Ramadan?
Im Einklang mit der vierten Säule des Islam, Sawm, fasten Muslime während des gesamten Ramadan. Muslime verzichten von der Morgendämmerung (Sehri) bis zum Sonnenuntergang (Iftar) auf Essen und Trinken und verbringen die meiste Zeit damit, Allah SWT anzubeten und Bedürftigen zu helfen. In diesem Artikel werden wir das besprechen Ramadan-Regeln.
Inhaltsverzeichnis

Warum ist eine gute Vorbereitung auf den Ramadan so wichtig?

Die Bedeutung des Ramadans kann kaum überschätzt werden. Er ist die Chance des Jahres, die eigene Seele zu läutern, schlechte Gewohnheiten abzulegen und sich ALLAH auf eine Weise zu nähern, die in anderen Monaten kaum möglich ist. Doch wie bei jeder großen Prüfung im Leben – sei es eine Schulprüfung oder eine sportliche Herausforderung – erfordert auch der Ramadan eine sorgfältige Vorbereitung. Ohne diese fällt es schwer, die intensiven gottesdienstlichen Handlungen (Ibadat) durchzuhalten und die volle spirituelle Tiefe dieses Monats zu erfassen.

Der Prophet Muhammad (sallallahu alaihi wa sallam) stimmte dem Tadel des Engels Gabriel (Friede sei mit ihm) zu, der sagte: „Verloren sei derjenige, der den Ramadan erlebt und ihm nicht vergeben wurde.“ (Ibn Hibban). Dies ist eine ernste Warnung für all jene, die die immense Gelegenheit des Ramadans ungenutzt verstreichen lassen. Unser Ziel muss es sein, zu denjenigen zu gehören, denen vergeben wird, und die gestärkt aus diesem Monat hervorgehen. Die Vorbereitung im Schabaan ist der Schlüssel dazu, da gottesdienstliche Handlungen in diesem Monat besonders belohnt werden und es uns ermöglicht, die notwendigen Gewohnheiten aufzubauen.

Der bewährte 7-Schritte-Plan zur Ramadan-Vorbereitung

Nach Jahren der Recherche und praktischen Anwendung hat sich ein effektiver 7-Schritte-Plan zur Vorbereitung auf den Ramadan herauskristallisiert. Dieser Plan soll dir als Leitfaden dienen, um das Beste aus der verbleibenden Zeit vor Ramadan zu machen und dich optimal auf diesen gesegneten Monat einzustimmen.

Schritt 1: Korrigiere deine Einstellung gegenüber dem Ramadan und fasse die Absicht, ihn bestmöglich zu nutzen

Die innere Einstellung ist das Fundament jeder erfolgreichen Unternehmung. Dies gilt umso mehr für den Ramadan. Es geht darum, den wahren Sinn dieses Monats zu erfassen und eine feste Absicht (Niyyah) zu fassen, ihn voll auszuschöpfen.

  • Erkenne den Sinn des Ramadans: Sieh den Ramadan nicht als bloßen Verzicht, sondern als eine einzigartige Gelegenheit für spirituelles Wachstum und persönliche Entwicklung. Es ist ein Sprungbrett für deinen Iman. Die Shayatin (Teufel) sind in diesem Monat gefesselt, was dir eine besondere Freiheit gibt, dich auf das Gute zu konzentrieren. Das eigentliche Ziel ist es, die Vergebung ALLAHs und wahre Taqwa zu erlangen. Vertiefe dein Wissen über Ramadan durch passende Literatur, um dich mental einzustimmen.
  • Deine mentale Einstellung kann dir den Ramadan erleichtern oder erschweren: Gerade in den Sommermonaten kann der Ramadan mit langen, warmen Fastentagen und kurzen Nächten herausfordernd sein. Doch anstatt dich auf die Schwierigkeiten zu konzentrieren, ändere deine Perspektive: Eine größere Herausforderung bedeutet eine gewaltigere Belohnung. Diese positive Denkweise ist entscheidend für einen produktiven Ramadan.
  • Bitte ALLAH darum, den Ramadan zu erreichen: Die Sahaba (Gefährten des Propheten) pflegten bereits sechs Monate vor Ramadan zu beten, dass sie diesen Monat erleben mögen. Auch der Prophet Muhammad (sallallahu alaihi wa sallam) bat ALLAH, den Rajab und Schabaan für seine Umma zu segnen und sie den Ramadan erreichen zu lassen. Mach auch du diese Dua zu einer festen Gewohnheit. Es ist ein Privileg, diesen Monat erleben zu dürfen, da viele diese Chance nicht mehr erhalten werden.
  • Setze dir klare Ramadan-Ziele: Wo stehst du jetzt, und wo möchtest du am Ende des Ramadans sein? Klare, messbare Ziele – sei es im Quranlesen, in freiwilligen Gebeten oder in der Verbesserung deines Charakters – dienen als starke Motivation und Antrieb. Die folgenden Schritte helfen dir dabei, diese Ziele zu definieren und dich darauf vorzubereiten.

Schritt 2: Erstelle einen Ibada-Plan und übe für den Ramadan

Ein strukturierter Plan für deine gottesdienstlichen Handlungen ist unerlässlich. Beginne schon im Schabaan damit, diese Gewohnheiten zu etablieren, damit sie dir im Ramadan leichter fallen.

  • Fasten: Falls du noch Fastentage aus dem letzten Ramadan nachholen musst, ist jetzt die höchste Zeit dafür. Die Frauen des Propheten (sallallahu alaihi wa sallam) haben ihre nachzuholenden Fastentage ebenfalls im Schabaan verrichtet. Darüber hinaus ist es Sunna, im Schabaan freiwillig zu fasten. Usama Ibn Zaid (radiyallahu anhu) berichtete, dass der Prophet (sallallahu alaihi wa sallam) im Schabaan besonders viel fastete und sagte: „Das ist ein Monat, an dem die Menschen achtlos vorbeigehen; er liegt zwischen Rajab und Ramadan und ist der Monat, in dem die (guten) Taten zum Herrn der Welten emporgehoben werden, und ich habe es gern, dass meine Taten emporgehoben werden, während ich faste.“ (Ahmad, al-Nasa’i). Versuche, so viel wie möglich zu fasten, zum Beispiel montags und donnerstags, an den drei mittleren Tagen oder jeden zweiten Tag wie der Prophet Dawud (alaihi as-salam), was als das beste freiwillige Fasten gilt.
  • Quran: Plane genau, wie viel du täglich vom Quran lesen oder anhören möchtest und wann. Bereite alles Notwendige vor, um das Quranlesen zu einer täglichen Gewohnheit zu machen. Anas Ibn Malik (radiyallahu anhu) berichtete: „Die Muslime pflegten, als der Schabaan eintrat, sich mit Hingabe dem Quran zu widmen und ihn zu lesen und ihre Zakat zu entrichten, um den Schwachen und Bedürftigen zu bestärken, den Ramadan zu fasten.“
  • Gebete: Überlege, welche freiwilligen Gebete du verrichten möchtest. Das Tarawih-Gebet kann auch zu Hause verrichtet werden, insbesondere für Frauen, die dafür sogar mehr belohnt werden. Du kannst es auch vor dem Suhur verrichten. Außerhalb des Ramadans ist es das Qiyam-ul-Lail, das du dir schon jetzt zur Gewohnheit machen kannst, selbst wenn es nur zwei Rak'at sind. Mache dir auch das Dhuha-Gebet am Vormittag zur Gewohnheit, da es als Sadaqa für den Körper zählt. Bemühe dich, auch mehr freiwillige Gebete vor und nach den Pflichtgebeten zu verrichten.
  • Dua‘-Liste: Erstelle eine Liste aller Bittgebete, die du ALLAH im Ramadan vortragen möchtest. Besonders beim Fastenbrechen, nach den Pflichtgebeten und in den letzten Stunden vor dem Suhur werden Bittgebete mit großer Wahrscheinlichkeit angenommen. Vergiss nicht, ALLAH um das Erreichen des Ramadans zu bitten.
  • Dhikr-Liste: Sammle Gedenksprüche (Dhikr), die du täglich zu verschiedenen Zeiten rezitieren möchtest. Hisnul-Muslim.com bietet eine Fülle von authentischen Dhikr für verschiedene Situationen.
  • Sadaqa, Zakat & Zakat-ul-Fitr: Du kannst deine Zakat bereits im Schabaan entrichten. Plane auch deine freiwilligen Spenden (Sadaqa) für den Ramadan. Der Prophet (sallallahu alaihi wa sallam) war im Ramadan besonders großzügig. Denke daran, dass auch ein Lächeln, ein guter Rat oder einfach nur deine Zeit für andere eine Sadaqa ist. Plane auch die Zakat-ul-Fitr und lege das Geld dafür beiseite, um sie rechtzeitig entrichten zu können.
  • Charakterreinigung durch das Fasten: Fasten ist mehr als nur der Verzicht auf Essen und Trinken. Es ist eine Schule der Charakterreinigung, die uns hilft, Taqwa und die Vergebung ALLAHs zu erlangen. Auch wer nicht körperlich fasten kann, kann mit Herz, Augen, Ohren und Zunge fasten. Lege eine Liste mit schlechten Charaktereigenschaften und Sünden an, die du ablegen möchtest. Mache Tauba (Reue) und beabsichtige, dich von Shirk und großen Sünden fernzuhalten. Löse Streitigkeiten vor dem Ramadan, um Ablenkungen zu vermeiden.
  • Lesen und Lernen: Nutze die Zeit, um dich vermehrt mit islamischer Literatur, der Sira (Biografie des Propheten) und Biografien von Sahaba und Gelehrten zu beschäftigen. Wissen erleichtert die Ibadat. Richte täglich eine feste Zeit für das Lesen und Lernen ein.

Denke daran: Selbst wenn du eine Absicht fasst, diese Ibadat im Ramadan zu verrichten, aber vorher stirbst, wird dir inschaALLAH die Belohnung dafür aufgeschrieben. ALLAH belohnt uns nach unseren Absichten und aufrichtigen Anstrengungen. Selbst das Erstellen eines solchen Plans wird belohnt, selbst wenn du ihn nicht vollständig umsetzen kannst.

Schritt 3: Erstelle einen Familien-Aktivitäten-Plan

Ramadan ist eine Zeit der Gemeinschaft und des Zusammenhalts. Beziehe deine Familie aktiv in die Vorbereitung und die Gestaltung des Monats ein.

  • Gemeinsame Planung: Setzt euch zusammen und plant gemeinsame Ibadat, wie das gemeinsame Lesen des Qurans, das Verrichten von Gebeten oder gemeinsame Sadaqa-Projekte.
  • Einstimmung: Hört gemeinsam schöne Ramadan-Nasheeds oder singt sie nach, um eine festliche Stimmung zu schaffen.
  • Kinder einbeziehen: Erzähle deinen Kindern von der Bedeutung des Ramadans, der Wichtigkeit des Qurans und Geschichten wie die des Engels Jibril (alaihi as-salam), der dem Propheten Muhammad (sallallahu alaihi wa sallam) die ersten Verse des Qurans in der Höhle Hira überbrachte.
  • Basteln und Dekorieren: Bastelt gemeinsam einen Ramadan-Kalender, Ramadan-Grußkarten oder Ramadan-Deko wie Laternen, um die Vorfreude zu steigern und das Zuhause festlich zu gestalten.
  • Schlechte Gewohnheiten ablegen: Minimiere die Zeit vor dem Fernseher und ersetze sie durch produktive und gemeinschaftliche Aktivitäten.

Schritt 4: Entlaste dich für den Ramadan

Um im Ramadan maximalen Fokus auf die Ibadat legen zu können, ist es wichtig, den Alltag so weit wie möglich zu entlasten und Ablenkungen zu minimieren.

  • Nimm dir für die letzten 10 Tage des Ramadans frei: Dies ist das wichtigste Drittel des Monats, in dem sich die Laylat-ul-Qadr (Nacht der Bestimmung) verbirgt. Versuche, in dieser Zeit keine Termine einzuplanen und dich vollständig auf die Ibadat zurückzuziehen. Nimm dafür Urlaub, wenn du arbeitest.
  • Erledige wichtige und dringende Aufgaben vorab: Alles, was dich im Ramadan ablenken oder belasten könnte – sei es Arbeit, Behördengänge oder andere private Verpflichtungen – sollte vor dem Ramadan erledigt werden. So hast du den Kopf frei und mehr Zeit und Energie für deine spirituellen Ziele. Erstelle eine Liste dieser Aufgaben und arbeite sie ab.
  • Plane Besuche zum Iftar strategisch: Der Iftar findet in den Sommermonaten sehr spät statt. Es ist ratsam, Iftar-Besuche auf Tage zu legen, an denen du nicht fasten kannst, oder auf die erste Hälfte des Ramadans zu beschränken. Eine bessere Alternative ist es, für die Moschee zu kochen, da du damit viele Fastende speist und eine große Belohnung erhältst, ohne deinen Schlaf- und Gebetsrhythmus zu stören.
  • Organisiere deine Wohnung/dein Haus: Ein aufgeräumtes und organisiertes Zuhause schafft eine ruhige Atmosphäre und spart Energie. Entrümple, spende Überflüssiges und organisiere insbesondere die Küche, um die Essenszubereitung im Ramadan zu erleichtern. Die Sahaba (radiyallahu anhum) hatten nur das Notwendigste und spendeten immer vom Überfluss.
  • Iftar- und Suhur-Plan: Erstelle einen Essensplan für den gesamten Monat. Plane leichte, gesunde und einfach zuzubereitende Mahlzeiten. Dies spart Zeit, Nerven und hilft dir, gezielt einzukaufen.
  • Plane Aktivitäten und Geschenke für das Fastenbrechenfest: Besonders für Kinder ist die Vorfreude auf Eid al-Fitr wichtig. Plane frühzeitig, welche Aktivitäten ihr unternehmen möchtet und kaufe Geschenke bereits im Schabaan.
  • Erledige Einkäufe: Kaufe haltbare Lebensmittel, Drogeriewaren, Medikamente und Geschenke für das Fest so weit wie möglich vor dem Ramadan. So musst du im Ramadan nur noch frische Lebensmittel besorgen.

Schritt 5: Gewinne mehr Energie und Kraft für den Ramadan durch Managen deiner Ernährung, deines Schlafs und deiner Fitness

Eine gute körperliche Verfassung ist entscheidend, um die Herausforderungen des Fastens und der intensiven Ibadat zu meistern.

  • Ernährung: Beginne jetzt, dich gesünder zu ernähren. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst, gesunden Proteinen (Geflügel, Fisch, Eier) und Fetten (Nüsse, Samen) liefert die notwendige Energie. Denke daran, dass Halal-Ernährung auch bedeutet, sich von guten, also gesunden Dingen zu ernähren, da ALLAH uns nur Dinge verboten hat, die schädlich für uns sind.
  • Trinken: Trinke mindestens 3 Liter Wasser täglich, besonders wichtig im Sommer. Reduziere Koffein, um Entzugserscheinungen im Ramadan zu vermeiden. Grüner Tee ist eine gesunde Alternative.
  • Sport: Baue tägliche Bewegung in deinen Alltag ein, z.B. ein 7-Minuten-Workout. Sport baut Stress ab, verbessert die Leistungsfähigkeit und fördert die Konzentration. Im Ramadan solltest du Sport vor oder nach dem Fastenbrechen ausüben, nicht während des Tages.
  • Schlaf: Sorge für ausreichend Schlaf. Gewöhne dich daran, früh nach dem Isha-Gebet schlafen zu gehen, um ausgeruht für Qiyam-ul-Lail und Suhur aufzustehen. Ein kurzes Nickerchen am Nachmittag kann Wunder wirken und deine Willenskraft und Produktivität erheblich steigern. Schlafmangel ist ein großer Produktivitätskiller und schwächt die Disziplin.

Schritt 6: Organisiere deine Zeit

Effektives Zeitmanagement ist der Schlüssel, um alle Vorbereitungen zu treffen und den Ramadan optimal zu nutzen.

  • Tagesplan: Erstelle detaillierte Tagespläne für den Ramadan: einen für die Fastentage, einen für die Tage, an denen du nicht fasten kannst, und einen speziellen für die letzten 10 Nächte. Plane feste Zeiten für Ibadat, Familie, Arbeit, Haushalt, Erholung und Schlaf ein, um Überforderung zu vermeiden.
  • Monatsplan: Verschaffe dir einen groben Überblick über den gesamten Ramadanmonat sowie die Zeit davor und danach. Dies hilft dir, Aktivitäten ausgewogen zu verteilen und die letzten 10 Tage für intensive Ibadat freizuhalten.
  • Ramadan-Countdown: Ein visueller Countdown (z.B. gebastelt oder per App) hält dir täglich vor Augen, wie wenig Zeit noch bis zum Segen des Ramadans bleibt und motiviert dich zum Handeln.
  • Aufgabenplanung: Mache dir eine Liste aller Aufgaben, die zur Ramadan-Vorbereitung anfallen. Gehe diese Liste täglich durch und erledige die Aufgaben, für die du die größte Motivation hast, oder die dir am leichtesten fallen. So bleibt die Vorbereitung leicht und macht Spaß.

Schritt 7: Motiviere und erziehe deine Nafs zum produktiven Umsetzen

Die Selbstdisziplin und das Training der Nafs (Seele/Ego) sind entscheidend, um dauerhafte Veränderungen zu erzielen.

  • Ramadan als Marathon, nicht als Sprint: Deine anfängliche Motivation wird schwanken. Ziel ist es, gute Gewohnheiten aufzubauen, die du langfristig beibehalten kannst. Das Üben im Schabaan ist hierfür essenziell.
  • Akzeptiere Rückschläge und lerne daraus: Es ist normal, dass du nicht immer perfekt nach Plan vorgehen wirst. Nutze die Zeit vor Ramadan, um herauszufinden, wie du deine Nafs am besten disziplinierst. Mache es dir so leicht wie möglich.
  • Lade deine Willenskraft auf: Schlaf und Pausen sind essenziell, um deine Willenskraft und Disziplin wieder aufzuladen. Sieh deine Willenskraft wie eine Batterie, die sich über den Tag entlädt. Erledige wichtige Aufgaben, die viel Disziplin erfordern, am besten zu Beginn des Tages.
  • Eliminiere Ablenkungen: Sorge für ungestörte Zeiten bei wichtigen Aufgaben wie dem Quranlesen oder Lernen. Schalte Benachrichtigungen aus. Wenn du für alles feste Zeiten eingeplant hast, inklusive Pausen und Freizeit, fällt dies leichter.
  • Belohne dich: Gönn dir nach produktiver Arbeit eine zeitlich begrenzte Belohnung, die dir Freude bereitet. Das hilft, die Motivation aufrechtzuerhalten.

Das wichtigste Werkzeug, um deine Nafs zu mehr Produktivität zu erziehen, ist das Blocken von Zeiten, in denen du dich konzentriert wichtigen Aufgaben widmest, gefolgt von erholsamen Pausen. Die Konzentration ist der Schlüssel zum Erfolg.

Vorbereitung im Schabaan vs. Ziele im Ramadan

Aktivität im Schabaan (Vorbereitung)Ziele im Ramadan (Ergebnis)
Einstellung korrigieren, Absicht fassenStärkung des Iman und der Beziehung zu ALLAH
Ibada-Plan erstellen und übenMüheloses Verrichten von Gottesdiensten
Gewohnheiten etablieren (Fasten, Quran, Gebet)Steigerung der Produktivität und des spirituellen Fokus
Familienaktivitäten planenGemeinsames Wachstum und Segen im Haushalt
Alltag entlasten, Aufgaben erledigenMaximale Zeit und Energie für Ibadat
Ernährung, Schlaf, Fitness optimierenPhysische und mentale Stärke während des Fastens
Zeitmanagement praktizierenEffiziente Nutzung jeder gesegneten Stunde
Nafs erziehen, Disziplin aufbauenErlangung von Taqwa und Allahs Vergebung

Häufig gestellte Fragen zur Ramadan-Vorbereitung

Muss ich wirklich schon im Schabaan fasten?
Es ist Sunna des Propheten Muhammad (sallallahu alaihi wa sallam), im Schabaan vermehrt freiwillig zu fasten. Dies dient als Übung für den Ramadan und ist eine gesegnete Zeit, in der Taten zu ALLAH emporgehoben werden. Es hilft auch, etwaige nachzuholende Fastentage aus dem Vorjahr zu begleichen.
Was ist, wenn ich nicht alle 7 Schritte umsetzen kann?
Der Plan ist ein Ideal. Versuche, so viele Schritte wie möglich umzusetzen. Selbst die Absicht und der Beginn der Umsetzung werden von ALLAH belohnt. Wichtig ist, überhaupt aktiv zu werden und sich zu bemühen, anstatt passiv zu bleiben. Jede kleine Anstrengung zählt.
Warum sind die letzten 10 Tage des Ramadans so besonders?
Die letzten 10 Tage des Ramadans sind die heiligsten des Monats. In ihnen verbirgt sich die Laylat-ul-Qadr (Nacht der Bestimmung), die besser ist als 1000 Monate. In dieser Zeit sollte man sich maximal auf Ibadat konzentrieren und alle diesseitigen Ablenkungen minimieren, um die Belohnung dieser Nacht nicht zu verpassen.
Darf ich im Ramadan Sport machen?
Ja, Sport ist erlaubt und sogar empfehlenswert, um fit zu bleiben. Es ist jedoch ratsam, Sport entweder vor dem Suhur, kurz vor dem Iftar oder nach dem Iftar zu machen. Vermeide intensive körperliche Anstrengungen während der Fastenstunden, um Dehydrierung und Erschöpfung vorzubeugen.
Wie kann ich meine Kinder für den Ramadan begeistern?
Beziehe sie aktiv in die Vorbereitungen ein: Erzähle Geschichten, bastelt gemeinsam Ramadan-Deko oder einen Countdown-Kalender, plant gemeinsame Ibadat und schafft eine festliche Atmosphäre. Belohne ihre Bemühungen und feiert das Eid al-Fitr besonders schön, damit sie positive Erinnerungen an den Ramadan entwickeln.

Dieser 7-Schritte-Plan ist das Ergebnis umfassender Recherche und praktischer Erfahrungen, um den Ramadan nicht nur zu überstehen, sondern ihn als eine Zeit tiefgreifender spiritueller Erneuerung zu erleben. Indem du dich jetzt im Schabaan bewusst vorbereitest, legst du den Grundstein für einen produktiven, segenreichen und unvergesslichen Ramadan, der dich ALLAH näherbringt und dir hilft, deine Ziele für das Diesseits und das Jenseits zu erreichen. Möge ALLAH uns allen ermöglichen, diesen gesegneten Monat in vollen Zügen zu erleben und Seine unendliche Barmherzigkeit zu erlangen. Amin.

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