Was sind die 500 besten Alben aller Zeiten?

Die besten Alben aller Zeiten: Eine Debatte

03/02/2022

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Die Frage nach den „besten Alben aller Zeiten“ ist nicht nur eine Rangliste musikalischer Meisterwerke, sondern auch ein Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen, sich wandelnder Geschmäcker und kultureller Diskurse. Während Musik heute oft in einzelnen Tracks konsumiert wird, behält das Album als künstlerische Einheit seinen besonderen Reiz und seine Bedeutung. Es sind Zusammenstellungen von Liedern, die eine Geschichte erzählen, eine Stimmung einfangen oder eine Ära definieren. Das renommierte Musikmagazin „Rolling Stone“ hat sich dieser Herausforderung immer wieder gestellt und seine Listen der größten Alben veröffentlicht. Eine kürzlich erfolgte Aktualisierung ihrer berühmten Top-500-Liste hat jedoch für erhebliche Wellen und eine leidenschaftliche öffentliche Debatte gesorgt. Diese Neubewertung wirft nicht nur Fragen nach dem musikalischen Kanon auf, sondern auch nach der Rolle von Diversität und Identität in der Kunst.

Welche Arten von Rock gibt es?
Dazu gehören der Rock 'n' Roll der 50er-Jahre, die Beatlemania und der psychedelische Rock der 60er-Jahre, der Prog-Rock von Pink Floyd, der Glam-Rock von David Bowie und der Punk-Rock der Sex Pistols der 70er-Jahre, der Post-Punk von Joy Division in den 80ern und der Grunge-, Britpoppy- und Indie-Alternative-Rock der 90er- und 2000er-Jahre.
Inhaltsverzeichnis

Der Rolling Stone und die Neudefinition des Kanons

Vor 19 Jahren, im Jahr 2004, galt die vom „Rolling Stone“ erstellte Liste der 500 besten Alben aller Zeiten als feste Größe im Musikjournalismus. Bob Dylans epochales Werk „Blonde on Blonde“ thronte damals unangefochten an der Spitze. Diese Liste war das Ergebnis einer Abstimmung von Musikfachleuten und spiegelte den damaligen Zeitgeist und die vorherrschenden musikalischen Präferenzen wider. Die Top-Ten wurde dominiert von männlichen, weißen Künstlern wie den Beatles, den Rolling Stones, den Sex Pistols, Nirvana und Bruce Springsteen, was damals weitgehend unhinterfragt blieb.

Die im August 2023 veröffentlichte, aktualisierte Liste hat die Musikwelt in Aufruhr versetzt. Bob Dylan findet sich nun auf Rang acht wieder, eine Entthronung, die viele traditionelle Fans schockierte. An der Spitze steht nun „The Velvet Underground & Nico“, ein Album, das sich um drei Plätze verbessert hat und dessen Bedeutung für die experimentelle Rockmusik unbestreitbar ist. Die Legende besagt, dass Dylan mit „Blonde on Blonde“ seine Muse Edie Sedgwick würdigte, während The Velvet Underground ihr bahnbrechendes Debüt Andy Warhol zu verdanken hatten, der das ikonische Bananen-Cover entwarf und den Kontakt zur Kölnerin Nico herstellte, die als blonde Sängerin weltberühmt wurde.

Die Veränderungen in der Top-Ten sind jedoch noch weitreichender und spiegeln einen deutlichen Wandel wider. Die Rolling Stones, einst Säulenheilige des Kanons, sind aus den Top-Ten gefallen und finden sich nun auf Platz 51. Stattdessen katapultiert sich Marvin Gayes „What’s Going On“ auf den zweiten Platz, ein Meisterwerk des Soul, das soziale Kommentare mit tiefgründiger Musik verbindet. Fleetwood Macs „Rumours“ mit seinen beiden Sängerinnen klettert beeindruckend von Platz 88 auf Platz fünf. Patti Smiths „Horses“ und Amy Winehouses „Back to Black“ belegen die Plätze neun und zehn. Diese Verschiebungen sind nicht nur ein Zeichen für veränderte Hörgewohnheiten, sondern auch für eine bewusstere Anerkennung von Werken, die über den traditionellen Rock-Kanon hinausgehen und Diversität in den Vordergrund stellen.

Die neue Liste hat eine hitzige Debatte ausgelöst, insbesondere in den sozialen Medien. Viele Kommentatoren fragen sich, ob die neue Top-500 eine „Ausgeburt der Wokeness“ sei, da sie deutlich weiblicher und jünger ausfällt als die vorherige Version. Es wird diskutiert, ob die „Black Music episch aufgewertet“ werde und ob der „Rolling Stone“, das Magazin der rockmusiksozialisierten Boomer, noch der „Rolling Stone“ sei, wenn er von „Künstler:innen“ schreibt und Sätze formuliert wie: „Debatten um Selbstermächtigung, Diversität und kulturelle Aneignung fließen in die Bewertung und Kontextualisierung von Popmusik ein, wie auch veränderte Hörgewohnheiten und künstlerische Entwicklungen.“ Oder: „Auch der Blick auf die Musikgeschichte hat sich durch die Themen und identitätspolitischen Diskurse unserer Zeit verändert.“ Es scheint, als sei die „Steinzeit vorbei“, in der bestimmte Künstlergruppen unantastbar waren. Diese Debatte zeigt, wie sehr sich die Kriterien für „Bestenlisten“ erweitert haben und über rein musikalische Aspekte hinausgehen, um auch soziale und kulturelle Relevanz zu berücksichtigen.

Hier ist eine vergleichende Übersicht der Top 10 des Rolling Stone (2004 vs. 2023):

Platz 2004Album (Künstler)Platz 2023Album (Künstler)
1Blonde on Blonde (Bob Dylan)1The Velvet Underground & Nico (The Velvet Underground & Nico)
2Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band (The Beatles)2What’s Going On (Marvin Gaye)
3Revolver (The Beatles)3Pet Sounds (The Beach Boys)
4Highway 61 Revisited (Bob Dylan)4Songs in the Key of Life (Stevie Wonder)
5Rubber Soul (The Beatles)5Rumours (Fleetwood Mac)
6Exile On Main Street (The Rolling Stones)6Nevermind (Nirvana)
7London Calling (The Clash)7Blonde on Blonde (Bob Dylan)
8The Beatles (The White Album) (The Beatles)8Purple Rain (Prince and The Revolution)
9Blood on the Tracks (Bob Dylan)9Horses (Patti Smith)
10Never Mind the Bollocks, Here's the Sex Pistols (Sex Pistols)10Back to Black (Amy Winehouse)

Die einflussreichsten Rock-Alben aller Zeiten

Trotz der technischen Revolution durch Streamingdienste, die den Musikkonsum stark individualisiert und auf einzelne Tracks verlagert hat, bleiben Bestenlisten von Alben hoch im Kurs. Sie bieten Orientierung in einer Flut von Veröffentlichungen und helfen, die wichtigsten musikalischen Meilensteine zu identifizieren. Insbesondere im Rock-Genre, das in der Album-Ära seine größte Blütezeit erlebte, sind solche Listen von immenser Bedeutung. Die delamar-Redaktion hat sich dieser Frage gewidmet und die einflussreichsten Rock-Alben aller Zeiten ermittelt, basierend auf einer Umfrage, die fast 300 versierte Künstler, Kritiker und Branchenikonen befragte.

Was sind die 500 besten Alben aller Zeiten?
Vor 19 Jahren waren die 500 besten Alben aller Zeiten was für ältere Plattensammler, die den „Rolling Stone“ lasen und dessen Rangliste zufrieden mit dem eigenen Geschmack und ihrem Tonträgerregal verglichen. Die Top-Ten gehörte noch Bob Dylan, den Beatles und den Rolling Stones, den Sex Pistols, Nirvana und Bruce Springsteen.

Die kreativste Phase erlebte das Albumformat im Rock und Pop in den Sechziger- und Siebzigerjahren. Es ist daher kein Wunder, dass die heißesten Kandidaten für eine Allzeit-Bestenliste aus dieser Ära stammen. Und, das sei schon verraten: Die Beatles sind mehr als nur einmal mit dabei, was ihre unbestreitbare Dominanz und ihren Einfluss auf die Musikgeschichte unterstreicht.

Hier präsentieren wir die zehn wichtigsten Rock-Alben, die die Musiklandschaft nachhaltig geprägt haben:

Platz 10: The Velvet Underground & Nico – The Velvet Underground & Nico (1967)

Dieses Debütalbum der experimentellen Rockband The Velvet Underground, mit der deutschen Sängerin Nico, wurde 1967 von Andy Warhol veröffentlicht. Es ist ein avantgardistisches Werk, das seiner Zeit weit voraus war. Charakteristisch sind die sogenannten Drones, lang gehaltene, gleichbleibende Töne, die den Akkordwechsel der Songs überlagern. Auch das unkonventionelle, oft monotone Schlagzeugspiel von Maureen Tucker trägt zur einzigartigen Atmosphäre bei. Das Album war kommerziell zunächst kein großer Erfolg, übte aber einen immensen Einfluss auf spätere Generationen von Musikern aus und gilt heute als eines der grundlegendsten Werke der Rockgeschichte.

Platz 9: The Beatles – The Beatles (The White Album) (1968)

Wegen seines schlichten weißen Covers auch als „The White Album“ bekannt, ist dies das neunte Studioalbum der Beatles. John Lennon kommentierte den Entstehungsprozess mit den Worten: „Wir saßen irgendwo in den Bergen, aßen einen lausigen Fraß und schrieben all diese Lieder.“ Die Songs für das Doppelalbum entstanden im indischen Ashram des Maharishi Mahesh Yogi, wo die Band dem hektischen Großstadtleben entfloh. Der Schaffensprozess war unglaublich produktiv: Ende Mai 1968 nahm die Band innerhalb von zwei Tagen 27 Stücke auf, die die Grundlage für dieses vielseitige und grandiose Doppelalbum bildeten. Es zeigt die Beatles in ihrer experimentellsten Phase, mit einer breiten Palette von Stilen, die von Hard Rock bis zu Folk und Avantgarde reichen.

Platz 8: Bob Dylan – Blonde on Blonde (1966)

„Blonde on Blonde“ ist das erste Doppelalbum der Rockmusik und ein Glanzstück der Musikgeschichte. Den größten Teil der 14 Songs nahm Dylan im Frühjahr 1966 in vier- und dreitägigen Sessions in Columbias Nashville-Studios auf. Die Bedeutung des Albumtitels bleibt rätselhaft, und Legenden ranken sich um diverse Affären und Beziehungskisten. Was jedoch klar ist, ist die lyrische Brillanz und musikalische Tiefe Dylans, die dieses Album zu einem Höhepunkt seiner Karriere macht und seinen Übergang vom Folk-Sänger zum Rock-Poeten festigt. Es ist ein Meisterwerk der Songwriting-Kunst.

Platz 7: The Clash – London Calling (1979)

Die 19 Songs von „London Calling“ sind Ausdruck der apokalyptischen Stimmung im London des Jahres 1979, geprägt von Arbeitslosigkeit und Drogenexzessen. Dennoch sind sie vom unerschütterlichen Glauben geprägt, dass Rock’n’Roll über die dunklen Mächte obsiegen wird. Die Platte ist ein genreübergreifendes Meisterwerk, das Punk-Energie mit Reggae, Ska, Rhythm and Blues und Rockabilly verschmilzt. Sie ist Teil von Robert Dimerys musikalischem Referenzbuch „1001 Albums You Must Hear Before You Die“ und darf in keiner Liste der wichtigsten Alben fehlen. Es ist ein Zeugnis der Kraft des Rock als soziales und politisches Statement.

Platz 6: Rolling Stones – Exile On Main Street (1972)

Anfang der 80er Jahre hatten sich die Stones mit astronomischen Steuerschulden nach Frankreich abgesetzt. Im feuchten Keller der Villa Nellcôte an der Côte d’Azur wurden ab März 1971 Lieder für das zehnte Studioalbum eingespielt. Der Strom für das Equipment wurde illegal von einer durch den Villenpark von Villefranche-sur-Mer führenden Leitung abgezapft. Wegen Drogengeschichten erhielt Keith Richards im Herbst ein Einreiseverbot nach Frankreich, so dass das Hinzufügen der Overdubs und das endgültige Mastering der Platte in den Sunset Sound Recorders Studios in Los Angeles erfolgte. Einige Aufnahmen reichen sogar bis ins Jahr 1969 zurück. Das Album erreichte sofort nach Veröffentlichung Platz eins in den britischen und US-amerikanischen Charts und hielt sich dort über 15 Wochen. Es ist ein raues, blueslastiges Doppelalbum, das die Essenz der Stones einfängt und als eines ihrer besten Werke gilt.

Was sind die 500 besten Alben aller Zeiten?

Platz 5: The Beatles – Rubber Soul (1965)

1965 bot nur noch das Studio den Beatles Zuflucht vor den immer stärker werdenden Anstürmen der Außenwelt. Zugleich erlaubte es eine freie Entfaltung der Fantasie, die in ein erstaunlich originelles sechstes Album mündete. Zunehmend entdeckten die Pilzköpfe alle Möglichkeiten der Aufnahmetechnik für sich und bestimmten selbst über die Technik. Heraus kam ein weiteres bahnbrechendes Album mit psychedelischen und surrealen Zügen, das eine Brücke zwischen ihrem frühen Pop und ihren späteren experimentelleren Arbeiten schlägt. „Rubber Soul“ markiert einen entscheidenden Wendepunkt in der Entwicklung der Band.

Platz 4: Bob Dylan – Highway 61 Revisited (1965)

Mit dieser Platte vollendete Dylan seine Wandlung vom Folk-Sänger zum Rock-Star. Der enthaltene Titel „Like a Rolling Stone“ ist ein heißer Kandidat für den besten Song aller Zeiten. Dylan benannte das Album nach dem US Highway 61, der seine Geburtsstadt Duluth mit einigen wichtigen Bluesmetropolen verbindet und entlang diverser Geburtsorte bedeutender Musiker wie Muddy Waters, Son House oder Elvis Presley liegt. Elvis war in den 1950er Jahren bei Sun Records in Memphis maßgeblich an der Entstehung des Rock’n’Roll beteiligt und hatte einen großen musikalischen Einfluss auf das Schaffen Bob Dylans. Das Album ist ein Meilenstein des Folk-Rock.

Platz 3: The Beatles – Revolver (1966)

Was in „Rubber Soul“ begonnen wurde, bringen die Beatles in „Revolver“ zur Perfektion. Mehr und mehr Zeit verbringt die Band damit, die Sounds im Studio zu optimieren und klangliche Möglichkeiten auszuloten. Automatic Double Tracking (ADT) kommt zum Einsatz, Bass- und Schlagzeugsounds werden dominanter hervorgehoben. Unter Drogeneinfluss entstehen psychedelische Songs, die den neuen Trend des Psychedelic Rock befeuern. Als Wortspiel bezieht sich der Titel „Revolver“ übrigens nicht etwa auf eine Waffe, sondern auf die Drehung (to „revolve“) des Plattentellers. Viele Kritiker betrachten es als das innovativste und einflussreichste Album der Beatles.

Platz 2: The Beach Boys – Pet Sounds (1966)

Schon im Alter von 23 Jahren war für den Songwriter Brian Wilson von The Beach Boys klar, dass er das größte Rockalbum aller Zeiten produzieren und „Rubber Soul“ von den Beatles übertreffen wollte. Als Wilson aber dem Sänger Mike Love seine Kreationen vorspielte, wurde dies quittiert mit der Frage: „Wer will sich diesen Scheiß denn anhören? Hundeohren vielleicht?“ Damit war der Titel des Albums gefunden, das neben bellenden Hunden auch Waldhörner, Fahrradklingeln, Kirchenorgeln, klappernde Löffel und Hupen nutzte, um den klassischen Sound der Rockmusik zu erweitern. Es ist ein Meisterwerk der Pop-Produktion und des Songwritings, das die Grenzen des Genres sprengte und unzählige Künstler inspirierte.

Platz 1: The Beatles – Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

Mit seiner psychedelischen Verspieltheit passte das im Mai 1967 veröffentlichte Album „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ wie kein anderes in den „Sommer der Liebe“ und wirkt bis heute als ein Meilenstein der Rock- und Popmusik nach. Inspiriert von den „Pet Sounds“ der Beach Boys wurden wirklich alle studiotechnischen Möglichkeiten ausgeschöpft, um die Botschaft der Liebe klanglich in die Welt zu bringen. Es ist ein Konzeptalbum, das die Idee des Albums als zusammenhängendes Kunstwerk festigte und als eines der einflussreichsten und innovativsten Alben aller Zeiten gilt. Es revolutionierte die Art und Weise, wie Musik aufgenommen und gehört wurde, und prägte eine ganze Generation.

Wie viele Rock-Alben gibt es auf der Liste?
Herausgekommen ist eine Liste von 500 Platten. Daraus präsentieren wir dir heute die zehn wichtigsten Rock-Alben. The Velvet Underground & Nico ist das Debütalbum der experimentellen Rockband The Velvet Underground mit der deutschen Sängerin Nico. Es wurde 1967 von Andy Warhol veröffentlicht.

Häufig gestellte Fragen zu den besten Alben

Warum sind Bestenlisten so wichtig für die Musik?

Bestenlisten dienen als Orientierungspunkte in der riesigen Welt der Musik. Sie helfen nicht nur dabei, ikonische Werke zu identifizieren, sondern auch, den kulturellen und historischen Kontext von Alben zu verstehen. Sie regen Debatten an und fördern die Auseinandersetzung mit Musik über den reinen Konsum hinaus. Für viele sind sie ein Ausgangspunkt, um neue Künstler oder Genres zu entdecken, die sie sonst vielleicht übersehen hätten.

Wie werden solche Bestenlisten erstellt?

Die Erstellung solcher Listen variiert. Oft werden Jurys aus Musikjournalisten, Künstlern, Produzenten und Branchenexperten gebildet. Jedes Mitglied nominiert seine Favoriten, und aus diesen Nominierungen wird dann eine Rangliste erstellt. Die Kriterien können dabei vielfältig sein: musikalische Innovation, kommerzieller Erfolg, kultureller Einfluss, Langlebigkeit oder persönliche Präferenz. Die jüngste Rolling Stone Liste zeigt, dass auch aktuelle gesellschaftliche Diskurse und die Forderung nach Diversität eine Rolle spielen können.

Was bedeutet „Wokeness“ im Kontext dieser Musiklisten?

„Wokeness“ bezieht sich in diesem Zusammenhang auf ein erhöhtes Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit, Gleichheit und Diversität. Im Kontext der aktualisierten Rolling Stone Liste bedeutet dies, dass bei der Bewertung von Alben nicht nur rein musikalische Aspekte, sondern auch Faktoren wie die Repräsentation von Frauen, schwarzen Künstlern und anderen Minderheiten eine größere Rolle spielen. Es geht darum, traditionelle Kanons zu hinterfragen und zu erweitern, die oft von männlichen, weißen Künstlern dominiert wurden, um eine inklusivere Darstellung der Musikgeschichte zu erreichen.

Tötet Streaming die Bedeutung des Albums?

Obwohl Streamingdienste den Konsum von Einzeltracks erleichtern und somit die Album-Sales beeinflussen, hat das Album als künstlerisches Format keineswegs seine Bedeutung verloren. Viele Künstler sehen das Album weiterhin als primäres Medium, um eine kohärente musikalische Vision zu präsentieren. Für Hörer bleibt das Eintauchen in ein ganzes Album ein tiefergehendes Erlebnis. Bestenlisten wie die des Rolling Stone tragen dazu bei, die Relevanz des Albums als Kunstform zu bewahren und zu feiern, selbst in einer von Singles dominierten Ära.

Fazit

Die Debatte um die 500 besten Alben aller Zeiten ist weit mehr als nur eine Diskussion über Geschmack. Sie ist eine lebendige Auseinandersetzung mit der Geschichte der Musik, ihren kulturellen Einflüssen und ihrer ständigen Weiterentwicklung. Die Neudefinition des Kanons durch den „Rolling Stone“ spiegelt einen notwendigen Wandel wider, der die Vielfalt der Stimmen und Perspektiven in der Musik anerkennt. Ob man den neuen Listen zustimmt oder nicht, sie zwingen uns dazu, unsere eigenen musikalischen Vorstellungen zu hinterfragen und uns für die reiche und vielfältige Welt der Musik zu öffnen. Am Ende bleibt die Musik, in all ihren Formen, ein universelles Bindeglied, das uns berührt, inspiriert und zum Nachdenken anregt.

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