07/08/2021
In Deutschland leben derzeit zwischen 5,3 und 5,6 Millionen Menschen islamischen Glaubens, wie aus der Studie „Muslimisches Leben in Deutschland 2020“ hervorgeht. Für viele von ihnen ist Deutschland nicht nur Heimat, sondern auch der Ort, an dem ihr irdisches Leben endet. Während es früher üblich war, verstorbene Muslime zur Beisetzung in ihre Herkunftsländer zu überführen, hat sich die Gesetzeslage in der Bundesrepublik gewandelt. Dies ermöglicht es heute immer mehr Muslimen, eine traditionelle islamische Bestattung direkt hier in Deutschland zu erhalten. Doch was genau verbirgt sich hinter einer muslimischen Beerdigung, wie läuft sie ab, und welche Besonderheiten gilt es dabei zu beachten?
Der Tod im Islam ist nicht das Ende, sondern vielmehr ein Übergang – die Rückkehr zu Allah. Diese tief verwurzelte Überzeugung prägt den gesamten Umgang mit dem Sterben und der Bestattung, der von zahlreichen, exakt vorgeschriebenen Regeln und Riten begleitet wird. Im Gegensatz zur oft distanzierteren Sterbebegleitung in der westlichen Welt pflegen Muslime einen sehr offenen und nahen Umgang mit dem Tod. Angehörige begleiten den Sterbeprozess und die Bestattungen intensiv, was eine immense Bedeutung für die Hinterbliebenen hat.

- Der Islam und seine Bedeutung für das Leben und den Tod
- Typischer Ablauf einer muslimischen Bestattung: Ein Überblick
- Detaillierte Riten bei einer muslimischen Beerdigung
- Islamische Bestattung und die deutschen Gesetze: Herausforderungen und Lösungen
- Grabgestaltung im Islam
- FAQ: Die häufigsten Fragen zur Bestattung im Islam
Der Islam und seine Bedeutung für das Leben und den Tod
Der Islam, die jüngste der fünf Weltreligionen, entstand vor etwa 1.400 Jahren und zählt heute mit rund 1,2 Milliarden Anhängern weltweit zur zweitgrößten Religion der Erde. Für Muslime ist das Leben eine Prüfung, und der Tod markiert den Übergang in das Jenseits, wo sie ihrem Schöpfer, Allah, begegnen. Diese Perspektive auf den Tod ist von tiefem Glauben und der Erwartung des ewigen Lebens geprägt. Daher ist es von größter Wichtigkeit, dass die Rituale rund um das Sterben und die Beisetzung präzise und respektvoll ausgeführt werden, um dem Verstorbenen einen würdigen Übergang zu ermöglichen.
Typischer Ablauf einer muslimischen Bestattung: Ein Überblick
Eine islamische Beerdigung folgt einem streng geregelten, vierstufigen Ablauf, der tief in religiösen Vorschriften verwurzelt ist und die Reinheit und Würde des Verstorbenen sicherstellen soll:
- Begleitung im Sterbeprozess und erste Riten: Bereits vor dem Ableben beginnen die Rituale. Die Angehörigen schaffen eine beruhigende Atmosphäre, sprechen Bittgebete und lesen Suren aus dem Koran vor. Nach dem Tod werden die Augen des Verstorbenen geschlossen, und der Unterkiefer wird mit einem Band fixiert, bevor die Totenstarre einsetzt.
- Totenwaschung (Ghusl) & Salbung: Dies ist ein zentraler Ritus der rituellen Reinigung. Der Leichnam wird ausgezogen, mit einem weißen Tuch bedeckt und sorgfältig gewaschen. Anschließend erfolgt eine Salbung mit wohlriechenden Ölen.
- Das islamische Totengebet (Salat al-Janazah): Vor der eigentlichen Beisetzung versammeln sich die Gläubigen zu einem speziellen Gebet, das in der Moschee oder auf einem Gebetsplatz am Friedhof stattfindet. Es ist ein stehendes Gebet, das Allahs Größe preist und um Vergebung für den Verstorbenen bittet.
- Die Beisetzung (Dafn): Der Verstorbene wird, traditionell ohne Sarg und in ein Leichentuch gehüllt, zum Erdgrab getragen und dort beigesetzt. Die Ausrichtung des Gesichts zur Qibla (Gebetsrichtung nach Mekka) ist dabei entscheidend.
Detaillierte Riten bei einer muslimischen Beerdigung
Begleitung im Sterbeprozess und die letzten Momente
Die Vorbereitung auf den Tod beginnt im Islam bereits vor dem eigentlichen Ableben. Angehörige sind eng in diesen Prozess eingebunden und bemühen sich, eine friedliche und angenehme Atmosphäre zu schaffen. Sie sprechen taktvoll und respektvoll mit dem Sterbenden. Ist der Sterbende ansprechbar, kann er gebeten werden, alle offenen Ansprüche gegenüber Familie und Freunden zu erlassen. Gleichzeitig versichern die Anwesenden, dass auch sie keine Forderungen mehr an den Sterbenden haben. Es werden tröstende Suren aus dem Koran vorgelesen, wie beispielsweise die Suren Yasin und Ra’d, und Bittgebete gesprochen. Der Sterbende wird daran erinnert, dass der barmherzige Allah ihn nach dem Tod erwartet. Kurz vor dem Tod wird der Sterbende von einer nahestehenden Person dazu angehalten, das Bekenntnis der Einzigartigkeit Allahs (Kalima al-Tawhid) und das Glaubensbekenntnis (Kalima al-Schahada) zu sprechen. Die Augen des Todgeweihten werden geschlossen, und die Person sollte idealerweise mit dem Blick in Richtung Qibla (Gebetsrichtung zur Kaaba in Mekka) liegen, vorzugsweise auf der rechten Seite. Sollte der Zustand dies nicht zulassen, wird keine erzwungene Position eingenommen.
Das islamische Glaubensbekenntnis lautet:
„Aschhadu an la ilaha illa-lah wa aschhadu anna muhammadan rasulu-lah“.
Übersetzt bedeutet dies: „Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt und Mohammed sein Gesandter ist.“
Fixierung des Unterkiefers und der Zehen
Bevor die Totenstarre eintritt, ist es wichtig, den Unterkiefer des Verstorbenen mit einem Band oder Stoffstreifen festzubinden, um den Mund geschlossen zu halten. Der Leichnam wird dabei gerade ausgerichtet. Um die Beine in der gewünschten Position zu halten, werden die großen Zehen häufig mit einer Schnur verbunden.
Während dieses Ritus rezitiert ein Familienmitglied oft das folgende Bittgebet:
„Bismillahi ala millati Rasulullah. Allahumma yassir alayhi amrahu wa sahhil aleyhi ma ba‘dahu wa as‘idhu bilikaika wadsch‘al ma haradscha ilayhi hayran mimma haradscha anhu.“
Übersetzt bedeutet dieser Vers:
„Im Namen Allahs und der Religion des Gesandten Allahs. O Allah, erleichtere ihm seine Sache und gib ihm danach keine Mühsal. Mach ihn mit deinem Angesicht glücklich. Mache den Ort, zu dem er geht, zu einem gesegneteren Ort, als den, den er verlässt. Mach ihn mit deinem Angesicht glücklich. Mache den Ort, zu dem er geht, zu einem gesegneteren Ort, als den, den er verlässt.“
Die rituelle Totenwaschung (Ghusl) und Salbung
Die Totenwaschung ist ein Ritual vom Status Farz al-Kifaya, was bedeutet, dass mindestens ein Muslim diese Aufgabe stellvertretend für die gesamte Gemeinschaft übernehmen muss. Der Verstorbene wird ausgezogen und mit einem weißen Leichentuch bedeckt. Die durchführenden Personen sollten vorher die rituelle Waschung (Wudu) vorgenommen haben. Frauen, die sich in ihrer Menstruations- oder Wochenbettperiode befinden, sollten sich idealerweise nicht beim Verstorbenen aufhalten.
Ein männlicher Leichnam wird üblicherweise von einem Imam oder anderen männlichen Verwandten gewaschen, während weibliche Verstorbene von Frauen aus der Familie betreut werden. Die Waschung kann im Sterbezimmer, in einem Raum der Moschee oder in speziellen Waschräumen auf deutschen Friedhöfen stattfinden, die zunehmend dafür bereitgestellt werden.
Genauer Ablauf der Waschung:
Die Waschung wird nur von Volljährigen und nach strengen Regeln durchgeführt:
- Hände bis zum Handgelenk mit frischem Wasser säubern.
- Mund ausspülen.
- Nasenlöcher säubern.
- Gesicht waschen.
- Hände bis zum Ellbogen spülen.
- Kopf von den Haaren bis zum Hals säubern.
- Restlichen Körper reinigen.
- Schambereich mit einem Tuch bedecken und darunter spülen.
Es wird immer mit der rechten Körperhälfte begonnen. Seife wird für die rituelle Waschung nicht verwendet. Bei der zweiten oder dritten Runde der Waschung wird dem Wasser oft Rosenwasser, Kampfer oder Moschus beigemischt, um einen wohlriechenden Duft zu erzeugen. Die Waschungen sollen in ungerader Zahl durchgeführt werden, in der Regel dreimal. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der Vorbereitung auf die Erdbestattung.
Anschließend erfolgt die Salbung des Verstorbenen mit Kampferöl. Dabei werden Stirn, Handflächen, Knie und große Zehen gesalbt. Danach wird dem Verblichenen sein Totengewand angezogen oder er wird in ein Leichentuch gehüllt. Dieses Leichentuch darf keine Nähte haben und besteht idealerweise aus einem weißen Baumwollstoff. Seide ist als Material für die Bestattung nicht erlaubt.
Das islamische Totengebet (Salat al-Janazah)
Die muslimische Beerdigung beginnt mit dem islamischen Totengebet, dem Salat al-Janazah. Alle, die am Gebet teilnehmen, müssen sich vorher rituell waschen. Der Leichnam, oft noch im Sarg oder auf einer Bahre, wird in Richtung Mekka positioniert. Der Imam steht hinter dem Leichnam, und dahinter reihen sich Partner, Familie und Freunde auf.
Das Totengebet wird im Stehen vollzogen und ist in vier Abschnitte unterteilt, von denen jeder mit „Allahu akbar“ (Gott ist der Größte) beginnt. Diese Worte spricht einzig der Imam laut aus; die Gemeinschaft rezitiert das Totengebet still im Geiste:
- Erster Gebetsabschnitt: „Allahu akbar“ und Rezitation der Sure „Al Fatiha“.
- Zweiter Gebetsabschnitt: „Allahu akbar“ und Segenswünsche für die Propheten Mohammed und Abraham.
- Dritter Gebetsabschnitt: „Allahu akbar“ und individuelle Bittgebete für den Verstorbenen.
- Vierter Gebetsabschnitt: „Allahu akbar“ und individuelle Bittgebete für jeden anwesenden Muslim und die Gemeinschaft der Muslime.
Das Gebet endet mit dem Friedensgruß des Imams.
Die Beisetzung (Dafn)
Nach dem Totengebet tragen Männer den Leichnam, entweder auf einer Bahre oder im Sarg, zum Grab. An der Grabstelle wird aus dem Koran rezitiert, und eine kurze Grabrede ist ebenfalls erlaubt. Ein zentraler Bestandteil der muslimischen Bestattung ist die Beisetzung im Leichentuch. Daher werden die Verstorbenen aus dem Sarg genommen oder direkt von der Bahre in das Erdgrab gelegt. Es ist entscheidend, dass der Verstorbene mit dem Gesicht gen Mekka im Grab liegt. Anschließend werden Holzbretter wie eine Art Dach über dem Toten platziert, bevor das Grab mit Erde verschlossen wird.
Islamische Bestattung und die deutschen Gesetze: Herausforderungen und Lösungen
Die detaillierten Vorschriften des Islam bezüglich des Todes stehen oft im Kontrast zu den Bestattungsgesetzen in Deutschland, die für alle Bürger, unabhängig vom Glauben, gelten. Früher machten einige Abschnitte der deutschen Bestattungsgesetze eine muslimische Bestattung in Deutschland nahezu unmöglich. Das Schlüsselwort hier war die Sargpflicht.
Die Sargpflicht und andere Unterschiede
Die deutsche Sargpflicht besagt, dass Verstorbene ausschließlich in einem Sarg beerdigt werden dürfen. Im muslimischen Glauben ist dies jedoch nicht vorgesehen; die Erdbestattung wird traditionell im Leichentuch vollzogen.
Ein weiterer Unterschied betrifft den Zeitpunkt der Beisetzung. Der Islam strebt eine Beisetzung am selben Tag oder so schnell wie möglich nach dem Tod an. Die meisten deutschen Bestattungsgesetze hingegen verlangen eine Frist von mindestens 48 Stunden nach Eintritt des Todes bis zur Beisetzung.
Auch die Bestattungsart weicht ab: Während in Deutschland neben der Erdbestattung auch die Feuerbestattung erlaubt ist, lehnt der Islam die Kremation strikt ab. Muslime dürfen ausschließlich im Rahmen einer Erdbestattung beigesetzt werden.
Zudem existieren in Deutschland sogenannte Fristen zur Totenruhe. Auf den meisten Friedhöfen werden Gräber nach etwa 25 Jahren aufgelöst und neu belegt. Im Islam ist es jedoch undenkbar, Verstorbene wieder auszugraben oder das Grab neu zu belegen, da dies die Totenruhe stören würde. Dies führte in der Vergangenheit dazu, dass viele islamische Verstorbene in ihre Heimatländer überführt wurden.
Vergleich: Islamische Vorschriften vs. Deutsche Gesetze
| Aspekt | Islamische Vorschrift | Deutsche Gesetzeslage (traditionell) | Aktuelle Situation in Deutschland |
|---|---|---|---|
| Sargpflicht | Nein (Beisetzung im Leichentuch) | Ja, in den meisten Bundesländern | Ausnahmen in einigen Bundesländern (z.B. Niedersachsen, NRW, Hamburg, SH, Saarland) |
| Bestattungszeitpunkt | So schnell wie möglich (idealerweise am selben Tag) | Mindestens 48 Stunden nach dem Tod | Kompromiss: In der Regel ca. 3 Tage nach dem Tod |
| Bestattungsart | Ausschließlich Erdbestattung | Erdbestattung und Feuerbestattung erlaubt | Erdbestattung für Muslime möglich |
| Totenruhe/Grabnutzung | Ewig (Grab darf nicht aufgelöst werden) | Befristet (meist 25 Jahre) | Spezielle Grabfelder mit längeren Nutzungsfristen oder unbefristeter Totenruhe |
Lösungen für eine muslimische Beerdigung in Deutschland
Glücklicherweise hat sich die Situation in den letzten Jahren erheblich verbessert, und immer mehr Muslime können nach ihrem Tod in Deutschland beigesetzt werden. Dies ist auf Ausnahmeregelungen in bestimmten Bundesländern zurückzuführen, die die Sargpflicht lockern. Zu diesen Bundesländern gehören:
- Niedersachsen
- Nordrhein-Westfalen
- Hamburg
- Schleswig-Holstein
- Saarland
In diesen Bundesländern ist auf speziell ausgewiesenen Grabfeldern nun auch eine muslimische Bestattung im Leichentuch erlaubt. Auch bezüglich des Zeitpunkts der Beisetzung wurde ein Kompromiss gefunden: Die muslimische Bestattung findet hierzulande in der Regel etwa drei Tage nach Eintritt des Todes statt.
Mittlerweile gibt es in Deutschland auch Bestatter, die sich intensiv mit den Besonderheiten des Islam auskennen. Sie wissen, wie essenziell es ist, jede religiöse Vorschrift so genau wie möglich einzuhalten, und sind gleichzeitig mit den deutschen Bestattungsgesetzen vertraut. Dadurch können sie eine ausgezeichnete Beratung anbieten und alle notwendigen Antworten zu den gängigen Fragen der islamischen Beisetzung liefern.
Grabgestaltung im Islam
Muslimische Friedhöfe unterscheiden sich oft von den gewohnten westlichen Friedhofsanlagen. Sowohl bei der Beerdigung als auch danach wird die Grabstätte des Verstorbenen nicht pompös gestaltet oder aufwendig gepflegt. Viel wichtiger ist es, dem Verstorbenen seine letzte Ruhe zu lassen. Während einfache Holzmarkierungen oder Steine für das Grab ausreichen würden, wird dennoch häufig ein Grabstein gesetzt. Es ist nicht üblich, das Grab der Verstorbenen regelmäßig zu besuchen oder mit aufwendigen Blumenarrangements zu schmücken. Dies trägt dazu bei, dass die Kosten für eine islamische Beerdigung und die anschließende Grabpflege oft geringer sind als bei einer christlichen Beisetzung.
FAQ: Die häufigsten Fragen zur Bestattung im Islam
Wie läuft eine muslimische Beerdigung ab?
Der Ablauf einer muslimischen Bestattung geschieht in vier wesentlichen Abschnitten:
- Vor der Beisetzung wird bei der Trauerfeier oft das Takbir gesprochen, ein islamisches Totengebet, das Allahs Größe preist und den Toten auf seiner letzten Reise begleitet. Die Augen des Sterbenden oder Toten werden geschlossen, und es werden Bittgebete gesprochen.
- Der Unterkiefer des Verstorbenen wird mit einem Band zugebunden. Der Leichnam wird rituell gewaschen und anschließend in ein einfaches Leichentuch aus Leinen gewickelt. Dabei erfolgt eine Salbung. Die spezielle Totenwaschung wird von geschulten Personen in der Gemeinde verrichtet, um sicherzustellen, dass alle religiösen Vorschriften respektiert werden.
- Die Beerdigung wird nach dem Gebet durchgeführt, entweder in der Nähe einer Moschee oder auf einem Gebetsplatz des Friedhofs.
- Der Verstorbene wird ohne Sarg an das Grab übergeben, gemäß den Traditionen der Religion.
Diese Schritte sind von großer Bedeutung für gläubige Muslime, da sie die Reinheit des Verstorbenen sicherstellen und respektvoll den Todesfall begleiten. Während der Trauerzeremonie wird die Familie des Verstorbenen von Freunden und Verwandten unterstützt, die ihre Anteilnahme durch Gebete und Beileidsbekundungen ausdrücken.
Was trägt man auf einer muslimischen Beerdigung?
Es gibt keine festen Vorschriften für die Kleidung während der Trauerfeier. Jedoch ist es üblich, dass Trauergäste dunkle und schlichte Kleidung tragen, um dem Anlass angemessenen Respekt zu erweisen.
Kann man in Deutschland ohne Sarg begraben werden?
Der Verstorbene wird bei einer islamischen Bestattung nach der rituellen Waschung traditionell in ein Leinentuch eingewickelt und ohne Sarg bestattet, wie es die muslimischen Rituale vorschreiben. In einigen Bundesländern wie Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Schleswig-Holstein und dem Saarland ist es mittlerweile möglich, ohne Sarg beerdigt zu werden. Dies ermöglicht es gläubigen Muslimen, sich nach den traditionellen Bestattungsritualen ohne Sarg bestatten zu lassen, indem sie in ein Leinentuch gehüllt werden.
Was kostet eine islamische Beerdigung in Deutschland?
Die Kosten für eine muslimische Bestattung in Deutschland betragen in der Regel zwischen 1.100 und 1.800 EUR. Wenn der Verstorbene in sein Heimatland überführt werden soll, können die Kosten deutlich höher ausfallen, je nach Zielland und Transportart.
Ist eine muslimische Beerdigung in Deutschland gestattet?
Ja, muslimische Begräbnisse sind in Deutschland erlaubt, und es gibt speziell ausgewiesene Grabfelder auf Friedhöfen für Muslime, die den islamischen Bestattungsriten entsprechen.
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