Was ist das Johannes-Evangelium?

Jesus Christus: Göttlich und Menschlich

25/11/2023

Rating: 4.56 (11632 votes)

Die Gestalt Jesus Christus hat seit Jahrtausenden unzählige Menschen fasziniert, inspiriert und herausgefordert. Für einige ist er ein außergewöhnlicher Lehrer, für andere ein radikaler Prophet, und für manche ist seine historische Existenz sogar zweifelhaft. Doch für Milliarden Gläubige weltweit ist er weit mehr: Er ist Gott selbst, der Mensch wurde. Die Bibel, insbesondere die Evangelien, liefert uns nicht nur detaillierte Berichte über sein Leben, seine Worte und seine Taten, sondern stellt ihn auch als das zentrale Thema der gesamten Heilsgeschichte dar. Was genau sagt die Bibel also über die göttlichen Eigenschaften Jesu und wie lassen sich diese mit seiner menschlichen Natur vereinbaren?

Die Doppelgestalt Jesu: Wahrer Gott und wahrer Mensch

Die christliche Lehre bekennt Jesus Christus als wahrhaftig Gott und wahrhaftig Mensch. Diese scheinbar paradoxe Wahrheit, bekannt als die Lehre von der Menschwerdung, ist fundamental für das Verständnis seiner Person und seines Wirkens. Schon im Alten Testament wurde sein Kombmen vorhergesagt (vgl. Jesaja 7,14). Seine Geburt ist eine historische Tatsache, doch sie unterscheidet sich von jeder anderen: Er wurde durch den Heiligen Geist gezeugt (Lukas 1,35) und von einer Jungfrau geboren (Matthäus 1,23), ohne einen leiblichen Vater. Trotz dieser einzigartigen Zeugung war er ein wirklicher Mensch mit einem Leib (Hebräer 10,5), einer Seele (Matthäus 26,38) und einem Geist (Lukas 23,46). Er erlebte Hunger, Durst, Müdigkeit, Freude und Leid – all das, was das menschliche Dasein ausmacht. Er war „der Mensch Christus Jesus“ (1. Timotheus 2,5).

Was sind die göttlichen Eigenschaften von Jesus Christus?
Doch Jesus Christus hat nicht nur göttliche Eigenschaften; er wird von Gott dem Vater auch als Gott angesprochen (Hebräer 1, 8). Auch sein Jünger Thomas nannte Jesus „Gott“ (Johannes 20, 28) – und Jesus verwehrte es ihm nicht. Jesus selbst bezeugte, dass er Gott ist (Johannes 10, 30). Gott selbst wurde in Jesus Christus Mensch.

Gleichzeitig offenbart die Bibel an unzähligen Stellen seine wahre Göttlichkeit. Er ist „der wahrhaftige Gott“ (1. Johannes 5,20) und „Gott, gepriesen in Ewigkeit“ (Römer 9,5). Diese duale Natur ist kein Widerspruch, sondern ein tiefes Geheimnis des Glaubens, das notwendig ist, um die Fülle seiner Person und seines Erlösungswerkes zu erfassen.

Göttliche Eigenschaften Jesu: Ein Blick in die Heilige Schrift

Die Bibel schreibt Jesus Christus Eigenschaften zu, die ausschließlich Gott gehören. Diese Attribute belegen unmissverständlich seine göttliche Natur:

  • Ewigkeit (Präexistenz): Jesus hatte keinen Anfang. Er existierte, bevor die Welt geschaffen wurde. Er selbst bezeugte: „Ehe Abraham wurde, bin ich!“ (Johannes 8,58), eine direkte Anspielung auf Gottes Selbstbezeichnung im Alten Testament (Exodus 3,14). Auch Johannes 17,5 bestätigt seine Präexistenz vor der Grundlegung der Welt. Der Prophet Micha kündigte an, dass seine „Ursprünge von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her sind“ (Micha 5,1).
  • Allgegenwart: Jesus ist an jedem Ort gleichzeitig präsent. Er versprach seinen Jüngern: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters“ (Matthäus 28,20). Dieser Anspruch ist nur für Gott möglich (vgl. Psalm 139,7–12; Hebräer 13,5).
  • Allmacht: Jesus besitzt unbegrenzte Macht und Autorität. Nach seiner Auferstehung verkündete er: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“ (Matthäus 28,18). Die Offenbarung beschreibt ihn als den „Allmächtigen“ (Offenbarung 1,8; Philipper 3,21). Seine Wunder – die Heilung von Krankheiten, die Stillung des Sturms, die Auferweckung von Toten – sind eindrucksvolle Demonstrationen dieser unbegrenzten Macht.
  • Allwissenheit: Jesus kannte die Gedanken und Absichten der Menschen (Johannes 2,25), wusste um zukünftige Ereignisse (Johannes 6,64) und kannte die Herzen seiner Jünger (Johannes 21,17).
  • Unveränderlichkeit: Jesus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit (Hebräer 13,8). Wie Gott der Vater ist er beständig und ohne Wechsel (Maleachi 3,6; Psalm 102,26–28; Hebräer 1,10–12).

Darüber hinaus führt Jesus Christus die Werke Gottes aus. Durch ihn wurden alle Dinge geschaffen (Johannes 1,3; Kolosser 1,16; Hebräer 1,2). Er ist nicht nur der Schöpfer, sondern auch der Erhalter des Weltalls: „Er trägt das All durch das Wort seiner Kraft“ (Hebräer 1,3; Kolosser 1,17). Nur ein göttliches Wesen könnte solche kosmischen Funktionen innehaben.

Jesu eigene Ansprüche und die Reaktionen seiner Zeitgenossen

Jesus selbst beanspruchte ausdrücklich göttliche Attribute und Titel, die seine Zuhörer nicht missverstanden:

  • Der Anspruch „Ich bin“: In Johannes 8,58 sagte Jesus zu den Juden: „Ehe Abraham war, bin ich!“ Das griechische „ego eimi“ (Ich bin) ist eine direkte Anspielung auf den Gottesnamen, den Gott Mose am brennenden Dornbusch offenbarte (Exodus 3,14). Die Juden verstanden dies sofort als Blasphemie und wollten ihn steinigen, weil er sich selbst zu Gott machte.
  • Die Einheit mit dem Vater: „Ich und der Vater sind eins“, erklärte Jesus in Johannes 10,30. Auch hier reagierten die Juden mit der Anklage: „Du, der du ein Mensch bist, machst dich selbst zu Gott!“ (Johannes 10,33). Jesus erklärte hier nicht nur eine funktionale Einheit, sondern eine Wesenseinheit mit Gott.
  • Sündenvergebung: Als Jesus einem Gelähmten seine Sünden vergab, empörten sich die Schriftgelehrten: „Wer kann Sünden vergeben außer Gott allein?“ (Markus 2,5–7). Jesus bestätigte seine göttliche Autorität, indem er den Gelähmten heilte und so bewies, dass er die Macht hatte, Sünden zu vergeben.
  • Annahme der Anbetung: In der Bibel ist Anbetung ausschließlich Gott vorbehalten (Offenbarung 19,10). Dennoch nahm Jesus wiederholt Anbetung an, ohne sie zurückzuweisen:
BibelstelleSituationJesu Reaktion
Matthäus 2,11Die Weisen beten das Kind Jesus an.Annahme ohne Einwand.
Matthäus 14,33Die Jünger beten Jesus an, nachdem er auf dem Wasser ging.Annahme ohne Einwand.
Johannes 9,38Der geheilte Blinde betet Jesus an.Annahme ohne Einwand.
Johannes 20,28Thomas bekennt: „Mein Herr und mein Gott!“Jesus korrigiert ihn nicht, sondern lobt seinen Glauben.
Apostelgeschichte 10,25-26Petrus weist Anbetung zurück.Petrus lehnt Anbetung ab: „Steh auf, auch ich bin ein Mensch!“
Offenbarung 19,10Engel weist Anbetung zurück.Engel lehnt Anbetung ab: „Tu das nicht! Ich bin dein Mitknecht.“

Diese Annahme der Anbetung ist ein starkes Zeugnis seiner Göttlichkeit, da selbst die Apostel und Engel Anbetung ablehnten und auf Gott verwiesen.

Die Zeugnisse der Apostel und Evangelisten

Nicht nur Jesus selbst, sondern auch die Autoren des Neuen Testaments bezeugen unmissverständlich seine Göttlichkeit:

  • Johannes 1,1 und 14: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott… Und das Wort wurde Fleisch.“ Johannes bezeichnet Jesus, das „Wort“ (Logos), eindeutig als Gott, der Mensch wurde.
  • Matthäus 1,23: Jesus wird „Immanuel“ genannt, was „Gott mit uns“ bedeutet – ein klarer Hinweis auf seine göttliche Natur.
  • Hebräer 1,8–12: Der Vater selbst spricht über den Sohn: „Dein Thron, o Gott, bleibt von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Der Autor zitiert Psalm 102 und wendet die Beschreibung des ewigen Schöpfers, der Himmel und Erde gemacht hat, direkt auf Jesus an.
  • Kolosser 1,15–20: Paulus beschreibt Jesus als „das Ebenbild des unsichtbaren Gottes“ und als den Schöpfer aller Dinge, sowohl der sichtbaren als auch der unsichtbaren. Alles wurde „durch ihn und für ihn geschaffen“.
  • Philipper 2,6–11: Paulus erklärt, dass Jesus „in göttlicher Gestalt war“ und sich selbst erniedrigte, um Mensch zu werden. Letztendlich wird ihm ein Name gegeben, „der über jedem Namen ist“, damit sich vor ihm „alle Knie“ beugen – eine Ehre, die nur Gott allein zusteht (vgl. Jesaja 45,23).

Historische Bestätigungen der frühen Kirche

Neben den biblischen Texten gibt es auch archäologische und literarische Funde, die belegen, dass die frühen Christen Jesus als Gott verehrten:

  • Das Megiddo-Mosaik: Ein Mosaik aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. in Israel enthält eine griechische Inschrift, die Jesus als „Gott“ bezeichnet. Dies zeigt, dass der Glaube an Jesu Göttlichkeit keine spätere theologische Entwicklung war, sondern bereits in den ersten Jahrhunderten fest etabliert war.
  • Der gekreuzigte Esel (Graffito): Ein römisches Graffito aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. zeigt eine Karikatur eines Mannes, der einen gekreuzigten Esel anbetet, mit der Aufschrift: „Alexamenos betet seinen Gott an.“ Obwohl spöttisch gemeint, beweist es, dass die Anbetung Jesu als Gott in der römischen Welt bekannt und Gegenstand des Spotts war.
  • Frühchristliche Schriften: Kirchenväter wie Ignatius von Antiochien (ca. 110 n. Chr.) bezeichnen Jesus als „unser Gott“ und sprechen von seiner ewigen Existenz. Plinius der Jüngere (ca. 112 n. Chr.), ein römischer Gouverneur, berichtete in einem Brief an Kaiser Trajan, dass Christen „Christus als Gott besangen“.

Diese historischen Beweise untermauern die biblische Darstellung und zeigen, dass die Anbetung Jesu als Gott ein integraler Bestandteil des frühen Christentums war.

Was sagt die Bibel über Gott?
Die Bibel lässt keinen Zweifel offen, dass Er Gott ist. Überdenke Folgendes: Seine ewige Existenz (Präexistenz): – Er war da, bevor und als die Welt erschaffen wurde (beachte das «uns» in 1. Mose 1,1.26; Joh 1,1; Heb 1,2 ).

Das besondere Zeugnis des Johannesevangeliums

Das Johannesevangelium, verfasst vom Apostel Johannes, einem Mitglied des engsten Jüngerkreises Jesu, nimmt eine besondere Stellung ein, wenn es um die Frage nach der Person Jesu geht. Johannes hatte die explizite Absicht, Glaube an Jesus als den Sohn Gottes zu wecken (Johannes 20,31). Er zeichnet ein komplexes Bild, das sowohl eine klare Abgrenzung als auch eine tiefe Wesenseinheit zwischen Jesus und Gott dem Vater betont.

Unterscheidung vom Vater: Johannes zeigt Jesus als eine eigenständige Person, die in einer tiefen, personalen Beziehung zum Vater steht. Jesus spricht von Gott als „seinem Vater“ (Johannes 2,16; 3,16–17), betont seine Abhängigkeit vom Vater (Johannes 5,19), und sagt sogar, dass der Vater „größer“ sei als er (Johannes 14,28). Jesus empfängt seinen Auftrag, seine Autorität und seine Worte vom Vater (Johannes 5,36; 7,16; 8,28). Seine gesamte Arbeit geschieht zur Ehre des Vaters (Johannes 7,18). Er wurde vom Vater in die Welt gesandt (Johannes 3,16) und kehrt zu ihm zurück (Johannes 13,1).

Implizierte Wesensgleichheit: Gleichzeitig verschwimmen in Johannes' Darstellung die Grenzen der Identität zwischen Jesus und dem Vater. Jesus sagt nicht nur, dass der Vater in ihm ist, sondern auch, dass er im Vater ist (Johannes 14,10–11). Alles, was dem Vater gehört, gehört auch Jesus (Johannes 16,15). Wer Jesus kennt und liebt, kennt und liebt den Vater (Johannes 14,9; 15,23). Jesus beansprucht für sich Titel, die im Alten Testament Jahwe, dem Gott Israels, vorbehalten waren, wie „das Licht der Welt“ (Johannes 8,12; vgl. Psalm 27,1) oder „die Wahrheit“ (Johannes 14,6; vgl. Psalm 31,5). Er bezeichnet sich selbst als „das Leben“ (Johannes 14,6) und „die Auferstehung“ (Johannes 11,25), was seine Autorität über Leben und Tod unterstreicht. Er hat die Macht, sein Leben selbst hinzugeben und es wieder aufzunehmen (Johannes 10,18) – eine göttliche Fähigkeit. Er gibt ewiges Leben (Johannes 6,27) und ist selbst der Inhalt des ewigen Lebens (Johannes 17,3).

Starke Hinweise auf Wesensgleichheit:

  • Johannes 1,1: „Das Wort war Gott.“ Dieser Vers ist eine der klarsten Aussagen über Jesu Göttlichkeit. Das Wort (Logos), das Jesus ist, existierte von Anfang an bei Gott und war selbst Gott.
  • Der Begriff „monogenes“: Johannes bezeichnet Jesus als den „eingeborenen“ oder „einzigartigen“ Sohn (Johannes 1,14; 3,16). Dies bedeutet nicht, dass er erschaffen wurde, sondern dass er einzigartig in seiner Art ist – der göttlichen Art des Vaters. Wenn man „zeugen“ als Wortstamm nimmt, impliziert es, dass der Sohn vom gleichen Wesen wie der Vater ist, so wie ein menschliches Kind vom gleichen Wesen wie seine Eltern ist.
  • Ehre für den Sohn: Jesus lehrt in Johannes 5,23: „damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren.“ Dies ist eine revolutionäre Aussage im streng monotheistischen Judentum, denn Jahwe teilt seine Ehre mit niemandem (Jesaja 48,2). Die Juden verstanden dies als Anspruch auf Göttlichkeit und wollten ihn töten.
  • „Ich bin“ als Gottesname: Wie bereits erwähnt, ist Jesu „Ich bin“ (Johannes 8,58) eine direkte Anspielung auf den Gottesnamen Jahwe (Exodus 3,14). Die Reaktion der Soldaten, die zu Boden fielen, als Jesus sich in Johannes 18,5 mit „Ich bin“ zu erkennen gab, deutet auf die Macht dieses göttlichen Namens hin.
  • „Ich und der Vater sind eins“ (Johannes 10,30): Die Verwendung des Neutrums für „eins“ (hen) betont eine Einheit des Wesens, nicht nur des Handelns oder Willens. Die Juden verstanden dies als Gotteslästerung, weil Jesus sich damit Gott gleichmachte.
  • Thomas' Bekenntnis (Johannes 20,28): Thomas' Ausruf „Mein Herr und mein Gott!“ an den auferstandenen Jesus ist die vollkommenste Formulierung der Anbetung Jesu in der Bibel. Jesus nimmt diese Anbetung nicht nur an, sondern lobt Thomas für seinen Glauben.

Die theologische Herausforderung: Einheit und Vielfalt

Die scheinbar widersprüchlichen Aussagen im Johannesevangelium – Jesus ist vom Vater unterschieden und doch wesenseins mit ihm – führten in den folgenden Jahrhunderten zu intensiven theologischen Debatten. Verschiedene Erklärungsansätze versuchten, diese Spannung aufzulösen:

  • Arianismus: Betonte die Unterscheidung und die Unterordnung Jesu unter den Vater so stark, dass Jesus als Geschöpf Gottes angesehen wurde, wenn auch als das erste und höchste. Er wäre demnach nicht vollkommen Gott im gleichen Sinne wie der Vater.
  • Sabellianismus (Modalismus): Betonte die Einheit von Vater, Sohn und Heiligem Geist so stark, dass sie lediglich als drei Erscheinungsformen oder „Modi“ derselben Person Gottes verstanden wurden. Vater, Sohn und Heiliger Geist wären demnach nicht drei verschiedene Personen.
  • Trinitätslehre: Diese Lehre, die sich aus den biblischen Zeugnissen entwickelte, formuliert die Erkenntnis, dass Gott in drei Personen existiert – Vater, Sohn (Jesus) und Heiliger Geist –, die gleichzeitig dem Wesen nach vollständig ein Gott sind. Es gibt nur einen Gott, aber er existiert in drei Personen. Die Trinität löst die logische Spannung für den menschlichen Verstand nicht vollständig auf, sondern hält sie fest.

Die Trinitätslehre scheint die Bedeutung der biblischen Textstellen am besten zu beschreiben, auch wenn sie die größte Spannung für das menschliche Denken erzeugt. Sie erkennt die Grenzen menschlicher Vernunft an, wenn es darum geht, einen unendlichen und heiligen Gott vollständig zu begreifen. Die biblische Tradition, in der Johannes stand, erkannte den Verstand als nützliches Werkzeug, aber nicht als den alleinigen Maßstab, um über die Wahrheit von Gottes Offenbarung zu entscheiden. Dies führt zu einer demütigen Erkenntnis der eigenen Begrenztheit und der unermesslichen Größe Gottes (Römer 11,33–36).

Was bestätigt die Göttlichkeit von Jesus?
Kirchenväter wie Ignatius von Antiochien (ca. 110 n. Chr.) bezeichnen Jesus als „unser Gott“ und sprechen von seiner ewigen Existenz. Plinius der Jüngere (ca. 112 n. Chr.) berichtet, dass Christen Jesus als Gott besangen. Fazit: Die Bibel und die Geschichte bestätigen Jesu Göttlichkeit

Schlussfolgerung

Die Bibel macht unmissverständlich deutlich: Jesus Christus ist nicht nur ein außergewöhnlicher Lehrer, Prophet oder moralisches Vorbild, sondern Gott selbst im Fleisch. Er besitzt alle göttlichen Eigenschaften – Ewigkeit, Allgegenwart, Allmacht, Allwissenheit und Unveränderlichkeit. Seine eigenen Ansprüche, die Reaktionen seiner Zeitgenossen, die Zeugnisse der Apostel und Evangelisten sowie historische Artefakte der frühen Kirche belegen seine Göttlichkeit eindrucksvoll. Er ist der ewige Schöpfer, der Retter und der König aller Könige. Seine Menschwerdung ermöglichte es ihm, durch seinen stellvertretenden Opfertod die Sünde wegzunehmen und die Werke des Teufels zu zerstören.

Die Frage, ob Jesus Gott ist, ist keine rein akademische Debatte. Sie hat existenzielle Bedeutung: Nur ein göttlicher Retter kann Sünden vergeben und ewiges Leben schenken. Jesus ist der ewige „Ich bin“, unser Herr und unser Gott. Wer ihn so erkennt, empfängt das Leben (Johannes 20,31).

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Wo in der Bibel sagt Jesus direkt, dass er Gott ist?
A: Jesus macht mehrere direkte und indirekte Aussagen über seine Göttlichkeit. Eine der deutlichsten finden wir in Johannes 10,30, wo er sagt: „Ich und der Vater sind eins.“ Auch in Johannes 8,58 erklärt Jesus: „Ehe Abraham wurde, bin ich“, was eine klare Anspielung auf den Gottesnamen aus 2. Mose 3,14 ist. Diese Aussagen wurden von seinen Zuhörern als Anspruch auf Göttlichkeit verstanden, weshalb sie ihn steinigen wollten.

F: Wie beweisen die Wunder Jesu seine Göttlichkeit?
A: Die Wunder Jesu demonstrieren seine göttliche Macht über die Natur, Krankheiten und sogar den Tod. Sie zeigen, dass er Fähigkeiten besitzt, die nur Gott zugeschrieben werden können. Besonders eindrucksvoll sind Wunder wie die Auferweckung des Lazarus (Johannes 11) oder die Stillung des Sturms (Markus 4,35–41), die seine Autorität über Leben und Naturgewalten offenbaren und seine göttliche Autorität unterstreichen.

Was unterscheidet Johannes in seinem Evangelium?
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass Johannes in seinem Evangelium einerseits klar zwischen Jesus und Gott dem Vater unterscheidet und andererseits diese Unterscheidung aufgibt. Einzelne Stellen betonen sogar explizit die Einheit des Wesens von Gott und Jesus.

F: Was bedeutet der Begriff „Logos“ im Johannesevangelium?
A: Der Begriff „Logos“ (Wort) im Prolog des Johannesevangeliums (Johannes 1,1–14) bezeichnet Jesus als das ewige, göttliche Wort. Johannes erklärt: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“ Diese Aussage identifiziert Jesus eindeutig als göttliches Wesen, das von Ewigkeit her existiert und aktiv an der Schöpfung beteiligt war.

F: Wie passt die Trinität zum Konzept, dass Jesus Gott ist?
A: Die Trinität beschreibt Gott als drei Personen in einer Einheit: Vater, Sohn (Jesus) und Heiliger Geist. Dieses Konzept erklärt, wie Jesus sowohl Gott sein als auch vom Vater unterschieden sein kann. Die Dreieinigkeit betont die göttliche Natur Christi, während sie gleichzeitig die Einzigartigkeit jeder Person der Gottheit anerkennt, die alle denselben göttlichen Wesen teilen.

F: Welche Bedeutung hat die Auferstehung Jesu für seine Göttlichkeit?
A: Die Auferstehung Jesu gilt als ultimativer Beweis seiner Göttlichkeit. Sie bestätigt seine Macht über den Tod und erfüllt seine eigenen Vorhersagen. Der Apostel Paulus betont in Römer 1,4, dass Jesus „durch die Auferstehung von den Toten eingesetzt ist als Sohn Gottes in Kraft.“ Die Auferstehung validiert alle Ansprüche Jesu auf Göttlichkeit und zeigt ihn als den Sieger über Sünde und Tod.

Wenn du andere Artikel ähnlich wie Jesus Christus: Göttlich und Menschlich kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Religion besuchen.

Go up