Wie schreibe ich einen Gebetsruf?

Passionszeit: Hingabe, Leiden & Gebet

12/09/2022

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Manche Menschen sind leidenschaftliche Bergsteiger, begeisterte Fußballfans oder spielen hingebungsvoll ein Instrument. Leidenschaft hat immer etwas mit Hingabe zu tun – wir geben unsere Zeit, unsere Gedanken, unsere Anstrengung. Wenn wir leidenschaftlich lieben, geben wir uns selbst hin. Das ist eine wunderschöne Erfahrung, die uns jedoch auch Schmerz zufügen kann, wenn Liebe nicht erwidert wird, wenn wir verletzt werden oder wenn die Glut der Leidenschaft erlischt. Manchmal kann die Angst vor erneuter Verletzung oder dem Verlust des eigenen Ichs uns davon abhalten, uns wieder so hinzugeben. Doch gerade in Gottes leidenschaftlicher Liebe für uns finden wir Trost und ein tiefes Verständnis für diese Verbindung von Liebe und Leiden, die in seiner Passion zum Ausdruck kommt. Die Passionszeit lädt uns ein, diese Verbindung zu erkunden, nicht mit der Liebe abzuschließen, sondern immer neu zu lieben, zu glauben und zu hoffen.

Was ist die Passionszeit?
Die Passionszeit handelt von Gottes Leidenschaft für die Menschen. Eine Liebe, die so groß ist, dass sie im Leiden endet.
Inhaltsverzeichnis

Die Bedeutung der Passionszeit: Eine Reise des Herzens

Die Passionszeit, auch bekannt als Fastenzeit oder österliche Bußzeit, ist eine besondere Periode im Kirchenjahr, die auf das Osterfest vorbereitet. Sie beginnt traditionell am Aschermittwoch und dauert 40 Tage, die Sonntage werden dabei nicht mitgezählt, da sie als kleine Osterfeste gelten. Im Mittelpunkt dieser Zeit steht die Besinnung auf das Leiden, Sterben und die Auferstehung Jesu Christi. Der Begriff „Passion“ leitet sich vom lateinischen „passio“ ab, was „Leiden“ oder „Erduldung“ bedeutet. Es ist eine Zeit, in der Christen weltweit dazu aufgerufen sind, innezuhalten, sich zu besinnen und sich bewusst mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen.

Es geht in der Passionszeit nicht darum, sich in Trauer zu verlieren, sondern vielmehr darum, die tiefe Liebe Gottes zu erkennen, die sich in der Bereitschaft Jesu zeigt, für die Menschheit zu leiden. Diese Zeit ist eine Einladung zur spirituellen Erneuerung, zur Reflexion über das eigene Leben und zur Stärkung der Beziehung zu Gott. Es ist eine Gelegenheit, sich von überflüssigem Ballast zu befreien – sei es materieller oder seelischer Natur – und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Passionszeit ermutigt uns, unsere eigenen Verletzlichkeiten anzuerkennen und gleichzeitig die Hoffnung auf die Auferstehung, die über alles Leid siegt, in uns zu nähren.

Fasten in der Passionszeit: Eine Einladung zum Innehalten

Das Fasten in der Passionszeit hat eine lange Tradition und wird oft als Verzicht auf bestimmte Speisen oder Genussmittel verstanden. Doch die evangelische Kirche erweitert diesen Begriff in ihrer Fastenaktion, die 2025 unter dem Motto „Luft holen! Sieben Wochen ohne Panik“ steht. Dieses Motto lädt dazu ein, Fasten als eine bewusste Zeit für Atempausen zu verstehen. Inmitten der Hektik und der oft angstbesetzten Atmosphäre unserer Zeit ist es entscheidend, sich bewusst Zeit zum Durchatmen zu nehmen, zur Besinnung zu kommen und Trost zu finden.

Diese Form des Fastens bedeutet, den stressigen Alltag hinter sich zu lassen und sich neu mit dem zu verbinden, was uns wirklich nährt – nicht nur körperlich, sondern auch seelisch und geistig. Es kann bedeuten, auf digitale Medien zu verzichten, um mehr Zeit für Stille und Gebet zu haben, oder bewusst weniger zu konsumieren, um sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Es geht darum, Gewohnheiten zu durchbrechen, die uns belasten oder ablenken, und Raum für spirituelles Wachstum zu schaffen. „Luft holen“ ist eine Metapher für das Wiedergewinnen von innerer Freiheit und Gelassenheit, vergleichbar mit dem tiefen Atemzug an frischer Meeresluft, der Körper und Geist belebt.

Die Kunst des Gebetsrufs: Wie wir uns Gott nähern

Gebete sind ein zentraler Bestandteil der Passionszeit und des gesamten Kirchenjahres. Sie ermöglichen uns den Dialog mit Gott, das Ausdrücken unserer Dankbarkeit, unserer Bitten und unseres Kummers. Ein wichtiger Bestandteil vieler Gottesdienste sind die Fürbittengebete, die oft mit einem gemeinsamen Gebetsruf beantwortet werden. Diese Rufe, wie „Herr, erbarme dich!“, „Herr, erhöre uns!“ oder „Christus, erbarme dich!“, sind mehr als nur liturgische Formeln. Sie sind Ausdruck einer tiefen Sehnsucht nach Gottes Gnade und Hilfe und verbinden die Betenden in einer gemeinsamen Bitte.

Was ist die Passionszeit?
Die Passionszeit handelt von Gottes Leidenschaft für die Menschen. Eine Liebe, die so groß ist, dass sie im Leiden endet.

Der Gebetsruf schafft eine Brücke zwischen der individuellen Bitte und der Gemeinschaft. Er signalisiert Zustimmung und Solidarität mit den vorgetragenen Anliegen. Diese Rufe erinnern uns daran, dass wir in unserem Glauben nicht allein sind und dass unsere Gebete Teil eines größeren, universellen Dialogs mit dem Göttlichen sind. Sie sind ein Zeichen der Demut, des Vertrauens und der Hoffnung, dass Gott unsere Anliegen hört und darauf antwortet.

Fürbitten in der Passionszeit und darüber hinaus: Eine Reise durch das Kirchenjahr

Die Fürbittengebete im Kirchenjahr spiegeln die vielfältigen Nöte und Hoffnungen der Welt wider. Sie sind ein Ausdruck christlicher Solidarität und des Glaubens, dass Gebet transformative Kraft besitzt. Während der Passionszeit und des anschließenden Osterfestkreises konzentrieren sich die Gebete auf unterschiedliche Themen, die das Leiden und die Hoffnung aufgreifen:

Vor der Passionszeit: Sexagesimae

Schon vor der eigentlichen Passionszeit, etwa am Sexagesimae, liegt der Fokus der Gebete auf grundlegenden Aspekten des göttlichen Wesens und der menschlichen Erfahrung. Die Gebete bitten um Frieden und Einsicht für Verantwortliche, wehren dem Bösen und erbarmen sich derer, die unter Naturkatastrophen leiden. Sie betonen Gottes Gedanken der Liebe gegenüber dem Hass in der Welt und bitten darum, Liebe von Gott zu lernen. Vergebung ist ein weiteres zentrales Thema: Gott vergibt, wenn Menschen ihre Schuld bekennen und umkehren, und die Bitte geht dahin, selbst vergeben zu können. Schließlich wird Gottes Treue hervorgehoben und darum gebeten, sich den Bedürftigen zuzuwenden – den Einsamen, den in Not und Angst Befindlichen. Auch für getaufte Kinder und verstorbene Gemeindeglieder wird gebetet, um Schutz und Trost.

In der Passionszeit: Invokavit, Okuli, Lätare, Palmsonntag

  • Invokavit: In dieser Zeit werden in besonderer Weise alle Leidtragenden in den Blick genommen: die Verachteten und Armen, die Hungernden, die in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt sind, sowie Frauen und Kinder, die Entbehrungen erleiden. Gebetet wird für politisch und sozial Unterdrückte und für die Kirchen Osteuropas, die zum Aufbau einer gerechten Gesellschaft beitragen sollen. Auch Kranke, Sterbende und deren Angehörige sowie Verstorbene werden in die Fürbitten eingeschlossen. Die Gemeinde bittet für sich selbst, die Augen und Hände nicht vor dem Leiden zu verschließen und barmherzige Herzen zu entwickeln.
  • Okuli: Hier steht die Fürsorge Gottes für seine Welt und seine Kirche im Vordergrund. Gebetet wird für den Weg des Friedens, für Amtsträger und Gläubige, die Gottes Botschaft in Wort und Tat weitertragen sollen. Auch die persönliche Stärke, das Bekenntnis zu Gott, das Bleiben bei der Wahrheit und das Leben aus Gottes Liebe sind Themen. Die Gebete bitten darum, Gottes überraschende Gegenwart zu erkennen und das Vertrauen in seine Nähe zu stärken, selbst wenn er nicht sichtbar ist.
  • Lätare: Dieser Sonntag, auch als „Freudensonntag“ bekannt, bringt einen Hauch von Osterfreude in die Passionszeit. Die Fürbitten danken für alles Gute im Leben, das uns erhält und schön macht. Gleichzeitig wird an die gedacht, die weniger haben: die Hungernden in Afrika, die Kranken und Depressiven, die ihr Dasein als Last empfinden. Trost und Hoffnung für Trauernde sind ebenfalls zentrale Anliegen.
  • Palmsonntag: An diesem Tag, der den Einzug Jesu in Jerusalem feiert, rücken die Themen von Hingabe, Macht und Gewalt in den Vordergrund. Die Gebete bitten darum, nicht auf Macht und Gewalt zu setzen, sondern auf die versöhnende Kraft Jesu. Es wird für Menschen gebetet, die Gott vertrauen, auch wenn sie in der Welt als töricht oder weltfremd gelten. Auch für diejenigen, die viel Jammer ertragen, geduldig Leid lieben und nicht vor dem Banalen weglaufen, wird gebetet. Die Bitte, in der Karwoche still zu werden und Spuren des Leidens Jesu zu entdecken, um sie mit Sanftmut, furchtloser Hingabe und getroster Hoffnung zu mildern und zu heilen, schließt die Passionszeit ab.

Osterfestkreis: Ostern, Ostermontag, Quasimodogeniti, Miserikordias Domini, Kantate

  • Ostern: Mit der Auferstehung Jesu wird gefeiert, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Die Gebete bitten um Frieden und Versöhnung in Krisengebieten wie Israel und Palästina. Es wird für Menschen gebetet, deren Blick ins Licht verstellt ist durch Krankheiten, seelische Nöte, Einsamkeit oder Trauer. Auch für jene, die in zerbrechenden Partnerschaften, Berufskrisen oder Arbeitslosigkeit keine Hoffnung sehen, wird um Kraft und Zuversicht gebetet. Die Gemeinde bittet um Einsicht und Umkehr für jene, die anderen das Leben schwer machen, und für sich selbst, offene Herzen und Hände für die Bedürftigen zu haben und Träger des Osterlichts zu werden.
  • Ostermontag: Die Botschaft der Überwindung des Todes durch Jesus steht im Mittelpunkt. Die Gebete bringen die Welt voller Kriege, Hass, Hunger und Not vor Gott, das Seufzen und Schreien der Kreatur. Für die Kirche wird um Sichtbarkeit der Auferstehungshoffnung und -freude gebeten, um die Überwindung von Trägheit und Gleichgültigkeit. Es wird für angefeindete und missachtete Menschen im Land gebetet, wie Juden nach Anschlägen, Ausländer, Asylsuchende, Obdachlose, Süchtige und Menschen in sozialen Nöten. Persönliche Sorgen und Ängste werden vor Gott gebracht, mit der Bitte um Freude und Hoffnung.
  • Quasimodogeniti: Dieser Sonntag nach Ostern betont den Sieg des Lebens und die Tatsache, dass Gott Menschen, die seinen Geist offenbaren, nicht im Dunkel vergehen lässt. Die Gebete bitten darum, Müdigkeit, Misstrauen und die bittere Erfahrung, dass die Welt das letzte Wort behält, von uns zu nehmen. Es wird um Begegnung mit Bedrückten, Ängstlichen, Verwirrten, Erschrockenen und Sterbenden gebeten. Der Geist Gottes soll in das Leben gegeben werden, das ihm widerspricht, damit seine Schöpfung neu werde.
  • Miserikordias Domini: An diesem Sonntag der Barmherzigkeit Gottes werden besonders Kinder in den Blick genommen, die unter der Erbarmungslosigkeit Erwachsener leiden. Auch alte Menschen, Kranke und Arbeitslose, die durchs soziale Netz fallen, sind Gegenstand der Fürbitten. Es wird um Weisheit und Einsicht für Verantwortliche in Politik und Gesellschaft gebeten, um offene Augen und Herzen für die Nöte der Mitmenschen. Für das Miteinander in der Gemeinde, für Ehren- und Hauptamtliche, Täuflinge und ihre Familien wird gebetet. Trost für Trauernde und Standhaftigkeit im Alltag sind weitere Anliegen.
  • Kantate: Der Sonntag Kantate, der zum Singen auffordert, kontrastiert die Lobgesänge mit der Realität von Krieg, Lügen, Verrat und Schmerzensschreien. Die Gebete rufen zur Umkehr auf, wo Menschen um Macht und Gewinn kriegen und die Zerstörung wütet. Für die Kirche wird gebetet, nicht nur über Niedergang zu klagen, sondern auf Gott zu blicken und gut miteinander umzugehen. Für ungehörte Menschen in der Gesellschaft – Kranke, Arbeitslose, Ausgegrenzte – wird um Hellhörigkeit gebeten. Schließlich wird um Vergebung für eigene Worte und Taten gebeten, die die Lebensfreude schmälern, und darum, Gottes Handeln im eigenen Leben zu erkennen und ihm ein Loblied zu singen.

Tabelle: Themen der Fürbitten im Kirchenjahr

ZeitraumZentrale Themen der Fürbitten
SexagesimaeFrieden, Liebe, Vergebung, Treue Gottes, Schutz für Kinder, Trost für Trauernde
InvokavitLeidtragende weltweit, Hunger, Kriege, Unterdrückung, Kranke, Trauernde, barmherzige Herzen
OkuliGottes Fürsorge für Welt und Kirche, Friedensstiftung, Glaubensbekenntnis, Vertrauen in Gottes Nähe
LätareDank für das Leben, Fürsorge für Hungernde, Kranke, Depressive, Trost für Trauernde
PalmsonntagHingabe, Versöhnung, Verzicht auf Macht/Gewalt, Leiden ertragen, Stille und Besinnung
OsternSieg über den Tod, Frieden in Krisengebieten, Licht für Leidende, Hoffnung für Verzweifelte, offene Herzen
OstermontagÜberwindung des Todes, Klagen der Schöpfung, Auferstehungshoffnung in der Kirche, Frieden im Land, persönliche Freude
QuasimodogenitiSieg des Lebens, Überwindung von Müdigkeit/Misstrauen, Begegnung mit Bedrückten, Erneuerung der Schöpfung
Miserikordias DominiBarmherzigkeit, Kinder in Not, Alte/Kranke/Arbeitslose, Weisheit für Verantwortliche, Miteinander in Gemeinde, Trost für Trauernde
KantateLobgesang vs. Leid, Umkehr von Krieg/Zerstörung, Gemeinschaft in der Kirche, Gehör für Ungehörte, Vergebung, Freude am Glauben

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Passionszeit

Was ist der Ursprung der Passionszeit?

Die Passionszeit hat ihre Wurzeln in der frühen Kirche, als sich Christen auf Ostern durch Fasten und Gebet vorbereiteten. Die 40 Tage symbolisieren die 40 Tage, die Jesus in der Wüste fastete, aber auch andere biblische Zeiträume wie die 40 Jahre Israels in der Wüste oder die 40 Tage der Sintflut. Sie dient als intensive Vorbereitungszeit auf das höchste Fest des Christentums, die Auferstehung Jesu Christi.

Wie lange dauert die Passionszeit?

Die Passionszeit dauert traditionell 40 Tage, beginnend am Aschermittwoch und endend am Karsamstag. Die Sonntage innerhalb dieser Periode werden dabei nicht mitgezählt, da sie als kleine Auferstehungsfeste gelten und somit vom Fasten ausgenommen sind.

Muss ich in der Passionszeit fasten?

In den evangelischen Kirchen gibt es keine strikte Verpflichtung zum Fasten. Es ist vielmehr eine persönliche Entscheidung und Einladung, sich bewusst auf den Glauben zu konzentrieren. Die Fastenaktion „Sieben Wochen ohne“ bietet Anregungen, auf bestimmte Gewohnheiten zu verzichten, um Raum für Neues zu schaffen und sich auf das Wesentliche zu besinnen. Es geht um eine innere Haltung der Achtsamkeit und des Verzichts, nicht um eine gesetzliche Vorschrift.

Was bedeutet Fasten in der Passionszeit?
In der Passionszeit, den 40 Tagen vor Ostern, erinnern sich Christen an die Geschehnisse: die Verurteilung Jesu, Verrat und Kreuzigung, aber auch das letzte Mahl, das Abendmahl mit den Jüngern. Was bedeutet Fasten? Meistens geht es dabei um den Verzicht auf Essen und Trinken.

Was ist der Unterschied zwischen Passionszeit und Fastenzeit?

Die Begriffe „Passionszeit“ und „Fastenzeit“ werden oft synonym verwendet, da sie denselben Zeitraum bezeichnen. Der Begriff „Fastenzeit“ betont stärker den Aspekt des Verzichts und der Vorbereitung durch Buße. „Passionszeit“ hingegen legt den Fokus explizit auf das Leiden (Passion) Jesu Christi und seine Bedeutung für den Glauben. Beide Begriffe beschreiben jedoch die Periode vor Ostern.

Wie kann ich die Passionszeit persönlich gestalten?

Es gibt viele Wege, die Passionszeit persönlich zu gestalten. Neben dem bewussten Verzicht auf Konsum oder Medien kann man sich Zeit für tägliche Gebete und Bibellese nehmen, an Gottesdiensten teilnehmen, sich in der Stille besinnen, mehr Zeit in der Natur verbringen oder sich ehrenamtlich engagieren. Wichtig ist, dass die gewählten Praktiken dazu dienen, die Beziehung zu Gott zu vertiefen und das eigene Leben bewusster zu führen.

Kann ich meine eigenen Fürbitten formulieren?

Absolut! Das Formulieren eigener Fürbitten ist eine sehr persönliche und kraftvolle Form des Gebets. Es ermöglicht Ihnen, Ihre spezifischen Anliegen, Sorgen und Danksagungen vor Gott zu bringen. Viele Gemeinden ermutigen ihre Mitglieder, eigene Fürbitten einzubringen, um die Gebete lebendig und relevant für die aktuelle Lebenswirklichkeit der Menschen zu gestalten. Es ist ein Ausdruck des Vertrauens, dass Gott unsere individuellen und gemeinschaftlichen Anliegen hört.

Schlussbetrachtung: Hoffnung finden in Hingabe und Gebet

Die Passionszeit ist weit mehr als eine Periode des Verzichts oder der Trauer; sie ist eine tiefgreifende Einladung, die Essenz unseres Glaubens neu zu entdecken. Sie fordert uns heraus, unsere eigene „Leidenschaft“ – unsere Hingabe – zu prüfen und die Verbindung zwischen Liebe und Leiden zu erkennen, die in Gottes Passion für uns ihren Höhepunkt findet. Durch bewusste Atempausen, sei es im Fasten oder in Momenten der Stille, können wir der Panik und Hektik des Alltags entfliehen und inneren Trost finden.

Die Gebete und Fürbitten, die das Kirchenjahr prägen, sind ein Zeugnis der unermüdlichen Hoffnung und des Vertrauens, dass Gott hört und handelt. Sie erinnern uns daran, dass selbst im tiefsten Leid die Möglichkeit zur Erneuerung und zur Auferstehung liegt. Möge diese Passionszeit für Sie eine Zeit der tiefen Besinnung, der herzlichen Hingabe und des erneuten Glaubens sein, der Sie befähigt, Liebe und Hoffnung in die Welt zu tragen, zum Wohl aller und zur Ehre Gottes. Amen.

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