22/02/2024
In den letzten, kostbaren Stunden Seines irdischen Wirkens, als der Schatten des Kreuzes bereits lang auf Ihn fiel, offenbarte Jesus Seine unermessliche Liebe zu Seinen Jüngern. Johannes beginnt seinen Bericht über jenen Abend mit den Worten: „so liebte er sie bis ans Ende“ (Joh 13,1). Bevor Jesus den Zorn Gottes für die Sünden der Menschheit auf sich nahm, wusch Er Seinen Jüngern die Füße, lehrte sie über Heiligung und spendete ihnen Trost angesichts Seines bevorstehenden Abschieds. Den Höhepunkt dieser liebevollen Fürsorge bildete ein tiefgründiges Gebet, das später als das Hohepriesterliche Gebet bekannt wurde (Joh 17,1–26). Es ist eine erstaunliche Demonstration Seiner Hingabe und Sorge um Seine Nachfolger, selbst in Seiner dunkelsten Stunde.

Dieses Gebet ist weit mehr als eine historische Aufzeichnung; es ist ein lebendiges Zeugnis von Jesu göttlicher Mission und Seiner beständigen Fürsorge für alle, die an Ihn glauben. Es offenbart nicht nur Seine unmittelbaren Anliegen für Seine damaligen Jünger, sondern erstreckt sich auch über die Jahrhunderte hinweg, um jede Generation von Gläubigen zu umfassen. Es ist ein Gebet, das Sicherheit, Einheit und die Bewahrung Seiner Auserwählten zum Ziel hat – Themen, die für jeden Christen von größter Bedeutung sind.
- Gebet und die Mission Jesu: Ein göttlicher Auftrag
- Abschied, Freude und die Sendung des Heiligen Geistes
- Bewahrt in Gottes Namen und in der Welt
- Die Relevanz für Heute: Jesu Fürsprache und unsere Sicherheit
- Vergleichstabelle: Aspekte des Gebets Jesu
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Abschließende Gedanken
Gebet und die Mission Jesu: Ein göttlicher Auftrag
Nach den einführenden Versen in Johannes 17,1–5 richtet sich der größte Teil des Gebets Jesu auf Seine Jünger – sowohl auf jene, die Ihn unmittelbar umgaben, als auch auf die, die in zukünftigen Generationen an Ihn glauben würden. Dies steht in direkter Verbindung zu Seiner gesamten Mission, wie sie bereits früher im Johannesevangelium offenbart wurde. Schon in Seiner Lehrrede über das Brot des Lebens in der Synagoge von Kapernaum (Joh 6,38–40) machte Jesus deutlich, dass Er gekommen war, um den Willen Seines Vaters zu tun. Dieser Wille umfasste, dass Er keinen der Menschen verlieren sollte, die Ihm vom Vater gegeben worden waren, sondern sie am letzten Tag auferwecken sollte. Alle, die im Glauben zu Christus kommen, werden das ewige Leben empfangen; und jeder, den der Vater dem Sohn gibt, wird zu Ihm kommen (V. 37).
Jesu Gebet in Johannes 17 ist somit eine direkte Bestätigung und Erfüllung dieses Auftrags. Es ist ein Gebet, das sich ganz konkret um Seine Nachfolger dreht (17,9). Jesus betet nicht für die ganze Welt im Allgemeinen, sondern spezifisch für diejenigen, die der Vater Ihm gegeben hat. Für die Leser des Johannesevangeliums ist dies eine vertraute Wahrheit: Es ist der Wille des Vaters, dass Jesus keinen von denen verlieren soll, die Ihm anvertraut wurden. Sein Gebet ist daher perfekt im Einklang mit dem göttlichen Willen. Wie der Apostel Johannes im ersten Johannesbrief schreibt, können wir sicher sein, erhört zu werden, wenn wir gemäß Gottes Willen bitten (1Joh 5,14–15). Dies trifft in höchstem Maße auf Christus selbst zu, dessen Gebete aufgrund Seiner Göttlichkeit stets erhört wurden (Hebr 5,7).
Ewiges Leben wird jedem angeboten, der an Jesus glaubt (Joh 3,16–17), während die Ablehnung Jesu bedeutet, unter dem Gericht zu bleiben (V. 18). Jesus zieht eine klare Linie zwischen denen, die durch den Glauben an Ihn wahre Kinder Abrahams sind (Joh 8,56), und denen, die von der Welt sind (Vv. 23–24) – jenen, die zwar leibliche Kinder Abrahams sein mögen (Vv. 37.39), deren wahrer Vater jedoch der Teufel ist (Vv. 38.41.44). Jesus offenbart Seinen himmlischen Vater (5,19–30; 8,28.38.49), der durch den Sohn auch der Vater all derer ist, die an Jesus glauben (20,17). Somit betet Jesus spezifisch für Seine Jünger, weil sie zu Seinem Vater gehören (17,9). Und da der Vater alles, was Er hat, auch dem Sohn gewährt (5,26–27), werden alle, die dem Vater gehören, auch dem Sohn zugerechnet (17,10). Die Logik von Johannes 17,9–10 führt uns zu der Erkenntnis, dass Jesus besonders für Seine Jünger betet, weil sie bereits dem Vater und dem Sohn gehören. Dies sind die Jünger, die Jesus während Seines irdischen Dienstes beschützt hat – mit Ausnahme des Verräters Judas, dessen Abfall notwendig war, damit die Schrift erfüllt wurde (V. 12).
Jesus ist der Gute Hirte, der Seine Schafe liebt und Sein Leben für sie gibt, damit sie Leben in Fülle haben (Joh 10,10–11). Diese Aussage beinhaltet eine wichtige Einschränkung: Der Gute Hirte gibt Sein Leben nicht wahllos für alle hin, sondern ausschließlich für Seine eigenen Schafe. Somit steht das Gebet Jesu, das sich auf eine ganz bestimmte Personengruppe konzentriert, vollkommen im Einklang mit demselben Fokus, der sich durch das gesamte Johannesevangelium zieht.
Abschied, Freude und die Sendung des Heiligen Geistes
Jesus betet auch deshalb für die Seinen, weil die Stunde Seiner Verherrlichung – die in Johannes Seinen Tod, Seine Auferweckung und Seine Himmelfahrt umfasst – greifbar nahe ist. Sein Abschied steht unmittelbar bevor. Jesus ist nicht von der Welt und kehrt zurück in den Himmel (17,11). Die Jünger müssen bewahrt werden, da die Welt im Würgegriff des Bösen ist (1Joh 5,19). Deshalb betet Jesus, dass Seine Jünger vor dem Bösen bewahrt werden (Joh 17,15). In 1. Johannes 5,18–19 lesen wir, dass Jesus selbst Seine Jünger vor dem Bösen bewahren wird. Dies kommt auch im Vaterunser zum Ausdruck, und zwar in der Bitte, dass die Jünger Jesu „von dem Bösen“ (Mt 6,13) erlöst werden. Der Teufel ist der Widersacher der Kinder Gottes. Deshalb ist es so ermutigend zu wissen, dass Jesus den Herrscher dieser Welt hinauswerfen (Joh 12,31) und die Werke des Teufels zerstören wird (1Joh 3,8). Jesus bewahrt uns vor dem Bösen, weil Er den Teufel um unseretwillen besiegt hat. Der Hintergrund des Gebets ist der Gehorsam Jesu. Und Er sagt gleich zu Beginn, dass Er das Werk, das Ihm gegeben wurde, vollendet hat (Joh 17,4).
Jesu Abschied bringt den Jüngern aber auch Freude (Joh 17,13), da Jesus verherrlicht wird und den Heiligen Geist, den Paraklet (Fürsprecher, Tröster), sendet, damit dieser bei den Jüngern bleibe (14,16.26; 15,26; 16,7). Er wird sie nicht als Waisen zurücklassen (14,18). Das Ausgießen des Heiligen Geistes ist ein Zeichen von Jesu Sieg, nicht von Seiner Abwesenheit. Das ist auch der Grund für die Freude der Jünger (V. 28; 16,20–24). Der Heilige Geist wird die Jünger in alle Wahrheit leiten. Und darüber hinaus dürfen wir wissen, dass der Geist Gottes um der Einheit willen Nachfolger für den Dienst zurüstet (Eph 4,1–16). Obwohl Jesus fortgeht, ermutigt Er die Jünger, in Ihm zu bleiben, damit ihre Freude vollkommen werde (Joh 15,11; 1Joh 1,3–4). Und das tun sie auch, sofern Seine Worte in ihnen bleiben (Joh 15,7; 17,14). Obwohl Jesus weggegangen ist, haben wir durch das fortwährende Wirken des Heiligen Geistes weiterhin Gemeinschaft durch Einheit mit Ihm.
Bewahrt in Gottes Namen und in der Welt
Es ist Jesu explizite Bitte, dass die Jünger in Seinem Namen bewahrt werden (Joh 17,11). Die Bitte: „bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast“ mag sich auf die Kraft des Namens Gottes beziehen, durch den die Jünger gehalten werden, und möglicherweise auch auf die Identifikation der Jünger als jene, die Gottes Namen tragen und bewahrt werden, um Seinem Wesen treu zu bleiben. Das Ziel der Bewahrung ist in Johannes 17,11 deutlich formuliert: Die Einheit der Jünger soll die Einheit des Vaters und des Sohnes widerspiegeln. Seine Jünger sollen nicht durch die Welt, sondern durch Gottes Namen gekennzeichnet sein und in Ihm bleiben. Gleichermaßen sind die Jünger mit Gottes Wort betraut (V. 14) und die Ihn lieben, halten Seine Gebote (14,15). Diejenigen, die Jesus ablehnen, lehnen auch Sein Wort ab (8,37). Auch hier sehen wir einen klaren Unterschied zwischen wahren Jüngern und der Welt.
Die Jünger müssen im Namen Gottes bewahrt werden, weil sie, obwohl sie in dieser Welt leben, nicht zu dieser Welt gehören. Diesbezüglich spiegeln die Jünger Jesus wider, der ebenfalls in der Welt, aber nicht von dieser Welt war (Joh 17,14–16). Jesus kam von oben, Er kam nicht aus dieser Welt (3,31; 8,23). Als solcher wurde Jesus von der Welt gehasst. Angesichts dieser Tatsache brauchen sich die Jünger nicht zu wundern, dass die Welt sie auch hasst (15,18–19; 17,14). Die Welt ist einerseits das Objekt von Gottes Liebe (3,16; 12,46), aber andererseits in ständiger Opposition zu Gott (7,7). Die Jünger sind in dieser Welt Salz und Licht. Sie sollen sich nicht von der Welt fernhalten, sondern sollen weiterhin in ihr leben. Dennoch wurden sie aus dieser Welt erwählt (15,19). Jesus sagt Seinen Jüngern, dass sie ebenso wie Er in der Welt Schwierigkeiten haben werden, aber sie können auch ermutigt sein, weil Christus die Welt überwunden hat (16,33).
Die Relevanz für Heute: Jesu Fürsprache und unsere Sicherheit
Das Hohepriesterliche Gebet Jesu für Seine Jünger ist nicht bloß ein simpler historischer Bericht über frühere Nachfolger. Es ist das lebendige Wort, das auch heute noch Ermutigung bietet. In erster Linie bezieht sich das Gebet Jesu (so wie viele Seiner Aussagen in den Abschiedsreden) auf Seine ersten Jünger. In dem Gebet wird aber auch deutlich, dass Jesus neben dem inneren Zirkel der frühesten Jünger auch die nachfolgenden Generationen von Jüngern im Blick hat. Jesus betet sowohl für Seine unmittelbaren Nachfolger als auch für kommende Generationen, die durch das Zeugnis der Jünger glauben werden: „Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden“ (Joh 17,20). Der Horizont des Gebets erstreckt sich somit auf alle Jünger, die durch das apostolische Zeugnis und dessen Vermächtnis zum Glauben gekommen sind – auch durch jenes apostolische Vermächtnis, das in der Schrift festgehalten worden ist. Denn sie waren diejenigen Jünger, denen Jesus den Heiligen Geist versprochen hatte, um sie an alles zu erinnern, was Jesus ihnen beigebracht hatte (14,26; 15,26–27). Und da die Apostel das Fundament der Kirche sind (Eph 2,20), hat das Gebet Jesu für die Sicherheit Seiner Jünger alle nachfolgenden Generationen ebenfalls im Blick.
Das Hohepriesterliche Gebet und seine Relevanz für die heutigen Nachfolger bietet viele Anwendungsmöglichkeiten:
- Jesus kennt Seine Jünger: Er kannte nicht nur die zwölf Jünger des ersten Jahrhunderts, sondern alle, die Sein sind. Als Er für die betet, die später noch glauben werden, hat Er auch alle Gläubigen heute im Blick. Er hatte schon damals die noch zukünftigen Nachfolger im Sinn. Als der Gute Hirte spricht Er über Schafe, die auch später noch Seiner Stimme folgen werden (Joh 10,6). Die Bibel spricht über Vorsehung in sehr persönlichen Begriffen: Da geht es um Personen, die zur Errettung vorersehen sind (Jer 1,5; Röm 8,29; Gal 1,15). Das Johannesevangelium betont die Göttlichkeit Christi, der als das Wort Gottes im Anfang mit Gott war (Joh 1,1). Als der göttliche Sohn Gottes wusste Jesus alle Dinge, und somit kannte Er auch die, die der Vater Ihm gegeben hatte (5,19–23; 6,39–40).
- Jesu Fürsprache heute: Darüber hinaus sind die Nachfolger, die es über die Jahrhunderte geben sollte, Jesus nicht nur bekannt, sondern Er betet auch für sie. Das Hohepriesterliche Gebet in Johannes 17 ist ein Gebet für die Jünger der Zukunft. Er betet für die Bewahrung und den Schutz Seiner Jünger im ersten Jahrhundert, damit sie Ihm bei der Grundlegung der Gemeinde dienen können (vgl. Eph 2,20). An anderer Stelle im Lukasevangelium wird dies deutlich, wo Jesus Petrus folgendermaßen adressiert: „Es sprach aber der Herr: Simon, Simon, siehe, der Satan hat euch begehrt, um euch zu sichten wie den Weizen; ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre; und wenn du einst umgekehrt bist, so stärke deine Brüder!“ (Lk 22,31–32). Hier wird klar, dass das Gebet von Jesus erhört wurde. Satan war mit dem Versuch, Petrus „zu sichten wie den Weizen“ nicht erfolgreich (d.h. der Glaube von Petrus wurde nicht zerstört). Dieses Gebet hatte aber nicht nur unmittelbaren Einfluss auf Petrus; denn dieser sollte, nachdem sein Glaube wiederhergestellt wurde (Joh 21,15–17), seine Brüder stärken. Zusammen sollen die Seinen durch die Kraft des Heiligen Geistes die Welt auf den Kopf stellen (Apg 17,6), indem sie die Botschaft von Christus verbreiten – die frohe Kunde, die durch Grenzen nicht aufzuhalten war und die sich im Lauf der Jahrhunderte um den ganzen Globus verbreitete. Die Auswirkungen des hohepriesterlichen Gebets sowie den späteren Einfluss von Petrus und seinen Brüdern sehen wir heute in der weltweiten Ausbreitung des Christentums.
- Jesus ist unser Hohepriester und Fürsprecher: Des Weiteren hat Jesus nicht nur damals für uns gebetet, sondern Er dient auch heute als unser hohepriesterlicher Fürsprecher im Himmel. Jesus ist wirklich gekreuzigt worden. Er ist wirklich auferstanden und wirklich gen Himmel gefahren. Er ist nicht tot, sondern Er lebt und regiert in Seinem herrlichen Zustand der Erhöhung. Und Seine Auferstehung beweist, dass Sein Opfer wirksam war. Paulus schreibt in Römer 8,34, dass Jesus weiterhin für uns eintritt. Auch der Hebräerbrief deutet an, dass Jesus für immer lebt, um für die einzutreten, die zu Gott nahen (Hebr 7,25). Es handelt sich dabei um eine allgegenwärtige, fortlebende, persönliche Fürsprache im himmlischen Heiligtum, und durch Sein ein für alle Mal erfolgtes und doch fortwährendes hohepriesterliches Wirken können wir mit Freimütigkeit an den Thron der Gnade herzutreten, da wir einen solchen Hohepriester im Himmel haben (Hebr 4,14–16).
- Die Sicherheit der Nachfolger Christi: Schließlich sind die Nachfolger Christi sicher. Jesus kam, um den Willen des Vaters zu tun. Dies bedeutet, dass keiner Seiner Jünger verloren geht. Er kam, um all denen ewiges Leben zu geben, die der Vater Ihm zuvor gegeben hat (Joh 6,38–40), und Er vollbrachte Sein Werk, ohne auch nur einen Seiner wahren Jünger zu verlieren (17,4.12). Selbst als der Hirte geschlagen und die Schafe zerstreut wurden (16,32; vgl. auch Sach 13,7), erhob sich der Hirte und sammelte Seine Schafe zu sich, goss den Heiligen Geist über sie aus und regierte über ein wiedervereinigtes Volk. Somit sind nicht nur Seine unmittelbaren Jünger sicher, sondern die gesamte Gemeinde ist sicher. Und wenn auch viele Feinde die Gemeinde angreifen, so wird die Gemeinde doch fortbestehen, da sie auf Felsen gegründet ist. Und genauso wie der Tod den Gründer der Gemeinde nicht besiegen konnte, so wird auch die Gemeinde selbst nicht vom Tod besiegt werden (Mt 16,16–21). Der lebendige Herr regiert nämlich als König über die Gemeinde. Christus ist siegreich über jede Gewalt (Eph 1,20–23) und alles wird schließlich Seinen Füßen unterworfen werden (1Kor 15,20–28).
Vergleichstabelle: Aspekte des Gebets Jesu
| Aspekt | Gebet Jesu (Joh 17) | Vaterunser (Mt 6) | Gebet in Gethsemane (Mt 26) |
|---|---|---|---|
| Fokus | Bewahrung und Einheit der Gläubigen | Reich Gottes, tägliche Bedürfnisse, Vergebung | Willen des Vaters, Überwindung des Leidens |
| Zielgruppe | Konkrete Jünger und zukünftige Gläubige | Alle Nachfolger Jesu | Jesus selbst (im Angesicht des Leidens) |
| Zentrale Bitte | Dass sie bewahrt und eins seien (V. 11, 21) | Dein Reich komme, Dein Wille geschehe (V. 10) | Nicht mein, sondern dein Wille geschehe (V. 39) |
| Kontext | Abschiedsrede vor Kreuzigung | Lehrrede über das Gebet | Unmittelbar vor der Verhaftung |
| Bedeutung für uns | Sicherheit, Einheit, anhaltende Fürsprache | Anleitung für das tägliche Gebetsleben | Jesu Gehorsam und Vorbild im Leid |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für wen betete Jesus im Hohepriesterlichen Gebet?
Jesus betete primär für Seine unmittelbaren Jünger, aber Er erweiterte Sein Gebet explizit auch auf „die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden“ (Joh 17,20). Dies schließt alle zukünftigen Generationen von Gläubigen ein, die durch das Zeugnis der Apostel zum Glauben kommen würden, einschließlich der heutigen Christen.
Warum ist dieses Gebet heute noch relevant für mich?
Dieses Gebet ist hochrelevant, weil es Jesu anhaltende Fürsorge für alle Gläubigen offenbart. Es versichert uns, dass Jesus uns kennt, für uns gebetet hat und auch heute noch als unser Hohepriester im Himmel für uns eintritt. Es garantiert unsere geistliche Sicherheit und Einheit in Christus, trotz der Herausforderungen der Welt.
Was bedeutet es, dass Jesus für uns bewahrt?
Jesu Gebet um Bewahrung bedeutet, dass Er uns vor dem Bösen (dem Teufel und seinen Einflüssen) schützt und uns in Gottes Namen festhält. Es ist eine Bewahrung, die unsere Einheit mit Gott und untereinander sicherstellt und uns befähigt, in der Welt zu leben, ohne von ihr bestimmt zu werden.
Wie zeigt sich Jesu Fürsprache heute in meinem Leben?
Jesu Fürsprache zeigt sich darin, dass Er lebendig im Himmel ist und sich kontinuierlich für uns bei Gott einsetzt. Dies ermöglicht es uns, mit Freimütigkeit zum Thron der Gnade zu treten, um Hilfe in Zeiten der Not zu empfangen (Hebr 4,14-16). Seine Fürsprache ist ein Zeichen Seines vollkommenen Sieges über Sünde und Tod und garantiert unsere ewige Sicherheit in Ihm.
Abschließende Gedanken
Daher dürfen diejenigen, die heute Christus nachfolgen, mutig in dieser Welt leben. Unser Erlöser ist der Gute Hirte, der Sein Leben für die Schafe lässt und ihre Errettung sichert. Er kennt uns mit Namen. Seine priesterliche Fürsorge ist nicht allein auf die Vergangenheit beschränkt, weshalb wir weiterhin mit Zuversicht zum Thron der Gnade herzutreten können. Er kennt unsere Schwächen und ist in der Lage, uns zu helfen, wenn wir versucht werden. Er hat uns gesucht, bevor wir Ihn gesucht hatten. Unser Glaube mag oftmals schwach sein, aber wir gehören einem starken Retter an. Und dieser hat für uns gebetet, und betet weiterhin für uns.
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