Warum will Jesus Christus mit uns beten?

Der Weg zur Orthodoxie und die Kraft des Gebets

23/11/2022

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Der orthodoxe Glaube, reich an Geschichte, Spiritualität und Tradition, zieht viele Menschen an, die auf der Suche nach einer tieferen Verbindung zu Gott sind. Doch wie beginnt man diesen Weg? Und welche Rolle spielt das Gebet in diesem tiefgrünen Glaubensleben? Dieser Artikel beleuchtet die ersten Schritte zur Konversion und taucht tief in die vielfältigen Aspekte des orthodoxen Gebets ein, das weit mehr ist als nur das Sprechen von Worten.

Welche Kleidung sollte man in der orthodoxenkirche tragen?
In einer orthodoxen Kirche sollte man als Frau eine Kopfbedeckung ( Kopftuch ) tragen und eigentlich auch einen langen Rock wenn das aber nicht geht sollte man ein Tuch auch um die Hüfte tun ( tuen die wenigsten ). Man kann nach dem Gottesdienst am Sonntag meist zum Priester gehen und sich mehr über das beten und generell der Religion informieren.

Die Umkehr zum orthodoxen Christentum ist ein bedeutsamer Prozess, der von aufrichtigem Herzen und ernsthaftem Engagement geprägt ist. Es ist kein plötzlicher Entschluss, sondern ein Weg, der Zeit, Hingabe und die Führung Gottes erfordert. Parallel dazu ist das Gebet, die direkte Kommunikation mit dem Schöpfer, das Fundament, auf dem ein orthodoxes Leben aufgebaut wird. Es ist eine fortwährende Lebensgemeinschaft mit Gott, die den Gläubigen durch alle Höhen und Tiefen des Daseins trägt.

Inhaltsverzeichnis

Der Weg zur Orthodoxie: Schritte zur Umkehr

Wenn Sie sich für eine Umkehr zum orthodoxen Glauben interessieren, ist der erste und wichtigste Schritt eine aufrichtige Hinwendung zu Gott im Gebet. Beten Sie oft und aus tiefstem Herzen. Dieses persönliche Gebet ist der Beginn einer Beziehung, die Sie auf Ihrem spirituellen Weg leiten wird. Es ist ein Ausdruck Ihrer Sehnsucht nach Gott und Ihrer Bereitschaft, sich Seinem Willen zu öffnen.

Ein weiterer entscheidender Schritt ist der regelmäßige Besuch orthodoxer Gottesdienste. Die Liturgie ist das Herzstück des orthodoxen Lebens. Durch das Erleben der Gottesdienste, das Hören der Hymnen und Gebete, das Beobachten der Rituale und das Spüren der Atmosphäre können Sie einen tiefen Einblick in den Glauben gewinnen und sich mit der Gemeinschaft verbinden. Es ist eine Erfahrung, die über intellektuelles Verständnis hinausgeht und das Herz berührt.

Darüber hinaus ist es unerlässlich, mit einem kanonischen (anerkannten) orthodoxen Priester zu sprechen, dem Sie vertrauen. Dieser Priester wird Ihr geistlicher Führer auf diesem Weg sein. Er wird Ihre Fragen beantworten, Sie beraten und einschätzen, ob Sie ernsthaft an einer Konversion interessiert sind. Ein solcher Dialog ist von unschätzbarem Wert, da er Ihnen hilft, die Lehren und Praktiken der Kirche zu verstehen und eventuelle Missverständnisse auszuräumen.

Das Katechumenat und die Taufe: Ein Neubeginn

Wenn Ihr Interesse aufrichtig ist und der Priester Sie unterstützt, beginnt eine Phase der Vorbereitung und Lehre, die als Katechumenat bekannt ist. Dies ist eine Zeit des intensiven Lernens über die orthodoxe Theologie, Geschichte, Liturgie und Spiritualität. Während des Katechumenats vertiefen Sie Ihr Verständnis des Glaubens und bereiten sich auf die vollständige Aufnahme in die Kirche vor.

Am Ende des Katechumenats wird der Neubekehrte, je nach individueller Situation und Absprache mit dem Priester, entweder getauft oder gefirmt. Die Taufe ist das Sakrament, durch das man in die Kirche Christi aufgenommen wird, symbolisiert den Tod des alten Menschen und die Auferstehung zu einem neuen Leben in Christus. Wenn bereits eine gültige christliche Taufe in einer anderen kanonischen Konfession vorliegt, kann stattdessen die Firmung (Myronsalbung) erfolgen, die die Gabe des Heiligen Geistes verleiht und die vollständige Zugehörigkeit zur Orthodoxen Kirche besiegelt.

Für getaufte Babys tragen die Eltern und der Taufpate oder die Taufpatin die Verantwortung, das Kind im Glauben zu unterweisen und für es zu beten. Die Hauptverantwortung für die religiöse Erziehung liegt dabei immer bei den Eltern.

Nach der Taufe oder Firmung hat der oder die Neuerleuchtete die heilige Pflicht, die Reinheit der Taufe zu bewahren und ein heiliges Leben zu führen. Dies ist eine ständige Anstrengung, die durch Gebet, Fasten, Sakramente und das Streben nach Tugend unterstützt wird. Wie es in der Heiligen Schrift heißt: „Denn ich bin der HERR, euer Gott. Darum sollt ihr euch heiligen, sodass ihr heilig werdet, denn ich bin heilig; und ihr sollt euch nicht selbst unrein machen“, spricht Gott (vgl. 3 Mo 11, 44).

Die Bedeutung des Gebets in der Orthodoxie: Eine Lebensgemeinschaft

Die Heilige Schrift lehrt uns, „ständig zu beten“. In der Orthodoxie ist Gebet nicht nur ein Bitten oder Bereuen, sondern eine tiefe und persönliche Lebensgemeinschaft mit Gott. Es ist der Atem der Seele, der uns mit unserem Schöpfer verbindet und unser Inneres auf Seine Gegenwart ausrichtet. Durch das Gebet öffnen wir unsere Herzen für Seine Gnade, empfangen Trost in Schwierigkeiten und danken Ihm für Seine unendliche Güte.

Morgen- und Abendgebete: Der tägliche Rhythmus

Obwohl das Gebet eine ständige Haltung sein sollte, gibt es im Laufe des Tages besondere Stunden, die der Christ dem Gebet widmen sollte: der Morgen und der Abend. Diese Zeiten sind nicht zufällig von der Kirche bestimmt worden.

  • Morgengebete: Am frühen Morgen, bevor der Geist von den Sorgen und der Geschäftigkeit des Tages erfüllt ist, können wir unsere Gedanken am leichtesten auf Gott richten. Die Morgengebete setzen den Ton für den ganzen Tag, schaffen eine fromme Grundeinstellung und bitten um Gottes Segen und Führung für alle bevorstehenden Aufgaben. Wer am Morgen betet, weiß, dass das Gebet hilft, den Tag gedeihlich zu verbringen; es ist, als würde der Schutzengel uns unsichtbar über die Hindernisse des Lebensweges tragen. Viele böse Taten würden nicht begangen, wenn die, die sie tun, am Morgen den Herrn gebeten hätten: „Vergib uns unsere Schuld!“
  • Abendgebete: Die Abendgebete ermöglichen es, sich leichter von den irdischen Dingen des Tages zu trennen, ihre Last von sich abzuwerfen und Gott zu bitten, die kommende Nacht friedlich und ruhig zu gestalten, um Kraft für den nächsten Tag zu schöpfen. Die Ruhe der Nacht hilft, sich an Gott, den Schöpfer der Welt, zu erinnern und Ihm für Seinen Schutz im Laufe des Tages und des Lebens zu danken.

Die Kirche hat diese Morgen- und Abendgebete als tägliche Gebetsregel für orthodoxe Gläubige eingeführt. Sie wurden von heiligen Menschen verfasst, die ihr ganzes Leben Christus geweiht haben, und sind durchdrungen vom Geist ihres asketischen Lebens. Der Aufbau dieser Gebete ist in Gebetbüchern (Molitvoslov) zu finden und ist feststehend, außer an Ostertagen.

Die Rolle der Heiligen im Gebet: Fürbitten und Einheit

Eine Besonderheit des orthodoxen Gebets ist die Anrufung der Heiligen. Viele fragen sich, wie es den Heiligen möglich sein kann, unsere Nöten zu sehen und unsere Gebete zu hören. Johannes von Kronstadt erklärt dies mit einem Vergleich: So wie die Sonne mit ihren Strahlen die ganze Erde erhellt und man durch diese Strahlen alles sehen kann, so sieht auch die heilige Seele, indem sie sich mit Gott vereint, wie mit einer geistigen Sonne, die das All erleuchtet, alle Menschen und die Nöte der Betenden. Die Heiligen sind nicht von uns getrennt; im Gegenteil, sie sind lebendige Mitglieder der Kirche, die mit uns in Christus verbunden sind und für uns vor Gott eintreten.

Warum formulierte Gebete? Die Weisheit der Heiligen

Manchmal stellt sich die Frage, warum man schon von anderen Menschen formulierte Gebete verwenden und den Herrn nicht ausschließlich mit eigenen Worten um etwas bitten oder für etwas danken sollte. Die Kirche verbietet das Gebet in eigenen Worten keineswegs; vielmehr regt sie es sogar an, zum Beispiel in der morgendlichen Regel, wo ein persönliches Gebet für Angehörige oder Kranke empfohlen wird.

Was bietet die Seite „orthodoxe Gottesdienste“?
Kalender, Gottesdienste … Auf der Seite „Orthodoxe Gottesdienste“ finden Sie die deutschen Texte der aktuellen Gottesdienste sowie Links auf die liturgischen Bücher, Kalender und Gebetstexte (Externer Link). Es wurden keine Beiträge gefunden. Eine Auswahl von Gebetbüchern für orthodoxe Christen

Doch wenn wir uns nur auf persönliche Worte beschränken, bleiben wir auf unserem eigenen geistlichen Niveau. Wir haben nicht die geistliche Vollkommenheit der Heiligen erreicht. Indem wir uns aber den Gebeten der Heiligen anschließen und versuchen, in ihre Worte einzudringen, erklimmen wir jedes Mal eine etwas höhere und vollkommenere Stufe. Es ist, als würde unsere Seele nach dem Kammerton gestimmt – die Gebete der Heiligen geben uns den richtigen Ton und die richtige Haltung vor. Ein herausragendes Beispiel für ein von Gott selbst gegebenes Gebet ist das „Vater unser“, das in jedem Gebetbuch zu finden ist und einen festen Platz in vielen Gottesdiensten hat.

Zeit und Ort des Gebets: Flexibilität und Hingabe

Die Morgen- und Abendgebete dauern oft nur etwa zwanzig Minuten, doch sie heiligen Tag und Nacht, all unsere Taten und Gedanken, den Schlaf und das Wachen. Sie gewähren uns Gottes Hilfe. Viele, die die Gebetsregeln nicht praktizieren, rechtfertigen sich oft mit Zeitmangel. Doch man sollte bedenken, wie viele Stunden mit sinnlosen Gesprächen, Vergnügungen oder Müßiggang verbracht werden. Ein kleiner Teil dieser Zeit kann der Seele gewidmet werden. Die dem Gebet gewidmete Zeit wird im Überfluss zurückgegeben; der Herr lenkt alles zum Guten, oft besser und schneller, als wir es vorhersehen können.

Obwohl es ideal ist, vor heiligen Ikonen zu beten, kann man Gebete auch an ungewöhnlichen Orten verrichten, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln, wenn man in Eile ist. Es ist besser, so zu beten, als ohne Gottes Segen zu bleiben. Gott hört diejenigen, die Seinen Namen anrufen, überall. Er hört nur diejenigen nicht, welche die Worte des Gebetes mechanisch sprechen, ohne Anteilnahme ihrer Gedanken und ihres Herzens. Der heilige Johannes von Kronstadt riet daher, lieber weniger Gebete bewusst und jedes Wort mitvollziehend zu verrichten, als viele Gebete in Eile.

Der ehrwürdige Serafim von Sarov empfahl seinen geistlichen Kindern eine kurze Gebetsregel, die als Regel des heiligen Serafim von Sarov bekannt ist. Sie ist besonders für Laien gedacht und lautet:

  • Nach dem Schlaf und Waschen, vor jeder anderen Tätigkeit, sich vor die Ikonen stellen, ehrfürchtig bekreuzigen und dreimal das Gebet des Herrn „Vater unser“ sprechen.
  • Danach dreimal das Gebet „Gottesgebärerin, Jungfrau, freue Dich“ und schließlich das „Glaubensbekenntnis“.

Diese Regel ist jedoch nicht erschöpft. Vor dem Mittagessen oder wenn man arbeitet oder unterwegs ist, sollte man für sich das Jesusgebet sprechen: „Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, hab Erbarmen mit mir Sünder.“ In Gesellschaft kann man einfach „Herr, erbarme Dich“ sprechen.

Vor dem Mittagessen sollen abermals die drei oben genannten Gebete gesprochen werden, nach dem Mittagessen aber unablässig wiederholen: „Allheilige Gottesgebärerin, errette mich Sünder.“ Oder wenn man alleine ist: „Herr Jesus Christus, durch die Gebete der Gottesmutter, hab Erbarmen mit mir Sünder.“ Wer diese Regel in Demut befolgt, kann mit Gottes Hilfe ein hohes Maß an geistlicher Vollkommenheit erlangen, so der heilige Serafim.

Besondere Gebetsregeln: Anpassungen für Fest- und Fasttage

Die Gebetsregeln in der Orthodoxen Kirche sind flexibel und passen sich den verschiedenen Zeiten des Kirchenjahres an. Dies zeigt die lebendige Natur des orthodoxen Gebetslebens.

Die österlichen Horen

Nach Ostern, in der ganzen Lichten Woche, werden statt der gewöhnlichen Morgen- und Abendgebete die österlichen Horen gebetet. Diese bestehen aus freudigen und triumphierenden Gebeten, die die Auferstehung Christi feiern. Sie sollten, wie in der Kirche, auch zu Hause nach Möglichkeit gesungen und nicht nur gelesen werden, um die österliche Freude vollends zu erleben.

Gebet des heiligen Ephräm des Syrers

Während der Großen Fastenzeit, einer Zeit intensiver Buße und spiritueller Reinigung, wird zu den täglichen Gebetsregeln noch das tiefgründige Gebet des heiligen Ephräm des Syrers hinzugefügt: „Herr und Gebieter meines Lebens…“. Dieses Gebet ist ein Meisterwerk der geistlichen Poesie, das um Befreiung von Sünden und Erlangung von Tugenden bittet.

Kanon- und Akathistos-Hymnen

Vor dem Beginn der Kanon- und Akathistos-Hymnen, die oft zu besonderen Anlässen oder aus persönlicher Frömmigkeit gelesen werden, werden spezielle Verbeugungen und Gebete verrichtet. Diese umfassen Bitten um Vergebung und die Anrufung der Gottesmutter, des Schutzengels und der Namenspatrone. Danach folgen der Psalm 50 und das Glaubensbekenntnis, bevor die Hymnen selbst gelesen werden. Nach deren Lesung wird die gewöhnliche Abendregel fortgesetzt.

Gebete für besondere Anlässe: Im Fluss des Lebens

Fromme Christen beten nicht nur morgens und abends, sondern auch im Laufe des Tages bei verschiedenen Anlässen. Sie bitten um die Hilfe des Heiligen Geistes für jede gute Tat, danken dem Herrn für ihr erfolgreiches Gelingen, beten vor und nach dem Essen, in Zeiten der Not, vor einer Reise, für Kranke, für Verstorbene und in vielen anderen Lebenslagen.

  • Vor jeder Tat: Das Gebet zum Heiligen Geist „Himmlischer König…“ oder das kurze Gebet „Herr, segne!“
  • Nach jeder Tat: „Ehre sei Dir, o Herr!“
  • Vor dem Essen: Das „Vater unser“.
  • Nach dem Essen: „Wir danken Dir, Christus, unser Gott, dass Du uns satt gemacht hast durch Deine irdischen Güter, nimm Dein himmlisches Reich nicht von uns, sondern wie Du mitten unter Deine Jünger getreten bist, Erlöser, und ihnen den Frieden gegeben hast, komme auch zu uns und errette uns.“

Diese Gebete integrieren den Glauben nahtlos in den Alltag und machen jede Handlung zu einer Gelegenheit, sich an Gott zu erinnern und Ihn zu ehren.

Vergleich der Gebetsregeln

GebetsregelDauer / AnlassCharakteristikHauptgebete
Tägliche Morgen- und AbendregelCa. 20 Minuten, täglichGrundlage des orthodoxen Gebetslebens, von Heiligen verfasst.Eröffnungsgebete (Im Namen des Vaters, Himmlischer König, Heiliger Gott, Allheilige Dreifaltigkeit, Vater unser), gefolgt von spezifischen Morgen- und Abendgebeten.
Regel des hl. Serafim von SarovKurz, für Laien konzipiertEinfach, aber tiefgründig; für den vielbeschäftigten Menschen.Morgens: 3x Vater unser, 3x Gottesgebärerin Jungfrau, Glaubensbekenntnis. Tagsüber: Jesusgebet („Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, hab Erbarmen mit mir Sünder.“). Abends: Wiederholung der Morgengebete, nach dem Essen: „Allheilige Gottesgebärerin, errette mich Sünder.“
Österliche HorenWährend der Lichten Woche nach OsternFeier der Auferstehung, gesungen.„Christus ist auferstanden von den Toten...“, „Wir haben die Auferstehung Christi gesehen...“, Kontakion von Ostern etc.
Gebet des hl. Ephräm des SyrersWährend der Großen FastenzeitBußgebet, das um Tugenden und Befreiung von Sünden bittet.„Herr und Gebieter meines Lebens…“ mit Niederwerfungen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Wie lange dauert es, orthodox zu werden?
Die Dauer des Katechumenats ist individuell und hängt von der Ernsthaftigkeit des Interesses und der Vorbereitung ab. Es gibt keine feste Zeitspanne; es ist ein Prozess des Lernens und der Reifung im Glauben, der in Absprache mit dem Priester festgelegt wird.
Muss ich die Gebete auswendig lernen?
Es ist hilfreich, die wichtigsten Gebete zu kennen, aber es ist nicht zwingend, alle auswendig zu lernen. Gebetbücher sind dafür da, genutzt zu werden. Wichtiger als das Auswendiglernen ist das bewusste und herzliche Mitsprechen der Worte.
Darf ich in meinen eigenen Worten beten?
Ja, absolut. Die Kirche ermutigt sogar dazu, persönliche Gebete zu sprechen, besonders für individuelle Anliegen, die nicht in den formulierten Gebeten enthalten sind. Die formulierten Gebete der Heiligen dienen als Fundament und Lehrmeister, um uns in die richtige geistliche Haltung zu führen.
Was ist, wenn ich keine Zeit für die Gebetsregeln habe?
Die Zeit für Gebet ist eine Priorität und eine Investition. Der heilige Johannes von Kronstadt und der ehrwürdige Serafim von Sarov betonten, dass es besser ist, weniger Gebete mit voller Aufmerksamkeit zu sprechen als viele in Eile und unbewusst. Selbst kurze, aber aufrichtige Gebete sind wertvoll. Gott segnet die Anstrengung, nicht nur die Quantität.
Gibt es spezielle Gebete für den Schlafengehen?
Ja, die Abendgebetsregel ist speziell für das Schlafengehen konzipiert. Sie hilft, den Tag abzuschließen, Buße zu tun und um eine friedliche Nacht sowie Schutz zu bitten.

Der Weg zur Orthodoxie und das Gebet sind untrennbar miteinander verbunden. Das Gebet ist nicht nur eine Pflicht, sondern eine Quelle der Gnade, des Trostes und der Transformation. Es ist der Weg, auf dem wir Gott näherkommen, Ihn erkennen und unser Leben in Seinem Licht führen können. Möge dieser Artikel Ihnen helfen, die Schönheit und Tiefe des orthodoxen Glaubens und Gebets zu entdecken und Ihren eigenen spirituellen Weg zu bereichern.

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