19/06/2024
Der Begriff „Apostel“ ruft bei vielen sofort Bilder von Jesus und seinen engsten Vertrauten hervor. Doch was genau verbirgt sich hinter dieser Bezeichnung, die im Griechischen „ἀπόστολος“ (apóstolos) und im Aramäischen „saliah“ bedeutet – beides übersetzbar als „Gesandter“ oder „Sendbote“? Im Kern der christlichen Tradition steht ein Apostel für jemanden, der direkt von Jesus Christus beauftragt und ausgesandt wurde, um seine Botschaft zu verbreiten und sein Werk fortzusetzen. Die Berichte über Apostel finden sich zentral in den Evangelien und der Apostelgeschichte der Bibel, wo sie als Pfeiler des frühen Christentums dargestellt werden.

Für zahlreiche christliche Gemeinschaften, insbesondere die sogenannten apostolischen Kirchen, ist das Amt des Apostels nicht nur eine historische Erinnerung, sondern ein konstituierendes, also grundlegendes Element ihres Glaubens und ihrer Struktur. Dieses tiefe Verständnis prägt nicht nur ihre Lehre, sondern auch ihre Organisation und ihren Gottesdienst. Um die vielschichtige Bedeutung des Apostelamtes zu erfassen, lohnt sich ein Blick auf seine Ursprünge im Neuen Testament und seine Entwicklung in verschiedenen christlichen Strömungen bis in die Gegenwart.
Die Apostel im Neuen Testament: Die Auserwählten Jesu
Im Zentrum der biblischen Berichte über Apostel stehen zunächst „die zwölf Apostel“ oder schlicht „die Zwölf“. Diese Zahl ist nicht zufällig gewählt, sondern trägt eine tiefe symbolische Bedeutung, die in der jüdischen Tradition der zwölf Stämme Israels verwurzelt ist. Sie repräsentiert die Vollständigkeit und das Fundament des Volkes Gottes, das nun in einer neuen Form durch Jesus Christus wiederhergestellt wird. Die Evangelien des Lukas (6,13) und Markus (3,14) berichten übereinstimmend, dass Jesus diese zwölf Jünger selbst erwählte und sie ausdrücklich als Apostel einsetzte. Dies unterstreicht die direkte, göttliche Legitimation ihres Amtes.
Obwohl die Zahl Zwölf eine zentrale Rolle spielt, geben die in den Evangelien überlieferten Namenslisten kein völlig einheitliches Bild ab, was die exakte Zusammensetzung oder die Begrenzung auf genau zwölf Personen betrifft. Die Listen im Matthäusevangelium (10,2 ff) und Markusevangelium (3,18 ff) weisen dieselben Namen auf. Das Lukasevangelium (6,13 ff) stimmt im Wesentlichen überein, nennt aber anstelle von Thaddäus einen „Judas, Bruder des (jüngeren) Jakobus“, und Simon (Kanaanäus) wird als „Zelot“ oder „Eiferer“ bezeichnet, was auf seine frühere politische oder religiöse Überzeugung hinweist. Im Johannesevangelium hingegen gibt es keine förmliche Liste der Apostel. Dort taucht zweimal ein Nathanael auf (Johannes 1,45 ff; 21,2), der in den anderen Evangelien nicht direkt als Apostel genannt wird, sich aber nach der Auferstehung Jesu in der Gesellschaft der Apostel befindet. In der Apostelgeschichte (Apg 1,13) wird an Nathanaels Stelle Bartholomäus aufgeführt, was darauf hindeutet, dass Nathanael und Bartholomäus möglicherweise dieselbe Person waren oder zumindest eng miteinander verbunden. Diese leichten Variationen zeigen, dass der Fokus eher auf der Funktion und Berufung als auf einer starren, numerischen Begrenzung lag, wenngleich die Zwölf eine besondere Gruppe bildeten. Später wurde auch Paulus, der dem auferstandenen Christus begegnete und eine zentrale Rolle bei der Verbreitung des Evangeliums spielte, als Apostel anerkannt.
Das Apostelamt in den Apostolischen Gemeinschaften
Das Verständnis des Apostelamtes hat sich im Laufe der Kirchengeschichte weiterentwickelt und ist insbesondere für die sogenannten apostolischen Gemeinschaften von grundlegender Bedeutung. Diese Gemeinschaften, die sich oft im 19. Jahrhundert entwickelten, sehen das Apostelamt nicht als eine rein historische Erscheinung, sondern als ein fortbestehendes, von Gott gegebenes Amt, das für das Heil und das Wachstum der Kirche unerlässlich ist.
Die Katholisch-Apostolischen Gemeinden: Der "Schlussdienst"
Die Katholisch-Apostolischen Gemeinden, die um 1840 ihre Blütezeit erlebten, entwickelten ein sehr spezifisches Verständnis vom Apostelamt. Für sie war die Tätigkeit der Apostel ein „Schlussdienst“ an der christlichen Kirche. Ihre Hauptaufgabe sahen sie darin, die „Erstlinge der Christenheit“ zu sammeln und die Kirche Christi auf die nahe bevorstehende Wiederkunft Christi vorzubereiten. Es war eine Zeit großer Erwartung und des Glaubens an eine letzte, umfassende Erweckung und Ordnung der Kirche vor dem Ende der Zeiten.
Ab 1832 wurden in der katholisch-apostolischen Bewegung Männer zu Aposteln gerufen. Diesen Rufungen gingen in verschiedenen Kreisen laute Forderungen nach dem Apostelamt als grundlegendem Amt der Kirche voraus, die als göttlich inspiriert angesehen wurden. Am 14. Juli 1835 wurden dann zwölf als Apostel bezeichnete Männer von den „Engeln“ (leitenden Geistlichen) der Londoner Gemeinden „ausgesondert“ und begannen danach offiziell ihre Tätigkeit. Ihnen war die Einsetzung von Ämtern vorbehalten, was ihre besondere Autorität und Stellung innerhalb der Gemeinden unterstrich. Ab 1847 kam die ihnen vorbehaltene Spendung der Heiligen Versiegelung hinzu, ein Sakrament, das als Gabe des Heiligen Geistes verstanden wurde und nur durch Apostel erfolgen konnte. Als die Zahl der Apostel durch Todesfälle immer weiter schrumpfte, ohne dass neue berufen wurden, wurde das Amt des apostolischen Koadjutors geschaffen, um die verbleibenden Apostel zu unterstützen. Mit dem Tod des letzten Apostels erlosch das Amt in den Katholisch-Apostolischen Gemeinden, da sie keine Nachfolge in diesem Sinne vorsahen.
Die Neuapostolische Kirche: Das grundlegende Amt
Für die Neuapostolische Kirche (NAK) ist das Apostelamt nicht nur grundlegend, sondern absolut konstituierend. Nach ihrem Verständnis ist die „Kirche Christi“ nur dort im Vollsinn gegenwärtig, wo Apostel wirken. Dies ist ein zentraler Pfeiler ihres Glaubensbekenntnisses, dem der 4. Artikel gewidmet ist. Das Apostelamt wird als das ursprüngliche Amt verstanden, das Christus seiner Kirche gab; alle anderen Ämter gehen aus dem Apostelamt hervor und sind somit eng mit diesem verbunden. Dies bedeutet eine hierarchische Struktur, in der die Apostel die höchste geistliche Autorität darstellen.
Die wichtigsten Aufgaben der Apostel in der Neuapostolischen Kirche sind die Spendung des Sakraments der Heiligen Versiegelung und die Ordination neuer Ämter. Die Vollmacht, Sünden zu vergeben, ist ebenfalls eng mit dem Apostelamt verknüpft, kann jedoch an priesterliche Ämter delegiert werden, die Sünden im „Auftrag des Apostels“ vergeben. Vor ihrer Ordination legen die Apostel ein feierliches Gelübde ab, das ihr tiefes Engagement und ihre Verpflichtung zum Dienst widerspiegelt:
„Vor Gott, dem Vater, seinem Sohn Jesus Christus und dem Heiligen Geist gelobe ich, Gott, den Allmächtigen, den Schöpfer aller Dinge, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt und von ganzen Kräften zu lieben und meinen Nächsten wie mich selbst. Es ist mir eine heilige Pflicht, die Lehre Jesu, insbesondere die erlösende Kraft seines Opfers und sein Wiederkommen, zu verkündigen und mit der Gabe des Heiligen Geistes dem im Namen Jesu erhaltenen Auftrag wahrhaftig, sorgfältig, gewissenhaft und gerecht zu erfüllen. Ich will in Demut dienen und mich würdig und ehrbar gegenüber Gott und den Menschen verhalten. Ich anerkenne den Stammapostel als obersten Geistlichen und sichere ihm meine volle Unterstützung zu. Ich bekenne mich zur Einheit mit dem Stammapostel und den mit ihm verbundenen Bezirksaposteln und Aposteln der Neuapostolischen Kirche, deren höchste Pflicht der Glaubensgehorsam, deren höchste Ehre die Treue zu Gottes Werk, deren höchstes Ziel die Vollendung in Christo ist. Als leitendes Amt der Neuapostolischen Kirche will ich für dieses Bekenntnis stets unmissverständlich einstehen und entsprechend dem Evangelium als Apostel der Neuapostolischen Kirche leben.“
Die Neuapostolische Kirche sieht ihr Apostelamt in der Tradition der katholisch-apostolischen Apostel. Nach neuapostolischem Verständnis rief der Heilige Geist 1863 weitere Männer zu Aposteln, die jedoch von den katholisch-apostolischen Aposteln nicht anerkannt wurden. Nur die katholisch-apostolische Gemeinde in Hamburg erkannte diese Rufungen an und wurde daraufhin von den englischen Aposteln exkommuniziert. Aus dieser Gemeinde entwickelte sich die Neuapostolische Kirche. Im Gegensatz zur katholisch-apostolischen Gemeinde wird in der NAK das Apostelamt weitergegeben. Hier werden immer wieder neue Apostel gerufen und auch ordiniert, wodurch sich in der Neuapostolischen Kirche eine Form der apostolischen Sukzession etabliert hat.
Die Vereinigung Apostolischer Gemeinschaften: Geistliche Leitung und Seelsorge
Auch in den Gemeinden der Vereinigung Apostolischer Gemeinschaften (VAG) spielen Apostel eine zentrale Rolle. Sie sind die Erstverantwortlichen für die geistliche Leitung der Gemeinde. Ihr Aufgabenbereich ist breit gefächert und umfasst insbesondere die Vermittlung und Weiterentwicklung der Glaubenslehre, die Verkündigung des Evangeliums, die Durchführung der Seelsorge und die Feier der Sakramente. Sie sind zudem befugt, Mitarbeiter zu ordinieren und ihnen ihren Arbeitsbereich in den Gemeinden zuzuweisen. Apostel unterweisen die Mitarbeiter in Wort und Schrift und pflegen den geschwisterlichen Austausch, gemäß dem Gebot Jesu: „Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe.“ (Joh 15,12). Dieses Verständnis betont die liebevolle und dienende Rolle des Apostels in der Gemeinschaft.
Historische und allgemeine Perspektiven auf das Apostelamt
Im Laufe der Jahrhunderte galten in vielen christlichen Traditionen die Bischöfe als Nachfolger der Apostel. Sie unterschieden sich jedoch von den ursprünglichen Aposteln durch die feste Zuordnung zu einem Verwaltungsbereich oder einer Diözese. Auch wenn die Amtsbezeichnung „Apostel“ in den meisten großen Kirchen nicht mehr verwendet wurde, begleitete der Dienst, den sie repräsentierten – die Verkündigung, die Seelsorge und die Leitung der Kirche – die Geschichte des Christentums konstant. Einige protestantische Kirchen kennen in ihren Gemeinden den Dienst des Apostels, sehen dieses Amt aber oft als eine Funktion ohne besondere Privilegien oder hierarchische Überordnung, eher als eine Gabe oder Berufung zur Evangelisation und Gemeindegründung, die nicht an eine spezifische Amtslinie gebunden ist.
Vergleich der Apostelämter in verschiedenen Traditionen
Um die unterschiedlichen Ausprägungen und Bedeutungen des Apostelamtes besser zu verstehen, bietet sich ein vergleichender Blick auf die verschiedenen Traditionen an:
| Merkmal | Neues Testament | Katholisch-Apostolische Gemeinden | Neuapostolische Kirche | Vereinigung Apostolischer Gemeinschaften |
|---|---|---|---|---|
| Definition | Direkt von Jesus Christus beauftragter Gesandter zur Verbreitung des Evangeliums und zur Gründung der Kirche. | Zum „Schlussdienst“ berufen, um die Kirche auf die nahende Wiederkunft Christi vorzubereiten und die „Erstlinge“ zu sammeln. | Grundlegendes Amt, ohne das die „Kirche Christi“ nicht im Vollsinn präsent ist; Quelle aller anderen Ämter. | Erstverantwortliche für die geistliche Leitung, Vermittlung und Weiterentwicklung der Glaubenslehre und Seelsorge. |
| Anzahl | Ursprünglich „die Zwölf“ als Kern, später erweitert um weitere wie Paulus, die direkt von Christus berufen wurden. | Zwölf Apostel (1835 ausgesondert), feste, nicht fortgesetzte Zahl. | Fortlaufende Berufung und Ordination neuer Apostel; keine feste Zahl, sondern je nach Bedarf der weltweiten Kirche. | Fortlaufende Berufung und Ordination neuer Apostel; Zahl variiert je nach den Bedürfnissen der Gemeinschaft. |
| Hauptaufgaben | Verkündigung des Evangeliums, Heilungen, Jüngermachen, Legung des Fundaments der Kirche. | Einsetzung von Ämtern, Spendung der Heiligen Versiegelung, Vorbereitung auf Christi Wiederkunft. | Spendung der Heiligen Versiegelung, Ordination von Ämtern, Sündenvergebung (delegierbar), Leitung der Kirche. | Vermittlung der Lehre, Evangeliumsverkündigung, Durchführung der Seelsorge, Feier der Sakramente, Mitarbeiterordination. |
| Fortbestand des Amtes | Einmalig durch Jesus eingesetzt; im klassischen Sinne mit dem Tod der ersten Apostel als direkte Zeugen endend. | Das Amt erlosch mit dem Tod des letzten Apostels, da keine Nachfolge vorgesehen war. | Fortlaufende apostolische Sukzession durch Berufung und Ordination neuer Apostel als lebendige Fortsetzung des Amtes. | Fortlaufende apostolische Sukzession durch Berufung und Ordination neuer Apostel, um die Kontinuität der Leitung zu gewährleisten. |
| Besonderheit | Direkte Zeugen der Auferstehung Jesu, Fundament der gesamten christlichen Kirche. | „Engelsrufe“ zur Einsetzung, exklusive Sakramentsrechte als Zeichen des „Schlussdienstes“. | Alle anderen Ämter gehen vom Apostelamt aus; Glaube an die Präsenz Christi durch die Apostel. | Betonung der brüderlichen Liebe und des Austauschs; Apostel als Hirten und Lehrer der Gemeinschaft. |
Häufig gestellte Fragen zum Apostelamt
Das Thema der Apostel wirft oft Fragen auf, insbesondere in Bezug auf ihre historische Rolle und ihre Bedeutung in der heutigen Zeit. Hier beantworten wir einige der häufigsten:
Wer waren die ersten Apostel im biblischen Sinne?
Die ersten Apostel im biblischen Sinne waren jene Männer, die Jesus Christus selbst aus dem Kreis seiner Jünger erwählte und speziell beauftragte, seine Botschaft zu verkünden und sein Reich zu bauen. Dies waren insbesondere „die Zwölf“, zu denen unter anderem Petrus, Andreas, Jakobus, Johannes, Philippus, Bartholomäus, Thomas, Matthäus, Jakobus (der Sohn des Alphäus), Thaddäus, Simon der Zelot und Judas Iskariot gehörten (wobei Judas später durch Matthias ersetzt wurde). Nach der Auferstehung und Himmelfahrt Jesu wurden auch andere, wie Paulus, der eine direkte Berufung durch den auferstandenen Christus erfuhr, als Apostel anerkannt, da sie eine besondere Sendung zur Verbreitung des Evangeliums hatten.
Gibt es heute noch Apostel in Kirchen?
Ja, in einigen christlichen Gemeinschaften gibt es auch heute noch Apostel, insbesondere in den sogenannten apostolischen Kirchen wie der Neuapostolischen Kirche oder der Vereinigung Apostolischer Gemeinschaften. Das Verständnis und die Rolle dieser modernen Apostel variieren jedoch stark von der direkten, historischen Rolle der neutestamentlichen Apostel als Augenzeugen Jesu. In diesen Gemeinschaften werden neue Apostel berufen und ordiniert, um das Amt fortzuführen und die Kirche zu leiten und zu versorgen. In anderen großen Kirchen, wie der römisch-katholischen Kirche oder den orthodoxen Kirchen, wird die apostolische Sukzession durch die Bischöfe fortgeführt, auch wenn diese nicht den Titel „Apostel“ tragen.
Was unterscheidet einen Apostel von einem Jünger?
Der Hauptunterschied liegt in der Funktion und der Sendung. Ein „Jünger“ ist ein Schüler, ein Lernender, jemand, der einem Lehrer folgt und von ihm unterwiesen wird. Alle Apostel waren zunächst Jünger Jesu. Ein „Apostel“ hingegen ist ein „Gesandter“ oder „Botschafter“, der eine spezifische, von Christus übertragene Mission hat. Diese Mission beinhaltet oft besondere Vollmachten zur Verkündigung, Heilung und Leitung der Gemeinde. Während viele Jünger Jesus folgten, wurden nur einige Auserwählte zu Aposteln ernannt, um seine Botschaft gezielt und autoritativ in die Welt zu tragen und die Fundamente der Kirche zu legen.
Welche besondere Bedeutung hat die Zahl Zwölf bei den Aposteln?
Die Zahl Zwölf hat eine tiefe symbolische Bedeutung, die im Alten Testament verwurzelt ist. Sie repräsentiert die zwölf Stämme Israels, die das ursprüngliche Gottesvolk bildeten. Indem Jesus zwölf Apostel erwählte, stellte er eine Verbindung zu diesem alten Bund her und signalisierte die Gründung eines neuen Gottesvolkes, der Kirche, die auf dem Fundament der Apostel aufgebaut wird. Es symbolisiert die Vollständigkeit, die Wiederherstellung und die Kontinuität von Gottes Heilsplan für die gesamte Menschheit, beginnend mit Israel.
Was ist die „Heilige Versiegelung“ und wer spendet sie?
Die Heilige Versiegelung ist ein Sakrament, das in einigen apostolischen Gemeinschaften, insbesondere in der Neuapostolischen Kirche und den Katholisch-Apostolischen Gemeinden, praktiziert wird. Es wird als die Spendung der Gabe des Heiligen Geistes verstanden, oft durch Handauflegung. Nach dem Verständnis dieser Gemeinschaften kann die Heilige Versiegelung ausschließlich von einem Apostel gespendet werden. Es ist ein Akt, der die Verbindung des Gläubigen mit dem Heiligen Geist vertiefen und ihn für die Wiederkunft Christi vorbereiten soll.
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