Shem Tovs Matthäus: Ursprung und Bedeutung

20/10/2021

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Das Matthäus-Evangelium von Shem Tov, eingebettet in das polemische Werk „Even Bohan“ (Der Prüfstein) des jüdischen Gelehrten Shem-Tob ben Isaac Ibn Shaprut aus dem 14. Jahrhundert, ist ein Text von immenser historischer und theologischer Bedeutung. Es gilt als das älteste erhaltene hebräische Manuskript eines neutestamentlichen Buches und wirft seit seiner Entdeckung spannende Fragen über seine wahre Herkunft und seinen Bezug zu den kanonischen griechischen und lateinischen Versionen auf. Dieser Artikel beleuchtet die komplexen Theorien und Beweise, die sich um Shem Tovs Matthäus ranken, von seiner Entstehung bis zu seiner heutigen Rezeption.

Where did Shem Tov's Matthew come from?
George Howard has argued that Shem Tov's Matthew comes from a much earlier Hebrew text that was later translated into Greek and other languages. A characteristic feature of this Hebrew gospel is the appearance in 20 places of השם (HaShem, "the Name"), in the abbreviated form ה״, where the Gospel of Matthew has Κύριος ("the Lord").
Inhaltsverzeichnis

Was ist Shem Tovs Matthäus?

Shem-Tob ben Isaac Ibn Shaprut war ein jüdischer Gelehrter, der im 14. Jahrhundert lebte und sich in seinen Schriften intensiv mit christlichen Glaubenslehren auseinandersetzte. Sein Hauptwerk „Even Bohan“, das zwischen 1380 und 1400 mehrfach überarbeitet wurde, ist eine umfassende Widerlegung christlicher Dogmen, insbesondere der Göttlichkeit Jesu und seiner Rolle als Messias. In dieses polemische Werk integrierte Shem Tov eine vollständige hebräische Version des Matthäus-Evangeliums. Die Tatsache, dass dieses Evangelium in einem anti-christlichen Kontext überliefert wurde, ist bemerkenswert und hat zu intensiven Debatten über seinen Ursprung geführt. Obwohl Shem Tovs Originalmanuskript verloren ist, existieren mehrere vollständige Kopien aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, die dieses hebräische Matthäus-Evangelium bewahren.

Die Kontroverse um den Ursprung

Die zentrale Frage, die Shem Tovs Matthäus umgibt, ist die nach seiner Herkunft. George Howard vertrat in den 1980er Jahren die These, dass die hebräische Version viel älter sei als das 14. Jahrhundert und möglicherweise sogar eine bessere Darstellung des ursprünglichen Textes darstelle. Er spekulierte, dass es sich um das „Evangelium der Hebräer“ handeln könnte, das vom Kirchenvater Papias im 2. Jahrhundert n. Chr. erwähnt wurde. Obwohl Howards Ansicht von einigen Forschern, wie W.L. Petersen und Petri Luomanen, abgelehnt wurde, hielt er in späteren Ausgaben an der Annahme fest, dass der Text von Shem Tov aus früheren Generationen jüdischer Schreiber und Tradenten übernommen wurde und keine Übersetzung aus der lateinischen Vulgata oder dem byzantinischen Griechisch ist.

Who transcribed the Hebrew version of Matthew?
The Shem Tob Hebrew version of Matthew was transcribed by Shem Tob Ben Yitzach Ben Shaprut, into his apologetic work Even Bohan, sometime around 1380 C.E.

Die Forschung der letzten Jahrzehnte tendiert jedoch stark zu einem mittelalterlichen und provenzalischen Ursprung des Textes. Argumente hierfür sind unter anderem:

  • Die Einbettung in ein polemisches Werk, was Fragen nach Urheberschaft und Übersetzungsdatum aufwirft.
  • Mögliche gemeinsame Lesarten mit einem flämischen Diatessaron aus dem Mittelalter, was auf eine mittelalterliche Überlieferung hindeuten könnte.
  • Das Vorkommen von Wörtern und Begriffen aus mittelalterlichen romanischen Sprachen, insbesondere Katalanisch oder Pyrenäenromanisch, in den Manuskripten. Dies deutet auf einen „Sitz im Leben“ in der Provence und Katalonien hin.
  • Die hebräische Syntax des Textes, die biblische Erzählmuster und rabbinische Sprachidiome aufweist, aber auch eine „kulturelle Restitution ins Hebräische“ darstellt, bei der die Theologie des Matthäus-Evangeliums durch die Linse eines mittelalterlichen jüdischen Geistes gefiltert wurde.

Spuren der Vergangenheit: Der vielschichtige Entstehungsprozess

Die Entstehung von Shem Tovs Matthäus wird heute als ein Prozess mit mehreren Schichten verstanden, der die kulturellen und sprachlichen Strömungen des mittelalterlichen Südeuropas widerspiegelt. Dieser komplexe Weg lässt sich in mehreren Stufen nachvollziehen:

  1. Die lateinische Vulgata als Ausgangspunkt: Die erste Schicht des hebräischen Matthäus scheint der lateinische Text der Vulgata zu sein, genauer gesagt eine provenzalische Rezension. Diese Tradition geht wahrscheinlich auf die mozarabische Gemeinschaft (christliche Minderheit unter muslimischer Herrschaft) im Süden Spaniens (Sevilla oder Córdoba) zurück. Von dort migrierte sie nach Katalonien (Ripoll) und gelangte schließlich über Carcassonne oder Saint Victor de Marseille nach Südfrankreich, wo sie die provenzalische Rezension der Vulgata bildete. Diese Region, Septimanien oder Provence und Nordkatalonien, fungierte als kulturelle Einheit, in der die von Samuel Berger als provenzalisch bezeichnete Bibelrezension sowohl für die Liturgie als auch für romanische Übersetzungen verwendet wurde. Hinzu kommen Elemente der „Ordinären Glosse“, einer Sammlung von Kommentaren und Erläuterungen, die im Mittelalter weit verbreitet war.
  2. Übersetzung ins Provenzalische und Katalanische: Die zweite Stufe war die Übersetzung des neutestamentlichen Textes ins Provenzalische, wahrscheinlich basierend auf der erwähnten provenzalischen Vulgata-Rezension. Von dort aus erfolgte ein Übergang ins katalanische Umgangssprache, mit einigen Begriffen aus den zentralen Pyrenäen. Es wird angenommen, dass Bettelorden wie Franziskaner und Dominikaner diese volkssprachlichen Versionen als Werkzeug für ihre katechetischen Kampagnen unter der analphabetischen Bevölkerung nutzten. Obwohl die Kirche ab dem 13. Jahrhundert romanische Bibelversionen (insbesondere waldensische oder der Beginen) verbot, gab es lokale Ausnahmen. Archaistische Merkmale wie die Einteilung in liturgische Kapitel mit Zeitangaben („in illo tempore“ – „zu jener Zeit“) und Ergänzungen aus der Ordinären Glosse deuten auf eine Entstehung in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts hin.
  3. Die hebräische Übersetzung aus dem Katalanischen: In der dritten und entscheidenden Phase, die auf die Zeit zwischen 1250 und 1320 datiert wird, erfolgte die Übersetzung des Matthäus-Evangeliums aus dem Katalanischen ins Hebräische. Dieser Schritt verlieh dem Text eine dritte Ebene, die semitische Sprache des Alten Testaments, wobei jedoch zahlreiche katalanische Wörter aus den Pyrenäen als Zeugnis der vorherigen Phase erhalten blieben.
  4. Shem Tovs Rolle als Kompilator: Schließlich, um 1386 in Tudela (Spanien), kopierte ein jüdischer Rabbiner, Shem Tov Ibn Shaprut, die hebräische Version, die ein Jahrhundert zuvor von einem anonymen Juden, möglicherweise einem Konvertiten, angefertigt worden war. Er integrierte sie zusammen mit seinen kritischen Kommentaren in sein apologetisches Werk „Even Bohan“. Die Übersetzung könnte ihn über Persönlichkeiten wie Vincent Ferrer oder Kardinal Pedro de Luna erreicht haben.

Das Ergebnis ist ein wertvolles Konglomerat aus biblischem Vokabular, rabbinischer Syntax und Lehnwörtern aus romanischen Sprachen, die Rechtsbegriffe, Flora und jüdisches liturgisches Leben betreffen. Es ist ein faszinierendes Beispiel für die „Siedlung verschiedener kultureller Schichten“ in einem einzigen Text.

Ein Blick ins Innere: Inhaltliche Besonderheiten

Shem Tovs Matthäus ist hauptsächlich in biblischem Hebräisch verfasst, mit einer deutlichen Prävalenz des „Vav Consecutive“, wie es in der hebräischen Bibel üblich ist. Es enthält jedoch auch Elemente des mischnäischen Hebräisch und späteres rabbinisches Vokabular und Idiom. Diese sprachliche Mischung ist ein klares Indiz für seine Entstehung in einem jüdischen Kontext.

What is the content of Shem-Tov's text?
Shem-Tov's text is primarily in Biblical Hebrew (Vav Consecutive predominates), but it also contains elements of Mishnaic Hebrew and later rabbinic vocabulary and idiom. The text has been revised to make it more similar to the standard Greek and Latin Gospel texts.

Eine der auffälligsten Besonderheiten ist die häufige Verwendung von „Ha-Shem“ (der Name), um Gott zu bezeichnen, anstelle des Tetragrammatons (JHWH) oder des griechischen „Theos“/„Kyrios“. Shem Tovs Text verwendet „Ha-Shem“ 19 Mal, oft dort, wo der griechische Text „Kyrios“ (Herr) oder „Theos“ (Gott) hat. Dies geschieht nicht nur in alttestamentlichen Zitaten, sondern auch in der Erzählung selbst, beispielsweise in festen Wendungen wie „Engel des Herrn“ (Matthäus 1:24, 2:13, 2:19, 28:2) oder „Haus des Herrn“ (Matthäus 21:12). George Howard hob hervor, dass dies auf eine jüdische Sensibilität für den Gottesnamen hindeutet.

Ein weiteres Merkmal ist die Verwendung von Paronomasien, also Wortspielen, bei denen Wörter mit ähnlichem Klang, aber unterschiedlicher Bedeutung verwendet werden, um den Text zu verschönern. Ein bekanntes Beispiel ist Matthäus 18:9: „Wenn dein Auge dich zum Stolpern bringt (tajshilja), wirf es von dir weg (tashlijeha)“. Solche Formulierungen wären bei einer einfachen Übersetzung aus dem Griechischen oder Lateinischen unwahrscheinlich und deuten auf eine tiefe Verwurzelung im hebräischen Sprachgefühl hin.

Was ist der Unterschied zwischen Neologismus und Neusprech?
Das Ungewöhnliche an diesem Beispiel ist, dass Stefan Zweig den Leser auf den Neologismus extra hinweist. »Neusprech« ist die amtliche Sprache des fiktiven Staats Ozeanien und der Oberbegriff, unter dem Orwell weitere Neologismen wie zum Beispiel »Engsoz«, »Gedankendelikt« oder »Doppeldenk« einführt.

Abweichungen vom Kanon und historische Zeugnisse

Ein entscheidender Aspekt von Shem Tovs Matthäus sind seine Abweichungen von den kanonischen griechischen und lateinischen Versionen. An einigen Stellen ist der hebräische Text leichter verständlich, wo der griechische Text Schwierigkeiten bereitet. Dies hat zu der Annahme geführt, dass Shem Tovs Version möglicherweise einen älteren Textzustand bewahrt, der weniger von späteren Korrekturen und Interpolationen betroffen ist, die in den griechischen Manuskripten im Laufe der Jahrhunderte vorgenommen wurden.

Das auffälligste Beispiel ist der Schluss von Matthäus 28. Die hebräische Version von Shem Tov weicht hier erheblich von der kanonischen Fassung ab, insbesondere in Vers 19, der den Taufbefehl enthält. Während die kanonische Version den dreifachen Namen (Vater, Sohn, Heiliger Geist) enthält, lautet der entsprechende Vers in Shem Tovs Matthäus:

„18 Jesus kam zu ihnen und sagte: ‚Alle Macht im Himmel und auf Erden ist mir gegeben worden. 19 Geht zu ihnen 20 und kümmert euch um sie, damit sie alles erfüllen, was ich euch aufgetragen habe. Ich bin für immer bei euch.‘“

Diese Abweichung ist von großer Bedeutung, da sie die Debatte über die ursprüngliche Form des Taufbefehls befeuert. Historische Zeugnisse stützen die Idee eines hebräischen Matthäus-Evangeliums:

  • Eusebius von Cäsarea (263–339), ein früher christlicher Historiker, bestätigte in seiner „Kirchengeschichte“, dass Matthäus „das Evangelium, das seinen Namen trägt, auf Hebräisch schrieb“. Er zitiert Matthäus 28:19 wiederholt in der Form „Geht und macht alle Nationen zu Jüngern in meinem Namen“, ohne die trinitarische Formel.
  • Hieronymus (331–420), der Übersetzer der lateinischen Vulgata, bezeugt ebenfalls die Existenz eines hebräischen Matthäus-Evangeliums und erwähnt, dass es zu seiner Zeit in der Bibliothek von Caesarea aufbewahrt wurde.

Diese Übereinstimmungen mit frühen kirchlichen Überlieferungen verleihen Shem Tovs Version zusätzliches Gewicht und machen sie zu einem wertvollen Studienobjekt für die Textkritik des Neuen Testaments.

Was ist das kürzeste Evangelium?
Das Markusevangelium ist das kürzeste – und wie viele meinen älteste – der vier Evangelien. Es ist nach seinem Autor, Markus, benannt. Markus – eigentlich Johannes Markus – war zwar kein Apostel, aber er wohnte in Jerusalem und war den Aposteln bekannt (Apg 12,12).

Die erhaltenen Manuskripte und ihre weltweite Rezeption

Heute sind 28 Manuskripte bekannt, die das Matthäus-Evangelium von Shem Tov enthalten. Sie stammen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. Zu den bedeutendsten gehören:

  • Ms. British Museum Library Add. No. 26964, London
  • Ms. Heb. 28, Rijksuniversiteit Library, Leiden, Niederlande
  • Ms. Mich. 119. Bodleian Library, Oxford
  • Ms. Oppenheim Add. 4° 72, Bodleian Library, Oxford
  • Ms. Oppenheim Add. 4° 111, Bodleian Library, Oxford
  • Mehrere Manuskripte in der Library of the Jewish Theological Seminary of America, New York (z.B. Ms. 2209, 2234, 2279, 2426)
  • Ms. Vat.ebr.101, Vatikanische Bibliothek

Die Verfügbarkeit dieser Manuskripte hat zu einer weltweiten wissenschaftlichen Auseinandersetzung und zahlreichen Übersetzungen in verschiedene Sprachen geführt. Dies zeigt das große Interesse an diesem einzigartigen Text. Einige bemerkenswerte Übersetzungen umfassen:

SpracheAusgewählte Übersetzungen
EnglischGeorge E. Howard (1987), Bill Carlson (1993), Tov Rose (2013), Daniel W. Merrick (2015), Jason S. Lorent (2017)
SpanischAvdiel Ben Oved (2004), José Antonio Álvarez Rivera (2009–2010), Eliahu Almani (2010), J. V. Niclós Albarracín (2018)
NiederländischOnline-Version (2014-2023), “Het Mattheüsevangelie” (2020)
PolnischEliezer Wolski (2017), Grzegorz Kaszyński (in Vorbereitung), Piotr Goniszewski (in Vorbereitung)
PortugiesischMaurício Carijo (2012), Bruno Summa (2019)
FinnischTuomas Levänen (2015)
FranzösischRuth ...?... (2012)
RumänischObedeya Dorin David Aurel Ben Aharon Cohen (2013)
RussischA.С. Manykian (2015), Eliseus? (2016)
SerbischŽeljko Stanojević (2010)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was genau ist Shem Tovs Matthäus?
Es ist eine hebräische Version des Matthäus-Evangeliums, die im 14. Jahrhundert von dem jüdischen Gelehrten Shem-Tob ben Isaac Ibn Shaprut in seinem anti-christlichen Werk „Even Bohan“ kompiliert und überliefert wurde. Es ist das älteste bekannte erhaltene hebräische Manuskript eines neutestamentlichen Buches.
Ist Shem Tovs Matthäus das Original-Evangelium, das von Matthäus geschrieben wurde?
Die Forschung ist sich uneinig. Während George Howard argumentierte, dass es einen sehr alten, möglicherweise sogar ursprünglichen hebräischen Text repräsentiert, tendieren die meisten Gelehrten heute dazu, dass es sich um eine mittelalterliche Übersetzung handelt, die jedoch auf älteren Überlieferungen basieren könnte und somit einen wertvollen Einblick in eine frühere Textform bietet.
Warum ist Shem Tovs Matthäus für die Forschung wichtig?
Er ist wichtig, weil er uns einen Einblick in eine einzigartige Überlieferungslinie des Matthäus-Evangeliums gibt, die sich von den gängigen griechischen und lateinischen Versionen unterscheidet. Seine sprachlichen und theologischen Besonderheiten, wie die Verwendung von „Ha-Shem“ und abweichende Passagen (z.B. Matthäus 28:19), fordern unser Verständnis der Textgeschichte des Neuen Testaments heraus und bieten neue Perspektiven auf die Rezeption des Evangeliums in jüdischen Kreisen.
Welche Rolle spielen romanische Sprachen bei der Entstehung des Textes?
Die Forschung hat festgestellt, dass Shem Tovs Matthäus Spuren von mittelalterlichen romanischen Sprachen wie Provenzalisch und Katalanisch enthält. Dies deutet darauf hin, dass der Text in diesen Sprachen zirkulierte, möglicherweise durch Prediger, bevor er ins Hebräische übersetzt wurde. Es zeigt die multikulturelle und mehrsprachige Umgebung, in der dieser Text entstanden ist.
Was bedeutet die häufige Verwendung von „Ha-Shem“ im Text?
„Ha-Shem“ (Der Name) ist eine jüdische Umschreibung für den Gottesnamen JHWH. Seine häufige Verwendung in Shem Tovs Matthäus, selbst in narrativen Passagen und nicht nur in alttestamentlichen Zitaten, ist ein starkes Indiz für die jüdische Prägung des Textes und könnte auf eine frühe, jüdisch-christliche Tradition hinweisen, die den Gottesnamen respektierte.

Fazit

Shem Tovs Matthäus ist weit mehr als nur eine historische Kuriosität. Er ist ein komplexes literarisches und theologisches Dokument, das ein einzigartiges Zeugnis der Textgeschichte des Matthäus-Evangeliums darstellt. Seine vielschichtige Entstehung, geprägt von lateinischen, romanischen und hebräischen Einflüssen, sowie seine inhaltlichen Besonderheiten machen ihn zu einem unverzichtbaren Studienobjekt für Theologen, Historiker und Linguisten. Er fordert uns heraus, die überlieferten Texte kritisch zu hinterfragen und die reiche Vielfalt der frühchristlichen und mittelalterlichen Überlieferungen zu würdigen. Die Debatte über seinen Ursprung mag andauern, doch seine Existenz allein bereichert unser Verständnis der Bibel und ihrer faszinierenden Reise durch die Jahrhunderte.

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