13/09/2025
Das islamische Glaubensbekenntnis, bekannt als Schahada, ist weit mehr als nur eine Aneinanderreihung von Worten. Es ist der Eckpfeiler, das Fundament und die Seele des islamischen Glaubens. Für Musliminnen und Muslime bildet es die wichtigste Grundlage ihrer Überzeugung und dient als unerschütterlicher Anker im täglichen Leben. Nicht nur in den Pflichtgebeten wird es mehrmals täglich rezitiert, sondern auch für jene, die den Islam annehmen möchten, ist die aufrichtige Bezeugung der Schahada der erste und entscheidende Schritt. Sie ist eine Erklärung der absoluten Hingabe an den Einen Gott und die Anerkennung Seines letzten Propheten.

Die Schahada lautet auf Arabisch: „Aschhadu an la ilaha illa-lah wa aschhadu anna muhammadan rasulu-lah“. Übersetzt bedeutet dies: „Ich bezeuge, es gibt keinen Gott außer Allah und Muhammad ist Sein Gesandter.“ Mit diesen einfachen, doch tiefgreifenden Worten bekräftigt jeder Muslim seine Überzeugung, dass Allah der einzige Gott ist, der Anbetung würdig ist, und dass Prophet Muhammad ein wichtiges Vorbild und der Botschafter Allahs ist. Doch die Bedeutung dieser Bezeugung reicht weit über die bloße Rezitation hinaus; sie prägt die gesamte Lebenshaltung und das Handeln eines Gläubigen.
Die Schahada: Das Herzstück des Islams
Die Schahada ist die erste der fünf Säulen des Islam und somit die grundlegendste aller islamischen Praktiken. Ihre Bedeutung kann kaum überschätzt werden, da sie die Essenz des islamischen Monotheismus (Tauhid) verkörpert. Sie ist die Erklärung, dass es keine Gottheit gibt außer Allah und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist. Diese duale Aussage hat weitreichende Implikationen für das Verständnis Gottes, des Menschen und des Universums.
Der erste Teil, „La ilaha illa-llah“ (Es ist kein Gott außer Allah), ist eine radikale Verneinung aller falschen Gottheiten und eine absolute Bejahung der Einzigkeit Allahs. Dies schließt nicht nur Götzen oder Idole im traditionellen Sinne ein, sondern auch alles, was der Mensch über Allah stellen könnte: materieller Besitz, Macht, Ruhm, menschliche Ideologien oder gar das eigene Ego. Alles, was Anbetung, Liebe oder absolute Gehorsamkeit beansprucht, die nur Allah zusteht, fällt unter das Konzept des „Schirk“ – der Beigesellung oder Partnerstellung zu Allah, was im Islam die größte Sünde ist. Die Schahada befreit den Menschen von der Sklaverei gegenüber allem Geschaffenem und richtet seinen Fokus allein auf den Schöpfer.
Der zweite Teil, „wa aschhadu anna Muhammadan rasulu-llah“ (und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist), ergänzt den Monotheismus, indem er die Notwendigkeit der Offenbarung und der prophetischen Führung unterstreicht. Es bedeutet, dass der Weg zur Anbetung Allahs und zur Erfüllung Seiner Gebote durch das Vorbild und die Lehre des Propheten Muhammad, Friede sei mit ihm, erfolgt. Er ist der letzte Prophet, durch den die göttliche Botschaft vollendet wurde. Seine Sunna (Tradition) dient als praktische Auslegung des Korans und als Leitfaden für das tägliche Leben der Muslime.
Die psychologischen und spirituellen Auswirkungen der Schahada
Wer die Schahada mit aufrichtiger Überzeugung ausspricht, schließt im Grunde einen tiefgreifenden Vertrag mit Allah. Dieser Vertrag verpflichtet den Gläubigen, Ihm allein zu dienen, Ihm allein gehorsam zu sein und die von Ihm auferlegten Pflichten zu erfüllen, und zwar in der Art und Weise, wie es der Prophet Muhammad gelehrt hat. Dafür verspricht Allah gewaltigen Lohn: Seine Rechtleitung im Diesseits und das Paradies im Jenseits. Ist der Mensch tatsächlich zweifelsfrei von der Wahrheit der Schahada überzeugt, bestimmt dies seine gesamte Lebenseinstellung, sein Fühlen, Denken und Handeln auf vielfältige Weise:
- Höchstmaß an Selbstvertrauen und Selbstachtung: Der Gläubige weiß, dass Allah allein der Besitzer aller Macht ist und dass niemand außer Ihm dem Menschen schaden oder nützen, für seine Bedürfnisse aufkommen oder irgendeine Art von Einfluss ausüben kann. Diese Überzeugung macht ihn unabhängig, furchtlos und gleichgültig gegenüber allen anderen Kräften als denen Allahs.
- Bescheidenheit und Demut: Zugleich bewirkt dieser Glaube aber auch Bescheidenheit und Demut und macht den Menschen anspruchslos und schlicht. Denn er weiß, dass alles, was er besitzt, sei es materiell oder immateriell, ein Geschenk Allahs ist, das Er ihm genauso wieder nehmen kann. Mit diesem Bewusstsein sind Stolz oder Überheblichkeit unvereinbar.
- Befreiung von Habgier, Eifersucht und Neid: Die Überzeugung, dass materieller Besitz, Ehre, Macht, Ansehen usw. von Allah verliehen werden, befreit den Menschen von diesen negativen Eigenschaften. Der Gehorsam Allah gegenüber, indem er die von Allah gesteckten Grenzen einhält, bewahrt den Menschen davor, zum Sklaven seiner persönlichen Neigungen, Begierden und seines Egoismus schlechthin zu werden.
- Aufrichtigkeit und Rechtschaffenheit: Dieser Glaube macht den Menschen aufrichtig und rechtschaffen. Denn er weiß, dass er jede Sekunde seines Lebens unter der Aufsicht Allahs steht, dass er sich einmal vor Ihm für seine Taten verantworten muss und dass der einzige Weg zum Erfolg in der Befolgung der göttlichen Gebote liegt. Letzteres verleiht ihm große Entschlossenheit, Standhaftigkeit und Ausdauer, auch wenn die Schwierigkeiten, die seinem Ziel entgegenstehen, unüberwindlich erscheinen. Denn er ist sich sicher, dass Allah, der Herr des Universums, ihn bei Taten, die Seinem Willen entsprechen, unterstützen wird.
- Festes Vertrauen in Allah (Tawakkul): Die Überzeugung von Allahs Allmacht und unermesslicher Gnade gibt dem Menschen festes Vertrauen in Allah, das ihn in keiner Situation mutlos werden oder gar verzweifeln lässt. Auch unter den widrigsten Umständen gibt ihm dieses Vertrauen Trost und Hoffnung, befreit ihn von Existenz- und Zukunftsangst und erfüllt ihn mit tiefer Zufriedenheit.
Die Pilgerreise (Hajj) und ihre Verbindung zur Schahada
Die Pilgerreise nach Mekka, der Hajj, ist die fünfte der grundlegenden muslimischen gottesdienstlichen Handlungen und Einrichtungen, die als die fünf Säulen des Islam bekannt sind. Sie ist eine physische und spirituelle Manifestation der Schahada, da sie die absolute Hingabe an Allah und die Einheit der muslimischen Ummah (Gemeinschaft) symbolisiert. Die Pilgerreise wird nicht zu Schreinen von Heiligen oder Klöstern unternommen, um Hilfe zu erbitten, sondern zur Kaaba, die sich in der Heiligen Stadt Mekka in Saudi-Arabien befindet. Die Kaaba ist das „Haus Gottes“, das heilig ist, seit der Prophet Abraham es zur Anbetung Gottes erbaut hat. Gott belohnte ihn dafür, als Er das Haus annahm und es ehrte, indem Er es zum Zentrum der Andacht machte, dem alle Muslime ihre Gesichter beim Gebet (Salah) zuwenden. Die Riten der Pilgerreise werden heute genauso durchgeführt, wie es Abraham und nach ihm der Prophet Muhammad – möge Gott sie preisen – tat.

Die Pilgerschaft wird als gottesdienstliche Tätigkeit betrachtet, die besondere Anerkennung verdient. Sie dient als Buße – die ultimative Vergebung für Sünden, Hingabe und hochgradige Spiritualität. Einmal im Leben die Pilgerreise nach Mekka anzutreten, ist die Pflicht aller Muslime, die körperlich und finanziell dazu in der Lage sind. Der Pilgerritus beginnt ein paar Monate nach Ramadan, am 8. Tag des letzten Monats im islamischen Jahr, dem Dhul-Hijjah, und endet am 13. Tag.
Einheit und Gleichheit: Die Botschaft des Hajj
Mekka ist das Zentrum, dem die Muslime einmal im Jahr zustreben, sich treffen und in sich den Glauben auffrischen, dass alle Muslime gleich sind und einen Anspruch auf die Liebe und Zuneigung anderer haben, ungeachtet ihrer Rasse oder ihrer ethnischen Zugehörigkeit. Die Art und Weise, wie die Harmonie der Rassen durch den Hajj gefördert wird, wurde vielleicht am besten von Malcolm X über seine historische Pilgerreise eingefangen:
‘Jeder einzelne von den Tausenden am Flughafen, bereit nach Jeddah aufzubrechen, war auf diese Art bekleidet. Du könntest ein König oder ein Bauer sein und niemand würde es wissen. Einige mächtige Persönlichkeiten, die mir diskret gezeigt wurden, hatten das Gleiche wie ich an. Einmal angezogen, hatten wir alle begonnen, mit wenigen Unterbrechungen auszurufen: “Labbayka! (Allahumma) Labbayka!” (Dir zu Diensten bin ich hierher geeilt, unser Herr!) In einem Flugzeug mit weißen, schwarzen, braunen, roten und gelben Menschen, blaue Augen und blonde Haare, und mein filziges rotes Haar – alle zusammen, Brüder! Alle verehren denselben Gott, alle nacheinander, geben sich gegenseitig die gleiche Ehre…
Erst zu dieser Zeit begann ich wieder, den “Weißen Mann” neu einzuschätzen. Es war, als ich zu spüren begann, dass “Weißer Mann”, wie es gewöhnlich verwendet wird, nur zweitrangig “Hautfarbe” bedeutet; in erster Linie beschreibt es Verhaltensweisen und Taten. In Amerika bedeutete “Weißer Mann” bestimmte Verhaltensweisen und Handlungen – Schwarzen und allen anderen nicht-weißen Menschen gegenüber. In der muslimischen Welt aber hatte ich gesehen, dass Männer mit weißer Hautfarbe wirklich brüderlicher waren, als alle anderen sonst jemals waren. Dieser Morgen war der Anfang einer radikalen Änderung meiner gesamten Ansichten über “weiße” Männer.
Da waren Zehntausende von Pilgern aus aller Herren Länder. Sie hatten alle Farben, von blauäugigen Blonden bis zu tiefschwarzen Afrikanern. Aber wir alle nahmen an demselben Ritual teil, entfalteten einen einheitlichen Geist und eine Brüderlichkeit, von der ich nach meinen Erfahrungen in Amerika nie geglaubt hätte, dass sie unter Weißen und Nicht-Weißen existieren könnte… Amerika muss unbedingt den Islam verstehen lernen, denn dies ist die Religion, die das Rassenproblem ihrer Gesellschaft ausgerottet hat. Während meiner ganzen Reisen durch die muslimische Welt habe ich viele Leute getroffen, mit ihnen gesprochen und sogar gegessen, die in Amerika als weiß angesehen würden – aber die Eigenschaften der “Weißen” waren aus ihren Köpfen durch die Religion des Islam beseitigt. Ich habe nie zuvor so eine ernsthafte und ehrliche Brüderlichkeit von Menschen aller Farben zusammen gesehen, ungeachtet ihrer Farbe.”
So vereinigt die Pilgerreise die Muslime der Welt zu einer internationalen Bruderschaft. Mehr als zwei Millionen Menschen vollziehen jedes Jahr den Hajj, und die Riten dienen als vereinigende Kraft im Islam, indem sie Anhänger aus unterschiedlichen Hintergründen im Gottesdienst zusammenbringen. In manchen muslimischen Gesellschaften wird ein Gläubiger, sobald er einmal die Pilgerreise unternommen hat, als „Hajji“ betitelt; dies ist eher ein traditioneller als ein religiöser Brauch. Schließlich ist der Hajj die Kundgebung vom Glauben an die Einzigkeit Gottes – all die Pilger beten den Einen Gott an und gehorchen Seinen Befehlen.
Rituale des Hajj: Der Weg zur spirituellen Erneuerung
An bestimmten Stationen an den Karawanenrouten nach Mekka oder wenn der Pilger an dem Punkt vorbeikommt, der diesen Stationen am nächsten ist, tritt der Pilger in den Zustand der Reinheit ein, der als Ihram bekannt ist. In diesem Zustand sind bestimmte „normale“ Taten des Tages und der Nacht dem Pilger untersagt, wie das Bedecken des Kopfes, Schneiden der Fingernägel und das Tragen normaler Kleidung, was Männer betrifft. Männer legen ihre Kleidung ab und bekleiden sich mit den Tüchern, die für den Zustand des Ihram vorgeschrieben sind: zwei ungenähte Stoffbahnen, die um den Körper gewickelt werden. All dies steigert die Ehrfurcht und Heiligkeit der Pilgerschaft, der Stadt Mekka und des Monats Dhul-Hijjah. Es gibt 5 solcher Stationen (Miqat), eine auf den Küstenebenen nordwestlich von Mekka Richtung Ägypten und eine südlich Richtung Jemen, während sich drei nördlich oder östlich Richtung Medina, Irak und an-Najd befinden. Die einfache Bekleidung signalisiert die Gleichheit der gesamten Menschheit im Angesicht Gottes und die Abkehr von allen weltlichen Neigungen. Nachdem er in den Zustand des Ihram eingetreten ist, reist der Pilger nach Mekka und erwartet den Beginn des Hajj.
Am 7. Dhul-Hijjah wird der Pilger an seine Pflichten erinnert und beim Beginn des Rituals, das zwischen dem 8. und 12. Tag des Monats stattfindet, besucht der Pilger die heiligen Stätten außerhalb von Mekka – Arafah, Muzdalifah und Minaa – und opfert ein Tier im Gedenken an Abrahams Opfer. Dann kürzt oder schert der Pilger seine Haare, und danach, nachdem er an drei oder vier aufeinanderfolgenden Tagen sieben Steine an bestimmte Säulen in Minaa geworfen hat, bewegt er sich zur zentralen Moschee, wo er siebenmal den heiligen Bezirk oder die Kaaba umrundet und ebenfalls siebenmal zwischen den kleinen Hügeln Safa und Marwa hin und her eilt. Jeder dieser Riten hat eine tiefe historische und spirituelle Bedeutung, die die Verbundenheit mit den Propheten und die Hingabe an Allah symbolisiert.

Die Umrah: Die kleine Pilgerreise
Abgesehen vom Hajj unternehmen die Muslime während des übrigen Jahres die „kleine Pilgerreise“ oder Umrah. Die Umrah zu verrichten, hebt aber nicht die Verpflichtung, den Hajj zu vollziehen, auf. Sie ist der großen und verpflichtenden Pilgerreise (Hajj) ähnlich, und die Pilger haben die Wahl, Umrah getrennt oder in Verbindung mit dem Hajj zu verrichten. Wie beim Hajj beginnen die Pilger die Umrah, indem sie in den Zustand des Ihram annehmen. Sie betreten Mekka und umkreisen siebenmal die Kaaba. Sie können den Schwarzen Stein berühren, wenn sie Gelegenheit dazu haben, hinter dem Maqam Ibrahim beten, das Heilige Wasser aus der Zamzam-Quelle trinken. Das siebenmalige Hin- und Hereilen zwischen den Hügeln Safa und Marwa und das Kürzen oder Scheren der Haare vervollständigen die Umrah.
Vergleich: Hajj und Umrah
| Merkmal | Hajj (Große Pilgerreise) | Umrah (Kleine Pilgerreise) |
|---|---|---|
| Status | Pflicht (einmal im Leben, wenn möglich) | Empfohlen (Sunnah), aber nicht verpflichtend |
| Zeitpunkt | Nur im Monat Dhul-Hijjah (8.-13. Tag) | Jederzeit im Jahr möglich |
| Dauer | Mehrere Tage | Wenige Stunden bis ein Tag |
| Rituale | Umfassend (Ihram, Tawaf, Sa'i, Arafat, Muzdalifah, Mina, Steinigung, Opfer, Haare schneiden) | Weniger umfassend (Ihram, Tawaf, Sa'i, Haare schneiden) |
| Bedeutung | Vergebung aller Sünden, Vereinigung der Ummah | Vergebung kleinerer Sünden, spirituelle Erneuerung |
| Ersetzt Hajj? | Nein | Nein |
Gibt es eine „zweite“ Schahada? Klärung eines Missverständnisses
Die Frage nach einer „ersten“ und „zweiten“ Schahada ist ein häufiges Missverständnis. Es gibt im Islam keine „zweite Schahada“ im Sinne einer anderen oder ergänzenden Glaubensbezeugung. Die Schahada ist ein einziges, unteilbares Glaubensbekenntnis: „Aschhadu an la ilaha illa-lah wa aschhadu anna muhammadan rasulu-lah“. Diese eine Aussage ist die absolute und vollständige Bezeugung des islamischen Glaubens.
Was möglicherweise zu Verwirrung führt, ist die wiederholte Rezitation der Schahada im täglichen Leben eines Muslims. Sie wird in jedem Gebet gesprochen (im Taschahhud), oft als Dhikr (Gedenken an Allah) wiederholt und ist der erste Satz, der einem Neugeborenen ins Ohr geflüstert wird. Wenn eine Person zum Islam konvertiert, spricht sie die Schahada einmalig und aufrichtig aus. Diese erste, bewusste Bezeugung markiert den Eintritt in den Islam. Die darauf folgenden, täglichen Wiederholungen vertiefen diese ursprüngliche Verpflichtung und Erinnerung an den Kern des eigenen Glaubens. Es ist also dieselbe Schahada, die immer wieder bekräftigt und gelebt wird, nicht eine „zweite“ oder andere Version davon.
Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Schahada und Pilgerreise
Hier finden Sie Antworten auf einige der am häufigsten gestellten Fragen zum islamischen Glaubensbekenntnis und der Pilgerreise:
Was ist die Schahada genau?
Die Schahada ist das islamische Glaubensbekenntnis, das aus zwei Teilen besteht: „Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah“ und „Ich bezeuge, dass Muhammad Sein Gesandter ist.“ Sie ist die grundlegendste Aussage des Islam und die erste der fünf Säulen.
Warum ist die Schahada so wichtig?
Sie ist wichtig, weil sie das Fundament des islamischen Monotheismus (Tauhid) bildet, die Einheit Allahs bezeugt und die Prophetenschaft Muhammads anerkennt. Sie ist der Eintritt in den Islam und prägt die gesamte Lebensweise eines Muslims, indem sie Selbstvertrauen, Demut, Rechtschaffenheit und tiefes Vertrauen in Allah vermittelt.

Wie spricht man die Schahada aus?
Die Schahada wird auf Arabisch ausgesprochen: „Aschhadu an la ilaha illa-lah wa aschhadu anna muhammadan rasulu-lah.“ Es ist wichtig, sie mit aufrichtiger Überzeugung und Verständnis ihrer Bedeutung auszusprechen.
Kann man Muslim werden, indem man nur die Schahada ausspricht?
Ja, um Muslim zu werden, ist das aufrichtige Aussprechen der Schahada mit dem Verständnis ihrer Bedeutung der erste und wichtigste Schritt. Es ist jedoch auch wichtig, dass man beabsichtigt, die anderen Säulen des Islam zu befolgen und das Leben nach islamischen Prinzipien zu führen.
Was ist der Hajj und wie hängt er mit der Schahada zusammen?
Der Hajj ist die Pilgerreise nach Mekka und die fünfte Säule des Islam. Er ist eine physische Manifestation der Schahada, da die Pilger durch die Rituale ihre absolute Hingabe an den Einen Gott und die Einheit der muslimischen Gemeinschaft bezeugen. Es ist eine kollektive Demonstration des Tauhid.
Was ist der Unterschied zwischen Hajj und Umrah?
Der Hajj ist die verpflichtende große Pilgerreise, die nur einmal im Jahr im Monat Dhul-Hijjah stattfindet und umfangreichere Rituale umfasst. Die Umrah ist die nicht verpflichtende kleine Pilgerreise, die jederzeit im Jahr unternommen werden kann und weniger Rituale beinhaltet. Die Umrah ersetzt nicht die Pflicht des Hajj.
Schlussfolgerung
Die Schahada ist der Puls des islamischen Glaubens. Sie ist nicht nur ein Satz, der gesprochen wird, sondern eine Lebensweise, die gelebt wird. Ihre Bedeutung erstreckt sich von der persönlichen spirituellen Entwicklung bis hin zur globalen Einheit der muslimischen Gemeinschaft, wie sie eindrucksvoll während der jährlichen Hajj-Pilgerreise sichtbar wird. Sie vermittelt ein tiefes Gefühl der Identität, des Vertrauens und der Verantwortung gegenüber dem Schöpfer. Die Schahada ist der Schlüssel zum Verständnis des Islam und seiner grundlegenden Werte, die das Leben von Milliarden Menschen auf der Welt prägen und ihnen Orientierung und Frieden schenken.
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