06/09/2024
Das Gebet, im Islam als Salah bekannt, ist eine der wichtigsten Säulen der Religion und ein direkter Kanal der Kommunikation zwischen dem Gläubigen und Allah. Für Muslime weltweit ist das Gebet nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine Quelle des Friedens, der Besinnung und der spirituellen Stärke. Obwohl die Gebete in vielen Teilen der Welt in der Muttersprache gesprochen werden könnten, ist es die Praxis, sie auf Arabisch zu verrichten – der Sprache des Korans und des Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm). Das Erlernen des Gebets auf Arabisch mag zunächst eine Herausforderung darstellen, doch mit diesem Leitfaden werden Sie die wesentlichen Schritte, Haltungen und Rezitationen meistern können.

Die Bedeutung des arabischen Gebets liegt in seiner Universalität und der Bewahrung der ursprünglichen Form, wie sie vom Propheten gelehrt wurde. Es schafft eine Einheit unter Muslimen weltweit, die dieselben Worte sprechen, dieselben Haltungen einnehmen und sich in dieselbe Richtung, zur Kaaba in Mekka, wenden. Dieses gemeinsame Erbe stärkt die globale muslimische Gemeinschaft, die Ummah.
Vorbereitung auf das Gebet: Reinheit und Absicht
Bevor das eigentliche Gebet beginnt, sind zwei fundamentale Schritte unerlässlich: die rituelle Reinheit (Wudu oder Ghusl) und die aufrichtige Absicht (Niyyah). Ohne diese beiden Elemente ist das Gebet ungültig.
Wudu (Die rituelle Waschung)
Das Wudu ist eine kleine Waschung, die vor jedem Gebet durchgeführt wird, um körperliche Reinheit zu erlangen. Es ist mehr als nur Hygiene; es ist eine spirituelle Reinigung, die den Betenden auf die Begegnung mit seinem Schöpfer vorbereitet.
- Niyyah (Absicht): Beginnen Sie mit der Absicht, Wudu für das Gebet zu verrichten.
- Bismillah: Sagen Sie „Bismillah“ (Im Namen Allahs).
- Hände waschen: Waschen Sie beide Hände bis zu den Handgelenken dreimal.
- Mund spülen: Spülen Sie den Mund dreimal mit Wasser aus.
- Nase reinigen: Spülen Sie die Nase dreimal, indem Sie Wasser einziehen und ausblasen.
- Gesicht waschen: Waschen Sie das gesamte Gesicht von der Stirn bis zum Kinn und von Ohr zu Ohr dreimal.
- Arme waschen: Waschen Sie beide Arme bis zu den Ellenbogen dreimal, beginnend mit dem rechten Arm.
- Kopf streichen: Streichen Sie einmal mit feuchten Händen über den gesamten Kopf, von der Stirn bis zum Nacken und zurück.
- Ohren reinigen: Reinigen Sie die Ohren, indem Sie mit den Zeigefingern in die Ohrenhöhlen gehen und mit den Daumen hinter den Ohren streichen.
- Füße waschen: Waschen Sie beide Füße bis zu den Knöcheln dreimal, beginnend mit dem rechten Fuß, und achten Sie darauf, zwischen den Zehen zu waschen.
- Shahada: Sagen Sie nach dem Wudu: „Ashhadu an la ilaha illa Allah, wa ashhadu anna Muhammadan abduhu wa rasuluhu.“ (Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist.)
Niyyah (Die Absicht)
Die Absicht ist ein innerer Akt des Herzens und muss nicht laut ausgesprochen werden. Es ist der Entschluss, ein bestimmtes Gebet für Allah zu verrichten. Zum Beispiel: „Ich beabsichtige, das Fajr-Gebet für Allah zu verrichten.“
Schritt für Schritt: Die Gebetshaltungen und Rezitationen (Raka'ah)
Jedes Gebet besteht aus einer Reihe von Einheiten, die als Raka'ah (Einzahl: Raka'ah) bezeichnet werden. Jede Raka'ah hat eine bestimmte Abfolge von Haltungen und Rezitationen. Die Anzahl der Raka'at variiert je nach Gebet (Fajr: 2, Dhuhr: 4, Asr: 4, Maghrib: 3, Isha: 4).
1. Das Stehen (Qiyam) und die Eröffnungs-Takbir
Stellen Sie sich aufrecht hin, mit den Füßen schulterbreit auseinander und den Blick auf den Boden gerichtet, wo Sie während des Sujud (Niederwerfung) Ihre Stirn platzieren würden. Heben Sie Ihre Hände bis zu den Ohren (Männer) oder Schultern (Frauen), die Handflächen zeigen nach vorne, und sagen Sie:
Allahu Akbar (Allah ist der Größte)
Dies markiert den Beginn des Gebets und ist als Takbirat al-Ihram bekannt. Legen Sie dann Ihre rechte Hand über die linke auf Brusthöhe oder unterhalb des Nabels.
2. Die Eröffnungs-Du'a (optional)
Nach dem Takbir können Sie eine kurze Eröffnungs-Du'a (Bittgebet) sprechen, z.B.:
Subhanaka Allahumma wa bihamdika, wa tabarakasmuka, wa ta'ala jadduka, wa la ilaha ghairuk.
(Gepriesen seist Du, o Allah, und aller Lobpreis gebührt Dir. Dein Name ist gesegnet, Deine Majestät ist erhaben, und es gibt keinen Gott außer Dir.)
3. Rezitation der Al-Fatiha
Sprechen Sie nun die erste Sure des Korans, Al-Fatiha, die in jeder Raka'ah obligatorisch ist:
Bismillahir Rahmanir Rahim
(Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen)
Alhamdulillahi Rabbil 'alamin
(Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten)
Ar-Rahmanir Rahim
(Dem Allerbarmen, dem Barmherzigen)
Maliki Yawmid-Din
(Dem Herrscher am Tage des Gerichts)
Iyyaka na'budu wa iyyaka nasta'in
(Dir allein dienen wir, und Dich allein bitten wir um Hilfe)
Ihdinas Siratal Mustaqim
(Führe uns den geraden Weg)
Siratal ladhina an'amta 'alaihim ghairil maghdubi 'alaihim wa lad-dallin
(Den Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast, nicht derer, die Zorn erregt haben, noch der Irregehenden.)
Amin (Amen)
4. Rezitation einer weiteren Sura oder Koranverse
Nach Al-Fatiha rezitieren Sie eine kurze Sura oder einige Verse aus dem Koran. Für Anfänger eignen sich kurze Suren wie Al-Ikhlas, Al-Falaq oder An-Nas.
Qul Huwallahu Ahad
(Sprich: Er ist Allah, ein Einziger)
Allahus Samad
(Allah, der Ewige, der Unabhängige)
Lam yalid wa lam yulad
(Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden)
Wa lam yakul lahu kufuwan ahad
(Und niemand ist Ihm an Gleichheit)
5. Verbeugung (Ruku)
Nach der Rezitation sagen Sie „Allahu Akbar“ und beugen sich so weit nach vorne, dass Ihr Rücken parallel zum Boden ist. Ihre Hände ruhen auf den Knien. Sagen Sie dreimal:
Subhana Rabbiyal Azim
(Gepriesen sei mein Herr, der Allerhöchste)
6. Aufrichten aus dem Ruku (I'tidal)
Richten Sie sich vom Ruku auf und sagen Sie dabei:
Sami'allahu liman hamidah
(Allah hört denjenigen, der Ihn lobt)
Sobald Sie aufrecht stehen, sagen Sie:
Rabbana wa lakal hamd
(Unser Herr, und Dir gebührt aller Lobpreis)
7. Erste Niederwerfung (Sujud)
Sagen Sie „Allahu Akbar“ und gehen Sie in die Niederwerfung. Platzieren Sie Ihre Stirn, Nase, Handflächen, Knie und Zehen auf dem Boden. Dies sind die sieben Körperteile, die den Boden berühren müssen. Sagen Sie dreimal:
Subhana Rabbiyal A'la
(Gepriesen sei mein Herr, der Höchste)
8. Sitzen zwischen den Niederwerfungen (Julus)
Sagen Sie „Allahu Akbar“ und richten Sie sich in eine sitzende Position auf. Legen Sie Ihre Hände auf Ihre Oberschenkel. Sagen Sie:
Rabbighfirli, Rabbighfirli
(Mein Herr, vergib mir, mein Herr, vergib mir)
9. Zweite Niederwerfung (Sujud)
Sagen Sie erneut „Allahu Akbar“ und gehen Sie in die zweite Niederwerfung, genau wie die erste. Sagen Sie dreimal:
Subhana Rabbiyal A'la
(Gepriesen sei mein Herr, der Höchste)
Damit ist eine Raka'ah abgeschlossen.
Die zweite Raka'ah und weitere
Nach der zweiten Niederwerfung der ersten Raka'ah sagen Sie „Allahu Akbar“ und richten sich zum Stehen für die zweite Raka'ah auf. Die zweite Raka'ah ist identisch mit der ersten, mit einer wichtigen Ausnahme: Nach der zweiten Niederwerfung bleiben Sie in der sitzenden Position (Julus) für den Tashahhud.
Der Tashahhud (Zeugnis)
Im Tashahhud, den Sie in der sitzenden Position nach jeder zweiten Raka'ah und am Ende des Gebets sprechen, rezitieren Sie:
Attahiyyatu Lillahi was-salawatu wat-tayyibat. As-salamu 'alaika ayyuhan-Nabiyyu wa rahmatullahi wa barakatuh. As-salamu 'alaina wa 'ala 'ibadillahis-salihin. Ash-hadu an la ilaha illallah, wa ash-hadu anna Muhammadan 'abduhu wa Rasuluh.
(Alle Begrüßungen sind für Allah, und die Gebete und die guten Dinge. Friede sei auf dir, o Prophet, und die Barmherzigkeit Allahs und Seine Segnungen. Friede sei auf uns und auf den rechtschaffenen Dienern Allahs. Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist.)
Wenn es sich um ein Gebet mit mehr als zwei Raka'at handelt (z.B. Dhuhr, Asr, Isha), stehen Sie nach dem ersten Tashahhud für die dritte Raka'ah auf. Die dritte und vierte Raka'ah bestehen nur aus Al-Fatiha (und optional einer kurzen Sura in der dritten Raka'ah des Maghrib-Gebets) und den restlichen Haltungen.
Der Salawat (Segen für den Propheten)
Nach dem Tashahhud im letzten Sitzen des Gebets sprechen Sie den Salawat:
Allahumma salli 'ala Muhammadin wa 'ala ali Muhammadin, kama sallaita 'ala Ibrahima wa 'ala ali Ibrahima innaka Hamidum Majid. Allahumma barik 'ala Muhammadin wa 'ala ali Muhammadin, kama barakta 'ala Ibrahima wa 'ala ali Ibrahima innaka Hamidum Majid.
(O Allah, segne Muhammad und die Familie Muhammads, so wie Du Ibrahim und die Familie Ibrahims gesegnet hast. Wahrlich, Du bist der Lobenswerte, der Ruhmreiche. O Allah, segne Muhammad und die Familie Muhammads, so wie Du Ibrahim und die Familie Ibrahims gesegnet hast. Wahrlich, Du bist der Lobenswerte, der Ruhmreiche.)
Der Taslim (Abschlussgruß)
Um das Gebet zu beenden, sagen Sie, während Sie Ihren Kopf zuerst nach rechts und dann nach links drehen:
As-salamu 'alaikum wa rahmatullah
(Friede sei auf euch und die Barmherzigkeit Allahs)
Wichtige arabische Gebetsphrasen und ihre Bedeutung
Um Ihnen das Erlernen zu erleichtern, finden Sie hier eine Tabelle der wichtigsten arabischen Phrasen und ihrer deutschen Bedeutungen:
| Arabische Phrase | Deutsche Bedeutung | Kontext im Gebet |
|---|---|---|
| Allahu Akbar | Allah ist der Größte | Beginn des Gebets, Wechsel der Haltung |
| Bismillahir Rahmanir Rahim | Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen | Beginn des Korankapitels (Al-Fatiha) |
| Alhamdulillahi Rabbil 'alamin | Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten | Erster Vers der Al-Fatiha |
| Iyyaka na'budu wa iyyaka nasta'in | Dir allein dienen wir, und Dich allein bitten wir um Hilfe | Wesentlicher Vers der Al-Fatiha |
| Subhana Rabbiyal Azim | Gepriesen sei mein Herr, der Allerhöchste | Während des Ruku (Verbeugung) |
| Sami'allahu liman hamidah | Allah hört denjenigen, der Ihn lobt | Beim Aufrichten vom Ruku |
| Rabbana wa lakal hamd | Unser Herr, und Dir gebührt aller Lobpreis | Nach dem Aufrichten vom Ruku |
| Subhana Rabbiyal A'la | Gepriesen sei mein Herr, der Höchste | Während des Sujud (Niederwerfung) |
| Rabbighfirli | Mein Herr, vergib mir | Zwischen den zwei Sujud |
| Attahiyyatu Lillahi... | Alle Begrüßungen sind für Allah... | Tashahhud (sitzen nach jeder 2. Raka'ah und am Ende) |
| Allahumma salli 'ala Muhammadin... | O Allah, segne Muhammad... | Salawat (im letzten Tashahhud) |
| As-salamu 'alaikum wa rahmatullah | Friede sei auf euch und die Barmherzigkeit Allahs | Abschluss des Gebets (Taslim) |
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
Beim Erlernen des Gebets können sich einige Fehler einschleichen. Hier sind einige der häufigsten und Tipps, wie man sie vermeidet:
- Fehlende Konzentration (Khushu): Das Gebet ist eine Zeit der Besinnung. Versuchen Sie, alle Ablenkungen zu minimieren und sich voll und ganz auf die Worte und die Präsenz Allahs zu konzentrieren. Verstehen Sie die Bedeutung dessen, was Sie rezitieren.
- Falsche Aussprache: Die arabische Sprache hat spezifische Laute. Nehmen Sie sich Zeit, die Aussprache der Suren und Gebetsformeln korrekt zu lernen. Hören Sie sich Rezitationen an und üben Sie nach.
- Falsche Haltungen: Achten Sie darauf, dass Ihre Haltungen den islamischen Vorgaben entsprechen (z.B. gerader Rücken im Ruku, alle sieben Körperteile im Sujud). Es gibt viele visuelle Anleitungen online.
- Zu schnelles Gebet: Hetzen Sie nicht durch das Gebet. Jede Haltung und Rezitation hat ihre Bedeutung und sollte mit Ruhe und Gelassenheit ausgeführt werden. Der Prophet (Friede sei mit ihm) riet, das Gebet in Ruhe zu verrichten.
- Vergessen der Absicht (Niyyah): Die Absicht ist das Fundament des Gebets. Stellen Sie sicher, dass Sie vor Beginn jedes Gebets die aufrichtige Absicht in Ihrem Herzen fassen.
- Unsicherheit bei der Anzahl der Raka'at: Wenn Sie unsicher sind, wie viele Raka'at Sie verrichtet haben, bauen Sie auf der geringeren Zahl auf und fügen Sie eine zusätzliche Raka'ah hinzu, um sicherzustellen, dass Sie die korrekte Anzahl erreicht haben. Am Ende können Sie das Sahu-Sujud (Sujud der Vergesslichkeit) verrichten.
Die fünf täglichen Gebete: Zeiten und Besonderheiten
Muslime verrichten fünf Gebete zu festgelegten Zeiten während des Tages, die sich nach dem Stand der Sonne richten. Diese Gebete sind:
- Fajr (Morgen): Vor Sonnenaufgang (2 Raka'at)
- Dhuhr (Mittag): Nach dem Zenit der Sonne (4 Raka'at)
- Asr (Nachmittag): Später Nachmittag (4 Raka'at)
- Maghrib (Abend): Nach Sonnenuntergang (3 Raka'at)
- Isha (Nacht): Späte Nacht (4 Raka'at)
Jedes Gebet hat seine eigene spirituelle Bedeutung und hilft dem Gläubigen, über den Tag hinweg in Verbindung mit Allah zu bleiben und sich der Vergänglichkeit des Diesseits bewusst zu werden.
Tipps für Anfänger: Das Gebet lernen
Das Erlernen des Gebets erfordert Geduld und Ausdauer. Hier sind einige praktische Tipps:
- Beginnen Sie klein: Konzentrieren Sie sich zunächst auf die grundlegenden Haltungen und die Al-Fatiha. Wenn Sie sich damit wohlfühlen, fügen Sie nach und nach weitere Suren und Du'as hinzu.
- Nutzen Sie Ressourcen: Es gibt zahlreiche Apps, Bücher und Online-Videos, die Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Aussprachehilfen bieten.
- Regelmäßiges Üben: Versuchen Sie, so oft wie möglich zu üben, auch außerhalb der Gebetszeiten. Wiederholung ist der Schlüssel zum Erfolg.
- Verstehen Sie die Bedeutung: Wenn Sie die Bedeutung der arabischen Worte verstehen, wird Ihr Gebet tiefgründiger und bedeutungsvoller.
- Suchen Sie eine Gemeinschaft: Wenn möglich, beten Sie mit anderen Muslimen in einer Moschee. Das kann motivierend sein und Ihnen helfen, von Erfahreneren zu lernen.
- Haben Sie Geduld mit sich selbst: Es ist ein Lernprozess. Seien Sie nicht entmutigt durch Fehler, sondern sehen Sie sie als Teil Ihrer spirituellen Reise.
Die spirituelle Dimension des arabischen Gebets
Das Gebet ist weit mehr als eine Reihe von physischen Bewegungen und verbalen Rezitationen. Es ist eine spirituelle Reise, die den Gläubigen näher zu seinem Schöpfer bringt. Die arabischen Worte, die seit Jahrhunderten unverändert geblieben sind, tragen eine tiefe spirituelle Kraft. Sie verbinden den Betenden mit einer Tradition, die Tausende von Jahren zurückreicht, und mit Millionen von Muslimen weltweit, die dieselben Worte sprechen.
Durch das Gebet lernen wir Demut, Disziplin und Dankbarkeit. Es erinnert uns an unsere Abhängigkeit von Allah und unsere Rolle als Seine Diener. Es ist eine Zeit der Selbstreflexion, der Reue und des Bittgebets, in der wir unsere Sorgen und Freuden mit dem Allmächtigen teilen können. Die Regelmäßigkeit des Gebets strukturiert den Tag und bietet Momente der Ruhe und Besinnung inmitten des Alltagsstresses.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ich Arabisch sprechen können, um zu beten?
Nein, Sie müssen kein fließendes Arabisch sprechen können. Es ist jedoch notwendig, die spezifischen arabischen Gebetsformeln und Suren korrekt rezitieren zu können. Die Bedeutung zu verstehen, hilft jedoch ungemein bei der Konzentration.
Was mache ich, wenn ich die arabischen Texte noch nicht auswendig kann?
Anfänger können Gebetsführer oder Blätter mit den arabischen Texten und ihrer Umschrift verwenden. Es ist empfehlenswert, die Texte schrittweise auswendig zu lernen und dabei auf die korrekte Aussprache zu achten.
Kann ich das Gebet zu Hause alleine verrichten?
Ja, die täglichen Gebete können sowohl alleine zu Hause als auch in der Gemeinschaft in einer Moschee verrichtet werden. Das Gebet in der Gemeinschaft hat jedoch einen höheren Lohn.
Was ist, wenn ich die Gebetszeiten verpasse?
Wenn Sie ein Gebet unabsichtlich verpassen (z.B. verschlafen), sollten Sie es nachholen, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn es absichtlich verpasst wurde, ist dies eine schwere Sünde, und es ist Reue und aufrichtige Entschlossenheit erforderlich, dies nicht zu wiederholen.
Ist es erlaubt, Du'a (Bittgebete) in meiner eigenen Sprache zu sprechen?
Ja, außerhalb der vorgeschriebenen Gebetsformeln und Koranrezitationen, insbesondere nach dem Gebet, können Sie Du'a in jeder Sprache sprechen, die Sie wünschen. Allah versteht alle Sprachen.
Was ist die Gebetsrichtung (Qibla)?
Die Qibla ist die Richtung zur Kaaba in Mekka. Muslime richten sich in diese Richtung, wenn sie beten. Es gibt Apps und Kompasse, die Ihnen helfen können, die Qibla zu finden.
Das Erlernen des arabischen Gebets ist eine lohnende und spirituell bereichernde Reise. Es mag anfangs eine Herausforderung sein, aber mit Hingabe, Geduld und den richtigen Ressourcen werden Sie bald in der Lage sein, Ihre Gebete mit Zuversicht und Hingabe zu verrichten. Möge Allah Ihre Bemühungen segnen und Ihr Gebet annehmen.
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