Wann entstand das letzte Evangelium?

Die Kraft des Gebets: Glaube, der Berge versetzt

04/10/2022

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Die Worte Jesu in Markus 11,24 hallen durch die Jahrhunderte und bieten eine der tiefsten und ermutigendsten Zusagen in der gesamten Heiligen Schrift: „Darum sage ich euch: Alles, um was irgend ihr betet und bittet, glaubet, dass ihr es empfanget, und es wird euch werden.“ Diese scheinbar einfache Aussage birgt eine revolutionäre Wahrheit über das Gebet und den Glauben, die unser Verständnis von Gottes Wirken und unserer Rolle darin grundlegend verändern kann. Doch wie können wir diese Verheißung in unserem Alltag leben? Was bedeutet es wirklich, so zu glauben, als hätten wir das Erbetene bereits empfangen? Dieser Artikel taucht tief in die Lehren großer Theologen und Prediger ein, um das Geheimnis dieser mächtigen Verheißung zu lüften und Ihnen Wege aufzuzeigen, wie Sie ein Gebetsleben führen können, das von tiefer Zuversicht und spürbarer Erhörung geprägt ist.

Was sagt der Bibel über den Vater?
Der Vater kann nicht hassen, Die Seinen Sohn umfassen; Mit väterlichen Trieben Muss Er sie zärtlich lieben. Eh' sie noch rufend lallen, Lässt Er schon Antwort schallen; Die Hilfe wird gesendet, Eh' sie ihr Fleh'n beendet. Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubet nur, dass ihr es empfangen werdet, so wird es euch werden.
Inhaltsverzeichnis

Die ungenutzte Waffe des Gebets

Der berühmte englische Baptistenpastor Charles Haddon Spurgeon beklagte oft, dass das Gebet, obwohl es eine „mächtige Waffe“ sei, von vielen Christen „verrosten“ gelassen werde. Er verglich es mit einem Menschen, dem ein Auge verliehen wurde, das er nicht öffnen will, oder eine Hand, die er nicht erheben mag. Wie viel schwerwiegender ist es, wenn Gott uns die unvergleichliche Kraft des Gebets schenkt – eine Kraft, die nicht nur uns, sondern auch unzähligen anderen zum Segen gereichen könnte – und wir sie ungenutzt lassen?

Spurgeon betonte, dass unser Mangel an Triumph und unsere Niederlagen oft direkt auf unser Versagen im Gebet zurückzuführen sind. Er erinnerte an Kaiser Konstantin, der sich auf Münzen kniend darstellen ließ, weil er erkannte: „Das ist die Weise, in der ich triumphiert habe.“ Wahre Siege werden im Knien errungen. Wenn Seelen nicht bekehrt werden, liegt dies nicht an Gottes mangelnder Macht, sondern daran, dass wir nicht wie in Geburtsnöten für verlorene Sünder gerungen haben. Das Gebet ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit, ein vitaler Atemzug des christlichen Lebens, der uns befähigt, in der geistlichen Schlacht zu bestehen und Gottes Reich voranzubringen.

Die Kunst des zielgerichteten Gebets

Ein weiteres wesentliches Element eines wirksamen Gebets, wie Spurgeon erläuterte, ist seine Spezifität. Wie oft springen wir in unseren Gebeten von einem Gedanken zum nächsten, ohne uns auf ein bestimmtes Anliegen zu konzentrieren? Wir schwatzen vielleicht über verschiedene Dinge, aber unsere Seele richtet ihre vereinten Kräfte nicht auf einen klaren Gegenstand. Dies gleicht einem Besuch im Laden ohne genaue Vorstellung davon, was man kaufen möchte – ein Vorgehen, das selten zu einem erfolgreichen Ergebnis führt.

Damit unser Gebet inneren Wert hat, muss es sich auf etwas Bestimmtes richten, für das wir vor Gott eintreten. Ein Bogenschütze ohne Ziel wird seinen Pfeil vergeblich abschiessen. Ein Arbeiter, der nicht weiß, was er tun soll, ist ineffizient. Ebenso sollten wir uns vor dem Gebet die Frage stellen: „Was ist dein Begehr?“ Wenn wir bestimmte Anliegen und Personen vor Augen haben, wird unser Gebet nicht nur fokussierter, sondern auch erfüllender und wirksamer. Eine klare und eindeutige Bitte ist der Schlüssel zu einem tiefgreifenden Gebetserlebnis und zur Vermeidung von Müdigkeit im Gebet.

Der Glaube, der Berge versetzt: Die Grundlage der Erhörung

Die Kernbotschaft von Markus 11,24 ist der Glaube. Martin Luther, Watchman Nee und Carl Olof Rosenius beleuchten diesen Aspekt auf tiefgründige Weise. Luther hob hervor, dass Glaube nicht bloß Hoffnung auf die Zukunft ist, sondern das Anerkennen der Wirklichkeit Gottes, die sich bereits in der Vergangenheit manifestiert hat und sich in der Gegenwart fortsetzt. Wenn Jesus sagt: „glaubet, dass ihr es empfanget“, meint er damit, dass wir glauben sollen, es bereits empfangen zu haben – in Ihm.

Dieser Glaube sagt nicht: „Gott wird können“ oder „Gott möge“, sondern „Gott tut“ und „Gott hat es getan“. Der Fortschritt unseres christlichen Lebens, so Luther, basiert auf diesem Glauben an Gottes Wirklichkeit, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft umfasst. Es ist eine Gewissheit, die sich auf Gottes unwandelbaren Charakter stützt.

Voraussetzungen für erhörliches Gebet nach Luther:

  • Göttliche Verheißung und Zusage: Bevor wir bitten, müssen wir eine Zusage Gottes haben, uns daran erinnern und dann freimütig bitten. Ohne Gottes Auftrag und Zusage zur Erhörung wären all unsere Bitten fruchtlos. Wir empfangen nichts aufgrund unserer Würdigkeit, sondern allein aus Gottes Güte, die seinen gnädigen Zusagen vorausgeht.
  • Unerschütterlicher Glaube an Gottes Zusage: Wir dürfen nicht an der Zusage des wahrhaftigen und treuen Gottes zweifeln. Er hat die Erhörung zugesagt und sogar befohlen zu bitten, damit wir einen festen Glauben haben, dass wir erhört werden. Bibelstellen wie Matthäus 21,22 („Alles, was ihr bittet im Gebet, so ihr glaubet, werdet ihr’s empfangen“) und Lukas 11,9-10 („Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan“) unterstreichen dies.

Das dreifache Seil des Glaubens: Gottes Eigenschaften im Gebet

Carl Olof Rosenius erweiterte die Vorstellung des Glaubensgebets, indem er drei entscheidende Eigenschaften Gottes hervorhob, die das Fundament unseres Vertrauens bilden. Er nannte es das „dreifache Seil“, das Gott uns vom Himmel herabgelassen hat, damit wir uns daran festhalten können, selbst wenn die Wasser uns bis an die Seele gehen.

Die drei Säulen des Glaubensgebets:

  1. Gottes Barmherzigkeit: Diese ist unvergleichlich und ewig unveränderlich. Sie ist in dieser Stunde genauso warm und brennend wie in dem Moment, als die Verheißungen gegeben wurden. Gottes Liebe zu uns ist unendlich und konstant, ein sicherer Hafen in jeder Not.
  2. Gottes Allmacht: „Bei Gott ist kein Ding unmöglich“, „die rechte Hand des Höchsten kann alles ändern“ und „Er kann überschwenglich tun über alles, was wir bitten oder verstehen“. Diese göttliche Allmacht bedeutet, dass Gott nicht nur willens, sondern auch fähig ist, unsere Bitten zu erhören, selbst die größten und scheinbar unmöglichsten.
  3. Gottes Wahrhaftigkeit: Es ist unmöglich, dass Gott lügen kann, da Er Gott und nicht ein Mensch ist. Um uns noch mehr Gewissheit zu geben, hat Er Seine Verheißungen sogar mit einem Eid bekräftigt. Sein Wort ist unumstößlich und absolut vertrauenswürdig.

Diese drei Eigenschaften – Seine brennende Liebe, Seine göttliche Allmacht und Seine ewige Wahrhaftigkeit – bilden das unzerreißbare Seil, an dem wir uns festhalten können, bis wir schließlich in den Himmel gezogen werden.

Was bedeutet es wenn man in Sprachen redet?
„ Denn wer in Sprachen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand versteht es, sondern er redet Geheimnisse im Geist.“ Bedeutung: Beim Sprachengebet reden wir zu Gott. Mit dem Verstand kann es nicht verstanden werden. 11. 1. Korinther 14, 4

Beten im Namen Jesu: Der Mittler im Zentrum

Rosenius betont weiter, dass das Gebet des Glaubens immer die Person und das Verdienst unseres Mittlers, Jesus Christus, umfassen muss. Im Gebet erinnern wir Gott daran, wie sehr Er Seinen Sohn und alles liebt und schätzt, was Er für uns erworben hat. Dies bedeutet, „in Jesu Namen zu beten“, wie Jesus selbst sagte: „So ihr den Vater etwas bitten werdet in Meinem Namen, so wird Er es euch geben.“

Es ist ein Akt der Demut und des Vertrauens, nicht auf unsere eigene Würdigkeit zu schauen, sondern auf die vollkommene Würdigkeit Christi. Wenn Mose flehte und Gott an Abraham, Isaak und Israel erinnerte, wie viel mehr sollten wir Gott an Seinen eigenen Sohn, Jesus Christus, erinnern? Wir bitten nicht aufgrund unserer Gebrechen, sondern weil in Ihm unsere ganze Würdigkeit liegt. Wir sagen: „Sieh nicht auf uns, sondern auf Deinen Sohn! ... Nicht um unseretwillen, sondern um Deines Sohnes willen, an dem Du ja Dein ganzes Wohlgefallen hast, sei uns gnädig und tue, wie Du gesagt hast!“ Dies ist der Weg, auf dem unsere Gebete durch Christus zu Gott gelangen und erhört werden.

Die Ehre Gottes: Das höchste Ziel des Gebets

Der dritte und letzte Punkt von Rosenius‘ Ausführungen zum Gebet des Glaubens ist das Drängen auf die Ehre des Namens Gottes. David flehte: „Wer will Dir in der Hölle danken?“ Wenn Gott einen großen, unwürdigen Sünder errettet, wird Sein Ruhm groß werden in alle Ewigkeit. Je größere Sünde Gott vergibt, desto größer erweist sich Seine Barmherzigkeit. Je größer die Not und das Elend sind, aus denen Er uns befreit, desto größer sind Seine Güte und Seine Macht.

Unser Gebet sollte daher stets darauf abzielen, Gottes Namen zu verherrlichen. Wir berufen uns auf Seine Ehre, wenn wir Ihn beim Wort nehmen, denn „Er kann sich selbst nicht verleugnen.“ Und dies ist auch das Angenehmste, was wir Gott tun können: Ihm die Ehre zu geben, indem wir Ihm glauben. „Abraham war stark im Glauben und gab Gott die Ehre.“ Wenn wir im Glauben beten, vergrößern wir nicht nur die Chancen auf Erhörung, sondern bringen Gott auch die höchste Form der Anbetung dar.

Praktische Anwendung und göttliche Zusagen

Nachdem wir die tiefen Prinzipien des Gebets des Glaubens verstanden haben, bleibt die praktische Anwendung. Es gilt, die unzähligen gnadenreichen Worte und Verheißungen unseres himmlischen Vaters zu studieren und sie in jeder erdenklichen Not, Bedrängnis und Besorgnis im kindlichen Glauben vor den Herrn zu bringen. Wir sollen beten: „Tue, wie Du gesagt hast!“

Gott selbst hat uns ausdrücklich befohlen, in aller Not mit Bitten und Flehen zu Ihm zu kommen, und uns gleichzeitig die bestimmtesten Verheißungen der Erhörung gegeben. Er sagt: „Es soll Meine Lust sein, dass Ich ihnen Gutes tun soll.“ Und Er befiehlt: „Rufe Mich an in der Not, so will Ich dich erretten, so sollst du Mich preisen.“ Weitere mächtige Zusagen sind: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“ Und besonders bedeutsam: „Wahrlich, wahrlich, Ich sage Euch: So ihr den Vater etwas bitten werdet in Meinem Namen, so wird Er es euch geben.“ Die Einheit im Gebet wird ebenfalls hervorgehoben: „Weiter sage Ich euch: Wo zwei unter euch eins werden auf Erden, worum es ist, dass sie bitten wollen, das soll ihnen widerfahren von Meinem Vater im Himmel.“

Ein tiefes Verständnis dieser Zusagen führt zu der Erkenntnis, dass der Vater jene nicht hassen kann, die Seinen Sohn umfassen. Mit väterlichen Trieben liebt Er sie zärtlich. Oft sendet Er die Antwort, noch ehe wir unser Flehen beendet haben, die Hilfe wird gesendet, ehe die Bitte vollständig geäußert ist.

Herausforderungen und Missverständnisse beim Gebet

Der Theologe Elias Schrenk wies darauf hin, dass die große Verheißung von Markus 11,24 für manche Beter auch eine Quelle der Verwirrung sein kann. Sie beten im Glauben, wie sie meinen, und erfahren scheinbar keine Erhörung. Dies wirft die Frage auf: Fehlt es auf Gottes Seite? Schrenk betont, dass Gottes Verheißungen nicht aus ihrem schriftlichen Zusammenhang gerissen werden dürfen. Die Erhörung ist an anderen Stellen an das Eineswerden von Zweien, das Bitten nach Gottes Wille Gottes und das Bitten im Namen Jesu gekoppelt.

Es ist möglich, im Glauben um etwas zu bitten und es dennoch nicht zu erhalten, weil die Bitte nicht nach Gottes Willen ist. Glaube und die Gewissheit des Willens Gottes müssen beim erhörlichen Beten vereint sein. Zudem gibt Jakobus 4,3 einen entscheidenden Hinweis: „Ihr bittet und krieget nicht, darum, dass ihr übel bittet, nämlich dahin, dass ihr es mit euren Wollüsten verzehret.“ Gott gibt uns nicht zu jeder Zeit alles, sondern immer im Blick auf unsere Herzensstellung zu Ihm. Wenn wir nicht demütig genug für den Empfang einer Gabe sind, lässt Er uns aus Liebe warten, denn alle Gebetserhörungen sollen zu Seiner Verherrlichung dienen. „Den Demütigen gibt er Gnade.“

Bedingungen für erhörliches Gebet:

BedingungErklärung
Glaube ohne ZweifelGlauben, dass das Gesagte geschieht (Markus 11:23). Wer zweifelt, darf nichts von Gott erwarten (Jakobus 1:5-8).
Beten nach dem Wille GottesGott erhört nur Gebete, die Seinem Willen entsprechen (1. Johannes 5:14).
Reine MotiveNicht für eigennützige Wollüste beten (Jakobus 4:3).
Demut und GeduldGott gibt Gnade den Demütigen und erhört zur rechten Zeit für Seine Verherrlichung.
Beten im Namen JesuDie Bitte durch den Mittler Jesus Christus vorbringen.
Vergebung praktizierenVor dem Gebet denen vergeben, denen man etwas vorzuwerfen hat (Markus 11:25).

Gott erhört die Gebete von Jüngern mit starkem Glauben, die ihr Bestes tun, um Ihm nach Seinem Willen anzubeten. Er erhört keine Gebete von Personen, die willentlich Seine Maßstäbe missachten und reuelos Schlechtes tun (Jesaja 1:15; Micha 3:4; Johannes 9:31).

Der Feigenbaum und die Kraft des Glaubens

Die Geschichte vom verdorrten Feigenbaum (Markus 11,12-25) ist untrennbar mit Jesu Lehre über Gebet und Glauben verbunden. Jesus sah einen Feigenbaum mit Blättern, aber ohne Früchte – zu einer Zeit, in der, auch wenn es nicht die Hauptfeigenernte war, ein Baum mit Blättern doch frühe Feigen tragen sollte. Seine Reaktion, „In Zukunft soll nie wieder jemand von dir eine Frucht essen!“, war nicht nur ein Ausdruck von Hunger, sondern eine symbolische Handlung. Der Baum stand für die religiöse Heuchelei und Fruchtlosigkeit, die Jesus im Tempel vorfand, wo Form ohne Substanz herrschte.

Als die Jünger am nächsten Morgen den völlig abgestorbenen Baum sahen, nutzte Jesus dies, um die außergewöhnliche Kraft des Glaubens zu lehren: „Ihr müsst Gott ganz vertrauen! Ich versichere euch: Wenn ihr glaubt und nicht im Geringsten daran zweifelt, dass es wirklich geschieht, könnt ihr zu diesem Berg sagen: ‚Hebe dich von der Stelle und stürze dich ins Meer!‘, und es wird geschehen.“ Dies ist die direkte Überleitung zu Markus 11,24. Die Fähigkeit, einen Berg zu versetzen, ist ein Bild für die Überwindung scheinbar unmöglicher Hindernisse durch den Glauben. Aber Jesus fügte eine entscheidende Bedingung hinzu: „Aber wenn ihr ihn um etwas bitten wollt, sollt ihr vorher den Menschen vergeben, denen ihr etwas vorzuwerfen habt. Dann wird euch der Vater im Himmel eure Schuld auch vergeben.“ Die Bereitschaft zur Vergebung ist somit ein unverzichtbarer Bestandteil des wirksamen Gebets.

Was ist der Unterschied zwischen Markus und Petrus?

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet es, im Glauben zu beten?

Im Glauben zu beten bedeutet, mit einer festen Überzeugung zu beten, dass Gott Ihr Gebet hört und es gemäß Seinem Willen beantworten wird, noch bevor Sie die Antwort sehen. Es ist das Vertrauen, dass Gott treu ist und Seine Verheißungen erfüllt, basierend auf Seiner Allmacht, Barmherzigkeit und Wahrhaftigkeit. Es ist nicht bloß Hoffnung, sondern eine tiefe Gewissheit, dass das Erbetene bereits in Gottes Plan verankert ist.

Warum werden manche Gebete nicht erhört?

Gebete werden aus verschiedenen Gründen nicht erhört, die oft mit unserer Herzenshaltung und Gottes Willen zusammenhängen. Dazu gehören: Beten außerhalb des Wille Gottes (1. Johannes 5:14), Beten mit egoistischen oder eigennützigen Motiven (Jakobus 4:3), Zweifel im Herzen (Jakobus 1:5-8), mangelnde Vergebung gegenüber anderen (Markus 11:25), oder ein unbußfertiges Leben (Jesaja 1:15). Manchmal ist es auch Gottes Liebe, die uns warten lässt oder eine andere Antwort gibt, weil wir noch nicht bereit sind oder Sein Plan anders aussieht.

Muss ich immer spezifisch sein, wenn ich bete?

Ja, spezifische Gebete sind in der Regel wirksamer und zeugen von einem klareren Fokus. Während Gott natürlich auch allgemeine Anliegen versteht, hilft es uns, unsere Gedanken zu ordnen und unsere Abhängigkeit von Ihm für konkrete Bedürfnisse zu erkennen. Es ermöglicht uns auch, Gottes Antworten klarer zu erkennen, wenn sie eintreten. Wie ein Bogenschütze ein Ziel braucht, braucht unser Gebet einen bestimmten Gegenstand.

Spielt Vergebung eine Rolle beim Gebet?

Absolut. Jesus selbst betonte in Markus 11,25, dass wir anderen vergeben müssen, bevor wir beten. Unvergebenheit kann eine Barriere zwischen uns und Gott darstellen und die Erhörung unserer Gebete behindern. Sie ist ein Zeichen eines Herzens, das nicht im Einklang mit Gottes Liebe und Gnade steht. Ein vergebendes Herz ist empfänglich für Gottes Vergebung und Seine Antworten.

Kann jeder zu Gott beten?

Ja, jeder Mensch kann zu Gott beten. Doch die Bibel lehrt, dass Gott besonders die Gebete derer hört, die Ihn aufrichtig suchen, Seinen Willen tun wollen und durch Jesus Christus zu Ihm kommen. Gebete von Personen, die willentlich in Sünde leben und keine Reue zeigen, werden oft nicht erhört. Das Gebet ist eine persönliche Kommunikation mit unserem Schöpfer, die durch Glauben und eine rechte Herzenshaltung gekennzeichnet sein sollte.

Fazit

Die Lehre Jesu in Markus 11,24 ist eine immense Ermutigung und eine Herausforderung zugleich. Sie offenbart die transformative Kraft des Gebets, das von unerschütterlichem Glauben, klaren Anliegen, dem Vertrauen auf Gottes unendliche Eigenschaften und der Vermittlung Jesu Christi getragen wird. Es ist ein Aufruf, nicht nur zu bitten, sondern zu glauben, dass wir bereits empfangen haben, und dabei ein Herz der Demut und Vergebung zu pflegen.

Mögen wir die „mächtige Waffe“ des Gebets nicht länger verrosten lassen, sondern sie mit Hingabe und Zuversicht nutzen. Indem wir die Verheißungen Gottes ernst nehmen, uns auf Seinen Wille Gottes ausrichten und in Seinem Namen bitten, öffnen wir die Türen für übernatürliche Antworten und erleben die Wirklichkeit eines Gottes, der über alles hinaus tun kann, was wir bitten oder verstehen. Das Gebet ist nicht nur ein Privileg, sondern der Weg zu einem Leben, das tief mit dem himmlischen Vater verbunden ist und Seine Ehre widerspiegelt.

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