Was sagt das Lukas Evangelium über den Herrn Jesus?

Lukas: Jesus, der vollkommene Mensch und Retter

08/12/2023

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Das Lukasevangelium nimmt unter den vier Evangelien eine besondere Stellung ein. Es ist das längste von ihnen und zeichnet sich durch seine detaillierte und einfühlsame Darstellung des Herrn Jesus aus. Lukas, ein Arzt und Begleiter des Apostels Paulus, war prädestiniert, Jesus als den wahren und vollkommenen Menschen zu beschreiben, der nicht nur auf Erden wandelte, sondern auch die Fülle der göttlichen Gnade zu den Menschen brachte. Sein Bericht zielt darauf ab, dem Leser die Gewissheit des ewigen Heils in Jesus Christus zu vermitteln und das Herz mit Freude zu erfüllen, indem er die universelle Liebe Gottes und sein tiefes Mitgefühl für alle Menschen, insbesondere die Ausgestoßenen und Leidenden, hervorhebt. Dieses Evangelium ist eine Einladung, die Menschlichkeit Jesu zu erkennen und die transformative Kraft seiner Gnade zu erleben.

Was ist die wichtigste Botschaft im Evangelium nach Lukas?
Eine weitere wichtige Botschaft im Evangelium nach Lukas ist die universelle Liebe Gottes. Lukas betont, dass das Evangelium nicht nur für das jüdische Volk, sondern für alle Menschen bestimmt ist. Er berichtet von Jesu Begegnungen mit Nichtjuden und zeigt, wie Jesus sie in seine Gemeinschaft aufnimmt und ihnen Heilung und Rettung anbietet.
Inhaltsverzeichnis

Jesus Christus: Der wahre und vollkommene Mensch

Lukas legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Menschheit des Herrn Jesus, und das Evangelium untermauert dies mit zahlreichen Beweisen. Schon die ausführliche Schilderung seiner Geburt, die Erwähnung der Krippe und die kurzen Einblicke in seine Jugendzeit sind einzigartig in diesem Evangelium. Wir lesen, wie Jesus an Weisheit und an Größe zunahm und seinen Eltern untertan war (Lk 2,51-52). Diese Details unterstreichen seine vollkommene Menschwerdung und zeigen, dass er alle Phasen des menschlichen Lebens durchlief, ohne dabei seine Göttlichkeit zu verlieren. Er war nicht nur Gott, sondern auch wahrhaftiger Mensch.

Ein weiterer Aspekt seiner Menschlichkeit, der in Lukas besonders hervortritt, ist seine Abhängigkeit von Gott im Dienst. Lukas berichtet von Gebeten Jesu, die wir in anderen Evangelien nicht finden. Dieses intensive Gebetsleben macht deutlich, dass der Herr das tat, was ein Mensch tun sollte: sich völlig nach dem Willen Gottes ausrichten und Ihn in allem ehren. Er war ein Mann des Gebets, der in jeder Situation die Gemeinschaft mit seinem Vater suchte.

Auch die tiefen inneren Gefühle und die Not Jesu angesichts der bevorstehenden Kreuzigung und der sühnenden Leiden werden bei Lukas am ausführlichsten beschrieben. Im Garten Gethsemane lesen wir, wie er so sehr litt, dass ein Engel kam, um ihn zu stärken, und sein Schweiß wie große Blutstropfen wurde (Lk 22,44). Dies zeigt uns, wie sehr Jesus als Mensch den Tod und das Sterben als schreckliche Sache empfand. Er war in Wahrheit der Mann der Schmerzen und Leiden, wie es Jesaja 53,3 voraussagte. Selbst nach seiner Auferstehung kümmert er sich um die Sorgen und Nöte seiner Jünger, erscheint ihnen mehrfach, um sie zu trösten und zu ermahnen, und seine Himmelfahrt führt nicht zur Trauer, sondern zu ihrer großen Freude.

Diese Einblicke in die herrliche Person des Herrn Jesus sind für uns Menschen schwer zu fassen, da er zugleich Gott ist. Wie kann der Ewige an Weisheit zunehmen? Diese Aussage des Evangelisten, und damit Gottes selbst, kann sich nur auf die menschlichen Fähigkeiten des Herrn Jesus beziehen. Sie macht uns aber umso deutlicher, wie sehr der Herr Jesus wirklich Mensch gewesen ist – und es in alle Ewigkeit bleiben wird.

Jesus Christus: Voller Gnade und zur Freude führend

Das Lukasevangelium ist ein Evangelium der Gnade und Barmherzigkeit. Begriffe wie Gnade, barmherzig und Barmherzigkeit kommen hier über 28 Mal vor, was die zentrale Botschaft der bedingungslosen Liebe Gottes unterstreicht. Schon Maria wird vom Engel Gabriel als „Begnadigte“ bezeichnet (Lk 1,28). Die Freude des greisen Simeon und der betagten Anna, als sie die Gnade erhalten, den Herrn Jesus zu sehen, ist ein weiteres Zeugnis dieser Botschaft. Die Bekehrung des verlorenen Sohnes (Lk 15), des Zöllners (Lk 18) und von Zachäus (Lk 19) sind eindrückliche Beweise der Gnade und Barmherzigkeit, die durch das Kommen des Herrn erschienen sind. Jesus kam, um Sünder zu suchen und zu retten, und seine Türen standen allen offen, die Buße taten.

Lukas führt den Leser auch immer wieder zur Freude. Obwohl das Evangelium mit Zacharias beginnt, der stumm und unfähig wird, Gott zu loben, sind schon Elisabeth und Maria voller Freude und Lob. Diese Freude setzt sich mit den Engeln und Hirten fort, die die Geburt des Herrn bestaunen. Immer wieder lesen wir von der Freude, die Menschen erfasst, die mit dem Herrn Jesus in Kontakt kommen. Der Höhepunkt dieser Freude findet sich am Ende des Evangeliums: Obwohl die Jünger des Herrn hätten traurig sein müssen, dass er nicht mehr bei ihnen war, kehrten sie mit großer Freude nach Jerusalem zurück, lobten und priesen Gott im Tempel (Lk 24,52-53). So veränderte die Güte Gottes durch das Werk Jesu die Menschen damals und führt uns auch heute noch zu echter Freude.

Autor und Gliederung des Lukasevangeliums

Lukas war, wie Markus, keiner der zwölf Apostel, sondern ein Wegbegleiter des Paulus. Er war Arzt (Kol 4,14) und wahrscheinlich der einzige biblische Schreiber, der kein Jude war. Sein Beruf prädestinierte ihn dazu, den Herrn Jesus als Menschen zu beschreiben, da er als Arzt täglich mit den körperlichen Nöten der Menschen zu tun hatte und ein tiefes Einfühlungsvermögen besaß. Lukas blieb bis zum Schluss bei Paulus, vermutlich bis zu dessen Märtyrertod. Die traditionelle Zuordnung des Evangeliums zu Lukas ist seit den Anfängen der Kirche unbestritten.

In Verbindung mit der Beschreibung des Lebens unseres Herrn in Philipper 2 lässt sich das Lukasevangelium in vier große Abschnitte gliedern, die Jesu Weg von der Erniedrigung zur Erhöhung nachzeichnen:

  • Lukas 1–2: Christus Jesus, der, da Er in Gestalt Gottes war, es nicht für einen Raub achtete, Gott gleich zu sein, sondern sich selbst zu nichts machte und Knechtsgestalt annahm, indem Er in Gleichheit der Menschen geworden ist. Dieser Abschnitt behandelt die Vorgeschichte und Geburt Jesu, seine Menschwerdung in vollkommener Abhängigkeit von Gott.
  • Lukas 3–19,28: Christus Jesus, der, in seiner Gestalt wie ein Mensch erfunden, sich selbst erniedrigte. Hier werden Jesu Wirken in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem beschrieben, seine Predigten, Wunder und sein Dienst an den Menschen.
  • Lukas 19,29–23,49: Christus Jesus, der gehorsam wurde bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Dieser Teil konzentriert sich auf Jesu Wirken in Jerusalem, seine Passion, Verurteilung und seinen Kreuzestod.
  • Lukas 23,50–24,53: Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen gegeben, der über jeden Namen ist. Das letzte Kapitel behandelt die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu, die seine Erhöhung und Verherrlichung darstellen.

Der „Sohn des Menschen“: Ein zentraler Titel bei Lukas

Da Lukas den Herrn Jesus besonders in seinem Wesen als Mensch beschreibt, ist es nicht verwunderlich, dass er häufig den Titel „Sohn des Menschen“ verwendet. Ein Kernvers des Evangeliums lautet: „Denn der Sohn des Menschen ist gekommen zu suchen und zu erretten, was verloren ist“ (Lk 19,10). Auffallend ist, dass nur der Herr selbst diesen Titel für sich verwendet. Dieser Ausdruck weist zunächst auf Psalm 8 und Daniel 7 hin, auf den großen Herrscher und Messias, der Macht und Herrschaft besitzt. Er unterscheidet Jesus auch von Adam: Während Adam als erwachsener Mann geschaffen wurde, wurde der Herr Jesus in diese Welt hineingeboren, ist vollkommen Mensch und zugleich vollkommener Mensch.

Was sagt das Lukas Evangelium über den Herrn Jesus?
„Und Jesus nahm zu an Weisheit und an Größe und an Gunst bei Gott und Menschen” (Lk 2,52). „Und alle gaben Zeugnis und verwunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund hervorgingen“ (Lk 4,22). Das Lukasevangelium stellt uns den Herrn Jesus als den wahren und vollkommenen Menschen vor.

Der Titel „Sohn des Menschen“ drückt aus, dass der Sohn Gottes Mensch wurde, um uns zu erretten, weil wir verloren waren. Durch diese Bezeichnung besteht der Herr selbst – und damit Gott – darauf, dass Er wirklicher und vollständig Mensch ist. Wir finden den „Sohn des Menschen“ sowohl in Verbindung mit seinen Leiden als auch mit seiner Verherrlichung nach seinem Tod. Jesus machte seinen Jüngern immer wieder deutlich, dass der „Sohn des Menschen“ leiden, verworfen werden und sterben müsse. Zugleich verbindet der Herr Jesus diesen Ausdruck direkt mit dem Werk der Erlösung. Er besteht aber auch darauf, dass der Auferstandene, der verherrlichte Herr Jesus Christus, Mensch ist und bleibt. Daher werden die Menschen den Sohn des Menschen sehen, wie Er in der Zukunft zusammen mit den Gläubigen wieder auf diese Erde kommen wird (Apg 1,11).

Gleichnisse und Begebenheiten, die nur Lukas berichtet

Lukas enthält eine Fülle von einzigartigen Erzählungen, die oft zu den bekanntesten Geschichten der Bibel gehören und die besondere Botschaft des Evangeliums unterstreichen:

  • Ankündigung der Geburt an Maria: Nur Lukas berichtet von den Ankündigungen der Geburten Johannes des Täufers an Zacharias und des Herrn Jesus an Maria. Auch die Ereignisse rund um diese Ankündigungen, wie Marias Besuch bei Elisabeth und die Umstände der Geburt, finden sich ausschließlich bei Lukas. Dies passt hervorragend zur Darstellung des „Menschen Jesus“, da er die menschlichen Aspekte der Empfängnis und Geburt hervorhebt.
  • Die Jugend Jesu: Während die Bibel kaum Aussagen über die Kindheit Jesu enthält, berichtet Lukas von einer Begebenheit in seiner Jugend (Lk 2,41-52), als er zwölfjährig im Tempel verweilte. Dies unterstreicht Jesu vollständige Menschlichkeit, die eine Kindheit einschloss.
  • Die Aussendung der 70 Jünger: Neben der Aussendung der zwölf Jünger, die auch Matthäus und Markus berichten, schreibt nur Lukas von der Aussendung der 70 Jünger (Lk 10,1-24). Dies betont den unbeschränkten Auftrag des Evangeliums, der nicht nur für die Juden, sondern für die ganze Welt bestimmt ist.
  • Der barmherzige Samariter: Dieses sehr bekannte Gleichnis (Lk 10,25-37) findet sich nur bei Lukas. Es veranschaulicht die Liebe und Fürsorge des Samariters für den unter die Räuber gefallenen Menschen und spiegelt die Liebe und Fürsorge des Herrn Jesus wider, der uns aus der Hand Satans befreit, heilt und mit dem Schutz des Heiligen Geistes versieht.
  • Das Gleichnis vom großen Abendmahl: Dieses Gleichnis (Lk 14,16-24) zeigt, wie sich die göttliche Gnade an unwürdigen Menschen erweist, als Israel die Einladung ablehnte und die Einladung stattdessen an die Ausgestoßenen erging – ein Symbol für die universelle Einladung zum Heil.
  • Der reiche Mann und der arme Lazarus: Dieses Gleichnis (Lk 16,19-31) schließt an das ebenfalls nur von Lukas aufgeschriebene Gleichnis über den ungerechten Verwalter an. Es belehrt uns, nicht auf irdischen Besitz zu vertrauen und die Gegenwart im Hinblick auf die Zukunft und die Ewigkeit zu leben.
  • Die Heilung der zehn Aussätzigen: Der Herr Jesus heilt zehn aussätzige Menschen (Lk 17,11-19). Nur einer kehrt zu Jesus zurück, um ihm zu danken und sich vor ihm niederzuwerfen, was die Bedeutung des Glaubens und der Dankbarkeit hervorhebt.
  • Der Pharisäer und der Zöllner: Dieses Gleichnis (Lk 18,9-14) stellt zwei gegensätzliche Gebete dar und zeigt, dass Buße, Selbstgericht und Selbstverleugnung notwendig sind, um von Gott angenommen zu werden.
  • Die Bekehrung von Zachäus: Auch diese Begebenheit (Lk 19,1-10) zeigt, welcher Art diejenigen sind, die dem Herrn Jesus nachfolgen: Sünder, die der Herr Jesus ausgewählt hat und für die er gestorben ist. Es ist eine Geschichte von Suche und Fund, sowohl vonseiten Jesu als auch von Zachäus.

Die 14 Gebete Jesu im Lukasevangelium: Ein tiefes Zeugnis

Das Lukasevangelium ist das Evangelium des Gebets, da es uns mehr Gebete Jesu überliefert als jedes andere Evangelium. Diese Gebete geben uns tiefe Einblicke in seine Abhängigkeit vom Vater und seine innige Beziehung zu ihm.

  1. Lukas 3,21 (bei der Taufe): Jesus betet bei seiner Taufe, bevor er seinen öffentlichen Dienst beginnt. Dies zeigt seine demütige Abhängigkeit von Gott von Anfang an.
  2. Lukas 5,16 (nach Wundern): Nach einer Zeit intensiver Wunderwirkungen zieht sich Jesus in die Wüste zurück, um zu beten. Dies unterstreicht die Notwendigkeit der Stille und Gemeinschaft mit Gott, selbst inmitten großer Erfolge.
  3. Lukas 6,12 (vor der Jüngerwahl): Jesus verbringt eine ganze Nacht im Gebet, bevor er die zwölf Jünger auswählt. Dies zeigt die immense Bedeutung dieser Entscheidung und seine tiefe Fürsorge für jeden Einzelnen.
  4. Lukas 9,16 (vor der Speisung der 5000): Jesus dankt Gott für die fünf Brote und zwei Fische, bevor er die Menge speist. Er, der Schöpfer, dankt für die Speise, die er selbst geschaffen hat.
  5. Lukas 9,18 (allein mit den Jüngern): Jesus betet allein, während seine Jünger bei ihm sind. Dies ist ein Vorbild für persönliches Gebet, auch in der Gegenwart anderer.
  6. Lukas 9,28 (vor der Verklärung): Jesus geht auf den Berg, um zu beten, und dort wird er verklärt. Das Gebet ist der Ort, wo die Herrlichkeit Gottes offenbart wird.
  7. Lukas 10,21 (Jubel im Geist): Jesus frohlockt im Geist und preist den Vater, dass er seine Wahrheiten den Unmündigen offenbart hat. Ein erhabenes Gebet der Freude und Anerkennung der göttlichen Weisheit.
  8. Lukas 11,1 (Lehre über das Gebet): Ein Jünger bittet Jesus, sie beten zu lehren, nachdem sie ihn beim Beten beobachtet haben. Dies zeigt, wie Jesu Gebetsleben andere inspirierte.
  9. Lukas 22,17-19 (beim Abendmahl): Jesus dankt für Brot und Kelch bei der Einsetzung des Gedächtnismahls. Ein schlichtes Danken für Symbole seines bevorstehenden Sterbens.
  10. Lukas 22,32 (für Petrus): Jesus betet für Petrus, damit dessen Glaube nicht aufhöre, obwohl Satan begehrt, ihn zu sichten. Ein Gebet des Hohenpriesters und Sachwalters für seine Jünger.
  11. Lukas 22,41-42 (in Gethsemane): Jesus betet im Garten Gethsemane, dass der Kelch an ihm vorübergehen möge, aber mit der Unterwerfung unter den Willen des Vaters. Ein einzigartiges Gebet der tiefsten Not und Hingabe.
  12. Lukas 23,34 (am Kreuz, erstes Wort): Jesus betet für seine Peiniger: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ Ein Gebet der Barmherzigkeit und Vergebung.
  13. Lukas 23,46 (am Kreuz, letztes Wort): Jesus spricht: „Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist!“ Ein letztes Wort des unerschütterlichen Vertrauens in den Vater.
  14. Lukas 24,30 (in Emmaus): Jesus segnet das Brot beim Mahl mit den Emmaus-Jüngern, die ihn an dieser Handlung erkennen. Seine Dankbarkeit und Gebetsgewohnheit waren so tief, dass sie ihn identifizierten.

Diese Gebete sind ein Spiegelbild der tiefen Beziehung Jesu zu seinem himmlischen Vater und seiner vollkommenen Abhängigkeit und Hingabe als Mensch. Sie laden uns ein, unser eigenes Gebetsleben zu vertiefen und dem Vorbild des Herrn zu folgen.

Was ist die wichtigste Botschaft im Evangelium nach Lukas?

Die wichtigste Botschaft im Evangelium nach Lukas ist die universelle Liebe Gottes und seine bedingungslose Gnade, die allen Menschen, unabhängig von ihrem sozialen Status oder ihrer Herkunft, angeboten wird. Lukas betont besonders die Barmherzigkeit und Fürsorge Jesu für die Armen, die Ausgestoßenen, die Kranken und die Sünder. Er zeigt Jesus als den Retter, der gekommen ist, um das Verlorene zu suchen und zu retten, und der jedem die Möglichkeit zur Umkehr und zum Empfang des Heils bietet. Die zentrale Aussage ist, dass das Evangelium nicht nur für das jüdische Volk, sondern für alle Menschen bestimmt ist.

Darüber hinaus legt Lukas großen Wert auf die Bedeutung des Gebets und die Rolle des Heiligen Geistes im Leben der Gläubigen. Er zeigt, wie Jesus selbst ein Leben des ständigen Gebets führte und wie der Heilige Geist die Jünger befähigte, seine Botschaft in die Welt zu tragen. Die Betonung der Frauen und ihrer wichtigen Rolle im Leben Jesu ist ein weiterer bemerkenswerter Aspekt, der Lukas von den anderen Evangelien abhebt.

Insgesamt ist das Lukasevangelium eine inspirierende Darstellung von Jesu Menschlichkeit, seinem Mitgefühl für die Schwachen und der Bedeutung von Nächstenliebe, Glauben und der universellen Liebe Gottes. Es ermutigt die Leser, dem Beispiel Jesu zu folgen und die Botschaft des Evangeliums in die Welt zu tragen.

Häufig gestellte Fragen zum Lukasevangelium

Wer ist der Schreiber dieses Evangeliums? Warum hat Gott gerade ihn ausgewählt?
Der Schreiber ist Lukas, ein Arzt und Begleiter des Apostels Paulus. Gott wählte ihn aus, wahrscheinlich weil er als Arzt ein tiefes Verständnis für die menschliche Natur und Leiden hatte, was es ihm ermöglichte, die Menschlichkeit Jesu besonders einfühlsam darzustellen.
Unter welchem Blickwinkel wird der Herr Jesus in diesem Evangelium gezeigt? Suche Beispiele dafür!
Der Herr Jesus wird hauptsächlich als der vollkommene Mensch und der Retter voller Gnade gezeigt. Beispiele sind seine Geburt in der Krippe, seine Kindheit, seine Abhängigkeit von Gott im Gebet, sein Leiden in Gethsemane und seine Barmherzigkeit gegenüber Sündern wie Zachäus oder dem verlorenen Sohn.
In jedem Evangelium wird der Herr Jesus nicht nur unter einem einzigen Blickwinkel betrachtet. Wo kann man Ihn im Lukasevangelium als Sohn Gottes, als König, als Diener, als Prophet sehen?
Als Sohn Gottes wird er bei seiner Taufe und Verklärung offenbart. Als König, wenn er in Jerusalem einzieht. Als Diener, durch seine Heilungen und seinen Dienst an den Armen. Als Prophet, durch seine Endzeitreden und Voraussagen über sein Leiden.
Welche „Struktur“ hat dieses Evangelium? Warum muss das so sein?
Das Evangelium hat eine chronologische und theologische Struktur, die Jesu Weg von der Geburt über sein Wirken in Galiläa, seinen Weg nach Jerusalem, seine Passion und Auferstehung bis zur Himmelfahrt nachzeichnet. Diese Struktur spiegelt seinen Weg der Erniedrigung und Erhöhung wider, wie in Philipper 2 beschrieben.
Der „Opfertod“ des Herrn Jesus und die Opfer in 3. Mose 1-5 haben manche Ähnlichkeiten. Welche treten besonders hervor?
Beide beinhalten die Hingabe eines unschuldigen Lebens zur Sühnung von Sünden. Jesu Opfertod ist das vollkommene und einmalige Opfer, das alle alttestamentlichen Opfer erfüllt und übertrifft.
Die Evangelien im Neuen Testament haben zu jeweils einzelnen anderen Büchern/Briefen im Neuen Testament eine mehr oder weniger direkte Verbindung. Welche Bücher haben einen besonderen Bezug zu dem Lukasevangelium?
Die Apostelgeschichte, ebenfalls von Lukas verfasst, ist die direkte Fortsetzung des Lukasevangeliums und beschreibt die Ausbreitung des Evangeliums nach Jesu Himmelfahrt.
In jedem Evangelium werden auch die Jünger des Herrn unter einem speziellen Blickwinkel gesehen. Unter welchem im Lukasevangelium?
Die Jünger werden oft als lernbedürftig und fehlbar dargestellt, die aber durch Jesu Lehre und den Heiligen Geist zu Zeugen seines Wirkens und seiner Auferstehung befähigt werden. Lukas betont ihre Entwicklung und die Freude, die sie nach Jesu Himmelfahrt empfinden.
Warum finden wir gerade im Lukasevangelium so viele Gebete des Herrn?
Lukas, der Arzt, legt großen Wert auf die Menschlichkeit Jesu. Das Gebet ist ein Ausdruck menschlicher Abhängigkeit von Gott und zeigt, wie Jesus als vollkommener Mensch in ständiger Gemeinschaft mit seinem Vater lebte und ihm in allem vertraute.
Es gibt im Lukasevangelium eine Reihe an Gleichnissen und Berichten, die kein anderes Evangelium enthält. Warum passen sie gerade in dieses Evangelium hinein?
Diese einzigartigen Erzählungen, wie der barmherzige Samariter, der verlorene Sohn oder die Heilung der zehn Aussätzigen, unterstreichen die zentralen Themen des Lukasevangeliums: Gottes universelle Gnade, seine Barmherzigkeit für Sünder und Ausgestoßene, die Bedeutung von Reue und die Freude am Heil.

Es gibt nicht Schöneres, als sich mit dem Herrn Jesus zu beschäftigen. Und es ist eine schöne Aufgabe für uns alle, Ihn im Lukasevangelium zu betrachten – um Ihn dann zu preisen und anzubeten. Dabei eine kleine Hilfe zu geben, war Ziel dieses Artikels.

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