Was sagt der Bibel über den Glauben?

Jesu Botschaften an die Jünger: Lukas 17 erklärt

14/08/2022

Rating: 4.97 (14921 votes)

Die Worte Jesu an seine Jünger sind seit Jahrtausenden eine Quelle der Inspiration, Orientierung und tiefgreifenden Weisheit. Sie sind nicht nur historische Aufzeichnungen, sondern lebendige Botschaften, die auch heute noch Relevanz für unser persönliches Leben, unsere Beziehungen und unseren Glauben haben. Insbesondere die Überlieferungen aus dem Lukas-Evangelium, Kapitel 17, bieten einen reichen Schatz an Lehren, die uns herausfordern, unser Verständnis von Glaube, Vergebung, Demut und der Erwartung des Göttlichen zu vertiefen. Diese Passagen laden uns ein, über die praktischen Implikationen eines Lebens nachzudenken, das sich an den Prinzipien Christi orientiert, und bereiten uns auf die kommenden Dinge vor.

Was sagte Jesus zu den Jüngern?

Lukas 17 ist ein Kompendium wichtiger Anweisungen, die Jesus seinen engsten Nachfolgern gab. Es behandelt Themen, die von der persönlichen Ethik im Umgang mit Sünden und Vergebung bis hin zu großen eschatologischen Visionen über das Kommen des Reiches Gottes und des Menschensohnes reichen. Jede dieser Lehren ist eine Facette des göttlichen Planes und der menschlichen Verantwortung in diesem Plan. Lassen Sie uns diese tiefgründigen Botschaften im Detail erkunden.

Inhaltsverzeichnis

Die Macht der Vergebung und die Gefahr der Verführung

Jesus beginnt seine Ausführungen mit einer ernsten Warnung: „Es ist unvermeidlich, dass Verführungen kommen. Aber wehe dem, der sie verschuldet. Es wäre besser für ihn, man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen, als dass er einen von diesen Kleinen zum Bösen verführt.“ (Lk 17,1-2) Diese Worte unterstreichen die immense Verantwortung, die jeder Mensch, insbesondere aber jeder Gläubige, trägt, um nicht zum Stolperstein für andere zu werden. Die „Kleinen“ können hier Kinder im wörtlichen Sinne meinen, aber auch jene, die im Glauben schwach oder neu sind. Die drastische Metapher des Mühlsteins zeigt, wie schwerwiegend die Sünde der Verführung in den Augen Gottes ist.

Unmittelbar darauf folgt eine Lehre, die das Herzstück christlicher Ethik bildet: die Vergebung. „Seht euch vor! Wenn dein Bruder sündigt, weise ihn zurecht; und wenn er sich ändert, vergib ihm. Und wenn er sich siebenmal am Tag gegen dich versündigt und siebenmal wieder zu dir kommt und sagt: Ich will mich ändern!, so sollst du ihm vergeben.“ (Lk 17,3-4) Diese Aufforderung geht weit über menschliche Maßstäbe hinaus. „Siebenmal am Tag“ ist keine wörtliche Zahl, sondern symbolisiert eine unbegrenzte, unermüdliche Bereitschaft zur Vergebung. Es geht darum, eine Haltung der Barmherzigkeit zu entwickeln, die nicht aufhört, solange Reue vorhanden ist. Dies ist eine Herausforderung, die unsere menschliche Natur oft überfordert, aber sie ist essenziell für Heilung in Beziehungen und für unseren eigenen Frieden.

Der Glaube, der Berge versetzt – oder Maulbeerbäume ins Meer

Die Jünger, vielleicht überwältigt von der radikalen Forderung nach grenzenloser Vergebung, bitten den Herrn: „Stärke unseren Glauben!“ (Lk 17,5) Jesu Antwort ist daraufhin ebenso erstaunlich wie ermutigend: „Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, würdet ihr zu dem Maulbeerbaum hier sagen: Heb dich samt deinen Wurzeln aus dem Boden und verpflanz dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen.“ (Lk 17,6) Hier geht es nicht um die Quantität des Glaubens, sondern um seine Qualität und Authentizität. Ein Senfkorn ist winzig, aber es enthält die volle Kraft für enormes Wachstum. Ebenso ist ein kleiner, aber echter und reiner Glaube imstande, scheinbar Unmögliches zu bewirken. Der Maulbeerbaum mit seinen tiefen Wurzeln ist ein Symbol für unüberwindbare Hindernisse. Jesus lehrt, dass wahrer Glaube, selbst wenn er klein erscheint, die Macht hat, solche Hindernisse zu überwinden und Dinge zu tun, die über das menschliche Vorstellungsvermögen hinausgehen. Es ist ein Glaube, der auf Gottes Macht vertraut, nicht auf die eigene.

Was sagte Jesus zu den Jüngern?
Man kann auch nicht sagen: Seht, hier ist es!, oder: Dort ist es! Denn: Das Reich Gottes ist (schon) mitten unter euch. Er sagte zu den Jüngern: Es wird eine Zeit kommen, in der ihr euch danach sehnt, auch nur einen von den Tagen des Menschensohnes zu erleben; aber ihr werdet ihn nicht erleben.

Demut im Dienst: Das Gleichnis vom unnützen Knecht

Um die richtige Haltung im Dienst für Gott zu verdeutlichen, erzählt Jesus ein Gleichnis: „Wenn einer von euch einen Sklaven hat, der pflügt oder das Vieh hütet, wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Nimm gleich Platz zum Essen? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich und bediene mich; wenn ich gegessen und getrunken habe, kannst auch du essen und trinken. Bedankt er sich etwa bei dem Sklaven, weil er getan hat, was ihm befohlen wurde? So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.“ (Lk 17,7-10)

Dieses Gleichnis mag auf den ersten Blick hart erscheinen, doch es vermittelt eine entscheidende theologische Wahrheit über Demut und Dienst. Es geht nicht darum, dass Gott uns als wertlos ansieht, sondern darum, unsere eigene Perspektive auf unseren Dienst zu korrigieren. Wir sind nicht dazu berufen, uns für unsere Taten vor Gott zu rühmen oder besondere Anerkennung zu erwarten. Unser Dienst ist eine Pflicht und ein Privileg, eine Antwort auf die Gnade, die wir bereits empfangen haben. Wenn wir alles getan haben, was uns aufgetragen wurde, haben wir lediglich unsere Aufgabe erfüllt. Diese Haltung bewahrt uns vor Stolz und Selbstgerechtigkeit und fördert eine tiefe Abhängigkeit von Gott.

Dankbarkeit als Schlüssel zur Rettung: Die Heilung der zehn Aussätzigen

Auf seinem Weg nach Jerusalem begegnet Jesus zehn Aussätzigen, die um Erbarmen rufen. Jesus heilt sie alle mit der Anweisung, sich den Priestern zu zeigen – ein Zeichen ihrer Reinheit nach dem Gesetz. Doch nur einer von ihnen, ein Samariter, kehrt um, um Gott mit lauter Stimme zu loben und Jesus zu danken. „Da sagte Jesus: Es sind doch alle zehn rein geworden. Wo sind die übrigen neun? Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden? Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh! Dein Glaube hat dir geholfen.“ (Lk 17,11-19)

Diese Geschichte ist ein kraftvolles Plädoyer für Dankbarkeit. Alle zehn wurden körperlich geheilt, aber nur der Samariter erfuhr eine tiefere, umfassendere Rettung, die Jesus mit seinem Glauben in Verbindung bringt. Seine physische Heilung war vollständig, aber seine Rückkehr und sein Dank zeigten eine geistliche Transformation, die die anderen neun, die einfach weitergingen, offensichtlich nicht erlebten. Dies lehrt uns, dass es nicht nur darum geht, Gottes Wohltaten zu empfangen, sondern auch, sie anzuerkennen und ihm die Ehre zu geben. Dankbarkeit ist eine wesentliche Haltung des Herzens, die unsere Beziehung zu Gott vertieft und uns ganzheitlich rettet.

Das Reich Gottes: Mitten unter uns und doch noch kommend

Die Pharisäer fragen Jesus, wann das Reich Gottes komme. Jesu Antwort offenbart eine zentrale Wahrheit über die Natur von Gottes Herrschaft: „Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es an äußeren Zeichen erkennen könnte. Man kann auch nicht sagen: Seht, hier ist es!, oder: Dort ist es! Denn: Das Reich Gottes ist (schon) mitten unter euch.“ (Lk 17,20-21)

Diese Aussage ist von immenser Bedeutung. Jesus lehrt, dass das Reich Gottes keine politische oder geografische Entität ist, die man beobachten oder lokalisieren könnte. Es ist keine äußere Erscheinung, die auf spektakuläre Weise kommt. Vielmehr ist es eine geistliche Realität, die in der Person Jesu selbst präsent ist und sich in den Herzen derer manifestiert, die an ihn glauben. „Mitten unter euch“ kann sowohl bedeuten, dass das Reich in der Person Jesu und seiner Botschaft präsent ist, als auch, dass es in der Gemeinschaft der Gläubigen, die nach seinen Prinzipien leben, bereits wirksam ist. Es ist eine Herrschaft, die sich in Vergebung, Gerechtigkeit, Liebe und Frieden ausdrückt und die bereits im Hier und Jetzt erfahrbar ist, auch wenn ihre volle Offenbarung noch aussteht.

Die Wiederkunft des Menschensohnes: Eine Aufforderung zur Wachsamkeit

Die längste Passage in Lukas 17 widmet sich der Wiederkunft des Menschensohnes und den Zeichen der Endzeit. Jesus warnt seine Jünger vor falschen Erwartungen: „Es wird eine Zeit kommen, in der ihr euch danach sehnt, auch nur einen von den Tagen des Menschensohnes zu erleben; aber ihr werdet ihn nicht erleben. Und wenn man zu euch sagt: Dort ist er! Hier ist er!, so geht nicht hin und lauft nicht hinterher! Denn wie der Blitz von einem Ende des Himmels bis zum andern leuchtet, so wird der Menschensohn an seinem Tag erscheinen. Vorher aber muss er vieles erleiden und von dieser Generation verworfen werden.“ (Lk 17,22-25)

Jesus betont die Plötzlichkeit und Unvorhersehbarkeit seiner Wiederkunft. Sie wird nicht durch menschliche Zeichen oder Spekulationen angekündigt, sondern wird so offensichtlich und umfassend sein wie ein Blitz am Himmel. Doch bevor diese Herrlichkeit eintritt, muss der Menschensohn leiden und verworfen werden – ein Hinweis auf seinen Kreuzestod. Die Parallelen zu den Tagen Noahs und Lots sind eindringlich: „Und wie es zur Zeit des Noach war, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein. Die Menschen aßen und tranken und heirateten bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging; dann kam die Flut und vernichtete alle. Und es wird ebenso sein, wie es zur Zeit des Lot war: Sie aßen und tranken, kauften und verkauften, pflanzten und bauten. Aber an dem Tag, als Lot Sodom verließ, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und alle kamen um. Ebenso wird es an dem Tag sein, an dem sich der Menschensohn offenbart.“ (Lk 17,26-30)

Diese Vergleiche zeigen, dass die Menschen bis zum letzten Moment ihren gewöhnlichen Tätigkeiten nachgehen werden, unwissend über das bevorstehende Gericht oder die Offenbarung. Dies ist eine Mahnung zur ständigen Wachsamkeit und zur richtigen Prioritätensetzung. „Wer dann auf dem Dach ist und seine Sachen im Haus hat, soll nicht hinabsteigen, um sie zu holen, und wer auf dem Feld ist, soll nicht zurückkehren. Denkt an die Frau des Lot! Wer sein Leben zu bewahren sucht, wird es verlieren; wer es dagegen verliert, wird es gewinnen.“ (Lk 17,31-33) Hier wird die Dringlichkeit unterstrichen, sich nicht an materielle Dinge zu klammern und bereit zu sein, alles für das ewige Leben aufzugeben. Der Hinweis auf Lots Frau ist eine Warnung, nicht zurückzublicken oder an vergangenen Sünden oder weltlichen Bindungen festzuhalten. Die Paradoxie des Lebensverlustes für den Gewinn des Lebens ist eine zentrale Botschaft Jesu: Wer sein irdisches Leben um des Reiches Gottes willen aufgibt, wird das ewige Leben finden.

Die Passage endet mit der bildlichen Darstellung einer Trennung: „Ich sage euch: Von zwei Männern, die in jener Nacht auf einem Bett liegen, wird der eine mitgenommen und der andere zurückgelassen. Von zwei Frauen, die mit derselben Mühle Getreide mahlen, wird die eine mitgenommen und die andere zurückgelassen.“ (Lk 17,34-35) Dies deutet auf eine endgültige Scheidung zwischen denen hin, die bereit sind, und denen, die es nicht sind. Die Frage der Jünger „Wo, Herr?“ wird mit dem Sprichwort beantwortet: „Wo das Aas liegt, da sammeln sich die Geier.“ (Lk 17,37). Dies ist eine bildliche Antwort, die darauf hindeutet, dass das Gericht dort stattfinden wird, wo geistliche Verderbnis und Unmoral herrschen – es ist kein spezifischer Ort, sondern eine universelle Realität.

Was behandelt der fünfte Teil des Evangeliums?
Hier ist Jesus unterwegs von Galiläa nach Jerusalem. Der fünfte Teil behandelt das Wirken Jesu in Jerusalem (19,28-21,38), seine Worte und Taten vor Beginn der Passionsgeschich-te. Dann befinden wir uns am Höhepunkt des Evangeliums: Jesu Tod, seine siegreiche Auferstehung und seine glorreiche Him-melfahrt (22,1-24,53)

Vergleichende Übersicht der Lehren Jesu in Lukas 17

LehreKernbotschaftPraktische Anwendung
VerführungWarnung vor dem Verursachen von Stolpersteinen für andereVerantwortungsbewusstes Handeln, Schutz der Schwachen im Glauben
VergebungUnbegrenzte Bereitschaft zur Vergebung bei ReueKonflikte lösen, Beziehungen heilen, Barmherzigkeit üben
GlaubeKraft durch Vertrauen in Gott, selbst bei geringer GrößeUnmögliches durch Gebet und Vertrauen angehen, Hindernisse überwinden
Demut im DienstErfüllung der Pflicht ohne Anspruch auf AnerkennungDienen aus Liebe, nicht aus Eigennutz oder für Belohnung
DankbarkeitAnerkennung göttlicher Gnade und HeilungBewusstsein für Segen, Lobpreis, geistliche Rettung erfahren
Reich GottesGottes Herrschaft ist geistlich präsent und erfahrbarLeben nach göttlichen Prinzipien im Hier und Jetzt, innere Transformation
Wiederkunft des MenschensohnesPlötzliche, unvorhersehbare Offenbarung und GerichtWachsamkeit, Prioritäten auf Ewiges legen, Abkehr von Weltlichem

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zu Lukas 17

Was bedeutet "unvermeidlich, dass Verführungen kommen"?

Diese Aussage Jesu bedeutet, dass in einer gefallenen Welt, die von Sünde und menschlicher Schwäche geprägt ist, Situationen oder Handlungen, die andere zum Straucheln bringen oder vom Glauben abbringen, leider unausweichlich sind. Jesus betont jedoch nicht die Unvermeidlichkeit der Sünde selbst, sondern die des Auftretens von Umständen, die dazu führen können. Gleichzeitig warnt er eindringlich davor, selbst die Ursache solcher Verführungen zu sein, da die Konsequenzen für den Verursacher extrem schwerwiegend sind.

Wie oft soll ich meinem Bruder vergeben?

Jesu Anweisung, "siebenmal am Tag" zu vergeben, wenn Reue gezeigt wird, ist nicht als wörtliche Zählung zu verstehen. Vielmehr ist es eine symbolische Zahl, die die unbegrenzte und grenzenlose Natur der christlichen Vergebung hervorhebt. Es geht darum, eine Haltung der Barmherzigkeit und Versöhnungsbereitschaft zu entwickeln, die nicht aufhört, solange der andere aufrichtige Reue zeigt. Diese Art der Vergebung spiegelt Gottes eigene unendliche Barmherzigkeit uns gegenüber wider.

Ist mein Glaube zu klein, wenn ich keine Bäume versetzen kann?

Die Metapher des "Senfkorns" und des "Maulbeerbaums, der ins Meer verpflanzt wird", dient dazu, die immense Kraft und das Potenzial selbst eines kleinen, aber echten Glaubens zu veranschaulichen. Es geht nicht darum, wörtlich Bäume zu versetzen, sondern um die Fähigkeit, durch Gottes Kraft scheinbar unmögliche Hindernisse im Leben zu überwinden – seien es persönliche Herausforderungen, spirituelle Kämpfe oder das Erreichen von Gottes Willen. Jesus ermutigt uns, Vertrauen in Gott zu haben, nicht in die Größe unseres eigenen Glaubensgefühls.

Was bedeutet es, "unnütze Knechte" zu sein?

Der Ausdruck "unnütze Knechte" (oder "unprofitable Sklaven") bedeutet im Kontext dieses Gleichnisses nicht, dass unser Dienst für Gott wertlos ist. Vielmehr ist es eine Haltung der Demut. Es bedeutet, dass wir, selbst wenn wir alles getan haben, was uns von Gott aufgetragen wurde, nicht das Recht haben, besondere Anerkennung oder Belohnung zu erwarten. Unser Dienst ist unsere Pflicht und ein Privileg, da wir von Gott bereits so viel empfangen haben. Es verhindert Stolz und erinnert uns daran, dass wir Diener sind, die einfach das tun, wozu sie berufen wurden, ohne dafür Kredit zu beanspruchen.

Was sagt die evangelische Bibel über Philippus?
Philippus in Samaria (Verse 5–8) „Philippus aber ging hinab in eine Stadt Samarias und predigte ihnen den Christus. Die Volksmengen aber achteten einmütig auf das, was von Philippus geredet wurde, indem sie zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat.

Ist das Reich Gottes jetzt schon da?

Ja, laut Jesus selbst: "Denn: Das Reich Gottes ist (schon) mitten unter euch." Dies bedeutet, dass das Reich Gottes keine zukünftige, rein äußerliche oder politische Entität ist, die man sehen oder geografisch lokalisieren könnte. Es ist eine geistliche Realität, die in der Person Jesu, seiner Botschaft und in der Gemeinschaft der Gläubigen, die nach seinen Prinzipien leben, bereits präsent ist. Es ist eine transformierende Kraft, die in den Herzen der Menschen und in der Welt wirkt, auch wenn seine volle und endgültige Offenbarung noch aussteht.

Was bedeutet die Warnung vor Lots Frau?

Die Warnung, "Denkt an die Frau des Lot!", ist eine eindringliche Mahnung zur Entschlossenheit und zum Nicht-Zurückschauen, wenn man Gottes Ruf folgt oder seinem Gericht entflieht. Lots Frau blickte zurück auf Sodom, möglicherweise aus Sehnsucht nach ihrem früheren Leben oder ihren materiellen Besitztümern, und wurde zur Salzsäule. Für die Jünger bedeutet dies, sich nicht an irdische Besitztümer oder vergangene Sünden zu klammern, wenn die Zeit der Offenbarung oder des Gerichts kommt, sondern sich voll und ganz auf das zu konzentrieren, was vor ihnen liegt – das ewige Leben in Christus.

Wie bereite ich mich auf die Wiederkunft Christi vor?

Die Lehren Jesu in Lukas 17 bieten eine klare Anleitung zur Vorbereitung auf die Wiederkunft des Menschensohnes. Dies beinhaltet:

  • Wachsamkeit: Nicht abgelenkt sein von weltlichen Sorgen, sondern geistlich bereit sein.
  • Prioritätensetzung: Das ewige Leben über materielle Besitztümer stellen.
  • Glaube: Ein tiefes Vertrauen in Gottes Plan und Macht entwickeln.
  • Vergebung: Eine Haltung der Barmherzigkeit und Versöhnung pflegen.
  • Demut: Gott dienen, ohne Anerkennung zu suchen.
  • Dankbarkeit: Gottes Wohltaten erkennen und ihn dafür preisen.

Im Wesentlichen geht es darum, ein Leben zu führen, das im Einklang mit den Werten des Reiches Gottes steht, und jederzeit bereit zu sein für seine Offenbarung.

Die Botschaften Jesu an seine Jünger im Lukas-Evangelium 17 sind zeitlos und fordern uns auf, unser Leben bewusst nach den Werten des Reiches Gottes auszurichten. Sie lehren uns die transformative Kraft der Vergebung, die unerschütterliche Stärke des Glaubens, die befreiende Haltung der Demut im Dienst und die lebensverändernde Bedeutung der Dankbarkeit. Gleichzeitig mahnen sie uns zur Wachsamkeit und zur inneren Bereitschaft für die kommenden Dinge. Indem wir diese Lehren verinnerlichen und leben, können wir nicht nur unsere persönliche Beziehung zu Gott vertiefen, sondern auch einen positiven Einfluss auf unsere Mitmenschen und die Welt um uns herum ausüben.

Wenn du andere Artikel ähnlich wie Jesu Botschaften an die Jünger: Lukas 17 erklärt kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Religion besuchen.

Go up