Ostern mit Kindern: Freude, Glaube & Kreativität

22/03/2026

Rating: 4.24 (15014 votes)

Ostern ist weit mehr als nur bunte Eier und Schokoladenhasen. Für Kinder bietet dieses Fest eine wunderbare Gelegenheit, tiefere Bedeutungen zu entdecken, die Freude der Auferstehung zu erleben und durch kreative Aktivitäten unvergessliche Erinnerungen zu schaffen. Es ist eine Zeit des Neubeginns, des Lebens und der Hoffnung, die wir unseren Kleinen auf vielfältige und altersgerechte Weise näherbringen können. Von der spannenden Ostergeschichte bis hin zu interaktiven Spielen und gemeinsamen Bastelstunden – lassen Sie uns erkunden, wie wir Ostern mit unseren Kindern auf eine Weise feiern können, die Herz und Geist berührt und die wahre Botschaft des Festes vermittelt.

Wie kann ich die Gebete verwenden?
Jedes einzelne Gebet kann für sich allein oder in Kombination mit anderen verwendet werden. Lasst euch einfach von Gott leiten. Unsere Auswahl an Gebetsvorlagen möge dir Freude bereiten und Gott segne dich reichlich. Seit gegrüßt, Vater, Sohn und Heiliger Geist, bitte lass deine Macht auf dieser Erde wirken.
"

Die Ostergeschichte lebendig erzählen

Der Kern von Ostern ist die Geschichte der Auferstehung Jesu Christi. Diese tiefgreifenden Ereignisse altersgerecht und spannend zu vermitteln, ist eine wunderbare Aufgabe. Anstatt direkt aus der Bibel vorzulesen, können Sie eine lebendige Erzählversion wählen, die die Kinder fesselt und ihnen die Bedeutung nahebringt. Die Geschichte beginnt mit dem dunkelsten Moment und führt hin zu einer unglaublichen Wendung, die bis heute Millionen von Menschen Hoffnung gibt.

So erzählen Sie nachhaltiger und eindrücklicher

Um die Ostergeschichte besonders einprägsam zu machen, können Sie verschiedene Methoden anwenden:

  • Einfache Skizzen: Begleiten Sie Ihre Erzählung mit schnellen Zeichnungen auf einem Flipchart, einer Tafel oder großen Papierbögen. Strichmännchen reichen völlig aus – Kinder lieben es, wenn die Geschichte visuell untermalt wird und akzeptieren auch einfache Darstellungen.
  • Unkompliziertes Schattenspiel: Sollte das Skizzieren nicht Ihre Stärke sein, versuchen Sie ein Schattenspiel. Mit einem Overheadprojektor (den man oft ausleihen kann) und einfachen ausgeschnittenen Figuren lassen sich eindrucksvolle Szenen gestalten, die eine besondere Atmosphäre schaffen.
  • Den Vorleseort wechseln: Teilen Sie die Geschichte in handliche Abschnitte und lesen Sie jeden Teil an einem anderen Ort im Raum vor. Dies hält die Spannung hoch und ermöglicht es, dass immer wieder ein neuer Teil der Kindergruppe im Fokus steht. Es schafft Bewegung und Abwechslung.

Die Ereignisse von Ostern – Eine Erzählversion

Teil 1: Aus, vorbei?
Es war noch dunkel an diesem ersten Tag der neuen Woche. Nur wenige Tage zuvor war das Schlimmste geschehen: Die römischen Soldaten hatten Jesus brutal an ein Kreuz genagelt. Zwei mutige Männer, Joseph von Arimathia und Nikodemus, hatten seinen Leib genommen und ihn in ein brandneues Grab gelegt, das in einen Felsen gehauen war (Joh 19,38-42). Sie wälzten einen riesigen, schweren Stein vor die Öffnung des Grabes. Es schien, als wäre alles aus, als wäre alles vorbei. Eine tiefe Traurigkeit lag über allem.

Teil 2: Versiegelt und bewacht
Pilatus, der römische Statthalter, hatte Wächter zum Grab geschickt. Diese Männer versiegelten den schweren Stein (Mt 27,66), um sicherzustellen, dass niemand das Grab öffnen konnte, und bewachten es Tag und Nacht. Doch am frühen Morgen wagten sich zwei Frauen, Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, trotzdem zum Grab. Ihr Herz war voller Trauer, aber auch voller Liebe. Sie wollten Jesus einbalsamieren, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Doch sie wussten, dass zwei unüberwindbare Hindernisse vor ihnen lagen: der gewaltige Stein und die wachsamen Wächter (Mk 16,3).

Teil 3: Ein Engel!
Plötzlich, ohne Vorwarnung, bebte die Erde heftig! Ein strahlender Engel kam vom Himmel herab (Mt 28,2). Die starken Wächter, die das Grab bewachten, fielen vor lauter Schreck wie tot zu Boden. Vor ihnen brauchten die Frauen jetzt bestimmt keine Angst mehr zu haben. Der Engel wälzte den schweren Stein mühelos zur Seite, als wäre er federleicht, und setzte sich darauf. Und dann sprach er zu den beiden erschrockenen, aber neugierigen Frauen die unglaubliche Botschaft: „Jesus ist auferstanden!“ (Mt 28,6). Er gab ihnen den Auftrag, schnell zu den Jüngern zu gehen und ihnen diese wunderbare Nachricht zu überbringen. Sie sollten nach Galiläa kommen, dort würden sie Jesus wiedersehen!

Teil 4: Unglaublich
„Jesus ist auferstanden!“ – Diese Worte klangen noch immer in ihren Ohren, während die Frauen mit rasender Geschwindigkeit zu den Jüngern eilten. Unterwegs begegneten sie sogar Jesus selbst (Mt 28,9)! Auch er bestätigte ihnen, dass die Jünger ihn in Galiläa wiedersehen würden. Bestimmt liefen sie jetzt noch schneller, beflügelt von dieser unglaublichen Freude. Doch als sie den Jüngern von ihrer Begegnung erzählten, wollten diese ihnen nicht glauben, obwohl Jesus es ihnen doch schon mehrmals vorher gesagt hatte (Lk 9,22, Joh 10,17-18, Lk 24,6-8). Petrus und Johannes eilten selbst zum Grab – und tatsächlich, es war leer! Die Tücher, in die Jesus gewickelt worden war, lagen fein säuberlich zusammengelegt da. Es stimmte! Jesus war nicht mehr tot!

Teil 5: Dicht halten!
Die Wächter waren zwischenzeitlich wieder zu sich gekommen und rannten voller Panik in die Stadt. Den Hohenpriestern erzählten sie haargenau, was geschehen war. Die Priester berieten sich und heckten einen hinterhältigen Plan aus: Sie stifteten die Wächter zum Lügen an. Sie sollten überall erzählen, sie wären eingeschlafen, und dann hätten die Jünger den Körper Jesu aus dem Grab gestohlen. Damit die Wächter diese Lüge auch wirklich verbreiteten, gaben die Hohenpriester ihnen eine große Menge Geld (Mt 28,11-15). Ihnen war ihre Ehre wichtiger als die Wahrheit.

Teil 6: Jesus ist da
Den anderen Leuten erzählten die Jünger nichts davon, dass Jesus nicht mehr tot war, dass er wieder lebte – sie sperrten sich ängstlich in den Raum ein, in dem sie sich immer versammelten. Doch plötzlich, wie aus dem Nichts, stand Jesus mitten im Raum (Joh 20,19)! Wie war er nur hereingekommen? „Friede sei mit euch“, sagte er zu seinen Jüngern. Da wurden sie endlich froh und ihre Angst wich einer tiefen Freude! Jetzt wussten sie: Jesus hatte die Wahrheit gesagt – und er war der Sieger über den Tod. Es war die Auferstehung.

Teil 7: Jesus bringt Thomas zurecht
Thomas, einer der Jünger, war bei dieser ersten Begegnung nicht dabei. Und er wollte einfach nicht glauben, was die anderen ihm berichteten (Joh 20,25). Acht Tage später kam Jesus nochmals zu den Jüngern – extra wegen Thomas. Liebevoll und geduldig brachte er den Zweifler wieder zurecht, indem er ihm erlaubte, seine Wunden zu berühren. Aber er sagte auch etwas sehr Wichtiges: „Selig sind die, die nicht gesehen, aber doch geglaubt haben.“ Eine Botschaft, die bis heute gilt und uns zur Hoffnung ermutigt.

Impulse zur Vertiefung des Ostergedankens

Gerade bei Kindern ist es oft sinnvoller, wenige Aspekte eines Themas gezielt zu beleuchten, anstatt alles auf einmal zu behandeln. Weniger kann hier mehr sein, wenn Sie die Inhalte eindrücklich und nachhaltig vermitteln. Wählen Sie die Impulse, die am besten zu Ihrer Kindergruppe passen.

Ein Anlass zur tiefen Freude

Kaum ein Ereignis in der Geschichte bietet so viel Anlass zur Fröhlichkeit wie Ostern. Denn was damals geschah, betrifft uns alle ganz persönlich. Jesus hat mit seiner Auferstehung den unumstößlichen Beweis angetreten, dass er der Sieger über die Macht der Sünde und des Todes ist! Und schließlich ist es unsere Sünde, um die es dort ging – sie brachte ihm den Tod. Doch durch seine Auferstehung haben wir die Möglichkeit auf ewiges Leben.

Wir auch!
Doch so wie Jesus wieder auferstand, wird es auch denen ergehen, die an ihn glauben. Jesus sagt das selbst – lesen Sie es nach bei Joh 6,40. Auch das gehört zur Ostergeschichte und stellt den direkten Bezug zu uns und unserem Leben her. Es ist die ultimative Botschaft der Hoffnung und des Trostes.

Osterhase oder Osterlamm? Die wahre Bedeutung

Für viele Kinder (und leider auch Erwachsene) ist Ostern oft nur die Geschichte vom Hasen, der bunte Eier und andere Süßigkeiten versteckt. Das ist schade, denn es verdeckt die tiefere, viel bedeutungsvollere Botschaft. Erzählen wir den Kindern doch lieber, worum es an Ostern wirklich geht!

Das Osterlamm aufleben lassen
Drängen Sie den Osterhasen bewusst beiseite, oder stellen Sie ihn zumindest nicht in den Mittelpunkt. Ein wertvoller Vorschlag: Lassen Sie das Osterlamm wieder aufleben. Es ist in der jüngsten Zeit zunehmend in Vergessenheit geraten, aber es erinnert die Kinder ganz bewusst an Jesus, das „Lamm Gottes“, das auch für sie geopfert wurde. Lesen Sie dazu, was Johannes der Täufer in Joh 1,29 sagt, und die prophetische Aussage in Jes 53,7. Beides können Sie den Kindern vorlesen und altersgerecht erklären, was diese Texte bedeuten. Es ist eine kraftvolle Symbolik.

SymbolHerkunft / BedeutungBezug zu Ostern
OsterhaseVolkstümliche Tradition, wahrscheinlich aus heidnischen Frühlingsfesten stammend. Symbol für Fruchtbarkeit und Neubeginn.Bringt bunte Eier und Süßigkeiten, versteckt diese für Kinder. Unterhaltungsaspekt.
OsterlammAlttestamentliches Passahlamm; im Neuen Testament Jesus als das "Lamm Gottes", das die Sünden der Welt trägt.Symbolisiert Jesus' Opfer und seine Auferstehung. Der eigentliche, tiefere theologische Kern des Osterfestes.

Wenn Ehre über Wahrheit steht

Warum griffen die Hohenpriester zu einer so gemeinen Lüge, um die Auferstehung Jesu zu vertuschen (Mt 28,11-15)? Sie wollten nicht zugeben, dass sie sich mit ihrer Meinung über Jesus geirrt hatten. Sie hofften, dass irgendwann Gras über die Sache wächst und alles vergessen wird. Dazu war ihnen jedes Mittel recht, denn ihre eigene Ehre stand über der Wahrheit. Dieses Verhalten ist auch Kindern nicht fremd. Machen Sie deutlich, wie falsch solch ein Verhalten ist und welche Konsequenzen es haben kann (Mt 23,12). Diesen Aspekt können Sie eindrucksvoll spielerisch mit einem Rollenspiel vertiefen und erlebbar machen.

Was ist das Besondere an Ostern?

Jesu himmlischer Ursprung

Die größeren Kinder werden sich vielleicht wundern, warum Jesus plötzlich im Raum bei den Jüngern war, obwohl die Türen verschlossen waren. Ähnliches berichtet uns die Bibel bei den Emmausjüngern (Lk 24,31), wo Jesus unvermittelt aus dem Raum verschwand. Solche Dinge waren uns von Jesus nicht bekannt, bevor er auferstanden war. Dort geschahen die Wunder an anderen Menschen. Aber nachdem er als Sieger über den Tod bestätigt war, wird auch an ihm selbst etwas von seinem himmlischen Ursprung sichtbar. Schließlich kehrt er ja dann vor den Augen seiner Jünger in den Himmel zurück, was uns in Lk 24,51 berichtet wird. Es unterstreicht seine einzigartige, göttliche Natur.

Die menschliche Seite: Zweifel und Glaube

Es ist schon merkwürdig: Die Jünger glaubten selbst nicht, dass Jesus wieder auferstehen würde. Das ist sehr deutlich in Mk 16,11 und 13 aufgeschrieben. Vor dem ganzen Geschehen der letzten Tage, das so gar nicht in ihre Vorstellung passen wollte, verschlossen sie die Augen. Dabei hatte Jesus es ihnen mehrmals vorhergesagt, zum Beispiel in Mt 20,19, Mk 9,31 oder Lk 9,22. Klar, die Jünger hatten es entweder nicht verstanden oder nicht verstehen wollen. Nein – die ganze Geschichte mit dem Tod Jesu wollte ihnen nicht gefallen. Was sollte aus ihnen dann werden? Da reimten sie sich lieber ein eigenes Bild zusammen. Ob Kinder so etwas auch kennen? Lassen Sie sie ruhig von solchen Situationen erzählen, wo sie etwas nicht wahrhaben wollten und sich bewusst ihren „eigenen Reim“ auf eine Sache gemacht haben. Es hilft ihnen besser zu verstehen, warum das den Jüngern damals auch passierte und wie wichtig es ist, sich der Wahrheit zu stellen.

Ostern spielerisch erleben: Interaktive Aktivitäten

Mit Spielen schaffen Sie ein gemeinsames Erlebnis, das den Kindern das Besprochene und Erlebte eindrücklicher in Erinnerung ruft. Manchmal berichten die Kinder anschließend sogar zu Hause von den Spielen, sodass das Thema dort noch einmal zur Sprache kommt.

"Weg mit dem Stein!" – Ein Spiel der Kräfte

Themenbezug: Wer wälzt den Stein vor dem Grab weg? (Mk 16,3)
Lassen Sie die Kinder zunächst gemeinsam darüber beraten, wie man den gewaltigen und schweren Stein vor der Tür des Grabes Jesu am besten wegbringen könnte. Da werden oft recht interessante und fantasievolle Vorschläge zu hören sein! Hören Sie ruhig eine Weile den Einfällen zu. Geben Sie zu bedenken, dass zwei Wächter das Grab bewacht haben – obwohl diese wohl kräftig genug gewesen wären, um den beiden Frauen zu helfen, wenn sie gewollt hätten. Dann dürfen die Kräfte erprobt werden: Zwei oder drei Kinder setzen sich so „ineinander“, dass sie sich mit den Händen umfassen können und einen schweren Stein bilden. Ein mutiger „Jünger“ oder eine „Jüngerin“ darf nun versuchen, den „Stein“ wegzuwälzen. Ein fröhliches Kräftemessen, das die Schwierigkeit der Situation verdeutlicht.

Fakten: Übrigens, nicht nur das Grab von Jesus war durch einen Stein verschlossen. Zur Zeit der Römer war das üblich. Wir lesen auch bei der Auferweckung des toten Lazarus (Joh 11,38), dass das Grab mit einem Stein verschlossen war.

"Wie bitte?" – Das Geheimnis flüstern

Themenbezug: Die Jünger und etliche andere hörten vom leeren Grab (Lk 24,1-9)
Die Frauen, die am leeren Grab waren, erzählten den Jüngern und ihren Freunden, was sie gesehen und gehört hatten. Es war ja ein regelrechtes Geheimnis, etwas völlig Unerwartetes, was sie zu erzählen hatten. In der Stadt wusste es noch keiner. Vielleicht flüsterten sie es sich gegenseitig ins Ohr? Was wohl am Ende herauskommt, wenn alle Kinder im Raum einen Satz von Ohr zu Ohr flüstern, den Sie dem ersten Kind ins Ohr geflüstert haben? Lassen Sie sich ein paar richtige, aber ungewöhnlich formulierte Sätze zum Ostergeschehen einfallen. Zwei Beispiele könnten sein:
„Das Kleid des Engels war bestimmt weiß wie Schnee.“
„Die Spieße der Wächter steckten vielleicht im Ritz des Felsens.“
Klar, der Satz darf nicht wiederholt werden, wenn ihn der Nachbar nicht richtig verstanden hat. Und los geht's! Hinterher wird verglichen, wie sich der Satz verändert hat – oft mit viel Gelächter.

Rollenspiel "Die Grabwächter"

Themenbezug: Wie es den Wächtern erging (Mt 27,65 - 28,15)
Die Wächter erlebten direkt mit, was sich ereignete. Und doch berichteten sie später den Menschen in Jerusalem eine ganz andere Geschichte. Wie kam es dazu? Lassen Sie die Kinder die Ereignisse nachspielen – spontan! Zwei Kinder dürfen die beiden Wächter sein. Vier weitere Kinder sind die Hohenpriester und Ältesten. Während Sie, eventuell noch mit eigenen Einzelheiten ergänzt, die Ereignisse aus Mt 27,65 - 28,15 berichten, spielen die Kinder spontan und mit vielen Bewegungen ihre Rollen, ahmen die Handlungen nach und sprechen ruhig auch mal eigene Inhalte. Richtig spannend zu beobachten wird dann sein, wenn die Wächter vor Schreck umfallen, weil der Engel vom Himmel kommt. Und wenn die Hohenpriester emsig einen unseligen Plan aushecken, um ihre Ehre nicht zu verlieren.

Hauptsache, gut dastehen?
Nutzen Sie dieses Rollenspiel ganz gezielt. Machen Sie deutlich, dass es uns Menschen (auch den Kindern) oft mehr darauf ankommt, vor den anderen Menschen gut dazustehen – als vor Gott. Und machen Sie klar, wie falsch und aussichtslos ein solches Verhalten ist. Es ist eine wichtige Lektion über Ehrlichkeit und Verantwortung.

Kreativität zu Ostern: Basteln und Rätseln

Das Thema durch gemeinsames, themenbezogenes Basteln oder durch spannende Rätsel zu vertiefen, ist eine wunderbare Methode. Die Kinder werden Fragen zum Gehörten haben – und so können Sie ganz nebenbei darauf eingehen und ihr Verständnis fördern.

Das Osterlamm basteln – Symbol zum Anfassen

Themenbezug: Jesus wird mit einem Lamm verglichen (Joh 1,29 und Jes 53,7).
Lassen Sie doch an Ostern das Osterlamm wieder aufleben. Ganz „anfassbar“ machen Sie das, wenn Sie die Kinder mit Begeisterung dieses Lamm basteln lassen. Es ist eine schöne Art, das Symbol zu verinnerlichen.

Dieses Material brauchen Sie:
Sie benötigen Watte oder weiße Wolle. Außerdem brauchen Sie kartoniertes, buntes Papier in weiß, beige oder grau. Schere und Bastelkleber dürfen auch nicht fehlen. Auf das Papier kopieren oder übertragen Sie einfach eine geeignete Ausschneide-Vorlage für ein Lamm.

So wird gebastelt:
Die Kinder schneiden die Vorlage aus und falten sie zusammen. Achten Sie darauf, dass die beiden Hälften nicht versehentlich getrennt werden. Die „Hufe“ werden jeweils nach außen gebogen, damit das Lamm auch stehen kann. Abschließend werden die Ohren durch den Schlitz am Kopf des Lammes gesteckt und nach unten gebogen. Nun wird auf beiden Seiten fleißig Watte angeklebt – oder wahlweise kurz abgeschnittene Wollfäden. Fertig ist das Osterlamm! Es ist ein taktiles Erlebnis, das die Bedeutung des Lammes greifbar macht.

Wie bereite ich mich auf Ostern vor?
Heute, da wir die Vorbereitungszeit auf Ostern beginnen, bitten wir dich: Öffne unsere Augen für unsere Mitmenschen und für die ganze Schöpfung. Hilf uns dabei, Gutes zu tun – so wie Jesus Christus, dein Sohn, der mit dir und deinem Heiligen Geist lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. A: Amen.

Oster-Rätsel für kluge Köpfe

Mit Rätseln zum Thema vertiefen Sie spannend und abwechslungsreich das Gehörte. Es gibt verschiedene Arten von Rätseln, die Sie für Ostern anpassen können:

  • Kreuzworträtsel: Speziell zu Ostern gibt es kindgerechte Kreuzworträtsel im Kontext der Osterbegebenheit mit überschaubarer Größe. Diese fördern das Leseverständnis und die Erinnerung an wichtige Begriffe.
  • Fadenrätsel: Ein Fadenrätsel, bei dem Buchstaben durch Linien verbunden werden müssen, um ein Lösungswort (z.B. PILATUS) zu finden, ist eine spannende Herausforderung.
  • Bildersätze: Bilder, die zusammen einen Satz ergeben (z.B. DAS GRAB IST LEER), sind besonders für jüngere Kinder geeignet und fördern die visuelle Wahrnehmung sowie das Sprachverständnis.
  • Einfach selbst machen: Auch andere Rätsel können Sie mit wenigen Änderungen auf Ostern zuschneiden. Mit geringstem Aufwand ändern Sie beispielsweise Tropfenrätsel auf österliche Begriffe ab, wie: KREUZ, GRAB, PRIESTER, SOLDATEN, ENGEL, STEIN, THOMAS, JÜNGER und viele mehr. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Ostern schmecken: Gemeinsam backen

Kinder essen gerne leckeren Kuchen. Zu Ostern können Sie diese Komponente durchaus sinnvoll in Ihren Kindergottesdienst oder Ihre Familienfeier einbauen. Backen Sie doch ein (oder mehrere) Osterlämmchen! Es ist nicht nur lecker, sondern bietet auch eine wunderbare Gesprächsgrundlage.

Auch gedanklich vorbereiten: Beim Essen lässt sich gut mit den Kindern über das Sinnbild des Lammes reden. Machen Sie sich vorher ausgiebig Gedanken darüber, beispielsweise anhand von 2Mo 12,3-14 (Passahlamm); Jes 53,7 (prophetische Aussage über das leidende Lamm); Joh 1,29.36 (Johannes der Täufer nennt Jesus das Lamm Gottes); Apg 8,32; Offb 5,12. Natürlich passen Sie solche Gespräche immer der jeweiligen Altersstufe an, um sie verständlich und relevant zu gestalten.

Ein Osterlamm backen – Rezept und Bedeutung

Themenbezug: Jesus ist das Lamm Gottes (Joh 1,29).
Ein gebackenes Osterlamm ist eine köstliche Tradition, die die Bedeutung des Festes auf eine ganz besondere Weise „schmecken“ lässt.

Ofen: Wenn im Gemeindehaus keine Küche mit „klassischem“ Backofen zur Verfügung steht, nehmen Sie einfach einen der trendigen Mini-Backöfen oder leihen einen aus. Die Geräte können einfach auf den Tisch gestellt werden, denn sie haben etwa die Größe einer Mikrowelle. Ursprünglich gedacht für eine Pizza oder ein paar Semmeln, sind sie auch für ein Osterlämmchen bestens geeignet.

Backform: Sie brauchen dazu eine spezielle Lamm-Backform, die mit Antihaft-Beschichtung von verschiedenen Herstellern schon ab rund 15 EUR zu haben ist. Wenn Sie diese Formen verwenden, hat das Lamm dann in der Regel eine Körperlänge von rund 20 cm.

Verantwortung gefragt: Lebensmittel immer hygienisch zubereiten, aufbewahren und alles erst in den Stunden vor dem Kindergottesdienst frisch zubereiten. Beachten Sie auch eventuelle Allergien bei den Kindern im Hinblick auf die Backzutaten.

Zutaten für das Osterlamm:
Für den Teig benötigen Sie:

  • 90 g weiche Butter
  • 75 g Zucker
  • 1/2 TL abgeriebene Zitronenschale
  • 1/2 TL Vanillezucker
  • 1 großes zimmerwarmes Ei
  • 175 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 4 EL Milch

Für die Form brauchen Sie:

  • Etwas Fett und Mehl

Zum Überziehen verwenden Sie:

  • Weißen Zuckerguss oder Puderzucker

Zum Verzieren besorgen Sie schließlich:

  • Ein rotes Band
  • Ein kleines Glöckchen

So bereiten Sie den Teig zu:
Rühren Sie die Butter mit Zucker, Zitronenschale und Vanillezucker schaumig, bis Sie eine elfenbeinfarbene und sehr lockere Masse erhalten. Das Ei bitte nur so lange unterrühren, bis man im Teig keine Eigelbspuren mehr erkennen kann. Dann mischen Sie das Mehl mit Backpulver, sieben es auf den Teig und rühren es unter, bis sich alles verbunden hat. Zuletzt mischen Sie gerade so viel Milch unter, dass der Teig in langen Zapfen von den Quirlen des Rührgerätes abreißt. So erhalten Sie eine perfekte Konsistenz.

Die Backform befüllen:
Nun wird die Osterlamm-Form aufgeklappt, gut eingefettet, mit Mehl ausgestäubt und wieder zusammengesetzt. Jetzt kann der Teig eingefüllt werden. Die Form wird zuletzt mit der Öffnung nach oben in den kalten Backofen (untere Schiene) geschoben.

Backen im Ofen:
Backen Sie das Osterlamm etwa 30 Minuten bei folgenden Temperaturen:
Backherd: 175 Grad C
Umluftherd: 150 Grad C
Gasherd: Stufe 2
Machen Sie hin und wieder den Stäbchentest: An der Unterseite stechen Sie ein Holzstäbchen in das Gebäck und ziehen es wieder heraus. Haftet kein feuchter Teig, sondern höchstens ein paar Krümel am Stäbchen, ist das Lämmchen fertig. Nehmen Sie es aus dem Herd und lassen Sie es noch rund 20 Minuten in der Form ruhen. Zum Schluss: Es ist so weit – die Form wird geöffnet, das Lämmchen herausgelöst und zum Erkalten auf ein Kuchengitter gestellt. Überziehen Sie es mit Zuckerguss. Wenn Sie es stattdessen mit Puderzucker bestäuben möchten: Erst unmittelbar vor dem Servieren im Kindergottesdienst, damit es frisch aussieht.

Wichtiger Hinweis zur Sicherheit: Ofen und Backgut sind heiß, beim Öffnen der Backofentür entweicht ein Schwall heißer Luft: Nichts für neugierige Kindergesichter – Verbrennungsgefahr! Achten Sie stets auf die Sicherheit der Kinder.

Häufig gestellte Fragen zu Ostern mit Kindern (FAQ)

Was feiern wir an Ostern?
An Ostern feiern wir das neue Leben. Die Natur blüht nach dem langen dunklen Winter neu auf; Vögel bauen Nester und brüten Eier, aus denen kleine Küken schlüpfen. Die Natur wird uns zum Zeichen des neuen Lebens, das Christus durch seine Auferstehung vom Tod gebracht hat. So dürfen wir für uns und für alle Menschen auf das ewige Leben bei Gott hoffen.
Warum ist die Auferstehung so wichtig?
Die Auferstehung ist der zentrale Punkt des christlichen Glaubens. Sie beweist, dass Jesus Christus der Sieger über Sünde und Tod ist und uns die Hoffnung auf ewiges Leben schenkt. Für Kinder ist es die Botschaft, dass selbst nach Traurigkeit und Verlust neues, unendlich schönes Leben möglich ist.
Sollte man den Kindern vom Osterhasen erzählen?
Der Osterhase ist eine schöne volkstümliche Tradition, die Kindern Freude bereitet. Es ist jedoch wichtig, den Kindern auch die tiefere, religiöse Bedeutung von Ostern zu vermitteln. Man kann beides nebeneinander existieren lassen, sollte aber den Fokus auf die Geschichte von Jesus und die Symbolik des Osterlammes legen, um die wahre Botschaft des Festes nicht zu überdecken.
Wie kann ich die Ostergeschichte altersgerecht vermitteln?
Nutzen Sie Erzählversionen statt direkter Bibeltexte, arbeiten Sie mit einfachen Skizzen oder Schattenspielen und wechseln Sie den Ort der Erzählung, um die Spannung zu halten. Interaktive Spiele und Rollenspiele helfen den Kindern, die Ereignisse emotional zu erfassen und die Botschaft zu verinnerlichen.
Welche Rolle spielt das Osterlamm?
Das Osterlamm ist ein sehr altes und tiefgründiges Symbol für Jesus Christus. Im Alten Testament war das Lamm das Opfertier für das Passahfest. Im Neuen Testament wird Jesus als das „Lamm Gottes“ bezeichnet, das die Sünden der Welt trägt und durch seinen Tod und seine Auferstehung Erlösung bringt. Es ist ein starkes Symbol für Reinheit, Opfer und den Sieg des Lebens über den Tod.

Ostern ist ein Fest voller Wunder, Hoffnung und tiefer Bedeutung, das wir mit unseren Kindern auf vielfältige und bereichernde Weise feiern können. Indem wir die Ostergeschichte lebendig erzählen, die tieferen Impulse beleuchten und durch Spiele, Basteln und Backen ein gemeinsames Erlebnis schaffen, helfen wir den Kindern, die Botschaft der Auferstehung nicht nur zu verstehen, sondern auch in ihren Herzen zu tragen. Es ist die Botschaft vom Sieg des Lebens über den Tod, eine Botschaft, die Freude und Hoffnung in die Welt bringt und unsere Familien auf besondere Weise verbindet.

Wenn du andere Artikel ähnlich wie Ostern mit Kindern: Freude, Glaube & Kreativität kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Religion besuchen.

Go up