02/07/2026
„Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht. Der Knecht aber bleibt nicht ewiglich im Hause; der Sohn bleibt ewiglich.“ (Johannes 8,34-35). Diese Worte des Herrn Jesus hallen in den Herzen vieler Gläubiger wider. Tag für Tag sündigen, am Abend beichten, nur um am nächsten Tag den gleichen Kreislauf zu wiederholen – ein schmerzhafter Zustand, der viele verzweifeln lässt. Die Sorge, als Knechte der Sünde niemals in das Reich Gottes eintreten zu können, plagt unzählige Seelen. Doch warum ist es so schwer, sich von den Fesseln der Sünde zu befreien, selbst wenn man fest an den Herrn glaubt? Und wie genau können wir diese Freiheit erlangen? Diesen zentralen Fragen widmen wir uns in diesem Artikel, um Licht auf Gottes Plan zur vollständigen Errettung des Menschen zu werfen.
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Warum bleiben wir in der Sünde gefangen, obwohl wir an den Herrn glauben?
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Um zu verstehen, warum wir trotz unseres Glaubens an den Herrn Jesus oft nicht in der Lage sind, uns von der Sünde zu befreien, müssen wir Gottes tiefere Wahrheit erkennen. Gottes Worte offenbaren uns einen entscheidenden Aspekt: „Obwohl der Mensch möglicherweise von seinen Sünden erlöst wurde und sie ihm vergeben wurden, kann dies nur so erachtet werden, dass Gott sich an die Verfehlungen des Menschen nicht erinnern kann und den Menschen nicht seinen Verfehlungen entsprechend behandelt. Wenn der Mensch jedoch, der in einem Körper aus Fleisch lebt, nicht von der Sünde befreit worden ist, so kann er nur weiterhin sündigen und endlos seine verdorbene satanische Disposition enthüllen. So ist das Leben, das der Mensch führt: ein endloser Kreislauf von Sünde und Vergebung. Die meisten Menschen sündigen am Tag, nur um dann am Abend zu beichten. Auch wenn das Sündopfer auf ewig für den Menschen gültig ist, wird es nicht in der Lage sein, den Menschen von der Sünde zu retten. Nur die Hälfte des Werks der Errettung ist vervollständigt worden, denn der Mensch hat immer noch eine verdorbene Disposition.“
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Diese Worte enthüllen die Ursache unseres Dilemmas: Obwohl uns durch die Erlösung des Herrn Jesus unsere Sünden vergeben wurden und wir nicht länger als Sünder betrachtet werden, bleibt unsere tief verwurzelte sündige Natur – die verdorbene Disposition – bestehen. Das Werk des Herrn Jesus war primär ein Werk der Kreuzigung und der Erlösung, das uns von der Verurteilung durch das Gesetz befreite. Es hat uns die Möglichkeit gegeben, vor Gott zu treten und Vergebung zu empfangen. Doch es hat nicht die tiefen Wurzeln unserer sündigen Natur beseitigt, die uns dazu bringen, immer wieder zu sündigen.
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Wir sind Tausende von Jahren von Satan verdorben worden, und diese satanischen Dispositionen sind tief in uns verwurzelt. Wir mögen beten, beichten und bereuen, aber unsere arrogante, gerissene, egoistische und widerspenstige Natur ist immer noch aktiv. Wenn andere beispielsweise unsere Interessen bedrohen, können wir sie hassen oder uns ihnen widersetzen. Obwohl wir wissen, dass Gott Ehrlichkeit liebt, lügen und betrügen wir oft für unsere eigenen Vorteile. Wenn wir gesegnet werden, danken wir Gott überschwänglich; doch bei Katastrophen murren wir, klagen an oder widersetzen uns Ihm sogar offen. Diese Verhaltensweisen zeigen, dass die tieferen Ursachen unserer Sünde – unsere satanischen Dispositionen – nicht gereinigt wurden. Wir leben in einem endlosen Kreislauf von Sünde und Vergebung, unfähig, uns von den Fesseln der Sünde zu befreien, weil die Quelle der Sünde in uns noch nicht beseitigt ist.
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Der Weg zur wahren Befreiung von der Sünde
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Wie können wir uns also vollkommen von den Fesseln der Sünde befreien und unsere verdorbene Natur reinigen lassen? Der Herr Jesus selbst prophezeite den Weg: „Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkünden.“ (Johannes 16,12-13). Und weiter: „Und wer meine Worte hört, und glaubt nicht, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht gekommen, daß ich die Welt richte, sondern daß ich die Welt selig mache. Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht auf, der hat schon seinen Richter; das Wort, welches ich geredet habe, das wird ihn richten am Jüngsten Tage.“ (Johannes 12,47-48).
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Diese Prophezeiungen zeigen, dass Gott in den letzten Tagen wiederkommen wird, um weitere Wahrheiten zu sprechen und ein Gerichtswerk zu vollbringen, das den Menschen vollständig von seiner sündigen Natur befreit und ihn rettet. Gottes Worte bestätigen dies: „Den Menschen völlig vor dem Einfluss Satans zu retten, verlangte nicht nur von Jesus, die Sünden des Menschen als das Sündopfer auf Sich zu nehmen, sondern verlangte auch von Gott, ein größeres Werk zu tun, um den Menschen völlig von seiner Gesinnung zu befreien, die von Satan verdorben wurde. Und so ist Gott, nachdem dem Menschen seine Sünden vergeben wurden, zum Fleisch zurückgekehrt, um den Menschen in das neue Zeitalter zu führen, und hat das Werk der Züchtigung und des Gerichts begonnen, und dieses Werk hat den Menschen in ein höheres Reich gebracht. All jene, die sich Seiner Herrschaft unterwerfen, werden sich an höherer Wahrheit erfreuen und größere Segnungen empfangen. Sie werden wahrlich im Licht leben und werden die Wahrheit, den Weg und das Leben gewinnen.“
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Heute ist der Herr Jesus im Fleisch des menschgewordenen Allmächtigen Gottes wiedergekehrt. Aufbauend auf dem Erlösungswerk des Herrn Jesus hat der Allmächtige Gott eine neue Phase Seines Werkes begonnen: das Gerichtswerk, das im Haus Gottes beginnt. Er hat alle Wahrheiten zur Reinigung und Errettung der Menschheit ausgedrückt, um unsere sündige Natur von der Wurzel her zu überwinden. Nur durch die Annahme dieses Gerichtswerkes können wir die Wahrheit verstehen, uns von der Sünde befreien, aufhören zu sündigen und Gott zu widerstehen, und zu Menschen werden, die Gott gehorchen und verehren. Erst wenn wir dieses Werk annehmen, haben wir die Gelegenheit, uns von unseren verdorbenen Dispositionen zu befreien und gereinigt zu werden.
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Wie reinigt und richtet Gott den Menschen?
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Wenn vom Gericht die Rede ist, denken viele fälschlicherweise an Verdammnis. Doch Gottes Gerichtswerk in den letzten Tagen ist primär ein Werk der Reinigung und Errettung. Der Allmächtige Gott erklärt: „In den letzten Tagen setzt Christus verschiedene Wahrheiten ein, um den Menschen zu belehren, das Wesen des Menschen zu offenbaren und seine Worte und Taten zu sezieren. Diese Worte umfassen verschiedene Wahrheiten, wie zum Beispiel die Pflichten des Menschen, wie der Mensch Gott gehorchen soll, wie der Mensch Gott treu sein soll, wie der Mensch eine normale Menschlichkeit ausleben sollte, sowie die Weisheit und Disposition Gottes und so weiter. Diese Worte richten sich alle an das Wesen des Menschen und seine verdorbene Veranlagung. Insbesondere werden jene Worte, die offenbaren, wie der Mensch Gott verachtet, in Bezug darauf gesprochen, wie der Mensch eine Verkörperung des Satans und eine feindliche Macht gegen Gott ist. Wenn Gott Sein Werk des Gerichts durchführt, verdeutlicht Gott nicht nur einfach die Natur des Menschen mit nur ein paar Worten; Er wirkt anhand von Enthüllung, Umgang und Zurechtstutzen auf lange Sicht. Diese Methoden der Enthüllung, des sich Befassens und Zurückschneidens können nicht durch gewöhnliche Worte ersetzt werden, sondern nur durch die Wahrheit, die der Mensch nicht im Geringsten besitzt. Nur Methoden dieser Art werden als Gericht erachtet. Nur mit einem Gericht dieser Art kann der Mensch gebändigt werden und völlig überzeugt werden, sich Gott zu fügen und darüber hinaus wahre Gotteskenntnis erlangen. Was das Urteilswerk herbeiführt, ist die Erkenntnis des Menschen des wahren Gesichts Gottes und die Wahrheit über Sein Aufbegehren. Das Werk des Gerichts macht es dem Menschen möglich, viel Erkenntnis über Gottes Willen zu gewinnen, über den Zweck von Gottes Werk und über die Geheimnisse, die ihm unbegreiflich sind. Es erlaubt dem Menschen auch, sein verdorbenes Wesen und die Wurzeln seiner Verdorbenheit zu erkennen und zu verstehen und auch die Hässlichkeit des Menschen festzustellen. Alle diese Auswirkungen werden durch das Urteilswerk herbeigeführt, da der Inhalt dieses Werkes eigentlich das Werk ist, die Wahrheit, den Weg und das Leben Gottes, all jenen zu eröffnen, die an Ihn glauben. Dieses Werk ist das Werk des Gerichts, das von Gott verrichtet wird.“
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Gottes Worte sind wie ein zweischneidiges Schwert, das uns unsere tiefsten Gedanken, Absichten und unsere satanischen Dispositionen offenbart. Wenn wir Gottes Worte lesen, ist es, als würde Er uns von Angesicht zu Angesicht richten und bloßstellen. Dies ermöglicht uns, unsere Arroganz, unseren Betrug, unsere Selbstsucht und unser Böses zu erkennen, Eigenschaften, die uns von Satan eingepflanzt wurden. Nehmen wir zum Beispiel die Motivation unseres Glaubens: Anfangs erfreuen wir uns an Gottes Gnade und empfinden Frieden und Freude. Besonders wenn wir Segnungen und Verheißungen sehen, wächst unsere Hingabe. Wir verpassen keine Versammlungen, lesen die Schrift, unterstützen Brüder und Schwestern, verbreiten das Evangelium und sind großzügig in Gaben, in der Erwartung, dass der Herr uns für unsere Hingabe segnen und uns das Himmelreich schenken wird.
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Doch wenn Unglück über uns kommt, wenn der Herr uns nicht beschützt oder unsere Gebete nicht sofort erhört werden, beginnen wir, zu murren, uns zu beklagen oder sogar Gott die Schuld zu geben. Wenn wir das Werk des Allmächtigen Gottes annehmen, sehen wir, dass Er sagt: „Gerade jetzt befinden sich die meisten Menschen in diesen Zustand: ‚Um Segnungen zu empfangen, muss ich mich für Gott verwenden und einen Preis für Ihn zahlen. Um Segnungen zu empfangen, muss ich alles für Gott aufgeben; ich muss zu Ende bringen, was Er mir anvertraut hat, und meine Pflicht gut erfüllen.‘ Dies wird von der Absicht beherrscht, gesegnet zu werden; es bedeutet, sich selbst vollständig für den Zweck zu verwenden, Gottes Belohnungen zu erhalten, um die Krone zu erlangen. Ein solcher Mensch hat die Wahrheit nicht in seinem Herzen und versteht sicherlich nur einige Worte der Lehre, die er überall zur Schau stellt. Sein Weg ist der Weg des Paulus.“ Er sagt auch: „Die Beziehung des Menschen zu Gott beruht lediglich auf bloßem Eigeninteresse. Es ist die Beziehung zwischen dem Empfänger und dem Geber von Segnungen. Um es schlicht auszudrücken, ist es wie die Beziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer arbeitet nur, um den Lohn zu erhalten, den ihm der Arbeitgeber gewährt. In einer derartigen Beziehung gibt es keine Zuneigung, sondern nur ein Abkommen. Es gibt kein Lieben und Geliebtwerden, nur Wohltätigkeit und Barmherzigkeit. Es gibt kein Verständnis, nur unterdrückte Empörung und Täuschung. Es gibt keine Vertrautheit, nur eine Kluft, die nicht überbrückt werden kann.“
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Diese Worte des Allmächtigen Gottes legen die irrtümlichen Beweggründe und die selbstsüchtige Natur unseres Gottesglaubens schonungslos bloß. Erst durch diese Offenbarung erkennen wir, dass unsere „Hingabe“ nicht aus Liebe zu Gott oder dem Wunsch, Ihn zufriedenzustellen, entspringt, sondern aus dem Streben nach Segnungen und Verheißungen. Wir handeln nach dem satanischen Gesetz „Jeder ist sich selbst der Nächste“, und selbst unsere „guten Taten“ sind nur Mittel zum Zweck, um unsere eigenen Ziele zu erreichen. Wir wollen eine geringe Hingabe gegen große Segnungen tauschen und in diesem Leben das Hundertfache sowie in der kommenden Welt ewiges Leben erlangen. Wir erkennen, wie schmutzig, verdorben und skrupellos wir sind, völlig ungeeignet, Gottes Belohnungen zu erhalten. In unserem Herzen entsteht Reue und Selbstvorwurf. Wir hassen uns selbst und sind gezwungen, vor Gott niederzufallen, unsere Sünden zu bekennen und den Wunsch zu haben, wirklich zu einem neuen Anfang zu gelangen, bereit, uns für Gott hinzugeben, ohne noch Gegenleistungen zu erbitten.
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Durch die Erfahrung des Gerichts und der Züchtigung Gottes erkennen wir schließlich unsere eigenen satanischen Dispositionen, und wir erkennen, dass Gott die Sünden des Menschen verabscheut. Wir sehen, dass wo Schmutz ist, da ist das Urteil Gottes, und wir lernen schließlich Gottes heiliges Wesen und Seine gerechte, unverletzliche Disposition kennen, und so wird in uns ein gottesfürchtiges Herz geboren. Unter der Führung der Worte Gottes verstehen wir allmählich Gottes Willen und Seine Anforderungen. Wir stehen fest in der Stellung eines erschaffenen Wesens, um unsere Pflicht zu erfüllen. In unserer Beziehung zu Gott gibt es immer weniger Verhandlungen; sie wird immer enger, unsere verdorbenen Dispositionen verändern sich, und schließlich leben wir das Abbild eines wahren Menschen aus. Diese tiefgreifende Reinigung und Veränderung ist das Ergebnis von Gottes Gerichtswerk. Wer die Wahrheit wirklich liebt und dieses Werk annimmt, wird eine deutliche Veränderung und eine reiche Ernte erleben. Man spürt, wie groß Gottes Liebe und Errettung sind und erkennt, dass allein das Gericht und die Züchtigung Gottes die wahrhaftigste Errettung sind. Nur durch die Annahme des Werks des Allmächtigen Gottes der letzten Tage und durch die Erfahrung des Gerichts und der Züchtigung Gottes können wir gereinigt und verändert werden – dies ist der einzige Weg, auf dem wir uns von der Sünde befreien können.
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Vergleich: Gottes Werk der Errettung
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Um die Entwicklung von Gottes Werk zur Errettung des Menschen besser zu verstehen, können wir die verschiedenen Phasen vergleichen:
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| Aspekt | Alter Bund (Gesetzeszeitalter) | Erlösung durch Jesus (Gnadenzeitalter) | Gerichtswerk des Allmächtigen Gottes (Königsreichszeitalter) |
|---|---|---|---|
| Fokus | Zeitliche Gerichte und Vergebung für Gesetzesverstöße | Vergebung der Sünden durch Sühnopfer | Reinigung und Beseitigung der sündigen Natur (verdorbene Disposition) |
| Ergebnis | Befreiung von zeitlichen Strafen, Bewusstsein für Sünde | Nicht länger als Sünder verurteilt, Zugang zu Gott | Vollständige Befreiung von der Sünde, wahre Gottesfurcht, Leben nach Gottes Willen |
| Werktätigkeit | Priester und Propheten (symbolisch) | Der Herr Jesus Christus am Kreuz | Der menschgewordene Allmächtige Gott durch Sein Wort und Gericht |
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Die Rolle der Sündenvergebung durch Menschen (Johannes 20,23)
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Eine weitere wichtige Frage betrifft die Auslegung von Johannes 20,23: „Welchen ihr die Sünden vergebet, denen sind sie vergeben; welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“ Viele Gläubige fragen sich, ob dies bedeutet, dass Menschen, insbesondere Priester, die Macht haben, Sünden zu vergeben oder die Vergebung zu verhindern. Die Bibel ist hier jedoch sehr klar: Die Macht, Sünden zu vergeben, steht Gott allein zu. Es sind Seine Gebote, die wir durch unsere Sünden verletzt haben, und nur Er kann uns von dieser Schuld befreien.
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Die Bedeutung von Johannes 20,23 muss im Kontext der vorangehenden Verse verstanden werden. Als der auferstandene Herr seinen Jüngern den Lebensodem einhauchte, teilte er ihnen symbolisch Sein Auferstehungsleben, das Leben des Geistes, das neue Leben mit. Kraft dieses Geistes sind die Gläubigen nun befähigt, in der Verkündigung des Evangeliums die Vergebung der Sünden zu verheißen – natürlich von Seiten des Herrn, nicht aus eigener Macht. Sie sind befähigt, zu unterscheiden, wo ein Werk des Heils gewirkt wurde, um solchen zu bestätigen, dass ihre Sünden vergeben sind. Den Unbußfertigen aber können sie bezeugen, dass ihre Übertretungen noch auf ihnen sind.
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Dies war vor dem Tod und der Auferstehung des Herrn nicht möglich. Im Alten Bund gab es nur die Vergebung seitens der Regierung Gottes als eine Befreiung von einem wegen begangener Sünden verhängten Gericht. Solche Gerichte konnten sowohl Gottesfürchtige als auch Gottlose treffen, und ebenso konnten im Falle von Buße beide Kategorien davon befreit werden, wie die Beispiele von Ahab (1. Könige 21,29) oder David (2. Samuel 12) zeigen. Doch betraf dies alles nur zeitliche Gerichte und zeitliche Vergebung und hatte nichts mit ewiger Verdammnis oder ewigem Heil zu tun. Das ewige Heil wurde auch damals nur aufgrund des später durch Christus auf Golgatha erfüllten Werkes erlangt. Diese Erkenntnis ist erst durch das Auferstehungsleben des Herrn, das uns nun geschenkt ist, mitgeteilt worden.
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Wir haben nun die Befähigung erlangt, beurteilen zu können, ob jemand Vergebung der Sünden hat, also das ewige Leben besitzt, oder nicht – nicht durch eigene Macht, sondern durch die klare Botschaft des Evangeliums. Es ist klar, dass Menschen, auch keine Priester „kraft ihres Amtes“, Sünden vergeben können. Das Wort richtet sich in erster Linie an die Apostel und hat selbstverständlich Gültigkeit für alle wahren Gläubigen; denn sie sind das priesterliche Volk. Durch die Predigt des Evangeliums gelangt die Botschaft des Heils an eine verlorene Menschheit, und jeder, der da glaubt, erlangt Vergebung der Sünden. Denken wir an die gewaltige Predigt des Petrus am Pfingsttag, da empfingen 3000 Seelen Sündenvergebung. Und wenn Petrus den Zauberer Simon der Heuchelei überführt, hat er diesem die Sünde „behalten“, weil Simon nicht bußfertig war. So oft wir das Evangelium verkündigen und die Seelen widerstehen der Botschaft der Gnade, behalten wir ihnen die Sünden, weil Gott allein es in Seiner Heiligkeit angeordnet hat. Beachten wir auch, was der Apostel Paulus dem reumütigen Kerkermeister auf seine Frage: „Was muss ich tun, dass ich errettet werde?“ sagt: „Glaube an den Herrn Jesus Christus!“ (Apg 16,30.31) und keineswegs: „So vergebe ich dir die Sünden, kraft meines Amtes.“ Lasst uns in Einfalt des Herrn Wort festhalten!
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Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Befreiung von der Sünde
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F: Warum sündigen Christen immer wieder, obwohl sie glauben und beichten?
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A: Die Vergebung der Sünden durch den Herrn Jesus befreit uns von der Schuld der Sünde, aber nicht von der sündigen Natur, der sogenannten verdorbenen Disposition. Diese tief verwurzelten satanischen Eigenschaften (wie Arroganz, Egoismus, Betrug) bleiben bestehen und führen dazu, dass wir immer wieder sündigen. Das Erlösungswerk war der erste Schritt, aber die vollständige Reinigung erfordert ein weiteres Werk Gottes.
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F: Ist Gottes Gericht in den letzten Tagen eine Verurteilung?
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A: Nein, Gottes Gericht in den letzten Tagen ist primär ein Werk der Reinigung und Errettung. Durch das Sprechen der Wahrheit und die Offenbarung unserer verdorbenen Natur ermöglicht Gott uns, uns selbst zu erkennen, Reue zu empfinden und uns zu ändern. Es ist ein Prozess, der uns zur wahren Gottesfurcht und zur Fähigkeit führt, nach Gottes Willen zu leben, anstatt uns zu verurteilen.
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F: Können Menschen (Priester) Sünden vergeben?
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A: Die Macht, Sünden zu vergeben, liegt allein bei Gott, da Er derjenige ist, dessen Gebote verletzt wurden. Die Rolle der Menschen, wie in Johannes 20,23 beschrieben, ist es, die Vergebung Gottes durch die Verkündigung des Evangeliums zu bezeugen. Sie können bestätigen, wem Sünden vergeben sind (wenn jemand glaubt), oder wem sie behalten sind (wenn jemand das Evangelium ablehnt), aber sie vergeben nicht aus eigener Macht oder durch ihr Amt. Die Errettung und Sündenvergebung erfolgen durch den Glauben an den Herrn Jesus Christus.
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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass unsere Fähigkeit, uns von der Sünde zu befreien, untrennbar mit Gottes umfassendem Plan zur Errettung verbunden ist. Durch das Gerichtswerk des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen, das uns die Wahrheit offenbart und unsere sündige Natur reinigt, können wir endlich aus dem Kreislauf von Sünde und Beichte ausbrechen und die wahre Freiheit in Christus finden. Dies ist der einzige Weg, auf dem wir gereinigt und verändert werden können, um wirklich Gott zu gehorchen und Ihn zu verehren.
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