26/07/2022
In einer Welt, die oft von Hektik und Unsicherheit geprägt ist, suchen viele Menschen nach Wegen, inneren Frieden, Trost und sogar Heilung zu finden. Das Gebet ist seit jeher eine universelle Praxis, die Kulturen und Religionen verbindet und einen tiefen Ausdruck menschlicher Hoffnung und Verbindung darstellt. Doch was genau ist Beten, und warum ist es so wichtig für unser Wohlbefinden? Und wie kann eine uralte Form des Heilgebets, bekannt als „Besprechen“, uns in unserer modernen Zeit unterstützen?
Das Wort „Beten“ wird oft mit religiösen Ritualen assoziiert, doch im Kern bedeutet es, wie Angelika Limberger treffend feststellt, ein „Zwiegespräch halten“. Es ist eine Form der Kommunikation – sei es mit einer höheren Macht, dem eigenen Inneren oder dem Universum. Dieses Zwiegespräch kann viele Formen annehmen: ein stilles Flehen, ein lauter Gesang, eine Meditation oder ein gesprochener Spruch. Es ist ein Akt der Hingabe, der Reflexion und der Intention, der uns hilft, unsere Gedanken zu ordnen, unsere Ängste zu lindern und unsere Wünsche zu formulieren. Die Wichtigkeit des Gebets liegt in seiner Fähigkeit, uns zu erden, uns Hoffnung zu geben und unsere Perspektive zu verändern. Es kann eine Quelle der Kraft sein, die uns durch schwierige Zeiten trägt und uns hilft, unsere innere Widerstandsfähigkeit zu stärken.

- Das Besprechen: Eine Brücke zwischen Gebet und Heilung
- Die Wirkungsweise des Besprechens: Glaube und Intention
- Vielfältige Anwendungsbereiche des Besprechens
- Der bewährte Ablauf beim Besprechen
- Beten vs. Besprechen: Eine Gegenüberstellung
- Kann man beim Besprechen etwas falsch machen?
- Wichtiger Hinweis: Ergänzung, nicht Ersatz
- Häufig gestellte Fragen (FAQs)
- Fazit: Die anhaltende Relevanz uralten Wissens
Das Besprechen: Eine Brücke zwischen Gebet und Heilung
Eine besonders faszinierende und oft missverstandene Form dieses „Zwiegesprächs“ im Kontext der Heilung ist das sogenannte „Besprechen“. Schon Platon erkannte die Macht des gesprochenen Wortes, indem er sagte: „Wer heilen will, muss einen Zauberspruch sprechen.“ Diese uralte Tradition, die tief in der Volksheilkunde verwurzelt ist, nutzt die Kraft von Worten, Gebeten und Intentionen, um körperliche oder seelische Beschwerden zu lindern. Ursprünglich wurde dieses Wissen, oft von Frauen, mündlich von Generation zu Generation weitergegeben. In Zeiten, in denen Lesen und Schreiben keine Selbstverständlichkeit waren, blieb dieses wertvolle Wissen in den Familien und Gemeinschaften verborgen. Aus politischen und religiösen Gründen, da das Besprechen oft der Hexerei zugeordnet wurde, musste es heimlich, in verborgenen Kammern oder tief in den Wäldern praktiziert werden. Viele Heilerinnen lebten in ständiger Furcht vor Verfolgung, doch die Notwendigkeit und der Glaube an die Wirksamkeit dieser Methode hielten sie am Leben.
Heutzutage erlebt das Besprechen eine bemerkenswerte Renaissance. In einer Zeit, in der die Menschen offener für alternative Heilmethoden und die Selbstheilungskräfte des Körpers werden, findet diese alte Kunst wieder ihren Platz. Es wird erkannt, dass in jedem Lebewesen die Fähigkeit zur Selbstheilung innewohnt, und das Besprechen kann als Katalysator dienen, diese Kräfte zu aktivieren. Es geht nicht darum, ob es ein Placeboeffekt ist oder die direkte Aktivierung der Selbstheilung – das Ergebnis zählt. Die Skepsis, die einst das Besprechen umgab, weicht zunehmend einer neugierigen Offenheit gegenüber den vielfältigen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, um unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden zu fördern.
Die Wirkungsweise des Besprechens: Glaube und Intention
Die Wirksamkeit des Besprechens, wie Angelika Limberger betont, hängt maßgeblich vom Glauben an dessen Wirkung ab. Es ist diese tiefe Überzeugung, die die Energie und Intention hinter den gesprochenen Worten verstärkt. Ein beeindruckendes Beispiel für die unmittelbare Wirkung des Besprechens erlebte Angelika Limberger selbst nach einem Hundebiss. Mit zerrissener Jeans, stark blutender Wunde und unter Schock stehend, schrie sie intuitiv: „Blut steh still, sofort. Blut steh still, sofort. Blut steh still, sofort. Im Namen der Heiligen Drei, auf dass es so sei.“ Zu Hause setzte sie das Besprechen der Wunde fort: „Du Knie, du heilst sehr schnell. Nichts wird da anschwell`, die Haut ist klar und rein. Die Wunde noch heute wird zu sein. Im Namen der Heiligen Drei, auf dass es so sei.“ Die Überzeugung von der Wirkungsweise war so stark, dass oft ein einmaliges Besprechen, maximal dreimal rezitiert, genügt. Dieses persönliche Erlebnis unterstreicht die immense Kraft, die in der Verbindung von Glaube, Wort und Intention liegt.
Ein weiteres Beispiel ist die Behandlung eines hartnäckigen Ekzems. Nach anfänglicher Besserung durch Eigenurin und einem Rückfall, wurde das Ekzem schließlich mit den Worten: „Verschwind` an einen anderen Ort, du gehst sofort!“ angeschrien. Das Ekzem verschwand. Solche Berichte, die oft als anekdotisch abgetan werden, verdeutlichen die tiefgreifende Wirkung, die das gesprochene Wort und der feste Glaube auf unseren Körper und unsere Heilung haben können. Es ist eine Erinnerung daran, dass unser Geist eine mächtige Ressource für unsere Gesundheit ist.
Vielfältige Anwendungsbereiche des Besprechens
Das Besprechen ist nicht auf Warzen beschränkt, obwohl es dafür am bekanntesten ist. Es kann bei einer Vielzahl von körperlichen und seelischen Themen angewendet werden. Dazu gehören:
- Warzen: Die klassische Anwendung, bei der oft erstaunliche Erfolge erzielt werden.
- Gürtelrose: Eine schmerzhafte Viruserkrankung der Haut, bei der das Besprechen Linderung verschaffen kann.
- Ekzeme und andere Hauterkrankungen: Chronische Hautleiden, die mit Juckreiz und Entzündungen einhergehen, können positiv beeinflusst werden.
- Wunden und Verletzungen: Wie das Beispiel des Hundebisses zeigt, kann das Besprechen den Heilungsprozess unterstützen und Schwellungen reduzieren.
- Seelische Beschwerden: Obwohl der Fokus oft auf körperlichen Leiden liegt, kann die Intention und das „Zwiegespräch“ auch bei emotionalen oder seelischen Belastungen hilfreich sein, indem es Trost spendet und die innere Balance fördert.
Interessanterweise kann das Besprechen auch bei Tieren angewendet werden. Wer zweifelt, kann ein einfaches Experiment durchführen: Nimm zwei gleiche Blumen in zwei Töpfen. Sprich eine Pflanze täglich mit positiven, wachstumsfördernden Worten an, während die andere unbeachtet bleibt. Nach einigen Tagen sind oft sichtbare Unterschiede im Wachstum und Gedeihen der Pflanzen zu erkennen. Dies deutet darauf hin, dass die Energie und Intention des Besprechens über die Speziesgrenzen hinweg wirken kann und ein tiefes, universelles Prinzip berührt.
Der bewährte Ablauf beim Besprechen
Für diejenigen, die das Besprechen selbst ausprobieren möchten, gibt es einen klaren, strukturierten Ablauf, der sich bewährt hat und von Angelika Limberger in ihren Seminaren gelehrt wird. Dieser Ablauf ist entscheidend, um die volle Wirkung des Rituals zu entfalten, da er eine bewusste und fokussierte Herangehensweise ermöglicht:
- Gebet Einstimmung: Dies ist der erste Schritt, um sich auf das Ritual einzustimmen. Es geht darum, eine Verbindung herzustellen, sei es zu einer höheren Macht, zur eigenen inneren Weisheit oder zur heilenden Energie des Universums. Es ist eine Phase der Konzentration und des Loslassens von Ablenkungen.
- Gebet Reinigung: Hierbei geht es darum, sich von negativen Energien, Zweifeln oder Blockaden zu befreien. Eine innere Reinigung bereitet den Geist und den Körper auf den Heilungsprozess vor und schafft Raum für positive Veränderungen.
- Gebet Besprechen: Dies ist der Kern des Rituals, in dem die eigentlichen Heilgebete oder Sprüche rezitiert werden. Mit klarer Intention und festem Glauben werden die Worte gesprochen, um die gewünschte Heilung zu manifestieren. Die Konzentration auf den spezifischen Bereich oder das Thema ist hierbei entscheidend.
- Schlussformel: Eine abschließende Formel dient dazu, das Ritual abzuschließen und die gesprochenen Worte zu verankern. Es ist eine Bekräftigung, dass das Gesagte geschehen wird und die Heilenergie freigesetzt wurde.
- Gebet Danke: Der letzte und oft unterschätzte Schritt ist der Ausdruck der Dankbarkeit. Dankbarkeit für die Heilung, für die Unterstützung und für die Möglichkeit, diese alte Weisheit zu nutzen, verstärkt die positive Energie und schließt den Kreis des Rituals ab.
Es ist dieser strukturierte Ansatz, der dem Besprechen seine Kraft verleiht und es zu einer bewussten Handlung macht, die über ein bloßes „Spruch aufsagen“ hinausgeht.
Beten vs. Besprechen: Eine Gegenüberstellung
Obwohl beide Praktiken das gesprochene Wort und die Intention nutzen, gibt es feine Unterschiede, die in der folgenden Tabelle verdeutlicht werden:
| Merkmal | Beten (Allgemein) | Besprechen |
|---|---|---|
| Definition | Zwiegespräch, Kommunikation mit einer höheren Macht/dem Inneren. | Spezifische Form des Heilgebets/Spruchs zur Linderung von Beschwerden. |
| Ziel | Trost, Führung, Dankbarkeit, Fürbitte, spirituelle Verbindung. | Gezielte Aktivierung von Selbstheilungskräften, Linderung physischer/psychischer Symptome. |
| Fokus | Breiter, oft existenzielle oder spirituelle Fragen. | Enger, auf ein konkretes Leiden oder Problem ausgerichtet. |
| Tradition | Universell in allen Religionen und Kulturen verbreitet. | Altes Volksheilwissen, oft mündlich überliefert, teils esoterische Wurzeln. |
| Wirkmechanismus | Glaube, Hoffnung, psychologischer Trost, spirituelle Erfahrung. | Glaube, Placeboeffekt, Aktivierung der Selbstheilungskräfte, energetische Übertragung. |
Kann man beim Besprechen etwas falsch machen?
Die gute Nachricht ist: Nein, sicherlich nicht. Das Schlimmste, was passieren könnte, ist, dass es nicht funktioniert. Angelika Limberger betont, dass Besprechen, auch Böthen genannt, nach ihrem Wissen keine Nebenwirkungen hat. Dies nimmt den Druck, alles perfekt machen zu müssen, und ermutigt dazu, es einfach auszuprobieren. Es ist eine sanfte Methode, die keine Risiken birgt, außer vielleicht der Enttäuschung, wenn die gewünschte Wirkung ausbleibt. Doch selbst dann kann der Akt des Besprechens an sich eine beruhigende und zentrierende Wirkung haben.
Wichtiger Hinweis: Ergänzung, nicht Ersatz
Es ist von entscheidender Bedeutung zu betonen, dass alternative Methoden wie das Besprechen niemals den Besuch bei einem Arzt oder die Konsultation eines Mediziners ersetzen sollen oder wollen. Bei Beschwerden ist immer ein qualifizierter Mediziner zu konsultieren, um eine Diagnose zu stellen und eine angemessene Behandlung zu gewährleisten. Das Besprechen kann eine wertvolle Ergänzung zur Schulmedizin sein und den Heilungsprozess unterstützen, aber es ersetzt keine notwendige medizinische Versorgung. Auch die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen ist stets ratsam, um die eigene Gesundheit proaktiv zu schützen.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
F: Muss ich an eine bestimmte Religion glauben, damit Besprechen funktioniert?
A: Nein, der Glaube an die Wirkung des Besprechens und an die eigenen Selbstheilungskräfte ist wichtiger als die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion. Die positiven Effekte scheinen über konfessionelle Grenzen hinweg zu wirken.
F: Ist die Wirkung von Besprechen wissenschaftlich belegt?
A: Direkte wissenschaftliche Belege im Sinne von randomisierten, kontrollierten Studien sind rar. Die Wirkung wird oft dem Placeboeffekt oder der Aktivierung der körpereigenen Selbstheilungskräfte zugeschrieben, was wiederum durch wissenschaftliche Studien belegt ist. Es handelt sich um ein traditionelles Heilwissen, das auf Erfahrung und Überzeugung basiert.
F: Kann jeder Besprechen lernen?
A: Ja, die Grundlagen des Besprechens können von jedem erlernt werden. Angelika Limberger bietet Tagesseminare an, in denen sie die uralte Tradition des Besprechens vermittelt. Die Praxis und der Glaube an die eigene Fähigkeit sind dabei entscheidend.
F: Wie oft sollte man Besprechen anwenden?
A: Dies hängt von der jeweiligen Situation und der individuellen Reaktion ab. Manche spüren schon nach einmaligem Besprechen eine Wirkung, andere wiederholen den Spruch mehrmals oder über mehrere Tage. Wichtig ist, auf die eigene Intuition zu hören und das Vertrauen in den Prozess zu bewahren.
Fazit: Die anhaltende Relevanz uralten Wissens
Das Gebet, in seinen vielfältigen Formen, bleibt ein zentraler Bestandteil der menschlichen Erfahrung – eine Quelle des Trostes, der Hoffnung und der inneren Stärke. Das Besprechen ist eine faszinierende Manifestation dieser Kraft, die zeigt, wie das gesprochene Wort und eine klare Intention die Heilung auf tiefgreifende Weise beeinflussen können. Es erinnert uns daran, dass wir über innere Ressourcen verfügen, die oft ungenutzt bleiben. Es ist eine Einladung, offen zu sein für die Weisheit vergangener Generationen und die unermesslichen Möglichkeiten, die in unserem eigenen Glauben und unseren Selbstheilungskräften liegen. Möge jeder den richtigen Spruch, zur rechten Zeit und von Herzen finden – für Heilung, Wohlbefinden und ein erfülltes Leben.
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