Gottesdienstmaterialien: Glaube & Nachhaltigkeit

29/09/2023

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Gottesdienste sind das Herzstück des kirchlichen Lebens, Orte der Besinnung, der Gemeinschaft und der Inspiration. Sie formen unseren Glauben und leiten uns an, unsere Überzeugungen in die Tat umzusetzen. Doch wie können Gottesdienste nicht nur spirituelle Tiefe bieten, sondern auch die drängenden Fragen unserer Zeit aufgreifen? Die Antwort liegt in speziell entwickelten Materialien, die den Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit legen und Kirchengemeinden dabei unterstützen, ihre Rolle als Hüter der Schöpfung aktiv wahrzunehmen.

Was sagt die Bibel über Mutterschaft?
In der Bibel gibt es also Mütter, die ihre Kinder ungleich behandeln, sie erzählt von nichtgewollter Mutterschaft und Kinderlosigkeit. Mütter geben ihre Kinder weg, Mütter sterben zu früh und da ist sogar eine Mutter, die ihr Kind in einem Weidenkörbchen aussetzt – ansonsten wäre Moses direkt nach seiner Geburt getötet worden.

Diese Materialien sind weit mehr als nur Leitfäden für Predigten oder Liturgien; sie sind umfassende Ressourcen, die theologische Reflexion mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischen Handlungsimpulsen verbinden. Sie ermöglichen es Gemeinden, das Thema Nachhaltigkeit nicht als zusätzliche Bürde, sondern als integralen Bestandteil ihres Glaubens und ihrer Mission zu verstehen und zu leben. Die Vorteile dieser Materialien sind vielfältig und reichen von einer tieferen theologischen Verankerung bis hin zur konkreten Umsetzung globaler Ziele im lokalen Kontext.

Inhaltsverzeichnis

Die Bedeutung von Gottesdienstmaterialien im kirchlichen Alltag

Gottesdienstmaterialien sind unverzichtbare Werkzeuge für Pfarrerinnen und Pfarrer, Ehrenamtliche und alle, die Gottesdienste vorbereiten und gestalten. Sie bieten Struktur, theologische Tiefe und kreative Anregungen für Liturgien, Predigten, Gebete und Fürbitten. Sie helfen dabei, Gottesdienste thematisch zu gestalten, relevante biblische Bezüge herzustellen und eine konsistente Botschaft zu vermitteln. Im besten Fall sind sie nicht nur eine Arbeitserleichterung, sondern eine Quelle der Inspiration, die neue Perspektiven eröffnet und die Gemeinde in ihrem Glauben stärkt.

Im Kontext der Nachhaltigkeit ermöglichen diese Materialien, ein Thema, das oft als weltlich oder politisch wahrgenommen wird, in den sakralen Raum zu integrieren. Sie helfen, die biblische Botschaft von der Bewahrung der Schöpfung und der Verantwortung für die Mitwelt neu zu entdecken und relevant zu machen. So wird Nachhaltigkeit nicht nur zu einem Thema unter vielen, sondern zu einem zentralen Anliegen, das aus dem christlichen Menschen- und Weltbild erwächst und die gesamte Gemeinde betrifft.

Nachhaltigkeit als Kern christlicher Ethik

Die Kirche versteht sich als Anwältin der Schöpfung und der Gerechtigkeit. Die Bewahrung der Schöpfung ist ein zentrales Gebot christlicher Ethik. Doch wie kann dieser theologische Anspruch im Alltag einer Kirchengemeinde konkretisiert werden? Hier setzen die Gottesdienstmaterialien zum Thema Nachhaltigkeit an. Sie liefern geistliche Impulse und theologische Beiträge, die aufzeigen, wie tief das Thema Nachhaltigkeit in der christlichen Tradition verwurzelt ist. Sie beleuchten Aspekte wie die Verantwortung des Menschen für die Erde, die Bedeutung von Gerechtigkeit für zukünftige Generationen und die Solidarität mit den Armen und Schwachen, die oft am stärksten von Umweltzerstörung betroffen sind.

Die Texte sind so konzipiert, dass sie sowohl wissenschaftliche Fakten zur nachhaltigen Entwicklung als auch kirchliche Positionen und theologische Beiträge miteinander verknüpfen. Dies ermöglicht eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema und hilft, eine Brücke zwischen Glauben und Handeln zu schlagen. Die Materialien ermutigen dazu, über den eigenen Tellerrand zu blicken und die globale Dimension der Nachhaltigkeit zu erkennen, die eng mit den Herausforderungen von Armut, Ungleichheit und Klimawandel verbunden ist.

Die Vereinten Nationen und die Kirche: Eine gemeinsame Vision

Ein herausragender Vorteil dieser Materialien ist ihre explizite Verknüpfung mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals – SDGs), die 2015 von der Weltgemeinschaft verabschiedet wurden. Diese Ziele bieten einen universalen Rahmen für die globale Entwicklung und sind für die Kirchen eine wichtige Referenzgröße. Der Rat der EKD hat dies in seinem 2018 herausgegebenen Impulspapier „Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben. Die Agenda 2030 als Herausforderung für die Kirchen“ ausdrücklich gewürdigt und dazu aufgerufen, dass auch die Kirchengemeinden sich für deren Umsetzung einsetzen.

Die Gottesdienstmaterialien tragen maßgeblich dazu bei, diesen Aufruf in die Praxis umzusetzen. Sie ermöglichen es Gemeinden, sich mit den einzelnen SDGs auseinanderzusetzen und zu erkennen, wie kirchliches Engagement – sei es durch diakonische Arbeit, Bildungsangebote oder den Einsatz für Klimagerechtigkeit – direkt zur Erreichung dieser globalen Ziele beiträgt. Diese Verbindung stärkt nicht nur das Bewusstsein für die globale Verantwortung, sondern zeigt auch auf, dass kirchliches Handeln einen konkreten Beitrag zur Gestaltung einer besseren Welt leisten kann. Es ist ein Beispiel dafür, wie theologische Überzeugungen und weltliche Entwicklungsziele Hand in Hand gehen können, um eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft zu schaffen.

Nachhaltigkeitsziele und ihre kirchliche Relevanz

Nachhaltigkeitsziel (SDG)Kirchliche Relevanz / Bezug in Materialien
SDG 1: Keine ArmutDiakonische Arbeit, soziale Gerechtigkeit, Nächstenliebe
SDG 4: Hochwertige BildungBildungsarbeit in Gemeinden, ethische Reflexion, theologische Bildung
SDG 7: Bezahlbare & saubere EnergieEnergiesparen in Kirchengebäuden, Klimaschutz, ethischer Konsum
SDG 12: Nachhaltiger Konsum & ProduktionFairer Handel, bewusster Lebensstil, ressourcenschonendes Handeln
SDG 13: KlimaschutzmaßnahmenBewahrung der Schöpfung, Engagement für Klimagerechtigkeit, Advocacy
SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit & starke InstitutionenFriedensethik, gesellschaftliches Engagement der Kirche, interreligiöser Dialog

Praktische Impulse für Gemeinden und Gläubige

Einer der größten Vorteile dieser Materialien ist ihre praktische Anwendbarkeit. Sie sind nicht nur theoretische Abhandlungen, sondern bieten konkrete Beispiele und Anleitungen, wie sich Christen und Kirchengemeinden engagieren können. Die Texte lassen sich flexibel in den Jahreslauf integrieren, indem sie sowohl einer Zeit des Kirchenjahres (z.B. Erntedank, Schöpfungszeit) als auch einem weltlichen Gedenktag (z.B. Tag der Umwelt) zugeordnet werden können. Diese Flexibilität gewährleistet, dass das Thema Nachhaltigkeit immer wieder neu und in passenden Kontexten aufgegriffen werden kann.

Was bitten wir für die Klimademonstrationen und Klimabeschlüsse?
Für die Klimademonstrationen und die Klimabeschlüsse in der kommenden Woche und für alle, die an ihnen mitwirken, bitten wir um Besonnenheit und Ungeduld, um aufrichtigen Streit und gemeinsame Verantwortung, um Einsicht und neuen Mut, jetzt das Notwendige zu tun. Wir rufen zu Dir: Kyrie eleison.

Die Vielfalt der Autorinnen und Autoren – aus verschiedenen Landeskirchen und der EKD, aus Gemeinde- und Sonderpfarrämtern, aus der Ökumene und der Diakonie sowie aus kirchlichen Initiativen – sorgt zudem für eine breite Palette an Perspektiven und Erfahrungen. Dies bereichert die Inhalte und macht sie für unterschiedliche Gemeindetypen und Schwerpunkte relevant. Ob es um die Gestaltung eines klimafreundlichen Gemeindefestes geht, die Einführung von Fair-Trade-Produkten im Kirchencafé oder die Diskussion über nachhaltige Geldanlagen – die Materialien liefern die nötigen Anregungen und Hintergrundinformationen.

Vielfalt und Zugänglichkeit der Ressourcen

Die umfassende Verfügbarkeit dieser Materialien ist ein weiterer entscheidender Vorteil. Sie sind online unter www.ekd.de/nachhaltigkeit abrufbar, was den Zugang für jede Kirchengemeinde und jeden Interessierten enorm erleichtert. Diese digitale Zugänglichkeit bedeutet, dass die Ressourcen jederzeit und überall genutzt werden können, sei es zur Vorbereitung eines Gottesdienstes, für eine Gruppenstunde oder zur persönlichen Vertiefung.

Die Aufbereitung der Inhalte, die theologische Tiefe, wissenschaftliche Fakten und praktische Beispiele miteinander verbindet, macht sie zu einem wertvollen Schatz für die Bildungsarbeit in den Gemeinden. Sie ermöglichen es, das Thema Nachhaltigkeit auf eine Weise zu behandeln, die sowohl informativ als auch inspirierend ist und zum Handeln motiviert. Die Materialien sind somit ein klares Zeichen dafür, dass die Kirche die Herausforderungen unserer Zeit ernst nimmt und aktiv an Lösungen mitarbeiten möchte.

Häufig gestellte Fragen zu Nachhaltigkeitsmaterialien

Wer kann die Nachhaltigkeits-Gottesdienstmaterialien nutzen?

Die Materialien richten sich an alle, die Gottesdienste vorbereiten und gestalten: Pfarrerinnen und Pfarrer, Diakoninnen und Diakone, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Liturgie- und Predigtgruppen, aber auch an Bildungsausschüsse und alle Gemeindemitglieder, die sich für das Thema Nachhaltigkeit interessieren und es in das Gemeindeleben integrieren möchten.

Sind die Materialien nur für spezielle Anlässe oder das Kirchenjahr gedacht?

Nein, die Materialien sind flexibel einsetzbar. Während sie Bezüge zum Kirchenjahr und zu weltlichen Gedenktagen herstellen, sind sie auch so konzipiert, dass sie jederzeit für allgemeine Gottesdienste oder thematische Abende genutzt werden können, um das Thema Nachhaltigkeit als festen Bestandteil des kirchlichen Alltags zu etablieren.

Welchen konkreten Nutzen haben diese Materialien für meine Gemeinde?

Sie bieten theologische Vertiefung zum Thema Nachhaltigkeit, liefern konkrete Impulse für Predigten und Liturgien, fördern das Bewusstsein für die globale Dimension der Nachhaltigkeitsziele, und ermutigen zu praktischem Engagement im Sinne der Bewahrung der Schöpfung und der sozialen Gerechtigkeit. Sie helfen Ihrer Gemeinde, ihre Rolle als verantwortliche Akteurin in der Gesellschaft zu stärken.

Muss unsere Gemeinde bereits „nachhaltig“ sein, um diese Materialien zu nutzen?

Nein, ganz im Gegenteil. Die Materialien sind dazu gedacht, Gemeinden auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu begleiten – egal, wo sie stehen. Sie können als Einstieg dienen, um erste Schritte zu unternehmen, oder als Vertiefung für bereits engagierte Gemeinden. Sie bieten Inspiration und Unterstützung, um das Thema Schritt für Schritt im Gemeindeleben zu verankern.

Gibt es auch Materialien, die speziell auf Kinder und Jugendliche zugeschnitten sind?

Die bereitgestellten Informationen weisen auf die breite Verfasserschaft hin, die auch aus Gemeinde- und Sonderpfarrämtern sowie kirchlichen Initiativen stammt. Dies lässt vermuten, dass die Materialien oder weiterführende Angebote auch altersgerechte Zugänge beinhalten könnten, um das Thema Nachhaltigkeit für alle Generationen erfahrbar zu machen.

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