Was ist mein Gebet für dich?

Gottes Plan: Mann als Verwalter der Erde

28/07/2021

Rating: 4.85 (2176 votes)

Die Frage nach Gottes Absicht bei der Erschaffung von Mann und Frau ist von grundlegender Bedeutung für das Verständnis unserer Rollen in Familie und Gemeinde. Es geht nicht nur darum, welche Aufgaben Frauen übernehmen dürfen oder sollen, sondern vielmehr um die tiefere göttliche Absicht hinter der Schöpfung selbst. Die Erlösung durch Jesus Christus hebt diese ursprüngliche Schöpfungsordnung nicht auf, sondern bestätigt und ermöglicht ihre Erfüllung, indem sie uns von den zerstörerischen Folgen der Sünde befreit. Auch wenn wir als wiedergeborene Christen immer noch mit den Auswirkungen der Sünde konfrontiert sind, so ist es doch Gottes Wunsch, dass wir in Harmonie mit seinem ursprünglichen Plan leben.

Warum hat Gott den Mann als seinen Verwalter auf die Erde gestellt?
Gott hat also den Mann als seinen Verwalter auf die Erde gestellt. Der Mann soll diesen Dienst in der Unterordnung Gott gegenüber erfüllen. Weil das so ist, muss der Mann nach außen hin immer wieder zeigen, was er kann. Wenn die Frau etwas besser kann und darauf pocht, fühlt er sich leicht unterlegen und als Haupt in Frage gestellt.

Die entscheidende biblische Antwort ist, dass die Aufgabenunterscheidung zwischen Mann und Frau, einschließlich der Rolle des Mannes als „Haupt“ und der „Unterordnung“ der Frau, keine Folge des Sündenfalls ist, sondern eine klare und bewusste Schöpfungsabsicht Gottes. Dies bedeutet, dass diese Rollenverteilung nicht kulturell bedingt und somit relativ ist, sondern universell und zeitlos. Es ist jedoch von größter Wichtigkeit zu betonen, dass diese biblische Ordnung keineswegs die Unterdrückung der Frau bedeutet. Im Gegenteil, Gott hat für Mann und Frau einen wunderbaren Plan der gegenseitigen Ergänzung und Unterstützung geschaffen. Nur in dieser harmonischen Zusammenarbeit können wir seinen Plan für unser Leben und die Welt vollständig erfüllen.

Lawrence Crabb beschreibt diese Dynamik eindrücklich: Wenn Frauen ihre Weiblichkeit leben, gewinnen Männer Selbstvertrauen in ihrer Verantwortung und fühlen sich tief zu ihren Frauen hingezogen. Die Liebe und Anteilnahme ihrer Frau bedeutet ihnen mehr als äußerer Erfolg, da sie im tiefsten Bereich ihres Wesens gestärkt werden, wo nur die Frau sie mit ihrer Weiblichkeit erreichen kann. Umgekehrt, wenn Männer maskulin sind und ihre Rolle als Haupt wahrnehmen, können Frauen sich entspannen. Sie fühlen sich befreit vom ständigen Druck, alles aufrechterhalten zu müssen, und können die Schönheit des Frauseins in der Hingabe an den Partner erleben, weil sie einen Mann haben, der ihnen diese Freiheit gibt. Diese Rollenverteilung ist im Wesen des dreieinigen Gottes selbst begründet und nur die Beachtung dieses Schöpfungsplanes führt zu wahrer Erfüllung und zum Ziel Gottes mit unserem Leben.

Inhaltsverzeichnis

Die Schöpfungsordnung: Mann und Frau in Gottes Plan

Um Gottes Plan zu verstehen, müssen wir uns zuerst dem biblischen Schöpfungsbericht in 1. Mose 1 und 2 zuwenden. Es ist wichtig zu verstehen, dass es sich hierbei nicht um zwei widersprüchliche Schöpfungserzählungen handelt, sondern dass 1. Mose 2,4ff. eine detailliertere Ausführung dessen ist, was in 1. Mose 1,1–2,3 zusammenfassend berichtet wurde. Der Begriff „Tholedoth“ (Erzeugungen/Geschichte) in 1. Mose 2,4 leitet eine detaillierte Beschreibung der Schöpfung des Menschen ein, die in 1. Mose 1,26-27 bereits angerissen wurde:

„Und Gott sprach: ‚Lasst uns Menschen (‘adam) machen in unserm Bild, uns ähnlich! Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen! Und Gott schuf den Menschen (‘adam) nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn [Singular!]; als männlich und weiblich schuf er sie [Plural!].“

Dieser Vers hebt zwei entscheidende Aspekte hervor: Erstens die Gleichwertigkeit von Mann und Frau, da beide nach Gottes Bild geschaffen wurden. Zweitens die Unterscheidung der Geschlechter, die bereits in der Schöpfung verankert ist und von Jesus in Matthäus 19,4 bestätigt wird: „Der Schöpfer hat sie von Anfang an als männlich und weiblich gemacht.“ Aus dieser Unterscheidung leitet sich die unterschiedliche Aufgabenstellung ab, die in 1. Mose 2,4ff. noch deutlicher zum Ausdruck kommt. Die Tatsache, dass Gott zuerst den Mann schuf, ist kein Zufall, wie der Apostel Paulus in 1. Korinther 11,8-9 bekräftigt: „Denn der Mann ist nicht um der Frau willen geschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen.“ Dies unterstreicht, dass die Schöpfung der Frau eine bewusste Absicht Gottes hatte, die auf die Bedürfnisse des Mannes ausgerichtet war. Diese göttliche Zuordnung ist eine Schöpfungsordnung, deren Missachtung weitreichende Folgen haben kann.

Der Mann als Verwalter und Haupt

Der Mann wurde zuerst geschaffen und von Gott als sein Stellvertreter und Verwalter auf Erden eingesetzt. Ihm wurde der direkte Auftrag erteilt, den Garten Eden zu bebauen und zu bewahren (1. Mose 2,15). Doch dieser Auftrag sollte nicht in Einsamkeit erfüllt werden. Gott selbst erkannte: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm gegenüber sei“ (1. Mose 2,18). Hier kommt die Rolle der Frau ins Spiel, die dem Mann als „Gehilfin“ zur Seite stehen sollte.

Diese Aussage wirft die Frage auf, was genau mit „Hilfe“ gemeint ist. Das hebräische Wort „‘eser“, das oft mit „Gehilfin“ übersetzt wird, bedeutet „Hilfe, Beistand, Unterstützung; Stärke, Kraft“. Im Alten Testament wird dieses Wort hauptsächlich in Bezug auf Gottes Hilfe gebraucht, was seine positive und einzigartige Bedeutung unterstreicht. Wenn es in Bezug auf Menschen verwendet wird, wie in Jesaja 30,5 oder Hesekiel 12,14, wird oft gezeigt, dass menschliche Hilfe unzureichend ist. Nur in 1. Mose 2,18 und in Bezug auf Gottes Hilfe hat es eine durchweg positive Konnotation. Die Frau ist also keine beliebige Hilfe, sondern eine einzigartige und notwendige Unterstützung, die weder Tiere noch ein zweiter Mann bieten konnten.

Die Frau als „Gehilfin“: Eine Würdevolle Rolle

Die Bezeichnung der Frau als „Hilfe“ oder „Gehilfin“ ist keineswegs eine Abwertung, sondern unterstreicht die Würde und den unverzichtbaren Wert der Frau. Sie zeigt vielmehr, dass der Mann ergänzungsbedürftig und auf die Hilfe der Frau angewiesen ist. Eine solche „Hilfe“ ist keine Sklavin des Mannes; vielmehr soll ihre Würde vom Mann geachtet werden (vgl. 1. Petrus 3,7). Eine wirkliche Hilfe kann die Frau nur sein, wenn sie mitdenkt, Verantwortung übernimmt und ihre Gaben im Einklang mit ihrer Berufung als „Hilfe“ für den Mann einsetzt, anstatt seine Aufgaben zu übernehmen.

Indirekt lehrt uns der Vers auch, dass die Frau nicht durch bloße „Selbstverwirklichung“ oder eine unabhängige Karriere zur wahren Lebenserfüllung gelangt, sondern indem sie den Mann in seiner gottgegebenen Aufgabe unterstützt. Nach dem Sündenfall sagt Gott zur Frau: „Dein Verlangen soll nach deinem Mann sein“ (1. Mose 3,16). Dieses „Verlangen“ (abgeleitet von einem Verb, das „voll sein, überfließen“ bedeutet) deutet auf eine tiefe Ausrichtung auf die Beziehung zum Mann hin, die zur Erfüllung führt. Lawrence Crabb zitiert Carol Gilligan, die feststellt, dass erfolgreiche Frauen ihren Beruf oft als Gefährdung ihrer Persönlichkeit sahen und ihre Identität eher in Beziehungen definierten. Eine Frau fühlt sich demnach besonders weiblich und erfüllt, wenn sie ihre Gabe entfalten kann, Beziehungen zu stärken und andere zu ermutigen. Ihr Schwerpunkt liegt nicht primär darauf, „in die Welt hinauszugehen“, sondern „in eine Beziehung einzutreten“.

Die Formulierung „ihm gegenüber“ in 1. Mose 2,18.20 betont sowohl den Wert der Frau als auch die notwendige Ergänzung des Mannes. Diese Einheit und gegenseitige Abhängigkeit wird auch dadurch ausgedrückt, dass Gott die Frau aus der Rippe (oder Seite) des Mannes schuf (1. Mose 2,21f.), sie „‘ischah“ (Männin) genannt wird (1. Mose 2,23) und die beiden „zu einem Fleisch“ werden sollen (1. Mose 2,24). Die unterschiedliche Zweckbestimmung von Mann und Frau wird zudem durch die unterschiedlichen Flüche nach dem Sündenfall bestätigt, die jeweils ihre spezifischen Bereiche betreffen (1. Mose 3,15ff.).

Da Gott den Mann dazu bestimmt hat, als sein Stellvertreter die Hauptverantwortung zu tragen, und ihm die Frau als Helferin zur Seite gestellt hat, ist die Frau oft anpassungsfähiger und einfühlsamer. Diese Eigenschaften helfen dem Mann, seine Verantwortung wahrzunehmen und wirklich Mann zu sein, indem er der Frau die notwendige Geborgenheit und den Schutz geben kann. Unter diesem Schutz wird die Frau bereitwilliger sein, sich körperlich hinzugeben. Der Mann wiederum benötigt die Anlehnung und Wärme der Frau, um Selbstvertrauen zu gewinnen und seine Führungsaufgabe nicht als zu große Last zu empfinden. Wenn die Frau die Führungsrolle des Mannes in Frage stellt, entsteht ein „Tauziehen“, das beiden schadet und den Mann daran hindert, entspannt und zärtlich zu sein. Deshalb fordert Paulus die Frau auf, den Mann zu „fürchten“, also ihm mit Ehrfurcht und Respekt zu begegnen (Epheser 5,33).

Eine „tüchtige, gottesfürchtige Frau“

Die Frauen tragen einen entscheidenden Schlüssel dazu, Männer zu den Männern zu machen, die Gott sich wünscht. Dies geschieht nicht durch Umerziehung oder Bevormundung, sondern durch Ermutigung und Unterstützung, ihre Verantwortung zu tragen. Ein beeindruckendes Beispiel einer solchen Frau finden wir in Sprüche 31,10-31. Diese Frau hat ihre Arbeit in Haus und Familie als eine von Gott zugewiesene Aufgabe erkannt und erfüllt sie mit Freude und Hingabe. Die Verse 10-17 beschreiben sie wie folgt:

„Eine tüchtige Frau – wer findet sie? Weit über Korallen geht ihr Wert. Ihr vertraut das Herz ihres Mannes, und an Ausbeute wird es ihm nicht fehlen. Sie erweist ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens. Sie kümmert sich um Wolle und Flachs und arbeitet dann mit Lust ihrer Hände. Sie gleicht Handelsschiffen, von weit her holt sie ihr Brot herbei. Und sie steht auf, wenn es noch Nacht ist, und gibt Speise ihrem Haus und das Angemessene ihren Mägden. Sie hält Ausschau nach einem Feld und erwirbt es; von der Frucht ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg. Sie gürtet ihre Lenden mit Kraft und macht ihre Arme stark.“

Diese Aufgabe ist oft mühsam, doch wenn die Frau sie als Geschenk und Auftrag Gottes erfüllt, liegt ein großer Segen auf der ganzen Familie. Die Erlösung durch Jesus Christus ermöglicht es, diese Aufgabe trotz der Folgen der Sünde mit Hingabe zu erfüllen. Der Kern ihrer Hingabe ist ihre Gottesfurcht (Sprüche 31,28-30). Obwohl diese Frau als „Hausherrin“ beschrieben wird, ordnet sie sich ungezwungen dem Mann als Hauptverantwortlichen unter. Dies ermöglicht dem Mann, entspannt seine Rolle als Mann auszufüllen, ohne ständig seine Autorität beweisen zu müssen. Er kann zärtlich sein, ohne dass sein Mannsein in Frage gestellt wird. „Ihr vertraut das Herz ihres Mannes“ (Sprüche 31,11) bedeutet, dass er sich respektiert und sicher in seinen Aufgaben fühlt. Das Ergebnis ist, dass er in der Öffentlichkeit geachtet wird und erfolgreich sein kann, aber auch gerne nach Hause zurückkehrt, wo er ebenso geschätzt wird.

Die Frau, die als „Hilfe“ geschaffen wurde, findet es leichter, selbstlos zu dienen, und gewinnt dadurch an Würde. Sprüche 31,25 sagt: „Kraft und Würde sind ihr Gewand, und sie lacht des kommenden Tages.“ In unserer modernen Gesellschaft wird diese Hingabe oft negativ bewertet, doch es ist entscheidend, die biblischen Prinzipien wieder zu entdecken, um heile Ehen, Familien und eine gesunde Gesellschaft zu ermöglichen. Die positiven Auswirkungen einer solchen „tüchtigen Frau“ auf die Erziehung sind unverkennbar: „Es treten ihre Söhne auf und preisen sie glücklich“ (Sprüche 31,28).

Die Bestätigung der Rollen durch Jesus und Paulus

Die Stellung der Frau in der Schöpfungsordnung wird auch im Dienst von Jesus bestätigt. Im Gegensatz zu den jüdischen Gesetzeslehrern seiner Zeit lehrte Jesus Frauen und ließ sich von ihnen in seinem Dienst unterstützen. Lukas 8,1-3 berichtet:

„Und es geschah danach, dass er nacheinander Städte und Dörfer durchzog, indem er predigte und das Evangelium vom Reich Gottes verkündigte; und die Zwölf mit ihm, und einige Frauen, die von bösen Geistern und Krankheiten geheilt worden waren: Maria, genannt Magdalena, von der sieben Dämonen ausgefahren waren, und Johanna, die Frau des Chuza, des Verwalters Herodes’, und Susanna und viele andere, die ihnen mit ihrer Habe dienten.“

Diese Frauen fühlten sich von Jesus geachtet und geschätzt, nicht weil sie Männeraufgaben übernahmen, sondern gerade weil sie in ihrem weiblichen Wesen geachtet und gebraucht wurden. Jesus verletzte in keiner Weise die Schöpfungsordnung bezüglich der unterschiedlichen Aufgabenstellung von Mann und Frau, sondern brachte das schöpfungsmäßige Wesen der Frau zu seiner vollen Entfaltung.

Der Apostel Paulus betont ebenfalls die Aufgaben der Frau. Er fordert jüngere Witwen auf, „Kinder zu gebären, den Haushalt zu führen, dem Widersacher keinen Anlass zur Schmähung zu geben“ (1. Timotheus 5,14). Ältere Witwen sollen in die Liste der Fürsorge aufgenommen werden, wenn sie „ein Zeugnis in guten Werken hat, wenn sie Kinder erzogen, wenn sie Fremde beherbergt, wenn sie der Heiligen Füße gewaschen, wenn sie Bedrängten Hilfe geleistet hat, wenn sie jedem guten Werk nachgegangen ist“ (1. Timotheus 5,9-10). Dies geschah vor dem Hintergrund, dass einige das Heiraten und Kindergebären für geistliche Frauen als „ungeistlich“ ansahen. Paulus widerspricht dem entschieden in 1. Timotheus 2,15: „Sie wird aber durch das Kindergebären (hindurch) gerettet (geheilt) werden, wenn sie bleiben in Glauben und Liebe und Heiligkeit mit Sittsamkeit.“ Dieser Vers, der oft missverstanden wird, spricht nicht nur das Kindergebären an, sondern die Erziehung der Kinder in der Gottesfurcht als eine zentrale, geistliche Aufgabe der Frau.

Aufgaben der Frau in der Gemeinde

Entsprechend ihrer Begabung kann und soll die Frau auch in der Gemeinde alle Dienste übernehmen, die mit Gottes Schöpfungsabsicht im Einklang stehen. Die Ehe wird von Paulus als Einheit verstanden, in der Mann und Frau gemeinsam Gott dienen, auch in der Gemeinde. Die Frau soll als „Hilfe“ des Mannes auch mit ihm und seinen Aufgaben mitdenken. Im Neuen Testament werden verschiedene Aufgaben und Dienste der Frau in der Gemeinde erwähnt:

  • Unterstützung im Evangelium: Frauen kämpfen mit für das Evangelium (Philipper 4,2-3). Diese Unterstützung kann vielfältig sein, von geistlicher, moralischer und finanzieller Hilfe für den Mann in seiner Verkündigungsaufgabe bis hin zur eigenen Verkündigung des Evangeliums im Rahmen ihres Auftrags.
  • Mütterliche Rolle: Als Mütter haben Frauen eine wichtige Aufgabe in der Erziehung der eigenen Kinder, die auch für die Gemeinde von Bedeutung ist. Auch in der Gemeinde werden solche Mütter in vielerlei Hinsicht gebraucht (Römer 16,13).
  • Diakonische Dienste und Gastfreundschaft: Dazu gehören Gastfreundschaft und weitere diakonische Dienste, wie Paulus in 1. Timotheus 5,10 in Bezug auf Witwen schreibt: „… wenn sie … ein Zeugnis in guten Werken hat, wenn sie Kinder erzogen, wenn sie Fremde beherbergt, wenn sie der Heiligen Füße gewaschen, wenn sie Bedrängten Hilfe geleistet hat, wenn sie jedem guten Werk nachgegangen ist.“
  • Geistliche Unterweisung von Kindern: Obwohl der Mann und Vater hauptverantwortlich ist, ist dies auch Teil der Aufgabe der Frau (2. Timotheus 1,5; 3,14f.). Hier kann die Frau einen wichtigen Beitrag in der Gemeinde leisten.
  • Unterweisung anderer Frauen: Ältere, geistlich gereifte Frauen sollen „Lehrerinnen des Guten“ sein, um junge Frauen zu unterweisen, ihre Männer und Kinder zu lieben, besonnen und keusch zu sein, häusliche Arbeiten zu verrichten, gütig zu sein und sich den eigenen Männern unterzuordnen, „damit das Wort Gottes nicht verlästert werde“ (Titus 2,3-5).

Es gibt also eine Vielzahl von Diensten und Aufgaben in der Gemeinde, die eine Frau mindestens so gut oder sogar besser ausführen kann als ein Mann. Ihr Beitrag ist von entscheidender Bedeutung.

Vergleich der Rollen von Mann und Frau in der Schöpfungsordnung

AspektRolle des MannesRolle der Frau
Ursprünglicher AuftragVerwalter, Haupt, Garten bebauen & bewahren.Einzigartige Hilfe, Beistand, Unterstützung für den Mann.
SchöpfungsreihenfolgeZuerst geschaffen (1. Mose 2,7).Später aus dem Mann geschaffen (1. Mose 2,21-22).
Identitätsfindung/ErfüllungIn der Übernahme von Verantwortung, Führung, Leistung.In der Stärkung von Beziehungen, Unterstützung des Mannes, Hingabe.
WesenMaskulin, führt, beschützt, versorgt.Feminin, einfühlsam, anpassungsbereit, beziehungsorientiert.
Beziehung zum PartnerBraucht die Anlehnung und Wärme der Frau für Selbstvertrauen.Braucht Geborgenheit und Schutz des Mannes für Hingabe.
Auswirkung auf Familie/GesellschaftErmöglicht der Frau, ihre Rolle zu leben; fördert Stabilität.Ermöglicht dem Mann, seine Rolle zu leben; prägt Kinder positiv.
Biblische Bestätigung1. Korinther 11,8-9; Epheser 5,23.1. Korinther 11,9; Epheser 5,22-24; Titus 2,3-5.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Hebt die Erlösung durch Jesus Christus die Schöpfungsordnung auf?
Nein, die Erlösung hebt die Schöpfungsordnung nicht auf, sondern bestätigt sie und ermöglicht uns, die Folgen der Sünde zu überwinden, um in Gottes ursprünglichem Plan zu leben. Sie befreit uns von der Last der Sünde, die unsere Beziehungen und Rollen verzerrt hat, und ermöglicht es uns, Gottes Absicht für Mann und Frau wieder zu erfüllen.
Bedeutet die biblische Rolle der Frau als „Hilfe“, dass sie dem Mann unterlegen ist?
Absolut nicht. Das hebräische Wort „‘eser“ (Hilfe) hat eine sehr positive und starke Bedeutung und wird oft für Gott selbst verwendet. Es zeigt, dass der Mann ohne die Frau unvollständig ist und ihre einzigartige Unterstützung benötigt. Die Frau ist gleichwertig in Würde und Wert, aber unterschiedlich in ihrer Rolle und Funktion. Sie ist eine unverzichtbare Ergänzung.
Ist die Rollenverteilung von Mann und Frau nur eine kulturelle Angelegenheit?
Laut der Bibel ist die Rollenverteilung keine Folge kultureller Entwicklungen oder des Sündenfalls, sondern eine klare Schöpfungsabsicht Gottes. Sie ist im Wesen Gottes selbst begründet und somit universell und zeitlos gültig, unabhängig von der jeweiligen Kultur.
Was bedeutet es, wenn Paulus sagt, die Frau werde „durch das Kindergebären gerettet“?
Dieser Vers (1. Timotheus 2,15) ist oft missverstanden worden. Er bedeutet nicht, dass Frauen durch das Gebären von Kindern Erlösung im Sinne von Seelenrettung erlangen. Vielmehr betont er, dass die Frau ihre eigentliche Berufung und Erfüllung in der Mutterschaft und der gottgefälligen Erziehung ihrer Kinder findet. Es ist eine „Rettung“ oder „Heilung“ im Sinne einer Bewahrung vor falschen Lehren und einer Erfüllung ihrer gottgegebenen Rolle, wenn sie im Glauben, in der Liebe und Heiligkeit bleibt.
Dürfen Frauen in der Gemeinde lehren oder leiten?
Die biblischen Texte zeigen, dass Frauen viele wichtige Aufgaben in der Gemeinde wahrnehmen können, die mit der Schöpfungsabsicht Gottes im Einklang stehen. Dazu gehören die Unterstützung im Evangelium, diakonische Dienste, Gastfreundschaft und die Unterweisung anderer Frauen (Titus 2,3-5) und Kinder. Der Text legt nahe, dass Frauen ihre Gaben im Rahmen ihrer Rolle als „Hilfe“ für den Mann einsetzen sollen, anstatt die Hauptführungs- oder Lehrrolle über Männer in der Gemeinde zu übernehmen, die dem Mann zugedacht ist. Die Grenzen dieser Rollen sind jedoch innerhalb der Theologie Gegenstand unterschiedlicher Auslegungen.

Schlussfolgerung

Es ist von entscheidender Bedeutung, dass in unseren Familien und Gemeinden Männer und Frauen positive Vorbilder für ein überzeugend gelebtes Mannsein und Frausein sind. Fehlen solche Leitbilder, indem Eltern ihre geschlechtliche Eigenart nicht zur Entfaltung bringen oder unterdrücken, kann dies weitreichende negative Folgen für die Identitätsentwicklung von Kindern haben. Eine Unterdrückung der Frau kann beispielsweise dazu führen, dass sie ihre Weiblichkeit nicht akzeptiert und dies wiederum einen negativen Einfluss auf die Kinder ausübt.

Die biblischen Wahrheiten zeigen, wie wertvoll und unverzichtbar die Frau nicht nur für die Familie und die Gesellschaft, sondern auch für die christliche Gemeinde ist. Gerade weil sie sich in ihrem Wesen vom Mann unterscheidet, leistet sie einen Beitrag, der durch nichts ersetzt werden kann. Gläubige Frauen sollten daher ihre Weiblichkeit als eine gute Gabe Gottes voll und ganz annehmen und ausleben, sowohl in Ehe und Familie als auch in der Gemeinde. Indem wir Gottes Schöpfungsordnung verstehen und leben, können wir zu einer gesunden, harmonischen und gottgefälligen Gesellschaft beitragen, in der jeder Einzelne seine wahre Bestimmung findet.

Wenn du andere Artikel ähnlich wie Gottes Plan: Mann als Verwalter der Erde kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Religion besuchen.

Go up