Wann wurde das Evangelium entstanden?

Lesejahre der Katholischen Kirche: Ein Leitfaden

06/02/2024

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Das Kirchenjahr der Katholischen Kirche ist weit mehr als nur eine Abfolge von Daten; es ist ein lebendiger, spiritueller Kalender, der Gläubige durch die Heilsgeschichte führt und ihnen hilft, die Geheimnisse des Glaubens tiefer zu erfassen. Zentral für diese Reise sind die sogenannten Lesejahre, ein wohlüberlegtes System, das sicherstellt, dass die Gläubigen über einen bestimmten Zeitraum hinweg einen Großteil der Heiligen Schrift hören und meditieren können. Es ist ein rhythmischer Puls, der das Leben der Kirche prägt und die Gläubigen Woche für Woche mit dem Wort Gottes nährt. Doch wie genau funktioniert dieses System, und welche Bedeutung hat es für unser spirituelles Leben? Tauchen wir ein in die faszinierende Welt der Lesejahre und des Kirchenjahres, um die Tiefe und den Reichtum dieser kirchlichen Ordnung zu verstehen.

Wie viele Lesejahre gibt es in der katholischen Kirche?
Entsprechend dem Kirchenjahr und seinen Festzeiten gibt es an den Sonntagen im Jahr eine für die gesamte katholische Kirche vorgeschriebene verbindliche Leseordnung, die ebenfalls am 1. Advent beginnt und am Christkönigsfest endet. Sie ist eingeteilt in 3 Lesejahre – A, B, C.
Inhaltsverzeichnis

Das Kirchenjahr: Eine Reise durch die Heilsgeschichte

Das Kirchenjahr beginnt traditionell am ersten Advent und endet mit dem Christkönigsfest, das meist Ende November oder Anfang Dezember fällt. Es ist eine zyklische Darstellung der zentralen Ereignisse im Leben Jesu Christi und der Geschichte des Heils. Diese Struktur hilft den Gläubigen, sich auf die verschiedenen Aspekte des Glaubens zu konzentrieren und sie im Jahresverlauf zu vertiefen, wodurch eine dynamische und ganzheitliche Erfahrung des christlichen Lebens ermöglicht wird.

Das Kirchenjahr gliedert sich in verschiedene Festkreise und Zeiten, die jeweils eine eigene theologische Bedeutung und liturgische Farbe haben:

  • Der Weihnachtsfestkreis: Advent und Weihnachten
    Diese Zeit bereitet uns auf die Ankunft Christi vor. Der Advent ist eine Zeit der Erwartung und Besinnung, geprägt von der Farbe Violett, die Buße und Vorbereitung symbolisiert. Weihnachten feiert die Geburt Jesu und die Menschwerdung Gottes, symbolisiert durch strahlendes Weiß, das Reinheit und Freude ausdrückt. Dieser Festkreis ermutigt uns, die Menschwerdung Gottes in unserem eigenen Leben zu erkennen und zu feiern.
  • Der Osterfestkreis: Österliche Bußzeit (Fastenzeit) und Osterzeit
    Die Fastenzeit ist eine 40-tägige Periode der Umkehr, des Gebets und des Fastens, ebenfalls in Violett gehalten. Sie bereitet auf Ostern vor, das höchste Fest der Christenheit, das die Auferstehung Jesu feiert – den Sieg über Sünde und Tod. Die Osterzeit dauert 50 Tage bis Pfingsten und ist von strahlendem Weiß geprägt. Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes, wird oft mit Rot assoziiert, was das Feuer und die Liebe des Geistes symbolisiert. Dieser Festkreis ist das Herzstück unseres Glaubens, da er das Pascha-Mysterium Christi feiert.
  • Die Sonntage im Jahreskreis
    Dies sind die längsten Perioden im Kirchenjahr und füllen die Zeiten zwischen den großen Festkreisen. Es gibt etwa 30 Sonntage im Jahreskreis, in denen die liturgische Farbe Grün dominiert, was Wachstum, Hoffnung und das alltägliche Leben der Kirche symbolisiert. In dieser Zeit wird das öffentliche Leben und Wirken Jesu betrachtet, und die Gläubigen werden ermutigt, die Lehren Christi in ihrem Alltag umzusetzen und zu leben. Hier wird der Glaube im Alltag konkret.
  • Einzelne Feste und Gedenktage
    Das Kirchenjahr ist zudem gespickt mit zahlreichen weiteren Festen und Gedenktagen, die Heiligen oder besonderen Ereignissen im Leben Mariens oder der Kirche gewidmet sind. Beispiele hierfür sind Mariä Himmelfahrt oder Allerheiligen. Diese Tage haben oft eigene liturgische Farben und Lesungen, die ihre spezifische Bedeutung hervorheben und die Vielfalt des kirchlichen Lebens widerspiegeln.

Die genaue Anordnung und die Bedeutung der liturgischen Farben sind nicht zufällig; sie sind Ausdruck einer tiefen theologischen Reflexion und dienen dazu, die Gläubigen visuell und spirituell durch die Geheimnisse des Glaubens zu führen. Das Erzbistum München und Freising oder auch Wikipedia bieten hierzu prägnante und detaillierte Informationen, die das Verständnis des Kirchenjahres weiter vertiefen können.

Die Lesejahre: Ein Dreijahreszyklus für das Wort Gottes

Der Kern der sonntäglichen Eucharistiefeier und Wort-Gottes-Feier liegt in der Verkündigung des Wortes Gottes. Um den Gläubigen eine möglichst breite Begegnung mit der Heiligen Schrift zu ermöglichen, hat die Katholische Kirche ein System der Lesejahre eingeführt. Dieses System gewährleistet, dass über einen Zeitraum von drei Jahren hinweg die wichtigsten Texte der Evangelien und andere biblische Schriften in einer sinnvollen und zusammenhängenden Weise vorgetragen werden. Es ist eine pädagogisch wertvolle Einrichtung, die das Verständnis für die Heilige Schrift fördert.

Die Sonntagslesungen: Lesejahre A, B und C

Für die Sonntage gibt es einen dreijährigen Zyklus, der mit dem ersten Advent beginnt und sich jedes Jahr wiederholt. Jedes Lesejahr ist einem der synoptischen Evangelisten – Matthäus, Markus oder Lukas – gewidmet, wobei das Johannesevangelium in allen drei Jahren, insbesondere in der Osterzeit, eine besondere Rolle spielt:

  • Lesejahr A: Das Matthäusevangelium
    In diesem Jahr stehen die Lesungen aus dem Evangelium nach Matthäus im Mittelpunkt. Matthäus betont besonders Jesus als den verheißenen Messias und Lehrer, der das Gesetz erfüllt. Seine Bergpredigt und seine Lehren über das Himmelreich sind prägend für dieses Lesejahr. Es legt einen starken Fokus auf die ethischen und lehrmäßigen Aspekte des christlichen Lebens.
  • Lesejahr B: Das Markusevangelium und das Johannesevangelium
    Das Markusevangelium ist das kürzeste und dynamischste Evangelium. Es konzentriert sich auf die Taten Jesu und seine Autorität. Da Markus kürzer ist, werden im Lesejahr B auch viele Abschnitte aus dem Johannesevangelium gelesen, insbesondere in der Zeit nach Pfingsten, um die Tiefe der theologischen Aussagen des Johannes zu vermitteln. Das Johannesevangelium wird auch in allen Osterzeiten gelesen, da es die Auferstehung und das neue Leben besonders hervorhebt.
  • Lesejahr C: Das Lukasevangelium
    Das Lukasevangelium zeichnet sich durch seine Betonung der Barmherzigkeit Gottes, der Sorge Jesu für die Armen und Ausgegrenzten sowie die Rolle des Heiligen Geistes aus. Es enthält viele einzigartige Gleichnisse und Erzählungen, die im Lesejahr C zur Geltung kommen und uns die soziale Dimension des Evangeliums näherbringen.

Diese Rotation stellt sicher, dass die Gemeinde nicht jedes Jahr dieselben Evangelien hört, sondern über drei Jahre hinweg einen umfassenden Einblick in die Botschaft Jesu erhält. Die Auswahl der Lesungen ist sorgfältig aufeinander abgestimmt, sodass die erste Lesung (oft aus dem Alten Testament) und die zweite Lesung (aus den Briefen) thematisch auf das Evangelium des jeweiligen Sonntags abgestimmt sind, wodurch ein kohärenter roter Faden durch die biblische Botschaft gezogen wird.

Die Wochentagslesungen: Lesejahre I und II

Neben den Sonntagslesungen gibt es auch einen zweijährigen Zyklus für die Wochentagsmessen, bekannt als Lesejahr I und Lesejahr II. Dieses System ermöglicht eine noch breitere Lesung der Heiligen Schrift und stellt sicher, dass über zwei Jahre hinweg fast die gesamte Bibel in den Gottesdiensten vorgelesen wird. Die Evangelien an den Wochentagen folgen in der Regel einer kontinuierlichen Lesung aus einem der Evangelien, während die erste Lesung aus dem Alten oder Neuen Testament stammt und thematisch oder chronologisch fortgesetzt wird. Dies bietet eine tiefe und kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem göttlichen Wort Gottes.

Warum ein Lesejahreszyklus? Der tiefere Sinn

Die Einführung der Lesejahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil war eine bewusste Entscheidung, um die Gläubigen umfassender mit dem Wort Gottes vertraut zu machen. Zuvor wurden über lange Zeiträume hinweg im Wesentlichen dieselben Evangelien wiederholt, was dazu führte, dass viele biblische Texte in den Gottesdiensten kaum oder gar nicht vorkamen. Der dreijährige Zyklus bietet mehrere wichtige Vorteile, die das spirituelle Leben der Gläubigen erheblich bereichern:

  • Umfassendere Bibellektüre: Gläubige werden mit einem viel breiteren Spektrum biblischer Erzählungen und Lehren vertraut gemacht. Dies fördert ein tieferes Verständnis der gesamten Heilsgeschichte und der Vielfalt des göttlichen Wortes, das uns in den verschiedenen Büchern der Bibel begegnet.
  • Thematische Vertiefung: Jedes Lesejahr konzentriert sich auf ein bestimmtes Evangelium, was eine tiefere Auseinandersetzung mit der jeweiligen theologischen Perspektive und den Schwerpunkten des Evangelisten ermöglicht. Man kann die Botschaft Christi aus verschiedenen Blickwinkeln kennenlernen und ihre Nuancen besser erfassen.
  • Struktur und Rhythmus: Der Zyklus gibt dem kirchlichen Leben einen klaren Rhythmus und eine Struktur. Er hilft den Gläubigen, sich auf die verschiedenen Zeiten des Kirchenjahres einzustellen und die Botschaft des Evangeliums in ihrem Alltag zu verankern, wodurch eine kontinuierliche spirituelle Entwicklung gefördert wird.
  • Katechetische Hilfe: Für Priester und Katecheten bietet der Zyklus eine hervorragende Grundlage für Predigten und Glaubensvermittlung. Sie können ihre Lehren auf die spezifischen Lesungen des Jahres abstimmen und so die Botschaft des Glaubens kohärent und tiefgründig vermitteln.

Die Lesejahre sind somit ein Geschenk der Kirche an ihre Gläubigen, das ihnen hilft, in der Kenntnis und Liebe zu Gottes Wort zu wachsen und ihr Leben im Licht der biblischen Botschaft zu gestalten. Es ist eine ständige Einladung, die Heilige Schrift als lebendiges Wort Gottes zu erfahren, das heute noch zu uns spricht und uns auf unserem Weg begleitet.

Verständnis der Evangelien im Kontext des Kirchenjahres

Die Lesungen der vier Adventssonntage sind beispielsweise sorgfältig ausgewählt, um auf die Geburt Jesu vorzubereiten und die Themen der Hoffnung, Erwartung und Umkehr zu beleuchten. Sie beinhalten oft Prophezeiungen aus dem Alten Testament, die auf Christus hinweisen, und Passagen, die die Bedeutung der Ankunft des Herrn hervorheben. Dies schafft eine tiefe theologische Verbindung zwischen Altem und Neuem Testament.

Die Erzählungen rund um Jesu Geburt, wie Josefs Traum, die Verkündigung an die Hirten oder die Flucht nach Ägypten, finden sich nicht nur im Weihnachtsfestkreis, sondern werden auch in den Wochentagslesungen oder an bestimmten Festtagen wieder aufgegriffen, um ihre Botschaft zu vertiefen. Die Episode des zwölfjährigen Jesus im Tempel, die seine frühe Weisheit und seine besondere Beziehung zum Vater offenbart, ist ein weiteres Beispiel für eine Lesung, die oft in der Weihnachtszeit oder am Sonntag nach Epiphanie gelesen wird, um die Entwicklung Jesu von Kindheit an zu beleuchten.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Evangelien selbst nicht „entstanden“, als das Kirchenjahr geschaffen wurde. Die Evangelien wurden von den Evangelisten in der frühen Kirche geschrieben, um die Botschaft von Jesus Christus zu verkünden und seine Lehren zu dokumentieren. Das Kirchenjahr und die Lesejahre sind vielmehr ein liturgisches System, das die bereits bestehenden Evangelien und andere biblische Texte in einer strukturierten Weise präsentiert, um die Gläubigen im Laufe eines Jahres oder mehrerer Jahre durch die Fülle der biblischen Offenbarung zu führen. Sie sind ein Hilfsmittel, um die zeitlose biblische Botschaft zugänglich und erfahrbar zu machen.

Wie kann man in den Sonntag und in die neue Woche geistlich starten?
Starten Sie gestärkt durch Gottes Wort in den Sonntag und in die neue Woche! Ein geistlicher Start in den Tag und die Woche mit den Texten des Sonntags ist überall möglich. Wir haben dazu in diesem Leseplan die Predigttexte, Wochensprüche und Wochenpsalmen der Sonntage und hohen Feiertage zusammengestellt.

Tabelle der Lesejahre und Haupt-Evangelien

Um einen schnellen Überblick zu erhalten, welche Evangelien in welchem Lesejahr im Mittelpunkt stehen, dient die folgende Tabelle:

LesejahrDominierendes Evangelium (Sonntag)Besonderheiten/Schwerpunkte
AMatthäusJesus als Lehrer und Messias, Bergpredigt, Reich Gottes, Betonung der Jüngerschaft
BMarkus (mit vielen Johannes-Abschnitten)Jesus als handelnder Sohn Gottes, Wundertaten, Johannesevangelium in der Osterzeit und im Jahreskreis, Fokus auf das Leiden Christi
CLukasJesus als barmherziger Erlöser, Sorge für Arme, Rolle des Heiligen Geistes, viele Gleichnisse der Barmherzigkeit

Diese Struktur ermöglicht eine reiche und vielfältige Auseinandersetzung mit dem Wort Gottes, die über die Jahre hinweg immer wieder neue Facetten offenbart und zu einer tieferen persönlichen Begegnung mit Jesus Christus einlädt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu den Lesejahren

Was ist der Unterschied zwischen Kirchenjahr und Lesejahr?

Das Kirchenjahr ist die Abfolge der kirchlichen Feste und Zeiten, die das Leben Christi und die Geschichte des Heils widerspiegeln (z.B. Advent, Weihnachten, Fastenzeit, Ostern, Jahreskreis). Es ist der theologische und liturgische Rahmen. Die Lesejahre hingegen sind ein System innerhalb des Kirchenjahres, das festlegt, welche biblischen Texte – insbesondere Evangelien – an den Sonntagen (Dreijahreszyklus A, B, C) und Wochentagen (Zweijahreszyklus I, II) gelesen werden, um eine umfassende Bibellektüre zu gewährleisten. Sie sind das Instrument zur Darbietung des Wortes Gottes.

Warum gibt es drei Lesejahre für Sonntage?

Der dreijährige Zyklus (A, B, C) wurde nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil eingeführt, um den Gläubigen eine viel breitere Kenntnis der Heiligen Schrift zu ermöglichen. Vorher wurden oft dieselben Texte wiederholt, was zu einer eingeschränkten Perspektive führte. Mit dem neuen System wird sichergestellt, dass die Hauptbotschaften der Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas über einen Zeitraum von drei Jahren systematisch vermittelt werden, ergänzt durch das Johannesevangelium, das in allen Zyklen präsent ist. Dies fördert ein tieferes und vollständigeres Verständnis der Offenbarung.

Wie erkenne ich, in welchem Lesejahr wir uns gerade befinden?

Das aktuelle Lesejahr wechselt immer mit dem Beginn des Advents, also Ende November oder Anfang Dezember. Die Zählung ist fortlaufend: Wenn ein Jahr mit Lesejahr A endete, beginnt das nächste mit Lesejahr B, und so weiter. Kalender und liturgische Bücher der Kirche geben das jeweilige Lesejahr an. Im Jahreskreis erkennt man es auch am dominierenden Evangelisten, der in den sonntäglichen Evangelienlesungen zitiert wird (Matthäus in A, Markus/Johannes in B, Lukas in C).

Wer wählt die Lesungen für die Lesejahre aus?

Die Auswahl der Lesungen für die Lesejahre wurde von Liturgieexperten im Auftrag des Zweiten Vatikanischen Konzils vorgenommen. Sie sind im „Ordo Lectionum Missae“ (Ordnung der Lesungen der Messe) festgelegt und wurden 1969 von Papst Paul VI. promulgiert. Diese Ordnung ist für die gesamte römisch-katholische Kirche verbindlich und soll die Einheit in der Feier des Wortes Gottes weltweit gewährleisten. Die Auswahl erfolgte unter Berücksichtigung theologischer, pastoraler und spiritueller Gesichtspunkte.

Werden die gleichen Lesungen auch in der evangelischen Kirche verwendet?

Nein, die evangelischen Kirchen haben eigene Leseordnungen. Während es Ähnlichkeiten und Überschneidungen geben kann, insbesondere bei großen Festen oder bei der Auswahl bestimmter biblischer Texte, folgt die römisch-katholische Kirche einem spezifischen, universellen Lesejahreszyklus, der sich von den Leseordnungen der meisten protestantischen Kirchen unterscheidet. Es gibt jedoch ökumenische Bestrebungen, die Leseordnungen einander anzunähern, um die gemeinsame Feier des Wortes Gottes zu fördern.

Vertiefende Ressourcen und Anregungen

Für all jene, die ihr Verständnis des Wortes Gottes im Kontext des Kirchenjahres weiter vertiefen möchten, gibt es wunderbare Ressourcen. Eine besonders schöne Anregung ist das Projekt "KlangWort" der Bibeltheologin Prof. Dr. Eleonore Reuter. Sie erstellt monatlich YouTube-Hördateien, die das Wort Gottes aus der Bibel mit unserem heutigen Leben verbinden und musikalisch untermalen. Diese Beiträge, ursprünglich für ihre Kirchengemeinde in Icker bei Osnabrück gedacht, sind über den YouTube-Kanal KlangWort Icker zugänglich. Durch das Abonnieren des Kanals werden Sie über neue Veröffentlichungen informiert. Für frühere Beiträge kann man einfach in der YouTube-Suche nach "Icker KlangWort" suchen. Es ist eine hervorragende Möglichkeit, die Lesungen des Kirchenjahres auf eine neue, meditative Weise zu erleben und die Botschaft der Bibel in den Alltag zu integrieren. Solche Initiativen zeigen, wie lebendig und relevant die Auseinandersetzung mit der biblischen Botschaft auch heute noch ist und wie sie unser Leben bereichern kann.

Das Kirchenjahr und die damit verbundenen Lesejahre sind somit keine starren, trockenen Schemata, sondern ein dynamisches Gerüst, das uns Jahr für Jahr einlädt, die Fülle des göttlichen Wortes zu entdecken und unser Leben im Glauben zu bereichern. Sie sind ein Kompass, der uns auf unserer spirituellen Reise durch die Zeiten führt und uns immer wieder neu mit der zentralen Botschaft Jesu Christi verbindet, die uns Hoffnung, Führung und Trost spendet.

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