17/11/2021
„Da Jesus an dem Kreuze stund, / und ihm sein Leichnam war verwundt / sogar mit bittern Schmerzen, / die sieben Worte, die Jesus sprach, / betracht in deinem Herzen." So rät der Hebraist Johann Böschenstein in seinem Kirchenlied aus dem frühen 16. Jahrhundert. Dieser Choral greift eine alte Karfreitagstradition der Kirche auf: die Betrachtung der „sieben letzten Worte Jesu“. Diese Tradition stützt sich auf die biblische Überlieferung der Aussagen Jesu von der Kreuzigung bis zu seinem Tod. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Evangelienharmonie, also eine Erzählung, die Inhalte aller vier Evangelien zusammenführt, um ein umfassendes Bild der letzten Momente Jesu zu zeichnen. Die Zahl Sieben, die in diesen Worten eine zentrale Rolle spielt, ist tief in der christlichen Symbolik verwurzelt und verleiht diesen Aussagen eine besondere Bedeutung, die weit über den historischen Kontext hinausgeht.

- Die Sieben: Eine Zahl mit Symbolkraft
- Künstlerische Rezeptionen und die „Tres Horas“
- Die sieben letzten Worte Jesu und ihre Bedeutung
- 1. „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lukas 23,34)
- 2. „Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lukas 23,43)
- 3. „Frau, siehe, dein Sohn! (…) Siehe, deine Mutter!“ (Johannes 19,26 f.)
- 4. „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ (Markus 15,34 + Matthäus 27,46)
- 5. „Mich dürstet.“ (Johannes 19,28)
- 6. „Es ist vollbracht!“ (Johannes 19,30)
- 7. „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ (Lukas 23,46)
- Übersicht: Die sieben letzten Worte Jesu
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Sieben: Eine Zahl mit Symbolkraft
Die Siebenzahl, wie sie sich in den „letzten Worten“ Jesu findet, ist ein klassisches und allgegenwärtiges Motiv der christlichen Zahlensymbolik. Sie repräsentiert häufig Vollständigkeit, Perfektion und göttliche Ordnung. Diese Zahl durchzieht die biblische Erzählung und die kirchliche Tradition in vielfältiger Weise. So kennt die Kirche beispielsweise sieben Tugenden, die den Menschen zu einem gottgefälligen Leben anleiten sollen, und im Gegensatz dazu sieben Todsünden, die als schwerwiegende Verfehlungen gelten. Darüber hinaus gibt es sieben Werke der Barmherzigkeit, die Nächstenliebe und soziales Engagement betonen, sowie sieben Sakramente, die als sichtbare Zeichen der Gnade Gottes verstanden werden.
In der Bibel selbst wird die Siebenzahl oft verwendet, um Fülle oder eine besondere Gewichtung auszudrücken. Matthäus berichtet von sieben Gleichnissen Jesu, die tiefgründige Wahrheiten über das Himmelreich offenbaren, und Johannes von sieben Wundern Jesu, die seine göttliche Macht und Identität bezeugen. Auch in Bezug auf die Vergebung spielt die Siebenzahl eine Rolle: Jesus fordert von seinen Jüngern bei Lukas die siebenfache Vergebung gegenüber dem Nächsten (Lk 17,4), während er bei Matthäus sogar die siebenundsiebzigfache Vergebung (Mt 18,21f.) verlangt, was eine unbegrenzte Bereitschaft zur Vergebung symbolisiert. Diese wiederkehrende Präsenz der Siebenzahl unterstreicht ihre symbolische Kraft und ihre Bedeutung für das Verständnis der „letzten Worte“ Jesu, die somit als eine vollständige und abschließende Offenbarung seiner Botschaft am Kreuz verstanden werden können.
Künstlerische Rezeptionen und die „Tres Horas“
Neben dem großen theologischen Gehalt der Herrenworte war diese innere Dramaturgie der „sieben letzten Worte“ Jesu immer wieder Grundlage für tiefgreifende künstlerische Rezeptionen, die ihre Botschaft über Jahrhunderte hinweg in Musik und Kunst transportierten. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist die Komposition von Heinrich Schütz aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Sein fünfteiliges Chorwerk rund um die biblische Erzählung beginnt und endet mit Strophen des eingangs zitierten Lieds von Johann Böschenstein und zeugt von der frühen musikalischen Auseinandersetzung mit diesem Thema.
Wohl noch bekannter sind „die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“ von Joseph Haydn. Dieses monumentale Werk, das im Jahr 1787 ursprünglich als Orchesterstück konzipiert wurde und später auch als Oratorium gefasst wurde, stellt eine tiefsinnige Vertonung der biblischen Überlieferung in neun Sätzen dar. Nach einer Einführung und den sieben getragenen „Worten“ folgt, ebenfalls in Anlehnung an die biblische Überlieferung, im finalen Abschnitt ein „Erdbeben“ – ein Fortissimo, das den Moment des Todes Jesu und die damit verbundenen kosmischen Erschütterungen musikalisch nachzeichnet. Haydn komponierte seine „letzten Worte“ als Auftragsarbeit für einen Priester im spanischen Cadiz. Sie dienten ursprünglich als musikalische Untermalung für die „tres horas“ (Spanisch für „drei Stunden“). Diese aus Lateinamerika stammende Andachtsform fand Ende des 18. Jahrhunderts auch in Südeuropa Verbreitung. Dabei wurden am Karfreitag zwischen 12 Uhr mittags und 15 Uhr, der traditionellen Todesstunde Jesu, die entsprechenden Bibelstellen der sieben Worte rezitiert, jeweils unterbrochen von musikalischen Interpretationen. Jeder Bibelvers wurde dabei auch in Form einer kurzen Predigt ausgelegt, wodurch eine immersive und meditative Erfahrung für die Gläubigen geschaffen wurde. Diese künstlerischen und liturgischen Traditionen unterstreichen die zeitlose Relevanz und die tiefe spirituelle Bedeutung der letzten Worte Jesu.
Die sieben letzten Worte Jesu und ihre Bedeutung
Die Überlieferung der Evangelien gibt uns einen tiefen Einblick in die letzten Gedanken und Gefühle Jesu am Kreuz. Jedes dieser Worte ist reich an theologischer Bedeutung und bietet uns wichtige Lehren für unser eigenes Leben.
1. „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lukas 23,34)
Das traditionell erstgenannte der „sieben letzten Worte“ findet sich beim Evangelisten Lukas. Es ist ein Ausdruck grenzenloser Liebe und Barmherzigkeit. In den frühesten Fassungen seines Passionsberichtes ist der Satz allerdings nicht enthalten, was seine theologische Akzentuierung in späteren Überlieferungen hervorhebt. Verstanden werden kann die Bitte um Vergebung im Kontext des Gesellschaftsbildes bei Lukas, in dessen Evangelium soziale Konfliktlinien – wie etwa zwischen streng Gesetzestreuen und Barmherzigen – immer wieder eine Rolle spielen. Die Vergebungsbitte Jesu am Kreuz hat zudem eine eindringliche Parallele in der Bergpredigt, wie sie Matthäus berichtet: „Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen.“ (Mt 5,44). Jesus lebt hier in seinem letzten Moment das vor, was er zuvor gelehrt hat, und zeigt eine radikale Vergebung, selbst gegenüber denen, die ihm das größte Leid zufügen.

2. „Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lukas 23,43)
Alle vier Evangelisten berichten, dass Jesus nicht allein gekreuzigt wurde, sondern dass an seiner Seite noch zwei weitere Verurteilte starben. Allein Lukas widmet den beiden Räubern dabei größere Aufmerksamkeit. Einem von beiden legt er dabei die Verspottung Jesu in den Mund, die in den übrigen Berichten etwa von Schaulustigen oder Soldaten kommen. Der andere Schächer, in der kirchlichen Tradition als Dismas benannt, tut sich hingegen durch ein Messiasbekenntnis hervor. Mit der darauf folgenden Verheißung Jesu setzt Lukas ein Zeichen an diejenigen, die vermeintlich kein gottgefälliges Leben geführt haben: Auch die Sünder haben eine Chance auf Erlösung, wenn sie sich im letzten Moment an Jesus wenden. Die Formulierung „Heute noch“ (σημερον – semeron) kann dabei auch als „nun, jetzt“ verstanden werden, was die unmittelbare Gültigkeit der Zusage unterstreicht und die Hoffnung auf das Paradies nicht auf einen zukünftigen, sondern auf einen gegenwärtigen Moment der Gnade verlagert.
3. „Frau, siehe, dein Sohn! (…) Siehe, deine Mutter!“ (Johannes 19,26 f.)
Diese beiden Worte der Beziehungen richtet Jesus an seine Mutter Maria und seinen Lieblingsjünger, der traditionell mit dem Apostel Johannes identifiziert wird. Die Bibelforschung sieht die Historizität der Szene jedoch kritisch; zumindest der Jünger, der ohnehin nur in diesem Evangelium auftaucht, dürfte durch den Autor eingefügt worden sein, um eine theologische Aussage zu treffen. Gleichwohl gibt es diverse Deutungsansätze des theologischen Gehalts dieser letzten Verfügung Jesu. Eine stark historisch angelegte Auslegung besagt etwa, dass Jesus seiner Mutter eine ausreichende Versorgung durch die Verpflichtung des Jüngers sichern wollte, da er selbst nun sterben würde. In einer anderen, tiefergehenden Deutung steht Maria stellvertretend für alle Suchenden und Hoffenden, die an den Apostel mit der Frohbotschaft verwiesen werden, während der Jünger die Kirche repräsentiert, die sich um die Gläubigen kümmern soll. Es ist ein Akt der Fürsorge und der Gründung einer neuen geistlichen Familie.
4. „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ (Markus 15,34 + Matthäus 27,46)
Das mittlere der „sieben letzten Worte“ wird von den Evangelisten Matthäus und Markus überliefert. Beide schreiben dabei eine leicht unterschiedliche griechische Transkription des gleichen aramäischen Satzes auf. Bekannter ist die Markus-Version, wie sie in der Liturgie des Palmsonntags zu hören ist: „Eloï, Eloï, lema sabachtani?“ Es handelt sich um ein direktes Zitat aus dem Psalter, genauer gesagt aus dem ersten Vers des Psalms 22. Indem Jesus diesen Psalm betet, verweist er auf sein jüdisches Erbe, in dem die Klage eine gängige und anerkannte Form des Gebets darstellt. Obwohl der Satz für sich genommen das tiefe Gefühl der Gottverlassenheit transportiert und die menschliche Angst Jesu im Angesicht des Todes und der Sündenlast der Welt zeigt, lässt der Kontext des gesamten Psalms zugleich auf Vertrauen und Glaubenstreue schließen. Psalm 22 beginnt zwar mit einer Klage, mündet aber in einen Ausdruck des Vertrauens und des Lobes Gottes. So heißt es dort in Vers 25: „Denn er hat nicht verachtet, nicht verabscheut das Elend des Armen. Er verbirgt sein Gesicht nicht vor ihm; er hat auf sein Schreien gehört.“ Dieses Wort verdeutlicht die extreme Leidensfähigkeit Jesu, aber auch seine tiefe Verbundenheit mit Gott, selbst im größten Schmerz.
5. „Mich dürstet.“ (Johannes 19,28)
Alle Evangelisten berichten, dass Jesus in seinem Todeskampf am Kreuz Essig beziehungsweise minderwertigen Wein zu trinken erhält, um sein Leiden zu lindern. Nur Johannes erzählt jedoch, dass er selbst darum bittet. Eine mögliche Interpretation lautet, dass es Jesus nicht allein darum geht, seinen physischen Durst zu stillen, so quälend dieser auch gewesen sein mag. Im Vers heißt es, Jesu bitte um den Trank, „damit sich die Schrift erfülle“. Dies kann etwa in Bezug auf seine Verhaftung verstanden werden, aber auch auf eine spezifische Prophetie im Alten Testament. Psalm 69,22 besagt: „Und sie gaben mir Galle zur Speise und Essig zu trinken in meinem Durst.“ Jesus erfüllt hier bewusst die Prophezeiungen, die sich auf ihn beziehen. Es symbolisiert aber auch seinen Durst nach Gerechtigkeit, nach der Vollendung seines Werkes und nach der Erlösung der Menschheit. Es ist ein Ausdruck seiner vollständigen Menschlichkeit und der Erfüllung göttlichen Willens.
6. „Es ist vollbracht!“ (Johannes 19,30)
Über das tatsächlich allerletzte Wort Jesu vor seinem Tod herrscht unter den Evangelisten keine Einigkeit, da die unterschiedlichen Berichte die jeweilige theologische Akzentuierung des Gesamtwerks wiedergeben. Auch Johannes legt dabei in den Versen zum Tode Jesu noch einmal sein spezielles Christusbild dar. Darin werden der zeitlich begrenzte Auftrag Jesu und vor allem dessen Vorwissen um den Plan Gottes betont. Die wohl vom Evangelisten selbst formulierte Aussage „Es ist vollbracht!“ (τετέλεσται – tetelestai) ist der logische Schlusspunkt zu diesem Programm. Es bedeutet nicht nur, dass sein Leben zu Ende ist, sondern vielmehr, dass das gesamte Erlösungswerk Gottes, das von Anbeginn der Schöpfung geplant war, durch seinen Sühnetod erfüllt und abgeschlossen ist. Mit diesem Wort wird den Menschen der Weg zur Erlösung trotz ihrer gefallenen Natur eröffnet. Dies kündigte Gott bereits im Garten Eden an, als Er nach dem ersten Sündenfall zur Schlange sagte: „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“ (1. Mose 3,15). Es ist der triumphale Ausruf der Vollendung der Erlösung.
7. „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ (Lukas 23,46)
Mit diesem letzten Wort legt der Evangelist Lukas Jesus noch einmal ein Psalmwort in den Mund. Der zitierte Psalmvers gibt dabei ein starkes Zeugnis vom Gottvertrauen des Sohnes: „In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott“ (Ps 31,6). Nach langem Todeskampf, der durchaus auch von Angst und Zweifeln geprägt war, gibt Jesus zuletzt wieder ein Vorbild für seine Anhänger. Es ist ein Akt der völligen Hingabe und des tiefsten Vertrauens in seinen himmlischen Vater. Jesus stirbt nicht in Verzweiflung, sondern in der festen Gewissheit, dass sein Geist sicher in den Händen Gottes aufgehoben ist. Dieses Wort bietet Trost und Hoffnung für alle, die dem Tod ins Auge blicken, und ist ein starkes Zeugnis von Jesu unerschütterlichem Gottvertrauen bis zum letzten Atemzug.

Übersicht: Die sieben letzten Worte Jesu
| Wort | Quelle | Bedeutung |
|---|---|---|
| „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ | Lukas 23,34 | Ausdruck der Vergebung und Barmherzigkeit Jesu gegenüber seinen Peinigern. |
| „Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ | Lukas 23,43 | Verheißung des Paradieses für den reuigen Schächer, ein Zeichen der Gnade für Sünder. |
| „Frau, siehe, dein Sohn! (…) Siehe, deine Mutter!“ | Johannes 19,26 f. | Jesu Fürsorge für seine Mutter Maria und die Einsetzung einer neuen geistlichen Gemeinschaft. |
| „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ | Markus 15,34 + Matthäus 27,46 | Ausdruck des tiefsten menschlichen Leidens und der Gottverlassenheit, zugleich ein Gebet des Vertrauens (Psalm 22). |
| „Mich dürstet.“ | Johannes 19,28 | Jesu physisches Leiden und die Erfüllung alttestamentlicher Prophezeiungen. |
| „Es ist vollbracht!“ | Johannes 19,30 | Der triumphale Abschluss des Erlösungswerkes Gottes und die Erfüllung seines göttlichen Auftrags. |
| „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ | Lukas 23,46 | Jesu letzter Akt des Vertrauens und der Hingabe an Gott, ein Vorbild im Angesicht des Todes. |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie viele Verurteilte starben neben Jesus?
Laut der biblischen Überlieferung wurden neben Jesus zwei weitere Verurteilte gekreuzigt. Die Evangelisten erwähnen sie als „Räuber“ oder „Übeltäter“. Einer von ihnen, in der Tradition Dismas genannt, zeigte Reue und bat Jesus um Erbarmen, woraufhin Jesus ihm das Paradies versprach. Der andere Schächer verspottete Jesus.
Warum gibt es genau sieben Worte?
Die Zahl Sieben hat im Christentum eine tiefe symbolische Bedeutung. Sie steht oft für Vollständigkeit, Perfektion und göttliche Fülle. Die sieben Worte Jesu sind eine Zusammenstellung aus verschiedenen Evangelien, die als „Evangelienharmonie“ seine letzten Botschaften vollständig überliefern sollen. Diese Zahl unterstreicht die volle und umfassende Bedeutung seiner letzten Aussagen.
Sind alle sieben Worte in jedem Evangelium zu finden?
Nein, die „sieben letzten Worte“ sind eine Harmonisierung der Berichte aus den vier Evangelien. Jedes Evangelium betont unterschiedliche Aspekte von Jesu Leiden und Tod. Die Worte stammen hauptsächlich aus den Evangelien nach Lukas und Johannes (jeweils drei Worte), während das vierte Wort („Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“) sowohl bei Matthäus als auch bei Markus zu finden ist. Kein einzelnes Evangelium enthält alle sieben Aussagen.
Welche Rolle spielen die letzten Worte Jesu heute?
Die letzten Worte Jesu sind auch heute noch eine Quelle tiefster Inspiration und theologischer Reflexion. Sie bieten Trost, lehren Vergebung, zeigen die menschliche Seite Jesu in seinem Leiden und betonen sein unerschütterliches Vertrauen in Gott. Besonders in der Karwoche und am Karfreitag dienen sie Gläubigen weltweit zur Meditation und zur Vertiefung ihres Glaubens und ihrer Beziehung zu Jesus Christus.
Was bedeutet die „neunte Stunde“ in biblischem Kontext?
Die „neunte Stunde“ bezieht sich auf die traditionelle jüdische Zeitrechnung, bei der der Tag mit dem Sonnenaufgang (etwa 6 Uhr morgens) beginnt. Die neunte Stunde entspricht somit 15 Uhr unserer heutigen Zeitrechnung. Dies ist die Stunde, in der Jesus laut den Evangelien am Kreuz starb und in der das Erlösungswerk vollendet wurde. Es ist eine Zeit tiefer Bedeutung und des Gedenkens.
Die Betrachtung der „sieben letzten Worte Jesu“ ist somit weit mehr als eine historische Übung; sie ist eine tiefgründige theologische und spirituelle Reise, die uns einlädt, die Essenz des christlichen Glaubens neu zu entdecken. Sie offenbaren Jesu Liebe, seine Hingabe und sein Vertrauen bis zum letzten Atemzug und bleiben eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration für alle Generationen.
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