Was enthüllt die Begegnung Jesu mit der Ehebrecherin?

Sünde des Herzens: Ehebruch in der Bibel

16/08/2021

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Ehebruch ist ein Thema, das in der heutigen Gesellschaft oft missverstanden oder gar bagatellisiert wird. Doch die Bibel, als Gottes Wort, spricht mit unmissverständlicher Klarheit darüber. Sie beleuchtet nicht nur die physische Tat, sondern dringt tief in die Absichten des Herzens ein und offenbart eine weitaus umfassendere Definition, als viele annehmen. Dieser Artikel wird die biblischen Perspektiven auf Ehebruch und die Ehe ausführlich darlegen, beginnend mit den Grundlagen des Alten Testaments bis hin zu den tiefgreifenden Lehren Jesu im Neuen Testament.

Was bedeutet die Ehe nach dem Neuen Testament?
Mo 20,14; 5. Mo 5,18). Seit der Schöpfung steht die für das Leben geschlossene Ehe zweier Menschen unter Gottes besonderer Obhut. Nach dem Neuen Testament ist sie ein Bild des von göttlicher Liebe und menschlicher Hingabe geprägten Verhältnisses zwischen Christus und Seiner Versammlung.
Inhaltsverzeichnis

Was sagt die Bibel über Ehebruch im Alten Testament?

Die erste und wohl bekannteste Erwähnung des Ehebruchs findet sich in den Zehn Geboten, einem Fundament des alttestamentlichen Gesetzes. Dort heißt es unzweideutig: „Du sollst nicht ehebrechen!“ (2. Mose 20:14). Dieses Gebot unterstreicht die Heiligkeit der Ehe und die Bedeutung der Treue innerhalb dieses Bundes. Ehebruch wurde im Alten Testament nicht nur als eine Sünde gegen den Ehepartner betrachtet, sondern primär als eine schwerwiegende Übertretung gegen Gott selbst.

Die Konsequenzen für Ehebruch waren im mosaischen Gesetz drastisch. Das dritte Buch Mose legt fest: „Wenn jemand Ehebruch treibt mit der Frau seines Nächsten, so soll der Ehebrecher und die Ehebrecherin des Todes sterben“ (3. Mose 20:10). Auch im fünften Buch Mose wird dies bestätigt (5. Mose 22:22-24). Die Härte dieser Strafe verdeutlicht, wie ernst Gott die Unversehrtheit der Ehe und die Reinheit seiner Gemeinschaft nahm. Es ging darum, die soziale und moralische Ordnung des Volkes Israel zu schützen, die auf der Stabilität der Familien basierte.

Neben dem direkten Verbot des Ehebruchs erweitert das zehnte Gebot die Perspektive auf das Begehren: „Lass dich nicht gelüsten deines Nächsten Frau, noch seines Knechtes, noch seiner Magd, noch seines Ochsen, noch seines Esels, noch alles dessen, was dein Nächster hat!“ (2. Mose 20:17). Obwohl dieses Gebot breiter gefasst ist und sich auf den Besitz des Nächsten bezieht, schließt es die Frau explizit mit ein und legt den Grundstein für die spätere Lehre Jesu, die den Fokus auf die inneren Motive und Gedanken lenkt.

Die biblische Definition der Ehe: Mehr als nur eine Zeremonie

Bevor wir tiefer in die verschiedenen Facetten des Ehebruchs eintauchen, ist es unerlässlich, das biblische Verständnis der Ehe zu klären. Für viele moderne Menschen ist die Ehe primär eine zivile oder kirchliche Zeremonie, ein öffentliches Versprechen. Doch die Bibel lehrt, dass die Ehe ein tiefgreifender Bund ist, der von Gott eingesetzt und durch den Geschlechtsakt vollzogen wird.

Bereits im ersten Buch Mose wird der Grundsatz der Ehe festgelegt: „Darum wird der Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, dass sie zu einem Fleische werden“ (1. Mose 2:24). Der Ausdruck „ein Fleisch werden“ beschreibt nicht nur eine körperliche Vereinigung, sondern eine tiefe, unauflösliche Einheit auf allen Ebenen – körperlich, emotional und geistlich. Diese Einheit ist ein Bund vor Gott.

Weitere Passagen im Alten Testament verdeutlichen, dass der Geschlechtsakt der Vollzug der Ehe war, insbesondere im Kontext, wenn ein Mann eine unverlobte Jungfrau schändete. In solchen Fällen war der Mann verpflichtet, sie zur Frau zu nehmen, und durfte sie sein Leben lang nicht verstoßen (2. Mose 22:16; 5. Mose 22:28-29). Dies zeigt, dass die physische Intimität nicht bloß eine Folge, sondern ein integraler Bestandteil der Ehe ist, der sie bindend macht.

Ein weit verbreitetes Missverständnis unserer Zeit ist, dass man „Beziehungen“ führen kann, die nicht der Ehe entsprechen, oder dass sexuelle Intimität vor der Hochzeit unproblematisch sei. Die Bibel kennt keine „Beziehungen“ in diesem Sinne außerhalb des Ehebundes. Der Prophet Maleachi spricht von der „Frau deiner Jugend, welcher du nun untreu geworden bist, obschon sie deine Gefährtin und die Frau deines Bundes ist!“ (Maleachi 2:14). Dies unterstreicht, dass die Ehe ein Bund ist, der von Gott bezeugt wird und Treue erfordert. Das Problem heutzutage ist oft, dass Menschen bereits sexuelle Handlungen vollziehen, bevor sie überhaupt erkennen, dass sie damit bereits einen Bund mit Gott eingehen, der dann oft gebrochen wird.

Ehebruch im Herzen: Jesu erweiterte Lehre

Während das Alte Testament den Schwerpunkt auf die äußere Tat und die damit verbundenen Konsequenzen legte, erweiterte Jesus Christus die Definition des Ehebruchs radikal und legte den Fokus auf das Herz und die Gedanken. In der Bergpredigt, einer seiner tiefgreifendsten Lehren, sagt Jesus: „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: „Du sollst nicht ehebrechen!“ Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen“ (Matthäus 5:27-28).

Diese Aussage Jesu ist revolutionär. Sie offenbart, dass Sünde nicht nur in der vollzogenen Handlung liegt, sondern bereits in der inneren Haltung und dem begehrlichen Gedanken ihren Ursprung nimmt. Es geht hier nicht um zufällige, unwillkürliche Blicke, die kaum zu vermeiden sind, sondern um das bewusste, begehrliche Anschauen, das von einem sündigen Gedanken im Herzen begleitet wird. Der Herr Jesus zeigt hier, dass das menschliche Herz die Quelle aller Sünden ist (vgl. Matthäus 15:19).

Diese Lehre hat tiefgreifende Implikationen für jeden Gläubigen. Es bedeutet, dass Treue weit über die physische Abwesenheit von außerehelichem Geschlechtsverkehr hinausgeht. Sie erfordert eine Reinheit des Herzens und der Gedanken. Wenn wir uns bewusst unreinen Gedanken hingeben oder mit Begierde auf jemanden blicken, der nicht unser Ehepartner ist, begehen wir laut Jesus bereits Ehebruch in unserem Herzen. Dies ist eine Sünde gegen Gott und ein Verstoß gegen das siebte Gebot.

Vergleich: Ehebruch nach Altem Testament vs. nach Jesu Lehre

AspektAltes Testament (äußere Perspektive)Neues Testament (Jesu Lehre, innere Perspektive)
Definition des EhebruchsPhysischer Geschlechtsakt mit einer verheirateten Person.Physischer Geschlechtsakt, aber auch bereits das begehrliche Ansehen einer Person im Herzen.
FokusÄußeres Verhalten, Einhaltung des Gesetzes.Innere Haltung, Gedanken, Motivationen des Herzens.
Bestrafung / KonsequenzTodesstrafe für die Tat.Sünde vor Gott, die zur Trennung von Ihm führen kann; Gefahr des Verlusts des Reiches Gottes.
Umfang der SündeDie vollzogene Tat.Die Tat und der zugrunde liegende Wille/Begehren.

Unzucht und sexuelle Unmoral außerhalb der Ehe

Die biblische Lehre über sexuelle Reinheit beschränkt sich nicht nur auf verheiratete Personen und das Thema Ehebruch. Auch unverheiratete Menschen sind dazu aufgerufen, in sexueller Reinheit zu leben. Das Wort Gottes kennt keine „sexuelle Freiheit“ außerhalb des Ehebundes. Jede Form von sexuellem Verkehr vor oder außerhalb der Ehe wird als „Hurerei“ oder „Unzucht“ (griechisch: porneia) bezeichnet und ist eine Sünde gegen Gott.

Was sagt die Bibel über Ehebruch?
Und wer eine geschiedene Frau heiratet, begeht ebenfalls Ehebruch.« Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch; auch wer eine Frau heiratet, die von ihrem Mann entlassen worden ist, begeht Ehebruch. ( Mt 5,32; Mt 19,9; Mk 10,11; 1Kor 7,10) Neues Leben. Die Bibel

Der Apostel Paulus schreibt in 1. Thessalonicher 4:3-5: „Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, dass ihr euch der Unzucht enthaltet; dass jeder von euch wisse, sein eigenes Gefäß in Heiligung und Ehre zu besitzen, nicht mit leidenschaftlicher Gier wie die Heiden, die Gott nicht kennen.“ Dies bedeutet, dass sexuelle Reinheit ein wesentlicher Bestandteil der Heiligung ist, also des Prozesses, in dem Gläubige Gott ähnlicher werden. Sexuelle Lust, die außerhalb der von Gott gesetzten Grenzen ausgelebt wird, ist eine Manifestation der sündigen Natur des Fleisches.

In Galater 5:19-21 listet Paulus die „Werke des Fleisches“ auf, die im krassen Gegensatz zum Leben im Geist stehen. Dazu gehören explizit „Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Hass, Mord, Saufen, Fressen und dergleichen.“ Er warnt eindringlich: „von welchen ich euch zuvor gesagt und sage noch zuvor, dass, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.“ Dies zeigt die Ernsthaftigkeit sexueller Sünde in den Augen Gottes.

Die biblische Perspektive geht sogar so weit, dass sie das, was in der Welt als „normal“ oder „harmlos“ gilt, als sündhaft einstuft, wenn es von fleischlicher Lust oder weltlichen Motiven angetrieben wird. Dazu gehören Flirten, die Nutzung von Singlebörsen oder das gegenseitige Machen von Komplimenten, die über ein reines, respektvolles Maß hinausgehen und zur „Augenlust“ oder „Fleischeslust“ beitragen (1. Johannes 2:16). Gott möchte, dass wir uns ganz auf den von Ihm erwählten Ehepartner konzentrieren und unsere Begierden heiligen.

Scheidung und Wiederheirat: Eine biblische Perspektive

In der heutigen Gesellschaft sind Scheidungen weit verbreitet und werden oft als normal angesehen. Doch die Bibel hat hierzu eine klare und oft herausfordernde Haltung. Gott hasst die Scheidung. Der Prophet Maleachi bezeugt dies deutlich: „Denn ich hasse die Ehescheidung, spricht der Herr, der Gott Israels, und dass man sein Kleid mit Frevel zudeckt, spricht der Herr der Heerscharen; darum hütet euch in eurem Geist und seid nicht treulos!“ (Maleachi 2:16).

Jesus selbst bekräftigte die ursprüngliche Absicht Gottes für die Ehe, als die Pharisäer ihn über die Scheidung fragten: „Habt ihr nicht gelesen, dass der sie geschaffen hat [die Menschen] am Anfang als Mann und Frau erschuf und sprach: „Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhangen; und die zwei werden ein Fleisch sein“? So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden“ (Matthäus 19:4-6). Dies unterstreicht die ewige und unauflösliche Natur des Ehebundes in Gottes Augen.

Es gibt jedoch eine Ausnahme, die Jesus nennt, wenn er sagt: „Wer sich von seiner Frau scheidet, ausgenommen wegen Unzucht, der macht, dass sie die Ehe bricht. Und wer eine Geschiedene zur Ehe nimmt, der bricht die Ehe“ (Matthäus 5:32). Das Wort „Unzucht“ (porneia) kann hier verschiedene sexuelle Sünden umfassen, die den Ehebund grundlegend zerstören. Abgesehen von dieser spezifischen Ausnahme, die oft diskutiert wird, lehnt die Bibel die Scheidung ab.

Noch gravierender ist die Aussage Jesu, dass die Wiederheirat nach einer Scheidung (außer im Falle der genannten Ausnahme) als Ehebruch gilt. Dies betrifft sowohl denjenigen, der sich scheiden lässt und eine andere Person heiratet, als auch denjenigen, der eine geschiedene Person heiratet. Dies ist eine oft schmerzhafte Wahrheit, die viele Menschen herausfordert, da sie die weitreichenden Konsequenzen von Scheidung und Wiederheirat im biblischen Kontext aufzeigt.

Der Apostel Paulus bekräftigt dies in 1. Korinther 7:10-11: „Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, dass eine Frau sich nicht scheide von dem Manne; wäre sie aber schon geschieden, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit dem Manne. Der Mann aber soll die Frau nicht verstoßen.“ Dies zeigt, dass selbst im Falle einer Trennung die biblische Idealvorstellung ist, dass die Personen unverheiratet bleiben oder sich versöhnen, anstatt einen neuen Bund einzugehen, der als Ehebruch angesehen werden könnte.

Radikales Selbstgericht: Die Ernsthaftigkeit der Sünde

Die Ernsthaftigkeit, mit der Jesus Ehebruch – auch den im Herzen – beurteilt, wird in seinen drastischen Worten über das Selbstgericht deutlich: „Wenn aber dein rechtes Auge dir Anstoß gibt, so reiß es aus und wirf es von dir, denn es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder umkomme, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen werde“ (Matthäus 5:29). Ähnliches sagt er über die rechte Hand (Matthäus 5:30).

Diese Worte sind nicht wörtlich zu nehmen als Aufforderung zur Selbstverstümmelung. Jesus fordert hier keine Askese oder körperliche Schädigung. Vielmehr ist es eine metaphorische Aufforderung zu einem radikalen Selbstgericht. Das rechte Auge und die rechte Hand stehen symbolisch für das Kostbarste und Wichtigste in unserem Leben, für unsere Gesinnungen und Taten. Jesus fordert uns auf, alles zu opfern und uns von allem zu trennen, was uns zur Sünde verleitet, selbst wenn es uns lieb und teuer ist oder uns schmerzlich erscheint.

Wenn bestimmte Aktivitäten, Medien, Freundschaften oder sogar scheinbar harmlose Gewohnheiten uns immer wieder dazu verleiten, sündige Gedanken zu hegen oder uns der Unzucht zu nähern, dann sollen wir uns radikal davon trennen. Es ist besser, auf etwas zu verzichten, das uns „Anstoß gibt“, als durch die Sünde unseren ganzen Leib und unsere Seele der Gefahr der Hölle auszusetzen. Dies ist ein Aufruf zu kompromissloser Hingabe an Gott und zur Reinheit.

Was sagt die Bibel über Partnerschaften?
Dass Partnerschaften zwischen Frau und Mann in der Bibel jedoch grundsätzlich als etwas Gutes beschrieben werden, lässt sich an vielen Stellen herauslesen. „Wer eine Frau gefunden hat, der hat etwas Gutes gefunden und Wohlgefallen erlangt vom Herrn“ heißt es etwa in den Sprüchen 18, 22.

Der Apostel Paulus lebte dieses Prinzip vor, als er sagte: „Ich zerschlage meinen Leib und führe ihn in Knechtschaft, damit ich nicht etwa, nachdem ich anderen gepredigt habe, selbst verwerflich werde“ (1. Korinther 9:27). Es geht darum, das Fleisch und seine Begierden unter die Herrschaft des Geistes zu bringen und ein Leben zu führen, das Gott gefällt.

Konsequenzen und Hoffnung: Gottes Gnade trotz Sünde

Die Bibel ist unmissverständlich, was die Konsequenzen sexueller Sünden angeht. „Hurer und Ehebrecher wird Gott richten!“ (Hebräer 13:4). Und wie bereits erwähnt, werden diejenigen, die solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben (1. Korinther 6:9-10; Galater 5:19-21). Dies ist eine ernste Warnung vor einem Leben, das bewusst in Sünde verharrt.

Doch die biblische Botschaft ist auch eine der Hoffnung und Vergebung. Gott ist reich an Gnade und Barmherzigkeit. Für diejenigen, die ihre Sünden erkennen, bereuen und sich zu Christus wenden, gibt es Vergebung und einen Neuanfang. Jesus kam nicht, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder zur Buße (Lukas 5:32). Wenn jemand Ehebruch begangen hat – sei es in der Tat oder im Herzen – und aufrichtig bereut, ist Gott treu und gerecht, zu vergeben und von aller Ungerechtigkeit zu reinigen (1. Johannes 1:9).

Das Evangelium wurde auch den Toten verkündigt, „dass sie gerichtet werden als Menschen am Fleisch, aber Gott gemäß leben im Geist“ (1. Petrus 4:6). Dies bedeutet, dass es immer eine Möglichkeit zur Umkehr und zur Neuausrichtung des Lebens gibt, hin zu einem Leben, das dem Willen Gottes entspricht. Gottes Wille ist unsere Heiligung (1. Thessalonicher 4:3), und dazu gehört auch sexuelle Reinheit. Für Gläubige bedeutet dies, nicht länger den Lüsten des Fleisches zu leben, sondern dem Willen Gottes (1. Petrus 4:2).

Die Bibel ist nicht nur ein Buch der Verbote, sondern ein Leitfaden für ein erfülltes Leben in Gottes Plan. Das Verständnis der Ehe als heiliger Bund und die Aufforderung zur sexuellen Reinheit dienen dazu, uns vor Leid zu bewahren und uns in eine tiefere Gemeinschaft mit Gott und unseren Mitmenschen zu führen. Es ist ein Ruf zu einem Leben der Treue, der Heiligkeit und der Hingabe, das letztendlich zu wahrer Freude und Frieden führt.

Häufig gestellte Fragen zu Ehebruch und Ehe in der Bibel

Um die komplexen biblischen Lehren besser zu verstehen, beantworten wir einige häufig gestellte Fragen:

Ist Ehebruch nur ein körperlicher Akt?

Nein. Laut Jesus Christus beginnt Ehebruch bereits im Herzen, wenn jemand eine andere Person mit begehrlichen Blicken ansieht (Matthäus 5:27-28). Die physische Tat ist die Vollendung einer bereits im Herzen begonnenen Sünde. Die Bibel legt großen Wert auf die Reinheit der Gedanken und Absichten.

Kann man Ehebruch begehen, wenn man unverheiratet ist?

Die biblische Definition von Ehebruch bezieht sich primär auf die Untreue innerhalb eines Ehebundes. Jedoch ist jeglicher sexuelle Verkehr außerhalb der Ehe, ob von Verheirateten oder Unverheirateten, eine Sünde und wird als "Hurerei" oder "Unzucht" bezeichnet (1. Korinther 6:9-10, Galater 5:19-21). Diese Sünden sind genauso schwerwiegend und schließen vom Reich Gottes aus.

Was ist, wenn ich mich scheiden lasse und wieder heirate?

Jesus lehrt, dass die Wiederheirat nach einer Scheidung (außer im Falle von "Unzucht" / sexuellem Fehlverhalten des Partners) als Ehebruch gilt (Matthäus 5:32; Lukas 16:18). Dies liegt daran, dass Gott die Ehe als einen lebenslangen, unauflöslichen Bund ansieht. Wer eine geschiedene Person heiratet, begeht ebenfalls Ehebruch.

Gibt es Vergebung für Ehebruch?

Ja. Die Bibel lehrt, dass Gott ein Gott der Gnade und Vergebung ist. Wenn jemand seine Sünde des Ehebruchs oder der Unzucht aufrichtig bereut und sich zu Gott bekennt, ist Er treu und gerecht, zu vergeben und von aller Ungerechtigkeit zu reinigen (1. Johannes 1:9). Vergebung bedeutet jedoch nicht immer, dass es keine natürlichen Konsequenzen der Sünde gibt, aber die Beziehung zu Gott kann wiederhergestellt werden.

Gelten Flirten oder Dating-Apps als Sünde?

Die Bibel warnt vor "Fleischeslust" und "Augenlust" (1. Johannes 2:16). Wenn Flirten oder die Nutzung von Dating-Apps dazu führen, dass begehrliche Gedanken entstehen oder man sich von der biblischen Vorstellung der Ehe entfernt, dann können sie als sündhaft angesehen werden. Das Ziel des Gläubigen sollte es sein, in allen Bereichen des Lebens Reinheit zu bewahren und sich nicht den weltlichen Praktiken anzupassen.

Dieses umfassende Verständnis des Ehebruchs und der Ehe in der Bibel mag herausfordernd erscheinen, doch es ist ein Aufruf zu einem Leben in Heiligkeit und wahrer Hingabe an Gott. Es zeigt die Tiefe seiner Liebe zu uns und seinen Wunsch, uns vor dem Leid der Sünde zu bewahren.

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