Wie viele Apostel gibt es in der Bibel?

Apostel: Gesandte Gottes für die Welt

10/10/2024

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Der Begriff „Apostel“ birgt eine tiefe Bedeutung und verweist auf eine Gruppe von Menschen, die eine zentrale Rolle in der Geschichte des Christentums spielten. Ursprünglich von Jesus selbst ausgewählt, waren sie nicht nur seine Schüler und Jünger, sondern auch seine Gesandten, seine Botschafter. Ihr Auftrag war es, das Nahen des Himmelreiches zu verkünden und dies durch Taten der Liebe und des Dienstes sichtbar zu machen. Dieses Konzept der Sendung, des „Apostolischen“, ist nicht in der Vergangenheit stehen geblieben, sondern hat eine zeitlose Relevanz, die bis in die heutige Zeit reicht und uns alle zu einem praktischen Glaubensleben herausfordert.

Was ist der Unterschied zwischen Markusevangelium und Matthäusevangelium?
Während das Markusevangelium mehr Gewicht auf Jesu Handeln legt, betont das Matthäusevangelium die Lehre Jesu und fasst die erzählenden Abschnitte kürzer. Die Lehre Jesu als Schwerpunkt zeigt sich in den fünf großen Reden, von denen die Bergpredigt am bekanntesten ist.

Jesus Christus, der Meister selbst, formte ein Team von zwölf Männern. Diese Gruppe sollte ihn in den kommenden drei Jahren begleiten, von ihm lernen und für eine weitreichende Mission vorbereitet werden. Die Bibel bezeichnet sie oft als Schüler oder Jünger, was ihre Lernbereitschaft und ihre enge Bindung an Jesus unterstreicht. Doch Jesus selbst gab ihnen später einen noch bedeutsameren Namen: Apostel. Dieses Wort, aus dem Griechischen stammend, bedeutet „Gesandte“ oder „Botschafter“. Im Lateinischen findet sich eine ähnliche Übersetzung in „Missionar“. Diese Bezeichnung verdeutlicht ihren Kernauftrag: Sie waren nicht nur Empfänger von Lehre, sondern aktive Überbringer einer Botschaft, bevollmächtigte Vertreter ihres Meisters.

Inhaltsverzeichnis

Die Berufung der Zwölf: Vom Jünger zum Apostel

Die Auswahl der zwölf Apostel war kein Zufall, sondern ein bewusster Akt Jesu. Er rief sie aus ihrem Alltag heraus – Fischer, Zöllner, einfache Handwerker – und lud sie ein, Teil einer revolutionären Bewegung zu werden. Ihre Ausbildung war intensiv und praxisnah. Sie lebten mit Jesus, hörten seine Lehren, sahen seine Wunder und erfuhren aus erster Hand, was es bedeutete, das Reich Gottes zu leben. Diese zwölf „Ur-Apostel“ waren die Augenzeugen des Lebens, des Sterbens und der Auferstehung Jesu. Ihre Glaubwürdigkeit und Autorität basierte auf dieser direkten, persönlichen Erfahrung. Ihr Zeugnis bildet das Fundament des christlichen Glaubens und ist von unschätzbarem Wert für alle nachfolgenden Generationen von Gläubigen. Der Auftrag dieser ersten Apostel geht in abgeleiteter Weise auch auf die nachfolgenden Christen über und gilt bis heute in unseren missionarischen Diensten. Jeder Gläubige ist in gewisser Weise ein Gesandter.

Der doppelte Auftrag: Botschaft und Dienst

Der erste Schritt in der „Karriere“ der Apostel war ein praktischer: Jesus sandte sie aus, quasi zu einem Praktikum. Er machte sofort ernst. Als „Gesandte“ war ihre Aufgabe klar definiert und umfasste zwei zentrale Säulen:

  1. Die Botschaft: Eine Information über das Himmelreich. Die Jünger sollten einen „Vorgeschmack der Ewigkeit“ vermitteln. Diese Information fasste Jesus in den prägnanten Worten zusammen: „Sagt, das Himmelreich ist nahe.“ Dies war keine abstrakte theologische Abhandlung, sondern eine lebensverändernde Nachricht, die Hoffnung und eine neue Perspektive bot. Es ging darum, den Menschen zu zeigen, dass Gottes Herrschaft nicht fern war, sondern bereits in ihrem Leben gegenwärtig sein konnte.
  2. Praktische Hilfe: Liebe im Handeln. Neben der Verkündigung der Botschaft sollten die Jünger ganz praktische Hilfe leisten. Dies umfasste ein breites Spektrum an Diensten:
    • Kranken helfen und sie heilen.
    • Aussätzigen, also Ausgegrenzten, helfen, damit sie wieder ins gesellschaftliche Leben integriert werden konnten. Dies war ein Akt der radikalen Akzeptanz in einer Gesellschaft, die solche Menschen stigmatisierte.
    • Toten und am Leben Gescheiterten wieder zum Leben verhelfen. Dies symbolisierte nicht nur physische Auferstehung, sondern auch die Wiederherstellung von Hoffnung und Lebensmut.
    • Entmutigten, Betrübten und geistlich Verirrten Freiheit verschaffen, sodass sie sich wieder neu orientieren konnten. Es ging darum, Menschen aus seelischer und geistlicher Gefangenschaft zu befreien.

Im Kern ging es also um ganz praktische Liebe, um den Dienst für die Menschen und um Hilfestellung. Damit verbunden war ein erster Hinweis auf das Reich Gottes. Die praktischen Dienste der Liebe waren Zeichen und Wunder – Zeichen, die auf das eigentliche Leben hindeuten. Solche praktischen Taten und Zeichen sind immer mehrdeutig. Das heißt, es ist nicht eindeutig klar, woher die Kraft und das Leben kommen und worauf die Zeichen hindeuten. Ähnliche Zeichen und Wunder gibt es auch von anderen Institutionen, Religionen und Ideologien; sie haben jedoch andere Motive und Absichten und deuten ganz woanders hin, nämlich zum Beispiel in den Tod, in die Abhängigkeit, in die Sucht.

Zeichen und Wunder: Mehr als nur Magie

Die Fähigkeit der Apostel, Wunder zu wirken, war kein Selbstzweck oder eine Show. Sie dienten als Bestätigung der Botschaft und als Hinweis auf die Quelle der Kraft. Ein erklärendes Wort sollte deshalb deutlich machen, woraufhin die Zeichen und Wunder der Apostel deuten. Und das informierende und erklärende Wort sagt: Es geht hier um den Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, er kümmert sich auch um Sie! Sein Handlungsbereich reicht bis zu Ihnen. Dies unterscheidet die Wunder der Apostel fundamental von ähnlichen Phänomenen anderer Quellen. Während andere Wunder Manipulation, Abhängigkeit oder gar Zerstörung zum Ziel haben können, sind die Wunder, die durch die Apostel geschahen, stets auf Heilung, Wiederherstellung, Befreiung und das Offenbaren der Liebe Gottes ausgerichtet. Sie sind ein Vorgeschmack der Ewigkeit und zeigen die Güte und Macht des Schöpfers.

Die erste Sendung: Ein Praktikum des Glaubens

Es ist wichtig hervorzuheben, dass Jesus seine Leute hier zunächst nur zu einer ersten von mindestens zwei Begegnungen zu den Menschen sandte. Es wurde hier noch nicht der ganze Missionsauftrag ausgeführt, für den Jesus seine Leute ausbildete. Der Missionsauftrag, den er am Ende seines irdischen Wirkens gab (die „Große Kommission“), war umfassender. Weitere Lernschritte sollten auf die Jünger zukommen.

Dies wird zum Beispiel durch folgenden Aspekt deutlich: die Umkehr. Die Jünger forderten nicht sofort zur Bekehrung auf. Diese erste Begegnung war noch keine Evangelisation im engeren Sinne. Zu Beginn seines Auftretens formulierte Jesus seine Botschaft und nahm die Worte von Johannes dem Täufer auf: „Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe.“ Bei dem Auftrag für die Jünger nun formulierte Jesus: „Sprecht: Das Himmelreich ist nahe.“ Das Wort „kehrt um“ stand nicht gleich bei der ersten Begegnung im Mittelpunkt. Das kam erst später.

Bei der ersten Begegnung ging es darum, Beziehungen zu knüpfen, Vertrauen aufzubauen und den Dienst der Liebe in dieser Welt vorzuleben. Dadurch wurde das Netzwerk der Beziehungen der Jünger größer. Sie arbeiteten mitten in der Gesellschaft. Sie waren keine zurückgezogene Sondergruppierung, sondern dienten den Menschen im Alltag, mitten im Leben. Sie hatten keine Berührungsängste. Sie grenzten sich nicht ständig ab. Gleichzeitig sollten die Leute erahnen, woher der Segen kommt, der hier ihr Leben so positiv in Bewegung bringt. Sie spürten etwas von dem Atem Gottes. Sie sollten ahnen, dass hier der Geist Gottes wirkt. Sie sollten einen Vorgeschmack der Ewigkeit bekommen. Es sollte in ihnen eine Sehnsucht nach der Ewigkeit wachsen. Sie sollten wahrnehmen, dass das Reich Gottes ein lohnenswertes Ziel ist. Sie sollten persönlich entdecken, dass das Reich Gottes Gerechtigkeit bringt, Heilung, Frieden, höchste Qualität und größte Freude.

Vergleich: Erste Sendung vs. Umfassender Missionsauftrag

MerkmalErste Sendung (Praktikum)Umfassender Missionsauftrag (nach Auferstehung)
Fokus der Botschaft„Das Himmelreich ist nahe.“ (Vorgeschmack)„Macht zu Jüngern alle Völker.“ (Evangelisation, Taufe, Lehre)
ZielgruppeVorrangig Israel (umliegende Städte)Alle Völker, bis an die Enden der Erde
Aufforderung zur UmkehrNicht primär im Vordergrund, kommt späterDirekte Aufforderung zur Umkehr und Bekehrung
Art des DienstesBeziehungen aufbauen, Vertrauen schaffen, praktische Hilfe, ZeichenVerkündigung, Lehre, Jüngerschaft, Gemeindegründung, Taufe
AutoritätDurch Jesus gesandt für spezifische Aufgaben„Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ (Umfassende Vollmacht)

Gefahren und Schutz: Missbrauch vermeiden

Bei solch einer Botschaft und solch einem Angebot ist es höchst gefährlich, dass daraus nur ein Lockvogel gemacht wird. Die Gefahr des Missbrauchs ist offenkundig. Deshalb wies Jesus die Jünger daraufhin, dass sie keineswegs daraus einen Geschäftsbetrieb machen durften. „Lasst euch diesen Dienst nicht bezahlen. Bereichert euch nicht daran, indem ihr die Sehnsucht der Menschen missbraucht. Verleitet auch die Leute nicht, euch zu folgen, nur weil sie von euch etwas Gutes bekommen.“ Jesus betonte die Reinheit der Motivation und die Gefahr, den Dienst für persönliche Bereicherung oder Macht missbrauchen zu wollen. Diese Warnung ist auch heute noch von größter Bedeutung, da leider immer wieder Beispiele von Missbrauch im Namen des Glaubens ans Licht kommen.

Jesus stärkte sie jedoch auch und versprach Versorgung und Belohnung: „Meine Jünger, habt keine Angst. Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. Der Vater im Himmel wird euch belohnen und versorgen.“ Diese Zusage nimmt den Druck von den Schultern der Jünger, sich selbst versorgen zu müssen, und ermöglicht es ihnen, sich ganz auf ihren Dienst zu konzentrieren, im Vertrauen auf Gottes Fürsorge.

Ein Aufruf zum Handeln: Das heutige Praktikum

Die Prinzipien der ersten Apostelsendung sind auch heute noch hochrelevant. In speziellen Seminaren und Wochenenden arbeiten viele Gemeinden und Teams an diesem Konzept von Jesus. Wir wollen das für unsere heutige Situation praktisch werden lassen. Denn auch heute ist es nötig, dass die Beziehungen und Netzwerke von unseren Kirchen und Gemeinden im Alltag gestärkt werden. Dass Menschen wieder neugierig werden auf die Botschaft von Jesus.

Der Text fordert uns auf, ein solches „Praktikum“ in den nächsten Tagen selbst durchzuführen. Das bedeutet, aktiv auf Menschen in unserer Nachbarschaft oder unserem Umfeld zuzugehen, insbesondere auf jene, die unserer Kultur und Muttersprache entsprechen. Die Vorschläge sind einfach, aber wirkungsvoll:

  • Bringen Sie eine selbst gemachte Konfitüre, gekaufte Marmelade, Blumen oder einen Kuchen mit. Dies ist ein Akt der Freundlichkeit und des Brückenbauens.
  • Vertreiben Sie dadurch den Geist der Einsamkeit. Viele Menschen leiden in unserer modernen Gesellschaft unter Isolation.
  • Schenken Sie den Menschen ein offenes Ohr. Zuhören ist oft der erste Schritt zum Aufbau von Vertrauen.
  • Legen Sie Ihre Hand auf die Wunden – die Wunden der Seele oder die Wunden des Körpers. Dies symbolisiert Anteilnahme und Gebet.
  • Fragen Sie, ob Sie für diese Person beten dürfen. Dies ist eine direkte, aber respektvolle Möglichkeit, den Glauben zu teilen.
  • Weisen Sie darauf hin, dass Gott auch für diese Person einen guten Plan hat. Eine Botschaft der Hoffnung und des göttlichen Interesses.

Natürlich wird es auch Menschen geben, die uns abweisen. Darauf wies Jesus die Jünger ebenfalls hin. Nach Erfahrungswerten kommen bei zehn Besuchsversuchen oft zwei sehr gute Besuche zustande. Wie geht man mit den acht Absagen um? Jesus lehrte: „Ich schüttle den Staub von meinen Füßen.“ Dies bedeutet, die Enttäuschung oder Negativität nicht an sich haften zu lassen. „Ich lasse diese Absage nicht an mir haften. Die Anfeindung perlt an mir ab. Sie hat nichts mit mir zu tun, sondern ist eine Ablehnung gegenüber Gott.“ Diese Haltung schützt vor Entmutigung und ermöglicht es, weiterhin mit Kraft und Frieden auf andere zuzugehen. Unser Leben ist „oberflächenbeschichtet mit Segens-Öl aus der Ewigkeit“, was uns befähigt, trotz Ablehnung mutig weiterzumachen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen einem Jünger und einem Apostel?

Ein Jünger ist ein Schüler oder Lernender. Alle Apostel waren zunächst Jünger Jesu. Ein Apostel ist jedoch spezifischer ein „Gesandter“ oder „Botschafter“, der von Jesus mit einem besonderen Auftrag ausgestattet wurde. Während jeder Gläubige heute ein Jünger Jesu sein kann, ist der Titel „Apostel“ im ursprünglichen Sinne denjenigen vorbehalten, die Augenzeugen Jesu waren und von ihm direkt gesandt wurden, um die Kirche zu gründen. Im weiteren Sinne wird der Begriff heute manchmal für führende Persönlichkeiten mit einer besonderen Sendung verwendet, aber nicht in derselben Autorität wie die ursprünglichen zwölf Apostel.

Warum sandte Jesus seine Jünger zu Beginn nicht zur sofortigen Bekehrung aus?

Die erste Sendung war ein „Praktikum“ zum Aufbau von Beziehungen und Vertrauen. Jesus wollte, dass die Menschen zuerst die praktischen Auswirkungen des Himmelreiches durch Taten der Liebe und des Dienstes erleben. Die Botschaft „Das Himmelreich ist nahe“ war eine Einladung zum Erleben und zum Nachdenken, bevor die direkte Aufforderung zur Umkehr kam. Dies zeigt eine weise Strategie: Zuerst das Herz gewinnen durch Dienst, dann die Botschaft der Umkehr verkünden, wenn Vertrauen aufgebaut ist. Die volle Evangelisation mit der Aufforderung zur Bekehrung erfolgte erst nach Jesu Tod und Auferstehung, als der Heilige Geist gesandt wurde.

Welche Bedeutung haben „Zeichen und Wunder“ im christlichen Dienst?

Zeichen und Wunder sind übernatürliche Manifestationen von Gottes Macht, die die Botschaft des Evangeliums bestätigen und auf die Realität des Himmelreiches hinweisen. Sie dienen dazu, die Menschen auf Gott aufmerksam zu machen und eine Sehnsucht nach der Ewigkeit zu wecken. Der Text betont, dass sie immer mit einem erklärenden Wort verbunden sein müssen, um ihre wahre Quelle (Gott) und ihren Zweck (Gottes Liebe und Fürsorge) zu offenbaren. Sie sind keine Magie oder bloße Sensation, sondern dienen dem Aufbau des Reiches Gottes und der Hilfe für leidende Menschen. Sie sind ein Vorgeschmack dessen, was Gott im Großen tun wird.

Wie kann ich das „Praktikum“ der Apostel in meinem eigenen Leben umsetzen?

Das Praktikum bedeutet, proaktiv auf Menschen in Ihrem Umfeld zuzugehen, nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten der Liebe. Das kann durch kleine Gesten der Freundlichkeit geschehen (z.B. selbstgemachte Marmelade mitbringen), durch aktives Zuhören, durch das Angebot von praktischer Hilfe oder durch das Gebet für andere. Es geht darum, Beziehungen aufzubauen, Vertrauen zu schaffen und den „Atem Gottes“ in den Alltag zu bringen, sodass Menschen spüren, dass Gott sich um sie kümmert und einen guten Plan für ihr Leben hat. Ziel ist es, den „Geist der Einsamkeit“ zu vertreiben und eine Brücke zum Evangelium zu bauen.

Was tun, wenn meine Angebote abgelehnt werden?

Ablehnung ist ein natürlicher Teil des Dienstes, wie Jesus selbst seinen Jüngern lehrte. Es ist wichtig, Ablehnung nicht persönlich zu nehmen. Der Rat „den Staub von den Füßen zu schütteln“ bedeutet, die Enttäuschung oder Negativität nicht an sich haften zu lassen. Die Ablehnung richtet sich oft nicht gegen die Person, sondern gegen die Botschaft oder gegen Gott selbst. Bleiben Sie mutig und lassen Sie sich nicht entmutigen. Die Erfahrung zeigt, dass trotz vieler Absagen immer wieder positive Begegnungen entstehen. Vertrauen Sie darauf, dass Ihr Leben mit „Segens-Öl aus der Ewigkeit“ beschichtet ist und Sie weiterhin mit Kraft und Frieden dienen können.

Ist der Missionsauftrag heute noch derselbe wie zur Zeit der Apostel?

Die Kernbotschaft des Evangeliums – die gute Nachricht von Jesus Christus und dem Himmelreich – bleibt unverändert. Auch der Auftrag, Liebe und Dienst zu praktizieren, ist zeitlos. Allerdings hat sich die Art der Umsetzung weiterentwickelt. Die Apostel legten die Fundamente der Kirche. Heute geht es darum, diese Fundamente zu bewahren, die Botschaft an neue Generationen und Kulturen anzupassen und durch den Heiligen Geist weiterhin Zeichen und Wunder zu erleben, die auf Jesus hinweisen. Der umfassendere Missionsauftrag, alle Völker zu Jüngern zu machen, bleibt die globale Aufgabe der Kirche bis zur Wiederkunft Christi.

Wie wichtig ist es, keine „Berührungsängste“ zu haben?

Es ist von entscheidender Bedeutung. Die Apostel arbeiteten „mitten in der Gesellschaft“ und waren keine „zurückgezogene Sondergruppierung“. Das bedeutet, sie gingen aktiv auf Menschen zu, unabhängig von deren sozialem Status, Krankheit oder Hintergrund. Berührungsängste würden den Aufbau von Beziehungen und Vertrauen verhindern, die für den Dienst der Liebe so wichtig sind. Christen sind aufgerufen, Salz und Licht in der Welt zu sein, was nur geschehen kann, wenn sie aktiv am Leben der Menschen teilnehmen und sich nicht abgrenzen, sondern dienen.

Die Geschichte der Apostel ist weit mehr als eine historische Anekdote; sie ist ein lebendiger Aufruf zum Handeln. Sie lehrt uns, dass Glaube nicht nur in Worten, sondern vor allem in Taten der Liebe und des Dienstes zum Ausdruck kommt. Indem wir die Prinzipien der ersten Sendung Jesu anwenden, können wir heute Brücken bauen, Vertrauen schaffen und den Menschen einen authentischen „Vorgeschmack der Ewigkeit“ geben. Es ist ein Dienst, der Mut erfordert, aber auch mit tiefem Frieden und der Freude verbunden ist, Gottes Liebe in der Welt sichtbar zu machen.

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