27/10/2024
In einer Welt, die sich ständig verändert und in der Orientierung oft schwerfällt, suchen Menschen nach festen Ankern. Für Milliarden von Christen weltweit sind die Glaubensbekenntnisse, oft einfach als „Credo“ bekannt, genau solch ein Anker. Sie sind nicht nur alte Texte, die bei Gottesdiensten gesprochen werden, sondern lebendige Zusammenfassungen dessen, was es bedeutet, Christ zu sein. Sie fassen die Essenz des gemeinsamen Glaubens zusammen und bilden das Fundament, auf dem die Kirche seit Jahrhunderten steht. Wer das Credo spricht und daran glaubt, bekennt sich feierlich zu den zentralen Inhalten des christlichen Glaubens und wird somit als Glied der Kirche erkannt.

Das Wort „Credo“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet schlicht „Ich glaube“. Diese einfache Feststellung birgt jedoch eine enorme Tiefe und eine lange Geschichte. Erzbischof Ludwig Schick von Bamberg betont, dass das Glaubensbekenntnis Ausdruck des gemeinsamen Glaubens der Christen ist. Es ist das Gebet, das unseren Glauben in prägnanter Form zusammenfasst und uns stets daran erinnert, woran wir als Gemeinschaft glauben.
- Die zwei Säulen des christlichen Bekenntnisses: Apostolisch und Nizäno-Konstantinopolitanisch
- Das „Symbolon“: Erkennungs- und Identitätszeichen der Christenheit
- Das Glaubensbekenntnis in der Liturgie
- Zeugnis für die Einheit aller Christen im Glauben
- Das Glaubensbekenntnis als Gebet und Quelle des Lebens
- Vergleich der Glaubensbekenntnisse
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die zwei Säulen des christlichen Bekenntnisses: Apostolisch und Nizäno-Konstantinopolitanisch
Die Kirche kennt zwei primäre Glaubensbekenntnisse, die oft als das „Kleine“ und das „Große“ bezeichnet werden. Beide beginnen mit dem lateinischen Wort „Credo“ und werden daher auch so genannt. Ihre Bezeichnungen, das Apostolische und das Nizäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis, verweisen auf ihre jeweiligen Ursprünge und Entwicklungen.
Das Apostolische Glaubensbekenntnis: Das Fundament
Das „Kleine“ Glaubensbekenntnis, bekannt als das Apostolische Glaubensbekenntnis, ist das vielleicht bekannteste und am häufigsten gesprochene Bekenntnis, besonders in der westlichen Kirche und bei der Taufe. Es wird als „Apostolisch“ bezeichnet, weil es der Überlieferung nach auf die Lehre der Apostel selbst zurückgehen soll. Es ist ein eher kurzes und prägnantes Bekenntnis, das die grundlegenden Wahrheiten des christlichen Glaubens in einfacher Sprache zusammenfasst:
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, / und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, / empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, / gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, / hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, / aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; / von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. / Ich glaube an den Heiligen Geist, / die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, / Vergebung der Sünden, / Auferstehung der Toten / und das ewige Leben. / Amen.
Jeder Satz dieses Bekenntnisses ist reich an Bedeutung. Er beginnt mit dem Glauben an Gott den Vater, den Ursprung aller Schöpfung. Es folgt das Bekenntnis zu Jesus Christus, dem Sohn Gottes, der Mensch wurde, litt, starb, auferstand und zur Rechten des Vaters sitzt, von wo er einst wiederkehren wird. Dieser Teil umfasst das gesamte Erlösungswerk Christi. Schließlich bekennt man den Glauben an den Heiligen Geist, der die Kirche belebt, an die Gemeinschaft der Heiligen, die Vergebung der Sünden, die Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Es ist eine umfassende Zusammenfassung der Heilsgeschichte.
Das Nizäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis: Vertiefung und Abgrenzung
Das „Große“ Glaubensbekenntnis, das Nizäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis, ist in der Liturgie der Eucharistiefeier weit verbreitet und geht auf die ersten beiden Ökumenischen Konzilien in Nizäa (325 n. Chr.) und Konstantinopel (381 n. Chr.) zurück. Es wurde verfasst, um theologische Streitigkeiten beizulegen und die Lehre der Kirche gegen aufkommende Irrlehren, insbesondere den Arianismus, der die Göttlichkeit Christi leugnete, zu verteidigen und zu präzisieren. Daher ist es theologisch ausführlicher und detaillierter als das Apostolische Bekenntnis:
Ich glaube an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat, Himmel und Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt. / Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen. / Für uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden. / Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, hat gelitten und ist begraben worden. / ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift / und aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten des Vaters / und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; seiner Herrschaft wird kein Ende sein. / Ich glaube an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten, / und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. / Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Ich erwarte die Auferstehung der Toten / und das Leben der kommenden Welt. / Amen.
Besonders auffällig sind die Erweiterungen bezüglich der Göttlichkeit Christi („Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater“) und des Heiligen Geistes („der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten“). Diese Formulierungen waren entscheidend, um die orthodoxe Lehre der Dreifaltigkeit zu festigen und falsche Interpretationen zu korrigieren.
Struktur und symbolische Bedeutung
Beide Glaubensbekenntnisse sind gewöhnlich in drei Abschnitte untergliedert, die den drei göttlichen Personen – Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist – gewidmet sind. Eine weitere Unterteilung in zwölf Artikel findet sich bereits bei Bischof Ambrosius von Mailand (339-397). Die Legende verbindet diese zwölf Artikel mit den zwölf Aposteln, die für die Wahrheit der darin enthaltenen Aussagen bürgen sollen. Die Zahl „Zwölf“ selbst ist in vielen Kulturen und besonders in der biblischen Tradition ein Symbol für Vollkommenheit und Ganzheit.
Die Glaubensbekenntnisse sind im Grunde Kompendien, also prägnante Zusammenfassungen des christlichen Glaubens in Kernsätzen. Sie wurden nicht nur verfasst, um die wesentlichen Punkte des Christentums auszudrücken, sondern auch, um jedem Christen zu ermöglichen, die Hauptinhalte des Glaubens auswendig zu lernen. So sollten sie stets im Bewusstsein bleiben und jederzeit frei aufgesagt werden können. Die Entwicklung dieser Bekenntnisse war ein längerer Prozess, was sich besonders an den Erweiterungen des Nizäno-Konstantinopolitanischen Bekenntnisses zeigt, die hinzugefügt wurden, um Inhalte zu vertiefen oder Irrlehren abzuwehren.

Die Glaubensbekenntnisse können als ein Knochengerüst verstanden werden, das mit Fleisch und Blut umgeben werden muss. Die nüchternen „Artikel“ sollen bei jedem Christen, der sie spricht, Assoziationen zu Texten der Bibel, zur Liturgie, zur Tradition und zum gesamten Glaubensschatz der Kirche wecken. Sie sind der Rahmen, der durch persönliche Erfahrung, Gebet und Studium mit Leben gefüllt wird.
Das „Symbolon“: Erkennungs- und Identitätszeichen der Christenheit
Die Glaubensbekenntnisse sind weit mehr als nur theologische Texte; sie sind Erkennungs- und Identitätszeichen der Christenheit. Das griechische Wort „Symbolon“, von dem unser Begriff „Symbol“ abgeleitet ist, war die ursprüngliche und ist bei den griechisch sprechenden orientalischen Christen noch heute gebräuchliche Bezeichnung für das Glaubensbekenntnis. Es bedeutete ursprünglich ein Erkennungszeichen oder ein Losungswort, das zwei Hälften eines zerbrochenen Gegenstandes bildete und deren Zusammenfügen die Identität des Trägers bestätigte.
In der sogenannten Urkirche durfte das „Symbolon“, also die Glaubensinhalte, nicht an Nichtchristen weitergegeben werden. Es war das „Geheimnis“ der Christen, ein vertrauliches Wissen, das nur „Insider“ kannten und voreinander sowie miteinander bekannten. Kam ein Fremder in eine christliche Gemeinde, wurde er nach dem „Symbolon“ gefragt. Konnte er es, wusste man, dass er zur Kirche gehört. Es diente als eine Art spiritueller Ausweis, der die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft Jesu Christi bestätigte.
Als Identitätszeichen soll das Glaubensbekenntnis bis heute gemeinschaftsstiftend und -erhaltend wirken. Ob allein oder in Gemeinschaft gesprochen, es verbindet mit allen Christen und der gesamten Kirche. Deshalb wird es auch während der Vorbereitung von Erwachsenen auf die Taufe, im sogenannten Katechumenat, den Taufbewerbern in einer feierlichen Liturgie überreicht. Dies unterstreicht die Bedeutung: Wer sich zu dem, was das Glaubensbekenntnis beinhaltet, bekennt, ist Christ und Glied der Kirche.
Das Glaubensbekenntnis in der Liturgie
Die zentrale Rolle des Glaubensbekenntnisses zeigt sich besonders in der Liturgie der Kirche. Es ist ein fester Bestandteil vieler Sakramente und Gottesdienste:
- Taufe und Firmung: Bei der Taufe und Firmung wird das Glaubensbekenntnis abgefragt, da ein Mensch durch diese Sakramente Christ und Glied der Kirche wird und sich öffentlich zum Glauben bekennen muss. Bei Kindertaufen übernehmen Eltern und Paten stellvertretend dieses Bekenntnis.
- Sonntagseucharistiefeier: In jeder Sonntagseucharistiefeier wird das Glaubensbekenntnis gesprochen oder in einem Credolied gesungen. Dies dient der gemeinsamen Bekundung und Erneuerung des Glaubens durch alle Gottesdienstteilnehmer. Seinen Platz hat es nach dem Evangelium, „damit das Volk dem Wort Gottes zustimme und ihm antworte und sich die Glaubensregel in Erinnerung rufe…“, wie es in der „Allgemeinen Einführung zur Eucharistie“ heißt. Historisch interessant ist, dass das Credo von der Ostkirche über die spanische Liturgie in die römische Messordnung kam.
- Osternacht: Bei der Tauferneuerung in der Osternacht wird das Credo ebenfalls abgefragt und der Glaube von allen Teilnehmern erneuert.
- Amtseinführung: Es gehört auch zur Übertragung des Bischofs- und des Pfarramtes. Bischof und Pfarrer sollen das Glaubensbekenntnis lehren und den Gläubigen in Predigt und Katechese verständlich machen. Daher sprechen sie es feierlich bei ihrer Amtseinführung.
Zeugnis für die Einheit aller Christen im Glauben
Obwohl das Glaubensbekenntnis von einzelnen Gläubigen gesprochen wird, ist es immer das Bekenntnis der Kirche. Es ist den Einzelnen und der ganzen Kirche vorgegeben. Es ist nicht ihr Eigentum, sie können weder über den Inhalt noch über die Worte „verfügen“, sondern sollen sich in die Worte und den Inhalt „einfügen“. Als solches verbindet das Glaubensbekenntnis alle Christen, die Katholiken, Orthodoxen und Protestanten miteinander. Es ist allen Konfessionen gemeinsam. Dies zeigt, dass die Christenheit im Kern geeint ist, trotz ihrer unterschiedlichen Ausprägungen und Traditionen. Das Glaubensbekenntnis verbindet die Christen sogar mit ihren älteren Geschwistern, dem jüdischen Volk, das dreimal am Tag das „Schma Israel“, das Glaubensbekenntnis Israels, spricht.
Das Glaubensbekenntnis als Gebet und Quelle des Lebens
Nicht zuletzt, ja vor allem ist das Glaubensbekenntnis ein Gebet. Deshalb steht auch das „Kleine Glaubensbekenntnis“ im „Gotteslob“ unter der Rubrik „Grundgebete der Kirche“. Wenn Christen das Credo beten, werden ihre Beziehungen zu Gott dem Vater, zu Jesus Christus dem Herrn und Erlöser und zum Heiligen Geist, der in der Welt wirkt, verlebendigt. Sie spüren auch, dass es ein Geschenk ist, zur Kirche zu gehören, in der der Glaube an den dreifaltigen Gott gefeiert und verkündet wird.
Die Gläubigen bekennen im Glaubensbekenntnis dankbar, dass ihnen durch die Taufe die Sünden vergeben sind und sie froh und zuversichtlich als Kinder Gottes leben dürfen. Das Credo versichert ihnen schließlich, dass die Hoffnung auf die Auferstehung und das ewige Leben bei Gott im Himmel erfüllt wird. Dass das Credo vor allem Gebet und Meditation sein muss, hat Papst Benedikt XVI., der als Professor in Deutschland 1968 ein Buch über das Glaubensbekenntnis mit dem Titel „Einführung in das Christentum“ geschrieben hat, hervorgehoben. Er spricht vom dialogischen Charakter des Glaubens, der im Credo zum Tragen kommen soll. Jeder einzelne Artikel soll zum Dialog mit Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiligem Geist führen. Durch diesen Dialog wird der Glaube genährt, nimmt zu und wächst.

Das Beten des Glaubensbekenntnisses soll in uns die ganze Fülle des Glaubens zum Klingen bringen. Man kann das Glaubensbekenntnis als die Grundmelodie einer Symphonie verstehen: Sobald man sie hört, klingt die ganze schöne polyphone Symphonie auf. Der Glaube macht unser Leben wahr, gut und schön. Beim Sprechen des Credos soll aus dem Bekenntnis Besinnung über die Inhalte werden, die in den einzelnen Worten und Sätzen stecken. Das Besinnen führt zum Lobpreis und Dank, die unser Leben erfüllen und reich machen. Schließlich soll der Glaube, der durch das Credo genährt wird, Leben werden. Er soll unser ganzes Tun bestimmen. Die Christen sollen aus der Liebe des dreifaltigen Gottes leben, das heißt die Schöpfung lieben, wie Gott Vater sie liebt, jeden Nächsten lieben, wie Gott Sohn ihn liebt und die Kirche lieben, durch die der Heilige Geist die Menschen zum Ewigen Leben führen will. Das Sprechen des Glaubensbekenntnisses soll dem Glauben Leben geben, der ohne „Werke“ tot ist (vgl. Jak 2,14-26).
Vergleich der Glaubensbekenntnisse
| Merkmal | Apostolisches Glaubensbekenntnis | Nizäno-Konstantinopolitanisches Glaubensbekenntnis |
|---|---|---|
| Ursprung | Geht auf die Apostel zurück (Tradition) | Konzilien von Nizäa (325) und Konstantinopel (381) |
| Entstehung | Früheste Formulierungen, mündlich überliefert, später schriftlich fixiert | Entstanden zur Klärung theologischer Fragen und Abwehr von Irrlehren (z.B. Arianismus) |
| Fokus | Grundlegende Glaubenswahrheiten, einfach und prägnant | Detailliertere theologische Präzision, besonders zur Dreifaltigkeit und Natur Christi |
| Verwendung | Primär in der Taufliturgie, bei der Firmung und in vielen Gebeten; Westkirche | Primär in der Eucharistiefeier (Messe); Ost- und Westkirche |
| Länge | Kürzer, zwölf Artikel | Länger, mit Erweiterungen und Präzisierungen |
| Besonderheit | Gilt als das ältere, ursprüngliche Bekenntnis | Resultat ökumenischer Konzilien, verbindlich für die gesamte (damals ungeteilte) Kirche |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum gibt es zwei Glaubensbekenntnisse?
Die Existenz zweier Glaubensbekenntnisse ist das Ergebnis einer historischen Entwicklung. Das Apostolische Bekenntnis ist die ältere, prägnantere Form, die sich aus der Taufpraxis der frühen Kirche entwickelte. Das Nizäno-Konstantinopolitanische Bekenntnis entstand später auf den ersten ökumenischen Konzilien als Reaktion auf theologische Streitigkeiten und Häresien, um die Lehre der Dreifaltigkeit und die Natur Christi detaillierter und präziser zu formulieren. Beide ergänzen sich und dienen unterschiedlichen liturgischen und katechetischen Zwecken.
Muss ich das Glaubensbekenntnis auswendig können?
Das Auswendiglernen des Glaubensbekenntnisses war historisch wichtig, um die zentralen Glaubensinhalte zu kennen und sich als Christ zu identifizieren. Auch heute noch ist es sehr hilfreich, da es die Teilnahme an der Liturgie erleichtert und eine persönliche Verinnerlichung des Glaubens fördert. Es ist ein Kompendium, das jederzeit abrufbar sein sollte, um den eigenen Glauben zu bekennen und zu erneuern.
Was bedeutet „katholisch“ im Glaubensbekenntnis?
Im Glaubensbekenntnis bedeutet „katholisch“ (griechisch: katholikos) „allumfassend“ oder „universal“. Es bezieht sich auf die Kirche, die für alle Menschen und zu allen Zeiten bestimmt ist und die Fülle der Heilsmittel enthält. Es ist ein Attribut der Kirche, das ihre globale Reichweite und die Ganzheit ihrer Lehre beschreibt, und nicht primär eine konfessionelle Bezeichnung im modernen Sinne.
Ist das Glaubensbekenntnis in allen christlichen Konfessionen gleich?
Das Apostolische und das Nizäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis werden von den meisten großen christlichen Konfessionen, einschließlich Katholiken, Orthodoxen und vielen protestantischen Kirchen, anerkannt und verwendet. Dies unterstreicht ihre Rolle als Zeugnis der Einheit im Glauben. Es gibt jedoch minimale Unterschiede in der Formulierung, wie beispielsweise der „Filioque“-Zusatz („und dem Sohn“) im Nizäno-Konstantinopolitanischen Credo, der in der Westkirche hinzugefügt wurde, in der Ostkirche jedoch nicht. Trotz dieser kleinen Unterschiede bleibt der Kern des Glaubensbekenntnisses eine verbindende Kraft.
Wie hilft mir das Glaubensbekenntnis in meinem Alltag?
Das Glaubensbekenntnis ist nicht nur ein liturgischer Text, sondern eine Quelle der Orientierung für das tägliche Leben. Es erinnert an die grundlegenden Wahrheiten über Gott, Christus und den Heiligen Geist, die dem Leben Sinn und Hoffnung geben. Es stärkt die Identität als Christ, verbindet mit der weltweiten Gemeinschaft der Gläubigen und kann als Gebet dienen, das die persönliche Beziehung zu Gott vertieft. Indem es die Hauptinhalte des Glaubens zusammenfasst, dient es als moralischer Kompass und als Quelle der Zuversicht in allen Lebenslagen.
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