05/06/2023
In einer Welt, die oft von Hektik, Ablenkung und dem Streben nach äußerem Erfolg geprägt ist, verlieren wir leicht den Blick für das Wesentliche – unsere Beziehung zu Gott und die tiefe innere Sehnsucht nach Frieden und Sinn. Doch inmitten all dessen steht ein ewiger Ruf, eine Einladung von höchster Bedeutung, die uns zu einem erfüllteren Leben führen kann: der Ruf zur Buße. Dieses Wort mag für manche altmodisch oder sogar beängstigend klingen, doch in seiner biblischen Bedeutung birgt es eine revolutionäre Kraft der Transformation. Es ist nicht primär ein Aufruf zur Selbstgeißelung, sondern eine liebevolle Einladung, umzukehren, sich zu erneuern und die unendliche Barmherzigkeit Gottes zu erfahren.

Gott, der Schöpfer des Universums und unser liebender Vater, hat den Menschen Gebote und Prinzipien gegeben, die nicht dazu dienen, uns zu unterdrücken, sondern uns zu schützen und uns den Weg zu wahrer Freiheit und Glückseligkeit zu weisen. Diese Gebote sind Ausdruck seiner Weisheit und seiner unendlichen Liebe zu uns. Im Kern seiner Anweisungen steht oft der Appell zur Umkehr, zur Reue und zur Hinwendung zu Ihm. Es ist ein Angebot zur Vergebung und zur Heilung unseres Landes und unserer Seelen. Wenn wir uns demütigen, beten, sein Angesicht suchen und uns von unseren bösen Wegen abwenden, so verspricht Er, vom Himmel her zu hören, unsere Sünde zu vergeben und unser Land zu heilen, wie es uns in 2 Chronik 7:14 verheißen wird. Dies ist der Ausgangspunkt für ein Leben in wahrer Gottesfurcht und Freude.
Was gebietet Gott den Menschen? Der Ruf zur Umkehr
Die Heilige Schrift ist durchzogen von Gottes Geboten und Ermahnungen, die alle auf das Wohl des Menschen abzielen. Im Zentrum dieser Gebote steht oft der Aufruf zur Buße. Doch was genau bedeutet Buße in diesem Kontext? Es ist weit mehr als nur ein Gefühl des Bedauerns über begangene Fehler. Es ist eine radikale Veränderung der Denkweise (Metanoia im Griechischen), eine Umkehr des Herzens und eine Neuausrichtung des Lebens auf Gott hin. Es ist die Erkenntnis, dass wir von Gottes Wegen abgewichen sind, und der aufrichtige Wunsch, zu Ihm zurückzukehren.
- Demut und Gebet: 2 Chronik 7:14 betont die Notwendigkeit der Demut und des Gebets als Voraussetzung für Gottes Eingreifen. Es geht darum, unsere eigene Begrenztheit anzuerkennen und uns in Abhängigkeit von Gott zu begeben.
- Bekehrung und Sündenbekenntnis: Apostelgeschichte 3:19 ruft zur Buße und Bekehrung auf, damit unsere Sünden getilgt werden. 1 Johannes 1:9 versichert uns, dass Gott treu und gerecht ist und uns unsere Sünden vergibt und uns von aller Ungerechtigkeit reinigt, wenn wir sie bekennen. Sprüche 28:13 fügt hinzu: „Wer seine Missetat leugnet, dem wird's nicht gelingen; wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.“ Dies unterstreicht die Wichtigkeit der ehrlichen Selbstreflexion und des Loslassens von sündhaften Gewohnheiten.
- Hinwendung zu Gott: 2 Chronik 30:9b hebt Gottes Gnade und Barmherzigkeit hervor und versichert, dass Er sein Angesicht nicht von uns wenden wird, wenn wir uns zu Ihm bekehren. Sacharja 1:3b bekräftigt: „Kehrt um zu mir, spricht der HERR Zebaoth, so will ich zu euch umkehren.“ Es ist eine wechselseitige Bewegung – wir kommen zu Ihm, und Er kommt uns entgegen.
- Geduld und die Nähe des Himmelreichs: 2 Petrus 3:9 zeigt Gottes Geduld und seinen Wunsch, dass niemand verloren gehe, sondern jedermann zur Buße finde. Jesus selbst begann seine Predigt mit der Botschaft: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ (Matthäus 4:17). Markus 1:15 fügt hinzu: „Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“ Dies betont die Dringlichkeit und die positive Botschaft der Hoffnung, die mit der Buße verbunden ist.
- Barmherzigkeit statt Opfer: Matthäus 9:13 und Lukas 5:32 offenbaren Jesu Herzenshaltung: „Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer.“ Er kam nicht, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße. Dies zeigt, dass Gottes Priorität nicht in rituellen Handlungen liegt, sondern in einer echten Herzenshaltung der Umkehr und des Mitgefühls.
- Reinigung und Heiligung: Jakobus 4:8 fordert uns auf: „Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen.“ Buße ist ein Prozess der Läuterung, der uns näher zu Gottes Heiligkeit bringt.
- Liebe und Zurechtweisung: Offenbarung 3:19 erinnert uns daran, dass Gott diejenigen zurechtweist und züchtigt, die Er lieb hat. „So sei nun eifrig und tue Buße!“ Diese Zurechtweisung ist ein Zeichen seiner Liebe und ein Ruf zur tieferen Gemeinschaft.
- Leben statt Tod: Hesekiel 18:32 verdeutlicht Gottes Wunsch: „Denn ich habe kein Gefallen am Tod dessen, der sterben müsste, spricht Gott der HERR. Darum bekehrt euch, so werdet ihr leben.“ Buße ist der Weg zum Ewigen Leben, eine Abkehr vom Pfad des Verderbens.
- Zerreißt eure Herzen: Joel 2:13 mahnt, die Herzen zu zerreißen und nicht die Kleider, als Symbol für echte Reue, die von innen kommt. Gott ist gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte.
- Freude im Himmel: Lukas 15:7 und 15:10 offenbaren die unglaubliche Freude im Himmel und vor den Engeln Gottes über einen einzigen Sünder, der Buße tut. Dies zeigt, wie sehr Gott unsere Umkehr begehrt.
- Die Notwendigkeit der Buße: Lukas 13:3 warnt eindringlich: „Ich sage euch: Nein; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen.“ Apostelgeschichte 17:30 stellt klar, dass Gott nun allen Menschen gebietet, Buße zu tun.
- Geistige Erneuerung: Sprüche 1:23 verspricht, dass Gott seinen Geist über diejenigen ausgießt und seine Worte kundtut, die sich zu seiner Zurechtweisung bekehren.
- Göttliche Traurigkeit: 2 Korinther 7:10 unterscheidet zwischen der Traurigkeit der Welt, die zum Tod führt, und der Traurigkeit nach Gottes Willen, die zur Seligkeit eine Umkehr wirkt, die niemandem reut.
- Vergebung des Bruders: Lukas 17:3-4 lehrt uns, wie wichtig es ist, einander zu vergeben, wenn unser Bruder umkehrt, sogar siebenmal am Tag.
Diese Verse machen deutlich, dass Gottes Gebot zur Buße ein umfassender Ruf zur Transformation ist, der unser ganzes Wesen betrifft – unseren Geist, unsere Seele und unseren Körper. Es ist der Weg zur Versöhnung mit Gott und zu einem Leben in Fülle.
Was bekomme ich mit der Buße am Anfang des geistlichen Lebens?
Der Akt der Buße ist der Grundstein für ein neues Leben in Christus. Wenn wir uns Gott zuwenden und unsere Sünden bereuen, beginnt eine tiefgreifende Veränderung, die unser ganzes Leben positiv beeinflusst. Es ist der Eintritt in eine neue Dimension der Existenz, erfüllt von Gottes Gnade und Liebe. Die Initialzündung der Buße, verbunden mit dem Glauben an Jesus Christus, bringt uns unermessliche Gaben:
1. Vergebung meiner Sünden: Dies ist die unmittelbarste und befreiendste Folge der Buße. Durch das Opfer Jesu Christi am Kreuz sind unsere Sünden gesühnt. Wenn wir unsere Sünden bekennen und bereuen, empfangen wir vollständige Vergebung. Das bedeutet, dass die Schuld, die uns von Gott trennte, aufgehoben wird. Wir werden rein gewaschen, und Gott erinnert sich unserer Sünden nicht mehr. Dies ist eine unverdiente Gnade, die uns von der Last der Schuld befreit und uns einen Neuanfang ermöglicht.
2. Ewiges Leben: Buße ist der Weg ins ewige Leben. Dies ist nicht nur eine Verheißung für die Zukunft nach dem Tod, sondern eine Realität, die im Hier und Jetzt beginnt. Ewiges Leben bedeutet, eine lebendige, ununterbrochene Beziehung zu Gott zu haben, die über den physischen Tod hinausgeht. Es ist eine Qualität des Lebens, die von Gottes Gegenwart und seinem Geist erfüllt ist. Apostelgeschichte 11:18 sagt uns, dass Gott auch den Heiden die Buße zum Leben gegeben hat.

3. Ein Kind Gottes werden: Durch Buße und Glauben werden wir in Gottes Familie aufgenommen. Wir sind nicht länger Fremde oder Sünder, die von Ihm getrennt sind, sondern seine geliebten Kinder. Diese Adoption bringt eine neue Identität mit sich – wir sind Erben Gottes und Miterben Christi. Das bedeutet Zugang zu all seinen Verheißungen, seinen Schutz und seine Führung in unserem Leben. Es ist eine unauflösliche Beziehung der Liebe und Fürsorge.
4. Heiliger Geist inklusive: Als Kinder Gottes empfangen wir die Gabe des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist ist Gottes Gegenwart in uns, unser Tröster, Lehrer, Führer und Kraftgeber. Er befähigt uns, Gottes Willen zu erkennen und zu tun, uns von der Sünde abzuwenden und ein gottgefälliges Leben zu führen. Er schenkt uns geistliche Gaben und Frucht (Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung), die unser Leben und unsere Beziehungen bereichern.
Im Gegensatz dazu steht der Verlust, wenn keine Buße getan wird. Ohne Buße bleiben wir in unserer Sünde gefangen, getrennt von Gott, und der Weg zum Ewigen Leben ist verschlossen. Die Bibel macht deutlich, dass der einzige Weg zur Rettung und zum Frieden durch die Umkehr und den Glauben an Jesus Christus führt.
Was ist ein Bußgebet?
Ein Bußgebet ist mehr als nur eine formale Abfolge von Worten; es ist ein aufrichtiger Ausdruck des Herzens, das sich vor Gott demütigt, seine Sünden bekennt und um Vergebung bittet. Es ist der Moment, in dem wir unsere Abhängigkeit von Gottes Gnade anerkennen und uns bewusst für eine Neuausrichtung unseres Lebens entscheiden. Das uns zur Verfügung gestellte Bußgebet ist ein tiefgründiges Beispiel dafür, wie ein solches Gebet formuliert sein kann:
Barmherziger, heiliger, dreieiniger Gott, du Vater, Sohn und Heiliger Geist: Dein Reich ist ewig, und du regierst alle Zeit.
Wir stehen vor dir und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.
Herr, du hast uns ins Leben gerufen. Du trägst und erhältst deine Schöpfung, alle Menschen und deine ganze Kirche mit großer Geduld. Du rufst dein Volk zum Dienst, du sendest uns aus, die Ehre deines heiligen Namens in Wort und Leben zu bezeugen.
Wir stehen vor dir und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. Herr, du hast uns ins Leben gerufen. Du trägst und erhältst deine Schöpfung, alle Menschen und deine ganze Kirche mit großer Geduld. Du rufst dein Volk zum Dienst, du sendest uns aus, die Ehre deines heiligen Namens in Wort und Leben zu bezeugen.
Du willst, dass wir deine Barmherzigkeit und deine Lebensordnungen verkünden. Du willst, dass wir einander höher achten als uns selbst, und dass wir in der Einheit mit dir und miteinander freudig leben.
Herr, wir aber müssen bekennen, dass wir nicht fähig sind, deinen Willen zu tun. Wie irrende Schafe haben wir deine Wege verlassen. Wir sind den Bedürfnissen, Plänen und Begierden unseres eigenen Herzens gefolgt. Wir haben deine Wahrheit und deinen Willen mit dem Verstand aufgenommen, aber wir haben dir doch nicht gehorcht. Auch die Sünden vergangener Zeitalter und früherer Generationen liegen schwer auf uns.
Wir bekennen, Herr: Wir und unsere Väter, Brüder und Schwestern, sind schuldig geworden an dir und aneinander. Um unserer und deines ganzen Volkes Sünde willen ist die Einheit deiner Kirche geschwächt und oft sogar zerstört. Dein Geist ist gedämpft, und die brüderliche Liebe ist erkaltet. Wir haben die lebendige Hoffnung der nahen Zukunft deines Sohnes Jesus Christus sinken lassen.
Wir haben uns in dieser Welt und Zeit eingerichtet und unseren Erfolg, unsere Ehre und Zufriedenheit gesucht. Deshalb ist kein Friede, und die Erde wird mit Streit und Krieg überzogen. Viele Ordnungen der Natur sind gestört, und die Menschen stehen ratlos vor vielen Fragen der Gegenwart und der Zukunft. Doch du hast mit dem Blut deines Sohnes die Welt erlöst und ihr das Heil zugesagt. Wir bitten dich, heiliger Gott, um Jesu Christi willen durch den Heiligen Geist, unseren Fürsprecher:
Verbirg dein Angesicht vor unseren Sünden und tilge alle unsere Schuld. Schaffe in uns reine Herzen und gib uns deinen beständigen Geist. Verwirf uns nicht und entziehe deiner Kirche nicht den Heiligen Geist. Erfreue uns mit deiner Gegenwart und Hilfe und rüste uns aus mit einem gehorsamen Geist. Lass die Zeichen deines Reiches erfahrbar werden zum Zeugnis für alle Geschöpfe. Das erbitten wir um deiner Liebe und Treue willen.
Amen
Dieses Bußgebet enthält mehrere Schlüsselelemente, die für ein aufrichtiges Gebet der Reue wesentlich sind:
- Anbetung und Anerkennung Gottes: Das Gebet beginnt mit der Anerkennung Gottes als barmherzig, heilig und dreieinig, dessen Reich ewig ist. Dies setzt den richtigen Rahmen – wir treten vor einen souveränen und liebenden Gott.
- Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit: Es wird betont, dass unser Vertrauen nicht auf unserer eigenen Gerechtigkeit, sondern auf Gottes großer Barmherzigkeit ruht. Dies ist entscheidend, da wir aus eigener Kraft niemals gerecht genug sein können.
- Dankbarkeit für Gottes Fürsorge und Ruf: Das Gebet dankt Gott für das Leben, für seine Erhaltung der Schöpfung und für seinen Ruf zum Dienst. Es erinnert uns an unsere Bestimmung, seine Ehre zu bezeugen.
- Bekenntnis der Sünde: Dies ist der zentrale Teil des Bußgebets. Es ist ein ehrliches Eingeständnis, dass wir Gottes Willen nicht getan haben, dass wir wie irrende Schafe seine Wege verlassen und unseren eigenen Begierden gefolgt sind. Es beinhaltet auch das Bekenntnis kollektiver Sünden und der Sünden vergangener Generationen, die sich auf die Einheit der Kirche und den Frieden in der Welt ausgewirkt haben.
- Bitte um Vergebung und Erneuerung: Nach dem Bekenntnis folgt die inständige Bitte um Vergebung und Reinigung von aller Schuld. Es ist der Wunsch nach einem reinen Herzen und einem beständigen Geist, nach Gottes Gegenwart und Hilfe.
- Bitte um den Heiligen Geist: Das Gebet bittet darum, dass der Heilige Geist nicht entzogen wird, sondern dass Er uns ausrüstet und uns einen gehorsamen Geist schenkt. Der Heilige Geist ist der Ermöglicher der Umkehr und des neuen Lebens.
- Fokus auf Gottes Reich: Die Bitte schließt mit dem Wunsch, dass die Zeichen von Gottes Reich erfahrbar werden, zum Zeugnis für alle Geschöpfe. Buße ist nicht nur eine persönliche Angelegenheit, sondern hat Auswirkungen auf die Welt um uns herum.
- Grundlage in Gottes Liebe und Treue: Das Gebet endet mit der Begründung in Gottes Liebe und Treue, was die Gewissheit der Erhörung unterstreicht.
Ein solches Bußgebet kann zu jeder Zeit gesprochen werden, wenn wir das Bedürfnis verspüren, uns Gott neu zuzuwenden, unsere Sünden zu bekennen und seine Vergebung zu empfangen. Es ist ein Ausdruck der Demut und des Glaubens, der uns näher zu unserem Schöpfer bringt.
Buße: Weltliche Reue vs. Göttliche Reue
Es ist wichtig, den Unterschied zwischen einer weltlichen Reue und einer gottgewollten Reue zu verstehen. Nicht jede Form des Bedauerns führt zu der lebensverändernden Buße, die Gott von uns erwartet.
| Merkmal | Weltliche Reue (2 Korinther 7:10) | Göttliche Reue / Buße (2 Korinther 7:10) |
|---|---|---|
| Ursprung | Fokus auf Konsequenzen, Entdeckung, Scham | Fokus auf die Sünde gegen Gott, Erkenntnis der Übertretung |
| Gefühl | Traurigkeit über persönliche Nachteile, Bedauern der Tat | Tiefe Traurigkeit über die Beleidigung Gottes, Herzensleid |
| Ziel | Vermeidung weiterer negativer Folgen, Imagepflege | Versöhnung mit Gott, Wiederherstellung der Beziehung |
| Ergebnis | Verzweiflung, Bitterkeit, Verurteilung, manchmal oberflächliche Änderungen | Führt zur Seligkeit (Rettung), echte Umkehr, kein Bedauern der Reue |
| Motivation | Angst vor Strafe, Wunsch nach Akzeptanz durch Menschen | Liebe zu Gott, Wunsch nach Gehorsam, Dankbarkeit für Gnade |
| Veränderung | Möglicherweise nur äußerlich, Wiederholung der Sünde wahrscheinlich | Tiefgreifend und nachhaltig, Abkehr von der Sünde, Streben nach Heiligkeit |
| Fokus | Das eigene Ich und die eigenen Probleme | Gott und sein Wille |
Häufig gestellte Fragen zur Buße
Die Konzepte der Buße und Vergebung werfen oft viele Fragen auf. Hier sind einige der häufigsten, die Gläubige beschäftigen könnten:
1. Muss ich immer wieder Buße tun?
Ja und Nein. Die anfängliche Buße, die zu Ihrer Bekehrung und zum Empfang des ewigen Lebens führt, ist ein einmaliges, grundlegendes Ereignis. Sie markiert den Moment, in dem Sie sich bewusst von einem Leben ohne Gott abwenden und sich Ihm zuwenden. Doch als Christen sündigen wir weiterhin in unserem täglichen Leben, wenn auch nicht mit der gleichen bewussten Rebellion. Für diese alltäglichen Sünden ist ein fortlaufendes Sündenbekenntnis und eine kontinuierliche Haltung der Reue notwendig. 1 Johannes 1:9 lehrt uns: „Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“ Es ist ein Prozess des ständigen Reinigens und des Wachsens in der Heiligung, der uns in enger Gemeinschaft mit Gott hält.

2. Was ist, wenn ich immer wieder dieselbe Sünde begehe?
Dies ist eine häufige Herausforderung. Wenn Sie immer wieder dieselbe Sünde begehen und aufrichtig Buße tun, bedeutet das, dass Sie noch mit dieser speziellen Schwäche kämpfen. Gott kennt unsere Schwachheiten und ist geduldig und barmherzig. Seine Vergebung ist unendlich, solange Ihre Reue echt ist und der Wunsch nach Veränderung besteht. Es ist wichtig, nicht zu verzweifeln, sondern weiterhin im Gebet zu bleiben, Gottes Hilfe zu suchen und praktische Schritte zu unternehmen, um dieser Sünde zu widerstehen. Das kann bedeuten, Verantwortlichkeit bei anderen zu suchen, bestimmte Situationen zu meiden oder professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Heilige Geist gibt uns die Kraft zur Überwindung, aber es ist oft ein Prozess, der Zeit und Ausdauer erfordert.
3. Kann jemand zu schlimm sein, um Buße zu tun und Vergebung zu erhalten?
Nein, absolut nicht. Die Bibel lehrt uns, dass Gottes Gnade und Barmherzigkeit grenzenlos sind. Es gibt keine Sünde, die zu groß ist, um von Gott vergeben zu werden, wenn echte Reue und der Glaube an Jesus Christus vorhanden sind. Jesus selbst kam, um Sünder zu rufen, nicht Gerechte (Matthäus 9:13). Die Geschichten von Menschen wie dem Apostel Paulus (der Christen verfolgte, bevor er bekehrt wurde) oder dem Schächer am Kreuz (der im letzten Moment seines Lebens Buße tat) zeigen, dass Gottes Arm der Vergebung lang genug ist, um jeden zu erreichen, der sich Ihm zuwendet. Gott hat kein Gefallen am Tod des Sünders, sondern will, dass jeder zur Buße finde und lebe (Hesekiel 18:32, 2 Petrus 3:9).
4. Wie weiß ich, ob meine Buße echt ist?
Echte Buße zeigt sich nicht nur in Worten, sondern in den „Früchten“ eines veränderten Lebens. Wenn Ihre Reue echt ist, werden Sie den Wunsch verspüren, sich von der Sünde abzuwenden und Gottes Willen zu tun. Dies kann sich in folgenden Punkten zeigen:
- Veränderung des Herzens: Eine Abneigung gegen die Sünde und ein Verlangen nach Gerechtigkeit.
- Veränderung des Verhaltens: Konkrete Schritte, um sündhaftes Verhalten zu meiden und stattdessen gottgefällige Handlungen zu vollbringen.
- Wiederherstellung: Der Wunsch, Wiedergutmachung zu leisten, wo immer dies möglich ist.
- Gehorsam: Ein wachsender Gehorsam gegenüber Gottes Geboten und seinem Wort.
- Frieden: Ein innerer Frieden und eine Ruhe, die aus der Gewissheit der Vergebung resultiert.
- Liebe zu Gott und Nächsten: Eine tiefere Liebe zu Gott und ein gesteigertes Mitgefühl für andere Menschen.
Es ist ein Prozess, kein einmaliger Schalter. Die Echtheit der Buße wird durch das fortgesetzte Streben nach einem Leben in Gottesfurcht und durch die Wirkung des Heiligen Geistes in uns bestätigt.
Fazit: Der Weg zu wahrer Heilung und Leben
Die Botschaft der Buße ist im Kern eine Botschaft der Hoffnung und der Befreiung. Sie ist Gottes liebevolle Einladung an jeden Menschen, sich von den Fesseln der Sünde zu lösen und in eine lebendige, erneuerte Beziehung zu Ihm zu treten. Durch die Buße empfangen wir nicht nur die tiefgreifende Vergebung unserer Sünden und die Zusicherung des Ewigen Lebens, sondern auch die Adoption in Gottes Familie und die ständige Begleitung des Heiligen Geistes. Es ist der Anfang eines Weges, der zu innerer Heilung, Frieden und einem Leben voller Sinn und Zweck führt.
Gott gebietet uns die Buße nicht als eine Last, sondern als einen Weg zur Freiheit. Er ist der barmherzige Vater, der sehnsüchtig darauf wartet, dass seine Kinder zu Ihm zurückkehren. Die Freude im Himmel über einen Sünder, der Buße tut, ist ein Zeugnis seiner unendlichen Liebe und Geduld. Mögen wir alle auf diesen Ruf hören, unsere Herzen zerreißen statt unsere Kleider, und uns ganz Ihm zuwenden, um die Fülle seines Lebens zu erfahren.
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