13/01/2024
Die Europäische Ethnologie ist eine dynamische und engagierte Wissenschaft, die sich der Erforschung des menschlichen Alltagslebens und der komplexen Formen des Zusammenlebens widmet. Sie ist weit mehr als eine bloße Beschreibung von Traditionen; vielmehr ist sie eine empirische Kulturwissenschaft, die das scheinbar „Normale“ in Gesellschaften hinterfragt und kritisch analysiert. Im Kern geht es darum, zu verstehen, wie Menschen handeln, welche Geschichten sie über sich und andere erzählen und wie sie sich in einer ständig wandelnden Welt positionieren und abgrenzen.

Das Besondere an dieser Disziplin liegt in ihrer tiefgehenden empirischen Ausrichtung. Forscherinnen und Forscher begleiten und befragen Menschen direkt in ihren Lebenswelten, um authentische Einblicke zu gewinnen. Diese Beobachtungen werden dann aus einer reflexiven kulturtheoretischen Perspektive gedeutet, die stets die eigene Rolle im Forschungsprozess hinterfragt und gesellschaftliche Verhältnisse kritisch beleuchtet. Ziel ist es, die Prozesse der Gruppenbildung, des Verhaltens und der Selbstverortung in der Welt besser zu durchdringen.
- Das Institut für Europäische Ethnologie in Berlin: Ein Besonderer Ansatz
- Die Spezifik der Europäischen Ethnologie
- Fachgesellschaften & Verbände der Europäischen Ethnologie
- Häufig gestellte Fragen zur Europäischen Ethnologie
- Was unterscheidet die Europäische Ethnologie von der (Sozial-)Anthropologie?
- Welche Art von Forschung wird in der Europäischen Ethnologie betrieben?
- Welche beruflichen Perspektiven bietet ein Studium der Europäischen Ethnologie?
- Wie trägt die Europäische Ethnologie zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Probleme bei?
Das Institut für Europäische Ethnologie in Berlin: Ein Besonderer Ansatz
Am Institut für Europäische Ethnologie in Berlin wird das Fach mit einem besonderen Anspruch interpretiert: als eine öffentliche und engagierte Wissenschaft, die aktiv nach Antworten auf die zentralen Fragen der Gegenwart und Zukunft sucht. Dieser Zugang zeichnet sich durch vier miteinander verknüpfte Blickrichtungen aus:
- Alltagskulturell: Die Forschung konzentriert sich auf die alltäglichen Lebenswelten und -wahrnehmungen von Menschen in europäischen Gesellschaften und einer global verflochtenen Welt. Dabei wird größtmögliche Präsenz und Nähe zum Forschungsfeld angestrebt, um authentische Daten zu sammeln und ein tiefes Verständnis für die untersuchten Phänomene zu entwickeln.
- Historisch: Es wird untersucht, wie gesellschaftliche Wirklichkeiten historisch ermöglicht und hergestellt wurden. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der kolonialen Vergangenheit und der postkolonialen Gegenwart mit ihren vielfältigen globalen Verflechtungen und Auswirkungen auf Bereiche wie Arbeit, Mobilität, Wirtschaft und Politik, insbesondere im Hinblick auf Europäisierungsprozesse. Dies erlaubt, die tieferen Schichten aktueller Phänomene freizulegen.
- Relational: Diese Perspektive ermöglicht es, Beobachtungen und Beschreibungen in größere Zusammenhänge einzuordnen. Das bedeutet, Phänomene werden nicht isoliert betrachtet, sondern im Kontext sozialer, historischer oder gesellschaftspolitischer Entwicklungen erklärt und verstanden. Beziehungen und Verflechtungen stehen hier im Vordergrund.
- Reflexiv: Eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und Praxis der Europäischen Ethnologie ist ein durchgängiges Merkmal der Forschung. Die Richtung und die Ergebnisse des Forschungsprozesses sowie die eigene Rolle als Forschende werden kontinuierlich überprüft. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse werden gesellschaftliche Verhältnisse immer wieder hinterfragt.
Nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche und Phänomene können in der Europäischen Ethnologie untersucht werden. Am Berliner Institut konzentrieren sich die Forschenden insbesondere auf eine Reihe von zentralen Themen und Problemen der Gegenwart:
Unsere Forschungsschwerpunkte
- Gender & Sexualität: Hier wird erforscht, welche Rolle Geschlecht und Sexualität im alltäglichen Handeln spielen, wie Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit hervorgebracht, stabilisiert und verschoben werden und wie das Geschlechterverhältnis mit anderen Ungleichheitsverhältnissen verbunden ist. Es geht um die Dynamiken von Identität und Zuschreibung im Alltag.
- Europa & postkoloniale Verflechtungen: Dieser Schwerpunkt hinterfragt, wer oder was Europa definiert. Es werden andere „Europas“ in den Geschichten und der Gegenwart postkolonialer Verflechtungen und globaler Migrationsbewegungen entdeckt. Die Forschung beleuchtet, wie Europa nicht nur „von oben“, sondern auch „von unten“ und von seinen Rändern aus geformt wird.
- Migration & Globalisierung: Hier werden die Begriffe, Bilder und Geschichten analysiert, mit denen Migration vorgestellt und diskutiert wird. Es wird untersucht, warum Migration so oft Anlass zu Streit gibt, obwohl Menschen schon immer mobil waren, und wie Migration zur Demokratisierung von Gesellschaften beitragen kann.
- Stadt & Infrastruktur: Dieser Bereich fragt, wo und wann die Stadt ethnographisch verortet werden kann. Es werden stadtpolitische Transformationen an der Schnittstelle von Urbanität, Urbanisierung und Urbanismus untersucht und die Rolle von Infrastrukturen bei der Gestaltung des urbanen Zusammenlebens analysiert. Zudem wird erforscht, was die Ethnographie aus den Praktiken der Stadtgestaltung lernen kann.
- Umwelt & Gesundheit: Dieser Schwerpunkt befasst sich mit der Frage, wie menschliches Zusammenleben innerhalb von planetaren Grenzen möglich ist und wie Gesundheit mit sich verändernden Umweltbedingungen verknüpft ist. Es wird ergründet, wie zu sozial-ökologischen Transformationen weltweit beigetragen werden kann.
- Recht & Politik: Hier wird untersucht, wie politische Ziele und Vorstellungen verhandelt werden, wie Politik in alltägliche Praxis übersetzt wird und wie Recht den Alltag organisiert. Ein weiterer Fokus liegt darauf, wie Recht mobilisiert wird, um eigene Ansprüche und Ziele zu erreichen.
- Arbeit & Digitalität: Dieser Schwerpunkt erforscht, wie die Allgegenwart digitaler Technologien unser Leben verändert und die Zukunft prägt. Es wird analysiert, wie sie Arbeit und Mobilität automatisieren und wie sie strukturieren, wozu wir uns zugehörig fühlen.
- Museum & Erbe: Dieser Bereich widmet sich der Frage, was eine Gesellschaft prägt, was Identität oder Differenz ausmacht. Es wird untersucht, wie Kategorien wie Zugehörigkeit, Eigentum oder das Verhältnis von Geschichte, Gegenwart und Zukunft definiert werden können, oft im Kontext von Sammlungen und Ausstellungen.
Die Spezifik der Europäischen Ethnologie
Die Europäische Ethnologie ist eine Disziplin mit einzigartigen Merkmalen, die sie von verwandten Fächern abgrenzen und ihr eine besondere Stellung in der Wissenschaftslandschaft verleihen.
Die Europäische Ethnologie ist eine empirische Kulturwissenschaft, die den gesellschaftlichen Alltag in Geschichte und Gegenwart erforscht. Ihre Themenfelder sind extrem vielfältig und reichen vom Wandel von Arbeits- und Lebenswelten über städtische Räume bis hin zum Aufkommen von Protestbewegungen, alternativen Szenen, Milieus oder den komplexen Themenfeldern Flucht und Migration, Mensch-Tier-Beziehungen oder Fußballfankulturen. Diese thematische Breite spiegelt die Offenheit europäisch-ethnologischer Perspektiven und Fragestellungen wider und verortet das Fach an der Schnittstelle ethnologischer, sozialwissenschaftlicher, wirtschaftsgeschichtlicher und historischer Disziplinen.
Die Schlüsselbegriffe der Europäischen Ethnologie sind „Kultur“ und „Alltag“. Kultur wird dabei nicht als etwas Statisches oder Abgeschlossenes verstanden. Sie ist weder den Lebensstilen gesellschaftlich privilegierter Schichten vorbehalten, noch ist sie ein Synonym für zeitlich überdauernde Traditionen ländlicher Lebenswelten. Vielmehr bezeichnet Kultur eine dynamische, sich im steten Wandel befindende Ausdrucksform gelebter Wirklichkeit. Kultur meint das Wie gesellschaftlichen Zusammenlebens und seiner alltäglichen Verhandlungen. Kultur gleicht damit einem Modus des Sozialen und des praktischen Lebensvollzugs. Um kulturelle Alltagsphänomene zu untersuchen, richtet die Europäische Ethnologie ihren Blick auf soziale Praktiken und deren Deutung. Sie interessiert sich dafür, warum Menschen handeln, wie sie handeln, und wie sie ihren Alltag als das für sie Selbstverständliche und Unhinterfragte erleben, erfahren und erzählen.
… arbeitet kulturananalytisch
Eine Kulturanalyse umfasst ein Bündel unterschiedlicher Methoden, mit denen nicht die Gesellschaft als Ganzes untersucht wird, sondern soziale Ausschnitte aus akteurszentrierter Perspektive in den Blick genommen werden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, kommen flexible methodische Verfahren zum Einsatz. Kombiniert werden ethnografische Zugänge wie die Feldforschung (insbesondere die teilnehmende Beobachtung), bei der die Forschenden aktiv am Leben der untersuchten Gruppe teilnehmen, mit qualitativen Interviews. Diese Interviews sind oft biografisch, narrativ oder offen gestaltet, um tiefe Einblicke in die individuellen Erfahrungen und Perspektiven zu erhalten. Ergänzt werden diese Methoden durch Diskurs-, Bild- und Objektanalysen, die kulturelle Ausdrucksformen und ihre Bedeutungen entschlüsseln, sowie durch historisch-archivalische Methoden, die Kontext und Entwicklung der untersuchten Phänomene beleuchten.
… hat viele Namen
Die Europäische Ethnologie ist eine Disziplin, die an Universitäten im deutschsprachigen Raum viele Namen trägt. Die frühere Bezeichnung „Volkskunde“ wurde vielfach durch andere Begriffe abgelöst, die die Programmatik und das Profil des Faches treffender beschreiben. Neben „Europäischer Ethnologie“ (wie in Wien, Innsbruck, Berlin) sind dies „Kulturanthropologie“ (Graz), „Empirische Kulturwissenschaft“ (Tübingen, Zürich) und „Populäre Kulturen“ (Zürich) – Bezeichnungen, die auch in Querstrichverbindungen wie „Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie“ (Göttingen) geführt werden. Die unterschiedlichen Benennungen deuten jeweils inhaltliche, begriffliche und methodisch-theoretische Veränderungen gegenüber der Ausgangsdisziplin Volkskunde an und beruhen auf teils lokalen, hochschulpolitischen, teils inhaltlich unterschiedlichen Akzentuierungen der jeweiligen Fachvertreterinnen und Fachvertreter.
… erschließt unterschiedliche Berufsfelder
Studierende der Europäischen Ethnologie erlangen die Kompetenz, empirisch fundiert kulturwissenschaftlich zu analysieren und zu argumentieren. Das Studium leitet dazu an, Themen selbstständig zu erschließen, und qualifiziert die Absolventinnen und Absolventen für unterschiedlichste Berufsfelder. Dazu gehören das Ausstellungswesen, die Museumsarbeit, die Erwachsenenbildung, die Forschung und Beratung zu Migration und Stadtteilarbeit, die allgemeine Kulturarbeit, der Journalismus und die Medienarbeit. Da für ein erfolgreiches Umsetzen der im Studium erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt Einblicke in Berufsfelder unerlässlich sind, bietet das Studium der Europäischen Ethnologie praxisbezogene, projekt- und anwendungsorientierte Lehrveranstaltungen an, die den Studierenden ermöglichen, frühzeitig praktische Erfahrungen zu sammeln und Netzwerke zu knüpfen.

… kann im Bachelor und Master studiert werden
Das Studium der Europäischen Ethnologie ist in der Regel in zwei Phasen unterteilt: ein sechssemestriges Bachelor-Studium und ein daran anschließendes viersemestriges Master-Studium. Während das Bachelor-Studium das wissenschaftliche Rüstzeug kulturwissenschaftlichen Denkens und Forschens vermittelt, vertiefen und erweitern Studierende im Master ihr erworbenes Wissen und ihre Kompetenzen. In diesem Rahmen ermöglicht ein oft zweisemestriges Studienprojekt, ein Forschungsthema intensiv und gemeinsam in einer Gruppe zu erschließen und die Ergebnisse in Form einer Publikation oder Ausstellung einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Dies fördert nicht nur die Forschungskompetenz, sondern auch die Fähigkeit zur Wissensvermittlung.
… wirft Fragen auf
Selbstständigkeit und Eigenverantwortung sind nicht nur Schlagworte und Leitbegriffe unserer pluralisierten und individualisierten Alltagswelt, sondern kennzeichnen auch das Selbstverständnis und die Notwendigkeit des europäisch-ethnologischen Studiums. Nicht nur Inhalte, sondern auch der Ablauf und die Organisation des Studiums können Fragen aufwerfen. Um diese vor und während des Studiums zu klären, bieten die Institute verschiedene Anlaufstellen: Neben den Sprechstunden der Lehrenden und dem Sekretariat sind oft Studierendenvertreterinnen und -vertreter des Instituts wichtige Ansprechpersonen für Studieninteressierte und Studierende. Diese unterschiedlichen Möglichkeiten, Fragen zu stellen und Antworten zu finden, spiegeln zugleich das Selbstverständnis der Europäischen Ethnologie wider, die Wissenschaft als einen Kommunikations- und Diskussionsraum begreift.
Fachgesellschaften & Verbände der Europäischen Ethnologie
Die Europäische Ethnologie ist eng verwandt mit anderen empirisch arbeitenden kulturwissenschaftlichen Disziplinen und unterscheidet sich vor allem durch eine eigene Fachgeschichte und spezifische Schwerpunktsetzungen. Die Fachverbände bieten einen hervorragenden Überblick über die Fächerlandschaft und ihre Vernetzung:
| Name des Verbandes | Fokus und Ziele |
|---|---|
| Deutsche Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft (DGEKW) | Dachverband für alle im Fachzusammenhang Empirische Kulturwissenschaft, Europäische Ethnologie, Kulturanthropologie, Volkskunde tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie entsprechender Institutionen und Körperschaften. Fördert den wissenschaftlichen Austausch und die Weiterentwicklung des Faches. |
| Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie (DGSKA) | Fachvereinigung von Ethnologinnen und Ethnologen sowie an der Ethnologie interessierten Personen und Institutionen. Ursprünglich 1929 als Gesellschaft für Völkerkunde gegründet, 2017 umbenannt. Fördert ethnologische Forschung, Lehre und Verbreitung ethnologischen Wissens. |
| European Association of Social Anthropologists (EASA) | Berufsverband für alle Sozialanthropologinnen und -anthropologen, die in Europa ausgebildet wurden oder dort arbeiten. Fördert die Sozialanthropologie in Europa durch Konferenzen, wissenschaftliche Zeitschriften, Newsletter und Publikationsreihen sowie durch die Unterstützung thematischer Netzwerke. |
| Internationale Gesellschaft für Ethnologie und Folklore (SIEF) | Internationale Organisation zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern in den Bereichen Europäische Ethnologie, Volkskunde, Kulturanthropologie oder angrenzenden Gebieten. Organisiert große internationale Kongresse und kleinere Workshops zur Vernetzung und zum Austausch. |
Häufig gestellte Fragen zur Europäischen Ethnologie
Was unterscheidet die Europäische Ethnologie von der (Sozial-)Anthropologie?
Während beide Disziplinen empirische Kulturwissenschaften sind und sich mit menschlichem Verhalten und Kultur beschäftigen, hat die Europäische Ethnologie eine spezifische Fachgeschichte und einen traditionellen Fokus auf europäische Gesellschaften und deren Alltagskulturen. Die Sozialanthropologie hingegen hat historisch einen stärkeren Fokus auf außereuropäische Kulturen und Gesellschaften gelegt, obwohl sich die Grenzen heute zunehmend verwischen und beide Fächer viele gemeinsame Methoden und theoretische Ansätze teilen. Die Europäische Ethnologie betont oft die historische Dimension und die Reflexion der eigenen Position im europäischen Kontext.
Welche Art von Forschung wird in der Europäischen Ethnologie betrieben?
Die Forschung in der Europäischen Ethnologie ist stark empirisch und qualitativ ausgerichtet. Sie umfasst Feldforschung mit teilnehmender Beobachtung, ausführliche qualitative Interviews (biografisch, narrativ, offen), sowie die Analyse von Texten, Bildern, Objekten und Diskursen. Oft werden auch historische Quellen und Archivalien herangezogen. Ziel ist es, ein tiefes Verständnis für spezifische soziale Phänomene und Praktiken aus der Perspektive der beteiligten Akteure zu entwickeln, anstatt nur quantitative Daten zu sammeln.
Welche beruflichen Perspektiven bietet ein Studium der Europäischen Ethnologie?
Ein Abschluss in Europäischer Ethnologie qualifiziert für eine Vielzahl von Berufsfeldern, die kulturwissenschaftliche Analysekompetenz und interkulturelle Sensibilität erfordern. Typische Arbeitsbereiche sind Museen, Archive, Kulturämter, Erwachsenenbildungseinrichtungen, Stiftungen, Verlage, Medien (Journalismus, Rundfunk), Public Relations, aber auch die Forschung und Beratung in Bereichen wie Migration, Stadtentwicklung oder soziale Arbeit. Die erworbenen Fähigkeiten in der Datenerhebung, -analyse und -interpretation sind auch in der Unternehmensberatung oder im Non-Profit-Sektor gefragt.
Wie trägt die Europäische Ethnologie zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Probleme bei?
Durch ihre kritische Analyse des Alltags und der kulturellen Praktiken kann die Europäische Ethnologie wichtige Einblicke in komplexe gesellschaftliche Herausforderungen liefern. Sie beleuchtet, wie gesellschaftliche Ungleichheiten, Migration, Digitalisierung oder Umweltprobleme im Alltag wahrgenommen und bewältigt werden. Indem sie die Perspektiven der Menschen in den Mittelpunkt stellt, trägt sie dazu bei, Missverständnisse abzubauen, Dialoge zu fördern und fundierte Lösungsansätze für soziale, politische und kulturelle Konflikte zu entwickeln. Ihre reflexive Haltung ermöglicht es zudem, die Rolle von Wissenschaft in der Gesellschaft kritisch zu hinterfragen und zu einer engagierten, öffentlichen Wissenschaft beizutragen.
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