Das Gebet Amida: 18 oder 19 Bitten?

31/03/2024

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Das Gebet ist eine fundamentale Säule vieler Religionen, ein direkter Kanal zur Spiritualität und zur Verbindung mit dem Göttlichen. Im Judentum nimmt ein Gebet eine besonders zentrale und herausragende Stellung ein: die Amida, oft auch als Schemone Esre bekannt. Dieses Gebet, das dreimal täglich gebetet wird, bildet das Herzstück des jüdischen Gottesdienstes und ist reich an Geschichte, Bedeutung und einer faszinierenden Entwicklung. Doch eine Frage taucht immer wieder auf und sorgt für Verwirrung: Wie viele Bitten enthält dieses Gebet tatsächlich? Sind es 18, wie der Name Schemone Esre (Achtzehn) andeutet, oder sind es doch 19? Dieser Artikel beleuchtet die tiefen Schichten der Amida, entschlüsselt ihre Struktur und enthüllt die historische Wahrheit hinter der Anzahl ihrer Bitten.

Wie viele bitten gibt es im Gebet?
Da das Gebet in der heute üblichen, ursprünglich babylonischen Fassung jedoch 19 Bitten zählt, hat sich die vor allem im sephardischen Judentum gebräuchliche Bezeichnung Amida durchgesetzt. Diese bezieht sich darauf, dass das Gebet immer im Stehen gesprochen wird.
Inhaltsverzeichnis

Bezeichnung und Bedeutung: Ein Gebet mit vielen Namen

Die Amida ist unter verschiedenen Namen bekannt, die jeweils eine Facette ihrer Bedeutung oder ihres Ursprungs hervorheben:

  • Schemone Esre: Dieser Begriff ist vor allem in der aschkenasischen Tradition verbreitet und bedeutet wörtlich „Achtzehn“. Er verweist auf die ursprüngliche Anzahl der Bitten in der Version, die im Land Israel (Eretz Israel) für die Wochentage gebräuchlich war. Es ist ein Name, der auf die historische Gestalt des Gebetes anspielt, auch wenn die heute gängige Fassung eine andere Anzahl aufweist.
  • Amida: Dies ist die im sephardischen Judentum gebräuchlichere Bezeichnung und hat sich auch im modernen Sprachgebrauch weitgehend durchgesetzt. „Amida“ bedeutet „Stehen“ und bezieht sich auf die Haltung, in der dieses Gebet gesprochen wird. Es ist ein Akt der Ehrfurcht und Konzentration, der die Bedeutung der Worte unterstreicht.
  • Tefilla: Im Talmud wird das Gebet schlicht als „Tefilla“ bezeichnet, was einfach „Gebet“ bedeutet. Dies unterstreicht seine überragende Bedeutung, denn es ist nicht nur ein Gebet, sondern das Gebet schlechthin, das die Essenz der Kommunikation mit Gott darstellt.

Unabhängig vom Namen ist die Amida der Höhepunkt jedes jüdischen Gottesdienstes. Sie ist ein Moment intensiver persönlicher und gemeinschaftlicher Zwiesprache, in der die Gläubigen ihre tiefsten Wünsche, ihren Dank und ihre Anerkennung der göttlichen Größe zum Ausdruck bringen.

Aufbau und Inhalt der Amida: Eine feste Struktur mit flexiblen Herzen

Die Amida ist sorgfältig strukturiert und besteht aus drei Hauptteilen: einem Anfangsteil, einem Hauptteil und einem Schlussteil. Die ersten und letzten drei Segenssprüche (Brachot) sind immer gleich, unabhängig davon, ob es sich um einen Wochentag, Schabbat oder Feiertag handelt. Der mittlere Teil jedoch variiert und spiegelt die spezifischen Anliegen des jeweiligen Tages wider.

Der Anfangsteil: Lobpreis und Anerkennung

Die ersten drei Brachot sind dem Lobpreis Gottes gewidmet und legen den Grundstein für das gesamte Gebet:

  1. Awot („Erzväter“): Dieser Segen preist Gott als den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, den Hüter des Bundes und den Erlöser. Er erinnert an die historische Verbindung zwischen Gott und dem Volk Israel.
  2. Gewurot („Machterweise“): Hier wird Gottes unermessliche Macht gepriesen, insbesondere seine Fähigkeit, Tote aufzuerwecken und Leben zu schenken. Es ist ein Ausdruck des Glaubens an Gottes Allmacht und seine Kontrolle über Leben und Tod.
  3. Keduschat ha-Schem („Heiligung Gottes“): Dieser Segen betont Gottes Heiligkeit und seine einzigartige Stellung im Universum. Er mündet oft in eine kollektive Rezitation des Keduscha, eines feierlichen Lobpreises, der von den Engeln gesungen wird.

Der Hauptteil: Die Bitten

Der Kern der Amida liegt in den Bitten des Hauptteils, deren Anzahl und Inhalt je nach Anlass variieren:

  • An Wochentagen: Der Hauptteil besteht aus 13 Bitten, die sich auf konkrete Anliegen des jüdischen Lebens beziehen. Diese Bitten umfassen Einsicht, Umkehr, Vergebung, Erlösung, Heilung, ein segensreiches Jahr, die Sammlung der Zerstreuten, Gerechtigkeit, den Wiederaufbau Jerusalems, die Herrschaft Davids und das Erhören des Gebets. Es sind umfassende Bitten, die sowohl persönliche als auch kollektive Bedürfnisse und Hoffnungen des Volkes Israel widerspiegeln.
  • Am Schabbat: Da der Schabbat ein Ruhetag ist, an dem keine persönlichen Bitten gestellt werden sollen, wird der Hauptteil auf eine einzige Bitte reduziert: die für einen guten Ruhetag. Diese Bitte konzentriert sich auf die Heiligkeit und Freude des Schabbats.
  • An Festtagen: Ähnlich wie am Schabbat wird der Hauptteil auf eine Bitte reduziert, die sich auf das jeweilige Fest bezieht und dessen spezifische Bedeutung hervorhebt.
  • Im Mussafgebet (Zusatzgebet):
    • Schabbat und Festtage: Im Mussafgebet, das zusätzlich zum regulären Gebet gesprochen wird, enthält der Hauptteil die Opferbestimmungen, die an die Zeit des Jerusalemer Tempels erinnern.
    • Rosch ha-Schana (Neujahr): Das Mussafgebet an Rosch ha-Schana ist besonders einzigartig und enthält drei Abschnitte: Malchujot (Gottes Königtum), Zichronot (Gottes Erinnerung) und Schofarot (das Schofarblasen). Diese Abschnitte spiegeln die zentralen Themen des Neujahrsfestes wider.

Der Schlussteil: Dank und Frieden

Die letzten drei Brachot schließen das Gebet ab und drücken Dankbarkeit sowie die Bitte um Frieden aus:

  1. Awoda („Tempeldienst“): Dieser Segen bittet um die Wiederherstellung des Tempeldienstes und die Akzeptanz der Gebete anstelle der Opfer.
  2. Hoda'a („Dank“): Hier wird Gott für all seine Güte und seine Wunder gedankt. Es ist ein Moment der Anerkennung und Wertschätzung für die fortwährende Fürsorge Gottes.
  3. Birkat Schalom („Priestersegen und Friedensbitte“): Dieser letzte Segen ist eine Bitte um Frieden, oft basierend auf dem biblischen Priestersegen. Er schließt das Gebet mit der tiefsten Sehnsucht nach universellem Frieden ab.

Die neunzehn Bitten im Detail: Die Werktags-Amida

Die folgende Tabelle zeigt die 19 Bitten der Werktags-Amida in ihrer heute gängigen babylonischen Fassung. Es ist wichtig zu beachten, dass die ersten und letzten drei Bitten (1-3 und 17-19) die unveränderlichen Rahmen bilden, während die dazwischenliegenden Bitten variieren.

Nr.Hebräisch (Transliteration)Deutsche BedeutungKategorie
1AwotErzväterLobpreis
2GewurotMachterweiseLobpreis
3Keduschat ha-SchemHeiligung GottesLobpreis
4BinahEinsichtBitte
5TeshuvahRückkehr / UmkehrBitte
6SelichahVerzeihungBitte
7GeulahErlösungBitte
8RefuahHeilung / HeiligungBitte
9Birkat ha-SchanimGesegnetes JahrBitte
10GalujotSammlung der ZerstreutenBitte
11Birkat ha-DinGerechtigkeit / GerichtBitte
12Birkat ha-MinimGegen Verleumdung / KetzerBitte
13ZaddikimDie GerechtenBitte
14Bo'ne JerushalajimErbauer JerusalemsBitte
15Birkat DavidHerrschaft Davids (Messias)Bitte
16TefillahErhören des GebetsBitte
17AwodaTempeldienstDank
18Hoda'aDankDank
19Birkat SchalomFriedensbitteDank

Die Amida am Schabbat und an Festtagen ist kürzer. Sie behält die ersten drei und die letzten drei Segenssprüche bei, ersetzt aber die 13 Mittelbitten durch eine einzige, die die Heiligkeit des Tages thematisiert. Zum Beispiel wird an Schabbat die vierte Bitte "Keduschat ha-Jom" (Heiligkeit des Tages) gesprochen, die an die Schabbatruhe erinnert und die Bedeutung des Tages hervorhebt, gefolgt von den abschließenden drei Segenssprüchen (Awoda, Hoda'a, Birkat Schalom).

Das Rätsel der 18 oder 19 Bitten: Eine historische Entdeckung

Die Diskrepanz zwischen dem Namen „Schemone Esre“ (Achtzehn) und der tatsächlichen Anzahl von 19 Bitten in der heute üblichen Werktagsfassung der Amida hat lange Zeit für Spekulationen gesorgt. Eine früher weit verbreitete wissenschaftliche Theorie, die maßgeblich auf den Liturgiewissenschaftler Ismar Elbogen (Geschichte des jüdischen Gottesdienstes, Berlin 1913) zurückgeht, versuchte dies zu erklären. Basierend auf einer Legende im Talmud-Traktat Berachot, wurde angenommen, dass ursprünglich tatsächlich 18 Bitten existierten und die zwölfte Bitte, die sogenannte „Birkat ha-Minim“ (Segen gegen die Verleumder/Ketzer), erst später hinzugefügt wurde. Diese Bitte, die sich gegen Abtrünnige und Feinde richtet, soll nach der Zerstörung des Jerusalemer Tempels in der Akademie von Javne, unter der Führung der Schule Hillels, eingefügt worden sein, um die Einheit des jüdischen Volkes in schwierigen Zeiten zu stärken und sich von Häretikern abzugrenzen.

Die Fassung dieser damals als zwölfte Bitte verstandenen Ergänzung lautet: „Den Verleumdern sei keine Hoffnung, und alle Ruchlosen mögen im Augenblick verloren sein, alle Feinde deines Volkes mögen rasch ausgerissen werden, und die Trotzigen schnell entwurzle, zerschmettre und demütige. Gelobt seist du, Ewiger, der du die Feinde zerbrichst und Trotzige demütigst.“ (Zitat nach: Sidur Sefat Emet, Victor Goldschmidt Verlag Basel 1964, S. 43).

Doch neuere archäologische und textliche Entdeckungen haben diese Theorie weitgehend überholt. Insbesondere die Funde in der Kairoer Geniza, einer Synagogen-Geniza, die unzählige antike jüdische Handschriften bewahrte, lieferten entscheidende Einblicke in die frühe Form der Amida. Dort wurden Textzeugnisse der palästinischen Tradition gefunden, die tatsächlich 18 Bitten enthalten, während die der babylonischen Tradition von Anfang an 19 Bitten aufwiesen.

Der Schlüssel zur Erklärung liegt in einem religionsgesetzlichen Prinzip der babylonischen Rabbiner, das besagt, dass eine Bitte nur einen einzigen Inhalt haben darf. In der ursprünglichen 14. Bitte der palästinischen Amida ging es jedoch um zwei wichtige Anliegen: den Wiederaufbau Jerusalems und das Kommen des Messias. Um dem Prinzip der „Einheit des Inhalts“ pro Segen gerecht zu werden, wurde diese eine Bitte in der babylonischen Version in zwei separate Bitten aufgeteilt:

  • Bitte 14: Erbittet den Wiederaufbau Jerusalems (Bo'ne Jerushalajim).
  • Bitte 15: Erbittet das Kommen des Sprosses Davids, des Messias (Birkat David).

Durch diese Aufteilung erhöhte sich die Gesamtzahl der Bitten in der babylonischen Werktags-Amida von 18 auf 19. Da sich die babylonische Tradition und ihr Liturgiestandard im Laufe der Jahrhunderte in den meisten jüdischen Gemeinden durchgesetzt hat, ist die heute übliche Werktags-Amida die 19-bittige Version. Der Name „Schemone Esre“ blieb jedoch als historische Erinnerung an die ursprüngliche Form im Land Israel bestehen und ist ein Zeugnis der komplexen Entwicklung dieses zentralen Gebetes.

Historische Entwicklung und Fixierung des Textes

Die Amida ist kein Gebet, das von einem einzigen Autor zu einem bestimmten Zeitpunkt verfasst wurde. Ihre Ursprünge reichen weit zurück, und ihre Entwicklung ist ein Spiegel der jüdischen Geschichte und Theologie. Bereits die Mischna, eine Sammlung mündlicher jüdischer Gesetze aus der Zeit um 200 n. Chr., erwähnt die Themen der Brachot, was darauf hindeutet, dass die grundlegende Struktur und die thematischen Schwerpunkte der Amida schon in der Antike etabliert waren. Allerdings waren die Formulierungen der einzelnen Bitten religionsgesetzlich lange Zeit frei. Dies bedeutete, dass jeder Beter oder jede Gemeinde die Möglichkeit hatte, die Bitten in eigenen Worten auszudrücken, solange der Kerninhalt des Segens gewahrt blieb.

Wie viele bitten gibt es im Gebet?
Da das Gebet in der heute üblichen, ursprünglich babylonischen Fassung jedoch 19 Bitten zählt, hat sich die vor allem im sephardischen Judentum gebräuchliche Bezeichnung Amida durchgesetzt. Diese bezieht sich darauf, dass das Gebet immer im Stehen gesprochen wird.

Die Fixierung des Textes begann im 9. Jahrhundert. Der älteste erhaltene Beleg für einen weitgehend standardisierten Text der Amida findet sich im Seder Raw Amram Gaon, einem der frühesten jüdischen Gebetbücher. Diese Standardisierung war ein wichtiger Schritt, um eine gewisse Einheitlichkeit in der Liturgie zu schaffen, auch wenn bis heute in den Gebetbüchern verschiedener jüdischer Denominationen (z.B. aschkenasisch, sephardisch, jemenitisch) leichte Abweichungen in der genauen Formulierung der Bitten bestehen. Diese Variationen spiegeln die reichen lokalen Traditionen und die theologische Entwicklung innerhalb des Judentums wider.

Bedeutung und Praxis im Judentum

Die Amida ist nicht nur ein Gebet, sondern ein tiefgreifendes spirituelles Erlebnis. Sie wird dreimal täglich an Werktagen gebetet (Schacharit am Morgen, Mincha am Nachmittag und Maariv am Abend) und einmal am Schabbat und an Feiertagen (zusätzlich zu einem Mussaf-Gebet). Die vorgeschriebene Haltung des Stehens während der Amida symbolisiert die Ehrfurcht vor Gott und die Bereitschaft, direkt vor Ihm zu erscheinen. Es ist ein Moment der Konzentration und Hingabe, in dem die Gläubigen ihre Herzen öffnen und ihre Abhängigkeit von Gott anerkennen.

Die Amida dient als persönlicher Ausdruck von Glauben und Bedürfnissen, aber auch als kollektives Gebet für das gesamte Volk Israel und die Welt. Die Bitten um Heilung, Frieden, Gerechtigkeit und Erlösung sind universelle Anliegen, die über die Jahrhunderte hinweg relevant geblieben sind. Sie erinnert die Beter an ihre Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft und an die Hoffnung auf eine bessere Zukunft, die durch göttliches Eingreifen herbeigeführt wird.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Amida

Warum heißt es Schemone Esre, wenn es 19 Bitten sind?

Der Name „Schemone Esre“ (Achtzehn) stammt aus der ursprünglichen Version des Gebets, die im Land Israel gebräuchlich war und tatsächlich 18 Bitten enthielt. Die heute übliche babylonische Fassung, die 19 Bitten hat, setzte sich durch, aber der historische Name blieb erhalten. Die 19. Bitte entstand durch die Aufteilung einer ursprünglichen Bitte in zwei, um dem babylonischen Prinzip „eine Bitte, ein Inhalt“ gerecht zu werden.

Wann wird die Amida gebetet?

Die Amida wird an Werktagen dreimal täglich gebetet: als Schacharit (Morgengebet), Mincha (Nachmittagsgebet) und Maariv (Abendgebet). Am Schabbat und an Festtagen wird sie viermal gebetet (Schacharit, Mincha, Maariv und ein zusätzliches Mussaf-Gebet). An Jom Kippur wird sie sogar fünfmal gebetet, mit einem zusätzlichen Ne'ila-Gebet am Ende des Tages.

Muss man die Amida im Stehen beten?

Ja, die Amida wird traditionell im Stehen gebetet. Der Name „Amida“ selbst bedeutet „Stehen“ und unterstreicht diese Haltung. Es ist ein Ausdruck der Ehrfurcht und des Respekts vor Gott, ähnlich wie man vor einem König oder einer Autoritätsperson stehen würde. Für Personen, die körperlich nicht in der Lage sind zu stehen, gibt es natürlich Ausnahmen.

Sind die Bitten der Amida immer gleich?

Nein, der Hauptteil der Bitten variiert. Die ersten drei und die letzten drei Segenssprüche sind immer gleich. An Werktagen enthält der Hauptteil 13 spezifische Bitten für das jüdische Leben. Am Schabbat und an Festtagen wird dieser Hauptteil durch eine einzige Bitte ersetzt, die die Heiligkeit des jeweiligen Tages hervorhebt. Im Mussaf-Gebet an Rosch ha-Schana gibt es ebenfalls besondere Abschnitte.

Kann man die Amida auch alleine beten?

Ja, die Amida kann sowohl im Rahmen eines Minjans (einer Gebetsgemeinschaft von mindestens zehn jüdischen Erwachsenen) als auch alleine gebetet werden. Im Minjan wird die Amida zunächst leise von jedem einzelnen gebetet und dann vom Vorbeter laut wiederholt (Chazarat ha-Shatz), was die Möglichkeit für eine kollektive Antwort und eine tiefere Beteiligung bietet. Wenn man alleine betet, spricht man die Amida ebenfalls leise.

Die Amida ist weit mehr als nur eine Abfolge von Bitten; sie ist ein lebendiges Zeugnis der jüdischen Geschichte, Theologie und spirituellen Resilienz. Ihre Entwicklung von 18 zu 19 Bitten ist nicht nur eine numerische Kuriosität, sondern spiegelt die dynamische Natur der Halacha (jüdisches Gesetz) und die Fähigkeit des Judentums wider, sich an neue Gegebenheiten anzupassen, während es seinen Kernprinzipien treu bleibt. Durch die Amida verbinden sich Generationen von Juden mit ihren Vorfahren, mit Gott und mit der universellen Hoffnung auf Erlösung und Frieden.

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