29/01/2024
Viele Menschen, ob absolute Neulinge oder sogenannte „Heimkehrer“, die nach Jahren wieder den Weg in die Kirche finden, fühlen sich von der katholischen Liturgie auf eine besondere Weise angezogen. Der Reichtum an Zeichen und Feiern in der Heiligen Messe fasziniert sie, doch oft stehen sie der Mitfeier hilflos gegenüber. Die Angst, sich zu blamieren, kann eine große Hürde sein. Dieser Leitfaden wurde verfasst, um Ihnen einen ersten Zugang zu diesem größten der katholischen Mysterien – der Heiligen Messe, oder theologisch korrekt, der Eucharistiefeier – zu ermöglichen. Er soll praktische Hinweise geben und tiefergehende Einsichten vermitteln, die Ihnen die Teilnahme erleichtern und den Appetit auf mehr wecken.
Beachten Sie jedoch, dass diese Seite die persönliche Mitfeier nicht ersetzen kann und vor allem kein Ersatz für das Gespräch mit einem gläubigen und praktizierenden Katholiken ist, der Ihnen als „Pate“ zur Seite stehen könnte. Dennoch hoffen wir, dass die folgenden Erklärungen Ihnen einen wertvollen ersten Einblick geben und Ihnen helfen, sich in der Liturgie zurechtzufinden, insbesondere im Hinblick auf die Verkündigung des Evangeliums.
Der Beginn der Heiligen Messe: Eine erste Orientierung
Der Gottesdienst beginnt mit einem gemeinsamen Erheben der Gemeinde. Dies ist ein tiefes Zeichen des Respekts vor dem Priester, der in diesem Moment seine wichtigste Berufung ausübt: Er ist ein Zeichen für die Gegenwart Gottes selbst. Die Messe ist im Kern ein heiliges Geschehen zwischen Gott, dem Sohn, und Gott, dem Vater, gewirkt im Heiligen Geist. Während des Einzugs der liturgischen Dienste, die ihre Plätze im Altarraum einnehmen, erklingt in der Regel das erste Lied. Gott liebt Menschen, die singen, und so ist dieser Gesang eine erste gemeinsame Einstimmung auf das, was kommen wird.
Die Begrüßung: Uralte Worte mit tiefer Bedeutung
Nachdem das Eingangslied verklungen ist, beginnt der Priester den Gottesdienst mit einer ehrfürchtigen Kniebeuge vor dem Altar und einem Kuss desselben – ein Zeichen seiner Verbundenheit mit dem Ort des Opfers. Anschließend vollzieht er zusammen mit der Gemeinde das Kreuzzeichen. Während alle die Geste mitmachen, spricht nur der Priester die Worte: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Die Gemeinde schließt sich mit einem gemeinsamen „Amen“ an, das die Zustimmung und den Glauben an diese heilige Dreifaltigkeit ausdrückt.
Danach folgt die liturgische Begrüßung, die tief in der christlichen Tradition verwurzelt ist: Der Priester spricht „Der Herr sei mit Euch!“, worauf die Gemeinde antwortet: „und mit Deinem Geiste.“ Diese Antwort mag für manche umständlich klingen, doch sie ist eine direkte Übersetzung des lateinischen Originals „et cum spiritum tuum“ und drückt den Wunsch aus, dass der Herr auch im Geiste des Priesters, der Christus in diesem Moment repräsentiert, gegenwärtig sei. In anderen Sprachen ist die Antwort oft einfacher formuliert als „Und auch mit Dir“, doch die Bedeutung bleibt dieselbe: Es ist eine gegenseitige Bestärkung der göttlichen Präsenz unter uns.
Gelegentlich stellt der Priester dem Gottesdienst einige persönliche Gedanken voran. Wenn er rhetorisch geschult ist, sind dies oft nur drei prägnante Sätze. Die Kunst, sich kurz und doch bedeutsam auszudrücken, ist eine Gabe, die den Einstieg in die Feier erleichtern kann.
Das Kyrie: Die Barmherzigkeit Gottes erflehen
Um uns ganz auf die Begegnung mit Gott einzulassen und alles zu überwinden, was uns daran hindern könnte, bitten wir Gott nun um Vergebung. Dies geschieht oft im „Allgemeinen Schuldbekenntnis“, dem der Priester eine Vergebungsbitte anschließt. Danach betet der Priester zusammen mit der Gemeinde um das Erbarmen Gottes. Dies kann entweder auf Griechisch mit den Rufen „Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison“ geschehen oder auf Deutsch: „Herr, erbarme Dich (unser), Christus, erbarme Dich (unser), Herr, erbarme Dich (unser)“. Die Gemeinde wiederholt diese Bitten.
Der Ursprung dieses Ritus ist faszinierend: Er stammt aus dem weltlichen Bereich, wo Menschen einem Herrscher bei seinem Einzug huldigten, indem sie seine Großtaten ausriefen und um weitere Taten der Gnade hofften. Im Gottesdienst ist das Kyrie daher zunächst ein Lobgesang auf die Großtaten Gottes, verbunden mit der Hoffnung auf Seine Gnade, die Vergebung der Schuld und die Erfüllung mit Freude.
Das Gloria: Ein Lobgesang auf Gottes Größe
An Sonntagen (außer in der Fasten- und Adventszeit) und an besonderen Festtagen wird anschließend das Gloria gebetet oder als Lied gesungen. Dieses Loblied ist tief in der Bibel verwurzelt und setzt sich aus verschiedenen biblischen Stellen und frühchristlichen Rufen zusammen. Mit dem Gloria beginnt der eigentliche „Gottesdienst“ im Sinne des Lobpreises; wir sind nun ganz bei Gott und finden unsere Freude darin, IHN zu loben. Es ist wie ein kurzer, belebender Urlaub für die Seele, ganz bei Gott zu sein.
Das Tagesgebet (Collectio): Die Sammlung unserer Herzen
Danach betet der Priester das sogenannte „Tagesgebet“, das seinen Namen daher hat, dass es in allen Gottesdiensten des Tages gleich bleibt. Er beginnt mit der Einladung „Lasset uns beten“ (oder lateinisch „Oremus“). Dies ist eine Einladung zum persönlichen Gebet. Ein guter Priester lässt nach dieser Einladung eine kurze Stille einkehren, damit die Gemeinde ihre eigenen Anliegen formulieren kann. Anschließend fasst er diese persönlichen Gebete der Gemeinde im Tagesgebet zusammen. Das Gebet schließt mit einer Formel, die die Bitte durch Jesus Christus, in Einheit mit dem Heiligen Geist, an Gott den Vater richtet. Die Gemeinde bekräftigt dies mit einem „Amen“.
Das Tagesgebet wird auch „Collectio“ genannt, weil es alle Gedanken und Anliegen der Mitfeiernden sammelt und zusammenfasst. Der Priester spricht dieses Gebet als Vertreter der Gemeinde und bringt zugleich als Platzhalter Christi die Anliegen des Volkes vor den Vater. In diesem Moment sind wir und unsere Sorgen gut aufgehoben, und wir können uns setzen, um auf das kommende Wort Gottes zu hören.
Der Wortgottesdienst: Gott spricht zu uns
Nach dem Tagesgebet folgen die Lesungen – sonntags zwei, an Werktagen eine. Das aufmerksame Hinhören auf das Wort Gottes ist ein zentrales Bild des Glaubens: Glauben heißt Hören; Vertrauen besteht vor allem darin, sich auf Gottes Wort zu verlassen. Es ist nicht notwendig, alles sofort zu verstehen, denn manche Lesungen sind tatsächlich nicht leicht zugänglich. Wie Frère Roger aus Taizé einst sagte: „Lebe jeden Tag soviel vom Evangelium, wie Du verstanden hast.“ Dies gilt auch für die Lesungen.
Am Sonntag stammt eine Lesung aus dem Alten Testament und die zweite aus dem Neuen Testament (außerhalb der Osterzeit, wo ausschließlich aus dem Neuen Testament gelesen wird). Dies verdeutlicht, dass die Erfahrungen der biblischen Menschen auch für uns von großer Bedeutung sind. Zwischen den Lesungen wird oft ein Lied oder ein Psalm gesungen, der als Antwort auf das Gehörte dient. Am Ende der Lesung spricht der Vorlesende (meist ein Lektor oder eine Lektorin): „Dies sind heilige Worte!“ oder „Wort des lebendigen Gottes!“. Die Gemeinde bedankt sich für die Ansprache Gottes mit den Worten: „Dank sei Gott, dem Herrn.“
Das Evangelium: Der Höhepunkt der Verkündigung
Der Höhepunkt des Wortgottesdienstes ist zweifellos die feierliche Verkündigung des Evangeliums. Es ist der Moment, auf den die Gemeinde mit besonderer Erwartung blickt und sich innerlich vorbereitet. Schon die Einleitung signalisiert seine besondere Bedeutung: Oft wird es durch den jubilierenden Ruf des Halleluja eingeleitet, zu dem sich die gesamte Gemeinde, erfüllt von Vorfreude und Respekt, erhebt. Diese stehende Haltung ist ein Ausdruck der Ehrfurcht vor dem kommenden Wort Gottes.
Danach folgt ein kurzer, aber tiefgründiger Dialog zwischen dem Priester (oder Diakon) und der Gemeinde: Der Priester spricht die bekannten Worte „Der Herr sei mit Euch“, und die Gemeinde antwortet, wie schon zu Beginn der Messe, „… und mit Deinem Geiste“. Dieser Austausch ist nicht nur eine formale Begrüßung, sondern eine gegenseitige Bekräftigung der Präsenz Gottes in der Versammlung und im Dienst des Geistlichen. Unmittelbar darauf kündigt der Priester an, aus welchem der vier Evangelien – Matthäus, Markus, Lukas oder Johannes – der heutige Abschnitt vorgetragen wird, zum Beispiel: „Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas“. Die Gemeinde antwortet darauf mit dem ehrfürchtigen Ruf: „Ehre sei Dir, o Herr!“
Während dieses kurzen, bedeutungsvollen Dialogs vollziehen die Gläubigen eine kleine, aber sehr aussagekräftige Geste: Sie machen drei kleine Kreuzzeichen mit dem Daumen – zuerst auf die Stirn, dann auf den Mund und schließlich auf das Herz. Diese Geste ist reich an Symbolik und kann auf verschiedene Weisen interpretiert werden. Eine gängige Deutung ist die Bitte: „Gutes Denken“ (Stirn), „Gutes Reden“ (Mund) und „Gutes wollen“ (Herz). Eine andere, ebenso tiefgründige Auslegung besagt, dass wir uns wünschen, das Evangelium „bedenken“ zu können (Stirn), es „verkünden“ zu wollen (Mund) und es tief im „Herzen“ zu erwägen und zu verinnerlichen. Es ist ein stilles Gebet, das die Bereitschaft signalisiert, das Wort Gottes nicht nur zu hören, sondern es ganz in unser Sein zu integrieren.
Das Evangelium ist weit mehr als nur ein geschichtlicher Bericht über die Taten und Worte Jesu. Im katholischen Glauben ist es die Überzeugung, dass in diesem Moment der Verkündigung durch den Priester oder Diakon Jesus Christus selbst zu uns spricht. Deshalb wird das Evangelium mit besonderer Feierlichkeit vorgetragen. Manchmal wird dieser Moment durch das Hinzuziehen von Leuchtern links und rechts des Ambos oder sogar durch den Einsatz von Weihrauch noch weiter hervorgehoben, um die heilige Präsenz Christi zu unterstreichen. Am Schluss der Verkündigung, wenn der Priester sagt: „Evangelium unseres Herrn Jesus Christus“, antwortet die Gemeinde mit dem freudigen und dankbaren Ausruf: „Lob sei Dir, Christus“.
Es ist von entscheidender Bedeutung zu verstehen, dass das Evangelium nicht einfach „vorgelesen“, sondern „verkündigt“ wird. Dies ist kein bloßer semantischer Unterschied, sondern weist auf eine tiefere theologische Realität hin. Es handelt sich nicht um eine neutrale Information, die man sich merken soll, nach dem Motto: „Aufpassen! Merkt Euch gut das Folgende…!“ Vielmehr ist es eine frohe Botschaft, die gefeiert wird. Wir freuen uns schlicht darüber, dass Gott überhaupt in Jesus zu uns gesprochen hat – ein unermesslicher Schatz, eine Gnade von unschätzbarem Wert! Darüber hinaus glauben wir, dass Gott im Augenblick dieser Verkündigung des Evangeliums etwas ganz Persönliches und Relevantes für jeden Einzelnen von uns zu sagen hat. Es ist ein lebendiges Wort, das uns im Hier und Jetzt begegnet und uns verwandeln möchte.
Die Antwort der Gemeinde: Glauben, Bitten, Handeln
Die Predigt: Fortgesetzte Verkündigung
Im Anschluss an das Evangelium wird die Verkündigung fortgesetzt – in der Predigt, zu der wir uns setzen. Die Predigt ist keine bloße persönliche Auslegung des Evangeliums, sondern eine fortgesetzte Verkündigung der Kirche. Aus diesem Grund ist sie dem Priester (oder Bischof oder Diakon) vorbehalten. In der Predigt erfüllt der Priester seinen zweiten Weiheauftrag: Christus als Lehrer, Rabbi und Meister darzustellen. Obwohl es sich manchmal anders anfühlen mag, ist die Predigt nicht der wichtigste Teil der Messe. Ein Nickerchen an dieser Stelle ist jedoch nicht obligatorisch!
Das Glaubensbekenntnis (Credo): Eine Liebeserklärung an Gott
Nach der Predigt wird (nicht an Werktagen) das Glaubensbekenntnis gesprochen, grundsätzlich immer von allen gemeinsam. Manchmal wird es auch durch ein Lied ersetzt. Das Glaubensbekenntnis ist ein Gebet, auch wenn keine einzige Bitte darin genannt wird. Wir freuen uns an Gott und zählen alles auf, was wir von Ihm glauben. Dies verbindet uns untereinander und mit Gott. Es ist vergleichbar mit zwei Verliebten, die einander bekennen, was sie am anderen so liebenswert finden. Das Credo ist also kein starres Parteiprogramm, sondern eine lebendige Liebeserklärung.
Die Fürbitten: Das Gebet des Volkes
Nach dem Glaubensbekenntnis folgen die Fürbitten, die meist von einem Laien vorgetragen werden. Die Antworten auf jede Bitte, die von der ganzen Gemeinde gesprochen werden, können variieren, zum Beispiel „Wir bitten Dich, erhöre uns“ oder „Christus, höre uns“ – „Christus, erhöre uns“. Die Fürbitten sind das „Gebet des Volkes“. Obwohl es früher üblich war, dass jeder seine Bitten laut in die Kirche rufen durfte, ist dies heute leider selten geworden. Doch niemand hindert Sie daran, in diesem Moment alle Menschen, die Ihnen einfallen, in Ihr persönliches Gebet einzuschließen. Aufmerksam den Fürbitten zuzuhören, ist ebenfalls sinnvoll, denn die Anliegen erweitern vielleicht den Horizont Ihres eigenen Gebetes.
Vergleich: Eucharistiefeier (Messe) und Wort-Gottes-Feier
Die oben beschriebenen Elemente sind Kernbestandteile sowohl der vollen Heiligen Messe (Eucharistiefeier) als auch einer Wort-Gottes-Feier. Es ist wichtig für Neulinge, die Unterschiede zu verstehen, da beide Formen des Gottesdienstes in Gemeinden stattfinden können. Die Wort-Gottes-Feier konzentriert sich auf die Verkündigung des Wortes Gottes, während die Eucharistiefeier zusätzlich das Sakrament der Eucharistie, also die Kommunion, einschließt.
| Merkmal | Eucharistiefeier (Messe) | Wort-Gottes-Feier |
|---|---|---|
| Leitung | Priester oder Bischof (geweihter Amtsträger) | Priester, Diakon oder Laie (von Bischof beauftragt) |
| Zentraler Teil | Wortgottesdienst und Eucharistiefeier (Wandlung und Kommunion) | Wortgottesdienst (Lesungen, Evangelium, Predigt) |
| Kommunionempfang | Ja, die konsekrierten Gaben werden ausgeteilt | Nur, wenn konsekrierte Hostien vorhanden sind und die Austeilung vorgesehen ist (z.B. bei Kommunionhelfern) |
| Gebete | Umfassen alle Teile der Messe, inklusive Hochgebet | Fokus auf Eröffnungsgebet, Fürbitten, Vaterunser; keine Wandlung |
| Beginn | Einzug, Kreuzzeichen, liturgischer Gruß, Einführung, Kyrie, Gloria, Tagesgebet | Einzug, Kreuzzeichen, liturgischer Gruß, Einführung, Kyrie, Eröffnungsgebet |
| Wortgottesdienst | Lesungen, Psalm, Evangelium, Predigt | Lesungen, Psalm, Evangelium, Auslegung (Predigt) |
| Abschluss | Schlussgebet, Segen, Entlassung | Schlussmeditation, Segensbitte, Entlassung |
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Evangelium und der Messe
Warum stehen wir beim Evangelium?
Das Aufstehen beim Evangelium ist ein Ausdruck höchster Ehrfurcht und Respekt. Es symbolisiert, dass wir bereit sind, Jesus Christus selbst zu begegnen und Sein Wort aufzunehmen. Es ist eine Haltung des Hörens und der Bereitschaft, dem Herrn zu folgen.
Was bedeuten die drei kleinen Kreuze auf Stirn, Mund und Herz?
Die drei kleinen Kreuzzeichen sind eine tiefsinnige Geste. Sie drücken den Wunsch aus, das Evangelium aufzunehmen, zu verinnerlichen und danach zu leben: auf der Stirn, damit wir es bedenken und verstehen; auf dem Mund, damit wir es verkünden und bezeugen; und auf dem Herzen, damit wir es erwägen, lieben und danach handeln. Es ist ein stilles Gebet um die Gnade, das Wort Gottes ganz in unser Leben zu integrieren.
Ist die Predigt der wichtigste Teil der Messe?
Nein, die Predigt ist nicht der wichtigste Teil der Messe. Während sie eine wichtige Rolle spielt, indem sie das Evangelium auslegt und vertieft, ist die gesamte Eucharistiefeier ein Ganzes, dessen Höhepunkt die Kommunion ist – die Feier des Pascha-Mysteriums Christi. Die Predigt ist eine fortgesetzte Verkündigung, aber nicht der absolute Höhepunkt.
Was ist der Unterschied zwischen „Evangelium verkündigen“ und „vorlesen“?
„Verkündigen“ betont den lebendigen Charakter des Evangeliums. Es ist nicht nur die Übermittlung von Information, sondern die Feier einer Botschaft, die im Hier und Jetzt wirkt. Wenn das Evangelium verkündigt wird, glaubt die Kirche, dass Jesus Christus selbst durch den Priester oder Diakon zu uns spricht. „Vorlesen“ wäre ein passiverer Akt, der dem Evangelium seine dynamische und sakramentale Kraft nehmen würde.
Darf ich als Laie das Evangelium verkündigen?
Nein, die Verkündigung des Evangeliums ist im katholischen Ritus Priestern und Diakonen vorbehalten. Dies liegt an ihrer Weihe, die sie dazu befähigt, Christus in besonderer Weise zu repräsentieren und Sein Wort mit Autorität zu verkünden. Laien dürfen jedoch die anderen Lesungen vortragen.
Wir hoffen, dass diese Einführung Ihnen die Teilnahme an der Heiligen Messe erleichtert und Ihnen hilft, die Schönheit und Tiefe der katholischen Liturgie besser zu verstehen und zu erleben. Mögen Sie sich immer mehr in diesem unendlichen Schatz der Gottesbegegnung zu Hause fühlen.
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