Was ist das Gebet im Christentum?

Das Gebet im Islam: Eine umfassende Anleitung

20/04/2021

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Das Gebet, im Islam als Salat bekannt, ist weitaus mehr als eine bloße Abfolge von Bewegungen und Worten; es ist das Fundament der Religion, die direkte Verbindung des Gläubigen zu seinem Schöpfer, Allah. Fünfmal am Tag wenden sich Muslime in Hingabe an Gott, suchen Ruhe, Führung und Vergebung. Diese spirituelle Säule des Islam, die täglich praktiziert wird, ist eine Quelle des Friedens, der Disziplin und der ständigen Erinnerung an Allahs Allmacht und Barmherzigkeit. Doch wie ist dieses Gebet strukturiert? Welche Elemente sind unerlässlich, und welche Feinheiten sollten beachtet werden, um das Gebet korrekt und vollständig zu verrichten? Dieser Artikel beleuchtet die tiefgreifende Bedeutung und die praktischen Aspekte des islamischen Gebets, von seinen fundamentalen Bestandteilen bis hin zu den Besonderheiten des Gemeinschaftsgebets und freiwilligen Gebeten, und bietet eine umfassende Anleitung für jeden, der seine Gebetspraxis vertiefen möchte.

Was bedeutet das Wort Benehmen?
1) reflexiv, umgangssprachlich: sich schlecht benehmen/unangebracht verhalten (und so negativ auffallen) da | ne | ben | be | neh | men, Präteritum: be | nahm da | ne | ben, Partizip II: da | ne | ben | be | nom | men 1) aus der Rolle fallen, entgleisen, sich benehmen wie die Axt im Walde, vorbeibenehmen
Inhaltsverzeichnis

Die Essenz des Gebets: Säulen und Pflichten

Im islamischen Gebet gibt es eine klare Unterscheidung zwischen sogenannten Säulen (Arkan) und Pflichten (Wajibat). Beide sind von entscheidender Bedeutung für die Gültigkeit des Gebets, jedoch unterscheiden sich die Konsequenzen, wenn eine von ihnen absichtlich oder unabsichtlich ausgelassen wird. Das Verständnis dieser Unterscheidung ist unerlässlich, um das Gebet korrekt zu verrichten und mögliche Fehler zu beheben.

Die Säulen des Gebets (Arkan as-Salat)

Die Säulen des Gebets sind die fundamentalen, unverzichtbaren Bestandteile. Wird eine Säule absichtlich ausgelassen, so ist das gesamte Gebet ungültig und muss wiederholt werden. Auch bei Vergesslichkeit muss die ausgelassene Säule nachgeholt werden, sonst ist das Gebet ungültig. Zu den Säulen gehören:

  • Der Eröffnungs-Takbir (Takbirat al-Ihram): Das erste Sprechen von „Allāhu akbar“ zu Beginn des Gebets, das es eröffnet.
  • Das Aufrechtstehen: Für diejenigen, die dazu körperlich in der Lage sind.
  • Das Rezitieren der Sure al-Fatiha: Dies gilt für den Betenden, der alleine betet oder das Gebet leitet. Für denjenigen, der hinter einem Vorbeter betet, entfällt diese Pflicht, da der Vorbeter sie für die Gemeinschaft rezitiert.
  • Die Verbeugung (Rukūʿ): Eine bestimmte Haltung, bei der man sich mit geradem Rücken beugt.
  • Das Wiederaufrichten von der Verbeugung.
  • Die Niederwerfung (Sujud): Die zweimalige Niederwerfung, bei der Stirn, Nase, Hände, Knie und Zehen den Boden berühren.
  • Das Sitzen zwischen den beiden Niederwerfungen.
  • Das letzte Bezeugungsbittgebet (Tashahhud al-Akhir): Das Sprechen des letzten Tashahhuds.
  • Das Sitzen für das letzte Bezeugungsbittgebet.
  • Das Verbleiben in einer ruhigen und entspannten Lage (Tumā'nīnah) bei jeder Gebetshaltung: Jede Position muss für einen Moment der Ruhe gehalten werden, bevor man zur nächsten übergeht.
  • Der Friedensgruß (Taslim): Der Abschluss des Gebets durch das Sprechen von „As-salamu alaikum wa rahmatullah“ nach rechts und links.

Die Pflichten des Gebets (Wajibat as-Salat)

Die Pflichten des Gebets sind ebenfalls obligatorische Bestandteile. Wird eine Pflicht absichtlich ausgelassen, so ist das Gebet ungültig. Wenn jedoch eine Pflicht aus Versehen oder Unachtsamkeit unterlassen wurde, kann dieser Mangel durch die beiden zusätzlichen Niederwerfungen am Ende des Gebets, bekannt als Suǧūd as-Sahu (Niederwerfung der Vergesslichkeit), behoben werden. Zu den Pflichten zählen:

  • Das Sprechen von jedem „Allāhu akbar“-Ruf im Gebet, außer dem Eröffnungs-Takbir.
  • Einmal „Subḥāna Rabbīya-l-ʿAẓīm“ während der Verbeugung zu sagen.
  • „SamiʿAllāhu liman Ḥamidah“ (Allah hört denjenigen, der Ihn lobt) zu sagen (gilt für den Vorbeter oder für denjenigen, der alleine betet).
  • „Rabbanā wa laka-l-Ḥamd“ (Unser Herr, und Dir gebührt alles Lob) zu sagen (gilt für alle, ob einzeln betend, als Vorbeter oder als Mitbetender).
  • Einmal „Subḥāna Rabbīya-l-Aʿlā“ während der Niederwerfung zu sagen.
  • Einmal „Rabbi-ġfir lī“ (Mein Herr, vergib mir) beim Sitzen zwischen den beiden Niederwerfungen zu sagen.
  • Das erste Bezeugungsbittgebet (Tashahhud al-Awwal).

Vergleich von Säulen und Pflichten

MerkmalSäule (Rukn)Pflicht (Wajib)
BedeutungFundamental, unverzichtbar für die Gültigkeit des Gebets.Obligatorisch, aber bei Vergessenheit korrigierbar.
Konsequenz bei absichtlichem AuslassenGebet ist ungültig und muss vollständig wiederholt werden.Gebet ist ungültig und muss vollständig wiederholt werden.
Konsequenz bei unabsichtlichem Auslassen/VergessenheitMuss nachgeholt werden; ansonsten ist das Gebet ungültig.Kann durch Suǧūd as-Sahu (zwei zusätzliche Niederwerfungen am Ende des Gebets) behoben werden.
BeispieleTakbirat al-Ihram, Stehen, Fatiha, Verbeugung, Niederwerfung, Letzter Tashahhud, Ruhe in Gebetshaltungen.Andere Takbire, Lobpreisungen in Rukūʿ und Sujud, Bittgebet zwischen Niederwerfungen, Erster Tashahhud.

Freiwillige Gebete (Nawafil): Wege zur zusätzlichen Nähe

Neben den fünf täglichen Pflichtgebeten, die für jeden Muslim obligatorisch sind, gibt es eine Fülle von freiwilligen Gebeten, die als Nawafil bekannt sind. Diese Gebete bieten Gläubigen die Möglichkeit, zusätzliche Belohnung zu verdienen und ihre Beziehung zu Allah zu vertiefen. Im Allgemeinen ist es dem Menschen erlaubt, jederzeit und grenzenlos freiwillige Gebete zu verrichten.

Es gibt jedoch Ausnahmen für bestimmte Zeiten, in denen das Verrichten von Gebeten untersagt ist. Dies liegt daran, dass zu diesen Zeiten die Gottesdienste der Ungläubigen stattfinden, und Muslime sollen sich nicht in ihren Handlungen den Praktiken der Ungläubigen angleichen. Beispiele für solche verbotenen Zeiten sind der Zeitpunkt des Sonnenaufgangs, des Sonnenhöchststands und des Sonnenuntergangs. In diesen spezifischen Momenten sollte das rituelle Gebet vermieden werden.

Dennoch gibt es Ausnahmefälle, in denen Gebete auch während dieser verbotenen Zeiten zulässig sind. Dazu gehören das Nachholen von versäumten Pflichtgebeten oder das Verrichten von freiwilligen Gebeten, die einen triftigen Grund haben, wie beispielsweise das Begrüßungsgebet beim Betreten einer Moschee (Tahiyyat al-Masjid). Wichtig ist zu beachten, dass das Verbot nur für das rituelle Gebet (Salat) gilt. Das Gedenken Allahs (Dhikr) und das Richten von Bittgebeten (Duʿāʾ) an Ihn dürfen immer und zu jeder Zeit vollbracht werden.

Grundsätzlich bestehen freiwillige Gebete aus jeweils zwei Gebetseinheiten (Rak'ahs). Das heißt, man sollte je zwei Gebetseinheiten beten, diese mit dem Friedensgruß beenden und dann bei Bedarf ein weiteres Gebet aus zwei Gebetseinheiten verrichten. Diese Struktur fördert die Konzentration und ermöglicht eine flexible Gestaltung der freiwilligen Anbetung.

Das Witr-Gebet: Ein besonderes freiwilliges Gebet

Ein herausragendes Beispiel für ein freiwilliges Gebet ist das Witr-Gebet. Es wird nach dem Nachtgebet (Ischa) verrichtet und ist eine Sunna Mu'akkadah, eine stark empfohlene Praxis des Propheten Muhammad (Allahs Segen und Friede auf ihm). Die Anzahl der Gebetseinheiten für das Witr-Gebet ist flexibel. Die Mindestanzahl ist eine Gebetseinheit, jedoch ist es besser, drei Gebetseinheiten zu verrichten. Man kann auch zusätzliche Gebetseinheiten beten, so viele man möchte. Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) pflegte das Witr-Gebet oft mit elf Gebetseinheiten zu verrichten, was die Vielfalt und persönliche Anpassung dieses Gebets unterstreicht.

In der letzten Gebetseinheit des Witr-Gebets ist es erwünscht, dass man nach dem Wiederaufrichten aus der Verbeugung (Rukūʿ) und vor der Niederwerfung kurz stehen bleibt und die Gedenkworte spricht, die für diese Stellung authentisch überliefert worden sind. Daraufhin hebt man seine Hände und spricht beliebige Bittgebete, die man an Allah, den Erhabenen, wendet. Dieses inständige Bittgebet wird Duʿāʾ al-Qunūt genannt und ist ein Moment tiefer Demut und Anflehens.

Das Gemeinschaftsgebet (Salat al-Jama'ah): Die Kraft der Einheit

Das Gemeinschaftsgebet, bekannt als Salat al-Jama'ah, nimmt eine besonders hohe Stellung im Islam ein. Allah, der Mächtige und Majestätische, hat den Männern vorgeschrieben, die fünf täglichen Pflichtgebete in der Gemeinschaft zu verrichten. Der Vorzug und die Belohnung hierfür sind gewaltig. Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) sagte: „Das Gebet in der Gemeinschaft ist um siebenundzwanzig Stufen besser als das Gebet des Einzelnen.“ (Buḫārī Hadith Nr. 619 und Muslim Hadith Nr. 650). Diese immense Belohnung unterstreicht die Wichtigkeit des Gemeinschaftsgebets nicht nur als Akt der Anbetung, sondern auch als Ausdruck der Einheit und Solidarität der muslimischen Ummah.

Was bedeutet bitten im Namen des Herrn Jesus?

Die Mindestanzahl an Menschen, die zusammenkommen muss, damit ein Gemeinschaftsgebet abgehalten werden kann, sind zwei: der Vorbeter (Imam) und jemand, der mit ihm betet. Je größer die Anzahl der Gemeinschaft ist, desto besser und beliebter ist es bei Allah, da dies die Größe und Stärke der muslimischen Gemeinschaft widerspiegelt.

Die Rolle des Vorbeters (Imam) und das Folgen im Gebet

Das Befolgen des Vorbeters während des Gebets ist ein zentrales Element des Gemeinschaftsgebets. Es bedeutet, dass der Betende sein Gebet nach dem Gebet des Vorbeters abstimmt. So folgt er ihm in allen Bewegungsabläufen, wie etwa in seiner Verbeugung und Niederwerfung. Bei lauten Gebeten hört der Mitbetende konzentriert der Rezitation des Vorbeters zu.

Es ist dem Betenden ausdrücklich nicht erlaubt, dem Vorbeter zuvorzukommen und die Bewegungen vor ihm auszuführen. Ebenso darf man ihm in keiner Weise zuwiderhandeln oder sich von ihm unterscheiden. Im Gegenteil, man muss dem Vorbeter folgen und die Gebetshandlungen direkt nach ihm ausführen. Der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm) sagte: „Der Vorbeter ist nur deshalb da, um befolgt zu werden. Wenn er den Takbir (Allāhu akbar) spricht, so sprecht auch den Takbir nach! Aber sprecht nicht eher den Takbir, bis er ihn ausgesprochen hat! Und wenn er eine Verbeugung vornimmt, so verbeugt euch auch. Aber verbeugt euch nicht eher, bis er sich verbeugt hat! Und wenn er sich niederwirft, so werft euch auch nieder! Aber werft euch nicht eher nieder, bis er sich niedergeworfen hat …“ (Buḫārī Hadith Nr. 701, Muslim Hadith Nr. 414 und Abū Dāwūd Hadith Nr. 603). Diese klare Anweisung unterstreicht die Notwendigkeit der Disziplin und Einheit im Gemeinschaftsgebet.

Wer sollte als Vorbeter das Gebet leiten?

Die Auswahl des Imams ist von großer Bedeutung. Es sollte derjenige als Vorbeter das Gebet leiten, der am meisten vom Koran auswendig kann und ihn am besten rezitieren kann. Wenn mehrere Personen in dieser Hinsicht gleich sind, dann kommt derjenige, der sich am besten in der Sunna (der Praxis und Lehre des Propheten) auskennt. Wenn auch hier Gleichheit besteht, dann derjenige, der als erster die Hijra (Auswanderung) vollzogen hat, und so weiter. Der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm) sagte: „Derjenige soll (als Vorbeter) das Gebet mit den Leuten (im Gemeinschaftsgebet) leiten, der Allahs Buch am besten vortragen kann, wenn sie in dieser Hinsicht gleich sind, dann derjenige, der sich am besten in der Sunna auskennt…“ (Muslim Hadith Nr. 673). Diese Kriterien gewährleisten, dass die Führung im Gebet den Wissendsten und Frommsten anvertraut wird.

Wo sollten der Vorbeter und die Mitbetenden stehen?

Der Vorbeter sollte vortreten und vor den Betenden stehen. Die Betenden hinter ihm sollten eng nebeneinander in einer geraden Reihe stehen. Ist die erste Reihe voll, so beginnt man eine neue Reihe, bis sie ebenfalls vollständig gefüllt ist, und so weiter. Wenn es nur einen Mitbetenden gibt, so steht er an der rechten Seite des Vorbeters, um die Einheit und Ordnung der Gebetsformation zu wahren.

Wie vervollständigt man verpasste Gebetseinheiten im Gemeinschaftsgebet?

Es kommt häufig vor, dass Gläubige zu spät zum Gemeinschaftsgebet kommen und der Vorbeter bereits mit dem Gebet begonnen hat. In einem solchen Fall soll man sich sofort dem Gemeinschaftsgebet anschließen. Nachdem der Vorbeter das Gebet mit dem Friedensgruß beendet hat, steht man auf und vervollständigt die übrig gebliebene Anzahl an Gebetseinheiten. Man zählt die Anzahl an Gebetseinheiten, die man noch mit dem Vorbeter zusammengebetet hat, und verrichtet darauf die übrig gebliebene Anzahl an Gebetseinheiten.

Wichtige Regel: Die Gültigkeit einer Gebetseinheit

Eine Gebetseinheit (Rak'ah) wird als vollständig gezählt, wenn der Mitbetende die Verbeugung (Rukūʿ) zusammen mit dem Vorbeter erreicht. Wer die Verbeugung mit dem Vorbeter verpasst, der hat diese Gebetseinheit verpasst und muss sie nachholen. Die übrigen Handlungen und Worte im Gebet, die nach der Verbeugung folgen (wie das Wiederaufrichten, die Niederwerfungen etc.), werden nicht als Kriterium für eine gezählte Gebetseinheit herangezogen, wenn der Rukūʿ bereits verpasst wurde.

Beispiele für das Nachholen verpasster Gebetseinheiten

Um dies zu verdeutlichen, hier einige Beispiele:

  • Morgendämmerungsgebet (Fajr - 2 Rak'ahs): Wer das Gebet mit dem Vorbeter in der zweiten Gebetseinheit des Fajr-Gebets erreicht und die Verbeugung dieser zweiten Gebetseinheit mitmacht, der hat eine Gebetseinheit mit dem Imam verrichtet. Nachdem der Vorbeter sein Gebet mit dem Friedensgruß beendet hat, muss dieser Betende aufstehen und die übrig gebliebene Gebetseinheit ergänzen. Er darf sein Gebet nicht zusammen mit dem Vorbeter beenden, sondern muss aufstehen und seine fehlende erste Gebetseinheit zu Ende führen.
  • Mittagsgebet (Dhuhr - 4 Rak'ahs): Wer sich dem Gemeinschaftsgebet anschließt, während sich der Vorbeter in der Verbeugung von der dritten Gebetseinheit des Dhuhr-Gebets befindet, der hat die dritte Gebetseinheit erreicht. Die dritte Gebetseinheit des Vorbeters ist die erste Gebetseinheit für den neu dazugekommenen Mitbeter. Und die vierte Gebetseinheit des Vorbeters ist die zweite Gebetseinheit für diesen Mitbeter. Er betet also zwei Gebetseinheiten zusammen mit dem Vorbeter. Wenn der Vorbeter sein Gebet mit dem Friedensgruß beendet, steht der Mitbeter auf und ergänzt die fehlenden Gebetseinheiten. In diesem Fall müsste er zwei weitere Gebetseinheiten beten, d.h. die dritte und die vierte Gebetseinheit des Dhuhr-Gebets, um die insgesamt vier Gebetseinheiten zu vervollständigen.
  • Sonnenuntergangsgebet (Maghrib - 3 Rak'ahs): Wer das Gebet mit dem Vorbeter in der dritten und letzten Gebetseinheit des Maghrib-Gebets erreicht, während der Vorbeter bereits das letzte Bezeugungsbittgebet (Tashahhud al-Akhir) spricht, der hat die Verbeugung dieser letzten Gebetseinheit verpasst. Eine gültige Gebetseinheit erreicht aber nur derjenige, der zusammen mit dem Vorbeter die Verbeugung (Rukūʿ) vollzieht. Da in diesem Fall keine Gebetseinheit mit dem Imam verrichtet wurde, muss der Betende, nachdem der Vorbeter sein Gebet mit dem Friedensgruß beendet hat, aufstehen und drei ganze Gebetseinheiten beten, da er alle Rak'ahs verpasst hat.

Häufig gestellte Fragen zum Gebet

Was ist der grundlegende Unterschied zwischen Säulen und Pflichten im Gebet?
Säulen sind unverzichtbare Elemente, deren absichtliches oder unabsichtliches Auslassen das Gebet ungültig macht und eine Wiederholung erfordert. Pflichten sind obligatorisch, können aber bei Vergessenheit durch die Sujud as-Sahu (Niederwerfung der Vergesslichkeit) am Ende des Gebets korrigiert werden.
Darf man jederzeit freiwillige Gebete verrichten?
Grundsätzlich ja, jedoch gibt es bestimmte Zeiten (Sonnenaufgang, Sonnenhöchststand, Sonnenuntergang), in denen rituelle Gebete verboten sind, es sei denn, es handelt sich um nachzuholende Pflichtgebete oder Gebete mit einem triftigen Grund, wie das Begrüßungsgebet der Moschee. Das Gedenken Allahs (Dhikr) und Bittgebete (Duʿāʾ) sind jedoch jederzeit erlaubt.
Warum ist das Gemeinschaftsgebet für Männer so wichtig?
Das Gemeinschaftsgebet ist für Männer vorgeschrieben und bietet eine Belohnung, die 27-mal höher ist als die des Einzelgebets. Es stärkt die Einheit, Disziplin und den Zusammenhalt der muslimischen Gemeinschaft.
Wer sollte das Gebet als Imam leiten?
Derjenige, der am meisten vom Koran auswendig kann und ihn am besten rezitiert. Falls mehrere gleich sind, dann derjenige mit dem besten Wissen über die Sunna des Propheten.
Was muss ich tun, wenn ich zu spät zum Gemeinschaftsgebet komme?
Schließen Sie sich sofort dem Gebet an. Nachdem der Vorbeter mit dem Friedensgruß abgeschlossen hat, stehen Sie auf und vervollständigen die Gebetseinheiten, bei denen Sie die Verbeugung (Rukūʿ) mit dem Imam verpasst haben.
Wann zählt eine Gebetseinheit im Gemeinschaftsgebet als gültig?
Eine Gebetseinheit zählt als gültig, wenn Sie die Verbeugung (Rukūʿ) zusammen mit dem Vorbeter erreichen.

Das Gebet ist somit ein umfassendes System der Anbetung, das sowohl individuelle Hingabe als auch gemeinschaftliche Stärke fördert. Durch das Verständnis seiner Säulen, Pflichten und der Etikette des Gemeinschaftsgebets können Gläubige ihre Anbetung perfektionieren und die immense spirituelle Belohnung erlangen, die Allah für diejenigen bereithält, die sich Ihm in Demut und Gehorsam zuwenden. Möge Allah uns allen helfen, unsere Gebete auf die beste Weise zu verrichten und somit unsere Verbindung zu Ihm zu stärken.

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