Was sind mögliche Ursachen für sekundären Tinnitus?

Sekundärer Tinnitus: Ursachen & Wege zur Linderung

13/07/2024

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Das ständige Brummen, Pfeifen oder Klingeln im Ohr kann für Betroffene eine enorme Belastung darstellen. Tinnitus, die Wahrnehmung von Geräuschen ohne externe Quelle, ist ein weit verbreitetes Phänomen, das die Lebensqualität stark beeinträchtigen kann. Während viele Fälle als primärer oder idiopathischer Tinnitus gelten – also ohne klar identifizierbare Ursache –, gibt es eine bedeutende Form, die als sekundärer Tinnitus bekannt ist. Hier sind die Ohrgeräusche ein Symptom einer zugrunde liegenden medizinischen Erkrankung. Das Verständnis dieser Unterscheidung ist der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg zur Linderung, denn die gezielte Behandlung der Ursache kann in vielen Fällen den Tinnitus deutlich reduzieren oder sogar vollständig zum Verschwinden bringen.

Was sind mögliche Ursachen für sekundären Tinnitus?
Von sekundärem Tinnitus spricht man dann, wenn die Ohrgeräusche von einer Erkrankung verursacht werden – zum Beispiel Bluthochdruck oder Eisenmangelanämie. Auch hier zielt die Tinnitus Behandlung zuerst darauf ab, die zugrunde liegende Grunderkrankung zu therapieren und so die Tinnitus Symptome zu reduzieren oder ganz zum Verschwinden zu bringen.
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Inhaltsverzeichnis

Was ist Tinnitus überhaupt?

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Als Tinnitus Aurium bezeichnet man wiederkehrende oder anhaltende Geräuschwahrnehmungen, die einzig vom Betroffenen selbst oder, in seltenen Fällen, auch vom Arzt wahrgenommen werden können. Die Klangqualität reicht von einem leisen Summen über lautes Pfeifen und Klingeln bis hin zu Rauschen, Brausen, Knacken oder Dröhnen. Auch die Intensität und Häufigkeit der Ohrgeräusche variieren stark von Person zu Person. Nicht immer treten die Geräusche störend in den Vordergrund; viele Betroffene nehmen sie nur in stiller Umgebung wahr. Doch wenn sie das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit oder den Alltag beeinträchtigen, ist eine ärztliche Abklärung unerlässlich, um ernsthafte Auslöser auszuschließen.

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Man unterscheidet Tinnitus nach seiner Dauer:

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  • Akuter Tinnitus: Besteht weniger als drei Monate. Die Heilungschancen sind hier am höchsten.
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  • Subakuter Tinnitus: Dauert zwischen drei und sechs Monaten an.
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  • Chronischer Tinnitus: Hält länger als sechs Monate an. Hier steht die Verbesserung des Umgangs mit den Ohrgeräuschen im Vordergrund, da eine vollständige Heilung seltener ist, aber eine deutliche Besserung der Lebensqualität dennoch erreicht werden kann.
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Zudem gibt es zwei Hauptformen hinsichtlich der Wahrnehmung:

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  • Subjektiver Tinnitus: Das Geräusch ist nur für den Betroffenen hörbar. Dies ist die weitaus häufigere Form (>98%).
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  • Objektiver Tinnitus: Das Ohrgeräusch ist auch für den behandelnden Arzt hörbar und oft messbar. Diese seltene Form ist fast immer auf eine organische Ursache zurückzuführen und somit eine Form des sekundären Tinnitus. Ein typisches Beispiel ist der pulssynchrone Tinnitus, bei dem das Geräusch im Einklang mit dem Herzschlag schlägt.
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Primärer vs. Sekundärer Tinnitus: Der entscheidende Unterschied

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Die Klassifizierung von Tinnitus ist entscheidend für die Auswahl der richtigen Therapie. Hier liegt der Fokus auf der Abgrenzung zwischen primärem und sekundärem Tinnitus:

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Primärer (Idiopathischer) Tinnitus

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Spricht man von primärem oder idiopathischem Tinnitus, so bedeutet dies, dass trotz umfassender Diagnostik keine spezifische medizinische Ursache für die Ohrgeräusche gefunden werden konnte. Oft wird dieser Tinnitus mit Faktoren wie Lärmbelastung, Hörverlust und Stress in Verbindung gebracht. Die Behandlung zielt hier in der Regel darauf ab, dem Patienten zu helfen, mit den Geräuschen umzugehen und sie in den Hintergrund treten zu lassen (Habituation).

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Sekundärer Tinnitus

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Anders verhält es sich beim sekundären Tinnitus. Hier sind die Ohrgeräusche ein Symptom einer anderen, zugrunde liegenden Erkrankung. Das bedeutet, dass die Behebung oder Behandlung dieser Grunderkrankung das Potenzial hat, den Tinnitus zu lindern oder sogar ganz zu beseitigen. Diese Form erfordert eine gründliche medizinische Abklärung, um die eigentliche Ursache zu identifizieren und entsprechend zu therapieren.

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Vielfältige Ursachen des sekundären Tinnitus

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Die Liste der möglichen Ursachen für sekundären Tinnitus ist lang und vielfältig. Sie reicht von Problemen im Ohr selbst bis hin zu systemischen Erkrankungen des gesamten Körpers. Die Identifizierung der spezifischen Ursache ist der Schlüssel zur effektiven Behandlung.

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Ohr- und Hörsystem-bezogene Erkrankungen

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  • Verstopfter Gehörgang: Ein Ohrschmalzpfropf oder Fremdkörper im Ohr kann den Schallweg blockieren und Tinnitus verursachen, meist einseitig.
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  • Entzündungen im Ohr: Gehörgangs- oder Mittelohrentzündungen können durch Schwellungen und Flüssigkeitsansammlungen temporären Tinnitus auslösen.
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  • Otosklerose: Eine Knochenerkrankung, die das Mittel- und Innenohr betrifft und die Schallübertragung behindert.
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  • Erkältung und Nasennebenhöhlenentzündung: Können zu Tubenfunktionsstörungen führen, die wiederum Ohrgeräusche verursachen.
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  • Lärmeinwirkung und -schwerhörigkeit: Obwohl oft mit primärem Tinnitus assoziiert, sind akute Lärmtraumata (Knalltrauma, Explosionstrauma) oder chronische Lärmschwerhörigkeit klare organische Schädigungen, die Tinnitus als direktes Resultat haben.
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  • Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis): Degenerative Veränderungen im Innenohr können Tinnitus begleiten.
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  • Hörsturz: Ein plötzlicher, meist einseitiger Hörverlust unbekannter Ursache, der sehr häufig mit Tinnitus einhergeht.
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  • Menière-Krankheit: Eine Erkrankung des Innenohrs, die durch Schwindelanfälle, Hörverlust und Tinnitus gekennzeichnet ist.
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  • Akustikusneurinom: Ein gutartiger Tumor am Hörnerv, der Druck auf den Nerv ausüben und Tinnitus (oft einseitig), Hörverlust und Gleichgewichtsstörungen verursachen kann.
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  • Kopf- und Trommelfellverletzungen: Physische Schäden am Ohr oder Schädel können die Hörfunktion beeinträchtigen und Tinnitus auslösen.
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  • Taucherkrankheit (Caisson-Krankheit): Durch Druckunterschiede beim Tauchen verursachte Schädigungen können zu Tinnitus führen.
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Gefäßbedingte Ursachen (Pulssynchroner Tinnitus)

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Diese Form des Tinnitus ist oft objektiv hörbar und synchron mit dem Herzschlag. Sie entsteht durch Veränderungen im Blutfluss in der Nähe des Ohrs:

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  • Gefäßfehlbildungen oder -verengungen: Zum Beispiel bei Arteriosklerose, wo der Blutfluss turbulent wird und Geräusche erzeugt.
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  • Gefäßreiche gutartige Geschwülste: Am Hals, an der Schädelbasis oder am Trommelfell können Blutgefäße komprimieren oder selbst Geräusche verursachen.
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  • Ungewöhnliche Gefäßverläufe: Anatomische Variationen, bei denen Blutgefäße zu nahe am Innenohr liegen.
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  • Druckerhöhung im Gehirn: Kann den Blutfluss beeinflussen und pulsatile Geräusche verursachen.
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Metabolische und Systemische Erkrankungen

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  • Bluthochdruck (Hypertonie): Kann die Durchblutung des Innenohrs beeinträchtigen.
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  • Sehr niedriger Blutdruck (Hypotonie): Auch hier kann die unzureichende Durchblutung des Innenohrs Tinnitus auslösen.
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  • Blutarmut (Anämie): Insbesondere Eisenmangelanämie, die zu einer verminderten Sauerstoffversorgung der Hörzellen führen kann.
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  • Diabetes mellitus: Langjährige Diabetes kann Nerven und kleine Blutgefäße schädigen (Mikroangiopathie), was auch das Innenohr betreffen kann.
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  • Schwere Allgemeinerkrankungen: Wie z.B. Multiple Sklerose, die das zentrale Nervensystem und damit auch Hörbahnen beeinflussen kann.
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Muskuloskelettale und Kraniofaziale Ursachen

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  • Halswirbelsäulenprobleme (HWS-Syndrom): Schleudertrauma oder chronische Muskelverspannungen im Nacken- und Schulterbereich können die Tinnituslautstärke beeinflussen oder ihn auslösen, oft einseitig.
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  • Fehlbelastung der Kiefer-Kaumuskulatur: Kieferfehlstellungen (CMD, Craniomandibuläre Dysfunktion) und nächtliches Zähneknirschen (Bruxismus) können über Nervenverbindungen und Muskelverspannungen Tinnitus hervorrufen oder verstärken.
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Medikamenteninduzierter (Ototoxischer) Tinnitus

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Bestimmte Medikamente können als Nebenwirkung Tinnitus auslösen oder verstärken, oft reversibel nach Absetzen der Substanz:

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  • Bestimmte Schmerz- und Rheumamedikamente: Insbesondere nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) in hohen Dosen.
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  • Malariamittel: Wie Chinin.
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  • Entwässerungstabletten (Diuretika): Besonders Schleifendiuretika.
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  • Chemotherapeutika: Einige Substanzen schädigen die Hörzellen.
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  • Bestimmte Antibiotika: Speziell Aminoglykoside, die ototoxisch wirken können.
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Neurologische und Psychische Ursachen

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  • Hirntumoren: In seltenen Fällen können Tumore im Gehirn, die die Hörbahnen betreffen, Tinnitus verursachen.
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  • Psychische Erkrankungen und Stress: Während Stress und psychische Belastungen oft als Verstärker von Tinnitus bekannt sind, können schwere psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen auch als primäre Ursache für die Wahrnehmung von Ohrgeräuschen fungieren. Die enge Vernetzung zwischen Hörsystem und emotionalen Zentren im Gehirn spielt hier eine Rolle.
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Die Bedeutung der präzisen Diagnose bei sekundärem Tinnitus

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Angesichts der Vielzahl möglicher Ursachen ist eine gründliche und präzise Diagnose der entscheidende erste Schritt bei sekundärem Tinnitus. Nur wenn die zugrunde liegende Grunderkrankung identifiziert ist, kann eine zielgerichtete und effektive Therapie eingeleitet werden. Der Weg zur Diagnose beginnt in der Regel beim Hausarzt, der dann an einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) überweisen wird.

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Der diagnostische Prozess umfasst typischerweise:

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  1. Ausführliche Anamnese: Der Arzt erfragt detailliert die Krankengeschichte, die Art und Dauer der Ohrgeräusche, begleitende Symptome (Schwindel, Hörverlust, Kopfschmerzen), Medikamenteneinnahme, Stresslevel und frühere Erkrankungen. Bei pulsierendem Tinnitus wird auch nach Herzschlag-Synchronität gefragt.
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  3. Körperliche Untersuchung: Der HNO-Arzt untersucht Gehörgang und Trommelfell mit einem Ohrmikroskop. Auch Nasen- und Rachenraum sowie der Nacken- und Kieferbereich werden begutachtet. Bei pulsierendem Tinnitus werden Ohr und Halsschlagader abgehört, um Gefäßgeräusche zu identifizieren.
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  5. Audiologische Untersuchung: Hierzu gehört das Audiogramm, das die Hörschwelle bei verschiedenen Frequenzen misst. Weitere Hörtests können die Funktion des Innenohrs und des Hörnervs beurteilen.
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  7. Bildgebende Verfahren: Je nach Verdacht können Ultraschalluntersuchungen (z.B. der Halsgefäße), Röntgenaufnahmen der Halswirbelsäule, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) des Kopfes oder der Halswirbelsäule notwendig sein, um Gefäßfehlbildungen, Tumore oder strukturelle Probleme zu erkennen.
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  9. Labortests: Blutuntersuchungen können Aufschluss über systemische Erkrankungen wie Anämie, Diabetes oder Entzündungswerte geben.
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Die umfassende Diagnostik ist von größter Wichtigkeit, da Tinnitus ein Symptom und keine eigenständige Krankheit ist. Die Behandlung muss auf die individuelle Situation und die festgestellte Ursache abgestimmt sein.

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Gezielte Behandlung des sekundären Tinnitus: Die Ursache im Fokus

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Im Gegensatz zum primären Tinnitus, bei dem die Therapie oft auf die Symptomlinderung und das Erlernen des Umgangs mit dem Geräusch abzielt, steht bei sekundärem Tinnitus die Behandlung der zugrunde liegenden Grunderkrankung im Vordergrund. Wenn die Ursache erfolgreich behandelt wird, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich auch der Tinnitus bessert oder sogar vollständig verschwindet. Es gibt keine Standardbehandlung, da jede Ursache einen spezifischen Ansatz erfordert.

Was ist der Unterschied zwischen einem akuten und einem chronischen Tinnitus?
Akuter Tinnitus: Das erste Auftreten liegt weniger als drei Monate zurück. Häufig steht der Tinnitus im Zusammenhang mit einer Ohrerkrankung. Er kann jedoch in einen chronischen Tinnitus übergehen. Chronischer Tinnitus: Die Ohrgeräusche bestehen seit mehr als drei Monaten und können, trotz Behandlung, viele Jahre anhalten.
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Behandlungsansätze je nach Ursache:

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  • Bei vaskulären Ursachen (pulssynchroner Tinnitus):" + "
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    • Operative Eingriffe zur Korrektur von Gefäßfehlbildungen oder -verengungen (z.B. Einsetzen eines Stents).
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    • Entfernung von gefäßreichen Tumoren oder Geschwülsten.
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    • Medikamentöse Einstellung des Blutdrucks bei Hypertonie.
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  • Bei metabolischen und systemischen Erkrankungen:" + "
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    • Bluthochdruck: Gabe blutdrucksenkender Medikamente und Anpassung des Lebensstils (Ernährung, Bewegung, Stressmanagement).
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    • Eisenmangelanämie: Einnahme von Eisenpräparaten über mehrere Wochen oder Monate, ggf. Ernährungsumstellung zur Verbesserung der Eisenaufnahme.
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    • Diabetes mellitus: Optimale Blutzuckereinstellung durch Medikamente, Insulingabe und Diät.
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  • Bei muskuloskelettalen und kraniofazialen Problemen:" + "
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    • Halswirbelsäulenprobleme: Physiotherapie, manuelle Therapie, Massagen zur Linderung von Muskelverspannungen und Verbesserung der Haltung.
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    • Kiefer-Kaumuskulatur: Zahnärztliche Behandlungen bei Kieferfehlstellungen, Aufbissschienen bei Zähneknirschen, Physiotherapie für die Kiefergelenke.
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  • Bei medikamenteninduziertem Tinnitus:" + "
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    • Absetzen oder Anpassen der verantwortlichen Medikation unter ärztlicher Aufsicht. Dies erfordert eine sorgfältige Abwägung des Nutzens und Risikos der Medikamente.
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  • Bei Ohr- und Hörsystem-bezogenen Erkrankungen:" + "
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    • Ohrschmalzpfropf: Professionelle Entfernung des Pfropfens.
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    • Entzündungen: Behandlung mit Antibiotika oder entzündungshemmenden Medikamenten.
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    • Hörsturz: Oft Kortisontherapie (intravenös oder intratympanal) und/oder durchblutungsfördernde Medikamente, hyperbare Sauerstofftherapie (HBO).
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    • Tumore (z.B. Akustikusneurinom): Chirurgische Entfernung oder Bestrahlung.
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  • Bei psychischen Erkrankungen und Stress:" + "
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    • Obwohl sie auch als eigenständige Ursache auftreten können, sind sie oft Verstärker. Hier kommen Entspannungstherapien (Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Achtsamkeitstraining), kognitive Verhaltenstherapie (KVT) und gegebenenfalls psychopharmakologische Unterstützung zum Einsatz. Die KVT hilft, die emotionale Reaktion auf den Tinnitus zu ändern und Stress zu reduzieren.
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Auch wenn die Ursache gefunden und behandelt wird, können begleitende Tinnitus-Therapien wie Tinnitus-Counseling (Aufklärung und Beratung), Klangtherapien (Masker, Rauschgeneratoren) oder Hörgeräte (bei gleichzeitigem Hörverlust) unterstützend wirken, um den Patienten den Umgang mit eventuell verbleibenden Ohrgeräuschen zu erleichtern.

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Vergleichstabelle: Primärer vs. Sekundärer Tinnitus

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Um die Unterschiede noch deutlicher zu machen, hier eine Zusammenfassung der Merkmale und Behandlungsansätze:

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MerkmalPrimärer Tinnitus (Idiopathisch)Sekundärer Tinnitus
UrsacheKeine spezifische medizinische Ursache identifizierbar; oft multifaktoriell (Lärm, Hörverlust, Stress).Klar identifizierbare zugrunde liegende Grunderkrankung (z.B. Bluthochdruck, Gefäßfehlbildung, Kieferprobleme, Medikamente).
HäufigkeitWeitaus häufiger (über 98% der Fälle).Seltener (ca. 1-2% der Fälle, insbesondere objektiver Tinnitus).
WahrnehmungFast immer subjektiv (nur vom Betroffenen hörbar).Kann subjektiv oder objektiv sein (vom Arzt hörbar, z.B. bei pulssynchronem Tinnitus).
BehandlungszielSymptomlinderung, Habituation, Verbesserung des Umgangs mit dem Tinnitus.Behandlung der Grunderkrankung, um den Tinnitus zu reduzieren oder zu beseitigen.
TherapieansätzeTinnitus-Retraining-Therapie (TRT), Kognitive Verhaltenstherapie (KVT), Klangtherapie, Entspannungstechniken, Hörgeräte.Spezifische medizinische, chirurgische oder medikamentöse Behandlung der Ursache (z.B. blutdrucksenkende Mittel, Operationen, Physiotherapie, Medikamentenwechsel). Begleitende Tinnitus-Therapien können unterstützen.
HeilungschancenVollständige Heilung selten; Ziel ist deutliche Besserung und Kompensation.Oft gute Chancen auf deutliche Besserung oder vollständiges Verschwinden, wenn die Grunderkrankung erfolgreich behandelt wird.

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Häufig gestellte Fragen (FAQs) zum sekundären Tinnitus

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Kann sekundärer Tinnitus vollständig geheilt werden?

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Ja, in vielen Fällen ist eine deutliche Linderung oder sogar vollständige Heilung möglich, wenn die zugrunde liegende Grunderkrankung erfolgreich behandelt oder behoben werden kann. Der Erfolg hängt stark von der Art und Schwere der Ursache ab. Frühzeitige Diagnose und Behandlung verbessern die Prognose erheblich.

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Welcher Arzt ist der richtige Ansprechpartner bei Verdacht auf sekundären Tinnitus?

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Der erste Ansprechpartner ist immer ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt). Dieser wird eine umfassende Diagnostik durchführen und bei Bedarf an weitere Spezialisten überweisen, wie z.B. Neurologen (bei Verdacht auf neurologische Ursachen), Kardiologen (bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen), Zahnärzte/Kieferorthopäden (bei Kieferproblemen) oder Internisten (bei Stoffwechselerkrankungen).

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Wie lange dauert es, bis der Tinnitus nach Behandlung der Ursache verschwindet?

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Die Dauer bis zur Besserung oder zum Verschwinden des Tinnitus ist sehr individuell und hängt von der spezifischen Ursache und der Wirksamkeit ihrer Behandlung ab. Bei akuten Ursachen wie einem Ohrschmalzpfropf kann die Linderung sofort eintreten. Bei chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes kann es Wochen oder Monate dauern, bis sich eine Besserung einstellt, nachdem die Grunderkrankung stabilisiert wurde. Manchmal bleiben Restgeräusche bestehen, auch wenn die Ursache behandelt wurde.

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Kann ich etwas tun, um sekundären Tinnitus zu verhindern?

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Ja, indirekt. Indem Sie bekannte Risikofaktoren für die zugrunde liegenden Erkrankungen minimieren, können Sie auch das Risiko für sekundären Tinnitus senken. Dazu gehören ein gesunder Lebensstil (ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung), Stressmanagement, der Schutz des Gehörs vor Lärm und die regelmäßige Kontrolle und Behandlung von chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes.

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Was passiert, wenn die Ursache des Tinnitus nicht gefunden wird?

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Wenn trotz umfassender Diagnostik keine klare Ursache für den Tinnitus gefunden werden kann, wird er als primärer oder idiopathischer Tinnitus eingestuft. In diesem Fall konzentriert sich die Therapie auf Strategien zur Linderung der Symptome und zur Verbesserung des Umgangs mit den Ohrgeräuschen, wie die Tinnitus-Retraining-Therapie, kognitive Verhaltenstherapie und Klangtherapien, um die Lebensqualität zu verbessern.

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Fazit

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Sekundärer Tinnitus ist ein komplexes Phänomen, das jedoch Hoffnung auf Linderung bietet, da seine Ursachen oft identifizierbar und behandelbar sind. Das A und O ist eine frühzeitige und gründliche Diagnose durch einen Facharzt, um die zugrunde liegende Grunderkrankung zu identifizieren. Sobald die Ursache bekannt ist, kann eine gezielte Behandlung eingeleitet werden, die oft zu einer deutlichen Reduzierung oder sogar zum vollständigen Verschwinden der Ohrgeräusche führt. Lassen Sie sich nicht entmutigen und suchen Sie professionelle Hilfe, denn der Weg zur Linderung ist möglich und kann Ihre Lebensqualität maßgeblich verbessern.

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