Warum ist der Jesus in den Himmel zurückgekehrt?

Gebet und Fürbitten: Ein Weg zu innerem Frieden

02/11/2021

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In einer Welt, die oft von Hektik und Unsicherheit geprägt ist, suchen viele Menschen nach Ankerpunkten für ihren Geist und ihre Seele. Das Gebet ist seit Jahrtausenden eine solche Quelle der Stärke, des Trostes und der Verbundenheit. Es ist eine persönliche Zwiesprache mit dem Göttlichen, aber auch ein gemeinschaftliches Erlebnis, das Menschen zusammenführt. Besonders in der Erziehung unserer Kinder spielt die Vermittlung von Werten wie Empathie, Frieden und Mitgefühl eine zentrale Rolle. Hier kommen Gottesdienste und spezielle Gebetsformen, wie die Fürbitten, ins Spiel, die oft schon in jungen Jahren, beispielsweise in Grundschulen, eingeführt werden.

Was sagt die Bibel über den Heiligen Geist?
Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns durch deinen Segen. Dein Heiliger Geist, der Leben verheißt, sei um uns auf unsern Wegen, dein Heiliger Geist, der Leben verheißt, sei um uns auf unsern Wegen.
Inhaltsverzeichnis

Die Rolle der Fürbitten in Schulgottesdiensten: Brücken bauen

Schulgottesdienste sind eine wunderbare Gelegenheit, Kinder an spirituelle Themen heranzuführen und ihnen die Bedeutung von Gemeinschaft und gemeinsamen Werten zu vermitteln. Ein zentraler Bestandteil dieser Gottesdienste sind die Fürbitten – Gebete, in denen wir Anliegen und Bitten vor Gott tragen. Fürbitten in Grundschulgottesdiensten müssen jedoch zwei entscheidende Kriterien erfüllen, um ihrer Aufgabe gerecht zu werden und alle Kinder zu erreichen:

  1. Überkonfessionelle Gestaltung: Die Gebete müssen so formuliert sein, dass sie Kinder unterschiedlicher Glaubensrichtungen oder auch ohne spezifische religiöse Zugehörigkeit ansprechen. Es geht darum, gemeinsame menschliche Werte zu betonen, anstatt spezifische Dogmen zu lehren. Dies fördert ein Gefühl der Einheit und des gegenseitigen Respekts.
  2. Kindgerechte Sprache: Die Botschaften müssen einfach und verständlich sein, damit die Kinder die Inhalte aufnehmen und sich mit ihnen identifizieren können. Komplexe theologische Konzepte werden vermieden; stattdessen stehen alltägliche Erfahrungen und Gefühle im Vordergrund.

Durch diese Herangehensweise werden Schulgottesdienste zu einem inklusiven Raum, in dem Kinder lernen, über den Tellerrand zu blicken, Mitgefühl für andere zu entwickeln und ihre eigenen Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen.

Thematische Fürbitten: Herzen für die Welt öffnen

Die Auswahl der Themen für Fürbitten ist entscheidend, um die Kinder emotional zu erreichen und ihnen die Relevanz des Gebets für ihr eigenes Leben und die Welt um sie herum zu zeigen. Hier sind einige Beispiele, die verdeutlichen, wie spezifische Themen aufgegriffen werden können:

Fürbitten zum Thema Frieden

Das Thema Frieden ist zeitlos und universell bedeutsam, besonders in einer Welt, die leider immer wieder von Konflikten erschüttert wird. Kinder sind oft sehr sensibel für Ungerechtigkeit und Leid. Gebete für den Frieden können ihnen helfen, ihre Sorgen auszudrücken und gleichzeitig Hoffnung zu schöpfen. Wir beten zu Gott, unserem Vater, der uns seinen Sohn geschickt hat, damit Frieden wird auf Erden. Hier sind beispielhafte Anliegen:

  • Für die Kinder in Syrien und allen Ländern, wo Krieg ist: Lass sie erfahren, dass du sie liebst.
  • Für alle Menschen im Nahen Osten: Zeige ihnen den Weg zum Frieden.
  • Für alle, die auf der Flucht sind: Hilf ihnen, einen sicheren Ort zu finden.
  • Für alle, die den Opfern von Krieg und Flucht helfen: Stärke sie in ihrem Einsatz für die Menschen.
  • Für alle Kinder, die kein Leben in Frieden kennen: Tröste sie und sei ihnen nah.
  • Für alle, die durch Krieg oder Gewalt gestorben sind und für alle Verstorbenen: Lass Sie leben in deinem Frieden.

Frieden beginnt oft im Kleinen, in unserem Alltag, in unseren Familien und Gemeinschaften. Doch für einen umfassenden Frieden, der eines Tages Wirklichkeit für alle Menschen wird, bedarf es auch der Hilfe Gottes. Darum tragen wir unsere Bitten nun vor Gott. Weitere Beispiele für Friedensfürbitten, die oft mit einem gemeinsamen Ruf wie „Wir bitten dich, erhöre uns“ beantwortet werden:

  • Für alle Kinder, die schlecht behandelt werden. (Kurze Stille) Gott, unser Vater. – (Alle:) Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Für alle Kinder, die von Krieg und Gewalt bedroht sind. (Kurze Stille) Gott, unser Vater: – (Alle:) Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Für alle Kinder, die weltweit in Armut leben. (Kurze Stille) Gott, unser Vater: – (Alle:) Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Für alle Erwachsenen, die diesen Kindern helfen. (Kurze Stille) Gott, unser Vater: – (Alle:) Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Für alle Menschen, die in Not sind. (Kurze Stille) Gott, unser Vater: – (Alle:) Wir bitten dich, erhöre uns.

Fürbitten zum Thema Gesundheit

Gesundheit ist ein hohes Gut, und die Sorge um kranke Menschen ist ein Ausdruck von Nächstenliebe und Empathie. Kinder können durch Gebete für die Gesundheit lernen, Mitgefühl für andere zu empfinden, die leiden. Jesus, unser Bruder, wird hier oft als Ansprechpartner genannt:

  • Für alle Kinder, die krank sind. (Kurze Stille) Jesus, unser Bruder: – (Alle:) Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Für alle Menschen, die keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben. (Kurze Stille) Jesus, unser Bruder: – (Alle:) Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Für alle Menschen, die sich in armen Ländern um die Kranken kümmern. (Kurze Stille) Jesus, unser Bruder: – (Alle:) Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Für alle Kinder, die unheilbar krank sind. (Kurze Stille) Jesus, unser Bruder: – (Alle:) Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Für alle Kinder, die unter Krieg und Gewalt leiden. (Kurze Stille) Jesus, unser Bruder: – (Alle:) Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Für alle Kinder, die in Armut leben. (Kurze Stille) Jesus, unser Bruder: – (Alle:) Wir bitten dich, erhöre uns.

Allgemeine Fürbitten: Eine breite Perspektive

Neben spezifischen Themen gibt es auch allgemeine Fürbitten, die ein breites Spektrum menschlicher Bedürfnisse und gesellschaftlicher Anliegen abdecken. Sie erinnern uns daran, dass wir nicht nur für uns selbst, sondern für die gesamte Gemeinschaft beten. Vor Jesus Christus, der die Kinder in den Mittelpunkt stellt, tragen wir unsere Bitten. Der Antwortruf lautet oft: Jesus, du Licht für alle Menschen. – Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.

AnliegenBeschreibung
Für alle Verantwortlichen in der KircheUm Überzeugungskraft aus dem Glauben, um die Kirche lebendig zu halten und Menschen zu inspirieren.
Für alle Ehrenamtlichen in der KircheUm Kraft und Freude bei ihrem Engagement, da sie oft das Rückgrat vieler kirchlicher und sozialer Projekte sind.
Für alle Politikerinnen und PolitikerUm Mut und gute Entscheidungen zum Wohl aller Bürger, besonders der Schwächsten in der Gesellschaft.
Für die Menschen in KriegsgebietenUm ein Leben in Sicherheit und Geborgenheit, um ein Ende der Gewalt und die Möglichkeit zum Wiederaufbau.
Für alle Kinder, die in Armut lebenUm Kraft und Stärke, um Zugang zu Bildung, Nahrung und einer besseren Zukunft.
Für alle Menschen, die einsam und unglücklich sindUm Zuversicht und Gemeinschaft, um Trost und das Gefühl, nicht allein zu sein.
Für unsere VerstorbenenUm den ewigen Frieden bei Gott, unserem Vater, um Trost für die Trauernden und die Gewissheit des ewigen Lebens.

Rituale im Gebet: Das Weihrauch-Ritual

Rituale können Gebete für Kinder und Erwachsene gleichermaßen greifbarer und sinnlicher machen. Das Weihrauch-Ritual ist ein solches Beispiel, das die Symbolik des aufsteigenden Gebets verstärkt. Jesus sagt: Wer ein Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf. Wir wollen an diesem Tag an alle Kinder denken, die traurig oder einsam sind.

Nach jeder Fürbitte sagen alle gemeinsam: „Gott, segne und beschütze sie.“ Dann legen die Teilnehmenden, oft die Kinder selbst, ein paar Weihrauchkörner auf die glühende Kohle. Der aufsteigende Rauch symbolisiert, wie unsere Gebete zum Himmel steigen, eine sichtbare und olfaktorische Darstellung unserer Bitten, die zu Gott gelangen.

  • Wir denken an alle Kinder, die in Armut aufwachsen. – Gott, segne und beschütze sie.
  • Wir denken an alle Kinder, die in Krieggebieten leben. – Gott, segne und beschütze sie.
  • Wir denken an alle Kinder, die ohne Eltern aufwachsen. – Gott, segne und beschütze sie.
  • Wir denken an alle Kinder, die einsam sind. – Gott, segne und beschütze sie.
  • Wir denken an alle Kinder, die traurig sind. – Gott, segne und beschütze sie.
  • Wir denken an alle Kinder, die krank sind. – Gott, segne und beschütze sie.

Dieses Ritual verankert das Gebet nicht nur im Geist, sondern auch in den Sinnen, wodurch es für Kinder besonders einprägsam wird und eine tiefe, fast magische Qualität erhält.

Die Dauer des Gebets und die biblische Perspektive: Gott, der uns sieht

Die Frage, wie lange ein Gebet dauern sollte, ist eine, die oft gestellt wird. Es gibt keine feste Regel. Ein Gebet kann ein kurzer Stoßseufzer sein, ein stiller Gedanke oder eine ausgedehnte Zeit der Kontemplation. Wichtiger als die Länge ist die Haltung des Herzens und die Aufrichtigkeit der Bitten. Ein Gebet für den Frieden, wie die oben genannten Fürbitten, kann nur wenige Minuten in Anspruch nehmen, aber seine Wirkung kann weitreichend sein, wenn es aus tiefstem Herzen kommt.

Eine tiefgreifende biblische Perspektive auf das Gebet und Gottes Fürsorge findet sich in der Geschichte von Hagar, wie sie in 1. Mose 16,13 beschrieben wird: Hagar gab dem Herrn, der mit ihr geredet hatte, den Namen El-Roi, das heißt: Gott sieht nach mir. Denn sie hatte gesagt: „Hier habe ich den ...“ (Satz unvollständig in der Quelle, aber die Essenz ist klar).

Diese Episode, die von Felix Emrich in „Du bist ein Gott, der mich sieht“ weiter beleuchtet wird, zeigt, dass Gott selbst in den verzweifeltsten Momenten des Lebens präsent ist und sieht, was wir durchmachen. Hagar, eine Sklavin, die in Not war, erlebte Gottes persönliche Zuwendung. Der Name „El-Roi“ bedeutet „Gott, der mich sieht“ oder „Gott des Sehens“. Es ist ein kraftvoller Ausdruck der Gewissheit, dass wir in unseren Freuden und Nöten nicht allein sind, sondern von einem liebenden Gott gesehen und gekannt werden. Dieses Wissen kann eine enorme Quelle der Kraft und des Trostes sein, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder, die lernen, sich in ihren Gebeten an diesen sehenden Gott zu wenden.

Was ist ein Gebet?
Dieses Gebet soll die persönliche Einstellung zu sich selber ins rechte Licht stellen. Jeden Morgen konzentriert Beten. Die Bedeutung der Worte spüren. Während dem Tag in kurzen Pausen sich an das Gebet erinnern. Ich begrüsse dankbar den neuen Tag als göttliches Geschenk. Durch mich fliesst die von Gott gegebene Kraft.

Die Erkenntnis, dass Gott uns sieht und sich um uns kümmert, ist eine fundamentale Botschaft des Glaubens. Sie ermutigt uns, auch in schwierigen Zeiten zu beten und unsere Bitten und Danksagungen vor ihn zu bringen, wissend, dass er zuhört und handelt.

Häufig gestellte Fragen zu Gottesdiensten und Gebeten

Um die Bedeutung und Praxis von Gebeten und Gottesdiensten noch besser zu beleuchten, beantworten wir hier einige häufig gestellte Fragen:

Was ist der Zweck eines Gottesdienstes?

Ein Gottesdienst dient der gemeinsamen Verehrung Gottes, dem Hören auf sein Wort (oft durch Lesungen aus der Bibel), dem Gebet und der Stärkung der Gemeinschaft. Er bietet einen Raum für Besinnung, Dankbarkeit und die Vermittlung religiöser Lehren und Werte. Für Kinder sind Gottesdienste oft auch ein Ort des Lernens über Ethik und Moral, verpackt in Geschichten und Lieder.

Warum sind Fürbitten so wichtig?

Fürbitten sind wichtig, weil sie uns lehren, über uns selbst hinauszuwachsen und für andere zu beten. Sie fördern Empathie und Solidarität, indem sie uns dazu anregen, die Nöte und Freuden anderer Menschen vor Gott zu tragen. Sie sind ein Ausdruck der Nächstenliebe und des gemeinsamen Glaubens an die Kraft des Gebets.

Können Kinder wirklich beten?

Ja, absolut! Kinder haben oft einen sehr direkten und unverstellten Zugang zum Gebet. Sie können ihre Gedanken und Gefühle aufrichtig vor Gott bringen. Wichtig ist, ihnen eine kindgerechte Sprache und einfache Rituale anzubieten, die ihnen helfen, das Gebet als etwas Natürliches und Tröstliches zu erfahren. Die in Schulgottesdiensten vermittelte kindgerechte Sprache ist hierfür ein hervorragendes Beispiel.

Muss man in einer Kirche sein, um zu beten?

Nein, Gebet ist nicht an einen Ort gebunden. Man kann überall beten: zu Hause, in der Natur, in der Schule oder auf Reisen. Die Kirche ist ein besonderer Ort der Gemeinschaft und der Besinnung, aber die persönliche Zwiesprache mit Gott ist jederzeit und überall möglich. Das persönliche Gebet ist genauso wertvoll wie das gemeinschaftliche.

Welche Arten von Gebeten gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Gebeten: das Bittgebet (Fürbitten), das Dankgebet, das Lobpreisgebet, das Sühnegebet (um Vergebung) und das Meditationsgebet (stille Besinnung). Jede Form hat ihre eigene Bedeutung und kann in unterschiedlichen Lebenssituationen Trost und Stärke spenden.

Was bedeutet es, wenn ein Gebet „erhört“ wird?

Das Erhören eines Gebets bedeutet nicht immer, dass unsere Wünsche genau so in Erfüllung gehen, wie wir sie uns vorstellen. Oft manifestiert sich die Erhörung in innerem Frieden, unerwarteter Hilfe, neuen Perspektiven oder der Kraft, schwierige Situationen zu meistern. Es ist die Erfahrung, dass Gott präsent ist und auf unsere Bitten reagiert, auch wenn der Weg manchmal anders aussieht als erwartet.

Fazit: Die universelle Kraft des Gebets

Gottesdienste und Gebete, insbesondere die Fürbitten, sind mehr als nur religiöse Rituale. Sie sind tiefgreifende Ausdrucksformen menschlicher Spiritualität, die uns mit dem Göttlichen und mit unseren Mitmenschen verbinden. Indem wir lernen, für Frieden, Gesundheit und die Bedürfnisse anderer zu beten, öffnen wir unsere Herzen und fördern eine Kultur der Empathie und des Mitgefühls. Für Kinder sind diese Erfahrungen besonders prägend, da sie ihnen helfen, eine innere Haltung der Achtsamkeit und des Respekts gegenüber der Welt und ihren Bewohnern zu entwickeln. Ob durch ein feierliches Weihrauch-Ritual oder ein stilles Gebet – die Erfahrung, dass Gott uns sieht und hört, ist eine Quelle unerschöpflicher Hoffnung und Kraft. Das Gebet ist somit ein zeitloser Weg, um Trost zu finden, Dankbarkeit auszudrücken und eine tiefere Verbindung zum Leben und zum Glauben aufzubauen.

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