Was ist das Gebet im Islam?

Salāt im Islam: Das Herzstück muslimischer Hingabe

12/09/2023

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Das Gebet, im Arabischen als Salāt bekannt, ist weit mehr als nur eine Ansammlung von Worten und Bewegungen. Es bildet das spirituelle Rückgrat des muslimischen Glaubens und ist die direkte Verbindung des Einzelnen zu seinem Schöpfer, Allah. Als zweite der fünf Säulen des Islam nimmt die Salāt eine zentrale und unverzichtbare Stellung im Leben eines jeden Muslims ein. Sie ist eine tägliche Erinnerung an die Präsenz Gottes, eine Quelle der Reinigung und ein Ausdruck tiefster Demut und Dankbarkeit.

Wie oft sollte ein Moslem beten?
Das Gebet. Fünfmal sollte ein Moslem am Tag beten: in der Morgendämmerung vor Sonnenaufgang, nach dem Höchststand der Sonne, zwischen Mittag und Abend, zwischen Sonnenuntergang und Dämmerung sowie in der Dunkelheit vor der Morgendämmerung. mehr dazu Bis wann kann man Yatsi beten? Das Yatsi-Gebet wurde vom Propheten aufgeschoben.

Die Salāt ist eine Fard, eine oberste Pflicht, die für alle Muslime ab der Geschlechtsreife bindend ist. Fünfmal am Tag, zu festgelegten Zeiten, richten Gläubige ihre Herzen und Körper in Richtung der Kaaba in Mekka, der sogenannten Qibla, um diese heilige Handlung zu vollziehen. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem komplexen Ritual, das Millionen von Menschen weltweit täglich verbindet? Und welche tiefere Bedeutung trägt es für die individuelle Spiritualität und die Gemeinschaft?

Inhaltsverzeichnis

Was ist Salāt? Eine Definition

Das Wort Salāt (arabisch صلاة, DMG ṣalāh) bezeichnet das rituelle Gebet im Islam. Seine Wurzeln reichen tief in die aramäische Sprache zurück, wo ṣ-l-ʾ beziehungsweise צלא „beugen, krümmen, spannen“ bedeutet. Der aramäische Begriff ṣelôṯā bezeichnete die Handlung des Beugens. Dies spiegelt sich auch in den körperlichen Haltungen des Gebets wider. Im Arabischen leitet sich davon das Verb ṣallā („beten“) ab. Es ist wichtig, die Salāt vom Bittgebet, dem Duʿāʾ, zu unterscheiden. Während die Salāt ein strukturiertes, vorgeschriebenes Ritual mit festen Abläufen ist, ist der Duʿāʾ ein freies, persönliches Gebet, das jederzeit und in jeder Situation mit erhobenen Händen gesprochen werden kann.

Interessanterweise findet sich die koranische Schreibweise صلوة wieder, die auf eine dialektale Aussprache des Hedschaz hinweist. Für Sufis, die mystische Strömung des Islam, gilt die Salāt sogar als der größte Dhikr – die Erinnerung an Gott. Dies unterstreicht die immense spirituelle Dimension, die dem Gebet innewohnt: Es ist nicht nur eine Pflicht, sondern auch ein Weg zur inneren Reinigung und zur Vertiefung der Gottesliebe.

Die Fünf Täglichen Pflichtgebete (Awqāt)

Muslime sind angehalten, fünfmal am Tag zu beten. Diese fünf Gebetszeiten sind fest im Tagesverlauf verankert und strukturieren den Alltag der Gläubigen. Die Einsetzung dieser fünf Pflichtgebete wird traditionell der Himmelfahrt Mohammeds zugeschrieben. Ein Hadith, eine Überlieferung des Propheten, betont die sündentilgende Wirkung dieser täglichen Gebete, indem er sie mit dem Waschen in einem Fluss vergleicht, der fünfmal täglich vorbeifließt und jeglichen Schmutz abwäscht.

Die fünf Gebetszeiten sind:

  • Fadschr (Morgendämmerung): Das Gebet vor Sonnenaufgang. Seine Zeit beginnt mit der Morgendämmerung und endet mit dem Sonnenaufgang.
  • Zuhr (Mittag): Das Mittagsgebet. Es beginnt, sobald die Sonne den Zenit überschritten hat und endet mit Beginn der ʿAsr-Zeit.
  • ʿAsr (Nachmittag): Das Nachmittagsgebet. Der Beginn variiert je nach Rechtsschule (Schafiiten, Malikiten, Hanbaliten vs. Hanafiten), aber es endet mit dem Sonnenuntergang.
  • Maghrib (Sonnenuntergang): Das Abendgebet. Es beginnt kurz nach Sonnenuntergang und ist eine sehr kurze Zeitspanne, die mit Beginn der ʿIschāʾ-Zeit endet.
  • ʿIschāʾ (Abend/Nacht): Das Nachtgebet. Es beginnt, wenn der rote oder weiße Schimmer des Abendlichts verschwunden ist und endet mit dem Beginn der Fadschr-Zeit.

Obwohl die Gebete innerhalb eines bestimmten Zeitraums verrichtet werden können, gilt der Beginn des jeweiligen Zeitraums als die beste Zeit (waqt al-faḍīla) für die Verrichtung. Dies wird von der „Zeit der Erwählung“ (waqt al-iḫtiyār) und der „Zeit der Zulässigkeit“ (waqt al-ǧawāz) gefolgt. Zum Beispiel wird das ʿIschāʾ-Gebet oft im ersten Drittel oder der ersten Hälfte der Nacht empfohlen.

Historische Debatten über die Gebetsanzahl

Es ist interessant zu bemerken, dass der Koran nicht explizit von fünf Gebeten spricht. Sure 11:114 erwähnt je nach Lesart zwei oder drei tägliche Pflichtgebete, und Sure 2:238 ein „mittleres Gebet“. Dies hat in der Vergangenheit zu Diskussionen geführt, wobei einige koranistische Muslime die Notwendigkeit von fünf Gebeten nicht anerkennen. Gelehrte wie Muhammad Salmān Ghānim argumentieren, dass der Koran nur das Fadschr- und das ʿIschāʾ-Gebet vorschreibe. Trotz dieser Debatten hat sich die Praxis der fünf täglichen Gebete in der islamischen Normenlehre fest etabliert und wird von der überwiegenden Mehrheit der Muslime weltweit befolgt.

Vorbereitungen auf das Gebet: Rituelle Reinheit (Ṭahāra)

Bevor ein Muslim die Salāt verrichten kann, ist die rituelle Reinheit zwingend erforderlich. Dies ist ein fundamentaler Aspekt des Gebets und wird in Sure 5,6 des Korans betont. Es gibt zwei Hauptformen der Waschung:

  • Wuḍūʾ: Die kleine rituelle Waschung, die vor jedem Gebet durchgeführt wird. Sie umfasst das Waschen des Gesichts, der Hände bis zu den Ellenbogen, das Streichen über den Kopf und das Waschen der Füße bis zu den Knöcheln. Dies dient nicht nur der körperlichen, sondern auch der inneren Reinigung und symbolisiert die Umkehr von Sünden.
  • Ghusl: Die große rituelle Waschung oder Ganzkörperwaschung, die in bestimmten Situationen (z.B. nach Geschlechtsverkehr, Menstruationsende) vorgeschrieben ist und eine umfassendere Reinigung darstellt.

Sollte kein Wasser verfügbar sein, beispielsweise in der Wüste, erlaubt der Islam eine „Trockenwaschung“ mit reinem Sand, bekannt als Tayammum, basierend auf der gleichen Koranstelle. Neben dem Körper muss auch die Kleidung rituell rein sein. Bei bestimmten Verunreinigungen (Najasah) muss die Kleidung gewechselt oder die betroffene Stelle gereinigt werden. Auch der Gebetsplatz selbst muss rein sein, weshalb oft ein Gebetsteppich (saǧǧāda) verwendet wird, obwohl dieser nicht zwingend vorgeschrieben ist, solange der Untergrund sauber ist. Für menstruierende Frauen und Wöchnerinnen ist das rituelle Gebet während dieser Zeit nicht erlaubt.

Der Ablauf der Salāt: Eine Reise der Hingabe (Rakʿa)

Die Salāt ist ein hochstrukturiertes Ritual, das aus einer Abfolge von Rezitationen und körperlichen Positionen besteht. Dreizehn „wesentliche Elemente“ (arkān) sind im Fiqh, der islamischen Jurisprudenz, festgelegt. Der zentrale Bestandteil des Gebets ist die Rakʿa, ein Gebetsabschnitt, der je nach Gebetszeit unterschiedlich oft wiederholt wird:

  • Fadschr: 2 Rakʿas
  • Zuhr: 4 Rakʿas
  • ʿAsr: 4 Rakʿas
  • Maghrib: 3 Rakʿas
  • ʿIschāʾ: 4 Rakʿas

Die einzelnen Schritte einer Rakʿa:

  1. Qiyām (Stehen): Der Betende steht mit dem Gesicht zur Qibla. Bei einem Gemeinschaftsgebet rezitiert der Muezzin oder Imam die Iqama.
  2. Nīya (Absicht): Der Betende fasst die Absicht, welches Gebet er verrichten möchte.
  3. Takbīrat al-iḥrām: Der Eintritt in den Weihezustand. Die Arme werden zu den Ohren gehoben, und es wird „Allāhu akbar“ (Gott ist [unermesslich] groß) gesprochen.
  4. Qirāʾa (Lesung): Es beginnt mit der Rezitation der Fatiha, gefolgt von einer weiteren Sure oder einem Teil davon (mindestens drei Verse).
  5. Rukūʿ (Verbeugung): Der Oberkörper wird so weit nach vorne gebeugt, dass die Handflächen die Knie erreichen. Dreimal wird „Subḥāna rabbiya l-ʿaẓīm“ (Lobpreis sei meinem Herrn, dem Allmächtigen) gesprochen.
  6. Iʿtidāl (Aufrechte Position): Der Betende richtet sich wieder auf und spricht „samiʿa Llāhu li-man ḥamidahu“ (Gott erhört den, der ihn verehrt), gefolgt von „Rabbanā, wa-laka l-ḥamd“ (Unser Herr, dir sei Ehre) oder „Allahumma, Rabbana, laka l-ḥamd“.
  7. Erster Sudschūd (Niederwerfung): Man fällt auf die Knie und beugt sich zur Erde, sodass Zehen, Knie, Handflächen, Stirn und Nase den Boden berühren. Dreimal wird „Ṣubhāna rabbiya l-aʿlā“ (Lobpreis sei meinem Herrn, dem Höchsten) gesprochen. Ein Gebetsfleck kann auf der Stirn entstehen.
  8. Dschulūs (Aufrichtung in die sitzende Position): Der Betende richtet sich kniend auf und sitzt auf den Füßen. Währenddessen wird „Rabbī iġfir lī“ (Mein Herr, vergib mir) gesprochen.
  9. Zweiter Sudschūd: Ein zweiter Sudschūd wird mit Takbīr angeschlossen, wobei erneut „Subḥāna rabbiya l-aʿlā“ gesprochen wird.
  10. Quʿūd (Sitzen): Bei der zweiten und der letzten Rakʿa sitzt der Betende auf den Füßen, die Hände auf den Oberschenkeln. Hier wird der Taschahhud gesprochen. Folgen weitere Rakʿas, steht man mit Takbīr auf.

Abschließender Teil des Gebets:

  • Taschahhud: Das Aussprechen der Schahada, des Glaubensbekenntnisses.
  • Taṣliya: Die Rezitation der Eulogie für den Propheten Mohammed: „ṣallā ʾllāhu ʿalayhi wa-sallam(a)“ (Gott segne ihn und schenke ihm Heil!).
  • Salām/Taslīm (Gruß): Der Betende wendet den Kopf nach rechts und spricht „as-salāmu ʿalaykum“ (Der Friede sei mit euch), dann nach links und wiederholt die Worte.

Neben diesen obligatorischen Elementen gibt es auch Sunna-Elemente, die empfohlen, aber nicht zwingend sind und je nach Rechtsschule variieren können, wie das Bittgebet des Qunūt nach dem Rukūʿ.

GebetszeitUngefährer ZeitraumAnzahl der Pflicht-Rakʿas
Fadschr (Morgendämmerung)Vor Sonnenaufgang2
Zuhr (Mittag)Nach Sonnenhöchststand bis Nachmittag4
ʿAsr (Nachmittag)Später Nachmittag bis Sonnenuntergang4
Maghrib (Sonnenuntergang)Kurz nach Sonnenuntergang3
ʿIschāʾ (Nacht)Nachdem Abendrot verschwunden ist bis Morgendämmerung4

Sonderformen der Salāt

Neben den täglichen Pflichtgebeten und dem besonderen Freitagsgebet gibt es verschiedene andere Salāt-Gebete, die zu spezifischen Anlässen verrichtet werden:

  • Festgebet (ṣalāt al-ʿīd): Wird nur am Fest des Fastenbrechens (ʿĪd al-Fitr) und am Opferfest (ʿĪd al-Aḍḥā) zwischen Sonnenaufgang und Mittag verrichtet.
  • Finsternisgebet (ṣalāt al-kusūf): Bei Sonnen- und Mondfinsternissen.
  • Regengebet (ṣalāt al-istisqāʾ): Wird bei Trockenheit zur Erbittung von Regen durchgeführt.
  • Begräbnisgebet (ṣalāt al-ǧanāza): Ein besonderes Gebet für Verstorbene, das stehend ohne Rukūʿ oder Sudschūd verrichtet wird.
  • Tarāwīh-Gebet (ṣalāt at-tarāwīḥ): Ein empfohlenes Gebet, das im Monat Ramadan nach dem Nachtgebet verrichtet wird.

Zwei weitere Sonderformen sind an besondere Umstände gebunden, aber keine einmaligen Anlässe:

  • Gebet des Reisenden (ṣalāt al-musāfir): Auf Reisen werden grundsätzlich nur zwei Rakʿas gebetet, um dem Reisenden Erleichterung zu verschaffen.
  • Furcht-Gebet (ṣalāt al-ḫauf): Wird in Kriegszeiten oder bei Gefahr verrichtet, wobei die Betenden in Gruppen aufgeteilt werden, um Wachsamkeit zu gewährleisten, wie in Sure 4:102 beschrieben.

Wer das Gebet alleine verrichtet, ohne einem Imam zu folgen oder selbst Imam zu sein, wird als Munfarid bezeichnet.

Historische Entwicklung und theologische Debatten

Die Salāt ist kein Phänomen, das erst mit dem Islam entstand. Schon in vorislamischer Zeit existierten Gebetsriten in Mekka. Der Prophet Mohammed führte frühzeitig ein Nachmittagsgebet (ʿaṣr) ein, und das Gebet am hellen Morgen (ḍuḥā) wurde bald durch das Fadschr-Gebet vor Sonnenaufgang ersetzt. Dies schuf eigenständige Gebetszeiten für die frühe muslimische Gemeinde, die sich von den heidnischen Mekkanern unterschieden.

Ein bedeutender Wandel in der Gebetspraxis war die Änderung der Gebetsrichtung (Qibla). In frühmedinischer Zeit beteten Muslime in Richtung Jerusalem, eine Sitte, die von den Juden übernommen wurde. Nach dem Zerwürfnis mit den Juden erfolgte jedoch eine schrittweise Umorientierung. Zunächst wurde die universelle Präsenz Gottes betont (Sure 2:115), bevor schließlich die Kaaba in Mekka als neue Qibla festgelegt wurde (Sure 2:144).

Die genaue Einführung der fünf täglichen Gebete ist Gegenstand wissenschaftlicher Debatten. Während die islamische Tradition die Einführung dem Propheten selbst zuschreibt, vermuteten westliche Gelehrte wie Ignaz Goldziher und Carl Brockelmann, dass die Erhöhung auf fünf Gebete möglicherweise erst in nachprophetischer Zeit unter zoroastrischem Einfluss erfolgte. William Montgomery Watt und Alford Welch argumentierten ebenfalls, dass eine Vermehrung von drei auf fünf Gebete erst später stattfand, basierend auf der Tatsache, dass der Koran nur drei Gebete namentlich erwähnt. Die Verdoppelung der mittleren und Abend-Salāt könnte diese Erhöhung erklärt haben.

Wie lange dauert ein Gebet im Islam?
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Dauer eines Gebets im Islam je nach Art des Gebets, individueller Praxis und persönlicher Hingabe variieren kann. Von 10 bis 20 Minuten für die Pflichtgebete bis hin zu längeren Zeiten für zusätzliche Gebete ist das Gebet eine wichtige traditionelle Praxis für Muslime auf der ganzen Welt.

Auch andere Gebetsregeln wurden erst lange nach dem Tod des Propheten festgeschrieben. Ein bemerkenswertes Beispiel ist die Anweisung, die Schuhe vor dem Gebet auszuziehen. In der Frühzeit des Islam war es den Muslimen sogar empfohlen, die Schuhe anzubehalten, um sich von den Juden abzugrenzen. Überlieferungen berichten, dass der Prophet selbst in Schuhen gebetet hat.

Die Bedeutung der Salāt im Alltag eines Muslims

Die Salāt ist nicht nur eine rituelle Pflicht, sondern ein fundamentaler Pfeiler, der das Leben eines Muslims strukturiert und bereichert. Sie bietet eine tägliche Gelegenheit zur Selbstreflexion, zur Reinigung von Sünden und zur Stärkung der spirituellen Verbindung zu Allah. Die Disziplin, die mit der Einhaltung der Gebetszeiten einhergeht, fördert innere Ordnung und Achtsamkeit.

Das Gebet ist auch ein Akt des Gedenkens an Gott (Dhikr), das den Gläubigen hilft, sich von weltlichen Ablenkungen zu lösen und sich auf das Ewige zu konzentrieren. Es ist eine Form der Dankbarkeit für die unzähligen Segnungen und eine Quelle des Trostes und der Stärke in schwierigen Zeiten. Durch die Wiederholung der Gebetsformeln und Bewegungen wird eine tiefe Verinnerlichung des Glaubens und der Demut gefördert.

Darüber hinaus spielt die Salāt eine wichtige Rolle im Gemeinschaftsleben der Muslime, besonders beim Freitagsgebet (Salāt al-Dschumʿa), bei dem sich männliche Gläubige in der Moschee versammeln. Dieses Gemeinschaftsgebet, das eine Predigt (Chutba) des Imams einschließt, stärkt das Gefühl der Einheit und Solidarität innerhalb der Umma (Gemeinschaft).

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Salāt

Wie oft müssen Muslime beten?

Muslime sind verpflichtet, fünfmal täglich zu beten: Fadschr (Morgendämmerung), Zuhr (Mittag), ʿAsr (Nachmittag), Maghrib (Sonnenuntergang) und ʿIschāʾ (Nacht). Diese Gebete müssen innerhalb festgelegter Zeitfenster verrichtet werden.

Was ist die Qibla?

Die Qibla ist die Gebetsrichtung im Islam. Muslime richten sich beim Gebet in Richtung der Kaaba in Mekka, Saudi-Arabien, aus. In Moscheen gibt es oft eine Nische (Mihrāb) oder eine Markierung, die diese Richtung anzeigt.

Warum ist rituelle Reinheit (Wuḍūʾ) so wichtig vor dem Gebet?

Rituelle Reinheit ist eine Voraussetzung für die Gültigkeit des Gebets. Sie symbolisiert nicht nur körperliche Sauberkeit, sondern auch die innere Reinigung von Sünden und die Vorbereitung des Geistes auf die Begegnung mit Allah. Es ist ein Zeichen des Respekts und der Hingabe.

Dürfen Frauen in der Moschee beten?

Ja, Frauen dürfen in der Moschee beten, und viele Moscheen bieten separate Gebetsbereiche für Frauen an. Die Teilnahme am Freitagsgebet ist für Frauen und Jugendliche freiwillig, während sie für Männer verpflichtend ist. Frauen sind während ihrer Menstruation oder im Wochenbett vom Gebet befreit.

Kann man Gebete nachholen, wenn man verhindert war?

Ja, Muslime sind angehalten, verpasste Pflichtgebete so bald wie möglich nachzuholen. Dies zeigt die Wichtigkeit der Salāt und die Ernsthaftigkeit, mit der diese Pflicht betrachtet wird.

Die Salāt ist somit ein umfassendes Ritual, das sowohl individuelle Spiritualität als auch gemeinschaftlichen Zusammenhalt fördert. Sie ist ein lebendiges Zeugnis des Glaubens und ein täglicher Ankerpunkt im Leben von Milliarden von Menschen weltweit.

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