Was sagte Gott über seine geliebten jünger?

90 Jahre St. Sebastian: Ein Leuchtturm des Glaubens

09/05/2024

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Manchmal sind es nicht die Jahrtausende, die die größte Bedeutung tragen, sondern die Jahrzehnte, die ein Fundament des Glaubens und der Gemeinschaft schaffen. Im November 1929 wurde unsere geliebte Pfarrkirche St. Sebastian von Michael Kardinal von Faulhaber geweiht, und am 20. Januar 1930 fand die feierliche Übertragung der Reliquie aus Ebersberg statt. Nun, fast 90 Jahre später, stehen wir an einem Wendepunkt, der uns dazu einlädt, nicht nur zurückzublicken, sondern auch die Zukunft mitgestalten zu wollen. Angesichts der fast 2000-jährigen Geschichte des Christentums mag die Frage aufkommen, was 90 Jahre im Vergleich dazu bedeuten. Doch diese 90 Jahre erzählen eine tiefgreifende Geschichte: die Geschichte eines Stadtteils, vieler Menschen und einer Kirche, die im Geiste des Heiligen Sebastians wirkte und wirkt.

Was sagte Gott über seine geliebten jünger?
Gott freute sich über Sebastians Handeln und sprach: "Sebastian, mit Freude sehe ich, was Du für meine geliebten Jünger tust; ich verspreche, allzeit mit Dir zu sein, bis Du mit mir in Herrlichkeit vereint sein wirst." So setze Sebastian sein gnadenvolles Wirken fort und begleitete viele in ihrem glorreichen Martyrium.
Inhaltsverzeichnis

Die tiefe Bedeutung eines 90-jährigen Bestehens

Während die Geschichte der gesamten Kirche Jahrtausende umspannt, ist die lokale Geschichte einer Pfarrgemeinde das lebendige Gewebe, in dem Glaube tatsächlich gelebt, erfahren und weitergegeben wird. 90 Jahre St. Sebastian sind nicht nur eine Zahl; sie repräsentieren Generationen von Gebeten, Taufen, Hochzeiten, Abschieden und unzähligen Momenten der Gemeinschaft. Es ist die Geschichte von Menschen, die in den Mauern dieser Kirche Trost fanden, Hoffnung schöpften und ihre Spiritualität vertieften. Eine Kirche, die 90 Jahre besteht, ist ein Zeugnis von Beständigkeit in einer sich ständig wandelnden Welt. Sie ist ein Ankerpunkt, ein Ort der Zuflucht und der geistigen Erneuerung. Das Feiern dieses Jubiläums bedeutet, all jenen zu danken, die diese Gemeinde aufgebaut, erhalten und mit Leben gefüllt haben. Es ist eine Anerkennung der unermüdlichen Arbeit, der Opfer und der tiefen Verbundenheit, die diese Pfarrei zu dem gemacht haben, was sie heute ist.

Ein Leuchtturm der Nächstenliebe: Pfarrer Otto Breiter und das Erbe des Heiligen Sebastian

Die Geschichte von St. Sebastian ist untrennbar mit dem Geist der Nächstenliebe und Fürsorge verbunden. Im Herzen München-Schwabings gelegen, wurde diese Kirche zu einem Zufluchtsort und einer Quelle der Unterstützung für die Menschen in ihrer Umgebung. Besonders hervorzuheben ist das Wirken des ersten Pfarrers von St. Sebastian, Otto Breiter (1929-1954). Er verkörperte diesen Geist auf bemerkenswerte Weise. In einer Zeit großer Not, insbesondere während des Zweiten Weltkriegs, war St. Sebastian ein Ort des Trostes, der Hilfe für die Armen, Kranken und Verletzten und der Unterstützung für die Schwachen. Pfarrer Breiter lebte die Aufopferung, zu der der Heilige Sebastian im 3. Jahrhundert in Rom bereit war, indem er sich selbstlos um seine Gemeinde kümmerte. Dieses Erbe der Fürsorge und des selbstlosen Dienstes ist bis heute in der Gemeinde lebendig und prägt ihr Handeln.

Wandel und Beständigkeit: Die Kirche im Fluss der Zeit

Die vergangenen 90 Jahre waren von tiefgreifenden Veränderungen geprägt. Zwei Ereignisse stechen dabei besonders hervor: der Zweite Weltkrieg und das Zweite Vatikanische Konzil. Der Krieg brachte Zerstörung und Leid, doch St. Sebastian blieb ein Ort der Hoffnung und des Zusammenhalts. Die Gemeinde zeigte Resilienz und bewies, dass Glaube auch in den dunkelsten Stunden Kraft spenden kann. Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) wiederum leitete eine Ära der Erneuerung und Öffnung in der katholischen Kirche ein. Es führte zu zahlreichen liturgischen und theologischen Veränderungen, die auch das Gemeindeleben in St. Sebastian beeinflussten. Trotz dieser tiefgreifenden Umwälzungen konnte die Gemeinde ihre Kernmission bewahren: ein Ort des Gebets, der Nächstenliebe und des lebendigen Miteinanders zu sein. Diese Fähigkeit, sich anzupassen und gleichzeitig ihren spirituellen Kern zu bewahren, ist ein Merkmal der Stärke von St. Sebastian.

Die Anpassungsfähigkeit der Kirche an äußere Umstände und theologische Entwicklungen ist entscheidend für ihre Relevanz. Betrachten wir beispielhaft die Veränderungen im Gemeindeleben:

Veränderungen im Gemeindeleben: Damals und Heute
AspektGründungszeit (1929-1950er)Heute (2020er)
LiturgieLateinische Messe, Priester mit dem Rücken zur GemeindeVolkssprache, Priester zugewandt, aktivere Beteiligung der Laien
GemeindearbeitOft hierarchisch, Fokus auf Sakramente und SeelsorgeStärkere Laienbeteiligung, vielfältige Gruppen und Initiativen, soziale Projekte
KommunikationMündliche Verkündigung, Aushänge, PfarrbriefeDigitale Medien (Website, soziale Medien), E-Mail, zusätzlich traditionelle Kanäle
Soziale RolleZentraler Ankerpunkt, oft einzige soziale UnterstützungWichtiger Ankerpunkt, ergänzt durch staatliche und zivile Dienste, Fokus auf Nächstenliebe und interreligiösen Dialog

St. Sebastian heute: Ein lebendiger Ort des Gebets und der Gemeinschaft

Auch heute ist St. Sebastian eine Pfarrei von Menschen für Menschen. Es ist ein Ort, an dem der Glaube nicht nur theoretisch, sondern in der täglichen Praxis gelebt wird. Durch die Fürsprache unseres Pfarrpatrons, des Heiligen Sebastian, und das gemeinsame Engagement der Gläubigen, bleibt die Kirche ein pulsierendes Zentrum. Hier findet man nicht nur Stille für das persönliche Gebet, sondern auch lebendiges Miteinander in verschiedenen Gruppen und Initiativen. Ob bei der Novene zum Heiligen Sebastian, dem feierlichen Patrozinium oder bei Vorträgen wie dem über Pfarrer Breiter – die Gemeinde ist aktiv und zukunftsorientiert. Das Jubiläumsjahr bietet zahlreiche Gelegenheiten, diese Lebendigkeit zu erfahren und mitzugestalten. Es ist ein Aufruf an alle, ihre Ideen und ihr Engagement einzubringen, um die Pfarrei weiterhin zu bereichern.

Was sagte Gott über seine geliebten Jünger? Eine theologische Betrachtung

Die Frage, was Gott über seine geliebten Jünger sagte, ist zentral für das Verständnis von Kirche und Gemeinschaft. Obwohl die Bibel keine einzige, direkte Aussage Gottes im Sinne eines manifesten Zitats über alle seine Jünger in einem spezifischen Moment liefert, finden sich zahlreiche Stellen, die Gottes Haltung und Erwartungen an seine Nachfolger offenbaren. Das Neue Testament, insbesondere die Evangelien und die Apostelbriefe, geben uns tiefe Einblicke in das, was Jesus, als Ausdruck Gottes auf Erden, über jene sagte, die ihm nachfolgten.

Eines der prominentesten Themen ist die Liebe. Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ (Johannes 13,34-35). Dies ist nicht nur ein Gebot, sondern ein Erkennungszeichen, ein Siegel der göttlichen Zustimmung. Gott wünscht sich, dass seine Jünger in Liebe zueinander stehen, da diese Liebe ein Spiegelbild seiner eigenen Liebe ist.

Weiterhin betonte Jesus die Einheit. Im Hohenpriesterlichen Gebet in Johannes 17,21 betete Jesus: „damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.“ Die Einheit der Jünger ist ein Zeugnis für die Welt von der Wahrheit des Evangeliums. Gott sieht seine Jünger als eine Gemeinschaft, die seine Herrlichkeit widerspiegelt und die Welt durch ihre Einheit zur Erkenntnis führt.

Auch der Dienst und die Demut sind wiederkehrende Motive. Jesus lehrte seine Jünger, nicht wie die Herrscher der Welt zu sein, sondern zu dienen: „Wer unter euch groß sein will, der soll euer Diener sein; und wer unter euch der Erste sein will, der soll euer Knecht sein; so wie der Menschensohn nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele zu geben.“ (Matthäus 20,26-28). Gott schätzt die demütige Haltung und den Dienst am Nächsten über jede Form von Macht und Ansehen. Die Jünger sind berufen, Jesu Beispiel des Dienens zu folgen.

Schließlich sind die Jünger auch Zeugen. Kurz vor seiner Himmelfahrt gab Jesus seinen Jüngern den Auftrag: „Ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“ (Apostelgeschichte 1,8). Gott möchte, dass seine Jünger seine Botschaft weitertragen, dass sie von dem zeugen, was sie gesehen und gehört haben. Die Kirche, als Gemeinschaft der Jünger, ist somit eine Gemeinschaft der Zeugen, die die frohe Botschaft in die Welt trägt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Gott seine geliebten Jünger als eine Gemeinschaft der Liebe, der Einheit, des demütigen Dienstes und des Zeugnisses sieht. Diese Prinzipien sind das Fundament jeder lebendigen Pfarrgemeinde, auch der St. Sebastian-Kirche, die sich bemüht, diesen göttlichen Auftrag seit 90 Jahren zu erfüllen.

Häufig gestellte Fragen zu St. Sebastian und dem Gemeindeleben

F: Warum ist die Pfarrkirche St. Sebastian so wichtig für Schwabing?
A: St. Sebastian ist seit 90 Jahren ein zentraler Punkt in München-Schwabing. Sie war und ist ein Ort des Glaubens, der Nächstenliebe und des sozialen Zusammenhalts. Insbesondere in schwierigen Zeiten, wie dem Zweiten Weltkrieg, bot sie Zuflucht und Trost. Sie ist ein fester Bestandteil der Identität des Stadtteils und ein Treffpunkt für Gläubige.

F: Was bedeutet „Patrozinium“ und warum ist es für St. Sebastian wichtig?
A: Das Patrozinium ist das Fest des Schutzpatrons einer Kirche oder Pfarrei. Für St. Sebastian ist dies der Heilige Sebastian. Die jährliche Feier des Patroziniums am 20. Januar erinnert an das Leben und Wirken des Heiligen und dient als Anlass zur Stärkung der Gemeinschaft und zur Besinnung auf die Werte, die die Pfarrei leiten.

F: Welche Rolle spielte Pfarrer Otto Breiter für die Gemeinde?
A: Pfarrer Otto Breiter war der erste Pfarrer von St. Sebastian (1929-1954). Er prägte die Anfangsjahre der Gemeinde maßgeblich durch sein tiefes Engagement für Nächstenliebe und Fürsorge. Er lebte den Geist des Heiligen Sebastian und war ein wichtiger Ansprechpartner und Trostspender für die Menschen, besonders in den Kriegs- und Nachkriegsjahren. Sein Erbe ist bis heute spürbar.

F: Was ist das Zweite Vatikanische Konzil und wie hat es St. Sebastian beeinflusst?
A: Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) war ein ökumenisches Konzil der katholischen Kirche, das weitreichende Reformen und eine Öffnung der Kirche zur modernen Welt einleitete. Es führte zu Veränderungen in der Liturgie (z.B. Gottesdienst in Landessprache), einer stärkeren Betonung der Rolle der Laien und einem erneuerten Selbstverständnis der Kirche. Diese Veränderungen wurden auch in St. Sebastian umgesetzt und prägten das Gemeindeleben nachhaltig.

F: Wie kann ich mich in der Gemeinde St. Sebastian engagieren?
A: Die Pfarrei St. Sebastian lädt herzlich dazu ein, sich mit Ideen und Engagement einzubringen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, von der Teilnahme an Gottesdiensten und Gebetsgruppen über ehrenamtliche Tätigkeiten in sozialen Projekten bis hin zur Mitgestaltung von Veranstaltungen. Aktuelle Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie in der Gottesdienstordnung, in Aushängen und auf der Website der Pfarrei.

Wir danken allen, die uns durch ihre Mithilfe, Zusprache, ihr Dasein sowie treues Gebet unterstützen und wünschen Ihnen allen ein gesegnetes Festjahr! Die kommenden Monate werden reich an unterschiedlichen Veranstaltungen und Angeboten sein, zu denen wir Sie herzlich einladen. Bitte beachten Sie hierzu die regelmäßigen Hinweise in der Gottesdienstordnung, den Vermeldungen, Aushängen, separaten Flyern und auf unserer Website. Möge St. Sebastian auch in den nächsten Jahrzehnten ein lebendiger Ort des Glaubens und der Gemeinschaft bleiben, ein Zeugnis dafür, was Gott über seine geliebten Jünger sagte und wie diese Botschaft durch Menschen für Menschen weitergetragen wird.

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