Bereitschaft: Dem Ruf Gottes folgen

17/04/2024

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Nachdem wir unser Leben Christus übergeben haben, entrückt uns Gott nicht sofort in den Himmel. Vielmehr lässt Er uns auf der Erde zurück, und das aus einem tiefgründigen und liebevollen Zweck: damit wir Ihm dienen, Seinen Willen tun und Seine Liebe in dieser Welt widerspiegeln. Wir sind dazu berufen und sollen Ihm zur Verfügung stehen – bereit für alles, was Er uns an Aufgaben und Diensten aufträgt, und ebenso für die Erfahrungen, die Er uns machen lässt. „Zur Verfügung stehen“ bedeutet, in jedem Moment bereit zu sein für das, was Gott uns in den Weg legt. Es ist eine Haltung des Herzens, die sich in Gehorsam und Hingabe äußert. Die Bibel ist reich an ermutigenden Beispielen von Menschen, die diese Haltung der Bereitschaft vorlebten. Ihre Geschichten lehren uns wertvolle Lektionen über das Vertrauen in Gott und die Wichtigkeit, Seinem Ruf zu folgen.

Warum machte Jakob sich sofort auf den Weg nach Ägypten?
Darum machte er sich sofort auf den Weg nach Ägypten. Als er nach Beerseba an die Südgrenze des Landes Kanaan kam, machte er plötzlich Halt, um nach dem Willen Gottes zu fragen. Gott erschien ihm in der Nacht und ermutigte ihn, nach Ägypten weiterzuziehen. Er versprach Jakob, mit ihm zu sein und ihn dort zu einer großen Nation zu machen.

Einer der ersten und eindrücklichsten Fälle ist Abraham, der Vater des Glaubens. Seine Geschichte ist ein Zeugnis bedingungsloser Hingabe und unerschütterlichen Vertrauens in Gottes Souveränität.

Inhaltsverzeichnis

Abraham: Das höchste Opfer des Glaubens

„Es geschah nach diesen Dingen, dass Gott Abraham prüfte; und er sprach zu ihm: Abraham! Und er sprach: Hier bin ich!“ (1. Mose 22,1). Diese wenigen Worte offenbaren eine tiefe Wahrheit über Abrahams Charakter und seine Beziehung zu Gott. Es gab einen Zeitpunkt in Abrahams Leben, an dem Gott seinen Glauben einer beispiellosen Prüfung unterzog. Gott forderte ihn auf, seinen einzigen Sohn Isaak, den Sohn der Verheißung, zu opfern. In diesem kritischen Moment glänzte Abraham nicht durch Abwesenheit oder mangelnde Bereitschaft, sondern durch sofortigen Gehorsam und vollständige Hingabe. Gott musste ihn nicht suchen oder auf ihn warten; er war sofort zur Stelle, als Gott ihn rief.

Als Gott Abraham dann den Inhalt der Prüfung vorstellte, hören wir von ihm keine Fragen, keine Zweifel, keine Vorwürfe oder gar Widerstand. Stattdessen lesen wir nur, dass er frühmorgens aufstand, seine Vorbereitungen traf und sich mit Isaak auf den Weg machte (1. Mose 22,3). Diese prompte Reaktion zeugt von einer tiefen Bereitschaft, sich der Prüfung zu stellen, die Gott ihm auferlegte. Er enthielt seinem Gott nichts vor – nicht einmal seinen einzigen Sohn, den er von Herzen liebte und auf dem alle Verheißungen ruhten (1. Mose 22,12.16). Abraham handelte im Glauben und urteilte, dass Gott sogar aus den Toten aufzuerwecken vermag, „von woher er Isaak auch im Gleichnis empfing“ (Hebräer 11,19). Sein Vertrauen ging über das Sichtbare hinaus; er glaubte an Gottes Fähigkeit, das Unmögliche zu tun.

Stellen wir uns selbst die Fragen: Sind wir zur Stelle, wenn Gott uns ruft? Nehmen wir Prüfungen, die Er uns schickt, aus seiner Hand an oder lehnen wir uns dagegen auf? Enthalten wir Gott etwas vor, zum Beispiel unsere Zeit, unsere Kraft, unsere Fähigkeiten oder unsere liebsten Besitztümer? Oder stellen wir Ihm alles bedingungslos zur Verfügung?

Joseph: Gehorsam trotz Feindschaft

„Israel sprach zu Joseph: Weiden nicht deine Brüder bei Sichem? Komm, dass ich dich zu ihnen sende! Und er sprach zu ihm: Hier bin ich“ (1. Mose 37,13). Jakob liebte Joseph mehr als seine übrigen Söhne (1. Mose 37,3). Diese offene Bevorzugung führte dazu, dass Joseph von seinen Brüdern beneidet und gehasst wurde (1. Mose 37,4). Als Joseph ihnen dann auch noch von seinen Träumen erzählte, die auf seine zukünftige Vorrangstellung unter ihnen hinwiesen, verstärkte sich ihr Hass noch mehr (1. Mose 37,5–8).

Als Joseph schließlich von seinem Vater den Auftrag erhielt, zu seinen Brüdern zu gehen und nach ihrem Wohlergehen zu sehen, war er sofort dazu bereit. Obwohl Joseph seine Brüder kannte und wusste, dass sie ihn hassten und ihm feindlich gesinnt waren, ließ er sich bereitwillig von seinem Vater zu ihnen senden. Wir finden von ihm kein Wort des Widerredens, keine Klage oder Zögern. Gehorsam machte er sich auf den Weg. Als er seine Brüder in Sichem nirgends fand, kehrte er nicht etwa um und gab auf, sondern ging ihnen so lange nach, bis er sie ausfindig machen konnte. Diese Ausdauer im Dienst, selbst unter widrigen Umständen, ist bemerkenswert.

Diese Episode wirft wichtige Fragen für uns auf: Suchen wir uns nur angenehme Dienste aus oder sind wir auch bereit, unangenehme Aufträge für den Herrn zu erfüllen? Wie sieht es aus, wenn sich uns unerwartet Hindernisse in den Weg stellen, die unseren Dienst erschweren oder gefährden? Geben wir unseren Dienst dann leichtfertig auf oder setzen wir ihn mit Ausdauer und Eifer fort, vertrauend darauf, dass Gott uns leitet?

Jakob: Gottes Willen suchen vor dem Handeln

„Gott redete zu Israel in den Gesichten der Nacht und sprach: Jakob! Jakob! Und er sprach: Hier bin ich“ (1. Mose 46,2). Nachdem Jakob die unglaubliche Nachricht erhalten hatte, dass sein tot geglaubter Sohn Joseph noch lebte, packte ihn der Wunsch, ihn zu sehen. Darum machte er sich sofort auf den Weg nach Ägypten. Doch als er nach Beerseba an die Südgrenze des Landes Kanaan kam, machte er plötzlich Halt, um nach dem Willen Gottes zu fragen. Hier zeigte sich Jakobs Bereitschaft, seine eigenen Pläne zurückzustellen und Gottes Führung zu suchen. Gott erschien ihm in der Nacht und ermutigte ihn, nach Ägypten weiterzuziehen. Er versprach Jakob, mit ihm zu sein und ihn dort zu einer großen Nation zu machen. Dieses göttliche Versprechen bestätigte Jakobs Entschluss und gab ihm Frieden.

Jakob wollte nicht ohne die ausdrückliche Zustimmung Gottes das verheißene Land verlassen und nach Ägypten ziehen, obwohl der persönliche Wunsch, Joseph wiederzusehen, immens war. Ihm lag sehr daran, den Willen Gottes in dieser wichtigen Sache zu erfahren. Darum unterbrach er seine Reise und suchte die Nähe Gottes. Als Gott ihm dann seine Pläne mit ihm kundtat, war er vollkommen bereit, weiterzuziehen.

Wir sollten uns fragen: Ist es uns wirklich wichtig, den Willen Gottes in einer bestimmten Sache zu erfahren, bevor wir handeln? Lesen wir dazu sein Wort aufmerksam und fragen wir Ihn im Gebet um Führung? Warten wir geduldig so lange, bis wir seine Gedanken erfahren haben, oder handeln wir vorschnell nach eigenem Gutdünken und unseren Emotionen? Und wenn Gott uns seinen Willen gezeigt hat, sind wir dann auch bereit, ihn zu tun, selbst wenn er unseren anfänglichen Vorstellungen widerspricht?

Mose: Von der Wüste zur Befreiung

„Als der Herr sah, dass er herzutrat, um zu sehen, da rief Gott ihm mitten aus dem Dornbusch zu und sprach: Mose! Mose! Und er sprach: Hier bin ich“ (2. Mose 3,4). Die ersten 40 Jahre seines Lebens verbrachte Mose in Ägypten, wo er in aller Weisheit der Ägypter auferzogen und unterwiesen wurde – ein Prinz, mächtig in Worten und Taten. Die folgenden 40 Jahre lebte er jedoch in Midian „hinter der Wüste“, wo er Schafe hütete. Diese langen, einsamen Jahre als Hirte machten ihn zu einem demütigen und zurückhaltenden Mann. Nun, nach dieser Zeit der Vorbereitung und Formung, konnte Gott ihn gebrauchen, um Sein Volk aus der Knechtschaft Ägyptens zu befreien und durch die Wüste zu führen.

Als Mose sich gegen Ende der 40 einsamen Wüstenjahre als Hirte am Berg Horeb aufhielt, sah er eines Tages einen Dornbusch, der in Flammen stand, aber nicht verbrannte. Als er näher hinzutrat, um dieses wundersame Phänomen zu betrachten, rief Gott ihm zweimal aus dem Dornbusch zu. Zunächst reagierte Mose sogleich positiv mit „Hier bin ich“. Danach war er leider nicht sofort bereit, den gewaltigen Auftrag auszuführen, den Gott ihm gab. Er äußerte manche Einwände und Bedenken, zweifelte an seinen Fähigkeiten und seiner Eignung. Doch Gott begegnete seinen Zweifeln mit unendlicher Geduld und versicherte ihm Seine Gegenwart und Unterstützung.

Fragen wir uns: Kennen wir in unserem Leben auch „Wüstenzeiten“, in denen Gott uns erzieht, uns demütigt und zu unserem Herzen spricht (Hosea 2,16)? Und wie sieht es aus, wenn Gott uns einen wichtigen Auftrag gibt, der uns vielleicht überfordert erscheint? Nehmen wir ihn bereitwillig aus seiner Hand an oder bringen wir alle möglichen Einwände und Bedenken vor, die unsere Bereitschaft mindern könnten?

Samuel: Die Stimme des Herrn erkennen

„Es geschah in jener Zeit, als Eli an seinem Ort lag – seine Augen aber hatten begonnen, schwach zu werden, er konnte nicht sehen –, und die Lampe Gottes war noch nicht erloschen, und Samuel lag im Tempel des Herrn, wo die Lade Gottes war, da rief der Herr Samuel. Und er sprach: Hier bin ich!“ (1. Samuel 3,2–4). Hanna brachte ihren Sohn Samuel schon als Knabe zur Stiftshütte in Silo, wo er dem Herrn unter der Aufsicht des Hohenpriesters Eli diente. Die Söhne Elis waren böse und gottlose Männer, die den Herrn beraubten und entehrten. Leider trat Eli nicht entschieden genug gegen seine Söhne auf. Nun war er alt geworden und ermahnte sie nur noch mit Worten, auf die sie jedoch nicht achteten. So wollte Gott den jungen Samuel benutzen, um Eli und seinem Haus das bevorstehende Gericht anzukündigen.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Gott noch nie direkt zu Samuel gesprochen. Darum kannte er die Stimme des Herrn noch nicht. Als Gott ihn rief, meinte er, Eli habe ihn gerufen, und lief zu ihm. Erst beim dritten Mal merkte Eli, dass Gott den Knaben rief, und wies Samuel an, wie er antworten sollte. Als der Herr schließlich das vierte Mal rief, war Samuel bereit, auf das zu hören, was Gott ihm zu sagen hatte: „Rede, denn dein Knecht hört.“ Aber nicht nur das. Samuel war auch bereit, den Auftrag, den Gott ihm gegeben hatte, treu auszuführen, obwohl er Eli und seinem Haus das Gericht ankündigen musste – eine äußerst schwierige und unangenehme Botschaft.

Warum machte Jakob sich sofort auf den Weg nach Ägypten?
Darum machte er sich sofort auf den Weg nach Ägypten. Als er nach Beerseba an die Südgrenze des Landes Kanaan kam, machte er plötzlich Halt, um nach dem Willen Gottes zu fragen. Gott erschien ihm in der Nacht und ermutigte ihn, nach Ägypten weiterzuziehen. Er versprach Jakob, mit ihm zu sein und ihn dort zu einer großen Nation zu machen.

Fragen wir uns: Kennen wir die Stimme des Herrn und sind wir vertraut mit seinen Worten, die wir in der Bibel finden (Johannes 10,4)? Kann Gott uns gebrauchen, um unseren Geschwistern oder Freunden etwas zu sagen, was ihnen vielleicht nicht gefällt oder sie herausfordert? Und wie sieht es aus, wenn ein Bruder oder eine Schwester uns zurechtweist? Nehmen wir den Tadel bereitwillig als von Gott an, der uns durch andere korrigieren möchte?

Jesaja: Reinigung und Sendung

„Ich hörte die Stimme des Herrn, der sprach: Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich“ (Jesaja 6,8). In einer beeindruckenden Vision zeigte Gott seinem Knecht Jesaja etwas von seiner unermesslichen Herrlichkeit und Heiligkeit. Jesaja gewann dabei einen tiefen Eindruck von der Reinheit und Majestät Gottes und war sich sofort bewusst, dass er so, wie er war, als sündiger Mensch nicht vor Gott bestehen konnte. Verzweifelt rief er aus: „Wehe mir! Denn ich bin verloren; denn ich bin ein Mann unreiner Lippen, und mitten in einem Volk unreiner Lippen wohne ich; denn meine Augen haben den König, den Herrn der Heerscharen, gesehen!“ (Jesaja 6,5). Erst nachdem eine glühende Kohle vom Altar seinen Mund berührt hatte und damit im Bild seine Sünde gesühnt war, konnte Gott ihn als Prophet zu seinem Volk senden (Jesaja 6,7).

Nach dieser Reinigung und dem Bewusstsein der Vergebung hörte Jesaja Gottes Frage nach einem Boten. Seine Antwort war ein spontanes, tiefes Ausdruck der Bereitschaft: „Hier bin ich, sende mich.“ Er bot sich freiwillig an, ohne zu wissen, wie schwierig die Botschaft sein würde oder welche Widerstände er erfahren würde. Er war bereit, sich von Gott gebrauchen zu lassen.

Fragen wir uns: Sind wir noch beeindruckt von der Heiligkeit Gottes und der Größe Seiner Majestät? Wissen wir wirklich, was es den Heiland gekostet hat, unsere Sünden am Kreuz zu sühnen? Danken wir Ihm täglich für das Erlösungswerk, das Er am Kreuz von Golgatha vollbracht hat und das uns reinigt? Geben wir Ihm eine Antwort auf seine unverdiente Liebe, indem wir bereit sind, uns von Ihm zu verlorenen Menschen senden zu lassen und ihnen die Botschaft der Errettung und des ewigen Lebens zu bringen?

Ananias: Gehorsam trotz Furcht

„Es war aber ein gewisser Jünger in Damaskus mit Namen Ananias; und der Herr sprach zu ihm in einem Gesicht: Ananias! Er aber sprach: Siehe, hier bin ich, Herr!“ (Apostelgeschichte 9,10). Saulus war auf dem Weg nach Damaskus, um Christen zu verfolgen. Als der Herr Jesus ihm aus dem Himmel erschien, fiel er zu Boden und konnte nichts mehr sehen. Er musste an der Hand nach Damaskus geführt werden (Vers 8). Daraufhin benutzte der Herr einen unscheinbaren, aber gottesfürchtigen und redlichen Jünger mit Namen Ananias, um Saulus die Hände aufzulegen, damit dieser wieder sehend und mit dem Heiligen Geist erfüllt wurde (Apostelgeschichte 22,12).

Ananias war nicht nur da, als der Herr ihn rief (Vers 10), und antwortete mit sofortiger Bereitschaft. Er war auch bereit, das zu tun, was der Herr ihm auftrug, obwohl ihn verständlicherweise Furcht beschlich, als er den ungewöhnlichen Auftrag vom Herrn erhielt, ausgerechnet den gefürchteten Christenverfolger Saulus aufzusuchen. Er kannte Saulus' Ruf. Dennoch war er gehorsam. Nachdem er seinem Herrn die Sorge seines Herzens gesagt und dieser den Auftrag bestätigt hatte, tat Ananias, wie ihm gesagt worden war (Verse 13–17). Sein Gehorsam überwand seine Angst.

Fragen wir uns: Sind wir dem Herrn gehorsam, auch wenn seine Aufträge uns vielleicht ungewöhnlich, unangenehm oder sogar Angst einflößend erscheinen? Ananias jedenfalls zeichnete sich durch Bereitschaft und Gehorsam aus. Er erfüllte den Auftrag, den der Herr ihm gab, und wurde so zu einem wichtigen Werkzeug in der Geschichte der frühen Kirche. Erfüllen wir auch die Aufgaben, die Er uns vor die Füße legt, sei es im Großen oder im Kleinen?

Vergleichstabelle biblischer Beispiele der Bereitschaft

Die Geschichten dieser Männer zeigen uns unterschiedliche Facetten der Bereitschaft und des Gehorsams. Jede Situation war einzigartig, doch die Kernhaltung war dieselbe: Ein offenes Herz für Gottes Ruf.

CharakterKontext der Berufung/PrüfungReaktion der BereitschaftBesondere Lektion
AbrahamGott fordert die Opferung IsaaksSofortiger Gehorsam, VertrauenBedingungslose Hingabe an Gottes Willen
JosephVater sendet ihn zu hasserfüllten BrüdernBereitwilligkeit trotz persönlicher GefahrAusdauer im unangenehmen Dienst und Vergebung
JakobUmzug nach Ägypten, um Joseph zu sehenInnehalten und Gottes Willen suchenAbhängigkeit von Gottes Führung, nicht von Emotionen
MoseGott beruft ihn zur Befreiung IsraelsAnfängliche Zögerlichkeit, dann GehorsamGott rüstet aus und ist geduldig mit unseren Schwächen
SamuelGottes Ruf als Kind in der NachtLernen, Gottes Stimme zu erkennen und zu antwortenMut zur Überbringung schwieriger Botschaften
JesajaVision der Heiligkeit Gottes und SündenbekenntnisBewusstsein der Sünde, dann proaktive BereitschaftErlösung als Grundlage für jeden Dienst
AnaniasAuftrag, den Christenverfolger Saulus zu besuchenÜberwindung der Furcht durch GehorsamVertrauen in Gottes Plan, auch bei Gefahr und Unverständnis

Häufig gestellte Fragen zur Bereitschaft im Glauben

Hier sind Antworten auf einige häufig gestellte Fragen zum Thema Bereitschaft und Dienst für Gott:

Was bedeutet es, Gott „zur Verfügung zu stehen“?

Gott „zur Verfügung zu stehen“ bedeutet, unser Leben, unsere Zeit, unsere Talente und unsere Ressourcen bewusst und willentlich in Gottes Hände zu legen. Es ist eine Haltung des Herzens, die besagt: „Hier bin ich, Herr, sende mich. Ich bin bereit, Deinen Willen zu tun, wohin auch immer Du mich führst und was auch immer Du von mir verlangst.“ Es beinhaltet Bereitschaft für angenehme und unangenehme Aufgaben, für große und kleine Dienste, und das Vertrauen, dass Gott uns für jede Aufgabe ausrüstet.

Warum lässt uns Gott nach der Bekehrung auf der Erde?

Gott lässt uns nach unserer Bekehrung nicht sofort in den Himmel entrücken, weil Er einen Plan und eine Aufgabe für uns auf dieser Erde hat. Wir sind Seine Botschafter, Seine Hände und Füße in einer gefallenen Welt. Wir sollen Licht sein, Salz der Erde, Zeugen Seiner Liebe und Seiner erlösenden Kraft. Durch unser Leben, unseren Dienst und unseren Gehorsam können andere Menschen Gott erkennen und zu Ihm finden. Es ist eine Zeit der Reifung, des Lernens und der Vorbereitung auf die Ewigkeit, in der wir Ihm bereits hier dienen dürfen.

Wie erkenne ich Gottes Willen für mein Leben?

Gottes Willen zu erkennen, erfordert eine Kombination aus Gebet, dem Studium Seines Wortes (der Bibel), dem Hören auf den Heiligen Geist und der Weisheit von gottesfürchtigen Ratgebern. Gott offenbart Seinen Willen oft nicht in einem einzigen, dramatischen Ereignis, sondern schrittweise. Er spricht durch die Prinzipien Seines Wortes, durch innere Überzeugungen, die der Heilige Geist gibt, und manchmal auch durch äußere Umstände oder die Bestätigung durch andere Gläubige. Eine Haltung der Bereitschaft und des Gehorsams ist der beste Weg, um Gottes Willen klarer zu erkennen: Wenn wir bereit sind, Seinen Willen zu tun, wird Er ihn uns auch zeigen.

Schlussfolgerung: Das vollkommene Vorbild Jesu

Beim Herrn Jesus Christus sehen wir eine vollkommene Bereitschaft, den Willen seines Gottes und Vaters zu tun. Er war als das Lamm zuvor erkannt vor Grundlegung der Welt. Als die Fülle der Zeit kam, sandte Gott Ihn auf die Erde. Psalm 40,7–9 und Hebräer 10,5–7 zeigen, dass Er bereit war, auf die Erde zu kommen, um am Kreuz von Golgatha zu leiden und zu sterben. Er kannte keine Sünde, tat keine Sünde, und in Ihm war keine Sünde (2. Korinther 5,21; 1. Petrus 2,22; 1. Johannes 3,5). Darum war Er in der Lage, für uns das Erlösungswerk zu vollbringen, das uns von Sünde und Tod befreit.

Obwohl der Herr genau wusste, was Ihn hier auf der Erde erwartete – Ablehnung, Leid und schließlich der schmerzhafte Tod am Kreuz –, ließ Er sich bereitwillig senden. Er kam als Mensch auf die Erde, wurde unseren Schwachheiten gleich, doch ohne Sünde. Aber noch mehr: Er wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz (Philipper 2,8). Sein vollbrachtes Werk am Kreuz ist die unerschütterliche Grundlage dafür, dass Gott auch uns, die wir durch Ihn erlöst sind, als seine Diener aussenden kann. Sein Opfer befähigt uns, in seiner Kraft zu dienen. Mögen wir alle von diesem vollkommenen Vorbild lernen und unser Leben in ständiger Bereitschaft und treuem Gehorsam zu Seinem Ruhm führen.

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